Glücklich währt am längsten


luckydogObwohl sich die Menschen mit ihrem Geld Berge von Ochsenziemer und Schweineohren kaufen könnten, sind sie nicht glücklich. Doch das ist gar nicht gesund. Schlechte Stimmung verkürzt das Leben – jetzt sogar wissenschaftlich bewiesen. Wie eine Auswertung von 160 Studien über das Thema Glück und Gesundheit ergab, leben glückliche Menschen länger als unglückliche. Wie man glücklich wird? Am besten, Sie lesen keine Zeitung mehr.

Unglückliche Menschen sterben früher als glückliche. Damit ist zwar beiden geholfen. Wer aber positiv durchs Leben geht, lebt nicht nur länger, sondern auch gesünder. Das zeigt eine Metaanalyse von insgesamt 160 Studien, die sich allesamt um das Thema „Glück und Gesundheit“ drehen. Darunter auch jene Studie, die 5’000 Studenten über 40 Jahre begleitete, um die Stressbelastung und deren Folgen zu erforschen.

Die Forscher der University of Illinois sind sich nach der Auswertung der Studien einig: Positive Emotionen, Glücksgefühle und Lebensfreude stärken die Gesundheit und erhöhen die Lebenserwartung. Denn glückliche Menschen bilden weniger Stresshormone und stärken damit das Immunsystem. Der lebensverlängernde Effekt ist so gross, dass Glücklichsein sogar Übergewicht aufheben kann. Dass mit Glück weder Lottogewinn, noch Macht oder Erfolge gemeint sind, versteht sich von selbst.

Die meisten Ängste der Menschen sind fremdgesteuert und haben nichts mit der Realität zu tun. Ängste werden von Medien verbreitet, weil ihre Berichterstattung vor allem negativ ist: Entführte Kinder, Terrorbedrohung, Krankheiten, etc. Zwar raten die meisten Erwachsenen den Kindern, nicht alles zu glauben, was sie am Fernsehen sehen, aber selbst tun sie es ununterbrochen und machen sich darum Sorgen, die krank machen.

Das Ergebnis der Studienanalysen der US-Wissenschaftler bestätigt damit den Ansatz der Naturheilkunde, die davon ausgeht, dass ein glücklicher Geist auch in einem gesünderen Körper wohnt. Die lebensverlängernden Faktoren der Lifestyleindustrie – gesunde Ernährung, Normalgewicht und Nichtrauchen – stimmt also nicht. So kann ein glücklicher Raucher tatsächlich älter werden als ein unglücklicher Nichtraucher.

*Snoopy ist unser Redaktionshund und darf hier jeden Sonntag kolumnieren. Wie Frank A. Meyer im Sonntagsblick, mit dem Unterschied, dass Snoopy öfter vor Glück mit dem Schwanz wedelt als der Griesgram in Berlin.

Quelle: http://www.seite3.ch/Snoopys+Wort+zum+Sonntag+Thema+heute+Gluecklich+waehrt+am+laengsten/549654/detail.html

Gruß an die Glücklichen

TA KI

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Wissenschaftler verschicken erstmals Nachrichten mittels „Telepathie“


A man wears a brain-machine interface, e

Ein Team von Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, Nachrichten von einem Hirn zum anderen zu schicken. Die Entfernung zwischen den vier Probanden betrug 8.000 Kilometer. Für das Experiment waren keine chirurgischen Eingriffe nötig.

Eine Testperson saß in Indien und bekam auf einer Tafel Worte gezeigt. Er trug auf dem Kopf eine Art von Sendeeinheit. Die drei anderen Probanden trugen entsprechende „Empfänger“ und sollte die Worte wiedergeben, die Testperson Eins ihnen per Gedankenübertragung vermittelte.

Das Experiment stützt sich auf die Elektroenzephalografie, wodurch man Hirnströme von Außerhalb des Körpers messen kann. Das Gerät fing die gesendeten Nachrichten auf und schickte sie per Internetleitung weiter. Die Nachrichten wurden mittels elektromagnetischer Induktion wieder umgewandelt.

Quelle: http://www.shortnews.de/id/1107180/wissenschaftler-verschicken-erstmals-nachrichten-mittels-telepathie

Der Dalai Lama will keinen Nachfolger mehr haben


Das geistige Oberhaupt der Tibeter glaubt, dass die „Institution Dalai Lama“ ausgedient habe. Er lobt im „Welt am Sonntag“-Interview den Reformprozess in China und kritisiert Putin deutlich.

interview-Dalai-Lama

Der Dalai Lama rät davon ab, nach seinem Tod einen Nachfolger für ihn zu bestimmen: „Die Institution des ‚Dalai Lama‘ wurde zu etwas Wichtigem wegen der politischen Macht. Diese gibt es heute nicht mehr“, sagte das spirituelle Oberhaupt der Tibeter der „Welt am Sonntag“. Seit 2011 sei er komplett pensioniert. „Damit enden auch fast fünf Jahrhunderte der Dalai-Lama-Tradition – und das geschieht freiwillig. Politisch denkende Menschen müssen daher einsehen, dass die rund 450 Jahre währende Institution des Dalai Lama ausgedient haben sollte.“

Auch eines geistlichen Nachfolgers bedürfe es nicht, fuhr der Dalai Lama fort. „Der tibetische Buddhismus ist nicht abhängig von einem Individuum. Wir haben eine sehr gute Organisation mit hervorragend ausgebildeten Mönchen und Gelehrten.“ In den vergangenen fünf Jahrzehnten habe man Schritt für Schritt eine starke Gemeinschaft hier in Indien aufgebaut.

Der 79-jährige Friedensnobelpreisträger, der 1959 aus seiner Heimat Tibet floh, ist zuversichtlich, noch lange wirken zu können. „Laut den Ärzten, die meine physische Kondition geprüft haben, werde ich 100 Jahre alt. Laut meinen Träumen werde ich 113 Jahre alt. Aber 100 sind, denke ich, sicher.“

Außerdem wolle er wieder auf die Welt zurückkehren, sagte der Dalai Lama mit Blick auf den Glauben im tibetischen Buddhismus, das Menschen als fühlende Wesen wiedergeboren werden. „Eines meiner täglichen Lieblingsgebete ist, dass ich bleibe, solange das Leid fühlender Wesen auf der Welt bleibt. Das heißt nicht im gleichen Körper, aber als Geist und Seele.“

China dürfe „sich nicht mehr abschotten“

Zuversichtlich ist der oberste tibetische Mönch darin, eines Tages wieder in seine Heimat zurückkehren zu können. „Ja, davon bin ich fest überzeugt“, sagte der Dalai Lama der „Welt am Sonntag“. China könne sich nicht mehr abschotten, es müsse auf seinem Weg zu einer demokratischen Gesellschaft voranschreiten.

