„Es besteht die Hoffnung, daß Putin das durchsichtige Spiel geschickt lenkt, da die Aufgabe des Südostens sonst zum Prolog seines eigenen Sturzes werden würde.“


„Есть надежда, что Путин ведет тонкую игру, ведь сдача юго-востока будет означать пролог его собственного падения“. К. Сивков
„Es besteht die Hoffnung, daß Putin das durchsichtige Spiel geschickt lenkt, da die Aufgabe des Südostens sonst zum Prolog seines eigenen Sturzes werden würde.“ K. Siwkow

Die neofaschistische Junta hat den Landwehrmännern des Südostens eine letzte „Warnung“ ausgesprochen: „ Geben Sie auf, oder Sie werden vernichtet werden.“ Das erklärte der „Pressesprecher“ der Strafkommandos Wladislaw Seleznev am Dienstag. Nach seinen Worten wird gegen die Region „ein Schlag unter Anwendung hochpräziser Spezialwaffen ausgeführt werden, wenn die Bewohner des Donbass-Gebietes, die auf der Unabhängigkeit der DVR bestehen, nicht kapitulieren. Wie viel Widerstandskraft hat der Südosten noch und warum schweigt Putin? In einem Interview mit der Presseagentur Nakanune.RU nimmt der erste Vizepräsident der Akademie für geopolitische Probleme, Konstantin Siwkow, dazu Stellung.
Frage: Welche weitere Entwicklung der Ereignisse im Südosten der Ukraine sehen Sie?

Konstantin Siwkow: Poroschenko ist ein Präsident der Katastrophen. Er soll alle Hinterlassenschaften, die mit der Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union begangen werden, die ungeheuren Verbrechen, die mit der völligen Verarmung und der Vernichtung der Bevölkerung und mit der Okkupierung der Wirtschaft Ukraine durch die westlichen Ländern verbunden sind, übernehmen. Unter diesen Bedingungen bedeutet die Erhaltung des aktiven Widerstandskernes im Südosten der Ukraine, der Kräfte des bewaffneten Widerstandes, der Poroschenko entgegenwirkt, daß aus der Assoziierung nichts wird. Wenn die Umgestaltung und die Reformen Poroschenkos, die mit der Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union verbunden sind, beginnen werden, wird sich das Volk erheben und sich dem Südosten der Ukraine anschließen. Es wird sich nicht nur der Südosten erheben, sondern die GANZE Ukraine, und auf die Seite des Volkes kann schließlich auch die Armee übergehen. Poroschenko versteht das nicht, weil er der stumpfe und geizige. diebische Oligarch ist und von ihm geopolitische Prognostik zu erwarten kostet nichts. Aber das verstehen vor allem, die amerikanischen „Herren“. Deshalb werden sie alle von sich noch abhängiger machen, um diesen Widerstand zu brechen, damit das vollzogen wird.
Das Team Putins versteht das ganz ausgezeichnet, daß wenn der Südosten der Ukraine aufgegeben und die NATO an unsere Grenzen heranrücken wird, dann würde sich herausstellen, daß der Südosten, der für Rußland auftrat, von der russischen Macht fallen gelassen worden ist. Wobei dies nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Rußland so wahrgenommen werden würde. Unter diesen Bedingungen wird die erbitterte ukrainische Bevölkerung gegen Rußland gestimmt sein. Und das würde auch vorteilhaft für die USA sein. Also das Drehbuch des Westens ist ein solches – zum einen mit beliebigen Methoden die Unterstützung des Südostens durch Rußland zu blockieren und zum anderen den Südosten zu zerschlagen.
Für den Fall, daß der Südosten von Rußland genügend intensiv unterstützt wird – die diplomatische Anerkennung erhält, den Streitkräften der Rücken gestärkt wird, nicht unbedingt durch den Einmarsch von Truppen, aber durch Lieferungen von Waffentechnik und Ausrüstungen und die Orientierung der Freiwilligen nach dem Prinzip ‚der Brüderlichkeit‘ dorthin und dgl. mehr, ja dann wird der Südosten standhalten. Er wird anerkannt werden, er wird von sich aus jenen Kern darstellen, an dem sich in der Folge die ganze übrige Ukraine orientieren wird. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli wird klar sein, daß es unmöglich ist in der Ukraine zu leben. Die soziale Explosion , die unter diesen Bedingungen in der Ukraine unvermeidlich ist, wird nicht nur zwei Republiken, zu Neurußland, sondern auch alles übrige bis hin zu Kiew verbinden. Umso mehr, als Timoschenko, die ihre Präsidentenambitionen schon erklärt hat, zur Explosion beitragen wird. Auch wenn sie jetzt nicht aktiv gegen Poroschenko aufgetreten ist, so insgesamt deshalb nicht, weil sie wenig auf die Wahlen setzte – sie kann leicht diese nichtlegitimen Wahlen nicht anerkennen, aber sie versteht, daß die Hinterlassenschaft der Assoziation mit der Europäischen Union ihr nicht völlig aus der Hand zu nehmen ist. Lassen Sie sich damit Poroschenko befassen. Sie wollten doch, daß Janukowitsch das selbst gemacht hätte, aber bei Janukowitsch reichte der Verstand aus, sich davon zu distanzieren, und bei Poroschenko fehlte dieser. Der Dieb ist und bleibt ein Dieb.

