Brasilien: Staudamm-Bau mit Methoden einer Militär-Diktatur


Der Widerstand gegen die Fußball-WM rückt ein weiteres Prestige-Projekt Brasiliens ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit: Das Staudamm-Projekt Belo Monte bedroht die Natur und den Lebensraum der Indios. Menschen müssen in massiven Umsiedelungen weichen, das Projekt wird mit den Methoden einer Militär-Diktatur durchgedrückt.

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Deutsche DAX-Unternehmen wie Siemens und Mercedes verdienen Hunderte Millionen an dem brasilianischen Staudamm-Projekt „Belo Monte“. Fahrzeuge und Turbinen made in Germany kommen zum Einsatz, um den drittgrößten Staudamm der Welt aus der Taufe zu heben.

Der Filmemacher Martin Keßler hat die Arbeiten und die Auswirkungen des Staudamm-Projekts im Amazonasgebiet seit Jahren dokumentiert.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie weit sind die Baumaßnahmen in Belo Monte?

Martin Keßler: Ich war zuletzt im Januar dieses Jahres vor Ort in Brasilien und konnte feststellen, dass ungefähr die Hälfte der Arbeiten bereits ausgeführt ist. Die Bauarbeiten haben im Januar 2011 begonnen, unmittelbar nach der Wahl von Dilma Rousseff zur Präsidentin. Belo Monte ist das größte Prestigeprojekt der Präsidentin, neben der WM und den Olympischen Spielen. Aber es ist ein altes Projekt: Es wurde schon unter der Militärdiktatur in den 70er-Jahren angedacht, wurde dann aber wieder auf Eis gelegt, weil die ökologischen und ökonomischen Probleme zu groß erschienen, abgesehen von den Menschenrechtsproblemen. Die Weltbank hat sogar einen bereits zugesagten Kredit zurückgezogen. Und so lag das Projekt lange Jahre auf Eis.

Dilma hat es dann wieder ausgegraben, als sie Energieministerin war. Mittels einer dubiosen Rechtskonstruktion, die sogenannte „Suspensäo de Segurança“, hat sie alle rechtlichen Zweifel beiseite geschoben, indem sie einfach behauptet hat, das Projekt sei relevant für die nationale Sicherheit. Jetzt wird es einfach durchgezogen. Dom Erwin Kräutler, ein gebürtiger Österreicher, der als katholischer Bischof in der Gegend lebt und gegen den Staudamm kämpft, sagt, die Methoden der Regierung Dilma seien den Methoden der Militärdiktatur nicht unähnlich…

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Ihre Entscheidungen werden sicherlich durch Wirtschaftslobbys beeinflusst…

Martin Keßler: Ja. Die Lobby der Bauindustrie ist überaus stark in Brasilien. Die vier großen Baufirmen üben einen unheimlichen Druck aus auf die Regierung. Die größte Baufirma ist Odebrecht. Sie profitiert auch am meisten von Belo Monte. Übrigens: Odebrecht profitiert auch vom Bau der völlig überteuerten WM-Stadien…

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was bedeutet Belo Monte für die Indios in der Region?

Martin Keßler: Unterhalb der Staumauer im Bundesstaat Pará lebten mehrere indigene Völker. Einige leben noch dort. Andere werden bereits umgesiedelt. Jetzt wird ihnen das Wasser abgeschnitten. Ohne Wasser ist der Fischfang und die auch die Landwirtschaft, die diese Völker betrieben, nicht möglich.

Dabei garantiert die brasilianische Verfassung den Indigenen das Recht, angehört zu werden. Belo Monte verstößt gegen dieses Recht.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was ist an Wasserkraft und am drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt auszusetzen?

Martin Keßler: Dieses Kraftwerk hat absolut nichts mehr mit sauberer Energie zu tun. Der Staudamm ist riesig – mit 600 Km2 etwa so groß wie der Bodensee. Aber damit nicht genug: Nach seriösen Untersuchungen wird der Verlust an Regenwald etwa 10-mal größer sein. Aus ganz Brasilien sind über 20.000 Bauarbeiter in die Stadt Altamira gekommen. Sie hat jetzt circa 130.000 Einwohner und die Infrastruktur ist für den Zustrom so vieler Menschen absolut nicht geeignet. Ein Drittel der Stadt wird bald überflutet und an einem faulen, toten See liegen. Eine Brutstätte für Mückenplagen und Malaria. Ein Horrorszenario. Der Rio Xingú war einer der wenigen Flüsse, die unberührt waren. Wenn er jetzt umgeleitet wird, stehen die Menschen auf dem Trockenen. 40.000 Menschen sollen umgesiedelt werden und die Umsiedelung hat schon in diesem Jahr begonnen… Viele Pfahlbauten der Indios wurden schon abgerissen in Altamira. Die Menschen werden in Großsiedlungen verfrachtet, in schlechte Häuser aus Beton und in Einheitsgrößen…

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie kann man sich gegen das Projekt wehren?

Martin Keßler: Dieser Mega-Staudamm kostet 10 Milliarden Euro. Die Hälfte ist verbaut. Ich fürchte, man kann das Projekt nicht mehr stoppen. Jetzt kann es nur darum gehen, das Leid der Menschen zu lindern. Und vor allem geht es darum, zukünftige ähnliche Projekte zu verhindern. Wie es heißt, haben die Behörden weitere 150 andere Projekte in den Schubladen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Inwieweit sind europäische und deutsche Firmen beteiligt?

Martin Keßler: Zum Konsortium, das die Turbinen liefert, gehören auch Voith und Siemens. An Belo Monte sind auch Daimler sowie Andritz aus Österreich beteiligt. Hier geht es um Milliarden. Die Münchener Rückversicherungsgesellschaft Munch Re versichert das Projekt. Allianz ist auch beteiligt. Mercedes Benz hat über 500 LKW für die Erdarbeiten geliefert. Und sie wollen alle noch mehr verdienen, denn die Baumaßnahmen am Belo Monte sind größer als Panama-Kanal. Es ist ein Riesengeschäft für die beteiligten Firmen aus Deutschland und Europa. In Deutschland sind Teile der Planung und der kaufmännischen Führung. Ein schlechtes Gewissen hat man in Deutschland nicht: Die Firmen sagen, Brasilien sei eine Demokratie. Und wenn dieses Land ein Projekt macht: Wer sind wir, das in Frage zu stellen?

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie wird in Brasilien mit Menschen umgegangen, die sich gegen das Projekt engagieren?

Martin Keßler: Die werden verfolgt, unter Druck gesetzt, verklagt. Nehmen wir den Bischof Dom Erwin, der sich für die Indigenen einsetzt: Er hat für sein Engagement den alternativen Nobelpreis bekommen. Er lebt seit acht Jahren unter Polizeischutz. Und auf Antônia Melo, der Sprecherin eines Protestbündnisses, wurden Spitzel angesetzt – im Auftrag des brasilianischen Geheimdienstes. Der Druck der Sicherheitskräfte nimmt zu. Es wird mit allen Mittel Druck ausgeübt. Wie bei anderen WM-Projekten auch.

Das Video ist eine 13-minütige Kurzfassung des aktuellen Dokumentarfilms „Countdown am Xingú“ (73 min, 2014) von Martin Keßler über die Korruption bei der Fußball-WM in Brasilien und den Kampf gegen den Megastaudamm »Belo Monte« im Amazonasgebiet. Weitere Infos bei: www.neuewut.de

Der renommierte Investigativ-Journalist Antonio Cascais begleitet für die Deutschen Wirtschafts Nachrichten in den kommenden Wochen die Entwicklung in Brasilien. In der Rubrik „Das andere Tagebuch der Fußball WM“ wird Cascais über die sozialen Probleme und die Proteste der Brasilianer gegen das Kommerz-Spektakel berichten. Cascais hatte zuletzt mit seiner TV-Dokumentation „die story – Geschäfte wie geschmiert?“ (mit Marcel Kolvenbach) für Aufsehen gesorgt. In der Doku zeigten die Autoren die Hintergründe eines U-Boot-Deals in Portugal auf. Der Film ist in der Mediathek des WDR abrufbar.

Teil 1: Die Revolution hat in Brasilien Feuer gefangen

Teil 2: Brasilien: Künstler protestieren gegen die Fußball-WM

Teil 3: Brasilien: Von der Fußball-WM profitieren Konzerne, Politiker und Banken

Teil 4: Weltmeister: Deutsche Waffen-Industrie verdient prächtig mit der Fußball-WM

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/04/brasilien-staudamm-bau-mit-methoden-einer-militaer-diktatur/

Gruß an die schmierigen Geschäftemacher

TA KI

 

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„Es besteht die Hoffnung, daß Putin das durchsichtige Spiel geschickt lenkt, da die Aufgabe des Südostens sonst zum Prolog seines eigenen Sturzes werden würde.“


„Есть надежда, что Путин ведет тонкую игру, ведь сдача юго-востока будет означать пролог его собственного падения“. К. Сивков
„Es besteht die Hoffnung, daß Putin das durchsichtige Spiel geschickt lenkt, da die Aufgabe des Südostens sonst zum Prolog seines eigenen Sturzes werden würde.“ K. Siwkow

Die neofaschistische Junta hat den Landwehrmännern des Südostens eine letzte „Warnung“ ausgesprochen: „ Geben Sie auf, oder Sie werden vernichtet werden.“ Das erklärte der „Pressesprecher“ der Strafkommandos Wladislaw Seleznev am Dienstag. Nach seinen Worten wird gegen die Region „ein Schlag unter Anwendung hochpräziser Spezialwaffen ausgeführt werden, wenn die Bewohner des Donbass-Gebietes, die auf der Unabhängigkeit der DVR bestehen, nicht kapitulieren. Wie viel Widerstandskraft hat der Südosten noch und warum schweigt Putin? In einem Interview mit der Presseagentur Nakanune.RU nimmt der erste Vizepräsident der Akademie für geopolitische Probleme, Konstantin Siwkow, dazu Stellung.
Frage: Welche weitere Entwicklung der Ereignisse im Südosten der Ukraine sehen Sie?

Konstantin Siwkow: Poroschenko ist ein Präsident der Katastrophen. Er soll alle Hinterlassenschaften, die mit der Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union begangen werden, die ungeheuren Verbrechen, die mit der völligen Verarmung und der Vernichtung der Bevölkerung und mit der Okkupierung der Wirtschaft Ukraine durch die westlichen Ländern verbunden sind, übernehmen. Unter diesen Bedingungen bedeutet die Erhaltung des aktiven Widerstandskernes im Südosten der Ukraine, der Kräfte des bewaffneten Widerstandes, der Poroschenko entgegenwirkt, daß aus der Assoziierung nichts wird. Wenn die Umgestaltung und die Reformen Poroschenkos, die mit der Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union verbunden sind, beginnen werden, wird sich das Volk erheben und sich dem Südosten der Ukraine anschließen. Es wird sich nicht nur der Südosten erheben, sondern die GANZE Ukraine, und auf die Seite des Volkes kann schließlich auch die Armee übergehen. Poroschenko versteht das nicht, weil er der stumpfe und geizige. diebische Oligarch ist und von ihm geopolitische Prognostik zu erwarten kostet nichts. Aber das verstehen vor allem, die amerikanischen „Herren“. Deshalb werden sie alle von sich noch abhängiger machen, um diesen Widerstand zu brechen, damit das vollzogen wird.
Das Team Putins versteht das ganz ausgezeichnet, daß wenn der Südosten der Ukraine aufgegeben und die NATO an unsere Grenzen heranrücken wird, dann würde sich herausstellen, daß der Südosten, der für Rußland auftrat, von der russischen Macht fallen gelassen worden ist. Wobei dies nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Rußland so wahrgenommen werden würde. Unter diesen Bedingungen wird die erbitterte ukrainische Bevölkerung gegen Rußland gestimmt sein. Und das würde auch vorteilhaft für die USA sein. Also das Drehbuch des Westens ist ein solches – zum einen mit beliebigen Methoden die Unterstützung des Südostens durch Rußland zu blockieren und zum anderen den Südosten zu zerschlagen.
Für den Fall, daß der Südosten von Rußland genügend intensiv unterstützt wird – die diplomatische Anerkennung erhält, den Streitkräften der Rücken gestärkt wird, nicht unbedingt durch den Einmarsch von Truppen, aber durch Lieferungen von Waffentechnik und Ausrüstungen und die Orientierung der Freiwilligen nach dem Prinzip ‚der Brüderlichkeit‘ dorthin und dgl. mehr, ja dann wird der Südosten standhalten. Er wird anerkannt werden, er wird von sich aus jenen Kern darstellen, an dem sich in der Folge die ganze übrige Ukraine orientieren wird. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli wird klar sein, daß es unmöglich ist in der Ukraine zu leben. Die soziale Explosion , die unter diesen Bedingungen in der Ukraine unvermeidlich ist, wird nicht nur zwei Republiken, zu Neurußland, sondern auch alles übrige bis hin zu Kiew verbinden. Umso mehr, als Timoschenko, die ihre Präsidentenambitionen schon erklärt hat, zur Explosion beitragen wird. Auch wenn sie jetzt nicht aktiv gegen Poroschenko aufgetreten ist, so insgesamt deshalb nicht, weil sie wenig auf die Wahlen setzte – sie kann leicht diese nichtlegitimen Wahlen nicht anerkennen, aber sie versteht, daß die Hinterlassenschaft der Assoziation mit der Europäischen Union ihr nicht völlig aus der Hand zu nehmen ist. Lassen Sie sich damit Poroschenko befassen. Sie wollten doch, daß Janukowitsch das selbst gemacht hätte, aber bei Janukowitsch reichte der Verstand aus, sich davon zu distanzieren, und bei Poroschenko fehlte dieser. Der Dieb ist und bleibt ein Dieb.

