The Corporation


thecorporationDiese Doku zeigt mit dem Finger nicht auf ein einzelnes Unternehmen sondern generell auf das Problem von Konzernen. Sie gelten zwar als juristische Personen, können aber nicht verhaftet werden. Und das, obwohl Konzerne sich wie klinische Psychopathen verhalten, Menschen ausbeuten, Länder besetzen und sogar Kinder versklaven. Das ganze gibt’s mit deutschen Untertiteln.

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Heute+The+Corporation+de+/504731/detail.html

Gruß an die Ausbeuter

TA KI

Werbeanzeigen

Komplette Führung der Piratenpartei hört auf


Piraten vor dem AUS

Nach internen DauerstreitsKomplette Führung der Piratenpartei hört auf

Die Partei steckt im Dauertief und nun müssen die Piraten auch noch ihre Führung neu wählen. Von den Amtierenden will niemand mehr weitermachen. Ob die Partei aus ihrem Gezänk hinausfindet, ist offen.

Angesichts enttäuschender Wahlergebnisse und internen Dauerstreits zieht sich die Führung der Piratenpartei komplett zurück. Vom derzeit amtierenden kommissarischen Vorstand werde auf dem geplanten Wahlparteitag in einer Woche niemand mehr antreten, teilte Vorstandsmitglied Veronique Schmitz in Berlin mit. Der Konvent am 28. und 29. Juni in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) ist nötig, weil vor mehr als drei Monaten drei Vorstandsmitgliedern zurückgetreten waren.

Für die Nachfolge von Parteichef Thorsten Wirth gibt es sieben Kandidaten, unter anderem die Vorsitzenden in Bayern und Sachsen, Stefan Körner und Florian Unterburger. Schmitz sagte, sie hoffe, dass ein gemeinsames Gesprächsniveau ohne persönliche Angriffe gefunden werden könne. „Dann ist auch wieder Platz für inhaltliche Arbeit.“ Der Parteitag solle hierfür den Startschuss geben. Für die erwartete Debatte über die Lage der Partei auf dem Konvent solle es Regeln geben, kündigte Schmitz an, ohne konkreter zu werden.

Frühere Parteitreffen hatten einen teils chaotischen Ablauf. Mit Stephanie Schmiedke, Stefan Bartels und Björn Semrau waren im März drei von sieben Vorstandsmitgliedern zurückgetreten. Diese drei kandidierten wieder für Vorstandsämter, sagte Schmitz.

Rund zwei Jahre nach ihrem Hoch mit zweistelligen Umfragewerten hatten die Piratenpartei bei der Europawahl noch 1,4 Prozent bekommen und schickte Spitzenkandidatin Julia Reda ins Europaparlament. Äußerungen von Beobachtern, die einen weiteren Bedeutungsverlust der Piratenpartei erwarteten, setzte Wirth entgegen: „Inzwischen machen 420 Menschen als Politiker der Piratenpartei Kommunalparlamente, Landtage und zuletzt sogar das Europaparlament klar zum Ändern.“

Schmitz sagte, die anderen Parteien kümmerten sich nur oberflächlich um Netzpolitik. „Es ist noch jede Menge inhaltliche Arbeit für uns da.“ Mit Blick auf die Streitereien in der Partei erklärte Schmitz ihren Rückzug vom Vorstand zugleich damit, dass sie ihre Zeit künftig lieber in positive Dinge investieren wolle.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Komplette-Fuehrung-der-Piratenpartei-hoert-auf-article13064206.html

Gruß an den Neuanfang

TA KI

SPD zieht Spitzenkandidat Schulz zurück


Martin SchulzDie SPD erhebt keinen Anspruch mehr auf einen Kommissarsposten: Sigmar Gabriel fängt Parteifreund Martin Schulz ein und erklärt den Verzicht auf einen Topjob in der Kommission. Stattdessen soll Schulz wieder EU-Parlamentspräsident werden.

Die SPD lenkt im Streit um die Zukunft von Martin Schulz ein und lässt den Anspruch auf den deutschen Kommissarsposten fallen. „Die SPD wird einen Kommissar der Union akzeptieren – sofern Martin Schulz zum Präsidenten des Europaparlaments gewählt wird“, sagte Parteichef Sigmar Gabriel „Spiegel Online“. „Wir brauchen angesichts der Herausforderungen in Europa eine starke Achse Juncker/Schulz.“

Die Wende der SPD im Brüsseler Personalpoker kommt überraschend. Erst am Mittwoch hatte Ex-Spitzenkandidat Schulz den Anspruch auf eine herausgehobene Rolle in der künftigen Kommission erhoben. Der forsche Auftritt von Schulz war parteiintern mit Verwunderung zur Kenntnis genommen worden.

Merkel eingeweiht

Gabriel will die neue Linie am Samstag bei einem informellen Treffen mehrerer sozialdemokratischer Regierungschefs in Paris vorschlagen. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist eingeweiht.

Gabriel machte jedoch klar, einen deutschen Kommissar aus den Reihen der Union nur dann zu akzeptieren, wenn Schulz Parlamentspräsident wird, noch bevor Jean-Claude Juncker sich zum Kommissionschef wählen lässt. „Die Wahl Junckers zum Kommissionspräsidenten und die Wahl von Schulz sollten verknüpft werden“, sagte Gabriel zu „Spiegel Online“. „Angela Merkel ist jetzt gefordert, ihre Parteienfamilie davon zu überzeugen.“

Mit dem Junktim will die SPD verhindern, dass Schulz im Personalkarussell am Ende womöglich leer ausgeht. Trotz der relativ knappen Mehrheit von Christdemokraten und Sozialisten gilt seine Wahl zum Parlamentspräsidenten als wahrscheinlich.

Zwar wurde bislang kein Parlamentspräsident ein zweites Mal gewählt. Aber auch die Konservativen im Europaparlament tragen eine weitere Amtszeit für Schulz wohl mit. Der neue EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber bereitete seine Abgeordneten bei der Fraktionsklausur am Mittwoch darauf vor.

Keine Grundlage

Intern hatte Gabriel die Sozialdemokraten schon seit längerem darauf eingestellt, dass es aufgrund des Vorsprungs der Union bei der Europawahl keine Grundlage dafür gibt, den deutschen Kommissarsposten für die SPD zu reklamieren. Man könne nicht in Europa für die Einhaltung des Mehrheitsprinzips werben, es in Deutschland aber ignorieren, hatte er im Kreis der engeren Parteiführung argumentiert. Öffentlich hatten sich führende Sozialdemokraten dennoch bis zuletzt dafür ausgesprochen, Schulz zum Kommissar zu machen.

Auf dem Treffen in Paris, das auf eine Initiative von Gabriel und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann zurückgeht, soll die Gesamtstrategie der europäischen Sozialdemokraten für die entscheidenden Gespräche in Brüssel und Berlin vorbereitet werden. Neben Gabriel, Faymann und dem französischen Präsidenten François Hollande werden an dem Gipfel der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi, der belgische Premierminister Elio Di Rupo sowie Schulz teilnehmen.

Es wird erwartet, dass die Runde sich erneut für die Wahl Junckers zum Kommissionspräsidenten ausspricht. Zudem dürften mögliche Angebote für Großbritannien im Personalkarussell ausgelotet werden. Die Regierung in London sperrt sich bisher vehement gegen eine Wahl Junckers.

Das Treffen dient auch dazu, eine einheitliche Linie in der Frage der künftigen Ausrichtung der europäischen Politik herzustellen. Krisenstaaten wie Frankreich und Italien drängen darauf, die Kriterien des Stabilitätspakts aufzuweichen und mehr Spielraum bei Reformen und Defizitabbau zu bekommen. Zuletzt hatte sich auch Gabriel für mehr Flexibilität ausgesprochen und damit für Debatten in der Koalition gesorgt. Inzwischen hat Gabriel seine Vorstellungen konkretisiert und betont, dass sich die künftige Politik im Rahmen des Fiskalvertrags bewegen müsse. Offen ist, ob dies auch Hollande und Renzi so sehen.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_69906992/spd-zieht-martin-schulz-zurueck-wieder-eu-parlamentspraesident-.html

Gruß an die Chaotischen

TA KI

Bundesbank: Immobilien-Boom erfasst viele deutsche Städte


Nach den Großstädten erreicht der Immobilien-Boom nun auch die mittelgroßen deutschen Städte. Die Folge: Die Preise ziehen nun auch hier deutlich an. Die Bundesbank beobachtet schon jetzt eine Überbewertung der Immobilien von zehn bis 20 Prozent.

Immoblase

In den Ballungsräumen Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf und Köln betrage die Überbewertung mittlerweile bis zu 25 Prozent, so Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Freitag. Inzwischen seien aber auch in mittelgroßen Städten deutliche Preisanstiege zu beobachten. In der Kreditvergabe gibt es jedoch deutliche regionale Unterschiede.

Betroffen seien vor allem Aachen, Augsburg, Bonn, Hannover, Heidelberg, Mannheim und das westfälische Münster. „Hier sehen wir Überbewertungen zwischen zehn und 20 Prozent. Das Phänomen breitet sich also aus“, so Dombret in einem Reuters-Interview. „Die höchsten Preissteigerungen gibt es nach wie vor in den Großstädten. Der Preisanstieg beschleunigt sich dort aber nicht mehr.“

Von einer Preisblase will die Bundesbank aber weiter nicht sprechen, weil die Kreditvergabe insgesamt „nur moderat” anziehe und die Banken ihre Anforderungen für die Kreditvergabe nicht lockerten. „Wir sehen hier allerdings große regionale Unterschiede: in Städten wir Aachen, Düsseldorf, Heidelberg, Köln, Mannheim und Münster ist das Kreditwachstum sehr dynamisch.“

Die Preise für Haus- und Wohneigentum und für Mieten steigen in vielen deutschen Städten seit Jahren. Fachleute warnen deshalb vor einer Überhitzung (mehr hier). Bei einer solchen Blase verstärkt sich der Boom selbst, weil die Investoren immer mehr Geld in den Markt stecken. Häuser werden dann mit immer weniger Eigenkapital und mehr Kredit gekauft, weil alle auf Wertzuwächse spekulieren, die die Schuldenlast reduzieren. Wenn die Blase platzt, haben nicht nur die überschuldeten Hauskäufer ein riesiges Problem, sondern auch viele Banken. Die jüngste Krise begann 2007 mit einem Crash auf dem US-Immobilienmarkt.

Zuletzt warnte der Chefvolkswirt der Sparkassen-Finanzgruppe, Michael Wolgast, vor einer Preisblase bei den deutschen Immobilien. Im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten erklärt er: „Die Gefahr, dass mit dem Niedrigzinsumfeld neue Preisblasen entstehen, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Insofern gilt es hier, wachsam zu bleiben.“ (mehr hier).

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/20/bundesbank-immobilien-boom-erfasst-viele-deutsche-staedte/

Gruß an die Vorherseher

TA KI

Der Sturz des Phaéthon


Studie
zu einer frühgeschichtlichen Katastrophe

von Günter Bischoff

Erst seit wenigen Jahren ist sich die Menschheit einer besonderen Gefahr aus dem Weltall bewusst geworden. Nach Meinung vieler Wissenschaftler können Asteroiden und Kometen von Zeit zu Zeit die Erde treffen und das irdische Leben auf das Äußerste gefährden. Das bekannteste Ereignis fand vor 65 Millionen Jahren statt, als ein etwa 10 km großer Steinmeteorit in Mittelamerika einschlug. Infolge der weltweiten Klimaverschlechterung starben neben den Sauriern auch die meisten anderen Tierarten aus. Zum Glück fallen derart große Trümmerstücke des Sonnensystems nur im Abstand von mehreren Millionen Jahren. Häufiger dagegen haben kleinere Himmelskörper beim Einschlag auf der Erdoberfläche lokale Katastrophen ausgelöst, die in der Erinnerung der Menschen haften geblieben sind, obwohl jene schon Jahrtausende zurückliegen.

Ein ungewöhnlicher, von der Wissenschaft bislang nur wenig beachteter Meteoritenfall ereignete sich aller Wahrscheinlichkeit nach vor reichlich 3200 Jahren. Wenn die vorliegenden Deutungen richtig sind, dann war es das folgenschwerste Impaktereignis der jüngeren Menschheitsgeschichte, nämlich der Einschlag eines 100 m bis 200 m großen Asteroiden vor der Küste Helgolands. Möglicherweise wären die Astronomen und Geologen bis heute nicht auf das Naturereignis aufmerksam geworden, wenn nicht eine alte Legende zu Nachforschungen angeregt hätte.

Die Legende von Phaéthon

Mehrere antike Dichter und Historiker erwähnen diese griechische Sage und berichten über Einzelheiten, darunter neben Hesiod, Solon und Aischylos auch Euripides, Aristoteles und Plutarch. Die umfangreichste Quelle darüber findet man aber in den „Metamorphosen“ [1] des römischen Dichters Ovid (41 v.Chr. bis 17 n.Chr.), der sein Wissen aus älteren, zum Teil verloren gegangenen Schriften schöpfte. In aller Kürze dargestellt, berichten Ovids Verse über folgendes [2].

Phaéthon, der auch den Beinamen „der Strahlende“ und „der Lodernde“ trägt, bittet seinen Vater Helios, einen Tag lang die Sonnenrosse führen zu dürfen. Trotz der ernsten Bedenken und Warnungen des Vaters bleibt Phaéthon bei seinem Verlangen. Ihm aber muss Helios eine Bitte erfüllen, weil er das als Beweis seiner Vaterschaft beim Styx geschworen hatte. Als die Sonnenrosse fühlen, dass ein Unerfahrener die Zügel hält, brechen sie aus der Bahn und stürmen der Erde zu. Furchtbare Brände zerstören Wälder und Städte, wegen der entsetzlichen Hitze trocknen Flüsse und Quellen aus. Ehemals fruchtbare Gebiete werden zur Wüste, schreckliche Erdbeben erschüttern die Welt, überall birst der Grund, Berge entbrennen in feuriger Glut, Asche und qualmender Rauch verhüllen die Erde in schwarzes Dunkel. Dreimal weicht das Meer zurück, um mit vernichtetenden Fluten wiederzukehren.
Schließlich erbarmt sich Zeus der bedrohten Erde und schleudert Phaéthon mit einem Blitzstrahl vom Wagen. Phaéthon stürzt in die Mündung des Eridanos, an dessen Ufern ihn seine Schwestern, die Heliaden, mit blutigen Tränen beweinen, die zu Bernstein werden. Aus Trauer um den Tod ihres Bruders werden die Heliaden in Pappeln verwandelt.