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Wenn Putin und sein Team dem Südosten der Ukraine die Überlebensfähigkeit nicht gewährleisten, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass es zum Ende des Jahrs im Land zu ernsten sozialen Erschütterungen kommen wird, die zur sozialen Explosion und zu den Handlungen der Ukraine gegen Russland schließlich führen werden. Ein Waffengang gegen Russland wie einst gegen Jugoslawien durchzuführen geht nicht, da es über Nuklearpotential verfügt, aber die Situation im Lande kann man sehr leicht destabilisieren. Die Voraussetzungen, um eine soziale Explosion zu organisieren, sind mehr als ausreichend. Unter der Losung „Nieder mit den Oligarchen!“ wird das Volk auf die Plätze mit großer Begeisterung kommen.
Frage: Womit hängt die abwartende Haltung Putins zusammen, von der manche Beobachter in der jetzigen Situation sprechen?
Konstantin Siwkow: Ich vermute, dass auf Wladimir Wladimirowitsch drei Faktoren wirken. Der erste Faktor ist eine Angst vor der heftigen Verstärkung der Sanktionen seitens des Westens, die zu Komplikationen der russischen  Wirtschaft führen können. Die zweite Befürchtung besteht darin, dass innerhalb Russlands auf dem Hintergrund dieser Sanktionen soziale Erschütterungen, das ökonomische Chaos organisiert werden könnten, und er ist noch nicht dazu in der Lage, dem etwas entgegenzusetzen. Und der dritte Faktor ist, daß es im Ausland gegenwärtig eine große Quantität an Eigentum unserer Oligarchen, ihrer Verwandten und unserer Führer immer noch gibt. Das sind eben diese drei Faktoren, die Putin von der Annahme radikaler Maßnahmen zurückhalten. Anderer Gründe, die die Hilfeleistung an den Südosten behindern, sehe ich nicht.
Aber, ich kann sagen, daß gemessen an der Intensität des Kampfes und jenen Waffenmodellen, die die Kämpfer der Selbstverteidigung zeigen, sie die Ausrüstungen aus Russland geliefert bekommen. Außerdem liefern Freiwillige die am bewaffneten Kampf teilnehmen, diese dorthin, wobei das sehr wirksam ist, weil es die Behörden entlastet, die Aktivität Russlands nicht erkennbar werden zu lassen. In einer solchen Situation muß man den Südosten nicht loslassen, sondern bis zu dem Moment festhalten, zu dem der gesamtukrainische Aufstand beginnen wird, Der Südosten wird sich dann auch an die Spitze stellen. Würde man, um Gottes willen, den Südosten jetzt als abgespaltenes Neurußland anerkennen , das dann eng mit Rußland – wie jetzt die Krim – verbunden ist, so könnte dieser Teil der Ukraine nicht zum Anführer des allukrainischen Aufstandes werden .

