Weißer und schwarzer Pfad- universelle Lehre Franz Bardon II.


Schulen, Lehrer und Gurus

Die Spiritualität wird wegen ihrer Komplexität und den Problemen ihrer praktischen Umsetzung sehr schnell zu einem Irrweg. Viele Menschen suchen deshalb nach einem spirituellen Führer, der sie führt und diese Probleme löst bzw. es ihnen einfach macht. Gegen die Führung durch einen kompetenten Meister wäre ja eigentlich auch Nichts zu sagen – schliesslich wollen alle Jünger ja einmal ein Meister werden.
Menschen, die jegliche Meister nur wegen ihrer Meisterschaft ablehnen, stellen ihr ICH und ihre Persönlichkeit zu sehr in den Vordergrund und sind zumindest unbewusst auf dem schwarzen Pfad, dank Körpergebundenheit, Ichbezogenheit und mangels Introspektion. Aber in der Praxis ist diese Führung leider eine Illusion, denn auch die Meister dürfen nicht einfach die Macht benutzen oder nach Belieben das individuelle Karma verändern, das in einem höheren und größeren Gesamtzusammenhang zu sehen ist (Adi-Dharma)!

Guru oder Lehrer – wozu ?

„Es sitzen zwei Tauben auf dem Dach. Unten geht Jesus vorbei. Da sagt die eine Taube: Guckediguru.“

Gurus sind für viele Sucher und Anhänger eine Autorität und eine Symbolfigur der angestrebten Vollkommenheit. Von den grossen “ Sad-Gurus“ wird vielfach angenommen, sie hätten die höchste Selbstverwirklichung(atma-jnana), aber oft wurden sie einfach nur als Nachfolger des verstorbenen Meisters per Testament oder Abstimmung ernannt oder sie titulieren sich einfach damit. Vielfach haben sie für ihre Schüler die Position eines Vaters(Babaji) oder einer Mutter(Mataji), was einfache Gemüter aus der Anhängerschar beruhigt und bindet. Allerdings gibt es auch unter den Gurus einige echte Meister und Erleuchtete.

Neben den Gurus gibt es auch die spirituellen LEHRER. Diese lehren ein spezifisches Lehrsystem und geben manchmal Auskunft und Rat in spirituellen Fragen, ohne dass eine vollständige persönliche Bindung besteht. Hierzu zählen auch manche Eingeweihte, die eine spirituelle Schule gegründet haben, wobei besondere Vorsicht geboten ist, da der Wissensstand oft begrenzt oder fehlerhaft ist bzw. das Geld eine Rolle spielt.
Hier erfolgt wenig oder keine persönliche Bindung oder zumindest keine ICHAUFGABE und seelische Verschmelzung mit dem Meister.

Die meisten GURUS haben eine spirituelle Organisation gegründet oder fortgeführt, und sie bekennen sich oft zu einer Tradition, wie zur Weissen Bruderschaft oder zu einer buddhistischen Richtung. Sie verbreiten spezifische Übungen und eine bestimmte spirituelle Lehre, die aber oft nur rudimentär ist bzw. die universelle Lehre aus einem verstellen Blickwinkel offenbart. Das Problem sind dabei auch bestimmte Sekten, in denen das spirituelle Wissen in Wahrheit nicht richtig existiert.
Viele Gurus sprechen aber leider doppelzüngig, da sie die ganze Wahrheit über Gott und den Dharma und insbesondere auch über ihre oft unzulänglichen Techniken und Lehren verschleiern müssen. Auch sind die meisten heutigen Schulen ein Beispiel von gegenseitigem Seperatismus, was auch einer der Gründe für den Verfall der Spiritualität ist.

Sie sollten auch nicht glauben, dass Gurus Ihnen solche Übungen geben, dass Sie schnell erleuchtet werden, oder dass sie Sie schützen, wie viele Schüler glauben: Das geschieht nur wenn der Schüler unersetzlich ist bzw. wenn die göttliche Vorsehung zustimmt, und genau das ist das Problem.
Hilfe aus dem Licht darf der Meister oft geben, ob er handelt ist eine andere Frage, denn viele Meister sind halt „Meister der Weisheit“. Der Schutz der Schüler war einmal Tradition bis Anfang des letzen Jahrhunderts, denn dazu müssen die Meister die MACHT benutzen, die die Vorsehung kontrolliert, deren Güte und Gnädigkeit fraglich ist und der geschaffenen Realität widerspricht.
Hier sind der S.S.Kumara und der Eine mit ihren „kosmischen Einweihungen“ im Sat die grössten Hindernisse, die die Anwendung der Macht verbieten aber ungerechterweise nicht die schwarzen Meister am Mißbrauch ihres Teils der Macht hindern.
Sri Aurobindo drückte es einmal so aus: „In meiner Anfangszeit wirkte ich noch für das Menschliche. Jetzt wirke ich nur noch für das Göttliche“…und..“Ich kann nicht euer Guru sein.“

Ausserdem ändert ein Guru in der Praxis nicht das Karma, sondern er ekelt die Schüler meist weg, wenn Sie Probleme mit negativen Kräften oder Umständen bekommen.
Das höchste Göttliche erlaubt nicht die Änderung seines aus unserer Sicht unvollkommenen Weltenplanes sondern will, dass die Dinge so sind wie sie sind. Unsere Realität ist halt unser persönliches Karma oder Teil des Weltkarmas und letztendlich Teil eines göttlichen Dharmas.
Erst müssen Sie als Schüler der Hierarchien lernen, zu dienen und Ihr ICH aufzugeben, „Gott“ zu lieben und Demut erlangen : Sie sollen ja einmal ein ergebenes Werkzeug „Gottes“ werden. Dabei verstehen die meisten Schulen unter „Gott“ etwas verschiedenes, weil sie zB. an verschiedene Aspekte oder Strahlen der Gottheit(Krishna, Shiva, Vishnu) gebunden sind oder an einen bestimmten Logos im reinen SAT, angefangen beim planetaren Logos.