Die bildende Kunst hat Phaéthons Sturz gern für Sarkophagreliefs und Gemmenbilder verwendet, weil der Mythos die Vergänglichkeit des Lebens in poetischen Bildern darstellt. Auch Maler wie Tintoretto oder G.Moreau nahmen sich des Themas an.

Wissenschaftler auf der Suche

Wie bei jeder Legende erhebt sich nun die Frage, ob sich vielleicht ein von Menschen erlebtes reales Geschehen dahinter verbirgt. Ovid selbst war bei Phaéthon von einer Naturerscheinung ausgegangen, die „allenfalls vergleichbar“ wäre mit einem Meteor oder einer Sternschnuppe. Der Körper müsse auf jedem Falle den Erdboden an einem bestimmbaren Ort berührt haben.

Als Erster in der Neuzeit stieß J.W.v.Goethe auf dieses Problem, der bekanntlich auch viel beachtete naturwissenschaftliche Studien trieb. Er vermutete ebenfalls ein tatsächliches Ereignis, nämlich das Herabstürzen eines meteoritischen Körpers auf der Erdoberfläche [3]. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die geologischen Erkenntnisse bereits deutlich fortgeschritten, und so konnte F.X.Kugler erste Beweise für den Absturz eines Himmelskörpers finden [4]. Er widersprach damit Deutungen des bekannten Philologen Willamowitz-Möllendorf, der Phaéthon lediglich für den Morgenstern Venus hielt. Phaéthons Sturz wurde von Kugler erstmals mit der Deukalionischen Flut in Zusammenhang gebracht, die Griechenlands Küsten im 13. Jhd. v.Chr. überschwemmte.
Im Jahre 1965 fasste der nordfriesische Pastor und Archäologe J.Spanuth alle mit dem Phaéthon in Verbindung stehenden Erscheinungen zusammen und stellte sie den archäologischen Befunden und schriftlichen Überlieferungen vieler Hochkulturen aus der Bronzezeit gegenüber [5]. Er sammelte auch als Erster umfangreiche Beweise, dass Phaéthon den Untergang von Atlantis ausgelöst haben könnte. Lange Zeit rätselte er aber selbst über die Art der Himmelserscheinung: war es nun ein herabstürzender Riesenmeteorit oder der Unheil bringende Schweif eines Kometen, in den die Erde geraten war ?

Im Jahre 1979 meldete sich ein anerkannter Geologe zu Wort. Prof. W.v.Engelhardt aus Tübingen sprach sich nachhaltig für den Einschlag eines Großmeteoriten aus. Nach Ovid soll er in die Mündung des Bernsteinflusses Eridanos gestürzt sein, und so beschrieb v.Engelhardt das Schreckensszenario beim Einsturz eines derartigen Körpers in das Meer mit allen Folgeerscheinungen: riesige Dampfwolken bis in große Höhen, katastrophale Wolkenbrüche und Flutwellen, die weitaus höher sind als die von einem Erdbeben ausgelösten Tsunamis [3]. Nach v.Engelhardt und einigen antiken Autoren müsse es sich bei dem legendären Fluss Eridanos um den ins Mittelmeer führenden Po handeln. Doch in der nördlichen Adria gibt es keine Einsenkung, die auf einen Meteoriteneinschlag schließen lässt.

Der Bernsteinfluss Eridanos

Für die Enträtselung der Phaéthon-Legende ist die Lokalisierung dieses aus der griechischen Mythologie bekannten Flusses von großer Wichtigkeit. Bei der Identifizierung des Eridanos‘ sind in der Wissenschaft erstaunlicherweise nur fünf Möglichkeiten ernsthaft erörtert worden. Das sind einmal die zwei Mittelmeerzuflüsse Rhône und Po, zum anderen die Nordseeflüsse Rhein, Elbe und Eider. Die Rhône oder den Po anzunehmen, war nicht völlig abwegig, denn hier endeten wichtige Bernsteinstraßen der Bronzezeit, und schließlich fand die Deukalionische Flut an einer Mittelmeerküste statt. Dennoch widerspricht dies dem wichtigen Hinweis antiker Autoren, dass der Eridanos in das „Kronos-Meer“ (d.h. die Nordsee) oder in den „hyperboreischen Ozean“ floss. Bei ihren Diskussionen hatten es sich die Forscher jedoch unnötig schwer gemacht. Die drei Flüsse Rhodanus, Padus und Rhenus werden nämlich in den „Metamorphosen“ [M. II, 258] unter eigenem Namen aufgeführt, und diese entsprechen zweifelsfrei der heutigen Rhône, dem Po und dem Rhein. Als Eridanos kommen also von vornherein nur die Elbe oder die Eider in Betracht.

Spanuths eingehende Untersuchungen sprechen mit einiger Sicherheit für die nur knapp 200 km lange Eider [5, S.168 ff]. An ihren Ufern wird heute noch – im Gegensatz zur Elbe – Bernstein angespült. Und sie strömt, übereinstimmend mit dem Namen, westwärts in die Nordsee. „Eridanos“ bedeutet nämlich „Strom vom Morgen“ oder „Strom von Osten“. Zu einem berechenbaren Fluss ist die Eider erst durch die Deichbauten der letzten 500 Jahre geworden.Vorher füllte sie das ganze bis zu 20 km breite Eidertal aus und war wirklich ein mächtiger Strom. Während der Flut konnte damals das Meerwasser bis Hollingstedt aufsteigen und einen breiten Meerbusen bilden. In der Bronzezeit war die Eider der größte und bedeutendste Fluss der gesamten kimbrischen Halbinsel, der sich im Laufe der Jahrhunderte zur wichtigen Verkehrsader für die Menschen der Nordischen Bronzekultur entwickelt hatte. Unmittelbar vor der damaligen Mündung, östlich von Helgoland, lag die Hauptbernsteininsel „Basileia“, die das wirtschaftliche und kultische Zentrum dieser Kultur war. Noch im 13. Jhd. v.Chr. gab es einen kurzen, direkten Seeweg von Alt-Helgoland in die Ostsee. Die Eider war über ihren nördlichen Nebenfluss Treene, weiter über die Rheider Au bis zur Schlei hin fast durchgehend schiffbar. Die kleine Lücke zwischen beiden Flüssen dürfte durch Kanalbauten geschlossen worden sein [8].

Sollte trotz Spanuths überzeugender Argumentation dennoch die größere Elbe der antike Bernsteinfluss gewesen sein, wie bespielsweise der Verkehrsgeograph R.Hennig vermutete, so lag auch deren Mündungsgebiet in der Bronzezeit in unmittelbarer Nähe der Felseninsel.

Der Asteroid Phaéthon fiel also der antiken Sage nach in die bronzezeitliche Eider- oder Elbmündung südlich von Helgoland. Tatsächlich gibt es einige geologische Besonderheiten, die nur durch das Einwirken eines plötzlichen, schockartigen Ereignisses erklärbar sind. Einmal ist es ein etwa 10 m hoher untermeerischer Steilabbruch 300 m vor der Westküste, der einem allmählichen Absinken des Felsmassivs völlig widerspricht. Aus dem Abstand zur heutigen Brandungsküste kann auf einen Zeitpunkt vor rund 3000 Jahren geschlossen werden [5, S. 155]. Auf ein anderes Phänomen machte 1977 der Kieler Geologe H.Steinert aufmerksam. Etwa 35 km nördlich von Helgoland wurden bei seismischen Messungen ganz unerwartet mehrere „Aufschuppungen“ im ansonsten flachen Nordseegrund festgestellt. Alle 0,5 bis 1 km Entfernung voneinander wurde bis zu 10 Mal aus einer Tiefe von 100 m heraus der Meeresboden schräg gestellt, und das deutet auf einen sehr hohen Druck aus südöstlicher Richtung hin.

Morphologie des Helgoländer Seegrundes größeres Bild
Morphologie des Helgoländer Seegrundes

Tektonisch einmalig in der Deutschen Bucht ist weiterhin das sogenannte „Helgoländer Loch„, nur reichlich 3 km vom Südhafen der Insel entfernt gelegen. Eine längliche, schiefe Einsenkung ist mit einer Gesamttiefe von 57 m reichlich 20 m tiefer als der übrige Meeresboden der Umgebung. Sie könnte durch den flachen Einsturz eines größeren Asteroiden an dieser Stelle entstanden sein. Eine geologische Untersuchung unter dem Gesichtspunkt eines Impaktes steht leider noch aus.

Trotz Auffüllung mit Sedimenten in den letzten 3000 Jahren hat das Helgoländer Loch noch eine Ausdehnung von etwa 4 mal 15 km. Aus der ungefähren O-W-Lage der lang gestreckten Einsenkung und ihrer tiefsten Stelle im östlichen Bereich kann auf eine Einsturzrichtung des Objekts aus WNW geschlossen werden.

Dass hier tatsächlich ein kosmischer Körper niederging, belegt auch das sogenannte „Wunderbuch“, das wohl irrtümlich dem griechischen Philosophen Aristoteles zugeschrieben wurde:

„Die elektrischen Eilande (d.h. Bernsteininseln) sind durch den Fluss Eridanos angespült worden. In der Nähe des Stromes ist auch ein See mit warmen Wasser, das einen üblen Dunst ausströmt. Kein Tier trinkt aus ihm, kein Vogel fliegt über diesen See, oder er fällt hinein und stirbt. Dieser See hat einen Umfang von 200 Stadien (37 km). In diesen See, so sagen die Eingeborenen, sei Phaéthon gestürzt“ [5, S. 168].

Apokalypse auf der Nordhalbkugel

Auf eine außergewöhnliche Naturkatastrophe an der Nordseeküste am Ende der Bronzezeit machten schon 1844 der dänische Forscher E. Forchhammer und 1910 der deutsche Geologe D. Wildvang aufmerksam, ohne den Zusammenhang mit einem Asteroidenabsturz zu ahnen. Sie rekonstruierten eine mindestens 20 m hohe Flutwelle, die demnach drei Mal höher als bei den schlimmsten Sturmfluten war. Mehrere Brandungswälle an den Küsten wurden aufgerichtet, und eine Geröllschicht von 100 dänischen Quadratmeilen (über 5000 km²) bedeckte das Landesinnere. Neben der etwa 20 km großen Hauptbernsteininsel Alt-Helgoland wurden auch viele andere Inseln und Marschen vor der heutigen Westküste Schleswig-Holsteins zerstört.

Aber nicht nur die deutsche und dänische Nordseeküste wurden schwer verwüstet und für lange Zeit unbewohnbar gemacht. In mehreren Gebieten Europas kam es zu gleichzeitigen großflächigen Waldbränden, wie z.B. im damals unbewohnten Hochschwarzwald, in Holland, Norddeutschland und Skandinavien. Blitzschläge und durch Menschenhand gelegte Feuer waren bisher nur unzureichende Erklärungen dafür. Phaéthons Hitze während des Absturzes entzündete stattdessen die Moore und Wälder. Ein durchgängiger Brandhorizont in den Mooren der Norddeutschen Tiefebene bestätigt eine umfassende Katastrophe in der ausgehenden Bronzezeit [5, S. 192f]. Es muss dabei ein orkanartiger Sturm getobt haben, denn unzählige der als standhaft geltenden Eichen wurden entwurzelt. Archäologen fanden Überreste dieser Bäume in Schleswig-Holstein und im Emsland [27].

Die völlige Verwüstung weiter Landstriche zwang die Menschen an der Nord- und Ostseeküste, in südlichere Länder auszuwandern. Sie rissen dabei andere Völkerschaften mit und gelangten bis nach Griechenland, Kleinasien und Ägypten, wo 1191 v.Chr. eine gewaltige Entscheidungsschlacht im Nildelta stattfand, die mit der Niederlage der so genannten „Nord- und Seevölker“ endete. Griechenlands bronzezeitliche Bevölkerung wurde nach der Katastrophe so stark dezimiert, dass nach der Blüte der Mykenischen Kultur das „Dunkle Zeitalter“ folgte.

Eine weitere Folge des Asteroidenabsturzes waren die ausgelösten weltweiten Erdbeben. Vermutlich verursachten diese wiederum zahlreiche Vulkanausbrüche, wobei der Ätna erstmals nach längerer Pause wieder ausgebrochen sein soll. Am Verhängnisvollsten war jedoch die Explosion des Vulkans Santorin auf der kleinen Ägäis-Insel Thera. Die sich von dort ausbreitende riesige Flutwelle, die als Deukalionische Flut in die Geschichte einging, zerstörte viele Siedlungen auf den nahe gelegenen Inseln und an Griechenlands Küsten [9].

Offenbar stehen noch weitere Naturkatastrophen dieser Zeit in anderen Erdteilen mit dem Phaéthon-Absturz in Zusammenhang. Tempelanlagen aus Stein wurden durch verheerende Feuersbrünste in Ägypten und Syrien zerstört, die durch kriegerische Einwirkungen nicht erklärbar sind. Zeitgenössische Urkunden berichten in diesen beiden Ländern vom Kometen „Sekhmet“ oder „Typhon“ und vom Stern „Anat“, der „die Völker mordete“ [6], [10]. Durch Phaéthons Hitze soll Äthiopiens Volk seine schwarze Farbe erhalten haben; auch Indien lag „unterm Brand des Gestirns“ (M. I, 778). Möglicherweise berichten ebenso die Maya-Schrift Popol-Vuh und andere mexikanische Überlieferungen von den Verheerungen dieses ungewöhnlichen Himmelskörpers.