„Unter dem Staatspräsidenten Xi Jinping hat eine neue Ära begonnen“, ist der Dalai Lama überzeugt. „Er möchte eine harmonischere Gesellschaft schaffen als jene, die es unter seinem Vorgänger Hu Jintao gab.“ Xi Jingping kämpfe entschlossen gegen Korruption, also gegen eine der Quellen von Misstrauen. Er sei mutig, er habe sich viele Feinde unter den alten Kadern geschaffen. „Außerdem hat er bei seinem Besuch in Paris im März dieses Jahres den Buddhismus als einen wichtigen Teil der chinesischen Kultur bezeichnet.“

Gleichzeitig forderte er, China stärker in die Weltpolitik einzubinden: „Jetzt geht es darum, dass die moderne Weltgemeinschaft China dabei unterstützt, ein demokratisches Land zu werden – mit Menschenrechten, mit Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit. Integration ist gut, sie wird auch Tibet nutzen.“

Heftig kritisierte der Dalai Lama hingegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Herr Putin war erst Präsident, dann Premierminister, dann wieder Präsident. Das ist ein bisschen zu viel“, sagte der Dalai Lama der „Welt am Sonntag. „Es zeigt, dass er eine sehr egozentrische Einstellung hat: Ich, ich, ich!“ Das ist eigentlich der Ursprung des Problems. „China und Russland seien zwei sehr unterschiedliche Fälle.

Während China Teil des globalen politischen Systems werden wolle und auf Dauer dazu bereit sein werde, die internationalen Spielregeln zu akzeptieren, gelte das für Russland und Präsident Putin im Moment nicht. „Wir hatten uns daran gewöhnt, dass die Berliner Mauer gefallen ist. Jetzt scheint Präsident Putin sie wieder bauen zu wollen. Aber damit schadet er seinem eigenen Land. Isolation ist Selbstmord für Russland.“

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article131976724/Der-Dalai-Lama-will-keinen-Nachfolger-mehr-haben.html

Gruß an die fühlenden Wesen, die sich jetzt vielleicht bewußt werden, daß ihr Leid Andere nährt!!

TA KI

Wassergöttinnen


Einige Gedanken zu den Göttinnen des Wassers …

 

Viele Völker dieser Erde haben das Meer, die Flüsse, Seen und Quellen als Göttin oder einfach auch als „Mutter“ angesehen. Das Element Wasser erscheint in vielen Mythen in weiblicher Form – als Schöpfungs- und Geburtsflüssigkeit, nährend, heilend, wiegend – auch als mächtige Kraft.

Diese „Wassermütter“ haben in der matriarchalen Vorstellung von der Welt und der Natur einen wichtigen Stellenwert: Sie machen mit ihrem Element die Erde fruchtbar, bewegen durch den ewigen Kreislauf die Luft und schenken den Menschen das wichtigste Nahrungsmittel.

  • Pflanzen, Tiere und Menschen haben im Wasser ihren Ursprung.
  • Über 70 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt.
  • Wir selbst sind einmal in Fruchtwasser geschwommen und von ihm genährt worden.
  • Unser Körper besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser.
  • Und Wasser begründet den Ursprung der menschlichen Zivilisation. Erste Siedlungen entstanden an großen Flussläufen und Meeresbuchten.

Wasser ist Energie und Informationsträger. Daher ist es weltweit und quer durch alle spirituellen Richtungen wichtiger Bestandteil vieler Rituale – wie z.B. bei Taufen, zeremoniellnen Reinigungen und Segnungen, als Weihwasser oder bei Festen an heiligen und heilenden Quellen.

Die Kraft der Wassergöttinnen kann in jedem Schluck, in jedem Bad, in jedem Tropfen wahrgenommen werden. Dies wollen wir in unterschiedlicher Form bei dieser Göttinnen-Konferenz erfahren, feiern und kreativ zum Ausdruck bringen.

Und vor allem: Wasser verdient Respekt

Wir sind die AhnInnen aller zukünftigen Generationen –  für die wir Wasser, dieses wunderbare Geschenk schützen und hüten.
Daher werden wir uns diesem Thema auch mit zukunftsorientierten Visionen widmen und es gemeinsam mit dem Wissen alter Mysterien verweben.

 

WASSER!
Du hast weder Geschmack, noch Farbe noch Aroma.
Man kann dich nicht beschreiben. Man schmeckt dich ohne dich zu kennen.
Es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: Du bist das Leben!»
Antoine de Saint-Exupéry

http://www.goettinnenkonferenz.at/wassergottinnen/

Gruß an die Frauen

TA KI

WLAN: Ein unkontrolliertes Experiment


Elektrosmog

Jahrzehnte wissenschaftlicher Forschung über die schädlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder legen nahe, einen vorsichtigeren Umgang mit mobilen Kommunikationstechnologien zu pflegen. Das gilt besonders für Kinder und Heranwachsende, da die gefährliche Strahlung tief ins Hirn eindringen kann.

Die jahrzehntelange wissenschaftliche Erforschung des Gefahrenpotenzials elektromagnetischer Felder zeigt, dass wir Kommunikationstechnologien wie Mobilfunk und WLAN umsichtiger verwenden müssen. Gerade bei Kindern ist Vorsicht geboten, denn die schädliche Strahlung kann tief in ihr Gehirn eindringen.

Das 21. Jahrhundert ist durch die stark beschleunigte Entwicklung der drahtlosen Kommunikation gekennzeichnet. Zur elektromagnetischen Verschmutzung der Atmosphäre tragen nicht nur Radio- und Fernsehsignale bei, sondern auch Satellitenübertragungen und in neuerer Zeit die Wi-Fi-Netzwerke (WLAN). In den Vereinigten Staaten waren im Jahr 2010 bei etwas über 300 Millionen Einwohnern bereits 285 Millionen Mobiltelefone registriert. Schätzungen zufolge nutzen von den ca. sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten derzeit mehr als fünf Milliarden Mobiltelefone.

Vor zwei Jahren stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) die im Mobilfunk verwendeten elektromagnetischen Felder als möglicherweise krebserregend ein. Dieser Artikel diskutiert die Gesundheitsgefahren elektromagnetischer Strahlung ebenso wie die fehlenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und behördlichen Maßnahmen, die nötig sind, um das Leben auf unserem Planeten besser zu schützen.

Das Problem: Ionisierende vs. nicht-ionisierende Strahlung

Die heutige Wissenschaft legt ihr Augenmerk verstärkt auf zwei physikalische Einflussfaktoren: ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung. Hierbei sollen gemeinsame Wirkungsmechanismen gefunden und der Nutzen für die Bevölkerung ebenso wie die Gesundheitsgefahren erforscht werden. Beiden Phänomenen gemein ist das Wort „Strahlung“. Aus der Sicht des Physikers handelt es sich dabei um zwei verschiedene Erscheinungen, die separat beschrieben werden. Dabei wird jedoch völlig vernachlässigt, dass der jeweils andere Faktor gleichzeitig vorhanden ist, dass die beiden Strahlungsarten also gemeinsam vorkommen und wirken.

Nach gängiger Auffassung ruft ionisierende Strahlung Gesundheitsschäden hervor, die durch energetische Wirkung und die dadurch resultierende Ionisation des Körpergewebes entstehen. Die Schäden treten bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte auf und können bereits kurze Zeit nach der Bestrahlung sichtbar werden, normalerweise innerhalb einiger Stunden oder Tage. Nach jahrzehntelanger Forschung kennt die Wissenschaft heute eine Vielzahl potenziell gefährlicher Auswirkungen ionisierender Strahlung. Die Forschungsergebnisse bestätigten sich bei der Auswertung der Gesundheitsschäden, an denen die Reaktorbelegschaft und die Bevölkerung nach dem Tschernobyl-Unfall vor einem Vierteljahrhundert litten (Grigoriev, 2012a, 2012b; Sage, 2012).