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Wenn Putin und sein Team dem Südosten der Ukraine die Überlebensfähigkeit nicht gewährleisten, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass es zum Ende des Jahrs im Land zu ernsten sozialen Erschütterungen kommen wird, die zur sozialen Explosion und zu den Handlungen der Ukraine gegen Russland schließlich führen werden. Ein Waffengang gegen Russland wie einst gegen Jugoslawien durchzuführen geht nicht, da es über Nuklearpotential verfügt, aber die Situation im Lande kann man sehr leicht destabilisieren. Die Voraussetzungen, um eine soziale Explosion zu organisieren, sind mehr als ausreichend. Unter der Losung „Nieder mit den Oligarchen!“ wird das Volk auf die Plätze mit großer Begeisterung kommen.
Frage: Womit hängt die abwartende Haltung Putins zusammen, von der manche Beobachter in der jetzigen Situation sprechen?
Konstantin Siwkow: Ich vermute, dass auf Wladimir Wladimirowitsch drei Faktoren wirken. Der erste Faktor ist eine Angst vor der heftigen Verstärkung der Sanktionen seitens des Westens, die zu Komplikationen der russischen  Wirtschaft führen können. Die zweite Befürchtung besteht darin, dass innerhalb Russlands auf dem Hintergrund dieser Sanktionen soziale Erschütterungen, das ökonomische Chaos organisiert werden könnten, und er ist noch nicht dazu in der Lage, dem etwas entgegenzusetzen. Und der dritte Faktor ist, daß es im Ausland gegenwärtig eine große Quantität an Eigentum unserer Oligarchen, ihrer Verwandten und unserer Führer immer noch gibt. Das sind eben diese drei Faktoren, die Putin von der Annahme radikaler Maßnahmen zurückhalten. Anderer Gründe, die die Hilfeleistung an den Südosten behindern, sehe ich nicht.
Aber, ich kann sagen, daß gemessen an der Intensität des Kampfes und jenen Waffenmodellen, die die Kämpfer der Selbstverteidigung zeigen, sie die Ausrüstungen aus Russland geliefert bekommen. Außerdem liefern Freiwillige die am bewaffneten Kampf teilnehmen, diese dorthin, wobei das sehr wirksam ist, weil es die Behörden entlastet, die Aktivität Russlands nicht erkennbar werden zu lassen. In einer solchen Situation muß man den Südosten nicht loslassen, sondern bis zu dem Moment festhalten, zu dem der gesamtukrainische Aufstand beginnen wird, Der Südosten wird sich dann auch an die Spitze stellen. Würde man, um Gottes willen, den Südosten jetzt als abgespaltenes Neurußland anerkennen , das dann eng mit Rußland – wie jetzt die Krim – verbunden ist, so könnte dieser Teil der Ukraine nicht zum Anführer des allukrainischen Aufstandes werden .

Frage: Aber Poroschenko versprach doch schon, den Südosten vom Angesicht der Erde auszulöschen, und die Anzahl der Opfer wird zunehmen….
Konstantin Siwkow: Poroschenko hat schon viel versprochen, ja auch Awakow versprach, aber ich denke, dass wenn Poroschenko wirklich zur Anwendung der schweren Artillerie und der reaktiven Systeme des Salvenfeuers mit den kolossalen Opfern unter der lokalen Bevölkerung übergeht, dann kann Rußland den Einmarsch der Truppen nach dem Südosten schon tatsächlich in Gang setzen.
Frage: Der sogenannte Präsident drohte auch, sich mit der Krim zu befassen. Könnte es sein, daß Neurußland für ihn nur Weg zur Krim ist?
Konstantin Siwkow: Die Krim anzugreifen, ohne das Hinterland Neurußland zu haben – ist unmöglich. Außerdem, womit wird also Poroschenko in die Krim einbrechen? Wenn er versuchen wird, das zu machen, werden alle Streitkräfte Russlands das Spielfeld betreten. Was von Poroschenko und seinen Söldnern in einem solchem Fall übrigbleibt? Nichts, sogar die Spuren davon werden nicht zu sehen sein. Im Jahre 2008 haben wir sehr gut gezeigt, daß die russische Armee sogar unter den Bedingungen des totalen Verrates seitens der Führung der Streitkräfte – Serdjukow, Мakarow und aller übrigen, dazu in der Lage ist.
Frage: Was denken Sie, wie viel kann der Südosten noch aushalten?
Konstantin Siwkow: In solcher Anspannung wie heute, kann Poroschenko den Südosten nicht besiegen. Die Mobilisierten werden nicht kämpfen, sie werden sich lossagen, und bei Poroschenko werden nur die Söldner des

Kolomojkogo und der Amerikaner, ja des ‚rechten Sektors‘ sein. Wenn die Verluste ebenso werden wie heute, so gibt es noch ein paar ähnliche Kämpfe, und das war es. Deshalb ist die Frage darauf zu konzentrieren, ob sich bei ihnen die einfache Bevölkerung Ukraine, der gewöhnliche Soldat und die Armeeoffiziere gegen die Landwehrmänner aufhetzen lassen. Vorerst unterstützen die Landwehrmänner die friedlichen Beziehungen mit den Armeeangehörigen, ernähren sie, weil am Anfang des Monats niemand jene füttert, und es gibt auch keine Feindschaft. Die aktiven Handlungen sind mit der Tätigkeit der Scharfschützen und den Aktivitäten der Luftwaffe verbunden, gegen die es keine Gegenkraft gibt. Geben Sie den Landwehrmännern das mächtige Luftverteidigungssystem (PWO) und das Problem wird entschieden sein.
Frage: Aber wie lange wird Europa noch die Augen vor dem verschließen, was im Donbass geschieht?
Konstantin Siwkow: Da das Europarlament sich erst formiert und die ersten Sitzungen stattfinden werden, wird auch der Widerstand gegen die amerikanischen Anstrengungen in ukrainischer Richtung voran gehen, weil jene Leute, die jetzt dort angekommen sind, auf die Vertreibung der Amerikaner vom europäischen Kontinent orientiert sind. Sie treten nicht so sehr gegen die Eurointegration, sondern konkret gegen die USA auf. Deshalb, werden sich die ersten Sitzungen kaum damit beschäftigen, sondern sie werden beginnen, ihre Möglichkeiten zu unserer Unterstützung und der Unterstützung einer friedlichen Lösung dieser Krise auszuloten.
Frage: Und wird es helfen, Putin „die Hände zu lösen“?

Konstantin Siwkow: Ich hoffe, daß Putin durchsichtige Spiel geschickt lenkt. Er versteht, daß die Aufgabe des Südostens der Ukraine den Prolog seines eigenen Sturzes bedeuten würde, wobei der Sturz schrecklicher sein würde, als die Situation von Janukowitsch. Deshalb muß er vieles opfern, um diese Aufgabe zu entscheiden. Wenn die Europäer aller Farben und Schattierungen, die auf die Wiederherstellung der traditionellen Werte in Europa ausgerichtet sind, beginnen werden, in allen Wahlen zu siegen, wofür es alle Voraussetzungen gibt, so wird er sich zweifellos auf Europa umorientieren, und wird mit ihm und China die Achse des euroasiatischen Bündnisses ‚Berlin – Moskau-Peking‘ schaffen, die ich bereits im Jahre 1998 als die Schlüsselachse bezeichnete, die Rußlands Sicherheit und die Stabilität in der Welt gewährleisten wird. Aber das ist natürlich eine spezielle Perspektive, die sich über die Jahrzehnte erstreckt. Wir können aber hoffen, daß die USA auf furchtbare Schocks bis zum Zerfall des Landes warten werden, und das verstehen sie selbst ganz ausgezeichnet.

Quelle: http://3rm.info/index.php?newsid=47230
Übersetzt von Irina Snatschok

Danke an Irina

Gruß TA KI

Flug MH370: Jacob Rothschild erhält alle Patente für implantierbare Microchips


MH370

Unter den Passagieren an Bord des verschwundenen Malaysia Airlines Flug MH370 befanden sich 20 Chinesen die alle bei der US-Firma „“ arbeiteten. Vier dieser 20 Mitarbeiter besitzen die Rechte an einem US-amerikanischen Patent. Das Patent beinhaltet auch die Nutzung für implantierbaren Microchips. Diese Microchips sollen letztendlich als Erkennungschip in menschliche Körper implantiert werden.

Die Suche nach dem vermissten Flugzeug dauert bereits über zwei Monate. Es ist nicht abzusehen wann und ob Wrackteile gefunden werden. Unlängst wurde bekannt gegeben, dass die Absturzstelle 1000km weiter nordöstlich vor Australien läge. Plötzlich soll die Boeing schneller geflogen sein als angenommen und schon viel früher abgestürzt sein. Woher kann man wissen, wie schnell die Maschine geflogen ist? Angeblich wurden ja alle Datenübertragungen abgeschaltet? Das verschwinden des Flug MH370 bleibt also weiterhin ein Rätsel.

Anonymous veröffentlichte ein Video zum Flug MH370, in dem es heißt: An Bord der verschwundenen Maschine der malaysischen Fluglinie befanden sich 20 Chinesen die allesamt Mitarbeiter der US-Firma „Freescale Semiconductor“ sind. Vier dieser 20 Mitarbeiter besitzen die Rechte an einem US-amerikanischen Patent, nutzbar unter anderem für implantierbare Microchips (Stichwort: Chip statt Personalausweis). Der fünfte Besitzer ist die Firma „Freescale Semiconductor“ selbst, eine Tochtergesellschaft der Bankendynastie Rothschild. Das Besondere? Im Falle des Todes einer dieser fünf Patentinhaber gehen alle Rechte am Patent an die übrigen Besitzer über. Unter der Annahme, das die übrigen Besitzer den Flug  MH370 nicht überlebt haben, würden die Rothschilds dann 100% an dem besagten Patent halten.

MMNews veröffentlichte eine Liste der Patentinhaber:

Peidong Wang, Suzhou, China, (20%)

Zhijun Chen, Suzhou, China, (20%)

Zhihong Cheng, Suzhou, China, (20%)

Li Ying, Suzhou, China, (20%)

Freescale Semiconductor Austin TX (20%)

Datum Patent-Beantragung: 21. Dezember 2012

Datum Patent-Eintragung: 11. März 2014

Datum des Verschwindens von MH370: 08. März 2014

Nachfolgend ein Hinweis, von MMNews.de publiziert: Zwischen Beantragung eines Patents und seiner Eintragung können mehrere Wochen bis Monate vergehen. Die Beantragung des Patents erfolgte bereits am 21. Dezember 2012. Die Tatsache das die Eintragung des Patents erst am 11. März 2014 erfolgte, das Flugzeug aber bereits am 08. März 2014 verschwand, ist also nachweislich kein Widerspruch. Im Gegenteil: Es ist äußerst merkwürdig, dass das Patent nur 3 Tage nach dem Verschwinden des Flugzeuges, seine endgültige Rechtswirksamkeit erhalten hat. Ein weiteres Indiz ist die Tatsache, dass die geplante Flugroute von Flug MH370 direkt über den US-amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean verlief.(Quelle mmnews.de/so)

Quelle: http://epochtimes.de/Flug-MH370-Jacob-Rothschild-erhaelt-alle-Patente-fuer-implantierbare-Microchips-a1155306.html

…danke an heibo

Gruß an die Strippenzieher

 

TA KI

Banken ziehen Kirchensteuer automatisch ein


Wer einer der großen Religionsgemeinschaften angehört, muss Kirchensteuer zahlen, auch auf private Investments. Das tut nicht jeder. Doch 2015 ist Schluss mit Schummeln: Betroffenen Anlegern wird der Obolus künftig automatisch vom Gewinn abgezogen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Von Berrit Gräber

Bis zur Jahresmitte noch flattern Bankkunden Informationsbriefe zur Neuregelung bei der Kirchensteuer ab 2015 ins Haus. Auch Konfessionslose kriegen Post. Meist ist die Mitteilung eher sperrig formuliert. Da ist von Widerruf die Rede, von Kirchensteueranteil und Sperrvermerk. Aber nicht jeder Sparer blickt am Ende durch. Bei manchen Lohnsteuerhilfevereinen laufen die Telefone heiß, wie Berater berichten. Dabei geht es eigentlich nur um eins: Ab nächstem Jahr ist Schluss mit Schummeln bei der Kirchensteuer. Geben ist seliger denn nehmen: Anlegern mit Religionszugehörigkeit wird der Obolus künftig automatisch vom Gewinn abgezogen. „Wer bisher Kirchensteuer hinterzogen hat, fliegt dann auf“, sagt Christina Georgiadis, Sprecherin des Verbands der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

Worum geht es?