Das Göttliche verschwendet nicht seine Kraft an Sie und ist überhaupt nicht an Ihrer individuellen Erleuchtung interessiert, sondern daran, dass Sie ihm dienen und von Nutzen sind. Daher wird auch die Lehre von den Hierarchien so geheim gehalten, im Gegensatz zum Hinduismus und insbesondere zum Buddhismus, der eine breite Aufwärtsentwicklung der reifen Seelen anstrebt, aber nicht in die Hierarchien eingegliedert ist, und dessen Erwähnung bei den Hierarchien meist zu unfreundlichen Verhaltensweisen führt.

Beispielsweise wünschen der EINE und der Kumara, dass die Meister die reifen Seelen kontrollieren und die Schüler nicht ihren eigenen Pfad gehen (wie im Buddhismus oder Taoismus bzw. im Samtan-Pfad). Die Meister sollen das kontrollieren. Es soll verhindert werden, dass neue Hierarchien neben den bestehenden entstehen und die Macht dezentralisiert wird. Ausserdem ist die allgemeine Erleuchtung für spätere Erdzeitalter für den Kleinen Rest der überlebenden Seelen vorgesehen, vorher nur während des Wirkens einzelner Avatare oder im Untergrund. Nur ganz wenige Meister erreichen so die Stufe 21 der Universellen Lehre, und daher gibt es fast keine Satgurus.

Für den Sucher ist dieses Wissen eher verwirrend und evtl. entmutigend, und daher hat der Samtan-Pfad auch eine solche Verbreitung gefunden.

Beispiele solcher modernen Gurus, Lehrer und Schulen sind :

Die verschiedenen Kriya-Yogaschulen
Die Kundalini-Yoga-Schulen (zB. Yogi Bhajan)
Radhasoami (Fünffacher Name ; Naam )
Die inoffiziellen Sikh-Meister und ihre Gruppen
Die Kundalini-Yoga-Schulen (zB. Yogi Bhajan)
Die Eckankar-Organisation
Die Yogaschule von Shivananda (Ompage ; Hatha-, Mantra- und Raja-Yoga)
Die verschiedenen Sufi-Meister(Dikhr, Gottesnamen)
Mata Amritanandamayi aus Kerala („OM-MA“-Atem-Mediatation ; Om-Namaha-Shivaya etc.)
Bhagwan „ Kalki“ und Amma(Livinginjoy).
Sri Chinmoy aus Bengalen, der 1964 aus dem Aurobindo-Ashram nach New York zog. Gurubild-Meditationen, Vegetarismus, Dauerlauf, Abstinenz u.a. gehören zu seiner Lehre.
Ji Kwang Dae Poep Sa Nim (buddhistische Mandala-Meditation)

sowie eine Reihe weiterer kleinerer Gurus(Rishikesh produziert solche Gurus am Fliessband) und freier Lehrer.
Geistesschulen wie die Arkanschule, Yogaschulen wie Yoga-Vidya(Sivananda), die verschiedenen buddhistischen Schulen, die Theosophie und die Rosenkreuzerschulen runden das Spektrum ab..

Der Guru-Schüler sollte neben der Verehrung des Meisters nicht vergessen, dass er sich selbst wandeln muss :

„Die dritte Forderung ist Gehorsam dem Meister gegenüber. Das bedeutet jedoch nicht unterwürfige Aufmerksamkeit gegenüber den Befehlen eines hinter den Kulissen wirkenden Lehrers oder Meisters, wie dies von vielen esoterischen Schulen verlangt wird. Es ist viel einfacher als das. Der wirkliche Meister, der unsere Aufmerksamkeit und den daraus erwachsenden Gehorsam beansprucht, ist der Meister im Herzen, die göttliche Seele, der innewohnende Christus.
Dieser Meister lässt seine Gegenwart zuerst durch die „stille kleine Stimme“ des Gewissens fühlbar werden, eifert uns zu höherem, selbstloserem Leben an, und warnt sofort mit eindringlicher Stimme, wenn wir vom geraden Weg der Rechtlichkeit abweichen. Später wird sie als die „Stimme des Schweigens“ erkannt , als jene Äusserung, die vom „fleischgewordenen Wort“( Logos , Sabda ) kommt, das wir dann selber sind.
(Auszug aus A.A.Bailey : Vom Intellekt zur Intuition ,. S.88)

Allerdings sind nur wenige Sucher begabt genug, allein ihren Weg zu finden. Der Durchschnittsschüler bedarf der kompetenten Führung.

Quelle: http://www.universelle-lehre.de/

Gruß an die wahren Meister

TA KI

 

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