Was wissen wir aber über nicht-ionisierende Strahlung? Im Grunde gar nichts. Nicht einmal das Verhalten einfacher, in der Natur vorkommender magnetischer, elektrischer und elektromagnetischer Felder (EMF) verstehen wir komplett, obwohl auch hier Forschung betrieben wird. Die Erde ist einer großen Zahl elektromagnetischer Strahlungsquellen aus dem Weltall ausgesetzt. Die bislang ausgereifteste Analyse der Evolution unserer Biosphäre aus dem Blickwinkel der Weltall-Erde-Beziehungen wurde vor langer Zeit von Chizevskii angefertigt. Vor über 45 Jahren verfasste der hervorragende sowjetische Bioelektromagnetismus-Forscher Yuri Kholodov das Buch „Man in the Magnetic Web“. Lange bevor der Mobilfunk aufkam, wies Kholodov bereits darauf hin, dass unsere Biosphäre in einen Ozean elektromagnetischer Wellen getaucht ist.

Das ist aber noch nicht das ganze Problem. Der raschen Entwicklung der Nachrichtenübermittlung durch Satelliten folgte die Einführung der Mobiltelefone und in jüngerer Zeit der WLAN-Technologie. Hierdurch haben sich die elektromagnetischen Umweltbedingungen drastisch verändert. Die gesamte Biosphäre – jeder auf der Erde lebende Organismus – ist kontinuierlich dem Einfluss elektromagnetischer Felder ausgesetzt, deren Quellen wir nicht bemerken, und deren Amplituden und Frequenzen wir nicht kennen. Zumeist beachten wir das komplexe Strahlennetzwerk gar nicht, das – neben Satelliten und Mobiltelefonen – auch von Radio- und Fernsehsendern, WLAN-Basisstationen und sonstigen drahtlosen Kommunikationsmitteln erzeugt wird.

Wo wir gerade bei den Gefahren der Wi-Fi-Technologie sind, sollten wir darauf hinweisen, dass hierzu nicht nur WLAN-fähige Mobiltelefone gehören, sondern – viel wichtiger – alle Sender und Verteiler von WLAN-Signalen, hauptsächlich Antennen, Funk-Router, und Basisstationen. An vielen öffentlichen Orten werden WLAN-Zugänge errichtet, damit wir mobil im Internet arbeiten können. Das mag verständlich klingen. Warum muss aber auch in U-Bahn-Tunneln die Versorgung sichergestellt werden? Das erfordert offensichtlich Richtstrahlung mit hoher Sendeleistung, der alle Fahrgäste ausgesetzt sind, nur damit die Nutzer von Smartphones und sonstigen WLAN-Spielzeugen bequem im Netz surfen können.

Was genau ist WLAN? Es handelt sich um eine beliebte und verbreitete Technologie, mit der elektronische Geräte drahtlos (durch Funkwellen) Daten über ein Computernetzwerk austauschen können. Dazu gehört auch Highspeed-Internet. WLAN-fähige Geräte verbinden sich mit einer Netzwerk-Ressource (z. B. dem Internet) über eine Basisstation, also einen drahtlosen Netzwerk-Zugriffspunkt. Eine solche Basisstation hat innerhalb von Gebäuden eine Reichweite von ca. 20 Metern, außerhalb ist die Reichweite deutlich größer.

Die Grafik von Nickolay Lamm zeigt, wie WLAN-Funkwellen dem menschlichen Auge erscheinen würden, wenn wir sie sehen könnten. Quelle: http://tinyurl.com/mwd9vu7

Elektromagnetische Felder in der Biosphäre

Die Wirkung nicht-ionisierender Strahlung kann – im Gegensatz zu ionisierender – so gut wie nie direkt bei der Bestrahlung (oder kurz danach) beobachtet werden. Selbst wenn wir „thermische“ Einflüsse betrachten und die spezifische Absorptionsrate (SAR) hinzuziehen, ist nachweislich immer eine gewisse Zeitspanne nötig, bis eine Wirkung eintritt (vgl. Markov, 2006).

Durch unsere langjährige Erfahrung in der Strahlenbiologie und der Bioelektromagnetismus-Forschung können wir bestätigen, dass die biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper keine thermischen sind. EMF müssen vielmehr aus niedrigenergetischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Hier sind Proteinfaltungsänderungen (Konformationsänderungen) in Zellstrukturen und Einflüsse auf die biochemische Signal-Transduktions-Kaskade ebenso zu beachten wie die Ausprägung der EMF auf der Ebene wichtiger Biomoleküle. Die Auswirkungen haben vermutlich eher informatorischen Charakter, deshalb dauert es eine gewisse Zeit, bis weitere biochemische und physiologische Veränderungen anlaufen und wahrnehmbar werden (vgl. Markov, 2012).

In den späten 1970er und den 1980er Jahren kamen Diskussionen über zwei Probleme der öffentlichen Gesundheit auf: Einerseits die potenzielle Gefahr, die von niederfrequenten EMF ausgeht (z. B. aus Stromleitungen), andererseits die mobile Kommunikation, die hochfrequente EMF nutzt und eine ernste Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung darstellt. Ein Autor wies darauf hin, dass die heutige Menschheit Teil eines globalen Experiments ist, das von der Industrie ohne jede Regulierung, Vorschrift und Kontrolle durchgeführt wird (vgl. Grigoriev, 2012b).

In den letzten beiden Jahrzehnten entwickelte sich die drahtlose Kommunikation zur am schnellsten wachsenden Technologie. Sie hat sich über die gesamte Erde verbreitet. Etwa fünf Milliarden Mobiltelefone sind registriert, in Industrieländern ebenso wie in Entwicklungsländern. Dabei sind nicht nur die Benutzer der Funktechnologie der exponentiell wachsenden Belastung durch Hochfrequenzstrahlung ausgesetzt, sondern sämtliche Bewohner des Planeten.

In öffentlichen Räumen wie Schulen, Supermärkten, Krankenhäusern und Verkehrsmitteln können wir beobachten, dass fast jeder junge Mensch ein elektronisches Gerät bei sich trägt – sei es ein Spiel oder die neueste Version eines Smartphones. Einen solchen Zivilisationsfortschritt bietet uns die heutige Industrie und Technik. Die Frage ist nur: zu welchem Preis?

Mobiltelefone senden Hochfrequenzstrahlung mit einer Energiedichte aus, die ca. zwei Milliarden mal höher ist als bei natürlich vorkommender Strahlung. Zudem sind sie so konzipiert, dass sie direkt am Kopf des Benutzers betrieben werden. Deshalb wird ein Großteil der Sendeleistung unmittelbar in den Kopf abgestrahlt. Die kleinen Mobiltelefone geben auf effektive Weise eine große Energiemenge in kleine Bereiche des Kopfes ab, wodurch sie Schäden am Gehirn verursachen können.

