Der Samstagsfilm: Briefträger Müller


Der Alltag des Briefträgers Müller wird vor der Kulisse des im Zweiten Weltkrieg unzerstört gebliebenen Städtchens Meersburg gezeigt. Müller stellt sich selber einen Brief seiner ihm unbekannten Tante Anna Hackbusch aus Italien zu. Müller macht sich mit seiner Frau und seinen drei Kindern per Fahrrad nach Italien auf. Im Schloss der Anna Hackbusch muss er mit vielen anderen namens Müller das Defilee vor der Erbtante absolvieren. Weil er in seinem Jackett eine Wurst vom Buffet eingesteckt hat, begrüßt ihn Hackbuschs Hund Ambrosia freudig.

Nach dem Tode der Anna Hackbusch erbt der Hund Ambrosia das Vermögen. Nach dem Tod des Hundes Ambrosia soll es der Welttierschutzverein erben. Titus Müller erhält gemäß Testament den Hund Ambrosia und damit den Zugriff auf das Vermögen. Schnell lebt er sich in die Welt der Wohlhabenden ein, verkracht sich mit seiner Frau „Kaninchen“, nimmt die Tänzerin „Mira Belle“ als Mätresse und schreibt bei einem der rauschenden Feste einen Scheck für die Heilsarmee aus.

Der Hund Ambrosia stirbt, Müller begegnet als armer Mann (nun wieder vor der Meersburger Kulisse am Marktplatz vor dem Obertor) seiner Tochter, die gerade mit Pomp heiratet. Der Scheck für die Heilsarmee ist in der Zwischenzeit als Grundkapital für die Titus-Müller-Stiftung eingesetzt worden. Müller wird als einfacher Mann von der Stiftung ausfindig gemacht, geehrt, findet zu seiner Frau zurück und wird wieder Briefträger. Die Filmweise „Ja, wenn die gute alte Post nicht wär …“ besiegelt die Parabel über die Wechselfälle des Lebens.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Brieftr%C3%A4ger_M%C3%BCller

Gruß an die Postboten

TA KI

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100 Stimmen für die Linke: So einfach ist es, in Deutschland Wahlen zu manipulieren


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Wahlfälschung in Deutschland ist rar, dennoch kommt sie immer wieder vor. Aktuell gibt es einen solchen Fall in Stendal. Und auch Halle ist Opfer einer Manipulation geworden – am Abend der Europawahl. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Wahlbezirk 571-03 liegt nahe der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung von Halle. Noch heute leben dort Ex-Mitarbeiter des DDR-Überwachungsapparats. 101 Stimmen mehr, als Wahlberechtigte erschienen waren, zählte das zuständige Wahllokal am Abend der Europawahl aus – und fast alle gingen an diesem 25. Mai 2014 auf das Konto der Linkspartei.

Wahlfälschung in Deutschland offiziell nur sehr selten

Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt gegen den damaligen Wahlvorsteher Manfred D. wegen Wahlfälschung. Bis zu fünf Jahre Haft stehen auf das Delikt. Noch im August will die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren abschließen. Erste Vernehmungen sind bereits erfolgt.

Wahlfälschung kommt in Deutschland offiziell nur sehr selten vor. Aktuell läuft zum Beispiel ein Ermittlungsverfahren in Stendal. Für die Kommunalwahl am 25. Mai bekamen zwölf Personen mehr als erlaubt Briefwahlunterlagen. Der Stadtrat hatte deshalb eine Wiederholung der Briefwahl beschlossen, die Wahl ansonsten aber als rechtmäßig eingestuft. Die Staatsanwaltschaft wurde trotzdem eingeschaltet.

Dem Bundestag fiel in zahlreichen Wahleinsprüchen der vergangenen zehn Jahre keine einzige belegbare Manipulation auf.

Manipulation in Deutschland einfacher als gedacht

Wie einfach es aber ist, Wahlen zu fälschen, zeigt der Fall in Halle. Wahlvorsteher D. mogelte offenbar 101 Stimmen dazu. Nur weil ein Wahlhelfer aufpasste, flog der Schwindel auf. Der Wahlhelfer meldete seinen Verdacht der Stadt Halle. Der Gemeindewahlleiter ließ daraufhin den Stimmbezirk neu auszählen und das Ergebnis im Nachhinein korrigieren.

