Geschichte der Runen


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Christian Bartel 2002

Die Runen sind Schriftzeichen, unserem Alphabet nicht unähnlich, die in Nordeuropa vom 1. Jahrhundert bis weit ins Mittelalter hinein benutzt wurden.

Neben ihrer Funktion als Alphabet zum Schreiben, dienten die Runen auch als ein System von Symbolen zur Magie und Wahrsagerei (Divination). Die Runen verschwanden als allgemeines Schriftsystem und mit der Christianisierung setzte sich mehr und mehr die lateinische Schrift durch. Die Bedeutung der Runen und ihre Formen blieben uns aber auf Inschriften und Manuskripten erhalten.

Die wesentliche Charakteristik, die die Runen von dem lateinischen Alphabet unterscheidet, ist die, dass jede Rune nicht nur einen phonetischen Wert hat, sondern auch eine Bedeutung. So steht die Rune Fehu nicht nur für den Laut F, sondern auch für das Wort „Vieh“. Hieran wird ihre magische und divinatorische Beziehung festgemacht. So kann Fehu im übertragenen Sinne dann für Reichtum stehen.

Heute sind die Runen als symbolisches System wieder entdeckt worden und sind als Orakel sehr populär geworden. Sie sind aber wesentlich mehr als eine aussergewöhnliche Version der Tarotkarten. Sie sind ein Schlüssel zum Leben und Glauben der Menschen zur damaligen Zeit und lehren uns viel über die Lebensweise der Menschen, die sie geschaffen haben. Menschen, deren Leben direkter mit der Natur und ihren Geistern verbunden waren, als wir es heute sind.

Geschichte und Herkunft der Runen

Wir wissen heute das die Runen zwei verschiedene Quellen haben, eine „magische“ und eine „schriftliche“ . Pre-runische Symbole (hällristningar) aus der Bronze Zeit sind in erster Linie in Schweden gefunden worden als Steininschriften. Einige dieser Symbole kann man ohne weiteres als spätere Rune erkennen, während andere nur das Konzept oder die Idee einer späteren Rune wiedergeben. Die genaue Bedeutung dieser alten Zeichen ist uns nicht mehr bekannt, ebenso wie ihr Zweck. Man geht aber davon aus, daß sie zum Orakel und zur Magie genutzt wurden. Es ist sehr warscheinlich, daß sie zur magischen Funktion der Runen beigetragen haben.

Über die genaue Herkunft der Runen gibt es unterschiedliche fachliche Meinungen (und Diskussionen). Es gibt Meinungen, daß die Runen auf dem griechisch/lateinischen Buchstaben beruhen, aber historische sowie archäologische Funde setzen den Ursprung in Norditalien an. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Alphabeten, ihre Ausrichtung und Form ist zu groß, um ignoriert zu werden. Dieser Ursprung würde auch erklären, wieso die Runen dem lateinischen Alphabet ähneln, da beide Schriften ihren Ursprung im Etrusikischen haben. Die Theorie würde das Futhark (das runische Alphabet) vor dem ersten Jahrhundert ansetzen. Aus linguisitischer und phonetischer Sicht ergibt sich ein etwas früheres Datum: ca. 200 vor Christus.

In der Zeit als die nordischen Völker die Schriftzeichen übernahmen und sie zu ihrem System umformten, gaben sie den Zeichen Namen die sich auf Aspekte ihres täglichen Lebens bezogen. Dadurch transformierten sie die einfachen Piktogramme in ein magisches Alphabet, welches zur Magie und Divination benutzt werden konnte.

Der Name „Futhark“ ist ähnlich aufgebaut wie „Alphabet“, es besteht aus den ersten Buchstaben der Schriftreihe, die sich erheblich von der lateinischen unterscheidet. Das Futhark bestand ursprünglich aus 24 Zeichen, die mit dem F begannen und mit O endeten. Diese Runen sind als das Alte oder germanische Futhark bekannt.

Etwa im fünten Jahrhundert n. Chr. änderten sich die Runen, zuerst in Friesland. Zu dieser Zeit fielen die Angelsachsen in Britanien ein und ähnliche Runen traten zum ersten Mal auf der Insel auf. Die Form einiger Runen änderten sich, besonders A/O C/K H J S Ng. Eine Änderung der Sprache fügte zwischen fünf und neun Runen ein, damit das Alphabet die neuen Laute darstellen konnte. Dieses Alphabet wird „Anglo-Saxon Futhark“ genannt.

In Skandinavien blieb das ältere Futhark bis ins 8 Jahrhundert im Gebrauch (die Zeit der Eddas). Zu der Zeit änderte sich die Sprache und auch hier wurden die Runen angepasst, um die Laute darzustellen. Allerdings reduzierte das „Jüngere Futhark“ die Runen von 24 auf 16 und einige Runen standen für mehrere Laute. Die Form der Runen wurde ebenso geändert und vereinfacht. Dieses Alphabet brachte mehrere Variationen hervor, meistens länderspezifisch. Dieses Alphabet kam dann auch nach Island und Grönland. Vielleicht sogar nach Amerika, aber dafür gibt es keine stichhaltigen Beweise.