EMF-Emission und -Absorption

Wir möchten an der Stelle anmerken, dass dieses um sich greifende Problem nicht neu ist. Im Jahr 1995 bemerkte Robert C. Kane:

„Die heutige Praxis der Herstellerindustrie, mit vollem Wissen Produkte zu vermarkten und zu vertreiben, die dem menschlichen Körper Schaden zufügen, ist in der Geschichte der Menschheit beispiellos.“ (Kane, 2001)

Was ist der eindringlichen Aussage eines ehemaligen Chefentwicklers der Firma Motorola noch hinzuzufügen? [Kanes Buch „Cellular Telephone Russian Roulette“ steht unter http://tinyurl.com/7vymy8x komplett im Netz.]

Eine der ersten Arbeiten zur Absorption elektromagnetischer Energie wurde von Schwan und Piersol (1954) veröffentlicht. Die Autoren knüpfen darin eine Verbindung zwischen Gewebeaufbau und Strahlungsaufnahme. Wichtig hierbei: Die Zusammensetzung von Körpergewebe ist sehr komplex und unterscheidet sich von Organ zu Organ ebenso wie von Mensch zu Mensch. Aus biophysikalischer Sicht hängt die Energieabsorption auch davon ab, wie tief die Strahlung bei unterschiedlichen Sendefrequenzen in das Gewebe eindringt. Im Bereich zwischen 825 und 845 MHz liegt die Eindringtiefe zwischen 2,0 und 3,8 cm (vgl. Polk & Postow, 1986).

Vor 40 Jahren schrieb Michaelson über wiederholte Strahlenbelastung:

„Der kumulative Effekt ist so zu verstehen, dass sich die Schäden bei mehrfacher Strahlenbelastung anhäufen. Dabei ist jede einzelne Bestrahlung in der Lage, einen geringfügigen Schaden zu verursachen. Anders ausgedrückt: Eine Einzelbestrahlung kann eine unmerkliche thermische Verletzung nach sich ziehen, wobei der Körper den erlittenen Schaden selbst reparieren kann, wenn genügend Zeit (Stunden oder Tage) zur Verfügung steht. Der Schaden ist daher reversibel und geht nicht in einen auffälligen permanenten oder semipermanenten Zustand über. Kommt es innerhalb der zur Heilung nötigen Zeitspanne zu einer weiteren Strahlungseinwirkung (oder mehreren), kann der Schaden eine permanente Stufe erreichen.“ (vgl. Michaelson, 1972)

Die wiederholte Reizung eines bestimmten Gewebebereichs („Hot Spot“, z. B. ein kleiner Teil des Gehirns) kann also zu einem dauerhaften und irreparablen Defekt führen. Ein Teil des Problems liegt darin begründet, dass die betroffene Person nichts über das Eindringen der Strahlung und die damit verbundene Gefahr weiß.

Wie wir sehen, liefert uns die Wissenschaft der 1950er bis 1990er Jahre bereits grundlegende Erkenntnisse und Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder menschlichen Organen Schaden zufügen können, insbesondere dem Gehirn. Wir haben sogar detailliertes Wissen über die Wirkung in verschiedenen Frequenzbereichen: Eine Reihe von Studien ergab, dass elektromagnetische Energie im Bereich um 900 MHz schädlicher sein kann als Strahlung im Bereich von 2.450 MHz, weil sie tiefer in organisches Gewebe eindringen und demzufolge mehr Energie in das Gewebe transportieren kann. Im Jahr 1976 schloss J. C. Lin, dass mit einer Frequenz von 918 MHz ausgestrahlte elektro­magnetische Felder bei ähnlicher Energiedichte eine größere Gefahr für das menschliche Gehirn darstellen als mit 2.450 MHz ausgestrahlte (vgl. Lin, 1976).

Studien über Diathermie-Anwendungen [„Kurzwellen-Therapie“, Anm. d. Übers.] zeigen ebenfalls übereinstimmend, dass elektromagnetische Energie bei Frequenzen um und unter 900 MHz am besten geeignet ist, tief in Hirngewebe einzudringen. Verglichen mit höheren Frequenzen ist die Eindringtiefe in diesem auch von Mobiltelefonen verwendeten Frequenzbereich deutlich größer. Tief liegendes Gewebe (z. B. das Gehirn) absorbiert die größten Energiemengen, während Fettschichten und Knochen viel weniger Energie aufnehmen (vgl. Johnson & Guy, 1972). Wichtig ist die Anmerkung, dass thermische Effekte in tief liegenden Gewebeschichten nachweislich ohne signifikante Erhitzung der Gewebeoberfläche auftreten können. Natürlich sind die Frequenzen, bei denen Diathermie- und Hyperthermie-Anwendungen (Überwärmungstherapie) die besten therapeutischen Resultate erzielen, auch diejenigen, die unter unkontrollierten Bedingungen dem Menschen am gefährlichsten werden können. Gerade die förderlichen Absorptionseigenschaften der Frequenzbereiche um 750 und 915 MHz machen also die Strahlung von Mobiltelefonen im 825–845-MHz-Band so gefährlich (vgl. Kane, 2001).

Probleme bei Standards und Richtlinien

Nun stellt sich die offensichtliche Frage: Wenn die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten Kenntnisse über die Gefahren elektromagnetischer Strahlung hat, warum stehen solche Probleme dann nicht ganz oben auf der Prioritätenliste der heutigen Forschung? Wir möchten zwei Hauptgründe dafür nennen: die politische Macht der Industrie und das Versagen der Wissenschaftsgemeinde.

Die wichtigsten Regularien und Standards wurden vom Verband der Ingenieure für Elektrotechnik und Elektronik (IEEE) und der Internationalen Kommission für den Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) in den Jahren 2005 und 2009 etabliert. Die beschriebenen Verfahren und die Terminologie werden von Physikern und Biologen nicht anerkannt, bleiben aber dennoch geltende Richtlinien, hauptsächlich für die Industrie.

Dass im Zusammenhang mit Hochfrequenzstrahlung über potenzielle „gesundheitliche Auswirkungen“ statt „Gesundheitsgefährdung“ gesprochen wird, kann nur verwundern. Der Begriff „Auswirkungen“ wird möglicherweise bewusst falsch verwendet, um die Bevölkerung nicht wegen der Gefahren in Unruhe zu versetzen, die mit dem Einsatz der Strahlung in der Nähe des menschlichen Gehirns einhergehen.

Wenn Ingenieure behaupten, ein über die thermische Wirkung hinausgehender Einfluss von Hochfrequenzstrahlung könne nicht belegt werden, führen sie die Wissenschaft ebenso wie die Bevölkerung in die Irre. Darauf haben wir an anderer Stelle (vgl. Markov, 2006) bereits hingewiesen. Die Möglichkeit nicht-thermischer Auswirkungen zu verneinen ist unvernünftig. Noch schlimmer ist die erwähnte Vermischung von „Auswirkungen“ und „Gefahren“. Von der Bioelektromagnetismus-Forschung wurden hunderte Abhandlungen veröffentlicht, die sich der Gentoxizität sowie den Modifikationen an der DNS und anderen wichtigen Biomolekülen widmen. In einer Arbeit von Israel, Zaryabova und Ivanova (2013) wird richtig darauf hingewiesen, dass selbst die von internationalen Ausschüssen vorgelegte Definition des thermischen Effekts nicht akkurat ist.