Jeder Erwerbstätige, der einer großen Religionsgemeinschaft wie der katholischen oder evangelischen Kirche angehört, zahlt auf sein Einkommen automatisch Kirchensteuer. In Baden-Württemberg und Bayern gehen acht, in den übrigen Bundesländern neun Prozent weg. Kann sich das Kirchenmitglied über Gewinne aus privaten Geldanlagen wie Aktien, Zertifikaten, einem Fonds oder Sparbuch freuen, muss es darauf ebenfalls Kirchensteuer zahlen. Eigentlich. Die Kirchen gingen aber oft leer aus. Das soll sich jetzt ändern.

Wie war tricksen möglich?

Banken und Sparkassen führen seit 2009 automatisch die 25-prozentige Abgeltungsteuer auf Anlegergewinne ab plus den Soli. Weil Geldinstitute im Normalfall nicht wissen, ob der Sparer in einer Kirche ist, hatte dieser die freie Wahl. Entweder er teilte seiner Bank explizit mit, welcher Konfession er angehört und gab damit den automatischen Abzug der Kirchensteuer frei. Was aber kaum einer machte, so der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL). Oder er entschied sich dafür, den Obolus selbst über seine Einkommensteuer zu zahlen und die Anlage KAP, Seite 2, auszufüllen. Das war das Schlupfloch für alle, die sich drücken wollten. „Es gab immer wieder Leute, die ihrer Bank bewusst die Konfession verschwiegen“, wie Uwe Rauhöft, Geschäftsführer vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine erklärt. Und dann noch die Anlage KAP ignorierten. Den beiden großen Kirchen gehen dadurch Schätzungen zufolge etwa 480 Millionen Euro jährlich durch die Lappen.

Was wird anders?

Das Verfahren wird geändert. Die Banken und Sparkassen behalten die Kirchensteuer in Zukunft automatisch ein. Der Beitrag für Kapitalerträge wird mit der Abgeltungsteuer ans Finanzamt überwiesen. Sie werden dazu regelmäßig beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) das Kirchensteuerabzugsmerkmal (KIStAM) eines jeden Steuerbürgers abfragen. Es gibt Auskunft darüber, ob der Steuerpflichtige einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört und wie hoch deren Kirchensteuersatz ist. Erstmals passiert das schon dieses Jahr zwischen dem 1. September und dem 31. Oktober 2014.

Was tun?

Wer einen Brief von der Bank bekommt, aber konfessionslos ist, kann ihn getrost wegwerfen. Ist der Status richtig beim Finanzamt gespeichert, fällt auch in Zukunft keine Kirchensteuer an. Ein Blick in die Gehaltsabrechnung oder den letzten Steuerbescheid zeige, ob alles korrekt ist, wie Fachfrau Georgiadis betont. Wer Kirchenmitglied ist und seine Bank bereits mit dem Abzug beauftragt hat, braucht ebenfalls nicht zu reagieren. Wer nicht möchte, dass die Bank die Konfession erfährt, kann dem Datenabruf widersprechen und einen Sperrvermerk einfordern. Der Widerspruch muss bis 30. Juni beim BZSt eingehen. Formulare dafür gibt es im Internet unter www.formulare-bfinv.de.

Wann läuft der Sperrvermerk ins Leere?

Für Trickser gibt es künftig kein Schupfloch mehr, Widerspruch hin oder her. „Ein Sperrvermerk macht keinen Sinn“, winkt Erich Nöll, Geschäftsführer des BDL, ab. Das BZSt meldet einen Widerspruch immer an das zuständige Finanzamt, und der Anleger ist verpflichtet, seine Kirchensteuer über die Einkommensteuer zu begleichen. Mit der Anonymität ist es dann vorbei. Kirchensteuerhinterziehung bei Kapitaleinkünften wird es nicht mehr geben, betont Nöll. Wer auffliegt, hat allerdings kaum etwas zu befürchten. Schummelei soll weder buß- noch strafrechtlich verfolgt werden.

Was verlangt die Kirche?

Wer Kirchenmitglied ist, aber nur wenig Zins-oder Börsengewinne hat, muss gar nichts zahlen. Freistellungsaufträge bei der Bank sorgen dafür, dass der Sparer bis zu 801 Euro im Jahr steuerfrei kassieren darf. Bei Ehe- und gesetzlichen Lebenspartnern sind es 1602 Euro. Nur auf höhere Erträge werden Abgeltungsteuer, Soli und Kirchensteuer fällig. In Bayern und Baden-Württemberg summiert sich das auf 27,818 Prozent, in allen andern Ländern auf 27,995 Prozent. Ein katholischer Mainzer, der dieses Jahr 10 000 Euro Gewinn mit Aktien macht, muss beispielsweise 220 Euro Kirchensteuer berappen, rechnet der VLH vor.

Weißer und schwarzer Pfad- universelle Lehre Franz Bardon I.


Auf dem modernen Esoterikmarkt herrscht eine mittlere Verwirrung über die vielen angebotenen Pfade. Ganz grob kann zwischen fünf Pfaden unterschieden werden, die der energetischen Höhe des letztendlichen Zieles entsprechen :

  • 1. Der göttlich spirituelle Pfad der völligen Selbstentsagung
  • 2. Der spirituelle Pfad der Selbsterlösung (auch : Samtan – Pfad )
  • 3. Der Pfad der weissen Magie
  • 4. Der schwarze Pfad mit dem Endziel des Verschmelzens in der MAYA – bei Mitbeanspruchnung der spirituellen Kräfte
  • 5. Der Pfad der niederen schwarzen Magie

 

1. Die erste Richtung, die von den göttlichen Hierarchien gewünscht wird, gibt später auch das höhere atmisch-spirituelle EGO auf und ist an eine Tradition wie die Weisse Bruderschaft des Kumara, die Hierarchie des planetarischen Logos oder des EINEN gebunden.
Diese Meister können auf den ganz hohen Einweihungen (dh. 6 und 7 bzw Stufe 21 und 22) – sofern sie sich soweit entwickeln dürfen – nur noch für das Göttliche wirken. Sie haben keine Handlungsfreiheit sondern sind auf ihrer Ebene ein verlängerter Arm zB. eines göttlichen Wesens oder eines Logosses wie des Kumara oder des Einen geworden, der sie überschattet bzw. beherrscht.
Im Hinduismus sagt man dann, der Meister sei Krishna oder Shiva oder eine Maha-Devi. Bei diesen Meistern war die Erleuchtung bzw. die Meisterschaft die völlige Selbstentsagung und evtl. sogar das Aufgehen in den Kräften einer kosmischen Gottheit oder eines höheren Meisters. Das kann soweit gehen, daß der Meister nur noch beobachten kann, was von oben mit ihm geschieht.
Eine ähnliche Ichaufgabe kannte auch das Urchristentum als Paulus sagte :“ Ich muss abnehmen, Christus in mir muss zunehmen“.
Diese höhere Ichaufgabe in ein All-Ich ist aber auch Voraussetzung für die Stufen 21 und 22 der Universellen Lehre, da der Meister sonst nicht in diese Ebene gelassen wird, jedenfalls nicht in absehbaren Zeiten.
Sri Aurobindo sagte beispielsweise : „In meiner ersten Zeit wirkte ich noch mit meinen Kräften für die Menschheit. Jetzt arbeite ich nur noch für das Göttliche“, und er sagte weiter: „Ich kann nicht euer Guru sein“.


2. Die andere Seite des spirituellen Pfades, der sog. SAMTAN-Pfad(Selbsterlösung), führt über die Erleuchtung zur Meisterschaft in die höchsten spirituellen Himmel der fünften Ebene . Wenige Meister kommen hier noch höher auf die Stufe 20 mit der 5ten Einweihung(Agama bedeutet ohne Zugang).
Dieser Pfad reicht meist nicht bis in die göttlich-gnostischen Ebenen des höchsten Sat-Chit-Ananda sondern „nur“ bis in die höchsten spirituellen Himmel bzw. bestimmte hohe Buddha-Länder (Tapo-Loka, 4te Einweihung, Stufe 19)).
Diese Meister wirken soweit es zulässig ist für die Menschheit und nicht für die Interessen einer Bruderschaft oder einer viel höheren Gottheit.
Das höchsten göttlichen Hierarchien, insbesondere die EINEN, lieben sie nicht wegen ihres ICHs und ihres potentiell hilfreichen Wirkens, das sie noch einzuschränken versuchen („Eingriff in das Karma„) und sie lassen sie nicht in die höchsten Ebenen( Machtteilung, Weltenplan ).
Unser Leben steht im Zusammenhang mit einem mehrdimensionalem KARMA, das seine letzte Ursache im allerhöchsten Göttlichen hat, und daher müssen die Dinge so sein wie sie sind !
In diese Kategorie gehören auch die verschiedenen Richtungen des Buddhismusses sowie natürlich der höhere Taoismus und große Teile des Hinduismusses und auch die Kabbalah.

Avatar Buddha Gautama, der ein Lehrer und nicht ein Guru war, warnte die Schüler aus Erfahrung : „Alle grossen Götter und Gurus wollen Euch nur benutzen.“ Deshalb sind die meisten Meister nicht gut auf ihn zu sprechen, aber auch, weil der Buddhismus nur einen unpersönlichen höchsten Geist vergleichbar mit dem EN-Sop(-Aur) der Kabbalah kennt und anerkennt – auch aus Unwissenheit über viel höhere Welten!
Sri Aurobindo hielt ihm ein überflüssiges Aufbäumen des ICHS vor (was nur teilweise zutrifft) , und selbst der den Christus verherrlichende Rudolf Steiner hielt dem Buddhismus Weltflucht vor.
Besonders ärgerlich sind viele hinduistische Schulen darüber, daß der Buddhismus den „höchsten Herrscher“ (Ishvara, Narayana) nicht als „Gott“ anerkennen will, der dieser ja letztendlich aus anderem Grunde auch nicht ist. Selbst Sri Krishna ist als überkosmische Gottheit des höchsten Ananda ist nur Teil des Göttlichen und nicht einmal ein Teil des SAT.
Allerdings endet der heutige Buddhismus mit der Erleuchtung (Stufe 19) des Mahparinirvana, erreicht also die Meisterschaft(Stufe 20) nicht, und er erkennt auch nur den unpersönlichen „Geist“(die grosse Leere) als Ursprung aller Dinge an. Der interplanetare Buddhismus endet vor der Agama-Sphäre(Para-Nirvana) auf der Stufe 20 bzw. der fünften Einweihung. Höhere Buddhas existieren nur in der Sonnenhierarchie.<br< Ähnlich=““ ergeht=““ es=““ dem=““ vom=““ buddhismus=““ beeinflussten=““ taoismus,=““ der=““ maximal=““ stufe=““ 19=““ erreicht.=““ <br=““> Erst Frau H. Blavatsky erwähnt in ihren Schriften weitere Entwicklungsstufen bis zum Parasamvit.

Die hinduistischen spirituellen Pfade unterscheiden drei grosse Richtungen entsprechend den 3 Hauptstrahlen, vergleichbar mit dem Karma-Yoga, dem Bhakti-Yoga und dem Jnana-Yoga:

  • Der Weg des Willens oder der Tat (Das Ich wird zum Werkzeug, zum selbstlosen Arbeiter)
  • Der Weg des Herzens oder der Liebe (der spirituelle Mensch wird geboren und entwickelt sich zum Heiligen)
  • Der Weg des Intellekts oder des Wissens (Das Denken wird zum Denken des spirituellen Weisen )

 

Das gleichzeitige Beschreiten aller drei Wege führt zum Licht und zum spirituellen Selbst, zur höheren Vollkommenheit. Es muss aber noch eine höchste spirituelle Umformung zur seelisch-spirituellen Umformung hinzukommen.
Diese wird später von einer göttlich-spirituellen Phase abgelöst, die die Fundamente der Natur des Unwissens in uns verwandelt.

