Zweistündiger Todeskampf bei Hinrichtung


qualvoll-hingerichtet-todeskandidat-joseph-wood-in-arizonaErneute Exekutionspanne in den USA: Nach einem fast zweistündigen Todeskampf ist am Mittwoch im Bundesstaat Arizona ein zweifacher Mörder qualvoll gestorben.

Noch etwa eine Stunde nach der Injektion der tödlichen Giftspritze habe der 55 Jahre alte Joseph Wood geschnaubt und nach Luft geschnappt, berichteten Woods Verteidiger in einem Eilantrag an ein Gericht, um die laufende Hinrichtung zu stoppen. Wood starb erst rund zwei Stunden, nachdem ihm der Gift-Cocktail verabreicht wurde, wie die „Washington Post“ berichtet.

Zuletzt war es Anfang Mai im Bundesstaat Oklahoma zu einer schweren Panne gekommen, als einem 38-Jährigen beim Spritzen eines Gifts eine Vene geplatzt war. Er verzerrte das Gesicht, wälzte sich umher und schnappte nach Luft, statt bewusstlos zu werden. Erst 43 Minuten später setzte nach einem Herzinfarkt der Tod ein. Eine Untersuchung ergab später, dass die Spritze nicht korrekt gesetzt wurde.

Vor 23 Jahren verurteilt

Der jetzt hingerichtete Joseph Wood war 1991, vor 23 Jahren, für die Tötung seiner Ex-Freundin und ihres Vaters zum Tode verurteilt worden. Die zuerst für Mittwochmorgen (Ortszeit) geplante Hinrichtung war zunächst ausgesetzt worden. Das oberste Gericht in Arizona machte diese Entscheidung dann aber rückgängig. Woods Verteidiger hatten argumentiert, dass der Verurteilte mehr Informationen über seine bevorstehende Exekution benötige, darunter Details über die eingesetzten tödlichen Substanzen.

Der in Arizona verwendete Mix aus dem Schmerzmittel Hydromorphon und dem Medikament Midazolam, mit dem Patienten vor Operationen beruhigt werden, war in den USA erstmals im Januar eingesetzt worden. Bei der Hinrichtung im Staat Ohio röchelte ein Todeskandidat und starb erst nach rund 25 Minuten. Nach Zählungen des Death Penalty Information Centers gab es seit 1976 bei mindestens 44 Hinrichtungen ernsthafte Probleme.

Giftspritze oder elektrischer Stuhl

Insgesamt können in 32 der 50 US-Bundesstaaten Menschen zum Tode zu verurteilt und hingerichtet werden. Die Giftspritze ist die am häufigsten verwendete Methode. Daneben sind in einigen Staaten auch Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl, in Gaskammern (Arizona, Missouri, Wyoming) oder durch Erhängen (Delaware, New Hampshire, Westküstenstaat Washington) erlaubt.

Die 18 Staaten, in denen die Todesstrafe abgeschafft wurde, liegen vor allem im hohen Norden und Nordosten der USA.

Quelle: www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_70369154/exekutionospanne-in-den-usa-zweistuendiger-todeskampf-bei-hinrichtung.html

Gruß an die Verantwortlichen

TA KI

3 Kommentare zu “Zweistündiger Todeskampf bei Hinrichtung

  1. Typisch U$A !
    Man hat das Gefühl, daß diese Leute dort nur quälen wollen und deshalb auch nicht anders können!
    Allein der Gedankengang, jemanden durch Strom zu töten – noch dazu nach Tierversuchen mit qualvollstem Verlauf – ist an Perversion nur noch durch das lebendige Verbrennen auf dem Scheiterhaufen zu überbieten!
    Eine Hinrichtung – ich halte die Todesstrafe für zwingend geboten – hat grundsätzlich kurz und schmerzlos zu verlaufen und ist auch kein öffentliches Theater!
    Ich hatte bislang gedacht, daß die Giftspritze dem am nächsten komme.
    Aber offenbar scheint jedes Tier, das eingeschläfert wird, einen leichteren Tod zu haben!
    Wer ein Lebewesen – und mag es noch so grauenvoll gehandelt haben – ebenso grausam zu Tode bringt, ist selbst nicht besser als dieses Wesen!

    Gunnar von Groppenbruch
    ehem. Adolph Bermpohl

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