Die Wiederauferstehung

Die Runen, in erster Linie die jüngere Form blieben bis ins 17 Jahrhundert im Gebrauch. Bis zu dieser Zeit standen sie auf fast allem von Münzen bis Särgen, in einigen Fällen waren sie sogar durch die Kirche sanktioniert. Sogar die normale Volk kannten einfache Runensprüche und die Runen wurden bei bestimmten Fragen zur Hilfe gezogen. 1639 verbot die Kirche jedwede magische Kunst, um „das Böse aus Europa zu treiben“. Das Wissen der Runenkundigen ging verloren. Ende des 19 Jahrhunderts wurden die Runen im Zuge der völkischen Bewegung wieder entdeckt und durch Guido List wieder ins Gespräch gebracht. Leider machte dieser seine eigene Phantasieversion daraus, die keinerlei historische Grundlage aufweisen kann und heute eigentlich nur noch von zweifelhaften Gruppen verwendet wird.

Nach dem zweiten Weltkrieg und mit dem Beginn des Esoterik-Booms gab es eine zweite Wiederauferstehung der Runen, nachdem sie zuvor so pervertiert wurden.

Quelle: http://www.eldaring.de/pages/artikel/runen/geschichte—runen.php

Gruß an die Magie der  Schrift

TA KI

Ein Kommentar zu “Geschichte der Runen

  1. Ich werde nie verstehen, warum jemand einen Artikel über Dinge schreibt, von denen er nichts versteht. Runenzeichen sind Piktogramme, sie gehören zu den allerersten Schriftzeichen, wie die Keilschriften. Damit ist ihre Entstehung weit vor der Zeitenwende anzusiedeln. Die Babylonier sollen schon 2.700 v.C. Zeichen in Ton geritzt haben; glaubt der Autor , seine Vorfahren hätten keine Schrift besessen? Die Keilschrift enthielt kombinierte Zeichen, die mißverständlich waren, wenn aus dem Zusammenhang gerissen. Ähnlich den Hieroglyphen. So vermutete man logischerweise religiösen Ursprung, dort ist Verwirrung ja Gesetz. Tatsächlich waren Keilschriften nur im Sachzusammenhang deutbar. Noch viel mehr gilt das für die einfachen Runenzeichen. Ein und das gleiche Zeichen als Wegmarkierung genutzt, oder in der Wahrsagung, bedeutete einmal sicherer Weg zum Fluss und einmal sicherer Weg zum Tod. Wegmarkierungen sind in Nordeuropa und Nordamerika seit 4.000 v.C. nachgewiesen, (mysteriöse) Steinhaufen, Steinpyramiden, Hünengräber usw. Mindestens so alt sind Runenzeichen. Die Mehrzahl wurde in (Buchen)Holz geritzt, wie die Runenstäbe, von denen nur wenige die Zeit überdauerten. Daher stammt unser Wort Buchstabe, dessen Herkunft in der Vorzeit liegt. Im Beitrag wird ja auf die Bronzezeit verwiesen, also etwa 1.800 v.C., nach der Kupferzeit -etwa 4.000 v.C.- und der Eisenzeit . Ja, die Eisenzeit in Nordeuropa begann 3.800 v.C., lange vor der Erschließung der britischen Zinngruben, die erst die Bronzeherstellung ermöglichten. So wie die Runen lange vor den etruskischen Schriftzeichen entstanden, vermutlich sogar vor den baylonischen. Das sie in Norddeutschland entstanden, ist belegt. In der Vorzeit war die Voraussetzung für eine Schrift und die Notwendigkeit nur in einem begrenzten Habitat vorhanden. Rentierjäger brauchen keine Schrift. So wenig wie asiatische oder afrikanische Ziegenhirten. Heute noch wir dort die mündliche Mitteilungsform vorgezogen. Was uns zu den phantastischen Märchen aus Tausend und einer Nacht führt. Und die Suche nach dem Ursprung orientalischer Sprachen und Schriften völlig unmöglich macht. Die danach entwickelten Schriften zeichnen sich durch nasale, gutturale und cerebrale Aussprache aus. Wir wissen nicht, wie Runenzeichen gesprochen wurden, Form und Bedeutung lassen aber nur eine harte Aussprache zu. Bei den Konsonanten sind das Explosivae, Fricitivae, Faucales und Paltales. Heute noch wird Deutsch als schroff, dominierend und befehlend bezeichnet. Wir haben eine Menge Indizies für die Herkunft und die Zeit der Runenfindung. Auch dafür, welchen Weg sie nahmen. Mit der Wanderung der Seevölker 1.300 v.C. gelangten sie nach Kanaan und bildeten dort die Grundlage für dass phönikische Alphabet. Welches Vorläufer des altgriechischen und damit des etruskischen Alphabets war, welches als lateinisches Alphabet wieder zu uns gelangte. Die Etrusker waren die Spartaner der griechischen Geschichte und damit auch die leiblichen Nachkommen der Runen-Erfinder. Der Kreis hatte sich geschlossen, was auch die Schlangensymbolik der späten Kelten in einem neuen Licht erscheinen lässt. Nur mal so als Denkaufgabe.

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