Russland droht dem Westen mit Überflugverbot


gegenmassnahmen-gedroht-Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat für den Fall neuer Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt mit weitreichenden Gegenmaßnahmen gedroht. Fluggesellschaften aus der EU und den USA könnte der Weg über das größte Land der Erde versperrt werden. Denkbar sei ein Überflugverbot für westliche Airlines, sagte Regierungschef Dmitri Medwedew der russischen Zeitung „Wedomosti“.

Russland habe möglicherweise bislang zu zurückhaltend auf die Sanktionen reagiert, sagte Medwedew im Interview mit dem Wirtschaftsblatt. Dieser Fehler werde nicht wiederholt. Er bezeichnete die Sanktionen als „eine dumme Idee“, die nicht dazu beigetragen hätten, die Krise in der Ukraine zu entschärfen.

„Wenn westliche Gesellschaften unseren Luftraum meiden müssen, kann das zum Bankrott vieler Fluggesellschaften führen, die schon jetzt ums Überleben kämpfen.“ Medwedew, enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, versicherte, Russland wünsche eine solche Entwicklung nicht. „Es ist ein schlechter Weg. Die Sanktionen gegen uns haben nicht zu mehr Frieden in der Ukraine geführt.“

Westen gefährdet internationale Sicherheit

Der frühere Staatspräsident warf dem Westen überdies vor, mit Strafmaßnahmen gegen Russland die internationale Sicherheit zu gefährden. „Die Wirtschaftssanktionen gegen uns haben politische Folgen, die schlimmer sind als irgendwelche Exportbeschränkungen“.

Die globale Sicherheitsarchitektur werde geschwächt. „Wer als erster Sanktionen einführt, sollte sich klar darüber sein, dass er im Endeffekt auch sich selbst Probleme schafft“, betonte Medwedew.

Russland verhängt Einfuhrstopp westlicher Lebensmittel

Russland hatte als Antwort auf Strafmaßnahmen der EU und der USA seinerseits einen Einfuhrstopp für zahlreiche westliche Lebensmittel verhängt. „Wir sind ein riesengroßes Land mit warmen Regionen und hervorragenden Bedingungen. Warum sollten wir also die ganze Zeit ausländische Früchte essen?“, fragte Medwedew.

Die russische Regierung habe Subventionen für die heimische Landwirtschaft beschlossen. Mit „Dutzenden Milliarden Rubel“ unterstütze Moskau etwa den Treibhausgemüseanbau und die Milchviehzucht. „In russischen Geschäften sollten russische Produkte eine würdige Stelle einnehmen“, so Medwedew weiter.

Das Statistikamt Rosstat in Moskau hatte zuletzt allerdings über negative Folgen der russischen Gegenmaßnahmen berichtet. So seien in Russland die Lebensmittelpreise nach dem Einfuhrstopp für Westwaren explodiert. Bei ihren Einkäufen müssen die russischen Verbraucher derzeit im Schnitt zehn Prozent mehr für Nahrung ausgeben als vor dem Boykott.

EU will weitere Sanktionen beschließen

Die EU-Staaten wollen trotzdem noch heute neue Strafmaßnahmen beschließen, um Russland zum Kurswechsel im Ukraine-Konflikt zu bewegen. Das Paket, auf das sich die EU-Botschafter geeinigt haben, sieht härtere Wirtschaftssanktionen sowie Konten- und Reisesperren für rund 20 Personen vor, unter ihnen ost-ukrainische Separatisten und Meinungsführer aus der russischen Politik und Wirtschaft.

Für Staatsbanken, Rüstungsfirmen und Unternehmen aus der Erdölförderung will die EU den Zugang zu europäischen Krediten erschweren. Das Exportverbot für Technologie zur Erdölförderung wird ausgeweitet, ebenso die Beschränkungen zur Ausfuhr militärisch nutzbarer Güter.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_70923248/eu-sanktionen-russland-droht-westen-mit-ueberflugverbot.html

Gruß an Präsident Putin

TA KI

 

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