Rücklage der Rentenkassen auf Rekordhoch- von Beitragsangleichung jedoch nichts in Sicht!!!


volle rentenkassen

Kurz vor Start der Rentenreform sind die Rücklagen der gesetzlichen Rentenversicherung auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Informationen des ZDF-Hauptstadtstudios betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage Ende Mai 32,85 Milliarden Euro. Das entspricht 1,79 Monatsausgaben.

Allerdings geht das Bundesversicherungsamt davon aus, dass die Rücklage ab Juli schrumpfen werde, berichtet die „Bild“-Zeitung. Dann tritt das Rentenpaket der großen Koalition in Kraft. Das Gesetz sieht Verbesserungen für Eltern vor, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Zudem sollen langjährig Beschäftigte die Möglichkeit haben, nach 45 Beitragsjahren bereits zwei Jahren vor dem regulären Renteneintrittsalter in Rente zu gehen. Das wäre derzeit bei 63 Jahren.

IW-Chef nennt Reform „Unsinn“

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, kritisierte die Rentenbeschlüsse der Großen Koalition zum wiederholten Male scharf. „Der demografische Wandel, den die Kanzlerin zu Beginn der Legislaturperiode realistisch geschildert hat, verlangt einfach das Gegenteil“, sagte Hüther der Zeitung. Nicht nur „kein ernstzunehmender Experte“ unterstütze diese Reform, auch „jeder Politiker lässt im Gespräch das schlechte Gewissen erkennen, das aus dem unverantwortlichen Tun entspringt“. Unsinn werde nicht nur dadurch sinnvoll, „weil es dafür eine Mehrheit gibt“.

Abschlagsfreie Rente ab 63

 

Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll schon mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können. Begünstigt sind Angehörige der Geburtsjahrgänge bis 1952. Für danach Geborene mit besonders langen Beitragszeiten erhöht sich das abschlagfreie Renten-Zugangsalter stufenweise auf 65 Jahre. Ab dem Geburtsjahrgang 1963 gilt dann nur noch diese Marke.

 

Phasen kurzzeitiger Arbeitslosigkeit werden in dem Konzept mit angerechnet, aber nicht in den letzten zwei Jahren vor Beginn der Frührente. Das soll eine Welle von Frühverrentungen verhindern. Ebenso angerechnet werden Zeiten der Kindererziehung, der Pflege von Familienangehörigen oder Zeiten mit Bezug von Insolvenzgeld. Für Langzeitarbeitslose gilt die Regelung nicht.

 

Selbständige, die in ihrem Berufsleben mindestens 18 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenkasse entrichtet haben und danach freiwillig weiterversichert blieben, sollen ebenfalls ab 63 eine abschlagfreie Frührente beziehen können. Das kommt vor allem Handwerkern zugute.

 

Mütterrente

Etwa 9,5 Millionen Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, erhalten Kindererziehungszeiten in der Rente besser honoriert. Pro Kind gibt es – rückwirkend zum 1. Juli 2014 – im Westen brutto etwa 28 Euro monatlich mehr, im Osten etwa 26 Euro. Dies ist eine Verdoppelung des bisher bezahlten Zuschlags. Auch Väter haben alternativ Anspruch auf die verbesserte Leistung. Frauen mit jüngeren Kindern sind in der Rente aber immer noch besser gestellt.

Erwerbsminderungsrente

Wer aus gesundheitlichen Gründen vermindert oder gar nicht mehr arbeiten kann, soll mehr Rente bekommen. Die Betroffenen werden so gestellt, als ob sie mit ihrem früheren durchschnittlichen Einkommen bis 62 – und damit zwei Jahre länger als bisher – in die Rentenkasse eingezahlt hätten. Das bringt brutto ein Plus von bis zu 40 Euro im Monat. Die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung sollen unberücksichtigt bleiben, wenn sie – etwa wegen gesundheitsbedingter Reduzierung der Arbeitszeit – bei der Berechnung des Durchschnittseinkommens negativ zu Buche schlagen würden.

Reha-Leistungen

Zur Vermeidung von Frühverrentungen sollen die bislang gedeckelten Mittel für Rehabilitationsleistungen dynamisiert werden. Dies soll der demografischen Entwicklung Rechnung tragen, in deren Folge immer mehr Angehörige der geburtenstarken Jahrgänge künftig das reha-intensive Alter ab 45 Jahren erreichen.

Die Kosten

Alles zusammen kostet zwischen neun und elf Milliarden Euro pro Jahr und wird zunächst ausschließlich aus den Rücklagen der Rentenkasse bezahlt. Der teuerste Teil ist die Mütterrente, die mit etwa 6,5 Milliarden Euro im Schnitt über die Jahre bis 2030 zu Buche schlägt. Die Rente ab 63 kostet zwischen zwei und drei Milliarden Euro pro Jahr. Die verbesserte Erwerbsminderungsrente – sie bringt den Betroffenen bis zu 40 Euro mehr im Monat – kostet zwischen anfangs 200 Millionen und 2030 dann 2,1 Milliarden Euro. Rechnet man alles bis zum Jahr 2030 zusammen, kommt man unterm Strich auf 160 Milliarden Euro: eine auf Dauer angelegte Zusatzbelastung, die selbst bei steigenden Zuschüssen aus der Steuerkasse nur durch vorgezogene Beitragsanhebungen zu stemmen ist.

Auswirkung auf den Rentenbeitragssatz

Die Milliarden-Mehrbelastungen bleiben nicht ohne Auswirkung auf die Beiträge – und damit auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Zwar soll der aktuelle Beitragssatz von 18,9 Prozent zunächst bis 2018 stabil bleiben. Danach geht es allerdings schneller nach oben als bislang prognostiziert: 2019 sind es voraussichtlich schon 19,7 Prozent – statt wie bislang angenommen 19,1 Prozent. 2025 sind es nach neuer Rechnung dann schon 20,8 Prozent. Nach früherer Prognose sollte der Rentenbeitrag zu jenem Zeitpunkt erst bei 20,3 Prozent liegen.

Quelle: http://www.heute.de/ruecklage-der-rentenkassen-auf-rekordhoch-33683198.html

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Wenn die Kassen voll sind, MUSS umgehend eine Angleichung an den Rentenbeitragssatz vorgenommen werden- aber was interessieren unsere PO-litiker denn schon Gesetze….
Gruß an die armen Rentner
TA KI

3 Kommentare zu “Rücklage der Rentenkassen auf Rekordhoch- von Beitragsangleichung jedoch nichts in Sicht!!!

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