Gerade die alten ägyptischen Texte, vor allem aus der Regierungzeit Ramses III., ermöglichen nun eine genauere Datierung der frühgeschichtlichen Katastrophe. Diese berichten, übereinstimmend mit den „Metamorphosen“ bei Ovid, dass „Libyen zur Wüste ward“ und der Nil austrocknete. Während es aus der Zeit vor dem Tode des Pharaos Merenptah im Jahre 1222 v.Chr. keinerlei diesbezügliche Überlieferungen gibt, lag zu Beginn der Regierungszeit Ramses III. im Jahre 1220 v.Chr. „Ägypten in vollkommener Verwüstung“ [6, S. 232].
Phaéthon stürzte demnach etwa um das Jahr 1220 v.Chr. ab, und zwar an einem Frühlingstag kurz vor Neumond. Die Jahreszeit lässt sich heute noch genau ermitteln, weil die Griechen alljährlich in der Mitte des ersten Frühlingsmonats das Anthesterin-Fest feierten. Dabei wurde auch der Flut des Deukalion gedacht und in Delphi dem Apollon Opfer gebracht, weil er die Vorfahren der Delpher bei dieser ungeheuren Überschwemmung vor der Flut errettet hatte [5, S.140]. Das erste Auftauchen des Himmelskörpers muss nach dem letzten Viertel unseres Erdtrabanten erfolgt sein, denn im Morgengrauen „schienen die Hörner des bleichenden Mondes zu schwinden“ (M. II, 112-117).

Ein kreisender Stern

Alle diese in Europa, Nordafrika und anderen Erdteilen beobachteten Phänomene lassen sich aber nicht allein mit dem Aufprall eines Asteroiden bei Helgoland erklären. Eine bestechende Hypothese, die viele Einzelheiten erhellt, stellte im Jahre 1982 der ehemalige Flugzeugbau-Ingenieur W.Stender auf [10]. Ihn brachte eine Textpassage aus der Zeit des ägyptischen Pharaos Sethos II., die den Kometen Sekhmet als einen kreisenden Stern bezeichnete, auf eine kühne Idee. Phaéthon konnte nach Ansicht Stenders nur ein kleiner Planetoid [11] gewesen sein, der der Erde so nahe kam, dass ihn die Atmosphäre abbremste und ihn in eine Umlaufbahn zwang. Unseren Planeten muss dieser Himmelskörper mehrmals umkreist haben, bis ihn die Luftreibung endgültig zum Absturz brachte.

Die Fachastronomen hatten dieses Szenario bis dahin nicht einmal theoretisch erwogen und stehen auch heute noch diesen Ansichten sehr skeptisch gegenüber. Der Einfang eines Asteroiden durch die Erde ist nämlich himmelsmechanisch äußerst unwahrscheinlich und Berechnungen zufolge über 200 Mal seltener als ein direkter Treffer. Aber gerade diese ungewöhnliche Deutung lässt sich mit Ovids Beschreibung sehr gut in Einklang bringen (M.II, 202-207):

„…brechen die Renner (d.h. die Sonnenrosse) aus, durchlaufen, da nichts sie hindert,
Fremde Bezirke im Luftreich; dahin, wo ihr Drang sie getrieben,
Rasen sie ohne Gesetz, auf Sterne, die hoch in den Äther
Haften, stürmen sie, reißen sie den Wagen fort von der Straße,
Streben bald zur Höh, bald jagen sie abwärts auf steilem
Pfad und geraten so in den Raum, der benachbart der Erde. …“

Als Zeitgenosse künstlicher Erdsatelliten kann man ohne Schwierigkeiten diese bildreichen Erklärungen verstehen: Der nahe der Erdoberfläche durch die Lufthülle abgebremste Himmelskörper gelangt in eine extrem exzentrische Ellipsenbahn, die ihn wieder in eine Entfernung von einigen zehn- bis hunderttausend Kilometer Höhe bringt. Beim nächsten Durchlaufen des Perigäums, des erdnächsten Punktes, wird er ein weiteres Mal abgebremst und erreicht eine Ellipsenbahn, die ihn in eine geringere Erdferne (Apogäum) als beim ersten Umlauf führt. Nach mehreren Umkreisungen wird die Geschwindigkeit im Perigäum unter die Mindestgeschwindigkeit von 7,9 km/s abgebremst, so dass er keine ganze Umrundung mehr vollenden kann und abstürzt.

Nun lässt sich zwanglos erklären, warum Phaéthon über Griechenland, Ägypten, Syrien, Indien und anderen Ländern gesichtet worden sein soll. Bei seinen mehrtägigen Umkreisungen wird er auf seiner elliptischen Bahn viele bewohnte Gebiete überflogen haben. Mancher Beobachter kann ihn dabei sogar mehrmals und aus verschiedenen Richtungen wahrgenommen haben. So konnte leicht der Eindruck einer „Irrfahrt“ entstehen.

Die Bahnneigung des Asteroiden lässt sich annähernd aus dem Flugbahnwinkel beim Absturz herleiten. Da die Längsachse des Helgoländer Loches mit der Nordrichtung etwa einen Winkel von 60° bis 69° bildet, reichte die Flugbahn bis in eine geographische Breite von 57° bis 59°. Das Perigäum muss unweit des nördlichsten Bahnpunktes gelegen haben.

Eine 3200 Jahre alte Beschreibung einer Satellitenbahn verbirgt sich hinter dem Rat des Sonnengottes Helios, den er seinem Sohn mit auf dem Weg gibt (M.II, 129-133):

„Wähle auch nicht den Weg über alle fünf Kreise hinweg, sie
Schräg überschneidend verläuft in weitem Bogen die Straße,
Hält sich mit dreier Zonen Gebieten begnügt und vermeidet
So den südlichen Pol und den Bären im stürmischen Norden.
Dies Deine Bahn. Du wirst die Radspur deutlich erkennen.“

Die Erscheinung muss äußerst verwirrend und bedrohlich auf die damaligen Menschen gewirkt haben: über Gebieten um 58° n.Br. jagte ein riesiger glühender, „Feuer speiender Felsbrocken“ mit 25- bis 30-facher Schallgeschwindigkeit hinweg, und seine Flugbahn war nur etwa doppelt so hoch wie die eines Düsenjets. Blitze umzuckten den Körper infolge der Ionisierung der Lufthülle. Nach einer Weile folgten dann der Überschallknall, ein ohrenbetäubender Lärm und ein gewaltiger Sturm [10]. In den Gebieten von 50° bis 57° n.Br. bewegte sich Phaéthon bereits in der Hochatmosphäre. Hier werden die beunruhigten Menschen eine „Flammen ausstreuende“, große Sternschnuppe und danach ein fernes Donnergrollen wahrgenommen haben. Völlig anders dagegen bewegte sich Phaéthon über Gebieten der Südhalbkugel: am Nachthimmel konnten die Bewohner einen kleinen Stern „von blutiger Röte“ langsam dahinziehen sehen, ohne die wahre Natur des ungewöhnlichen Himmelskörpers zu ahnen. In anderen Regionen wiederum soll er „nahe der Sonne“ gesichtet worden sein.

Feuer vom Himmel

Beim Durchfliegen der dichten Luftschichten begann Phaéthon infolge der Reibungshitze bei jedem Umlauf erneut zu glühen und schließlich zu brennen [10]. Seine Oberfläche wurde dabei so beansprucht, dass sich unterschiedlich große Teile vom Steinmeteoriten ablösten und wegen der nun viel größeren Luftreibung schon bei einer der ersten Umrundungen abstürzten. So ist der Einschlag von einzelnen Trümmerstücken im nördlichen Bahnabschnitt durchaus wahrscheinlich. Von estnischen Wissenschaftlern wurde bereits der etwa 110 m große kreisrunde Krater des Kaali-Sees auf der Insel Ösel (Saaremaa) mit der Phaéthon-Sage in Verbindung gebracht [13]. Außerdem soll von diesem Himmelskörper über Mittelestland ein blendender Blitz ausgegangen sein. Wegen des vermuteten Zusammenhangs wurde vom Autor allen weiteren Berechnungen eine Bahnneigung von 58,5°, der geographischen Breite dieses Gebietes, zugrunde gelegt.
Ein wahrer Schauer von Kleinstmeteoriten muss als Sternschnuppen nach dem Aufprall des Hauptkörpers die Überlebenden beeindruckt haben. Die altgermanischen Überlieferungen über Ragnarök, den „Weltuntergang“, der sich sicherlich ebenfalls auf Phaéthons Sturz und den Untergang vieler Nordsee-Inseln am Ende der Bronzezeit bezieht, schildern das außergewöhnliche Ereignis in den Edden [5,14]:

„Die Sonne verlischt, das Land sinkt ins Meer;
vom Himmel fallen die heiteren Sterne.
Lohe umtost den Lebensnährer (die Weltesche);
hohe Hitze steigt himmelan.“

Aber auch die weiter südlich gelegenen Länder wurden von dem Unheil bringenden Himmelskörper nicht verschont, obwohl er dort schon weit außerhalb der Atmosphäre die Erde umkreiste. Zum eigentlichen Verhängnis wurde den Menschen eine klebrige, brennbare Substanz an der Oberfläche des Asteroiden. Über die Beschaffenheit des „blutroten“ Stoffes gibt es bisher nur Vermutungen [15]. Er haftete an brennenden Gesteinsbrocken, die sich infolge der Reibungshitze vom Hauptkörper ablösten und entlang der Flugbahn auf der Erdoberfläche niederfielen. Auf diese Weise wurden außer den gemäßigten Breiten auch bewohnte Gebiete wie Äthiopien auf 10° n. Br. in Mitleidenschaft gezogen.
Als Kuriosum wird in den alten Berichten hervorgehoben, dass dieser „Blutregen“ und „Feuerregen“ sogar auf Gewässern weiter brannte. Als „brennend“ werden namentlich einige griechische und kleinasiatische Flüsse, der Hister (Donau-Unterlauf), Tanais (Don), Euphrat und Ganges erwähnt [M. II, 242 ff]. Der klebrige Stoff entwickelte eine derartige Hitze, dass „Tempel und Städte vergingen“ und sogar Steinbauwerke ganz in Asche verwandelt wurden.

Ausgrabungen aus dieser Zeit in der syrischen Stadt Assur belegen beispielsweise eine Gluthitze, die Hunderte von gebrannten Ziegelschichten zum Glühen und Schmelzen brachte. Der ganze Baukern eines ehemaligen Turms sowie das Mauerwerk aus Lehmziegeln wurden durchgehend geröstet und verglast. Auch die Ausgräber von Hattusa, der Hauptstadt des Hethiterreiches, standen vor einem ähnlichen Rätsel. Hier und in anderen kleinasiatischen Städten gibt es Zeugen von verheerenden Feuersbrünsten, die unmöglich von Menschenhand ausgelöst worden sein können. Desweiteren wurden in Makedonien, Ungarn und Deutschland am Ende des 13. Jhd. v.Chr. befestigte Anlagen durch Feuer zerstört [6]. Dazu zählen mächtige bronzezeitliche „Schlackenwälle“ wie beispielsweise dem auf dem Eisenberg bei Plauen im Vogtland, bei dem die Steine durch eine enorme Hitze zum Schmelzen und Verschlacken gebracht worden sind [12].

Nicht in jedem Falle ist der Zusammenhang mit dem „Feuerregen“ dieses Asteroiden schon gesichert. Aber insgesamt bestätigen diese Hinweise auf außergewöhnlich heftige Brände in der Frühgeschichte ein weiteres Mal die alte Legende:

„… Phaéthon aber sieht da nun entzündet an allen Enden den Erdkreis…“ [M. II, 227].

Ein Satellit für wenige Tage

Der Einfang eines die Sonne umkreisenden Himmelskörpers durch die Erde ist ein extrem seltenes Ereignis, das nur unter sehr speziellen Bedingungen zu erwarten ist. Welche Umstände zum Eintritt in eine Satellitenbahn führen, darauf soll nun etwas näher eingegangen werden.

Wenn ein kosmischer Körper in die Atmosphäre eindringt, dann hängt sein weiteres Schicksal im Wesentlichen von vier Parametern ab: seinem Durchmesser, der Dichte, der Annäherungsgeschwindigkeit und der Perigäumshöhe. War der Asteroid zu schnell oder zu hoch während der größten Annäherung, dann bekommt die Erde nur einen „Streifschuss“, so wie es am 10. August 1972 vor den Augen tausender Nordamerikaner geschah [16]. Fliegt er dagegen zu langsam oder zu niedrig, dann verglüht er in den dichten Luftschichten oder trifft sofort die Erdoberfläche. Wenn er sich allerdings nach dem erstmaligen Verlassen der Hochatmosphäre langsamer als die Fluchtgeschwindigkeit von 11,2 km/s bewegt, aber noch schneller als die Minimumkreisbahn-Geschwindigkeit vK von 7,9 km/s ist, dann vollendet er mindestens eine weitere Umrundung außerhalb der Lufthülle.

Ohne Luftreibung würde ein Asteroid im Perigäum bis auf eine Geschwindigkeit vP beschleunigt werden und anschließend das Schwerefeld wieder verlassen.

 

vP2 = vF2 + vrel2

 

vF  = 11,19 km/s; Fluchtgeschwindigkeit nahe der Erdoberfläche;
vrel = Geschwindigkeit relativ zur Erde vor der Annäherung

Beim ersten Durchfliegen der Lufthülle muss er also mindestens bis auf eine Geschwindigkeit vE von 11,12 km/s abgebremst werden, um eine stabile, von Gravitationsstörungen unbeeinflusste Ellipsenbahn einschlagen zu können [29]. Wie eine Computersimulation zeigte, nimmt die Geschwindigkeit auch bei jedem weiteren Durchgang durch die Atmosphäre um einen fast gleichbleibenden Betrag vD > vP – vE ab. Die annähernde Konstanz beruht darauf, dass einerseits der Luftwiderstand wegen der ständig fallenden Geschwindigkeit geringer wird, andererseits aber die exzentrischen Ellipsen immer kreisähnlicher werden und der Körper einen längeren Weg durch die Lufthülle zurücklegen muss. Durch diese Gesetzmäßigkeit ergibt sich eine gute Möglichkeit, unabhängig von der Objektgröße die theoretisch mögliche Maximalanzahl an Umrundungen Umax vor dem Absturz errechnen zu können:

Umax = [ (vE – vK ) / (vP – vE ) ] + 1

( […] = ganzzahliger Teil )

 

Erst bei einer relativ kleinen Annäherungsgeschwindigkeit unter 9 km/s kann der zeitweilige Satellit mehrere Male die Erde umkreisen. Mehr als 10 Umrundungen kommen jedoch nur unter Voraussetzungen zustande, die sehr selten erfüllt sind (Tab. 1).

