Die dunkle Welt der Pharma Industrie: Krankheiten nach Mass


Krankheiten nach Mass

badpharmaBetrug! Betrug! Betrug! Nur bis in die 70er Jahre stellte die Pharmaindustrie Medikamente her, um Krankheiten zu heilen. Seitdem erfindet sie neue Krankheiten, um Medikamente zu verkaufen. Ob es sich um überhöhte Cholesterinwerte, Depressionen, bipolare Störungen oder Impotenz handelt: Diese ARTE-Dokumentation versucht herauszufinden, inwieweit Pharmabetriebe Strategien verfolgen, die Menschen in Kranke zu verwandeln.

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Krankheiten+nach+Mass+de+/579359/detail.html

Gruß an die, die ihren Arzt meiden

TA KI

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Deutschland vor der Immobilienkrise


Die Konjunktur trübt sich ein, Experten entwickeln daher bereits Krisenszenarien für die Immobilienbranche. Denn sinken die Investitionen, werden weniger Bürotürme und Wohnungen benötigt.

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Die konjunkturellen Aussichten für Deutschland und Europa trüben sich gerade wieder ein. „Die Gefahr einer Rezession ist durchaus ernst zu nehmen“, warnt Ferdinand Fichtner, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

„Die Weltkonjunktur verliert an Fahrt, die Entwicklung ist in vielen Ländern fragil, darunter in Italien und Frankreich. Hinzu kommt, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und die Krisenherde im Nahen Osten die Investitionen wohl zusätzlich empfindlich dämpfen werden.“

Minus 0,2 Prozent Wachstum im zweiten Quartal, noch ist es eine Wachstumsdelle, doch von Monat zu Monat könnte die Gefahr eines länger anhaltenden Abschwungs größer werden – mit Folgen für den deutschen Immobilienmarkt. Betroffen sind vorerst nur die Gewerbeimmobilien – Bürotürme, Logistikparks, Shoppingcenter und Hotels. Bremsspuren gibt es aber auch im Wohnungsmarkt.

Denn während die Preise für Eigentumswohnungen in den Metropolen noch ansteigen, verlangsamt sich das Mietpreiswachstum. In einigen Städten stagnieren die Mieten sogar.

„In vielen Topstädten scheint der Mietpreiszyklus vorübergehend seinen Höhepunkt überschritten zu haben. Mit Mietrückgängen auf breiter Front ist aber nicht zu rechnen“, berichtet Andrew M. Groom vom Maklerhaus JLL. Die Mieten im teuersten deutschen Markt München haben nach der jüngsten JLL-Analyse zum ersten Mal in einem Halbjahr seit 2010 stagniert.

Mietanstieg in Metropolen verlangsamt sich

Der Anstieg der Kaufpreise in den Großstädten liege im Vergleich zu den Mietpreisen teilweise bis zu dreimal höher. „Zunehmend koppelt sich die Kaufpreis- von der Mietpreisentwicklung ab“, sagt Groom. Im Markt für Eigentumswohnungen werde eine zyklische Preisberuhigung immer wahrscheinlicher. „Die Frage ist nur, wann sie einsetzt.“

Das internationale Maklerhaus Savills hat für die Gewerbeimmobilien schon ein Krisenszenario entworfen: „Die gute Nachricht: Immobilien würden gegenüber anderen Anlageklassen nochmals an Attraktivität gewinnen.

Zudem würde die Risikoaversion voraussichtlich wieder steigen, sodass Core-Immobilien und Immobilien in Deutschland in der Anlegergunst weiter zulegen würden“, sagt Andreas Wende, Investmentchef bei Savills Deutschland.

„An den hiesigen Vermietungsmärkten wäre im Falle eines längeren konjunkturellen Abschwungs mit einem Nachfragerückgang zu rechnen, wobei die Einzelhandelsmärkte am wenigsten, die Bürovermietungsmärkte am stärksten betroffen wären.

Entscheidungen über die Anmietung großer Flächen würden bei steigender Unsicherheit über die weitere Entwicklung möglicherweise zurückgestellt, was sich spätestens im nächsten Jahr im Flächenumsatz widerspiegeln würde. Auf längere Sicht würde sich eine schwächere Beschäftigung ebenfalls dämpfend auf den Flächenumsatz auswirken.

Nachfrage nach Büroflächen wird geringer

Das Zusammenwirken aus gestiegener Nachfrage und schwächerer Vermietung würde dazu führen, dass sich der Investmentmarkt weiter von den Fundamentaldaten entfernt. „Noch ist das Szenario einer längerfristigen konjunkturellen Eintrübung nicht eingetreten – die Immobilienmarktakteure sollten die mit einer solchen Entwicklung verbundenen Chancen und Risiken aber im Blick haben“, empfiehlt Savills-Analyst Matthias Pink.

Ein konjunkturell bedingter Nachfragerückgang bei Büroflächen käme zu einem Zeitpunkt, zu dem die Bau- und Projektentwicklung gerade deutlich angestiegen ist. Die Folge wäre ein langsamerer Abbau des Leerstands, aber auch ein geringeres Mietwachstum.