3. Unter obigen beiden steht der Pfad der okkulten „weissen Magie“, der zB. in den Büchern des verstorbenen Adepten Franz Bardon systematisch beschrieben ist, allerdings unter dort beschriebener ethischer Kontrolle bzw. Introspektion , sowie natürlich als Diener der göttlichen Vorsehung, sonst entwickelt sich schnell ein Schwarzmagier oder zumindest ein Okkultist, der nur für die Wünsche seines kleinen ICHS lebt und seine Fähigkeiten entsprechend einsetzt und evtl. mißbraucht.
Dieser Pfad entwickelt die durch die Naturevolution vorhandene Seele (Astral,Mental) und wirkt mit den vier Elementen der 4 unteren Ebenen, dem Prana oder Chi, den polaren Kräften, dem Allicht, der Allenergie und den verschiedenen Akashas bzw. Äthern.

Der Pfad der reinen WEISSEN MAGIE endet vergleichbar parallel zur Stufe 14 der UNIVERSELLEN LEHRE – dann verzweigt er auf gleicher Ebene (in die kleine mittlere Einweihungskammer der Cheops – Pyramide ) und vollzieht eine Breitenentwicklung mit Höhepunkt im Akasha. (Dazu auch noch “ A.A. Bailey : Eine Abhandlung über weisse Magie“)
Die Weiterentwicklung im Akasha ähnelt etwas der Erleuchtung, der Moksha, der Befreiung aus den drei unteren Welten. Er ist evtl. sogar durch das Maharloka mit einem nicht permananten kosmischen Bewusstsein verbunden, es ist aber nicht Vereinigung mit dem Paramatma-Purusha.
Daher sind auch die höchsten Adepten keine wahren Meister. Auch weist Meister D.K. von A.A. Bailey warnend darauf hin, dass auf unserem Planeten auf der Astralebene, welche viele Magier irrtümlich besuchen und deren Verblendungen erliegen, die schwarze Loge dominiert.
Der Pfad des weissen Magiers geht über die Mentalebene und nicht über die Astralebene, die nur der positive Pol des Negativen ist, während die Materie der negative Pol des Negativen ist. Fr. Bardon deutet in seinem Magiebuch in einem Bild auf eine Art Vajrasattwa als Vollendung hin.

In der bekannten gnostischen Schrift „Pistis Sophia“ werden diese Mächte als Äonen bezeichnet. Diese versuchen dort die Entwicklung der Pistis Sophia zu behindern, allerdings ohne Erfolg. Am Ende vereinigt Sie sich mit „Jesus“.

Die „Mutter“(im Sri Aurobindo Ashram) sprach diesbezüglich vom Druck der Götter(Devas) und dem Ansturm der Dämonen(Asuras), die dem Schüler auf dem Pfade begegnen können.
Sri Aurobindo sprach von etwa 20 % der Strebenden, die Probleme mit solchen und auch mit negativen Mächten bekommen, die dem gefährlichen Zwischenbreich zwischen Materie und Spirit entstammen (Sri Aurobindo : On yoga I-II).

Franz Bardon weist auch darauf hin, dass die positiven Genien(indisch : Suras) der mentalen Sonnenspäre in strahlendem goldenen Licht leuchten. Allerdings unterscheiden sich die negativen Sonnenwesen nur durch eine etwas dunklere Lichtstrahlung. LICHT allein ist also noch kein Kriterium ! Es ist nur eine Energieform von vielen.
„Die grössten Asuras sind die grössten Lichtwesen“, Die Mutter(Aurobindo), Gespräche, 17.2.1951
Auch der shivaistische Zerstörer Rudra ist solch ein ätherisches Lichtwesen (Ru bedeutet „Licht“).
Daher meine Warnung an fortgeschrittene Sucher, das Licht der „Meister“ zu prüfen. Auch die schwarzen Meister(mit allen Möglichkeiten des Menschen) sind auf Erden Lichtwesen mit Anteilen der buddhischen und atmischen Ebene !)
A.A. Bailey schrieb : „Ein Meister hat keine Aura“.

Auch die höchsten Adepten der Akasha der Sphären (Sephiroth) sind noch keine Meister, da ihnen der Transformationsprozess der Synthese der Sephiroth fehlt(“ Das Erscheinen der 10 Sephiroth ist wie ein Blitz ohne Ende“, Kabbalah).

Der schwarze Pfad hat ebenfalls zwei Richtungen :

4. Die aufwärtsstrebende Richtung des schwarzen Pfades führt über die buddhische Ebene in die „materiellen“ Akasha der Maya . Es ist der breite schwarze Pfad der Persönlichkeit und der persönlichen Erfüllung ohne Moral – zum „schwarzen Meister“(Chi Ru, Meister des KAL, die „Meister mit dem schwarzen Gesicht“). Ein indisches Beispiel ist die schwarze (Kala-)Kali im Gegensatz zur hellblauen Kali. Im Hinduismus ist dieser Pfad als ‚Schwarzer Tantra‘ bekannt.
Die dunklen zornigen Buddhas, die allerdings auch oft einen Yidam darstellen, dienen aber der Beherrschung solcher Kräfte.

Die schwarzen Meister haben eine lange Erfahrung mit der Menschheit und wissen genau, mit welchen Versprechungen sie die Menschen auf ihren Pfad locken können.
Der schwarze Pfad entwickelt die Persönlichkeit…..die schwarzen Meister können ihr Selbst nicht überwinden …..auch die schwarzen Meister streben nach Reinheit……auch die schwarzen Meister sind mächtige Wesen……die schwarzen Meister arbeiten mit der Polarität……der schwarze Meister arbeitet mit Täuschung(Maya)…
Das Wirken der schwarzen Meister dient immer versteckt einem bösen Zweck …. ..Erst auf der vierten Einweihung trennen sich der weisse und der schwarze Pfad völlig.
Am Ende eines kosmischen Zyklusses lösen sich die schwarzen Meister zusammen mit der Maya auf.
(Zitate aus den Büchern von A.A.Bailey)
(Dazu : A.A.Bailey : Briefe über okkulte Meditation S. 143 und S. 201, Rohm-Verlag ).

Diese „aufwärtsstrebende Richtung“ des schwarzen Pfades benutzt den buddhischen Shabda und den Atman mit ihren Möglichkeiten ebenfalls, das heilige OM, die heilige Kuh Krishnas, das naturgemäss auf der buddhischen Ebene als Pranava eine Schwingungsform der Maya darstellt.
Hierhin gehören zB. auch jene Gruppierungen, die Yoga und Meditation nur zum „besser leben“ oder „um aus allem den größten Nutzen zu ziehen“ benutzen, und dann später dem kleinen Ich die Krone der Erleuchtung aufzusetzen beabsichtigen. Ihnen wird dann die eigene Selbstsucht zum Fallstrick.
Ein unbewusstes modernes Musterbeispiel für die Entwicklung der Persönlichkeit und des kleinen ICHS sind ja der „HERR“ oder die „DAME“, die gekonnt und gewinnend auftreten, und dabei genau ihre Bedürfnisse und Rechte kennen – unsere Kultur hat ja ihre Wurzeln im Samsara. Dies ist auch nicht mein persönliches Vorurteil. Auch A. A. Bailey(Meister D.K.) spricht sich gegen die Verbreitung von OM-Atemtechniken an feine Damen und Herren aus, damit sich diese es sich damit noch bequemer machen können.
Solche selbstbezogenen Gruppen finden trotz praktischer Unterdrückung der spirituellen Bewegungen heute manchmal Anklang, weil sie dem Zeitgeist entsprechen. Es ist ein grosser Unterschied, ob ein Schüler das Wissen nur für sich ausnutzt oder sich auch innerlich dem Göttlichen unterwirft(Sadhana) und es auch innerlich vertritt.

Einige schwarze Meister verbreiten eine Mixtur von „guten und bösen“ Techniken und Mantrams . Zudem lässt der schwarze Meister die Schüler oft unbewusst mit seinen ätherischen Kräften wie Satelliten um sich kreisen.

Damit kommen wir zur letzten Sorte schwarzer Meister, nämlich derer, die ihre „Meisterschaft“ durch Überschattung eines schwarzen Meisters oder von negativen Genien von einer höheren Ebene erlangten und (evtl. sogar unfreiwillig) ihre niederen Körper zur Verfügung stellten.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts liessen sich einige üble tibetische Bön-Lamas (Tibet hatte sich damals bis zur Zerstörung der Klöster durch die Chinesen in zwei Lager aufgespalten) während ihrer Überschattung durch Dämonen filmen.

Der schwarze Pfad entwickelt die vierfache Persönlichkeit und damit den Kausalkörper, der weisse Pfad unterwirft sie der spirituellen Seele.
Es ist für einen Anfänger leider praktisch nicht möglich, einen getarnten schwarzen Meister zu unterscheiden, denn insbesondere dieser benutzt und beherrscht die Kräfte der buddhischen und atmischen Ebene, damit auch den Pranava und die Macht und das niedere Licht des NADA-BRAHMAN, und er verfügt neben seiner stofflich-ätherischen Entwicklung über etwas ähnliches wie die Erleuchtung (eine Art von Moksha mit Befreiung aus den drei unteren Welten).
Er ist also hochentwickelt und fusst in den materiellen Akashas mit ihren Siddhis, nur endet sein Pfad in der Maya und nicht im Paramatma bzw. noch höher – und dementsprechend ist auch seine Aspiration.
Im Hinduismus gibt es vergleichbar die kosmische Gottheit SHIVA – den lichten göttlichen Zerstörer – und die Akasha-Zerstörer-Gottheit RUDRA. Sie sind beide kosmische selbstbewusste Schöpfungskräfte. Hier offenbaren sich zwei polare Wirkungen des ersten Strahls. Auch die unreine Maya als Produkt des zweiten Strahls hat sich ja nicht selbst geschaffen.

Die unterste Stufe der negativen Aspiration ist der sog. Schwarzmagier der sich mit den Unterwelten befasst, die im Hinduismus als die 7 Kapalas bekannt sind. Dieser entwickelt sich standardmässig über die Astralebene, wo die schwarze Loge dominiert und mißbraucht u.a. die Kräfte des Muladhara – Chakrams.

5. Die andere abwärtsstrebende Richtung der schwarzen Pfades ist die sog. involutionäre schwarze Loge der unteren negativen Welten, über die sich die Meister ausschweigen.
A.A. Bailey spricht hier von altem kosmischen Übel(als letztendliche Manifestation grosser dunkler Wesenheiten hoher Ebenen), das sich in unserem Sonnensystem eingenistet hat. Im Sirius-Sytem gebe es zB. keine schwarze Loge.
Im Hinduismus sind es die Pisatchas, der Islam spricht von 12 Oberteufeln, Rudolf Steiner nannte sie „arimanische Mächte“.
Natürlich arbeiten viele schwarze Meister jener hohen dunklen Ebenen okkult mit dieser schwarzen Loge zusammen bzw. bedienen sich solcher Kräfte.
Schüler dieses Pfades bedienen sich insbesondere der negativen Aspekte der Elemente und der Kräfte des untersten Chakrams, die für den Evolutionsprozess nicht benötigt werden. Ich will das hier nicht weiter ausführen (nicht wegen des zu erwartenden Spottes über einen solchen „Glauben“).

Schwarzmagier gibt es heutzutage zB. unter den Woodoo-Priestern, im schwarzen Tantra, aber auch in der tibetischen Bön-Religion, die sich früher ganz offen in die Gelbmützen und die Rotmützen aufgespaltete, deren eine Richtung sich früher offen zur schwarzen Magie bekannte. Weiterhin gibt es weltweit kleine Gruppen und getarnte schwarze Magier.

Ich erwähne die beiden schwarzen Pfade insbesondere deshalb, weil wir auf unserer Erde auf einem negativen Planeten wohnen, und daher sollte der Schüler nicht blauäugig auf die allschützende Wirkung des Lichtes vertrauen. Die Welt ist aus Kräften aufgebaut und nicht aus Ideen.

Es gibt also viele Entwicklungswege entsprechend den vielen positiven und negativen Energien auf allen Schöpfungsebenen. Das Göttliche ist natürlich die höchste Erfüllung und Herrlichkeit, aber die Erleuchtung und die Meisterschaft werden vom Göttlichen nicht verschenkt, für das der Mensch nur ein Werkzeug ist, dessen es sich beliebig bedient – leider für Ziele die auf unserem Planeten nicht dem Fortschritt der bevölkerungsmässig explodierenden Menschheit dienen.