Auch die größtmögliche Gesamtumlaufzeit kann ausreichend gut abgeschätzt werden. Unabhängig von den konkreten Einfangbedingungen ist die Umlaufzeit des ersten Orbits stets größer als die Umlaufzeiten aller weiteren Umkreisungen zusammengenommen. Der ersten Bahnellipse sind allerdings Grenzen gesetzt, denn bei mehr als 500.000 km Entfernung sind ungünstige gravitative Störungen durch die Sonne zu erwarten [17]. Da ein vollständiger Umlauf bei dieser lang gestreckten Ellipse etwa zwei Wochen dauert, kann jedes eingefangene Objekt somit die Erde höchstens 1 Monat umkreisen (Tab. 1). Das ist eine wichtige Aussage für Klimaforscher und Archäologen, denn für Phaéthon wurden bereits Umlaufzeiten von mehreren Jahren vermutet [12, S.274]. Seinem Absturz gingen nämlich ungünstige klimatische Veränderungen voraus. Soviel Unheil der Asteroid auch anrichtete, für die Trockenperiode ab etwa 1250 v.Chr. und eine erste Auswanderungswelle der Nord- und Seevölker müssen andere Gründe gefunden werden.

Als Astronauten vor drei Jahrzehnten vom Mond zur Erde zurück kehrten, durfte die Apollo- Kapsel einen nur 11 km breiten Wiedereintrittskorridor nicht verfehlen. Auch für das Einfangen eines Asteroiden kann ein günstiger Bereich festgelegt werden. Trifft der Himmelskörper bei seiner größten Erdannäherung auf die Untergrenze des Einfangkorridors, kann er gerade noch eine volle Umrundung ausführen. Bei einer Perigäumshöhe an der Obergrenze hingegen kommen die meisten stabilen Umkreisungen zustande. Wie die Berechnungen ergaben, hat der Einfangkorridor selbst unter günstigen Bedingungen nur eine Breite von knapp 30 km. Er ist um so schmaler, je höher die ursprüngliche Annäherungsgeschwindigkeit des Objektes an die Erde war. Bei größeren Himmelskörpern bildet die Erdoberfläche selbst die natürliche Untergrenze des Korridors (Tab. 1). Zu große oder zu schnelle kosmische Vagabunden, und darunter zählen vor allem die Kometen, können prinzipiell nicht eingefangen werden. Ein zweiter Phaéthon wird – statistisch gesehen – in den nächsten 1000 Jahren den schmalen Einfangkorridor ganz sicher nicht treffen.

Allen Berechnungen des Verfassers lag eine Objektdichte von 3 g/cm3 zugrunde, der mittleren Dichte der bekannten Asteroiden unseres Sonnensystems. Die für den Luftwiderstand maßgebliche effektive Geschwindigkeit wurde um 245 m/s vermindert, da Phaéthons Perigäum auf etwa 58,5° nördlicher Breite lag und er die Erde in Rotationsrichtung umrundete. Als weiterer wichtiger Parameter ist der Luftwiderstandsbeiwert cW von Bedeutung, aber leider nicht exakt bestimmbar. Für einen kosmischen Körper mit rauer Oberfläche, der sich mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit bewegt, liegt der Wert ungefähr zwischen 1,1 nahe der Erdoberfläche und 3,0 an der äußeren Grenze der Hochatmosphäre in 100 km Höhe [19].

Die Flugbahn

Obwohl keinerlei Einzelheiten über Phaéthons Größe, seine Geschwindigkeit und Flughöhe bekannt sind, lässt sich der 3200 Jahre alte Meteoritenfall doch mit einer gewissen Sicherheit rekonstruieren. Auch diesmal hilft die von Ovid aufgezeichnete Legende mit vielen astronomisch deutbaren Einzelheiten weiter.

Den voran gegangenen Berechnungen zufolge kann ein eingefangenes Objekt zwischen wenigen Stunden und vier Wochen die Erde umkreisen. In den „Metamorphosen“ lässt sich nun ein Hinweis zu finden, der die mögliche Gesamtumlaufzeit bei Phaéthon wesentlich einschränkt (M. II, 270-271):

„… Dreimal wagte Neptun, aus der Flut die Arme zu recken,
Grimmen Gesichts, und dreimal ertrug er die feurige Luft nicht. …“

Für einen ortsgebundenen irdischen Beobachter, der demnach 3 Mal Ebbe und Flut erlebte, währte das Phänomen also nur höchstens 2 Tage. Insgesamt betrachtet umrundete Phaéthon sicherlich länger die Erde, aber wahrscheinlich nicht mehr als vier Tage.

Die tatsächliche Gesamtumlaufzeit bis zum Absturz und die genaue Anzahl der Erdumrundungen können nicht direkt berechnet werden, weil die Annäherungsgeschwindigkeit und die Perigäumshöhe zunächst noch unbekannt sind. Diese beiden Parameter beeinflussen maßgeblich das Umlaufverhalten und die vom Überflug betroffenen Gebiete. Aber es lassen sich Teilabschnitte der realen Flugbahn vor 3200 Jahren rekonstruieren und schließlich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Die alte Legende erwähnt nämlich geographische Gebiete, die sich unmittelbar unter der „feurigen Kugel“ befunden haben müssen. Beispielsweise trockneten die Nilquellen aus (M. II, 254f) und Phaéthon überflog unter großer Hitzeeinwirkung „sein äthiopisches Land“ (M. I, 778). Wichtig als Fixpunkte sind weiterhin diejenigen Flüsse, auf deren Oberfläche der „Blutregen“ brannte. Diese können nur in der Abbrandphase auf dem südostwärts gerichteten Bahnabschnitt, der dem Perigäum unmittelbar folgte, überflogen worden sein. So heben sich deutlich vier Regionen heraus, die während unterschiedlicher Umläufe passiert worden sein müssen: Sudan/Äthiopien; Griechenland/Kleinasien; Irak (Euphrat bei Bagdad) und Indien (Ganges).

Durch systematische Variation der beiden Parameter Annäherungsgeschwindigkeit und Perigäumshöhe lassen sich nun alle denkbaren Flugbahnabwicklungen errechnen. Unter der Voraussetzung von weniger als 100 Stunden Gesamtumlaufzeit konnte nur bei einer Relativgeschwindigkeit von 2,24 km/s eine gute Übereinstimmung mit dem überlieferten Flugbahnmuster erzielt werden. Phaéthon umrundete dabei in ziemlich genau 3 Tagen die Erde 6 Mal. Er näherte sich der Oberfläche in jedem Perigäum bis auf 30,6 km (Tab. 2). Dieser minimale Abstand zur Erdoberfläche ergab sich, wenn eine vom Autor geschätzte Phaéthongröße von 150 m zugrunde gelegt wird. Auch bei Berechnungen mit anderen Durchmessern ließ sich stets eine entsprechende Perigäumshöhe mit fast identischem Flugbahnverlauf ermitteln (s. Tab 3). Nun gewinnt auch eine Zeitungsmeldung über einen großen Stern an Bedeutung, „dessen Flammen die Sonne verzehrten“ und der zwischen 1300 und 1200 v.Chr. über China gesichtet wurde [22]. Die Beobachtung könnte sich durchaus auf Phaéthon beziehen, der den Berechnungen zufolge während des fünften Umlaufs Zentralasien überquerte und nach dem Austritt aus der Atmosphäre noch glühte.

Eine Präzisierung der Flugbahn könnte eines Tages durch die Auffindung kleiner Krater gelingen, die von Phaéthon-Fragmenten geschlagen wurden. Auf unserem Kontinent sind vor allem in Schottland, Südschweden und in den baltischen Ländern solche Sekundärkrater zu erwarten. Ein erster Kandidat hierfür ist möglicherweise der Liliensees bei Baldone 30 km südöstlich von Riga, bei dem W.Stender ebenfalls eine Entstehung durch einen Meteoriteneinschlag vermutete. Der von estnischen Wissenschaftlern 1978 in diesem Zusammenhang erwähnte Krater des Kaali-Sees scheidet allerdings aus, weil sowohl die Einsturzrichtung aus dem Osten als auch der ermittelte Zeitpunkt um 800 bis 400 v.Chr. dem entgegen sprechen [26].

Phaéthons mittlerer Durchmesser wurde nicht willkürlich auf 150 m geschätzt [21]. Durch eine Entdeckung der Planetoidenforscher D.Davis und C.Chapman vor zwei Jahrzehnten kann der maximale Durchmesser eingegrenzt werden. Es stellte sich heraus, dass über 200 m große Objekte fast ausnahmslos lockere „Schutthaufen“ darstellen. Die ursprünglich größeren kompakten Urkörper zwischen Mars- und Jupiterbahn zertrümmerten sich nämlich in den zurück liegenden 5 Milliarden Jahren gegenseitig. Die Gesteinsbrocken vereinigten sich später erneut zu unregelmäßig geformten, teilweise hohlen Asteroiden mit geringer mittlerer Dichte [18]. Ein solcher Himmelskörper hätte ganz sicher nicht der enormen Belastung eines mehrmaligen Durchfliegens der dichteren Atmosphäreschichten standgehalten.

Die vermutliche minimale Größe leitet sich aus den Sichtbarkeitsbedingungen im Perigäum ab. Phaéthon soll der Überlieferung nach „eher einem feurigen Klumpen als einem Stern“ geglichen haben [20, S.104]. Den bronzezeitlichen Augenzeugen erschien er also so groß, dass sie deutlich die von einer Kugel abweichende Form erkennen konnten. Eine solche Wahrnehmung bei einem schnell über den Himmel ziehenden Objekt sollte erst ab einer scheinbaren Größe von 10 Bogenminuten, einem Drittel des scheinbaren Monddurchmessers, zu erwarten sein. Zusammen mit den voran gegangenen Berechnungen zur Flugbahn und speziell der Perigäumshöhe ergibt sich daraus ein Durchmesser von mindestens 100 m (s. Tab 3).

Das Ende des Asteroiden

Vom letzten Perigäum bis zum Aufschlag verlor Phaéthon etwa 30 km an Höhe, aber legte dabei noch eine Flugstrecke von 1900 km zurück. Dieses typische Absturzverhalten aus einer Umlaufbahn beschreibt Ovid sehr treffend (M. II,319-322):

„Phaéthon … stürzt durch die Lüfte in lang sich ziehender Bahn, wie ein Stern bisweilen vom klaren Himmel, fällt er auch nicht, so doch zu fallen kann scheinen.“

Dieser Flugabschnitt verlief über dem Nordatlantik und den Britischen Inseln. Besonders Schottland bekam die Auswirkungen des Asteroiden zu spüren. Es war das einzige bewohnte Gebiet der Erde, das zweimal während der Abbrandphase überflogen wurde. Ziemlich genau drei Tage nach dem erstmaligen Überflug überquerte Phaéthon das schottische Hochland erneut, dieses Mal etwas südlicher zwischen der Insel Skye und dem NO-Teil der Grampian Mountains. Für die bronzezeitlichen Hochlandbewohner hatte der letzte Überflug knapp drei Minuten vor dem Einschlag bei Helgoland noch schlimmere Folgen, weil die „Flammen ausstreuende Kugel“ nur noch in etwa 15 km Höhe dahin jagte, begleitet von einem ohrenbetäubenden Donner. Der „Feuerregen“ und die größeren glühenden Gesteinsbrocken, die in der letzten Abbrandphase mit der höchsten Bremsverzögerung abgelöst wurden, müssen zu verheerenden Flächenbränden geführt haben.

Vielleicht findet dadurch ein bisher ungelöstes archäologisches Rätsel eine einfache Erklärung. Vor allem in N- und NW-Schottland sind etwa 60 Forts mit verschlackten Mauerresten bekannt, während ähnliche Forts in anderen Teilen Europas auf diese Weise nicht zerstört worden sind. Die lange vor der Römerzeit errichteten Bauwerke müssen einer mehrtägigen großen Hitze ausgesetzt gewesen sein. Ein gewöhnlicher Brand, so haben Experimente ergeben, hätte nicht diese Wirkungen gezeigt. Auch die Kuppe des 564 m hohen Berges Tap O´ Noth (50 km nw. Aberdeen) wurde völlig verglast [28]. Keiner der vorgebrachten Erklärungsversuche befriedigte bisher die Archäologen und Geologen. Noch ist der genaue Zeitpunkt der Brände unbekannt. Sollten ihn die Wissenschaftler auf das 13. Jhd. v.Chr. eingrenzen, dann ist der Verursacher offensichtlich.

Phaéthons Überfluggebiete über Schottland größeres Bild
Phaéthons Überfluggebiete über Schottland

Der letzte Flugbahnabschnitt führte über die offene Nordsee etwa auf der Linie Stonehaven (30 km sdl. Aberdeen) – Helgoland. Glaubt man auch dieses Mal den alten Überlieferungen, so kam es zu massiven Zerfallserscheinungen, ohne dass der Hauptkörper zerbrochen wäre (M II, 314-318):

„Und die Rosse, sie scheun, in jähem Satz nach rückwärts
Sprengen den Hals sie vom Joch und lassen geborsten die Riemen.
Hier das Zaumzeug, und da, hinweg von der Deichsel gerissen,
Liegt die Achse, die Speichen dort der zerbrochenen Räder
Und weithin die Trümmer zerstreut des zerschmetterten Wagens.“

In sicherer Entfernung von reichlich 100 km südlich der Flugbahn, in Northumberland, muss sich den Menschen ein ungewöhnliches Schauspiel dargeboten haben. Ganz dicht über dem Horizont raste der Bolide mit einem grellen Flammenschweif über die Wasseroberfläche dahin, gefolgt von kleinen Trümmerstücken. Der Einschlag der brennenden Gesteinsbrocken konnte wahrscheinlich nicht beobachtet werden, weil er für den Betrachter unter dem Horizont stattfand. Aber mehrere Minuten später trafen unterschiedlich große Tsunamiwellen auf die Ostküste der Insel. Eine reichliche Stunde nach dem Haupteinschlag bei Helgoland erreichte dann die letzte und größte „lange Welle“ das Ufer [25].