„Ein Zusammenwirken dieser Entwicklungen hätte zur Folge, dass der Investmentmarkt den Vermietungsmärkten noch weiter davonliefe – die Überhitzungsgefahr stiege“, heißt es in einer Savills-Studie.

„Wir sind ja nicht unabhängig von der Realwirtschaft“, begründet Savills-Investmentchef Wende die Möglichkeit dieses Krisenszenarios. „Die Immobilienwirtschaft ist mit ihren Produkten auf Gedeih und Verderb von der Situation in den Unternehmen abhängig. Ist die Auftragslage schlecht, werden weniger Immobilien gebaut und angemietet.“

„Investitionen werden zurückgestellt“

„Die aktuelle Konjunktursituation ist nicht gerade Anlass für Optimismus. Die Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten gefährden auch die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land“, sagt Wende.

„Investitionen werden zurückgestellt, Stellen nicht neu besetzt und Umzüge verschoben. Weil die Unternehmen auf die Kostenbremse treten, wird der Vermietungsmarkt deutlich leiden. Dass die Umzugsbereitschaft sinkt, ist noch nicht so dramatisch, weil sich der Neubau in Grenzen hält. Doch die abwartende Haltung vieler Investoren wird die Bau- und Immobilienbranche treffen“, so Wende.

Er hoffe nicht, „dass unser Krisenszenario eintritt, doch mit jedem Monat, in dem Konjunkturbarometer wie der Ifo-Index negativ sind, wächst die Wahrscheinlichkeit eines Abschwungs in der Immobilienwirtschaft.“

Andreas Schulten vom Analysehaus Bulwien Gesa sieht da nicht so schwarz. „Seit gut anderthalb Jahren gehen wir von einem Wachstum von 1,8 Prozent in Deutschland aus, vielleicht müssen wir in diesem Jahr etwas nach unten revidieren, jedoch sind die derzeitigen Klagelieder und Abgesänge auf die deutsche Wirtschaft oder die Immobilienkonjunktur das Gegenteil der zu hoch gejubelten Wirtschaft aus dem Frühjahr.“

Schulten weiter: „Aktuell gehen die Erwartungen von einem hohen Niveau zurück, jedoch kann man daraus noch keinen ablesbaren Trend für die Konjunktur und die Immobilienwirtschaft ausweisen. In unserer Konjunktureinschätzung wird es nur zu marginalen Veränderungen kommen.“

Irrationales Verhalten der Käufer

Jede weitere Krise im Osten verstärke jedoch die Suche nach einem sicheren Hafen. „Noch mehr Leute wollen (irrational) ihr Geld in jetzt schon hohe Kaufpreise einbringen“, sagt der Immobilienforscher. „Die zehnjährige Bundesanleihe liegt nun unter einem Prozent. Wo wollen sie sonst ihr Geld anlegen, wenn ihnen Aktien zu volatil sind?“ Der Run auf Sicherheiten und Core-Immobilien werde eher verstärkt, anstatt abrupt zu enden.

DIW-Branchenexperte Konstantin A. Kholodilin sieht für die Immobilienbranche keine Krisengefahr: Die reale BIP-Wachstumsrate werde in Deutschland 2015 höher als im laufenden Jahr sein. Das DIW habe ein Wachstum von zwei Prozent im nächsten Jahr vorhergesagt.

„Das ist viel höher als das reale Wachstum 2012/2013, die Periode einer stetigen Steigerung der Immobilienpreise„, sagt der DIW-Forscher. „Die Rezession ist bislang nur ein Risikoszenario, nicht die Prognose. Auch bei einer Abschwächung auf ein Prozent Wirtschaftswachstum wird die Entwicklung am Immobilienmarkt nicht betroffen.“

„Das Krisenszenario ist heute deutlich realistischer als noch vor sechs oder zwölf Monaten“, urteilt dagegen Professor Tobias Just von der Universität Regensburg. „Die Commerzbank und die Deutsche Bank haben ihre Wachstumsprognosen nach unten geschraubt, und da Revisionen häufig schrittweise erfolgen, halte ich es für sehr gut möglich, dass weitere Abwärtsrevisionen folgen.“ Der Ifo-Index sei sogar viermal gesunken.

Just rechnet aufgrund der hohen Nachfrage und entsprechender Einstiegspreise mit einem weiteren Rückgang der Mietrenditen. „Das erhöht das Rückschlagspotenzial in Zukunft, da man implizit auf noch stärkeres Mietwachstum setzt.“

Die Immobilienmärkte könnten vorübergehend tatsächlich als „relativer Gewinner“ hervorgehen – wie in den letzten Jahren, sagt Just. „Doch dies ist nur geborgte Ruhe, denn die Aufräumarbeiten könnten dann später nur umso größer ausfallen, wenn irgendwann die Zinsen wieder zu steigen beginnen.“

immoblilienschereQuelle: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article132063033/Deutschland-vor-der-Immobilienkrise.html

Gruß an die Mieter

TA KI

Roma kapern jetzt ganze Firmen


Eine neue Masche von Roma-Banden bringt ahnungslose Geschäftsleute um ihr Geld. Nun hat es auch einen Immobilienhändler aus dem Thurgau getroffen.