Epidemiologen behaupten, dass keine schlüssigen Beweise für DNS-Modifikationen vorliegen. Ebenso behaupten sie, dass es „keine überzeugenden und konsistenten Beweise für einen Zusammenhang zwischen der von Mobiltelefonen ausgehenden nicht-ionisierenden Strahlung und einem Krebsrisiko“ gebe (Boice & Tarone, 2011). Erstaunlicherweise wurde der Artikel von Boice & Tarone publiziert, nachdem die IARC Hochfrequenzstrahlung als „für Menschen möglicherweise krebserregend“ eingestuft hatte. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel erörtert Markov (2012), wie die lange hinausgezögerte Publikation der Interphone-Daten dazu führte, dass zwei Teilnehmergruppen der Studie einander widersprechende Arbeiten veröffentlichten.

Seit über einem halben Jahrhundert arbeitet eine Gruppe bedeutender Strategen und Richtliniengestalter – darunter auch Wissenschaftler – mit dem Begriff „SAR“. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) wird in Watt pro Kilogramm (W / kg) oder Milliwatt pro Gramm (mW / g) angegeben. Sie ist ein Maß für die Energie, die von einem gegebenen Körpergewebe absorbiert wird. D. h., sie gibt die aufgenommene Strahlungsmenge an, nicht aber die von einem Gerät ausgesendete. Die Energie-Absorption erfolgt bei verschiedenen Menschen und Organen uneinheitlich und abhängig von der Sendefrequenz. Trotzdem wird der Begriff bis heute oft als Maß für die von einer EMF-Quelle abgegebene Energie benutzt. Wie soll ein technisches Gerät aber auf solche Weise charakterisiert werden? Noch einmal: Der SAR-Wert sagt aus, wie viel Energie von einem Gramm Körpergewebe aufgenommen wird.

Die unsachgemäße Verwendung des SAR-Begriffs spielt den Befürwortern der WLAN-Technologie in die Hände und ist für die Gerätehersteller von besonderem Vorteil. Stets bekräftigen sie, dass keine Erhitzung von Hirngewebe durch Hochfrequenz-EMF stattfinde und daher keine Gefahr für das menschliche Gehirn bestehe. Dabei vernachlässigen sie komplett, dass die meisten biologischen Auswirkungen nicht-thermisch sind. Wir sind davon überzeugt, dass die Sicherheitsrichtlinien unter Einbeziehung der Energieabsorption neu formuliert werden müssen.

WLAN und Mobiltelefone: Auswirkungen auf Kinder

Jeder – vom Baby bis zum Rentner – ist einer großen Zahl verschiedenartiger elektromagnetischer Felder ausgesetzt. Ein Großteil dieser Menschen ist an mobiler Kommunikation nicht interessiert. Besonders für Kinder sind die Strahlen gefährlich – viele von ihnen benutzen schon in sehr jungen Jahren Mobiltelefone ohne jede elterliche Kontrolle. Nachfolgend erläutern wir die Gefahren, die hochfrequente elektromagnetische Felder für den Teil der Bevölkerung mit sich bringen, der drahtlose Kommunikationsmittel am häufigsten verwendet: Kinder und junge Erwachsene.

Quelle: „Humanity At The Brink“. Wi-Fi-Report von Barrie Trower. http://rense.com/general96/trower.html

Bei der Risikobewertung müssen wir uns in erster Linie auf das sensible Gehirn konzentrieren, das sich bei Kindern noch in der Entwicklung befindet. Durch die Verwendung von Mobiltelefonen sind Kinder täglich und über Jahre hinweg elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Das hat auch Auswirkungen auf die komplexen Nervenstrukturen im Innenohr, die für das Gehör verantwortlich sind und gleichzeitig das vestibuläre System (Gleichgewichtsorgan) bilden (vgl. Grigoriev, 2006a, 2006b, 2012b).

Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Zivilisation werden kritisch wichtige Organe des menschlichen Körpers – das Gehirn und die Nervenstrukturen im Innenohr – komplexen EMF unbekannter Stärke ausgesetzt. Aus physiologischen Gründen nimmt das Gehirn eines Kindes mehr hochfrequente elektromagnetische Strahlung auf als das eines Erwachsenen. Davon sind auch Hirnregionen betroffen, die für die intellektuelle Entwicklung verantwortlich sind. Kürzlich wurden Daten über den schädlichen Einfluss elektromagnetischer Felder auf die kognitiven Funktionen des Gehirns veröffentlicht (vgl. Grigoriev, 2012b). Zusätzlich muss beachtet werden, dass Kinder – wie von Divan, Kheifets und Obel (2008) gezeigt – bereits während der embryonalen Entwicklung elektromagnetischen Einflüssen ausgesetzt sein können.

An dieser Stelle ist es zweckmäßig, die Position der Weltgesundheitsorganisation WHO darzulegen:

„Kinder unterscheiden sich von Erwachsenen […]. Sie sind in besonderem Maße gefährdet. Während ihrer Wachstums- und Entwicklungsphase entstehen „Anfälligkeitsfenster“ – Phasen, in denen ihre Organe besonders empfindlich für bestimmte Umwelteinflüsse sein können.“ (vgl. WHO, 2003)

Leider stehen uns keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten zur Bewertung der Gefahren zur Verfügung, die von mobiler Kommunikation ausgehen. Niemand hat bisher umfassend untersucht, welche Schäden während der Entwicklungsphase am kindlichen Gehirn entstehen können (vgl. Markov, 2012). Studien zu langfristigen Schädigungen der Hirnfunktionen bei Kindern, die kontinuierlicher Bestrahlung durch hochfrequente EMF ausgesetzt sind, liegen überhaupt nicht vor. Deshalb sollten wir bei dem Thema bei Null beginnen. Leider reagieren die verantwortlichen internationalen Organisationen und Behörden nur langsam auf das rasche Technologiewachstum. Sie vernachlässigen im Prinzip vollständig die Gefahren, denen Kinder beim mobilen Telefonieren ausgesetzt sind (vgl. Grigoriev, 2008; Markov, 2012).

Vor über zehn Jahren bezeichnete einer der Teilnehmer der WHO-Konferenz zur Harmonisierung von Standards die Vernachlässigung der von hochfrequenten EMF ausgehenden Gefahren für Kinder als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (vgl. Markov, 2001).

Aufruf an Wissenschaftler und Ingenieure

Bei ionisierender Strahlung besteht in jedem Fall ein Zusammenhang zwischen der Strahlendosis und der Wirkung. Bei nicht-ionisierender Strahlung hingegen existiert grundsätzlich kein Schwellenwert, ab dem Auswirkungen zu beobachten sind. Zusätzlich benötigen die Effekte Zeit, um sich zu entwickeln, und werden eventuell durch verschiedene Faktoren abgeschwächt oder verstärkt (Grigoriev, 2006a, 2006b).