Trotz der Unstimmigkeiten hielt es die Stadt Halle wochenlang nicht für nötig, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Erst als der Wahlhelfer selbst Anzeige erstattete, übergab der Gemeindewahlleiter der Staatsanwaltschaft die nötigen Dokumente, um sie auf eine Straftat hin prüfen zu lassen.

Verzicht auf Vieraugenprinzip

Den Bericht des Wahlhelfers halten die Ermittler für so verdächtig, dass sie Schlampereien ausschließen. Es sind nämlich noch weitere Auffälligkeiten dokumentiert: Manfred D. soll beim Auszählen der Stimmen bewusst auf das Vieraugenprinzip zur Kontrolle verzichtet haben.

„Das ist in der Wahlordnung nirgendwo festgeschrieben“, begründet der mutmaßliche Wahlfälscher auf Nachfrage. Das ist allerdings falsch. Die Europa-Wahlordnung schreibt es vor.

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Wahlen und Wahlhelfer müssen besser kontrolliert werden

urn-3Außerdem soll D. alle Wahlhelfer gebeten haben, die Wahlniederschrift bereits bei Dienstantritt zu unterschreiben – also bevor das Ergebnis der Auszählung eingetragen wurde. „Wann die Wahlhelfer das Protokoll unterschreiben, entscheiden sie selbst“, sagt D.

„Wenn sie es nachmittags tun, kommen sie früher nach Hause.“ Die Methode ist Alltag in Deutschlands Wahllokalen und öffnet das Tor zu Manipulationen. Wer schon mal Wahlhelfer war, kann das bestätigen.

Ergebnis falsch durchgegeben

Dritte Auffälligkeit: Nach der Wahl meldete die Internetseite der Stadt zunächst null Stimmen für die Alternative für Deutschland (AfD) im betroffenen Stimmbezirk. Tatsächlich waren es aber 42 Stimmen.

Der Wahlvorstand hatte das Ergebnis offenbar falsch durchgegeben. Das Ergebnis wurde erst im Laufe der Woche korrigiert.

Wahlen in Deutschland müssen besser kontrolliert werden

Ob es sich nun um Schlamperei oder Betrug handelt, bleibt in Halle noch abzuwarten. Wahlunregelmäßigkeiten gibt es in Deutschland in jedem Fall – und öfter als offiziell bekannt oder zugegeben.

Politikwissenschaftler Christian Breunig von der Universität Konstanz mahnt deshalb Verbesserungen an. „Wahlen in Deutschland müssen erstens besser kontrolliert werden. Und zweitens gehören die Wahlhelfer sorgfältiger rekrutiert.“

Videokameras so wie in Russland?

Ideen hat der Professor mehrere: Es könnte zum Beispiel in zwei Stufen das Ergebnis der Wahllokale ausgezählt werden: erst auf lokaler Ebene, dann auf regionaler. Außerdem könne das Auszählen beobachten werden, etwa durch Videokameras, wie es in Russland teilweise der Fall sei.

Wahlhelfer dürften sich nicht mehr freiwillig melden, sondern sollten zufällig verpflichtet werden wie in anderen Ländern auch. „Das verhindert Klüngelei auf lokaler Ebene, wo sich Vereinspräsidenten und Lokalpolitiker sehr persönlich kennen.“

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Gruß an die, die denken, daß in Deutschland korrekte Wahlen durchgeführt würden
TA KI

Sanktionen: Russische Zentralbank droht mit Crash des globalen Finanz-Systems


Mit der Aufnahme der russischen Sperbank auf die Sanktions-Liste könnten die EU- und US-Politiker einen verhängnisvollen Fehler gemacht haben: Die Bank wird von der russischen Zentralbank beherrscht. Diese kennt die internationalen Verflechtungen im Finanz-System genau. In einer geharnischten Stellungnahme drohen die russischen Banker unverhohlen mit einem Crash des Finanzsystems: Ein Drittel der Anteile an der Sperbank halten nämlich Investoren aus Europa und den USA.

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Die russische Sberbank sieht in ihrem Ausschluss aus den Kapitalmärkten eine Gefahr für das weltweite Bankensystem.