 “ Tiefste Gedanken „

Aber ich habe trotzdem auch noch unbeantwortete Fragen : Falls es einen letztendlichen Gott (im Satyaloka) gibt, so müsste er doch aus einer wie immer gearteten Substanz bestehen. Wie entstand diese Substanz und warum gibt es nicht GAR NICHTS ? Es wäre doch normal, dass gar nichts existierte – weil das Existierende logisch aus etwas kommen muss, und dieses wiederum usw.
Ich denke, also bin ich und fühle, also bin ich. Aber warum existiere ich und warum existiere ich überhaupt ?
Ist es die Begrenztheit des Bewusstseins, das nur kausal in Raum und Zeit denken kann und bei „NULL“ und „UNENDLICH“ Denkprobleme hat, oder liegt die synthetische Wahrheit auf einer Ebene, auf der es weder Existenz noch Nichtexistenz gibt ?

Gibt es Freiheit ?

Das Göttliche ist als letzter Schöpfer allwissend und allmächtig (das sagen alle Traditionen).
ABER 1. : Wie kann es Freiheit geben, wenn Gott allmächtig ist. Wenn freie dh. unbestimmte Entscheidungen möglich sind, sind diese Gott diesbezüglich ausser Kontrolle geraten. In diesem Punkt wäre er dann nicht mehr allmächtig.

ANDERERSEITS : 2. Ist Gott allwissend, so weiss er um die Zukunft. Gäbe es freie Entscheidungen, so könnte er die Zukunft nicht mehr wissen und wäre nicht mehr allwissend in diesem Punkt (mit allen Konsequenzen).

UND 3. : Ist Gott wirklich allwissend und allmächtig, so lenkt er alles, und es gibt keine Freiheit. Dann kann aber niemand anders sein als er ist – dh. nur Gott ist letztendlich verantwortlich.
Das „Inch Allah“, „es fällt kein Spatz vom Dach ohne den Willen Gottes“ und Stellen aus dem Jap Ji der Sikhs über die Determinierung durch Shabda wären dann verständlicher. (Andererseits gilt : Wo kein Richter ist. Wer wollte Gott richten für sein Handeln.)

ABER 4. : Wenn Gott die Dinge festlegt und allwissenderweise die Zukunft kennt, so muss er die Dinge exakt so lenken, dass sie genauso kommen, wie er die Zukunft sieht : Was aber legt dann die Zukunft vorher fest ? Wird Gott von einer höheren Instanz gelenkt ?

Die Logik unseres Verstandes ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen, denn der Verstand vergleicht und entscheidet sich oft für das Plausible : Das Existierende müsste aus etwas nicht Existierendem entstanden sein. Aber eine Fläche ist in der Dimension des Raumes unendlich oft enthalten, ebenso der Raum in der 4.ten Dimension. Sollte es nur 7 Dimensionen geben (genau wie die 7 Strahlen mit den 3 Hauptstrahlen), so könnte der Hintergrund eine uns nicht bekannte höhere Physik sein. Auch stellt sich die Frage, warum sich periodisch alles innerhalb der 5 unteren Ebenen nach Äonen langsam wieder auflöst und dann wieder entsteht. Hier wäre irgendwie noch die Zeit im Spiel, allerdings mit einer unverständlichen Periodizität, die die höhere göttliche Freiheit zu ichlosen periodischen Schöpfungsakten reduziert.

Auch das Christentum hatte ursprünglich eine Antwort auf die Frage nach der Schuld.
Paulus sagt in Römer 8.9 :
Folgt daraus, dass Gott ungerecht ist ? Keineswegs ! Er sagte ja zu Moses : Ich erweise meine Gunst, wem ich will und ich schenke mein Erbarmen, wem ich will. Es kommt also nicht auf den Willen des Menschen an, sondern nur auf Gottes Erbarmen. So liess Gott auch dem Pharao sagen : Ich habe dich zum König gemacht, um an dir meine Macht zu zeigen und meinen Namen der ganzen Welt bekanntzumachen. Gott verfährt also ganz nach seinem freien Willen : Dem einen schenkt er seine Gnade, und den anderen macht er so starrsinnig , dass er sich gegen ihn verschliesst.
Man wird mir entgegenhalten : Warum zieht uns Gott denn dann für unser Tun zur Rechenschaft ? Wenn er einfach über uns verfügt, dann können wir ja nicht anders. Aber bedenkt doch, wer wir sind ! Wie dürfen wir uns anmasssen, Gott zu kritisieren ! Sagt vielleicht ein Werk zu seinem Schöpfer : Warum hast Du mich so gemacht ? Denkt an den Töpfer. Er hat das Recht seinen Ton nach Belieben zu verwenden. Er kann aus ein und demselben Tonklumpen zwei ganz verschiedene Gefässe machen : Eines für die festliche Tafel, ein anderes als Behälter für den Abfall.
Später sagt Paulus : Freuen wir uns, dass wir nicht Gefässe des Zornes Gottes sind.

Auch in JESAJA 45,9 findet sich diese Gott-Tongefäss-Beziehung ähnlich beschrieben.

Die Antwort eines Paulus kann mich aber nicht befriedigen : Einmal hat Gott alles direkt und indirekt geschaffen und verursacht, andererseits wird er schnell zornig und produziert die niedrige (Maya-)Zornes-Energie der unteren Welten, wenn Ihm etwas nicht passt, also auch das Böse.
Mir erscheint das persönlich als Mangel an Erhabenheit und Wahrhaftigkeit, also als Mangel an Vollkommenheit.
Auch ist die Angewiesenheit eines Paulus auf das Erbarmen Gottes nicht unbedingt ein Fall von harmonischem Schöpfungsaufbau ! Der erleuchtete Mensch hat als Abbild Gottes einmal die Fähigkeit zur klaren Erkenntnis auch der für Gott nicht schmeichelhaften Wahrheit.
Zudem ist der Zorn unverständlich, das er ja durch seine Allmacht der Drahtzieher aller Geschehnisse und damit auch aller Verbrechen ist.

Aus dem Buddhismus kommt die Antwort : Wie kann Vollkommenes unvollkommenes erschaffen oder wollen ?

A. A. Bailey(Meister D.K.) spricht davon, dass wir hier die Unvollkommenheiten des Sonnenlogos sehen, im Zusammenhang mit dem Wirken der sieben kosmischen Avatare oder Strahlenherren, und dass die höchste überkosmische Gottheit im SAT nicht bekannt sei, die jenseits aller höchsten Logosse der vielen Universen existieren muss.

Quelle:http://www.universelle-lehre.de/

…danke an Wilfried S.

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

Einwirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen


(…)

Einleitung

Über die möglichen Wirkungen elektrischer und magnetischer Felder auf den menschlichen Organismus wird zunehmend kontrovers und emotional diskutiert, das Schlagwort „Elektrosmog“ soll Assoziationen zum „Stadtsmog“ hervorrufen, bei dem sich Auto- und Industrieabgase, Schornsteinrauch und andere Schadstoffe zu gefährlichen Konzentrationen akkumulieren können. Bezüglich unserer elektromagnetischen Umwelt soll mit dem Schlagwort „Elektrosmog“ eine ähnliche Situation suggeriert werden.

Diese Broschüre versucht unsere „elektromagnetische Umwelt“ objektiv darzustellen und entsprechend dem Stand von Wissenschaft und Technik eine Bewertung der gegenwärtigen Situation zu geben, ohne offene Fragen zu verschweigen.

Die vielfältige Nutzung der modernen Technik ist ohne elektrischen Strom nicht möglich. Das unsichtbare elektromagnetische Umfeld dieser Technik, verursacht z. B. durch Hochspannungsleitungen, Rundfunk- und Richtfunksender, Mobil- und Funktelefone, elektrische Haushaltsgeräte und elektrische Installationen, läßt sich vom Menschen nicht fernhalten. Der Mensch hat für diese Einwirkungen oder Belastungen kein Wahrnehmungsorgan, womöglich können aber diese Einwirkungen seine Gesundheit beeinträchtigen. Diese Kombination mag wohl dazu führen, daß viele Menschen der „elektromagnetischen Umwelt“ kritisch gegenüberstehen. Ganz anders hingegen die Situation bei der altvertrauten Elektrizität. Diese wird voll akzeptiert, obwohl ihre Anwendung jährlich zu zahlreichen Unfällen mit Todesfolge (ca. 150) in Deutschland führt. Durch elektromagnetische Wellen oder Felder bedingte Todesfälle konnten in der Allgemeinbevölkerung nicht nachgewiesen werden.

Eines jedoch sollte sich jeder immer wieder vor Augen halten: Ein Leben ohne Risiko und Gefahren gibt es nicht; im Laufe der Menschheitsgeschichte ist das Leben in vieler Hinsicht sicherer und angenehmer geworden, ein Leben mit Null-Risiko ist jedoch nicht erreichbar. Was jedoch anzustreben ist, ist ein Leben mit möglichst geringen unfreiwillig eingegangenen Risiken. Für die freiwillig einzugehenden Risiken hilft nur ein Abwägen der Vor- und Nachteile der jeweiligen Tätigkeiten. Diese Entscheidung hat jeder für sich selber zu treffen. Diese Broschüre versucht, hierzu einen Beitrag zu leisten.

1 Grundbegriffe

Elektromagnetische Umwelt – was ist das?

Alle elektrischen Einrichtungen, Apparate oder Leitungen sind von elektrischen und magnetischen Feldern umgeben und/oder senden elektromagnetische Wellen aus. Unter elektromagnetischer Umwelt versteht man die Gesamtheit aller elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder (z. B. aus Haushaltsgeräten, Hochspannungsleitungen, Rundfunk- und TV-Sendern), die auf den einzelnen Menschen einwirken.

Was ist ein elektrisches Feld?

Ein statisches elektrisches Feld ist ein Kraftfeld um eine ruhende elektrische Ladung. Es bewirkt, daß gleichnamige Ladungen abgestoßen, ungleichnamige Ladungen angezogen werden.

Die Stärke des elektrischen Feldes wird in V/m oder kV/m (Volt pro Meter bzw. 1000 V/m) angegeben. Das natürliche elektrische Feld zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre hat je nach Wetterlage eine Stärke von 0,1 kV/m bis 0,5 kV/m, bei Gewitter können diese Feldstärken erheblich höher sein.

Was ist ein magnetisches Feld?

Magnetfelder werden durch bewegte elektrische Ladungen (elektrische Ströme) erzeugt. Überall, wo Strom fließt, ist neben dem elektrischen Feld auch ein magnetisches Feld vorhanden. Permanentmagnete sind jedem aus dem täglichen Leben bekannt. In diesen werden die Magnetfelder durch atomare Ströme erzeugt. Das magnetische Feld nimmt mit dem Abstand zum erzeugenden Strom ab.

Die übliche Einheit für die magnetische Feldstärke ist A/m (Ampere pro Meter). Häufig wird das Magnetfeld durch Messung der Induktion von Strömen in relativ zum Magnetfeld bewegter Materie erfaßt. Die Angabe der magnetischen Induktion oder Flußdichte in Tesla (T) ist somit eine zweite Möglichkeit, das Magnetfeld zu charakterisieren.

Da 1 T ein sehr starkes magnetisches Feld darstellt, sind die gebäuchlichsten Einheiten

1 mT (Milli-Tesla): 1 Tausendstel Tesla oder
1 µT (Mikro-Tesla): 1 Millionstel Tesla.

Es gilt für Luft der Zusammenhang: 1 A/m entspricht etwa 1,25 µT.

Das natürliche magnetische Feld der Erde hat in unseren Breitengraden etwa eine Stärke von 40-50 µT. Sehr starke künstliche Magnetfelder treten z. B. in der Medizin beim Kernspintomographen auf und betragen mehrere Tesla.

Wann spricht man von elektromagnetischen Feldern?

Zwischen elektrischen und magnetischen Feldern besteht ein enger, physikalischer Zusammenhang:

Ruhende (statische) elektrische Ladungen besitzen nur ein elektrisches Feld, bewegte elektrische Ladungen erzeugen darüber hinaus ein magnetisches Feld.

Dieses magnetische Feld verursacht, wenn es nicht statisch, also zeitlich nicht konstant ist, in einem elektrischen Leiter Ströme und somit bewegte elektrische Ladungen.

Zeitlich veränderliche elektrische und magnetische Felder bedingen sich also gegenseitig. Wenn eine solche Situation vorliegt, spricht man von elektromagnetischen Feldern.

Die zeitliche Veränderung (Frequenz) von elektromagnetischen Feldern wird in Schwingungen pro sec. ausgedrückt. Die Einheit ist hier

1 Hz (Hertz) = 1 Schwingung pro sec.
1 kHz (Kilo-Hertz) = 103 Hz = 1 Tausend Hertz
1 MHz (Mega-Hertz) = 106 Hz = 1 Million Hertz
1 GHz (Giga-Hertz) = 109 Hz = 1 Milliarde Hertz

Was sind elektromagnetische Wellen?