Unglücklicherweise haben Wissenschaftler, Politiker und Gesetzgeber die Langzeitwirkungen nicht-ionisierender Strahlung (oft aus mehreren Quellen gleichzeitig) bisher unterschätzt. Im Jahr 2003 veröffentlichte die IEEE eine Richtlinie, laut der nur der thermische Effekt biologische Auswirkungen nach sich zieht (Cho & D’Andrea, 2003). Keine Erwärmung – keine Wirkung. Die Richtlinie kommt der Industrie sehr gelegen, steht aber einer wissenschaftlichen Beurteilung der gesundheitlichen Aspekte im Weg. Wir meinen, dass die Wissenschaft stärker daran arbeiten muss, die potenziellen Gefahren zu erforschen, die dem menschlichen Organismus durch mobile Kommunikation drohen.

In dieser Hinsicht ist es wichtig, nochmals zu betonen, dass die IARC hochfrequente elektromagnetische Felder als möglicherweise krebserregend eingestuft hat (Gefahrenklasse 2B). Vor weniger als zwei Jahren änderte diese wichtige internationale Behörde ihre Einstufung von „keine schlüssigen Beweise für eine Gesundheitsgefährdung“ auf „möglicherweise krebserregend“. Die ICNIRP bekräftigt jedoch weiterhin:

„Die sich anhäufenden Belege sprechen tendenziell gegen die Hypothese, dass die Verwendung von Mobiltelefonen bei Erwachsenen Hirntumoren verursachen kann.“ (vgl. Boice & Tarone, 2011)

Damit stellt sich die Frage, warum die ICNIRP eine solche Haltung einnimmt. Wir möchten zwei verschiedene, sich letztlich ergänzende Antworten geben. Erstens: Der größte Teil der Finanzausstattung der ICNIRP kommt von der Industrie. Und zweitens (wichtiger): Die meisten Mitglieder der ICNIRP sind Ingenieure und Techniker, in deren Augen nur thermische Effekte relevant sind.

Es ist Zeit, dass Wissenschaftler – besonders Strahlenbiologen und Bioelektromagnetismus-Forscher – endlich ihre Stimme erheben. Es ist Zeit, die potenziellen Gefahren der immer stärker werdenden Hintergrundstrahlung für die menschliche Gesundheit zu erkennen und zu bewerten. Die Entwicklung der Nuklearmedizin und der Kernenergie hebt das Strahlungsniveau auf dem gesamten Planeten zusätzlich an, wobei die Auswirkungen der Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima noch gar nicht eingerechnet sind (vgl. Akahane et al., 2012; Grigoriev, 2012c).

Schlussbemerkungen

Abschließend möchten wir Folgendes hervorheben:

  1. Aus verschiedenen Gründen wurden in den vergangenen 60 Jahren Methoden entwickelt, mit denen die von ionisierender Strahlung ausgehenden Gefahren eingeschätzt und abgewehrt werden können.
  2. Die Problematik der nicht-ionisierenden Strahlung wird erst seit kürzerer Zeit erforscht. Die Richtlinien zum Strahlenschutz weichen in verschiedenen Ländern erheblich voneinander ab. Der Grund hierfür ist, dass sie z. B. in Nordamerika durch Berechnungen von Ingenieuren und Technikern erstellt werden, in der ehemaligen Sowjetunion und den Ländern Osteuropas hingegen nach biologischen Kriterien. Trotz aller Anstrengungen der WHO, die Standards zu harmonisieren, bleibt dabei die tatsächliche Umweltverschmutzung durch nicht-ionisierende Strahlung bis heute unberücksichtigt.
  3. Ein Vergleich beider Strahlungsarten zeigt: Dass die gesamte Bevölkerung kontinuierlich und unkontrolliert niedrigenergetischen EMF ausgesetzt ist, stellt inzwischen ein ernsteres Problem für die Menschheit dar als die ionisierende Strahlung, deren Quellen örtlich bekannt sind und unter strenger Kontrolle stehen.
  4. Durch die allgegenwärtige Verwendung von Mobiltelefonen sind erstmals in der Geschichte der Menschheit Kinder schädlicher nicht-ionisierender Strahlung ausgesetzt. Selbst wenn die Strahlendosis nicht größer ist als bei Erwachsenen, sind Kinder wegen ihrer Körpergröße und physiologischen Entwicklung potenziell stärker gefährdet. Die Gefährdung ist möglicherweise mit der einiger Berufsgruppen vergleichbar.
  5. Anfang des Jahres 2012 beschloss das Europäische Parlament mit 512 zu 16 Stimmen, die EU-Mitgliedsstaaten anzuhalten, strengere Grenzwerte für die von Mobiltelefonen und WLAN-Geräten ausgehende Strahlung festzulegen, und dabei Kinder als sensibelste Bevölkerungsgruppe besonders zu berücksichtigen.
  6. Wissenschaftler und Mediziner sind in der Pflicht, ihre Stimme zu erheben: Die Gesundheitsorganisationen und die für Standards und Regulierungen verantwortlichen Behörden müssen dringend Empfehlungen formulieren und tätig werden, um die Bevölkerung und besonders die Kinder zu schützen.
  7. Wir sollten den Wissenschaftlern, Politikern und der Bevölkerung nicht mehr erzählen, dass WLAN harmlos sei.
  8. Wir sollten ehrlich sein und zugeben, dass wir nicht wissen, welche Langzeitwirkungen genau eintreten können.

Wer sonst – wenn nicht wir?

Wann – wenn nicht jetzt?

Anmerkung der Redaktion

Der vorliegende Artikel ist eine gekürzte und bearbeitete Version der Abhandlung „Wi-Fi technology: an uncontrolled global experiment on the health of mankind“, veröffentlicht in Electromagnetic Biology and Medicine (Juni 2013; 32(2):200–208) und herausgegeben von Informa UK Ltd. Der komplette Artikel kann bei Informa Healthcare unter http://tinyurl.com/pj25odw heruntergeladen werden [für US$ 43, Anm. d. Übers.].

(…)

Quelle: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/wlan-ein-unkontrolliertes-experiment?context=category&category=2

Gruß an die Sensibelen

TA KI

 

Germanische Religion


Geschrieben von: Hans von Schubert
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Nach dem Ausgleich von Freiheit und Gebundenheit, Persönlichkeits- und Gemeinschaftsbewußtsein strebt das Leben der Germanen. Eben weil er ihn vorfand, hat Tacitus den Römern darin einen Spiegel vorgehalten. Die Forschung hat seiner Zeichnung nicht Unrecht gegeben. Die kleinen Gebilde, die uns bei Tacitus als civitates, „Staaten“, Bürgerschaften, oder später in England, Deutschland, Dänemark als Völkerschafts- oder Gaukönigtümer begegnen, lassen eine Vereinigung von beiden erkennen. Besonders erklärt sich aus jener Doppelheit von Persönlichkeits- und Genossenschaftsbewußtsein das den Germanen eigentümliche, schon von Tacitus angestaunte Gefolgschaftswesen: der freie Anschluß kriegerischer Jungmannen an einen Edeling oder Fürsten auf gegenseitige Treue hin, sie zu Dienst, er zu Unterhalt verpflichtet, er der Hlaford, Lord oder Truhtîn, Scharenführer, sie untereinander „Genossen“, alle zusammen „Bankgenossen“ in derselben Halle, kameradschaftlich, jener aber auf erhöhtem Sitz, dem Hochsitz des Hauses. Es ist die Keimzelle eigentümlicher Bildungen auf dem Gebiete germanisch-deutschen politischen Lebens.