Diese Warnung ist besonders bedeutsam, weil die russische Zentralbank an der Sberbank mit einer beherrschenden Mehrheit an der Sperbank beteiligt ist. Über die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) weiß die russische Zentralbank über die Verflechtungen der globalen Finanz-Wirtschaft bestens Bescheid. Zwar ist es unklar, inwieweit die Bank wirklich staatlich ist, doch laut dem Central Bank Directory gehört sie zu 100 Prozent dem russischen Staat. Man kann daher ausgehen, dass alle Aussagen im Einvernehmen mit der Zentralbank in Moskau abgestimmt sind. Mehr noch: In einem so engen Geflecht der Macht, wie es in Moskau herrscht, verwenden die wichtigsten Player oft ihre untergeordneten Einrichtungen, um Stellungnahmen zu lancieren.

Die Stellungnahme der Sperbank verweist darauf, dass sie die wichtigsten Bank Russlands ist: 110 Millionen Russen erhielten ihre Gehälter oder Stipendien durch die Bank, heißt es da. Und weiter: “Praktisch jeder russische Bürger über 14 Jahren ist Kunde der Bank.”

Die von den Finanz-Sanktionen betroffenen russischen Banken sind teilweise stark vernetzt, die Sanktionen führen bereits zu Ausfällen bei europäischen Banken. Die Maßnahme untergrabe die Grundfesten der globalen Finanzsystems, so die Bank.

Die Sberbank, Russlands größter Kreditgeber, sieht in ihren Ausschluss aus dem europäischen Kapitalmarkt eine Gefahr für das globale Bankensystem.

Die EU hat Sanktionen gegen fünf staatlich kontrollierte russische Großbanken verhängt. Künftig dürfen die Sberbank, VTB, Gazprombank, Vnesheconombank und Rosselkholzbank sich am Kapitalmarkt weder Fremd- noch Eigenkapital beschaffen, das eine Laufzeit von mehr als 90 Tagen hat.

Die zweitgrößte russische Bank, VTB äußerte ähnliche Kritik an den Maßnahmen der EU. „Solche Taten widersprechen Europas demokratischen Werten und zeigen, dass sie gegen ihre eigenen Interessen verstoßen, um das Geheiß ihrer Vorgesetzten jenseits des Atlantiks zu erfüllen“ erklärte die Bank.

Analysten zufolge schade der Ausschluß der drei größten russischen Banken zwar langfristig der russischen Wirtschaft. Eine sofortige Krise in Russland werde dadurch aber nicht ausgelöst. Russland versucht seit längerem eine Abkoppelung aus den Dollar-Finanzmärkten und schmiedet dazu neue Allianzen mit China und anderen BRICS-Staaten (mehr hier).

Allerdings sind die russischen Banken stark mit internationalen Finanzinstitutionen vernetzt. So hat jüngst auch die französische Société Générale gemeldet, dass der Netto-Gewinn aus dem Russland-Geschäft um ein Drittel gesunken sei. Das Geldhaus ist nach der österreichischen Raiffeisen und ihrer Rosbank-Tochtergesellschaft die am zweitstärksten mit Russland vernetzte Bank.

Die Sperbank verweist unverhohlen darauf, dass die internationale Banken-Industrie wegen der Sanktionen Schaden nehmen werde: “Die Bank hat einen tadellosen internationalen Ruf. Über ein Drittel ihrer Anteile wird von Investoren aus Europa und den USA gehalten.”

Die Schlussfolgerung der Bank über die Konsequenzen ist unmissverständlich: “Die Tatsache, dass die Bank von den Sanktionen erfasst ist, zerstört die Grundfesten des globalen Finanzsystems.” Die Maßnahme trage nichts zur Entspannung der Europäischen Krise bei, die durch die Situation in der Ukraine auslöst wurde.

Die Zentralbank sagte ergänzend, man werde alles unternehmen, um die Sperbank zu stützen. Man wolle unbegrenzt Devisen und Rubel zur Sicherung der Liquidität zur Verfügung stellen. Die Zentralbank kündigte weiter an, sie werde als Zwischeninstanz eingreifen, um die Transaktionen mit westlichen Banken sicherzustellen.