Die elektromagnetischen Felder im Niederfrequenzbereich (d. i. der Bereich bis ca. 30 kHz) sind objektgebunden bzw. leitungsgeführt, das heißt, die elektrischen und magnetischen Felder befinden sich in unmittelbarer Nähe des Gerätes oder einer Leitung und nehmen mit der Entfernung schnell ab.

Im Hochfrequenzbereich sind die elektromagnetischen Felder nicht mehr leitungsgeführt sondern werden in die Umgebung abgestrahlt. In einem solchen Fall spricht man von elektromagnetischen Wellen. Im Gegensatz zu anderen Wellen (z. B. Schallwellen in Luft) benötigen elektromagnetische Wellen kein Träger- oder Ausbreitungsmedium. Elektromagnetische Wellen können sich auch im leeren Raum (Vakuum) ausbreiten. Diese Ausbreitung erfolgt mit Lichtgeschwindigkeit. Die elektromagnetischen Wellen wurden 1864 von Maxwell theoretisch vorausgesagt, 1888 gelang es Heinrich Hertz, diese Wellen nachzuweisen.

Weitere wichtige elektrische Größen

Die Grundgrößen der Elektrizitätslehre sind die elektrische Ladung und die Spannung. Die Spannung wird stets zwischen zwei Punkten gemessen und ist deshalb die Differenz des elektrischen Potentials zwischen diesen beiden Punkten (z. B. zwischen der Oberfläche des Pluspoles und der Oberfläche des Minuspoles einer Batterie). Die Spannung gibt an, welche Energie umgesetzt wird, wenn eine Ladung diese Potentialdifferenz durchläuft.

Im Alltag treten verschieden hohe Spannungen auf. Kleinspannungen sind zu finden bei batteriegetriebenen Geräten (z. B. 1,5 – 9 V). Niederspannung nennt man Spannungen unterhalb von 1000 V. Die Haushaltsinstallationen arbeiten mit 220 V Wechselspannung (Phase gegen Nulleiter gemessen).

Im Haushalt kann sich der menschliche Körper elektrostatisch aufladen (z. B. durch Gehen mit Kunststoffsohlen auf synthetischen Teppichen). Dabei kann der Mensch Potentialdifferenzen gegen Erde von mehr als 20 000 V (20 kV) annehmen. Eine Entladung des statisch aufgeladenen Menschen ist jedoch ungefährlich, da die gesamte übertragene Ladung gering ist. Ein Mensch hat eine Eigenkapazität (Speicherfähigkeit) von 150 Pikofarad (1 pF = 0,000 000 000 001 As/V). Wenn der Mensch auf 20 000 V aufgeladen ist, enthält er eine elektrische Ladung von
0,000 003 As. In einer 25 W-Glühbirne (220 V) fließt zum Vergleich während einer Sekunde eine elektrische Ladung von 0,114 As.

Eine elektrostatische Entladung kann der Mensch nur deshalb spüren, weil der Entladungskanal (kleiner Blitz) einen sehr kleinen Durchmesser hat. An der Eintrittsstelle ist die Stromdichte so groß, daß die Nervenzellen durch den Strom angeregt werden können. Die Stromdichte ist die Ladungsmenge, die pro Sekunde durch eine bestimmte Fläche fließt.

Innerhalb des menschlichen Körpers fließen von Zelle zu Zelle infolge natürlicher Vorgänge (Stoffaustausch, Informationsaustausch) sehr kleine Ströme. In jüngster Zeit konnten Wissenschaftler feststellen, daß im Ruhezustand Stromstärken von 1 Pikoampere (1 pA = 0,000 000 000 001 A) von Zelle zu Zelle übertragen werden. Typische Zellen sind etwa 10 Mikrometer stark. Wenn über den Zellquerschnitt (der Einfachheit halber quadratisch angenommen) 1 pA fließt, tritt an der Zelloberfläche eine Stromdichte von 0,1 Mikroampere pro Quadratzentimeter auf (0,1 µA/cm2). In aktiven Nervenzellen fließen Stromdichten von mehr als 1 µA/cm2.

2 Das elektromagnetische Spektrum

Die Gesamtheit aller elektromagnetischen Wellen wird als elektromagnetisches Spektrum bezeichnet (s. Seite 9). Es überdeckt die niederfrequenten Felder (< 30 kHz), die hochfrequenten Felder (> 30 kHz), die infrarote Strahlung (< 3×1014 Hz), das Licht (< 8×1014 Hz), die ultraviolette Strahlung (< 3×1016 Hz) bis hin zur ionisierenden Strahlung (Röntgen- und Gammastrahlung).

Im Gegensatz zur ionisierenden Strahlung (Radioaktivität) sind die elektromagnetischen Wellen energieärmer und nicht in der Lage, Atome der Materie oder des Gewebes zu ionisieren. Hochfrequente elektromagnetische Felder wirken aber auch auf atomarer Ebene, indem sie Atome in Schwingungen versetzen oder Raumladungen (Elektronenbahnen in den Atomen) verschieben. Niederfrequente Strahlung induziert vorwiegend schwache elektrische Ströme im menschlichen Körper.

Niederfrequente Felder

Niederfrequente Felder treten vor allem auf in der Nähe von Hochspannungsleitungen, Bahnstromleitungen, Umschaltstationen sowie in unmittelbarer Nähe von Niederspannungsverteilern und elektrischen Haushaltsgeräten (z. B. Elektroherd, Fernsehgerät, Rasierapparat, Fön, Lötkolben, Bohrmaschine, Heizlüfter, Staubsauger, Heizdecken usw.).

Typische Werte der elektrischen und magnetischen Feldstärke sind in den folgenden Tabellen angegeben:

Haushaltsgeräte (magnetisches Feld an Gehäuseoberfläche):

Kühlschrank 0,1 10 µT
Plattenspieler
Spülmaschine
Waschmaschine
1 10 µT
Staubsauger
Toaster
Wäschetrockner
Heizkissen
1 100 µT
Farbfernseher
Heizlüfter
Bohrmaschine
100 500 µT
Küchenherd
Rasierapparat
Tischlampe
650 1000 µT
Fön
Lötkolben (325 W)
Rührwerk
1000 2500 µT

Die elektrischen Feldstärken der Haushaltsgeräte sind relativ gering und in der Regel immer deutlich kleiner als 0,5 kV/m.

Hochspannungsleitungen (Leiterstrom ca. 1 kA); ca. 1 m über dem Boden:

Spannung [kV] elektr. Feld [kV/m] magnet. Feld [µT]
110 0,6 – 2,2 5,6 – 20,1
220 1,2 – 3,8 5,3 – 13,9
380 2,5 – 6,3 5,2 – 12,7

In der Industrie wird die Technik der Hochfrequenzerwärmung vielseitig genutzt. Bei Betrieb solcher Anlagen ist das Bedienungspersonal den Streufeldern dieser Anlagen ausgesetzt. Die Magnetfeldstärke kann in unmittelbarer Nähe dieser Anlagen mehrere mT betragen, nimmt jedoch mit der Entfernung stark ab (z. B. bei einer Frequenz von 10 kHz, Leistung 120 kW: in unmittelbarer Nähe ca. 4 mT; in 0,5 m Abstand ca. 40 µT oder 0,04 mT).

Hochfrequente Felder (elektromagnetische Wellen)

Hier bestehen folgende Anwendungsgebiete:

bis 3 MHz Rundfunk, Radionavigation
3 30 MHz Industrie (Schweißen, Polymerisierung), Medizin, Rundfunk
30 300 MHz Rundfunk, Fernsehen, Radar
300 3000 MHZ Fernsehen, Radar, Richtfunk, Mikrowellenherde, Mobilfunk
3 30 GHz Radar, Richtfunk, Satelliten
30 300 GHz Radioastronomie, Radiometeorologie

Technische Anwendungen mit höheren Frequenzen gibt es derzeit nicht. Typische Feldstärkewerte für den Hochfrequenzbereich können nicht angegeben werden, da bei hochfrequenten Feldern oder Wellen die auf den menschlichen Körper einwirkenden Feldstärken sehr stark von den Umgebungsbedingungen abhängen.

Neben dem Ausbau der konventionellen Nachrichtendienste (Rundfunk, Fernsehen) befindet sich derzeit vor allem die Mobilfunkkommunikation in einer stürmischen Entwicklung. Zusätzlich zum nationalen analogen C-Funknetz hat die europaweite Einführung eines digitalen D-Mobilfunknetzes und eines flächendeckenden Systems von dafür erforderlichen Versorgungsstationen begonnen. Das digitale E-Funk-Netz mit 1800 MHz Betriebsfrequenz ist im Aufbau.

Die Prognose für alle Mobilfunkdienste für die Bundesrepublik Deutschland sieht etwa fünf Millionen Teilnehmer bis zum Jahre 1995 vor. Zum Betrieb der Mobilfunknetze sind eine große Anzahl von Versorgungsstationen erforderlich (C-Netz: 1 500, D-Netz: 3 000) , die mit größeren Leistungen (je nach Art des Netzes zwischen 6 W und 2 kW) betrieben werden.

Funkdienste und Geräte

Die wichtigsten derzeitigen und zukünftigen Mobilfunkdienste arbeiten mit unterschiedlichen Frequenzen und Geräteleistungen:

Funkdienst Frequenz Leistung System
Autotelefon um 450 MHz Geräteklassen: C-Netz
< 25 W
5 W bis 8 W
< 1 W
890 MHz bis 960 MHZ < 20 W eingebaut D-Netz
< 8 W portabel
< 2 W Handgerät
um 1800 MHz im Aufbau E-Netz
Schnurloses Telefon 800 MHZ bis 1 GHz typisch 10 mW CT1, CT2, CT3
1,88 GHz bis 1,96 GHz typisch 10 mW DECT
Personenruf Empfangsgeräte Eurosignal, Cityruf, PEP, ERMES
Bündelfunk 410 MHz bis 430 MHz typisch < 1 W CHEKKER
Betriebsfunk verschiedene Frequenzen ab etwa 30 MHz Leistungsklassen
<10 W
< 1 W
CB-Funk um 27 MHz < 4 W Frequenz- oder Amplitudenmodulation
Mobile Satellitenkommunikation um 1,6 GHz typisch 100 W Puls,
10 W effektiv

3 Elektromagnetische Umwelt und Gesundheit

Wie wirken elektromagnetische Felder und Wellen auf den menschlichen Körper?

Die unmittelbare Wirkung der elektromagnetischen Felder auf den menschlichen Körper hängt von der Frequenz ab, daher die Einteilung in niederfrequente und hochfrequente Felder.

Die mittelbare Wirkung des Menschen bedarf eines „Mittlers“. Dabei versteht man unter mittelbarer Einwirkung das Auftreten von Körperströmen und Berührungsspannungen bei Berührung elektrisch leitfähiger Teile oder z. B. die Beeinflussung und Störung von Herzschrittmachern und Implantaten. Sind diese „Mittler“ vorhanden, kann eine wesentlich größere Wirkung auf den Körper eintreten als bei unmittelbarer Einwirkung desselben Feldes.

Unmittelbare Wirkung

Die niederfrequenten Felder erzeugen im menschlichen Körper elektrische Ströme. Über die Wirkungen solcher Ströme liegen weltweit sehr viele Erfahrungen vor. Hieraus wurden maximale Stromdichten für das menschliche Gewebe abgeleitet. Diese lassen sich wiederum umrechnen in elektrische und magnetische Feldstärken des äußeren Feldes, die zum Schutz des Menschen nicht überschritten werden sollen. Die Grenzwerte im Entwurf DIN VDE 0848 Teil 4 A3 vom März 1994 für eine Frequenz von 50 Hz (Hochspannungsleitungen, Haushaltsgeräte) betragen:

Elektrische Feldstärke: 6,7 kV/m

Magnetische Feldstärke: 425 µT

Während bei niederfrequenten Feldern elektrische Ströme im Körperinnern fließen, wird bei den hochfrequenten Feldern die in das Körpergewebe eingestrahlte Energie vorwiegend in Wärme umgewandelt. Derartige Temperaturerhöhungen im Körper oder in Teilbereichen des Körpers können zu Schädigungen führen. Als besonders empfindliches Organ in dieser Hinsicht gilt das Auge.

Um schädliche Wirkungen durch Überhitzung des Gewebes zu verhindern, darf z. B. die Wärmeabsorption im Körper über 6 Minuten den Wert von 80 mW/kg für die Allgemeinbevölkerung nicht überschreiten (Bereich 100 kHz). Neben diesem Basis-Schutzgrenzwert gibt es aber auch noch Grenzwerte für die elektrische und magnetische Feldstärke. Diese Festlegungen wurden so getroffen, daß ein großer Sicherheitsabstand zum Wärmeumsatz des menschlichen Körpers besteht.