Eine Erinnerung an das beeindruckende Himmelsschauspiel könnten zahllose Gesteinsritzungen im nordenglischen Northumberland sein. Jeweils zwischen zwei und sechs konzentrischen Ringen zieht sich eine schlängelnde Linie zum Mittelpunkt hin. Der Wiener Impaktforscher A.Tollmann vermutete bei diesen Abbildungen eine vorgeschichtliche Darstellung des Absturzes von Kometenfragmenten im Nordatlantik [20]. Wahrscheinlich beziehen sich einige der Jahrtausende alten Felsritzungen auch auf den Sturz des Phaéthon.

Der Einschlag bei Helgoland erfolgte unter einem sehr kleinen Winkel von etwa 4° und mit einer vergleichsweise geringen Geschwindigkeit von 5 km/s. Er schlug trotz der zuletzt enormen Verzögerung von über 5 g als kompakter Körper ein, ohne vorher zu zerbersten. Ein Hinweis darauf ist in der „Argonautica“ des antiken Schriftstellers Valerius Flaccus (1.Jhd. n.Chr.) zu finden, wonach „eine schwarze Kugel in den zitternden Fluss Eridanus hinein ging“ [3]. Bildhaft berichtet Hesiod von diesem Augenblick, der den meisten Meeresanwohnern den Tod brachte [6, S.278]:

„Die Kampfeshitze der beiden [d.h. Zeus und Ph.] ergriff die dunkelfarbene See. Hitze und Feuer, Donner und Blitz dieses Ungeheuers überall, rasende Stürme und flammende Donnerkeile. Heiß wurde allenthalben vor Feuer die Erde. Der Himmel erglühte, und siedend wallte das Meer auf. Mit rasender Wucht peischten ringsherum ungeheure Meereswogen alles Land, das in die See vorsprang … endloses Beben erschütterte die Erde“

Noch nicht eindeutig ist die Frage zu klären, ob es beim Einschlag zu einer Explosion des Hauptkörpers gekommen ist. Nach einer Überlieferung des Byzantiners J.Antiochenus „schickte Gott in jenen Zeiten eine Feuerkugel aus dem Himmel herab auf die Giganten, die im keltischen Land lebten, und er verbrannte sie und das Land, und die Kugel blieb im Fluss Eridanos stecken und erlosch“ [3]. Schon eher für eine Explosion spricht die Aussage des Apollonios von Rhodos (3.Jhd.v.Chr.), wonach „Phaéthons Brust von einem Blitzstrahl durchbohrt“ worden sei [5, S.182]. Auch die archäologischen Funde im bronzezeitlichen Brand- und Grenzhorizont der norddeutschen Moore deuten möglicherweise auf eine von Helgoland ausgehende Druckwelle hin. Während in Schleswig-Holstein die Baumreste mit ihren Wipfeln alle ostwärts zeigten, waren die Baumkronen in den Mooren des Emslandes nach Süden gerichtet. Gerade hier zeugen Hunderttausende von äußerlich verkohlten Eichen, die bei der Kultivierung der Moore geborgen wurden, von einer enormen Druck- und Hitzewelle. H.Zschweigert sah darin einen Zusammenhang mit dem Niedergang und der darauffolgenden Explosion eines riesigen Meteoriten [27]. Wenn seine Auswirkungen tatsächlich noch 150 km von Helgoland entfernt zu spüren waren, dann muss Phaéthons Durchmesser nach Meinung des Dresdener Asteroidenforschers Ch. Gritzner deutlich über dem des etwa 60 m großen Tunguska-Objektes von 1908 gelegen haben [14], [23].

Nachdem sich beim Einschlag in Sekundenbruchteilen ein untermeerischer Krater gebildet hatte, breiteten sich riesige Flutwellen ringförmig im Nordseegebiet aus und verwüsteten die Küstenländer. Wahrscheinlich entwichen dem Nordseegrund durch die nachfolgenden Erdbeben eine zeitlang giftige Gase, und viele Vögel könnten Opfer „des üblen Dunstes“ geworden sein. Die alten Sagen sind durchaus glaubwürdig, denn bei Tiefbohrungen bei St.Peter-Ording im Jahre 1956 wurde auch faulig riechender Schwefelwasserstoff frei gesetzt, der in hoher Konzentration giftig ist [7].

Die Folgen für die im Umkreis der Deutschen Bucht lebenden Menschen waren katastrophal. Vermutlich waren mehrere Tausend Tote zu beklagen, weil die bronzezeitlichen Marschen und Küstengebiete damals schon eine relativ dichte Besiedlung aufwiesen. Dutzende Inseln, darunter die in antiken Überlieferungen erwähnte Hauptbernsteininsel „Basileia“, wurden zerstört und die Westküste Schleswig-Holsteins um durchschnittlich 60 km nach Osten verschoben. Die Verwüstungen waren so nachhaltig, dass große Bevölkerungsteile am Ende des 13. Jhd. v.Chr. zur Abwanderung aus ihrer Heimat gezwungen wurden.

Durchmesser 100 m 150 m 200 m
Perigäumshöhe [km] 33,88 30,63 28,32
Verzögerung im 1. Perigäum [g] 0,70 0,70 0,70
Verzögerung vor Einschlag [g] 6,32 5,39 4,66
Einschlaggeschwindigkeit [km/s] 4,46 5,02 5,37
Einschlagwinkel [°] 4,6 3,9 3,5
Gesamtaufenthaltsdauer in der Lufthülle (unter 100 km) [Minuten] 43,7 44,5 45,0
max. scheinb. Durchm. im Perigäum [‚] 10,2 16,8 24,3
geschätzte Masse [ Mio. t ] 1,6 5,3 12,6

Tabelle 3: Simulationsergebnisse des Absturzes
in Abhängigkeit von der Phaéthon-Größe
(bei gleicher Gesamtflugzeit von 72,2 Stunden)

Ein ehemaliges Apollo-Objekt

Über die Herkunft des inzwischen zerstörten Asteroiden stellte W.Stender 1982 erste Überlegungen an. Da er von einer Relativgeschwindigkeit von 8 km/s ausging, hätte das Aphel in der Nähe der Ceres-Bahn gelegen [24]. Die Computersimulation ergab nun für die Annäherungsphase eine um 2,24 km/s größere Bahngeschwindigkeit als die der Erde. Er bewegte sich somit während seines Umlaufs um die Sonne größtenteils zwischen der Erd- und Marsbahn und näherte sich unserem Planeten von außen. Eine nahe Begegnung von innen her mit einer geringeren Geschwindigkeit wäre theoretisch ebenso möglich gewesen. Tageszeitliche Überlegungen widersprechen allerdings dieser Variante des Einfangmanövers. Phaéthon war demnach ein Apollo-Objekt, das in seinem Aphel fast die Marsbahn erreichte und in Sonnennähe die Erdbahn tangierte oder in einem relativ kleinen Winkel schnitt. Von allen bisher bekannten Kleinplaneten über 0,5 km Durchmesser hat Orpheus (Nr. 3361) hinsichtlich der Bahnelemente die größte Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Himmelskörper (s. Tabelle 4).

Die Mitarbeiter von Spacewatch, die den Himmel ständig nach gefährlichen Erdbahnkreuzern durchmustern, haben für Asteroiden mit der theoretischen Möglichkeit einer Kollision mit der Erde die Bezeichnung NEO (Near Earth Object) eingeführt. Die für Phaéthon ermittelten Bahnelemente liegen bereits nahe der Werte für die Mitglieder der so genannten „Arjuna“-Familie, einer Untergruppe der NEOs. Sie zeichnen sich durch kleine Bahnneigungen und Exzentrizitäten um 0,1 aus. Bis 1993 waren erst 9 „Arjunas“ bekannt, aber es werden 60.000 mit einem Durchmesser über 100 m vermutet [16, S.112]. Die Bahnen dieser Asteroiden unterscheiden sich so wenig von der Erdumlaufbahn, dass es schon nach wenigen 10.000 Jahren zu einem Zusammenstoß oder zu einer Ablenkung kommen muss. Der bronzezeitliche Asteroid kann also speziell ein „Arjuna“ gewesen sein, der mit kleiner Neigung zur Ekliptik die Sonne in etwa 1,3 Jahren umrundete und sich von ihr bis zu 205 Mio. km entfernte (Tabelle 4).

Bei seiner letzten Annäherung an die Erde befand sich der Kleinplanet nördlich der Ekliptik. Deshalb wurde seine Bahnebene beim Übergang in eine geozentrische Umlaufbahn stark gekippt. Als zeitweiliger Erdsatellit war seine Bahn nunmehr etwa 58,5° gegen den Äquator und noch stärker gegen die Ekliptik geneigt. Phaéthon hatte sich von der Nachtseite her der Erde genähert. Seine erste Sichtung als „Feuerkugel“ in Mitteleuropa oder Griechenland muss in der Morgendämmerung erfolgt sein, denn „…Aurora erschloss im rötlichen Osten das purpurne Tor ihrer rosenerfüllten Halle“ (M.II,112-115). Etwa 72 Stunden später, also ebenfalls in den Morgenstunden, schlug der Asteroid im Helgoländer Loch ein.

Phaéthon Orpheus
Entdeckungsjahr etwa 1220 v.Chr. 1982
Annäherungsgeschwind. an Erde [km/s] 2,24 8,9
Perihel (in Mio. km / AE) 145-150 / 0,97-1,0 (?) 123 / 0,82
Aphel (in Mio. km / AE) 205 / 1,37 238,8 / 1,60
Exzentrizität 0,17 0,32
heliozentrische Umlaufzeit [Jahre] 1,3 1,33
Bahnneigung [°] < 3 (?) 3
Durchmesser [m] 100 – 200 600

Tabelle 4: Parameter der Sonnenumlaufbahnen
von Phaéthon (z.T. geschätzt) und Orpheus

Keineswegs sind nun alle ungewöhnlichen Geschehnisse des Katastrophenjahres 1220 v.Chr. geklärt. Eine beinahe unglaubliche Vermutung stellte 1965 J.Spanuth auf: Phaéthon soll bei seinem Einschlag die Erdachse kurzzeitig zum Taumeln gebracht haben. Anders aber können die folgenden überlieferten Beobachtungen aus dem letzten Drittel des 13. Jhd. v.Chr. kaum gedeutet werden [7]:

  • „Der Stern Anat ist vom Himmel gefallen … und vertauschte die beiden Dämmerungen und die Stellung der Gestirne“ ( Text aus dem syrischen Ugarit)
  • „Die Sternbilder der Bären mussten infolge des von Phaéthon verursachten Weltbrandes ein Bad im westlichen Ozean nehmen“ ( nach Nonnos, 6. Jhd. n.Chr.)
  • „Der Süden wird zum Norden und die Erde stürzt vornüber (Papyrus Harris, Ägypten)
  • „…Wo die Sonne untergeht, dort sei sie zweimal aufgegangen, und wo sie jetzt aufgeht, sei sie zweimal untergegangen“ (Herodot)
  • die Erde habe sich „vorwärts und rückwärts, rechts und links, nach oben und unten bewegt“ (Platon, Dialog Timaios)

Diese Naturbeobachtungen können keinesfalls nur menschlicher Phantasie entsprungen sein. Offenbar trat am Ende der Bronzezeit ein außergewöhnliches Ereignis ein, das die Menschen sehr verunsicherte und sie an den Weltuntergang glauben ließ.

Viele Forscher haben bisher vergeblich versucht, eine plausible Erklärung für das chaotische Rotationsverhalten zu finden. Möglicherweise gelang dies dem englischen Wissenschaftler P.Warlow im Jahre 1978 mit einer originellen Theorie. Seiner Meinung nach können die raumstabile Rotationsachse und die Erdachse, die durch den geographischen Nord- und Südpol festgelegt ist, durchaus unterschiedliche Richtungen aufweisen. Die Gravitation eines nahe an der Erde vorbei ziehenden größeren Himmmelskörpers soll zu jenem Zeitpunkt die Erdachse gekippt haben. Unser Planet hätte dabei eine zeitlang unter Beibehaltung des Drehsinns „kopfüber“ rotiert, bis schließlich der Nordpol wieder die alte Lage einnahm. Tatsächlich vertauschen sich bei diesem Vorgang für einen irdischen Beobachter die Auf- und Untergangsorte der Sonne. Weil jedoch der hypothetische Planet einer Computersimulation zufolge die anderthalbfache Größe des Jupiters hätte aufweisen müssen, verwarfen die Astronomen Warlows Theorie 1981 wieder [30].

Möglicherweise kann aber ein größerer Asteroid bei einem schrägem Aufprall dem Kreisel „Erde“ einen kräftigen Kipp-Impuls geben und eine Verschiebung der Erdachse auslösen. Phaéthon mit einer geschätzten Masse von über 5 Millionen Tonnen schlug fast tangential auf der Oberfläche auf. Außerdem lag die Einschlagstelle auf einer hohen geographischen Breite. Beide Faktoren begünstigen theoretisch eine Kippbewegung. Praktisch jedoch ist der geophysikalische Vorgang, der tatsächlich zum Kippen führt, noch unbekannt.

Trotz des viel versprechenden Ansatzes von P.Warlow bleiben die vorliegenden Überlegungen vorerst nur eine Hypothese. Es ist nach den geltenden physikalischen Gesetzen nur schwer vorstellbar, dass ein Asteroid mit einer extrem geringen Masse im Vergleich zu unserem Planeten ein chaotisches Taumeln oder Kippen der Erdachse ausgelöst haben soll.

Umlaufbahn Einfang und Erdumlaufbahnen des Phaéthon

Der Untergang von Atlantis

Der Sturz des Phaéthon steht auch im Zusammenhang mit einem anderen großen Rätsel der Menschheitsgeschichte, nämlich dem Untergang der sagenhaften Insel Atlantis. Erstmals erwähnt wurde sie in den Dialogen „Kritias“ und „Timaios“ des griechischen Philosophen Platon. Über 2300 Jahre haben Wissenschaftler darüber gestritten, ob Atlantis überhaupt existierte. Aber vor einem halben Jahrhundert konnte das Rätsel durch den 1998 verstorbenen Privatgelehrten Jürgen Spanuth grundlegend gelöst werden, und etliche Forscher stimmen ihm darin zu [31].