Die  Mitteilungen von Sperbank und russischer Zentralbank sind keine leeren Drohungen: Im globalen Schulden-Kasino kann jeder jeden zu Fall bringen – auch auf die Gefahr, dass auch ein lokaler Crash das gesamte Finanzsystem in Richtung Abgrund treibt.

(….)

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/02/sanktionen-russische-zentralbank-droht-mit-crash-des-globalen-finanz-systems/

Gruß an die Bangster

TA KI

Ist die Neue Entwicklungs Bank (NEB) der BRICS-Staaten ein Betrug?


Einar Schlereth
1. August 2014

Ich habe hier einen Artikel vor mir, den zu übersetzen mir widerstrebt. Er wurde von Patrick Bond verfasst, Professor in Südafrika, Berater verschiedener Regierungen und sonst noch einer Menge Meriten. Er antwortet auf ein Papier von Horace Campbell, den er zwar als großartigen Analytiker ansieht, der aber in diesem Fall die Sache völlig falsch verstanden habe. Campbell hat geschrieben, dass „die NEB nicht auf den IWF und seine betrügerischen Bedingungen hereinfalle …“ Doch genau dies tue sie schreibt Bond.

BRICS 2014Wir alle, von Michel Chossudovsky bis James Petras, Paul Craig Roberts bis Valentin Mândrăşescu, Pepe Escobar bis hin zu uns kleinen Bloggern haben die NEB begeistert begrüßt als Instrument, das von Anfang als Mittel zur Zerschlagung der schädlichen Dollar-Vorherrschaft gedacht war, aber auch für günstige Kredite für bedeutende Infrastruktur-Maßnahmen an Entwicklungsländer.
Ich hatte zwar anfangs ein mulmiges Gefühl – bei Banken sowieso aber vor allem bei dem Gedanken, dass Indien und Südafrika mit dabei waren, zwei der korruptesten Länder der Welt und eingefleischte Anhänger des Kapitalismus, glaubte aber, dass China, Russland und Brasilien sicher gegensteuern werden und Indien sowie  Südafrika auf den richtigen Weg schubsen würden. Doch bei Patrick Bond gewinnt man das genau umgekehrte Bild, dass diese beiden Länder die anderen auf den falschen Weg schubsten. Haben wir alle uns von einem Wunschbild leiten lassen?

Bond schreibt, dass laut ‚China Daily‘: „…  die BRICS den westlichen Forderungen entgegenkommen … um den globalen Finanzmarkt zu stabilisieren“. Die BRICS würden mit der NEB die Rolle eines ‚Sub-Imperialismus‘ spielen, der „den westlichen Kapitalismus und seine destruktiven Exzesse ermöglicht“. Und dabei würden Delhi und Pretoria, „blind loyal von Washington abhängig“ eine verhängnisvolle  Rolle einnehmen.

Sodann geht Patrick Bond auf die verschiedenen Machinationen und finanzpolitischen Tricks ein, von denen ich nur die Hälfte verstehe. Deswegen möchte ich den Artikel nicht übersetzen, sondern fände es gut, wenn wir alle die Augen offen behielten, um vielleicht einen Bericht zu finden, der diese Dinge allgemeinverständlich darlegt. Wir dürfen nicht vergessen, dass sowohl in Moskau als auch Beijing Oligarchen sitzen, die nichts lieber wünschen, als ihre Länder in den Globalisierungs-Rummel voll einzugliedern. Es gilt also, den Anfängen zu wehren.

Quelle: http://einarschlereth.blogspot.de/2014/08/ist-die-neue-entwicklungs-bank-neb-der.html

Gruß an Einar

TA KI

Die Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit


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– ein Interview mit dem Schamanenwissenschaftler Terence McKenna

 

Ist die Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit das neue Leitbild der Kultur?

Führt die Suche der psychedelischen Erfahrung, die zur intellektuellen Krise des 20. Jahrhunderts gehört zu einem Archaismus, zu einer Wiederbelebung vorgeschichtlicher Werte?
Auf die Fragen des deutschen Autorenkollegen Renèe Zucker antwortet Terence McKenna, die legendärste Person, die in den letzten 15-20 Jahren in Erscheinung getreten war, „als das poetischste Sprachrohr und die wohl radikalste philosophische Stimme, die uns unterstützt, die psychedelische Erfahrung mit den urzeitlichen Traditionen des Schamanismus zu verknüpfen“, wie Timothy Leary es ausdrückte.