Die Grenzwerte für Expositionen am Arbeitsplatz liegen höher als die o. a. Werte für die Allgemeinheit.

Mittelbare Wirkung

Neben den geschilderten unmittelbar auf den Menschen einwirkenden elektromagnetischen Feldern bestehen im gesamten Frequenzbereich Gefahren für den Menschen dort, wo elektrische oder elektronische Einrichtungen eine herausragende Rolle für die Sicherheit oder Gesundheit des Menschen spielen. Folgende Beispiele sollen dies verdeutlichen:

– Elektronische Einrichtungen können bereits bei Feldstärken versagen, die keinen Einfluß auf den Menschen haben, deren Versagen aber zu einem Unfall führen kann (z. B. elektronisch gesteuertes ABS-System, Airbag, Flugzeugelektronik).

– Herzschrittmacher, Insulinpumpen und andere aktive medizinische Implantate könnten in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.

– Metallische Implantate können durch induzierte Wirbelströme aufgeheizt werden, was dann indirekt zu einem Schaden führt.

– An Empfangsgebilden können hohe Berührungsspannungen auftreten.

– Bei isolierten metallischen Gebilden im elektrischen Feld können Funkenentladung oder bei Berührung Körperströme (Entladeströme) auftreten (z. B. Auto im Feld unter Hochspannungsleitung).

Elektrische und elektronische Geräte sowie Anlagen wie z. B. medizinische Geräte, Haushaltsgeräte, Computer, Radio- und Fernsehsender sowie -empfänger, können durch ihre elektromagnetische Abstrahlung Störungen bei elektrischen und elektronischen Geräten hervorrufen. Gerade bei lebensnotwendigen Geräten, wie z. B. bei Herzschrittmachern sowie bei der Autoelektronik können durch die elektromagnetische Strahlung unvorhersehbare Funktionen ausgelöst werden, z. B. veränderte Impulsabgabe beim Herzschrittmacher oder Aussetzen des elektronisch gesteuerten ABS-Systems.

Daher müssen alle elektrischen und elektronischen Geräte dem Gesetz über elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten vom 09.11.1992 entsprechen. Die Geräte, die im Handel sind, müssen bis spätestens Ende 1995 mit dem europäischen CE-Kennzeichen versehen sein. Das CE-Zeichen besagt, daß die von den Geräten ausgehende Strahlung reduziert ist bzw. Grenzwerte eingehalten sowie die entsprechenden Normen angewandt wurden. Gleichzeitig sind die Geräte vor elektromagnetischer Fremdstrahlung abgeschirmt, damit keine Fehlfunktionen ausgelöst werden.

Welche Gesundheitsschäden können möglicherweise ausgelöst werden?

Bekannte biologische Wirkungen elektromagnetischer Strahlung sind thermischer Natur. Am bekanntesten ist dieser Effekt bei Infrarotstrahlung. Dieser tritt auch bei Mikrowellen auf und wird zur Nahrungsmittelerwärmung genutzt und dient in der Medizin, entsprechend dosiert, zur Erwärmung tiefliegender Gewebeschichten, um Heilungsprozesse zu beschleunigen. Ultraviolette Strahlen sind in geringer Dosis lebensnotwendig, können aber in höherer Dosis zu akuten Schäden und zu Krebs führen.

Für nichtthermische Wirkungen von elektrischen und magnetischen Feldern auf Zellen und Zellsysteme gibt es Anhaltspunkte für die Beeinflussung des Zellstoffwechsels und der Zellteilung.

Nach dem heutigen Wissensstand sind starke hochfrequente elektromagnetische Felder imstande, den Organismus zu beeinflussen oder gar zu gefährden. Dabei kommen primär thermische Wirkungen zum Tragen. Nichtthermische Wirkungen schwacher elektromagnetischer Felder werden in einigen Publikationen beschrieben. Diese Effekte und ihre mögliche Schädlichkeit für den menschlichen Organismus müssen in weiteren Studien überprüft werden.

Eine Krebs auslösende Wirkung von niederfrequenter Strahlung aus Hochspannungsleitungen oder durch die Verwendung von Hochfrequenz im Mobilfunk ist nicht nachgewiesen. Vereinzelte Studien dieser Art bringen aufgrund niedriger Fallzahlen keine gesicherten Ergebnisse. Bei Berücksichtigung des hohen Auftretens von Tumoren bei der allgemeinen Erkrankungsrate ist es nicht sachgerecht, einzelne Tumorerkrankungen nichtionisierenden Strahlen zuordnen zu wollen.

Leukämie und Krebs durch elektromagnetische Felder?

Seit einiger Zeit fällt der medizinischen Forschung auf, daß einige Krebsarten, insbesondere Leukämie (Blutkrebs, Entartung der weißen Blutkörperchen) an eng begrenzten Orten gehäuft vorkommen. Für diese sogenannte „Clusterbildung“ gibt es bis heute noch keine plausible Erklärung. Deshalb wurden in den letzten Jahren epidemiologische Studien durchgeführt, um Hinweise auf Zusammenhänge zwischen bestimmten Umwelteinflüssen und der Häufigkeit des Auftretens von Krebs zu erhalten. Einige der Studien untersuchten, ob es eine Korrelation zwischen der Exposition durch magnetische Felder und der Häufigkeit von Krebserkrankungen gibt.

So häufen sich die Meldungen in den Medien, die elektromagnetische Felder in der Nähe von Hochspannungsleitungen mit erhöhtem Leukämierisiko bei Kindern in Verbindung bringen. In den letzten Jahren sind hierzu eine Vielzahl von Studien in verschiedenen Ländern durchgeführt worden.

Bereits 1979 wurde über eine Untersuchung berichtet, nach der krebskranke Kinder häufig in Wohnungen lebten, in denen auf Grund der Elektroinstallationen stärkere elektromagnetische Felder zu vermuten waren. Dies war Ausgangspunkt einer ganzen Serie von Untersuchungen. Hierbei fällt auf, daß positive Befunde einzelner Studien oft nicht vergleichbar und kaum nachvollziehbar sind. Durch falsche Interpretation einiger epidemiologischer Studien wird in den Medien der Eindruck erweckt, als wäre der Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und Krebsentstehung erwiesen. Nach Meinung von Fachleuten weisen die bisher durchgeführten epidemiologischen Studien insbesonders folgende Mängel auf:

– Die Zahl der untersuchten Fälle ist zu gering.

– Die Vergleichsgruppen sind nicht repräsentativ.

– Die elektromagnetische Belastung wird nur grob geschätzt.

– Andere krebsauslösende Faktoren wie z. B. chemische Schadstoffe, Virusinfektionen können nur mit großen Unsicherheiten berücksichtigt werden.

Darüber hinaus gibt es heute noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie die Krebsentwicklung durch elektromagnetische Felder aussehen soll.

Alles in allem läßt sich daher sagen, daß die Auslösung von Leukämie durch niederfrequente Felder, die z. B. von Starkstromleitungen verursacht werden, nicht erwiesen ist. Auch die Wirkung niederfrequenter Magnetfelder als Kofaktor zu anderen Kanzerogenen ist nicht nachgewiesen.

Was bedeutet „Elektrosensibilität“?

Die Sensitivität des Menschen auf elektromagnetische Felder ist individuell verschieden. Dies kommt deutlich zum Ausdruck bei Beobachtungsreihen mit Testpersonen, die elektromagnetischen Feldern bzw. Spannungen und Strömen ausgesetzt werden.

Elektrosensible Personen berichten u. a. von folgenden Symptomen: Schlafstörungen (verzögertes Einschlafen, unruhiger Schlaf, verfrühtes und abruptes Aufwachen), einhergehend mit Nervosität, innerer Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Antriebslosigkeit, Verkrampfungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, Ohrrauschen, Sehstörungen, Depressionen sowie andere Streßerscheinungen.

Wie kann geprüft werden, ob die elektromagnetischen Felder die Ursache derartiger Symptome sind? Durch Standortwechsel oder, falls möglich, durch Abschalten der Feldquellen. Im Anfangsstadium der erhöhten Sensitivität verschwinden die Symptome oft sofort oder innerhalb weniger Stunden. Da die geschilderten Beschwerden größtenteils subjektiver Natur sind, ist eine objektive Überprüfung jedoch sehr schwierig.

Im Großraum München haben sich seit einigen Jahren etwa 150 Personen zum „Selbsthilfeverein für Elektrosensible e. V.“ zusammengeschlossen. Es wird berichtet über eine Reihe von Symptomen, die sie den auf sie einwirkenden elektromagnetischen Feldern zuschreiben. Die Ursache der erhöhten Sensitivität ist ihrer Meinung nach eine starke Dauerbelastung durch elektromagnetische Felder, wobei die Belastung an Schlaf- und Arbeitsplatz besonders von Bedeutung ist. Es wird angenommen, daß besonders dann eine erhöhte Empfindlichkeit auftritt, wenn der Organismus gleichzeitig anderen Belastungen ausgesetzt ist. Hierbei werden in erster Linie Allergien und chemisch-toxische Belastungen genannt.

4 Der Gesundheitsschutz – Grenzwerte und Normen

Strahlung und Felder – natürliche Faktoren in unserer Umwelt

Elektrische und magnetische Felder sowie elektromagnetische Strahlung sind für unsere Umwelt nichts Neues, sie sind natürlicherweise vorhanden (s. Abb.). So besteht zwischen der Erdoberfläche und der Ionosphäre ein elektrisches Feld, das je nach geographischer Lage, Wetterlage und Reinheit der Luft zwischen 0,1 und 0,5 kV/m beträgt. Bei Gewitter können diese Feldstärken wesentlich höher sein.

Natürliche elektrische und magnetische Feldstärken an der Erdoberfläche
Das natürliche Magnetfeld der Erde, das uns überall umgibt, hat in Bayern eine Stärke von etwa 40-50 µT. Bewegt man in einem solchen Magnetfeld eine geschlossene Leiterschleife (z. B. Kupferdraht), so wird in ihr ein elektrischer Strom induziert. Gleiches passiert, wenn der Mensch, der ja auch ein elektrischer Leiter ist – wenn auch kein besonders guter -, sich in diesem Feld bewegt. Z. B. beim Joggen, Skifahren, Fußballspielen oder Radfahren oder anderen Bewegungsarten wird also im Innern des Menschen ein Körperstrom induziert. Diese Ströme sind so gering, daß sie unterhalb der Reizschwelle unserer Nerven und Muskeln liegen. Nichtsdestoweniger sind diese Ströme als unmittelbare physikalische Wirkung im Körper vorhanden.

Grenzwerte und Normen zum Schutz der Gesundheit gegenüber technisch erzeugten Feldern

Deutschland zählt zu den wenigen Ländern, in denen Schutzvorschriften für alle Frequenzbereiche aufgestellt wurden.

Diese Schutzvorschriften sind festgelegt in DIN- und VDE-Normen sowie in Empfehlungen der Deutschen Strahlenschutzkommission (SSK). Dies sind keine gesetzlichen Vorschriften, sie sind jedoch Grundlagen für Genehmigungen, Gerichtsurteile und Sachverständigengutachten. Darüber hinaus gibt es noch Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzvereinigung (IRPA). In Deutschland stützt man sich meistens auf den Entwurf DIN VDE 0848 Teil 2 A1 (30 kHz – 300 GHz), Oktober 1991 und den Entwurf DIN VDE 0848 Teil 4 A3 (0 – 30 kHz), März 1994 ab.

Die Grenzwerte werden eingeteilt für zwei Bereiche:

– Expositionsbereich 1, das sind Arbeitsplätze oder Anlagen, bei denen die Exposition kontrolliert werden kann oder nur einige Stunden pro Tag erfolgt.

– Expositionsbereich 2, das sind alle anderen Bereiche wie Wohnungen, Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen.

Speziell im Expositionsbereich 2 sollen die Grenzwerte so niedrig sein, daß sichergestellt ist, daß Menschen aller Altersstufen und durchschnittlicher Gesundheit, die sich in derartigen Bereichen dauernd aufhalten, weder geschädigt noch belästigt werden.

Zur Konkretisierung der auf unterschiedliche Gesetze verteilten Regelungen des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung (z. B. Bundes-Immissionsschutzgesetz, Bundesbahngesetz, Fernmeldeanlagengesetz) erarbeitet der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Zeit den Entwurf einer Verordnung zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischer Strahlung auf der Grundlage der §§ 7 (1) und 23 (1) des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Mit dieser Verordnung sollen Immissionsgrenzwerte für hoch- und niederfrequente elektromagnetische Felder festgelegt werden, die insbesonders von Mobilfunksendeanlagen, Hochspannungs- und Bahnstromleitungen ausgehen. Die Grenzwerte dieser Verordnung werden sich an den Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzvereinigung und der Deutschen Strahlenschutzkommission ausrichten. Nach der Ressortabstimmung und der Verabschiebung im Kabinett soll der Verordnungsentwurf noch vor der Sommerpause dem Bundesrat zugeleitet werden.

