Militärputsch in Thailand Ex-Premier an geheimem Ort festgehalten


thailand Shinawatra

 

 

Thailands Militärjunta will Dutzende Mitglieder der abgesetzten Regierung und Oppositionelle noch bis zu eine Woche lang festhalten. Auf diese Weise sollen die Politiker „Zeit zum Nachdenken bekommen“, wie Armee-Vizesprecher Weerachon Sukondhapatipak sagte. Demnach wurden zudem ihre Handys konfisziert.

In der Gewalt der Militärjunta befindet sich den Angaben zufolge auch Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra, die ebenfalls mindestens eine Woche festgesetzt werden soll. So könne sie sich „beruhigen“, sagte Sukondhapatipak weiter. Wo Yingluck, ihre früheren Kabinettsminister und deren Gegner festgehalten werden, wollte er nicht sagen.

Nachdem die Armee zunächst 155 Politiker und Aktivisten einbestellt hatte, erging derselbe Befehl an etwa drei Dutzend Akademiker.

Militär übernahm die Macht

Tags zuvor hatte die Militärjunta die gesamte abgesetzte Regierung, deren Vertraute sowie eine Handvoll Oppositioneller einbestellt. Jene, die nicht kamen, wurden mit Ausreiseverboten belegt.

Nach monatelangen regierungskritischen Protesten und politischem Stillstand hatte das Militär am Dienstag zunächst das Kriegsrecht verhängt und zwei Tage später ganz die Macht übernommen.

Armeechef Chan-ocha bezeichnete den Schritt als notwendig, um wieder Stabilität herzustellen und wichtige Reformen umzusetzen. Die Verfassung wurde ausgesetzt und die Regierung ebenso aufgelöst wie die Demonstrationen von Anhängern der beiden verfeindeten politischen Lager. Die Aufgaben der Regierung nimmt nun eine Militärjunta wahr.

„Menschenrechtssituation ist in freiem Fall“

Menschenrechtsorganisation reagierten empört. „Die Menschenrechtssituation in Thailand ist unter der Militärherrschaft in freiem Fall“, sagte Brad Adams von Human Rights Watch. „Wenn Soldaten friedliche Demonstranten festnehmen, ist das ein gefährlicher Präzedenzfall – Menschen, die ihre Meinung sagen, dürfen nicht bestraft werden“, sagte Richard Bennett von Amnesty International.

„Dass das Militär führende Politiker und Zivilisten in Gewahrsam hält, ist höchst beunruhigend“, teilte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay mit.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_69574406/militaerputsch-in-thailand-ex-premier-yingluck-shinawatra-an-geheimem-ort-festgehalten.html

Gruß an den Frieden

TA KI

 

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