„Der wohl wesentlichste und wirklichste Teil ‘Alten Wissens’, ist was Leute über Pflanzen wussten, weil sie in einer solch engen Verbindung zu Pflanzen lebten. Wir sehen uns gern als eine Spezies von Jägern, aber in Wirklichkeit war das Essen von Fleisch eher ein seltenes Ereignis, gemessen an der Zeit, die aufgewendet wurde, um Beeren, Nüsse, Wurzeln und Blätter zu sammeln. Diese Heilpflanzen , die mit Wesenheiten assoziiert werden, sind seit ewigen Zeiten eingebunden in den menschlichen Lebenszusammenhang; sie wurden ständig gesammelt, miteinander gekreuzt und wegen ihrer jeweiligen Wirkungsweisen beständig gesammelt. Lange Zeit bevor Nahrungspflanzen angebaut wurden, bestand bereits ein erhöhtes Interesse an psychoaktiven Heilpflanzen.

Diese Pflanzen symbolisieren das kulturelle Erbe tausender Jahre von Jäger- und Sammlerkultur; aber wir verstehen sie (noch) nicht als Produkt unserer Kultur, so wie wir ein Auto oder Flugzeug als Kulturgut betrachten. Wir wissen das diese tropischen Wälder voll von chemisch interessanten und medizinisch wirksamen Pflanzen sind. Die Wälder von Amazonas, Guatemala, Hawaii, Assam, West Iriam, Bali…. all diese Ökosysteme sind bedroht und wenn einmal eine Spezies ausgestorben ist, wird das für immer sein, denn… sie ist einzigartig im Universum.“

Ich habe meinen Uni-Abschluss über den Schutz natürlicher Ressourcen gemacht, wobei ich besonders den Schamanismus berücksichtigt habe. Je näher ich diese schriftlosen Kulturen kennen lernte, desto mehr sah ich, das in ihrem Zentrum ein hochentwickeltes System der Pflanzenmedizin stand. Und ich lernte die Ängste über die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage kennen. Ich meine, diese Menschen sind keine Museumsstücke und es wäre blauäugig zu erwarten, dass sie in Grashütten leben, wenn alle anderen Mercedes fahren. Also gilt es ihr Erbe und die damit verbundenen Pflanzen erhalten.. zumindest solange, bis das unsere Medizin sich genug entwickelt hat, um diese Kenntnisse einzubinden.

Wenn ich so oft von der Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit spreche, dann denke ich dabei an die Suche nach einem neuen Leitbild, das zur intellektuellen Krise des 20. Jahrhunderts gehört. Diese Suche führte zu einem Archaismus, zu einer Wiederbelebung vorgeschichtlicher Werte. Ich glaube, dass die Vorgeschichte von partnerschaftlichen Gesellschaften – Rianne Eisner prägte diesen Begriff – gekennzeichnet war. Das heißt die Kraft des Femininen war der Kraft des Maskulinen gleichgestellt, woraus sich ein wesendlich angenehmeres und befriedigenderes kulturelles Leben entwickelte.

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Und dieser partnerschaftliche Stil war nicht zuletzt durch Pflanzen vermittelt, die wir Halluzinogene nennen würden. Pflanzen die eine psychologische Veränderung hervorrufen, ein Auflösen von Grenzen, von Kategorien und kulturellen Erwartungen. Es scheint mir sehr einleuchtend, dass unsere Vorfahren diese visionäre, pflanzenbezogene Rückverbindung zur Natur als Teil ihrer Erdgöttinnen-Religion erfuhren. Das ist die wirkliche Ur-Religion der Menschheit; sehr alt und weitverbreitet.

Darum meine Geschichte, in der ich davon ausgehe, dass unsere Evolution in bislang unberücksichtigtem Maße durch das Vorhandensein halluzinogener Pflanzen in der Nahrung der frühen Primaten voranbewegt wurde. Das mag anfangs vielleicht unbemerkt geschehen sein, aber sobald der Zusammenhang einmal bemerkt wurde,, wurde er wahrscheinlich auch maximiert… und daraus entwickelten sich schließlich die extatisch-orgiastischen, göttinnenorientierten Religionen der frühen Menschheit. Noch fehlt uns eine Tradition des rechten Umgangs mit jenen sakralen Drogen, eine Tradition der Integration von Halluzinogenen in das Leben der Gemeinschaft, wie das beim Schamanismus, wie er im Amazonas praktiziert wird, der Fall ist. Da geht es nicht um ein beiläufiges High werden oder Erholung, sondern es ist eine extrem fordernde spirituelle Disziplin.