Als einzige der mittlerweise über 1000 Hypothesen kann seine Theorie den Kriegszug der Atlanter gegen die mächtigsten Staaten der spätbronzezeitlichen Welt erklären. Die so genannten frühen Urnenfelderleute zerstörten um 1200 v.Chr. das Hethiterreich und die Stadtstaaten Griechenlands und wurden erst in Ägypten in einer großen Schlacht besiegt. Diese Ereignisse fanden jedoch nicht, wie die Legende berichtet, 9000 Jahre vor dem Besuch des griechischen Staatsmannes Solon in Ägypten statt (561 v.Chr.), sondern um die Wende vom 13. zum 12. Jhd. v.Chr. Die Verwechselung beruht darauf, dass die ägyptischen Priester noch lange neben dem im öffentlichen Leben gebräuchlichen Sonnenkalender nach einem Mondkalender rechneten und die „Jahre“ nach dem Umlauf des Erdtrabanten zählten [7], [32].

Ein Teil der Angreifer, die in den altägyptischen Papyri als Nord- und Seevölker bezeichnet werden, hatte Spanuths Forschungen zufolge ihre Heimat im Nord- und Ostseegebiet. Hier lebten die Menschen des Nordischen Kreises im 15. bis 13. Jhd. v.Chr. auf einer hohen Kulturstufe. Ihr wirtschaftliches, verkehrsgeografisches und kultisches Zentrum war die ehemals viel größere Insel Althelgoland/Altsüdstrand. Zahlreiche Beweise belegen, dass sie die gesuchte „Königs- und Säuleninsel“ Basileia des Atlantisberichts war [6, S.123 ff]. Ihre günstige Lage im Mündungsgebiet mehrerer großer Ströme, der Bernsteinhandel sowie die Kupfergewinnung förderten bereits lange vor der Bronzezeit die wirtschaftliche Bedeutung dieser Region. Sowohl die Suche nach dem Zentrum von Atlantis als auch nach dem antiken Bernsteinfluss Eridanos und dessen Mündung führten also unabhängig voneinander in das Gebiet der Helgoländer Bucht.

Wie bisher nur wenige Forscher erkannten, liefert Platon am Anfang seines Dialog „Timaios“ (22c) einen wichtigen Hinweis zur Untergangsursache des legendären Inselreiches. Was die ägyptischen Priester dem Griechen Solon mitzuteilen hatten, klingt nach den jüngsten Erkenntnissen der Impaktforschung erstaunlich modern [6, S.448]:

„…denn das, was bei euch erzählt wird, dass einst Phaéthon, der Sohn des Helios…, die Oberfläche der Erde durch Feuer zerstörte, weil er nicht imstande war, die Bahn des Vaters einzuhalten, das wird zwar in Form eines Mythos berichtet, es ist aber Wahrheit und beruht auf der Abweichung der am Himmel um die Erde kreisenden Gestirne und der nach langen Zeiträumen erfolgten Vernichtung der auf der Erde befindlichen Dinge durch mächtige Feuer“.

Demnach war der durch einen Himmelskörper verursachte Untergang von Atlantis nicht die erste Katastrophe dieser Art, aber als einzige ist sie so detailliert der Nachwelt überliefert worden.

Wie die bisherigen Erkenntnisse nahe legen, war Phaéthons Sturz eine wichtige Zäsur am Ende der Bronzezeit. Sie zeigen deutlich, wie sehr der Einschlag von Asteroiden und Kometen die menschliche Geschichte beeinflussen und unsere Zivilisation bedrohen kann.

Viele Einzelheiten des wahrscheinlich unheilvollsten Meteoritenfalls der letzten 5000 Jahre sind bereits enträtselt. Ein genaueres Bild von der Naturkatastrophe wird man aber erst gewinnen können, wenn der vermutete untermeerische Krater bei Helgoland aufgespürt und untersucht worden ist. Weitere wissenschaftliche Überraschungen sind dabei nicht auszuschließen.

Zusammenfassung

Die griechische Legende vom Sturz des Phaéthon, dem Sohn des Sonnengottes Helios, wurde am Ausführlichsten in den „Metamorphosen“ des römischen Dichters OVID beschrieben. Der Versuch einer naturwissenschaftlichen Deutung dieser Legende begann frühzeitig. Im 20. Jh. gab es für sie folgende Erklärungen:

  • 1927, F.X.Kugler:
    Absturz eines „großen Meteors“ in der Mündung des antiken Stromes Eridanos (in der Ägäis oder an einem anderen Ort laut Kugler)
  • 1953, J.Spanuth:
    um 1220 v.Chr. Absturz eines „Riesenmeteoriten“ in der Mündung des Eridanos (das war lt. Spanuth die ehemalige Eidermündung südlich von Helgoland)
  • 1979, W.v.Engelhardt:
    Absturz eines Großmeteoriten in der Mündung des Flusses Po
  • 1982, W.Stender:
    Einfang eines Planetoiden durch Luftreibung und mehrmalige Umkreisung der Erde; Einschlag im „Helgoländer Loch“ um 1220 v.Chr.
  • 1990, B.Napier, V.Clube:
    im 12. Jh. v.Chr. (Regierungszeit Ranses III.) Einschlag von Kometenfragmenten auf der Erde

Die Annahme eines astronomischen Ereignisses als naturwissenschaftlicher Hintergrund der Legende wird kaum noch bestritten. Die Theorie von J.Spanuth/W.Stender kann dabei folgende Details der Überlieferung besser als andere Hypothesen erklären:

  1. die Sichtbarkeit an mehreren Stellen auf der Erde mit dem Eindruck unterschiedlicher Flugrichtungen („Irrfahrt“ des Phaéthon),
  2. das abwechselnd nahe und weit entfernte Vorbeifliegen des Objekts an der Erdoberfläche,
  3. das Auslösen von großflächigen Bränden in weit auseinander liegenden Gebieten (in mehreren Erdteilen),
  4. das Vorhandensein einer untermeerischen Einsenkung genau an dem von der Legende beschriebenen Ort (Mündung des Eridanos = südöstliche Nordsee),
  5. das Auslösen weltweiter Erdbeben als Folge eines Asteroideneinschlags,
  6. spezielle Auswirkungen im Gebiet der Nordsee und den angrenzenden Küstengebieten:
    • eine Überschwemmungskatastrophe mit einem Hochwasserstand 20 m über normal,
    • das abrupte Absinken des Buntsandsteinfelsens von Helgoland um ca. 10 m,
    • das massenhafte Vorkommen verkohlter Bäume im Grenzhorizont Bronze-/ Eisenzeit.
  7. Die Theorie liefert gleichzeitig eine sehr wahrscheinliche Erklärung für die Untergangsursache des Kultzentrums von Atlantis (der bronzezeitlichen Bernstein- und Kupferinsel Althelgoland/Altsüdstrand) und anderer Nordsee-Inseln

Eine vom Autor durchgeführte Computersimulation des Einfanges, der Erdumkreisungen und des Absturzes eines etwa 150 m großen Steinasteroiden lieferte folgende Ergebnisse:

  1. Vor dem Einfang des Phaéthon betrug die Geschwindigkeit des Asteroiden nur 2,24 km/s relativ zur Erde. Er war ein Mitglied der „Arjuna-Familie“ (ein spezielles Apollo-Objekt)
  2. Phaéthon umkreiste vor dem Absturz die Erde 6 Mal mit folgenden Parametern :
    • Bahnneigung 58,5° (Umlauf im Sinne der Erdrotation)
    • Höhe im 1. bis 7. Perigäum: ca. 30,6 km (bei einer angenommenen Dichte von 3 g/ccm, Ø = 150 m); der Höhenabfall von Perigäum zu Perigäum war minimal;
    • Geschwindigkeit im 1. bis 7. Perigäum: 11,17 km/s; 10,68 km/s; …; 7,87 km/s
    • Höhe im 1. bis 6. Apogäum: 124.240 km; 36.550 km; …; 1400 km
    • Umlaufzeit im 1. bis 6. Orbit: 49,2 Std.; 10,6 Std.; …; 1,64 Std.
  3. Der Einschlag erfolgte im „Helgoländer Loch“ ca. 4 km südlich von Helgoland
    • in einem flachen Winkel von etwa 4° (gegenüber der Wasseroberfläche),
    • mit einer Geschwindigkeit von etwa 5 km/s,
    • mit einer Verzögerung von etwa – 5 g.
    • Im Falle einer Explosion entstand ein untermeerischer Krater von etwa 1 km Durchmesser.

Quelle: http://www.eichner-dresden.de/phaethon/

Gruß an die wahren Sagen

TA KI

 

„Herr, kannst DU ihnen vergeben – obwohl sie wissen, was sie tun?“


„Herr, kannst DU ihnen vergeben – obwohl sie wissen, was sie tun?“
Die Deutsche Kultur und Sprache wird absichtlich verstümmelt.
von HELGE STEINFEDER

  • "Wer die Lehre seiner Erzväter mit Füssen tritt wird durch die Erzväter mittels der Lehre gezüchtigt."

Echnaton, Aton oder einfach nur der Urgott
Und er schaut zu

Teil 3

Um ein etwas tieferes Verständnis für die Deutsche Sprache zu geben, möchte ich einige bemerkenswerte Zitate aus dem Buch von Johann August Egenolf, HISTORIE DER TEUTSCHEN SPRACHE, erschienen zu Leipzig 1735, zitieren:
„Der dritte (Teil seines Buches) wird handeln von den Beweisthümern, daß jede Europäische Sprache insonderheit, als die Schwedische, Holländische, Dänische, Norwegische, Engeländische, Irrländische, Isländische, Lappländische, Finnische, Churländische, Sclavonische, Moscovitische, Polnische, Böhmische, Illyrische, Tartarische, Ungarische, Phrygische, Griechische, Lateinische, Französische, Spanische, Italienische u. u. eine Tochter der Japhetischen sey, welche von einigen auch die Cimbrische und in gewissen Verstande die Teutsche genennet wird.“

Seite 13 Teil I
„Der andere allgemeine älteste Name der Europäischen Völcker ist, daß sie die Scythen, das ist, die Schützen (denn wenn die Ober-Sachsen sagen schiessen sagen die Nieder-Sachsen schueten) genennet worden. Strabo lehret uns, daß die ältesten Griechen Scribenten alle Völcker, so den Griechen gegen Norden gewohnet, Scythen oder Celto-Scythen genennet.“

Seite 101 Teil I
„Nachdem aber, wie dernach wird gezeiget werden, einige von des Japhets Nachkommen sich den Namen der Scythen allein zugelegt, und ihren Brüdern, so mehr gegen den Abend gewohnet, alleine den Namen der Celten zugeeignet, vielleicht, weil sie nach den kalten Ländern gezogen, da im Gegentheil die eigentlichen Scythen anfänglich in Asien verblieben, nach der Hand aber, ihre Colonien ebenfalls in Europa geschickt, haben sie ueber besagten ihren allgemeinen auch unterschiedene Namen angenommen, von welchen nachgelesen werden kann, was Herodotus dießfalls weitläuffig angemercket.“

Seite 126 Teil I
„So ist nun dieses meine gäntzliche Meynung, die nicht ohne gute Gründe von den vortrefflichen Leuten Salmosio und Burhornio aufgebracht, wiewol sie dieselbe nicht ausgeführet, daß die alte Scythische die Haupt-Quelle der Europäischen Sprachen sey, aus welcher die alte Teutsche und Gothische zuerst entsprungen, wo sie nicht fast eben dieselbe gewesen, und der Griechischen und Lateinischen ihre Wörter gegeben, welches zu beweisen, keine große Mühe erfordern würde…. Die Teutsche Sprache ist in Europa die älteste; welche er hernach gar wohl ausführet. Besser vorher, da er gezeigt hat, wie die Griechischen und Lateinischen Wörter aus der alten Teutschen Sprache herkommen, so schließet er endlich mit diesen Worten: Wenn ihr diese und sonst wenige Stuecke beobachtet, so habt ihr die gantze Babylonische Verwirrung oder vielmehr aller Sprachen Ursprung, Ableitung und Übereinstimmung.“

Seite 119 bis 121 Teil I
„Alle Völcker, welche die Griechen und Lateiner Celtas nennen, haben Teutsch geredet, wie denn noch auf diesen Tag in allen Ländern Europens die Wurtzeln und Stamm-Wörter der Teutschen Sprache vorhanden sind, wievol durch allerhand Endungen, Verwirrungen, und Mund-Arten unterschieden, und durch Vermischungen fremder Völcker zerrüttelt und verdorben. Ja noch auf diesen Tag sind so viel Berge, Flüsse, Länder, Städte, nicht allein in Europa, sondern auch Asia zu finden, derer Namen lauter Teutsche Wörter seyn, und bey andern Völckern, die solche Namen gebrauchen, nichts andeuten, aber ihren Verstand in der Teutschen Sprache haben.“

Seite 123 Teil I
„Odin, sagt er, der ein guter Schwartzkünstler war, und gut wahrsagen kunte, weil er gewußt, daß er und seine Nachkommen lange Zeit in Mitternächtigen Ländern regieren würden, so hat er seinen Brüdern, deren Namen war Urus und ViKus, das Reich Asgard uebergeben, er selbst aber ist aus Asien mit einer großen Menge Volck nach Moßkau gereiset, woraus er sich nach Sachsen gewendet, welches er unter seine Söhne vertheilet, darauf hat er seine Züge nach Mitternacht gerichtet, und in einer Insul bey Finnland gewohnet, welche letzt Odinsey heisset, u.u. Wenigstens ist nicht zu glauben, daß es zufälliger Weise geschehen sey, daß 2 oder mehr weit von einander gelegene Länder einerley Nahmen haben, sondern wie wir heut zu Tage sehen, daß die Europäer den Ländern in der neuen Welt die Nahmen ihres Vaterlandes beylegen und sagen z. E. Neu-Holland, Neu-Engelland u.u. also ist glaublich, daß 2 Länder eines Nahmens, die aber solchen Nahmen nicht von einer Zeit gehabt, müssen von einem Volcke seyn benennet worden, welches sich aus einem Orte in den anderen begeben, oder seine Colonien dahin geschickt.“

Seite 124 bis 125, Teil VI
„Die übrigen Europäer, deren Sprachen mit der Teutschen keine Verwandschafft zu haben scheinen, liegen ebenfalls allesammt an dieser Krankheit darnieder, so wohl wenn sie die Deutschen Nahmen erklären, als wenn sie dieselben in der Lateinischen oder Ihrer Mutter-Sprachen ausdrücken und schreiben sollen. Ein einig Beyspiel anzuführen, so gedencket Paulus Jovius in der Historie seiner Zeit eines Teutschen Edelmannes, welchen er Vodiscum nennet. Ich würde so wenig als jemand anders erraten haben können, was Vodiscus heisse, wenn ich nicht durch Nachschlagen erfahren, daß der wahre Nahme dessen, von welchen gedachter Jovius redet, von Dießkau gewesen. Ich könnte hiervon ein weit mehrers anführen, aber es ist bereits genug gesaget, zu erweisen, daß es nötig und nützlich sey, sich um die wahre Bedeutung der alten Teutschen Nahmen zu bekümmern“.