Frage: Aber Poroschenko versprach doch schon, den Südosten vom Angesicht der Erde auszulöschen, und die Anzahl der Opfer wird zunehmen….
Konstantin Siwkow: Poroschenko hat schon viel versprochen, ja auch Awakow versprach, aber ich denke, dass wenn Poroschenko wirklich zur Anwendung der schweren Artillerie und der reaktiven Systeme des Salvenfeuers mit den kolossalen Opfern unter der lokalen Bevölkerung übergeht, dann kann Rußland den Einmarsch der Truppen nach dem Südosten schon tatsächlich in Gang setzen.
Frage: Der sogenannte Präsident drohte auch, sich mit der Krim zu befassen. Könnte es sein, daß Neurußland für ihn nur Weg zur Krim ist?
Konstantin Siwkow: Die Krim anzugreifen, ohne das Hinterland Neurußland zu haben – ist unmöglich. Außerdem, womit wird also Poroschenko in die Krim einbrechen? Wenn er versuchen wird, das zu machen, werden alle Streitkräfte Russlands das Spielfeld betreten. Was von Poroschenko und seinen Söldnern in einem solchem Fall übrigbleibt? Nichts, sogar die Spuren davon werden nicht zu sehen sein. Im Jahre 2008 haben wir sehr gut gezeigt, daß die russische Armee sogar unter den Bedingungen des totalen Verrates seitens der Führung der Streitkräfte – Serdjukow, Мakarow und aller übrigen, dazu in der Lage ist.
Frage: Was denken Sie, wie viel kann der Südosten noch aushalten?
Konstantin Siwkow: In solcher Anspannung wie heute, kann Poroschenko den Südosten nicht besiegen. Die Mobilisierten werden nicht kämpfen, sie werden sich lossagen, und bei Poroschenko werden nur die Söldner des

Kolomojkogo und der Amerikaner, ja des ‚rechten Sektors‘ sein. Wenn die Verluste ebenso werden wie heute, so gibt es noch ein paar ähnliche Kämpfe, und das war es. Deshalb ist die Frage darauf zu konzentrieren, ob sich bei ihnen die einfache Bevölkerung Ukraine, der gewöhnliche Soldat und die Armeeoffiziere gegen die Landwehrmänner aufhetzen lassen. Vorerst unterstützen die Landwehrmänner die friedlichen Beziehungen mit den Armeeangehörigen, ernähren sie, weil am Anfang des Monats niemand jene füttert, und es gibt auch keine Feindschaft. Die aktiven Handlungen sind mit der Tätigkeit der Scharfschützen und den Aktivitäten der Luftwaffe verbunden, gegen die es keine Gegenkraft gibt. Geben Sie den Landwehrmännern das mächtige Luftverteidigungssystem (PWO) und das Problem wird entschieden sein.
Frage: Aber wie lange wird Europa noch die Augen vor dem verschließen, was im Donbass geschieht?
Konstantin Siwkow: Da das Europarlament sich erst formiert und die ersten Sitzungen stattfinden werden, wird auch der Widerstand gegen die amerikanischen Anstrengungen in ukrainischer Richtung voran gehen, weil jene Leute, die jetzt dort angekommen sind, auf die Vertreibung der Amerikaner vom europäischen Kontinent orientiert sind. Sie treten nicht so sehr gegen die Eurointegration, sondern konkret gegen die USA auf. Deshalb, werden sich die ersten Sitzungen kaum damit beschäftigen, sondern sie werden beginnen, ihre Möglichkeiten zu unserer Unterstützung und der Unterstützung einer friedlichen Lösung dieser Krise auszuloten.
Frage: Und wird es helfen, Putin „die Hände zu lösen“?

Konstantin Siwkow: Ich hoffe, daß Putin durchsichtige Spiel geschickt lenkt. Er versteht, daß die Aufgabe des Südostens der Ukraine den Prolog seines eigenen Sturzes bedeuten würde, wobei der Sturz schrecklicher sein würde, als die Situation von Janukowitsch. Deshalb muß er vieles opfern, um diese Aufgabe zu entscheiden. Wenn die Europäer aller Farben und Schattierungen, die auf die Wiederherstellung der traditionellen Werte in Europa ausgerichtet sind, beginnen werden, in allen Wahlen zu siegen, wofür es alle Voraussetzungen gibt, so wird er sich zweifellos auf Europa umorientieren, und wird mit ihm und China die Achse des euroasiatischen Bündnisses ‚Berlin – Moskau-Peking‘ schaffen, die ich bereits im Jahre 1998 als die Schlüsselachse bezeichnete, die Rußlands Sicherheit und die Stabilität in der Welt gewährleisten wird. Aber das ist natürlich eine spezielle Perspektive, die sich über die Jahrzehnte erstreckt. Wir können aber hoffen, daß die USA auf furchtbare Schocks bis zum Zerfall des Landes warten werden, und das verstehen sie selbst ganz ausgezeichnet.

Quelle: http://3rm.info/index.php?newsid=47230
Übersetzt von Irina Snatschok

Danke an Irina

Gruß TA KI

2 Kommentare zu “„Es besteht die Hoffnung, daß Putin das durchsichtige Spiel geschickt lenkt, da die Aufgabe des Südostens sonst zum Prolog seines eigenen Sturzes werden würde.“

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