Terences Lebenspartnerin Kat, die auch Redakteurin des (in den USA monatlich erscheinenden) Newsletters ‘Plantwise’ ist und mit ihrem gemeinsamen Sohn und ihrer Tochter zusammen – und mit Terence in Trennung lebt, fügt hinzu:
„Es sind keineswegs nur psychoaktive Pflanzenstoffe, die in den alkaloidhaltigen Schlingpflanzen der Botanical Dimensions-Anlage gleich tonnenweise vorhanden sind! Auch Pflanzen die nicht bewusstseins-erweiternd sind, wie z.B. das ‘Chiccuru Piri-Piri’; dass die Ureinwohner von Cupalca erfolgreich als Verhütungsmittel einsetzten, werden hier kultiviert.“

Und doch interessierte uns seinerzeit gerade die zeitgemäße Kernaussage des psychedelischen Forschungsunternehmens, die Terence – selbst kein Biologe oder Chemiker -, auf die Fragen des deutschen Autorenkollegen Renèe Zucker hin klar zu umschreiben begann.

Was das in Bezug auf den Umgang mit Halluzinogenen in unserer Kultur bedeutet, ist eine enorme Erziehungsaufgabe. Leute wurden belogen über das, was Drogen sind, man hat Drogen zum Dämon des modernen Lebens gemacht. Ich gehe davon aus, dass Menschen schon immer Drogen nahmen und auch weiter nehmen werden. Und dass genau wie es zu unserem Leben gehört, für unser sexuelles Leben Verantwortung zu übernehmen, es ebenso zu unserem Reifeprozess gehört, für unser psychedelisches Leben Verantwortung zu übernehmen. Deswegen lautet unsere Aufgabe Erziehung. Deswegen ist es wichtig, sorgfältig herauszufinden, was Drogen bewirken und vermitteln, was Drogen bewirken, was ihre Konsequenzen sind, basierend auf einer rationalen Sammlung von Beobachtungen. Wir können nicht länger jenes hysterische Pendel zum Maßstab nehmen, wo auf der einen Seite alle paar Jahre ein Drogen-Utopia proklamiert wird und auf der anderen Seite neuerliche Hexenjagden veranstaltet werden.

Das erstaunlichste an den psychedelischen Drogen ist, dass sich jeder Mensch, wo immer er sich befindet, zu einer Art Zauberer im eigenen Wohnzimmer verwandeln. Die Welt ist nicht ohne Herausforderungen, sobald man die Herausforderungen der Psychedelika akzeptiert hat. Jedes Apartment, jeder Grashügel kann zur Startrampe für eine ekstatische, visionäre Reise in eine andere Seinsebene werden. Das ist die große Wahrheit, die unsere Kultur vor uns verborgen hält; das wir von einem gewaltigen Nachlass von Information umhüllt sind, von einer anderen Dimension, deren einziger Fehler/Nachteil es ist, das sie vor unseren Kulturellen Werten keine Gnade findet. Und jetzt berichten uns die Anthropologen, das diese primitiven Leute mit ihren Pflanzen selige Reisen in unvorstellbare Welten unternehmen, in Welten voll Risiko und voll transzendenter Schönheit.

In unserer Entwicklung als westliche Menschen haben wir zuerst die einfachen, dringlichen Fragen behandelt: was ist Luft?, was ist Erde?, was ist Feuer? Die liegen inzwischen hinter uns (obgleich geade das Wasser als Informationsträger neu entdeckt wird). Aber womit wir nun tatsächlich konfrontiert sind, sind die Fragen: was ist Geist?, was ist Selbst, was ist Identität? Diese Fragen haben sich die alten Schamanenkulturen nicht gestellt, jedenfalls nicht in der Weise/Form in der wir es tun, aber es sind Fragen, auf die psychedelische Drogen ein Licht werfen. Wenn wir uns auf eine reifere Kultur zu bewegen wollen, zu einer Gesellschaft, die fair ist und offen ist und jede Frage stellen kann, auch auf die Gefahr hin, dass diese Antworten sehr, sehr erstaunlich sein werden.