Sehen wir zu, welche Stelle nun der Religion bei solcher allgemeinen psychologischen Anlage zukam.

In den 163 Sprüchen der nordischen Odinsfreunde ist nur wenig von Opfer und Gebet die Rede; auf mangelnde Religion darf man daraus nicht schließen: diese ganze Ethik erscheint ja als Gottesspruch, als Odinsweisheit. Das zähe Fortleben heidnischen Aberglaubens in Deutschland zeigt, daß er einst als Glaube auch hier fest in den Herzen saß. Der am spätesten von den christlichen Franken unterworfene, sprödeste, ungemischteste, von der Wanderzeit unberührt gebliebene Stamm, der der Sachsen, galt den Franken als „allerheidnischster“, „dem Götterkult völlig ergeben“.

Als Sigrid-Brunhild in der nordischen Siegfriedsage, von Sigurd befreit, erwacht, und ehe sie ihm die Weisheitssprüche und Lebensregeln sagt, ruft sie betend aus:

„Heil dir, Tag, und Heil euch, Söhnen des Tags,
Heil dir, Nacht, und Kinder
der Nacht!
Blicket mit milden Augen
hierher auf uns,
gebt uns Sitzenden den Sieg!
Heil euch, ihr Asen, Asinnen Heil,
Heil dir, nährende Erde!
Rede und Menschenklugheit gebt
uns zwei Edelingen
und heilende Hände, solange wir
leben!“

In diesem altnordischen Gebet klingen die verschiedenen Töne zusammen, die sich auch in Deutschland zusammengefunden haben werden. Die Natur lebte dem alten Deutschen wie dem Nordmannen, nur daß bei dem Deutschen Baum und Berg, Quelle und Sumpf eine größere Rolle gespielt haben als Klippe und Meer. Dabei schwankt die Anschauung naturgemäß: einerseits findet sich die Meinung, daß alle Bäume beseelt seien, also auch der Wald, und ein ganzer Hain heilig – noch später bat der Holzfäller den Baum wohl um Verzeihung, wenn er ihn schlagen mußte, und das Abschälen der Bäume war mit schwerster Todesstrafe belegt – dem „Ausdärmen“, das heißt der Darm des Frevlers wurde um die entschälten Stellen gelegt –, andererseits gibt es einzelne ausgezeichnete Bäume, wie der Riesenbaum bei Upsala, wie die Irminsul, das Heiligtum der Sachsen, wie die hessische Donarseiche bei Hofgeismar, die Bonifaz fällte. Ähnlich ist’s auch mit den Quellen. Sie sind alle heilig, aber es gibt die besonders heilige Quelle, wie das Wunder des Süßwasserquells auf dem heiligen Eiland im Nordmeer, Helgoland, das Sacrum der friesischen Völker. Stärker noch und ganz allgemein waren alle Germanen des frommen Staunens voll über die gewaltigen Erscheinungen des Himmels, die Sonne mit ihrer Leuchtkraft, das Gewitter mit seinem Donner, den Wind, von dem man nicht weiß, woher er kommt und wohin er fährt, aber sein Sausen in den Lüften hören wir wohl. Sie boten ihm das Bild der kämpfenden Natur. Nur Totemismus im eigentlichen Sinne in der Form der Tierverehrung findet sich nicht; selbst die Rolle, die das Roß, namentlich bei den Sachsen, spielt, wird man nicht hierhin rechnen können. Das Tier, das er beherrschte oder erlegte, war ihm nicht wunderbar genug.

Über die unbestimmten Vorstellungen schritt die deutsche Phantasie fort zu den bestimmteren von Geistwesen, die entweder gebunden sind an einen Ort in der Natur oder ungebunden durch die Natur schweifen, mit eigenen geheimnisvollen Reichen, über Nixen und Riesen zu Hausgeistern, Elfen, Wichten und Zwergen, in denen die alte Ahnenverehrung weiterlebt. Ist es Zufall, daß sich die Phantasie in Deutschland mit besonderer Liebe der unglaublich kleinen und eben in dieser Kleinheit wunderbaren Wesen angenommen hat und schon eine „Andacht zum Kleinen“ kannte? Sie können sich sogar ganz unsichtbar machen, durch die Tarnkappe, und haben doch wieder einen Kraftgürtel. In ihrer verborgenen, schätzehütenden Geistigkeit sind sie am menschenähnlichsten geworden.

Über dieser Schicht, die im gewöhnlichen Leben beherrschend fortdauerte, wie bei den Griechen und Römern der Dämonenkult, sehen wir den Glauben an persönliche, von der Naturbasis halb oder ganz gelöste Götter sich erheben. Axel Olrik hat in seinem schönen Buch über „Nordisches Geistesleben“ dargelegt, wie den ganzen nordischen Mythus der Gedanke des Kampfes der Riesen gegen die Götter durchzieht. Das ist doch nur ein Niederschlag des allgemeinen religionsgeschichtlichen Vorgangs, wie er sich bei den Griechen im Mythus des Titanen- und Gigantenkampfes gegen die Olympier ähnlich findet. Die lichteren Götter des Himmels, die Bringer, Erhalter, Segner der menschlichen Kultur, haben sich zu behaupten gegen die dunkleren Gewalten der Erde, die Zeit der Erdgebundenheit weicht. Das ganze Dasein erscheint ins Lichtere gehoben. Himmelsgötter sind Tyr oder Ziu (wohl die alte, indogermanische Gottheit des indischen Dya¯us, die auch in Zeus, Jupiter steckt), Thor-Donar der Gewitter-, Odin-Wodan der Sturmgott, auch Baldur, er in den Merseburger Heilsprüchen für Deutschland bezeugt ist; Nerthus, die weibliche Erdgottheit, die Fruchtbarkeit, die Gattin des Frey, des Wachstumsgotts, bei den Friesen und an der See heimisch – Götter des Gerichts und der Ehe, der Volksgemeinschaft und des Hauses, also der verschiedenen Seiten der Kultur, aber die wichtigste, die ersten drei, doch Götter des Kriegs zugleich. Als einen Kampf der erhaltenden Mächte gegen die zerstörenden sah der Germane das Leben an, auch das Leben seiner Götter: was sich für uns als ein Austausch der verschiedenen Göttergruppen gibt, stellte sich ihnen als Kampf dar. Durch einen Kampf der Asen und Wanen sahen sie die Götterscharen zusammentreten, durch einen Kampf gegen die Mächte der Finsternis sich behaupten. Auch Loki, der Gott des Feuers, war in ihre Gesellschaft erhoben: das Feuer verzehrt, aber erhält auch. Doch stammte Loki von unten. Und hier setzte das Verhängnis an. Die Lohe konnte von unten aufschlagen und die Himmelsburg vernichten in dem Endkampf, in dem die Muspelsöhne, die Riesen, erscheinen, die Götter aber ihr Gefolge aufbieten. Denn aus der Hel, der Unterwelt, ist die Walhalla geworden für die Schlachttoten, die doch den Tod nicht mehr sehen, sondern von der Walstatt durch die Walkyren in die ewige Kriegerhalle geleitet werden. Das ist die Gefolgschaft der Götter, das sind die Tapfersten der Tapferen, die Einherier.