Schutzvorschriften für den Niederfrequenzbereich

Im Niederfrequenzbereich bis 30 kHz ist die im Körperinnern induzierte Stromdichte von Entscheidung, thermische Effekte wie Aufheizung spielen hier eine untergeordnete Rolle. Die äußeren elektrischen und magnetischen Felder dürfen daher nur so stark sein, daß Schädigungen sowie Nerven- oder Muskelanregung durch die inneren Körperströme nicht möglich sind. Zu einer sog. „einhüllenden Schädigungskurve“ wird dabei ein Sicherheitsfaktor von 100 eingehalten. Für den Niederfrequenzbereich sind im Entwurf DIN VDE 0848 Teil 4 A3 vom März 1994 Schutzgrenzwerte angegeben.

Grenzwerte nach DIN VDE 0848 Teil 4 A3 für 50 Hz und IRPA für 50-60 Hz

elektrischeFeldstärke magnetischeFlußdichte
DIN VDE 0848Expositionsbereich 1 21,3 kV/m 1360 µT
DIN VDE 0848Expositionsbereich 2 6,7 kV/m 425 µT
IRPAExpositionsbereich 1 10,0 kV/m 500 µT
IRPAExpositionsbereich 2 5,0 kV/m 100 µT

Schutzvorschriften für den Hochfrequenzbereich

Die durch hochfrequente Strahlung im Körper erzeugte Temperaturerhöhung darf nicht größer als 0,5 °C im 6-Minuten-Intervall sein. Dieser Basisgrenzwert entspricht der IRPA-Empfehlung und ist auch im Entwurf der DIN-VDE 0848 Teil 2 A1 vom Oktober 1991 enthalten. Folgende Energieabsorptionsraten im Körper sollen nicht überschritten werden:

Darüber hinaus gibt es noch Grenzwerte für Teilkörperbereiche sowie für frequenzabhängige Spitzenwerte für die elektrische und magnetische Feldstärke des äußeren Feldes, um Störungen der Zellmembran auszuschließen.

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) von Geräten

Elektrische und elektronische Geräte und Einrichtungen können durch ihre elektromagnetische Abstrahlung Störungen bei anderen Geräten hervorrufen oder den Menschen beeinträchtigen. Umgekehrt darf ein Gerät nicht durch Streustrahlung anderer Geräte oder elektrischer Installationen beeinträchtigt werden. Daher müssen spätestens ab 1995 alle im Handel erhältlichen Geräte mit dem CE-Zeichen versehen sein, das besagt, daß die von den Geräten ausgehende Strahlung die bestehenden Grenzwerte einhält und das Gerät selbst vor elektromagnetischer Fremdstrahlung ausreichend abgeschirmt ist.

Mobilfunktelefone – gefährlich?

Zum mobilen Telefonieren wurde in der Bundesrepublik Deutschland das erste, weitgehend flächendeckende Netz, das sog. A-Netz, im Jahre 1958 eingerichtet. Diesem folgte 1972 das technisch verbesserte B-Netz mit derzeit noch ca. 17.000 Teilnehmern. Das nachfolgend eingeführte C-Netz fand bei den Bundesbürgern einen solchen Anklang, daß dessen maximale Kapazität von 800.000 Teilnehmern ca. 1992 ausgeschöpft war. Diese Netze arbeiten nach einer nationalen Norm, so daß Mobilfunk nur innerhalb der Landesgrenzen möglich ist. Mit dem neuem D-Netz wird diese Einschränkung entfallen; dieses Netz soll eine weltweite Telekommunikation ermöglichen.

Aus der geschilderten Entwicklung ist abzusehen, daß sich in der Bundesrepublik die Zahl der Funktelefone in den nächsten Jahren noch wesentlich erhöhen wird. Dies wird zu einer starken Zunahme der Hochfrequenzstrahlung in unserem Alltag führen. Sollten von den Mobilfunkgeräten gesundheitliche Risiken ausgehen, so wären davon weite Bevölkerungskreise betroffen. Hinzu kämen mögliche Wirkungen durch die Funk-Feststationen, deren Anzahl zum Betrieb des D-Netzes nennenswert erhöht werden muß.

Zum Betrieb der Netze sind Funk-Feststationen erforderlich. Ihre Anzahl hängt von der geplanten Zellengröße des jeweiligen Netzes ab. Für das D-Netz sind derzeit einige tausend Feststationen mit einer maximalen Leistung von jeweils 50 W geplant.

Bei den Gerätetypen unterscheidet man

– die sehr leistungsstarken (bis 20 Watt) im Auto eingebauten Telefone,

– die portablen (bis 8 Watt) und schließlich die

– kleinen Handgeräte („Handys“) mit bis zu 2 Watt Sendeleistung.

Ist eine Telefonverbindung erst einmal hergestellt, regelt sich diese Maximalleistung meist herunter, bei den Handys beispielsweise auf Werte um 0,8 Watt.

Funktelefone senden ein hochfrequentes Signal (C-Netz um 450 MHz, D-Netz von 890 bis 960 MHz, E-Netz um 1800 MHz) aus. Bei diesen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern kann es bei entsprechender Stärke dazu kommen, daß sich Körpergewebe erwärmt (Beispiel Mikrowelle!). Als tolerabel gilt nach Ansicht internationaler Experten eine Erwärmung des Körpergewebes um ein halbes Grad.

Im Nahbereich der Sendeantenne eines Mobilfunkgerätes treten sehr inhomogene Energieabsorptionen auf, die von einer Vielzahl von Faktoren abhängen. Die Größe und Verteilung der Energieabsorption im menschlichen Kopf ist nicht nur von der Ausgangsleistung und Frequenz des Gerätes, sondern auch vom Antennentyp, vom Abstand und der Position der Antenne zum Kopf und von der Betriebsart (z. B. Dauer der Empfangs- und Sprechphasen) abhängig. Die von einem Gerät abgestrahlte Leistung ist deshalb kein geeignetes Maß, um auf die möglichen gesundheitlichen Risiken der Hochfrequenzstrahlung zu schließen.

Dementsprechend empfiehlt die Deutsche Strahlenschutzkommission für die Bevölkerung einen Grenzwert für die Energieabsorption im Körper auf der Basis von spezifischen Absorptionsraten (SAR). Der Ganzkörper-SAR-Wert beträgt 0,08 W/kg, gemittelt über 6-Minuten-Intervalle und über den ganzen Körper, der Teilkörper-SAR-Wert (z. B. für das Auge) beträgt 2 W/kg, gemittelt über 6-Minuten-Intervalle und 10 g Gewebe. Für die berufliche Exposition gelten um den Faktor 5 höhere Werte. Diese sind durch geeignete Messungen an Phantomen (Nachbildungen) zu kontrollieren.

Die Deutsche Strahlenschutzkommission ist nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand der Überzeugung, daß bei Einhaltung der genannten Grenzwerte ein ausreichender Schutz der Allgemeinbevölkerung gewährleistet ist. Nach Empfehlung der SSK ist bei Einhaltung der in der folgenden Tabelle genannten Mindestabstände zwischen Kopf und Antenne von Mobilfunkgeräten der Teilkörper-SAR-Wert zuverlässig unterschritten.

5 Was kann der einzelne zur Risikominderung tun?

Eingangs wurde bereits dargestellt, daß ein Leben mit Null-Risiko nicht erreichbar ist, es jedoch möglichst anzustreben ist, die bestehenden Risiken zu minimieren. Für die unfreiwillig einzugehenden oder eingegangenen Risiken ist der Staat in der Pflicht, die Minimierung zu betreiben. Durch Gesetze, Verordnungen, Regeln und Richtlinien wird hier für entsprechende Schutzvorschriften gesorgt; die Grenzwerte derartiger Vorschriften basieren auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden regelmäßig fortgeschrieben. Für das Gebiet „Elektromagnetische Belastung“ sind die DIN/VDE-Regeln mit ihren abgestuften Grenzwerten zum Schutze des Menschen zu nennen. Übrigens ist Deutschland derzeit das einzige Land, das ein derart umfassendes Regelwerk zum Schutz vor elektromagnetischer Belastung hat.

Als einfache Regeln zur Risikominimierung für den Einzelnen mögen die folgenden Tips gelten:

– Beachtung des CE-Zeichens beim Kauf von elektrotechnischen Geräten
(vgl. Kap. 4).

– Kein unnötiger Aufenthalt unter Hochspannungsleitungen oder in unmittelbarer Nähe von Trafo- oder Verteilerstationen.

– Bei Mobilfunkgeräten Mindestabstände zwischen Antenne und Kopf beachten (vgl. nachfolgende Tabelle).

– Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie, sich mehr als nötig elektromagnetischen Feldern auszusetzen.

Von der Deutschen Strahlenschutzkommission für die Allgemeinbevölkerung empfohlene Mindestabstände der Antenne von Mobilfunkgeräten zum Körper zur Einhaltung des Teilkörper-SAR-Wertes

Frequenz Spitzenleistung Mindestabstände
450 MHz bis 0,5 W kein Mindestabstand
analog bis 1 W ca. 4 cm
bis 5 W ca. 20 cm
bis 20 W ca. 40 cm
900 MHz bis 0,5 W kein Mindestabstand
analog bis 1 W ca. 5 cm
bis 5 W ca. 25 cm
bis 20 W ca. 50 cm
900 MHz (GSM) bis 2 W kein Mindestabstand
digital bis 4 W ca. 3 cm
bis 8 W ca. 5 cm
bis 20 W ca. 8 cm
1800 MHz (DCS 1800) bis 1 W kein Mindestabstand
digital bis 2 W ca. 3 cm
bis 8 W ca. 7 cm
bis 20 W ca. 12 cm

Bei digitalen Mobilfunksystemen (GSM, DCS 1800 etc.) ist die pulsförmige Abstrahlung (Puls/Pause = 1/8) berücksichtigt worden.

Für die berufliche Exposition sind um den Faktor 2 kleinere Abstände zulässig.

Für die freiwillig einzugehenden Risiken hilft nur ein nüchternes Abwägen aller Vor- und Nachteile, die mit der Nutzung elektrischer/elektronischer Technologie verbunden sind. Durch entsprechende Bauvorschriften für Geräte und Einrichtungen versucht auch hier der Gesetzgeber bzw. die Industrie, das Risiko einzugrenzen. Vor allem gilt es, sich nicht durch sensationsträchtige Schlagzeilen in der Presse verunsichern zu lassen. Hier sollte jeder einzelne verantwortungsbewußt entscheiden -das heißt, daß man sich der echten Risiken im Leben bewußt ist, auch der freiwillig eingegangenen Risiken. Die Statistiken der Versicherungen sprechen hier eine eindeutige Sprache:

Die freiwilligen Risiken – insbesondere im Sport- und Freizeitbereich – liegen oft ungeahnt hoch und deutlich über den unfreiwillig einzugehenden Risiken.

Verantwortungsbewußt entscheiden heißt auch, sich objektiv und umfassend zu informieren, diese Broschüre ist ein Beitrag hierzu.

6 Ich will mehr wissen – Literaturtips

Bernhardt, J. H.: Gefährdung durch Nichtionisierende Strahlung, in: Aktuelle Fragen im Strahlenschutz, Verlag TÜV Bayern Sachsen, München, 1990
König H. L., Folkerts, E.: Elektrischer Strom als Umweltfaktor,
Pflaum-Verlag, München, 1992
Kunsch, B., Leitgeb, N.,: Die Möglichkeit der Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit durch elektromagnetische Felder mit energietechnischen Frequenzen, Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf, 1990
Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
Nichtionisierende Strahlung, Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission,
Band 16, 1990
Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
Schutz vor elektromagnetischer Strahlung beim Mobilfunk, Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission, Band 22, 1992
Bundesamt für Strahlenschutz: Strahlung und Strahlenschutz, Eine Information des Bundesamtes für Strahlenschutz, Salzgitter, 1992
Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen: Exposition der Bürger in Bayern durch elektromagnetische Felder, München, 1994
Niedersächsisches Umweltministerium: Elektrosmog, Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern auf den Menschen, Hannover, 1993
GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH,
Strahlung im Alltag, 7. Ausgabe 1991
VDE-Fachbericht 45: Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder, VDE-Verlag GmbH, Berlin, 1993
Forschungsgemeinschaft Funk e.V., Veröffentlichungen, Bonn-Center, Bonn

Quelle: http://www.datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/esmog/es_002d_.htm

Anmerkung- dieser Artikel erschien bereits 1994!!!

Gruß an die Grenzwertüberschreiter

TA KI