Damit klarzukommen, ist nicht einfach für unsere Kultur, und es wir eine Weile dauern, bis sie diese Tatsache assimiliert hat. Aber die Drogenfrage liegt in der kulturellen Entwicklung direkt vor uns.

Ich denke, dass, in der gleichen Weise, in der das 19. Jahrhundert eine allmähliche Abneigung gegen die Sklaverei empfand und sie schließlich abschaffte, auch die Frage der Drogen heute mehr und mehr als eine Sache von Bürgerrecht verstanden wird, als ein Prinzip menschlicher Freiheit.

So wie die menschliche Entwicklung dazu führte, das Gottesgnadentum der Könige abzuschaffen, in Anerkennung der menschlichen Freiheit, so müssen wir uns von der Vorstellung befreien, dass es eine Sache von Regierungen sei, zu entscheiden, welche Drogen die Leute nehmen dürfen.

Wir werden in den kommenden/nächsten 10-20 Jahren auf diesem Gebiet gemeinschaftlich umdenken. Die internationalen Drogenkartelle der Kokain- und Heroindealer sind in vielen Fällen schon so mächtig, dass sie ganze Regierungen kaufen (oder über die Industrie politische Entscheidungen beeinflussen) können Das musste die Regierungen, die das Entstehen dieses Drogenhandels und der Kartelle lange Zeit begünstigt haben, natürlich das Fürchten lehren.

Man erwägt ja inzwischen, sie aus dem Geschäft zu vertreiben, indem man den Drogenhandel legalisiert – auch um sich die lukrativen Steuereinnahmen zu sichern. Die staatlichen Institutionen zur Drogenbekämpfung unterscheiden zwischen Stoffen wie Heroin auf der einen und Psychedelika auf der anderen Seite, nur insofern, als das Psychedelika nicht zu den Drogen gehör/ten, mit denen jemand viel Geld verdienen kann/konnte.

Mit der Entstehung der elektronischen Musik erlebten die 90er Jahre einen neuerlichen Sommer der Liebe mitsamt seinen Acid-House, Techo-, Rave- und Trance Movements und nicht nur das synthetische LSD, sondern vor allem magische Zauber-Pflanzen und -Pilze, sowie entsprechenden Designerdrogen wie MDMA und MDE. Neue Drogengruppen wie Entaktogene, Entheogene wurden den psychedelisch Wirkenden Substanzen zugefügt; und für illegal erklärt.

Es gibt nur relativ wenig Leute die sie nehmen und deswegen sind sie weder für die Mafia noch für die Polizei von großem Interesse. Für das Gesetz sind die Psychedelika Nebensache, sie sind allerdings von großer Bedeutung unter dem Aspekt ihres kulturellen Einflusses.

Warum sind/waren sie dann vergleichsweise unpopulär?
Weil ihre Einnahme Mut erfordert, Intelligenz, Disziplin, Selbstkontrolle, Neugier, Aufmerksamkeit, derlei Qualitäten. Die meisten Leute nehmen Drogen /betrachten Rausch als etwas, um ihre Wahrnehmung abzustumpfen, um ihr Leiden wegzuwischen. Aus diesem Grund sind Alkohol und Nikotin (und in gew. Maß auch Kokain) die Drogen der Massen, sie töten den Schmerz, in einer leeren, hoffnungslosen Welt zu leben. Die Halluzinogene (und auch Marihuana) hingegen laden uns ein in eine höhere, weitere, tiefere Definition dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Ich denke also, es gibt eine Zukunft für psychedelische Fragen, sogar eine sehr große Zukunft. Denn wenn es nicht die Erweiterung des Bewusstseins ist, die über der menschlichen Zukunft schwebt, was für eine Zukunft ist das dann !?

Quelle: Rave New World magazin 2000, S. 24, Das Interview mit Terence McKenna wurde 1993 auf dem Grundstück der Botanical Dimensions auf Hawaii von Renee’ Zucker geführt.

Quelle: http://www.dieneueenergiebewegung.de/shares/content/?conId=269

Gruß an Mutter Natur

TA KI