„Thunaer ende Wodan ende Saxnot“ (das ist vermutlich Tyr oder Ziu) „und allen Unholden, die ihre Genossen“ sind, mußten die sächsischen Täuflinge abschwören. Auch dieser deutsche Götterhimmel war also reich, aber Donar und Wodan standen voran. Auch zwischen ihnen ist ein Kampf, der erstere der nordische Hauptgott, der andere mehr den Westgermanen eigen, jener die Kraft, dieser den Verstand vertretend, jener doch auch bei den abgeschlosseneren Sachsen noch an erster Stelle, dieser da, wo der Verkehr den Sinn geweckter gemacht hatte, zum Beispiel auf dem Heiligenberg bei Heidelberg an Stelle des Merkur von kimbrischen Legionären verehrt. Beide aber stehen nun nebeneinander: Thor-Donar mit dem Unterton des Rohen, Tölpelhaften, aber Guten und Wohltätigen, der Freund der Menschen, also der Gott des sittlich-rechtlichen Gemeinschaftslebens – Odin-Wodan, schmiegsam und veränderlich wie der Wind, mit dem Unterton des Schlauen und Listigen, der Lehrer nicht nur des Guten, sondern auch des Nützlichen, des privaten Vorteils, der individuellen Religion im guten und schlechten Sinn. Wodan siegte auf der ganzen Linie, seit er den Menschen die ersten Runen ritzte und sie den Zauber der heimlichen Sprüche lehrte, mit denen man die Dinge zwingen kann. Die angelsächsischen Könige alle schrieben ihre Abkunft von ihm her, und selbst im Norden wurde er zum Vater der Asen, der Götter, zum Allvater. Hier erst wird etwas von „Urheberreligion“ erkennbar. Man spürt den inneren Streit und den Ausgleich der beiden am Anfang ausgewiesenen Neigungen in der Seele des Germanen: Gemeinschafts- und Persönlichkeitsbewußtsein, Gemeinschafts- und Persönlichkeitskultur.

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„Ich entsage allen Teufelsworten und -werken, Donar, Wodan und Saxnot“, gelobten die Sachsen bei der Taufe. Sie wußten sich also mit Worten und Werken an ihren Dienst gebunden. Rudolf von Fulda hielt die Schilderung aus der Germania des Tacitus (c.10) noch immer für zutreffend, wonach die Deutschen nichts taten, ohne den Willen der Götter zu erkunden, in Los und Orakel, bei Gericht und vor der Schlacht. Das Gemeinschaftsleben, das Recht war geheiligt durch Religion, beide gebunden an heiligen Wortlaut und strenge Form der Handlung. In der Volksversammlung, dem Thing, hat das Opfer seine Stätte, wird der Neiding, der Frevler, den Göttern geopfert von den Priestern des Volks, indem er an einen Baum des heiligen Hains gehängt wird, wie die feindlichen Gefangenen, die, dem Gotte geweiht, dort „baumelten“ – es ist durchaus mit dem Volke unlösbar verwachsene Religion, in der zuletzt auch Bilder und Tempel und frohe Götterfeste zu bestimmten Zeiten, zum Teil mit Umfahrten, als Feste des Volkes nicht fehlten. Wir können schon der taciteischen Schilderung entnehmen, daß den edeln und fürstlichen Geschlechtern des Volkes die Priester entnommen wurden. Das stimmt zu der allgemeinen Beobachtung, daß Königtum und Priestertum in der Wurzel etwas gemein hatten. Wie das Familienoberhaupt, der Hausherr, die Herdgenossen auch beim Opfern vertritt, so der fürstliche Edeling, dessen Haus- und Sippenwirtschaft sich zur Volksherrschaft erweitert hat, die Volksgenossen. Denn auch das häusliche Priestertum des Familienvaters, das durch Tacitus und später aus dem Norden bezeugt ist, wird in Deutschland anzunehmen sein, so wenig wir hier davon wissen, so wenig wir namentlich von einer deutschen Parallele zu den nordischen Privat- oder Eigentempeln unmittelbare Kunde haben.

Nun sucht der Mensch, nachsinnend, die Geschichte und das Wesen der Dinge zu durchdringen. Am Anfang schon gaben die Götter den ersten Menschen Seele und denkenden Geist, so heißt es in der Völuspa. Die ganze Welt ist wie ein großer Baum, eine Weltenesche, der heiligste aller heiligen Bäume, dessen Wipfel in den Himmel ragt und dessen Wurzeln bis zu Riesenreich und Unterwelt gehen, in dessen Krone Odins Windroß weidet und an dessen Fuße die Götter selbst ihr heiliges Recht finden im Thing. Hier aber sitzt an ewiger Quelle, am Born des Lebens das Schicksal, die Wurd, und legt des Lebens Lose den Menschenkindern. Und hier liegt auch verborgen Heimdals Horn, des Himmelswächters, das einst ertönen wird, wenn die Riesen anstürmen zum Endkampf. Denn noch weiter und tiefer sieht der Seherin Auge – „Könnt ihr weiteres verstehen?“ Die Götter auch sind dem Schicksal verfallen, sie selbst sind nicht das letzte Wort. Es kommt die Stunde, da sich die gebändigten Elemente der Welt empören, das Meer, die große Schlange, die das Erdreich umringelt, sich aufbäumt gegen Sonne und Sterne und Wind und Donner. Und das entfesselte Chaos, der Fenriswolf, fällt den Göttervater; der aber wird gerächt durch den Sohn; Thor und der Midgarddrache, Gewitter und Meer töten sich gegenseitig. Den sicheren Untergang vor Augen kämpfen die Götter bis zur Vernichtung – die Sonne versinkt, und die Lohe schlägt über alles empor. Der Weltenbaum zittert.

Aber an der Wurzel an heiliger Quelle sitzt das Schicksal und hält ihn bei frischem Grün. Eine neue Erde steigt aus der Flut. „Über schäumenden Fällen schwebt der Adler – Fische fängt er an felsiger Wand“. „Auf unbesätem Acker werden Ähren wachsen“, alles Böse schwindet, denn Baldur erscheint mit anderen lichten Asen – „Könnt ihr weiteres verstehen?“ „Einen Saal seh’ ich stehen – die Sonne überstrahlt er – mit Golde gedeckt auf Gimles Höhen: – dort werden wohnen wackere Scharen (d. i. eine neue Gefolgschaft) – und ein Glück genießen, das nimmer vergeht.“

Das ist die tiefsinnige Religionsphilosophie im Munde einer Seherin, sicher in den Grundzügen auch den Deutschen nicht fremd, die von der Wurd – Meotod nannten sie die alten Sachsen – und den Muspelsöhnen und dem letzten Streit wohl wußten. Man kann denken, daß auch eine deutsche Veleda ähnliches weissagte. Keine klare Weltendeutung, aber eine gewaltige Weltanschauung in unerhört kühn hingesetzten sich jagenden Bildern, eine germanische Apokalypse, an deren Ende doch auch ein neuer Himmel und eine neue Erde und eine neue Himmelsburg stehen, der Sieg der sittlichen Ordnung über das Chaos der Elemente.

Quelle: http://www.asatru.de/nz/index.php?option=com_content&view=article&id=144:germanische-religion&catid=5:kultur&Itemid=26

Gruß an die Ahnen

TA KI