Seite 134 bis 135, Teil VI.
Es ist wirklich interessant, was in Egenolfs Buch steht. Es ist eben erstaunlich, daß die heutigen Sprachforscher bzw. -wissenschaftler solche Wahrheiten nicht formulieren möchten. Diese Aussagen von Egenolf und vielen anderen werden ganz einfach übersehen oder absichtlich übersehen, wenn wir uns darüber bewußt sind, daß die Deutsche Kultur und Sprache ja verstümmelt werden soll. Was mögen wohl unsere Latein- und Griechisch- Bildungsfanatiker und Schulpolitiker sagen, wenn sie lesen, daß aus dem deutschen Edelmann von Dießkau der lateinische Vodiscum geworden ist und das deutsche, althochdeutsche „ti erra“ zum lateinischen terra? Man kann hier gut erkennen, wie alles entstellt wird. Die Germanistik, die Wissenschaft von der heiligen deutschen Muttersprache aller Völker und Kulturen dieser Erde – davon bin ich überzeugt -, liegt am Boden, verkümmert zusehends von Tag zu Tag, und immer mehr häßliche amerikanische/britische Stümmelwörter dringen in die deutsche Sprache ein und die Medien geben den falschen Ton an.

Das Erstaunliche daran ist, daß manche sich bei ihrer Tätigkeit noch gebildet fühlen. Das Erlernen des lateinischen Dialektes, zu dem schon in alten Zeiten die magische deutsche Sprache einmal verkommen ist, ohne daß es von diesen Leuten erkannt wird, wird zum Politikum und zum Zweck, das urdemokratische Recht der Chancengleichheit in den Schulen zu umgehen.

Wenn ich von MAGISCHER deutscher Sprache schreibe, dann ist damit gleichzeitig auch die HEILIGE deutsche Sprache gemeint. Beides geht ineinander über, weil der richtige Gebrauch der deutschen Sprache einen ganz besonderen Geist aktiviert, der in unserem Verstand – wenn er denn geschult ist – wirksam wird. VERSTAND und INELLEKT sind zwei verschiedene Dinge, wobei letzterer kühl ist und zur vorzeitigen subjektiven Verstümmelung der gesamten Geisteshaltung eines Menschen führt.

Die ungarische Sprache ist ebenso ein althochdeutscher Dialekt, die noch heute viele deutsche Wörter in ihrer Sprache hat. Viele Ungarn fühlen sich als Germanen und haben zu den Deutschen eine positive Beziehung. Die Ungarn waren die MAGIER, die „Magyaren„, die ursprünglichen Weisen und Wissenschaftler. Ihnen war die Wissenschaft HEILIG. Sie wußten, daß eine Wissenschaft ohne Naturverbundenheit und ohne den Kontakt zu „altcot“ = Altgott keine Wissenschaft sein kann, weil das heilige Element fehlt. So wie aus den Sanskrittexten zu erfahren ist, ist Wissenschaft bzw. Naturwissenschaft eine heilige Angelegenheit, die in erster Linie von Priestern ausgeführt wird. Die heutige Wissenschaft verausgabt sich in Details, verliert sich in statistischem Wissen und dabei den Überblick über das Ganze und sie produziert unaufhörlich Fehler.

Das ahd. Wort „teut, deut, tiot, diot“ hat die Bedeutung von VOLK. Von diesen Wörtern leiten sich aber auch die Wörter „theo“ (grich.) und „deo“ (lat.) ab. Das VOLK ist von Gott, ist etwas Göttliches. Die THEOKRATIE war deshalb im alten Griechenland die Herrschaft Gottes. Das Wort DEMOKRATIE kommt aber von „de mos“ = die MASSE. Ahd. „mazza“ aber auch „teot“. Gemeint war das gebildete Volk, welches zur Demokratie aufgerufen wurde, zur Demokratie beföhigt war. Heute besteht die „Demokratie“ letztlich im Ankreuzen bestimmter Stimmzettel. So tief kann ein Volk sinken.

Das aztekische Wort für TEMPEL = „teocalli“, ahd. „teothalli“ bedeutet HALLE DES VOLKES. Man muß sich nur an die in althochdeutschen Wörterbüchern und in der Germanistik allgemein angegebenen Fakten halten. In einem Buch aus dem Jahre 1663 von Justus Georg Schottelius mit dem Titel „Ausführliche Arbeit von der teutschen Haubtsprache“ kann man folgende interessante Textstelle auf Seite 35 lesen, einem Neudruckes dieses Buches, der 1967 im Niemeyer-Verlag Tübingen erschienen ist:
„Was für ein Nahm aber ist es gewesen, wodurch die zerstreuten Menschen den wahren Gott haben andeuten wollen? Dieser nemlich, von welchem wir Teutschen den Namen haben: Nemlich nach Celtischer Ausrede / Teut. Die alten Egypter wie Plato in Phaedro und Cic. 1.3 de nat. deorum und Lacantius 1.1.c.6 bezeugen / haben diesen ihren Gott auch Teut geheissen. Duretus C. 56 allegans Platonem 8 Caelum spricht hiervon auch: Entre les Egyptiens estoit adore un dieu appelle Teuth qui le premier inventra arts ©c. Er zeugt auch folgendes aus dem Griechischen Schribenten Philone an / welcher um die Zeit der Semiramis die Tahten der Phaenicier beschrieben / nach des Eusebii Zeugniß / und dieses Nahmens unter anderem auch also gedacht: Les Egyptiens appeloient ce Theus Thyoth; Alexandrins Thot. Die alten Griechen haben diesen höchsten Gott allezeit deis, eis, deo, nach Veränderung der Mundart genennet:
Die Lateiner gleichfalls / ob sie schon viele Götter und Götzen hatten / denen sie mancherley Namen gegeben / haben sie doch den höchsten Gott Deut, nach ihrer Ausrede hernachmals Deus genennet. ……
Unsere uhralte Vorfahren haben gleichfalls diesen Namen / wodurch die Völker überall ihren Gott andeuten wollen, aufs genaueste behalten / sogar / daß sie sich nach dem Nahmen ihres Gottes Teut / Teutsch genennet haben…… nemlich der Name des wahren Gottes selbst / daß also Teutsch / so viel heisset / als Göttisch oder Göttlich“.

Etwas weiter unten:

„Das ist: daß die Teutschen in ihren alten Gesängen den Gott Tuit oder Teut / und dessen Sohn Mann noch rühmten. Denn durch Teut / haben die Barden oder alte Teutsche Poeten den Schöpfer aller Menschen / und durch Mann / den ersten Sohn des Schöpfers den Adam verstanden / und darum einem jeden / von dem Manne / Männisch oder Mensch genant / eben wie man von Rom ableitet Romich / Pol Polnisch oder Polsch / also Mann Männisch oder Mensch / der von dem ersten Manne herkommt; Sind also nemlich Teut und Mann die rechten Wurtzelen der Wörter Teutsch und Mensch“.

Dies alles deckt sich genau mit meinen eigenen Forschungsergebnissen (und vieler meiner Kollegen) und den in diesem Buch angegebenen Bemerkungen, daß die weltweiten Bezeichnungen für Gott in den verschiedensten Sprachen und Mythologien, in den Formen „teo, teot, deus“ usw. auf das Wort „deutsch“ in allen seinen Formen zurückgeht, sowie die Tatsache, daß ADAM = MENSCH bedeutete (wie im Türkischen) und in den Gesängen des Metoro von der Osterinsel, noch richtig als „mana evah“, als „ewiger Mensch“ nachzulesen, während die in der Christenbibel erwähnte Geschichte von „Adam und Eva“ eine unsinnige Übersetzung dieser Schrift ist. Die gesamte heilige Schrift, wie auch der Koran, alle alten griechischen, lateinischen und sonstigen alten Schriften, sind im Grunde genommen falsch übersetzt. Durch diese falschen Übersetzungen können falsche, fanatische Religionen, die sozialistischen, kommunistischen und sonstigen -istischen Ideologien entstehen, die für alle Kriege, alles Elend, alle Probleme ursächlich sind. Hierzu gehört auch, daß die ägyptische Sphinx in alten deutschen Texten (zu einer Zeit, wo nach Meinung unserer offiziellen Wissenschaftler die alten Deutschen von der Existenz dieser Sphinx noch nichts gewußt haben können oder sollen), wie Steinmeyer in den „Altdeutschen Glossen“ erwähnt, als „spenula theudisca“, „sfinula theutischa“, als „deutsche Spange“ oder „deutsche Spindel“, bezeichnet wurde.

Um dieses zu bekommen, ist es günstig, sich die verschiedenen Dialekte anzuschauen. Denn dort können wir gut sehen, wie sich Laute, Silbe und Buchstaben verschieben und so äußerlich andere Wörter bilden.

Wenn wir Hochdeutsch schreiben: „Ich gehe in das Wasser“ – sagt der Berliner: „Ick jeh ind Wata“. Man erkennt: Aus dem Ch-Laut des Wortes ICH wird ein K-Laut, aus dem G-Laut des Wortes GEHEN wird ein J-Laut. Statt GARTEN sagt der Berliner „Jarten“. Das erinnert auch an das französische „jardin“ oder das spanische „jardin“. Die Wörter IN und DAS werden zusammengezogen und das A und das S des Wortes DAS verschwinden ganz. Aus dem ER-Laut in dem Wort WASSER wird ein A-Laut.

Der Frankfurter dagegen sagt: „Ich geh ins Wassee“. Hier verschwindet der R-Laut und der E-Laut wird verlängert oder verdoppelt, wenn man so will. Der hessische Dialekt kommt ohne den R-Laut aus, wie auch Koreaner und Chinesen. Der Thüringer und der Sachse aber sagen: „Ich gehe ins Wossor“. Hier klingen A-Laut und E-Laut wie ein O-Laut. Der Bayer wiederum sagt „Wuosser“, weil im bayrischen Dialekt fast jeder Vokal zu einem Diphtong, zu einem Doppellaut wird. Aus EIN wird „oan“, aus HABEN SIE wird „hoams“, ein Beispiel, wie aus einem Lippenlaut B ein Lippenlaut M wird. Der Bayer „spielt“ nicht Fußball, sondern er „spuit“ Fußball. Aus dem L-Laut wird ein I-Laut, etwas, das in der italienischen Sprache ebenfalls zur Regel geworden ist. Der Italiener sagt statt Florenz „Fiorentina“ (Firenze), statt blanco „bianco“, statt flora „fiora“.

Beim hessischen Dialekt fällt auf, daß Endlaute von Wörtern fast generell verschwinden. Der Hesse sagt nicht „Kirche“, „Straße“ oder „Garten“, sondern „Kesch“, „Strass“ oder „Gatte“, womit er nicht das hochdeutsche Wort GATTE (Ehemann) meint, sondern eben Garten, während er das Wort GATTE wieder verkürzt und zu „Gatt“ macht. GARTEN wird beim Hessen zu „Gatte“ und GATTE zu „Gatt“. Der Hesse neigt zur Verkürzung der Wörter, zum Weglassen der Endlaute, genau wie der Franzose, der zwar parier, aimer, jouer schreibt, aber parlee, ämee, schuee ausspricht.

Der gleiche Vorgang wie beim hessischen „Wassee“, nämlich der R-Laut verschwindet und der E-Laut wird verlängert. Dies ist kein Zufall, denn Frankfurter und Franzosen gehen durchaus auf den gleichen deutschen Stamm der Franken zurück. Die Langlebigkeit sprachlicher und dialektischer Eigentümlichkeiten erhält sich weltweit und über Jahrtausende.

Das „Wata“ des Berliners, den Wechsel des S-Lautes zum T-Laut, finden wir auch im „Woda“ des Russen und im „Water“ des Briten. Das ist kein Zufall. Die Berliner, die Preußen oder Borussen, die den gleichen Namen wie die Russen, Briten und Bretonen haben, gehen alle auf den deutschen Stamm der FRIESEN zurück, nicht nur in ihrem Namen.
Interessant ist, daß in Britannien auch die ANGELN, SACHSEN und JUTEN, die eigentlich DIUTEN sind, eingewandert sind und ihre Dialekte mitgenommen haben.

In der Bibel wird erzählt, daß Moses oder „Mose“ auf dem Wasser gefunden wurde und deshalb den Namen MOSES erhielt, der WASSER bedeutet. Das sächsische „Wossor“ unterscheidet sich lediglich dadurch, daß der Lippenlaut M aus dem Lippenlaut W gebildet wurde und das labile R verschwunden ist.

Im Althochdeutschen gab es vier verschiedene Wörter für Wasser: „wazzir, wac, aha„, und „ouwia, owwe“ oder „ouwa„. „Wac“ bedeutete GROSSES WASSER oder MEERWASSER. „ouwa, ouwia“ oder „ouwe, owwe“ bedeutete FLUSSAUE oder FLUSSWASSER.

Das Wort WASSER kann man daher in allen Sprachen dieser Welt auf diese vier deutschen Formen für Wasser zurückführen. Oftmals tauchen sogar mehrere dieser vier Formen in einer Sprache auf. Ob im NAHUATL, der Sprache der Azteken oder im QUICHE der Maya – beide sind ein fast reines Althochdeutsch -, zumindest zu der Zeit, als das Buch CHILAM BALAM geschrieben wurde.

Schauen wir es uns kurz an. Bei den Mayas heißt WASSER „haa“, das althochdeutsche Wort „aha“ also. Bei den Azteken haben wir „wac“ für Meerwasser, haargenau also wie im Althochdeutschen und „watl, atl“ für anderes Wasser, also das deutsche „wazzir„. Die Ungarn sagen „viz“, genau wie die Schotten whiskey und die Chinesen sui, ein verdrehtes „uis“ also. Die Japaner schließlich sagen „mizu“, wie beim Moses, eine Umbildung des Lippenlautes W zum Lippenlaut M.

Wenn wir die südamerikanische Länder- und Flussnamen betrachten, wie in Uruguay und Paraguay, so sehen wir, daß die Silben „guay“, die WASSER bedeuten, was die ahd. Wörter „wac, buac, quac“ oder „guac“ darstellen. Denn das Althochdeutsche schrieb den W-Laut, davon können wir uns durch einen einzigen Blick in ein althochdeutsches Wörterbuch überzeugen, auf fünffache, gleichberechtigte Weise, je nach Dialekt und Schreiber, nämlich „uu, hu, gu, cu“, oder „qu“. Diese Tatsache ist sehr, sehr wichtig, deshalb sollte man sich dies gut merken. Wir werden noch sehr oft darauf zurückkommen und kein Sprachwissenschaftler wird in Zukunft ohne dieses Wissen mehr auskommen können.

Eine weitere sprachwissenschaftliche Veränderung, die auf den fränkischen Dialekt der althochdeutschen Sprache zurückzuführen ist, ist eine Verwandlung von deutschem D in QU. Dies hat sich vor allem, aber nicht nur, in den fälschlicherweise als romanische Sprachen bezeichneten Sprachen ereignet, die keineswegs vom Latein abstammen, wie bestimmte Philologen behaupten, sondern vom fränkischen Dialekt des Althochdeutschen.

In Spanien, wo ich mich oft aufhalte, gibt es einen Fluß der „Quadalquivir“ heißt. Dieser Name bedeutet DIE VIER WASSER und soll aus dem Arabischen stammen. Wenn man weiß, daß im ahd. der W-Laut auch QU geschrieben und gesprochen wurde, daß L und R weltweit in so vielen Sprachen sich untereinander ausgetauscht haben, und wenn man weiß, daß eben unter altfränkischen Einfluß aus D ein QU geworden ist, so bekommt dieser Flussname „Quadalquivir“ folgende Bedeutung: Da gibt es zunächst „Quadal“, oder besser „Qua-dar“, das ahd. „wazzir, quazzir, huazzir, cuazzir, guazzir„. Dann haben wir „qui“, das aus ahd., „diu“ entstanden ist und dann haben wir noch „vir“, das deutsche Wort für die Zahl 4 = „vier“.

Der Fluß heißt also wazzir diu vir, und sogar die Satzstellung der Wörter ist noch typisch ahd., anders als im modernen Deutsch, wo man „die vier Wasser“ sagen würde.
Schauen wir uns das Arabische an, von dem dieser „Quadalquivir“ abstammt. Hier ein paar allgemein bekannte arabische Wörter:

DEUTSCH ALTHOCHDEUTSCH    ARABISCH
Schwarz swart asward
Die Reise dia fari safari
Soldatenschar (di)a skari askari
    Republik, Senatorenreich gumana riha gumhariya
Der Berg berg, perc, de berg dsche bel
Allmächtiger     Got, allmahu, allmahticu allahu
Mächtiger mahdi mahdi
Sohn barn ben
Prüfung koran koran

Der Name des Koran, des heiligen Buches des Islam, bedeute Buch, so erzählt man uns, aber Buch heißt im Arabischen, im Türkischen und vielen verwandten Sprachen „Kitab, Kitub“, eine Verdrehung des ahd. „tia buoh„, englisch „book“, über „ti bak, ti buk“ wurde „kitab„. KORAN aber heißt im ahd. die PRÜFUNG. Der allmächtige Gott heißt bei den Arabern „allahu“, hier ist nur ein M verloren gegangen gegenüber dem ahd. „allmahu„. Heute noch wird in Pakistan und Südindien der Name „alahu“ gesungen, sogar in den Hollywoodfilmen.

Der mächtige Befreier und Erlöser heißt bei den Moslems „Mah-di“, ahd. „mahdi„, der MÄCHTIGE. Das H sollte hier wie ich CH ausgesprochen werden, also nicht MAHDI sondern „MACHDI“ aussprechen. Es ist der CH-Laut, den die arabische Sprache und das schweizer Deutsch identisch haben.

Der MESSIAS der Juden und Christen ist keineswegs einer, der noch mal kommen wird, da wird man ewig warten können, es ist das ahd. Wort der „mahdi, mahtico„, es ist lediglich aus T ein SS geworden.

Vielleicht interessiert noch, daß die arabischen, moslemischen Rechtsgelehrten „Ulema“ heißen, was durchaus mit dem deutschen Stamm der ALLEMANEN zu tun hat. Ich komme noch darauf zurück, daß die meisten religiösen Begriffe in den meisten Religionen der Welt sehr viel mit deutschen Stammesnamen wie Sachsen, Thüringer (Toringa), Allemanen, Schwaben, Diuten, Goten zu tun haben.

Nochmals das Wort WASSER. Ich erwähnte ja schon das Buch aus dem Jahre 1735 mit dem Titel HISTORIE DER TEUTSCHEN SPRACHE von einem Johann August Egenolff, daß zum Beispiel der Name MOSKAU, russisch „Moskwa„, auf das ahd. „mosige Aue“ zurückgeht.

Daß das Wort RUSSE „Friese“ bedeutet, ist schon sehr interessant. Daß das russische Wort für KAIESER, „Zar“ nur die zweite Silbe des ahd. „kaizar“ ist, dürfte manchem neu sein. Das „ow“ von Moskau, ist das ahd. „ouwe, owwe, ouwia„. All die vielen „slawischen“ Namen, ob tschechisch, polnisch oder russisch, die auf „-ow, owski“ enden, bedeuten genau das ahd. „Aue“ = FLUSSWASSER.

Beispielsweise der Name „Kotowski“. Das ist ahd „kot“ = GOTT, aber auch GUT, denn GOTT und GUT haben den gleichen Ursprung, genau wie ahd. „ubal„, das ÜBEL und „te ubal„, der TEUFEL ist. Gott und Teufel sind also zunächst einmal keine Personen, wie uns alberne abergläubische Religionen erzählen wollen, sondern Prinzipien. Wenn man den Namen „Kotowski“ übersetzt ins heutige Deutsch bedeutet er: GOTTESAUE oder GUTE AUE. So kann man Tausende „slawischer“ Namen spielerisch auseinandernehmen und auf ihre deutsche Bedeutung hin untersuchen.

Doch schauen wir uns die japanischen Wörter an. Denn auch die Japaner haben neben „mizu“ noch ein anderes ahd. Wort für WASSER, nämlich „owwe, ouwa, ouwia“ und zwar gleich zweimal. FLUSS heißt „kawa, gawa“ und SUMPF heißt „sawa“. Der Name „Kurusawa“ heißt SCHWARZER SUMPF und tritt als häufiger Familienname auf, in Japan, in Deutschland, in Litauen.

Die japanische Hauptstadt TOKYO, früher EDO genannt, lag in einer sumpfigen Aue, deshalb heißt dort heute noch ein Fluß SUMIGAWA. Es ist nur ein PF verlorengegangen, ein F, das im Japanischen nur noch in der Silbe FU vorkommt. „Fu(jin)“ heißt im Japanischen FRAU. Es ist das ahd. „frouwa„, von dem nur noch zwei Buchstaben übrig geblieben sind.

Heilige Holzschreine, ahd. „shrin(e)„, heißen im Japanischen „shin“. Nur ein R ist verschwunden. Der berühmteste Schrein ist der „Itsukushima-Schrein“, ein Holztor, das „tori“ genannt wird. Zur Ergänzung sei bemerkt, das Tor im ahd., wie heute noch im Englischen, dem alten sächsischen Dialekt, mit doppeltem O, also „toor, door“ und „tor“ geschrieben wurde.

Zum Wort „Itsuku“: Man erkennt, daß es nur eine leichte Verdrehung des ahd. „tiusku„, was DEUTSCH bedeutet, ist. Das können viele nicht glauben, daß das höchste Heiligtum in Japan, ein Holztor ist, was quasi als „deutsches Tor“ bezeichnet wird und außerdem mit dem ahd. Wort „shrine (shin)„.

Der schweizer Sprachwissenschaftler A. Wadler schreibt in seinem Buch DER TURM ZU BABEL auf Seite 119, daß die Wahrscheinlichkeit, den gleichen Wortstamm (Wortlaut) mit der gleichen Bedeutung in nicht verwandten Sprachen zu finden, 1 zu 4.900.000.000 bis 11.025.000.000 beträgt. Das ist jedenfalls erstaunlich, wenn man sieht, wie viele ahd. Wörter in den fremden Sprachen zu finden sind. Es scheint jedenfalls kein Zufall zu sein, wenn von 8 japanischen Wörtern, die ich vorgestellt habe, auch 8 ahd. Entsprechungen vorliegen und dabei gleich mehrere gleiche Wörter für WASSER auftreten, so daß man auch nicht von Lehnwörtern reden kann.

Die GÖTTER heißen im Japanischen die „kami“, die „Gekommenen“ = ahd. „kam„. Nach der japanischen Mythologie sollen sie vom Himmel gekommen sein. Diese „Gekommenen“ werden wir noch weltweit wiedertreffen in anderen Mythologien und Sprachen. Die große Mutter der japanischen Götter heißt „Amaderasu no okami“. Schauen wir das Wort näher an, so sehen wir, daß es das ahd. „(di)a mader anookami„, die angekommene Mutter, vielleicht auch „dia mader ano“ (ahd. ano = Ahne) o(n)kami ist. Beides bedeutet jedoch, die ANGEKOMMENE MUTTER oder AHN(EN)MUTTER. Das ist es, was der japanische Name ausdrücken soll. MEIN GOTT würde auf ahd. „min koto“ lauten.Interessant ist hier: Wenn die Japaner ihre Göttermutter oder die anderen Götter im ältesten Literaturdenkmal, dem „Nihongi“, ansprechen, dann mit: „Mikoto“ = MEIN GOTT.

Durch die Frankfurter Schule sind vor allem die Intellektuellen an den Universitäten charaktergewaschen worden und haben die „KRITISCHE THEORIE“ von HORKHEIMER verinnerlicht. Aus dieser geht hervor, daß man alles kritisieren soll, was man kann, mit dem Sinn, Unsicherheiten und den Abbau der Autoritäten zu bewirken. Diese marxistische bzw. neomarxistische Denkweise hat den Wissenschaftsbetrieb Deutschlands ziemlich lahmgelegt, was dazu führte, daß Deutschland, welches noch vor dem 2. Weltkrieg die meisten Nobelpreisträger stellte, nun zu einem unbedeutenden Wissenschaftsland geworden ist. Ich schreibe dies hier, weil die Germanisten, wenn sie mit ihnen nicht vertrauten Dingen konfrontiert werden, oft mit dem Satz „argumentieren“: „Das muß man aber kritisch sehen“. Wer weiß schon, daß dieser Satz von Horkheimer in die Welt gesetzt wurde und nun von allen Intellektuellen nachgeplappert wird? – Und das ist der Grund, warum Germanisten, die mit solchen oben erwähnten Dingen konfrontiert werden behaupten, daß dies alles Zufälle seien und bei den meisten Gemeinsamkeiten der deutschen und der fremden Sprache es sich doch um LEHNWÖRTER handele. Aber dem ist nicht so. Auf das Thema LEHNWÖRTER komme ich noch zu sprechen.
Hier folgender japanischer Satz:

„Ich möchte ein Bier trinken“ oder
„Darf ich ein Bier trinken“ heißt im Japanischen
„Biru wo nonte moo yoi desu“.

Es gibt Leute deutscher Muttersprache, die sich vornehm ausdrücken wollen, diese sagen nicht „ich trinke“, sondern „ich nehme einen Trunk“. Der Engländer sagt sowieso „I take a drink“, eben „Ich nehme einen Trunk“. Der Japaner sagt nun für TRINKEN „nomu“, was vom Ahd. „neman„, eben NEHMEN kommt, genauso wie ESSEN im Japanischen „taberu“ heißt und dem deutschen „tafeln“ entspricht, denn einen L-Laut ersetzt der Japaner grundsätzlich durch einen R-Laut, einen U-Laut hängt er grundsätzlich an, wenn am Ende des Wortes ein Konsonant steht. Und ein F ersetzt er durch B, außer bei der Silbe FU.

Das Wort „yoi“ bedeutet GUT und ist ebenfalls das ahd. „guat, guot„. Wir erinnern uns, daß der Berliner, Kasselaner oder Hallenser aus jeden G-Laut einen J-Laut macht (gehen – jehen) und der Japaner schreibt den J-Laut als Y. Aus dem deutschen MAG, ahd. „maga„, ist im Englischen wie im Quiche der Maya „may“ geworden, der Japaner hat „moo“ daraus gemacht. Es gibt übrigens auch ahd. schon gelegentlich die Form „moga„. „Desu“ heißt SEIN und wir erkennen auch hier das ahd. „sin„, zumal der I-Laut in den flektierten Formen des Japanischen wiederauftritt. Unser Satz lautet also wörtlich übersetzt: BIER NEHMEN MAG GUT SEIN. Wie würde der Satz nun im ahd. Lauten?

Bior nemanti maga guot sin.

Wir sehen, daß die Grammatik in gleicher Art und Weise vorgeht und die Namen und die Bedeutung der Wörter übereinstimmen. Im Japanischen streicht man die Endbuchstaben des Verbs ab und hängt -NTE an, dann folgt die Redewendung MAG GUT SEIN. Im ahd. streicht man ebenso so die Endbuchstaben, hängt -NTI an und läßt die Redewendung MAG GUT SEIN folgen.

Quelle:http://wahrheit-kompakt.net/files/Landmann-Steinfeder-althochdeutsch.pdf

Gruß an die Entwirrer

TA KI