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Der Thurgauer Geschäftsmann Peter Spinnler (61) ist sauer. Eine Gauner-Bande missbrauchte den Namen seiner Immobilienfirma PSM Immobilien GmbH, um arglose Menschen über den Tisch zu ziehen. Ohne dass Spinnler etwas bemerkte, erstellten die Betrüger eine falsche Internetseite für seine Firma.

Peter Spinnler hätte vielleicht nie etwas bemerkt. Doch Ende August erhielt er einen Anruf aus Deutschland. «Eine Immobilienfachfrau beschwerte sich bei mir. Sie habe im Auftrag von einem Herrn Müller, der für meine Firma arbeiten soll, Liegenschaften besichtigt. Und nichts mehr von uns gehört», erzählt Spinnler. «Als ich erklärte, dass ich keinen Herrn Müller kenne und mein Geschäft derzeit inaktiv sei, wies sie mich auf meine Webseite hin.» So flog der Schwindel auf.

Spinnler erstattete bei der Thurgauer Kantonspolizei Strafanzeige. Heute weiss man: Diese Art von Betrug ist eine neue Masche von Roma-Banden. Sie kapern ganze Firmen, geben sich als deren Mitarbeiter aus.

Diese Erkenntnis kommt für Rentner Heinz K.* (72) zu spät. Der Deutsche hatte sein Haus für 375 000 Euro ausgeschrieben. Die deutsche Immobilienfachfrau besichtigte es im Juni und schickte die Unterlagen an ihren Auftraggeber, die vermeintliche Firma von Peter Spinnler, ohne zu ahnen, dass dahinter Betrüger steckten. Kurz darauf meldete sich bei K. ein Herr Müller. «Er wolle das Haus kaufen und bat mich, nach Rom zu kommen, wo er beschäftigt sei. Ich würde von seinen Geschäftspartnern betreut», erzählt K.

Die beiden Männer empfingen K. und seine Frau im Luxushotel St. Regis. «Sie luden uns zum Essen ein, erzählten, sie hätten nur 500-Euro-Noten aus Jerusalem dabei.» Sie wollten 190 000 Euro anzahlen. Für den Rest müssten sie einen Kredit aufnehmen. «Der Mann bat mich um ein Darlehen von 52 000 Euro – in kleinen Noten.» K. liess sich breitschlagen, bezog das Geld am Bancomat.

Die Übergabe spielte sich auf einem Platz ab. «Einer der Männer öffnete kurz einen Koffer, um das Geld zu zeigen», sagt Heinz K. Dann übergab ihm der Mann den Koffer mit den angeb­lichen 190 000 Euro, Heinz K. händigte die 52 000 Euro aus. «Und weg waren sie», ärgert sich Heinz K. «Um uns in Sicherheit zu wiegen, riefen sie mehrmals an und sagten, sie müssten das Geld zählen. Da hatte ich bereits entdeckt, dass alles Falschgeld war.» Das Paar schaltete in Rom die Polizei ein.

Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/polizei-warnt-vor-neuem-gauner-geschaeftsmodell-roma-kapern-jetzt-ganze-firmen-id3116748.html

Gruß an das fahrende Volk

TA KI

Obama-Ökonom: USA sollen Dollar als Welt-Währung aufgeben


Erstmals gerät die Stellung des Dollar als Weltreserve-Währung auch in den USA selbst in die Kritik. Obamas früherer Chefökonom sagt, die Anhäufung von Dollar-Reserven im Ausland mache die US-Währung zu stark. Dies zerstöre Arbeitsplätze in den USA und schwäche die Wirtschaft. Die Amerikaner könnten sich daher das Privileg der Weltreserve-Währung nicht mehr leisten.

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Die USA sollten den Status des Dollar als Weltreserve-Währung aufgeben, denn dies schade der US-Wirtschaft, sagt Jared Bernstein, von 2009 bis 2011 Chefökonom von US-Vizepräsident Joe Biden und Mitglied von Barack Obamas Wirtschaftsteam. Man müsse den „König Dollar vom Thron reißen“, um die wirtschaftliche Erholung in den USA zu erleichtern.

Die Rolle des US-Dollar als Weltreserve-Währung ist „ein grundlegendes Prinzip der amerikanischen Wirtschaftspolitik“, schreibt Bernstein in der New York Times. Zwar räumt er ein, dass es eigentlich im Interesse der USA liegen müsste, dass ihre Währung von ausländischen Banken und Regierungen als Reserve gehalten wird. Doch tatsächlich, so Bernsteins überraschende These, schadet dies heute der US-Wirtschaft:

Neue Forschungen zeigen, dass was einst ein Privileg war, heute eine Belastung ist, ein Arbeitsplatzwachstum behindert sowie den Haushalt und die Handelsdefizite aufpumpt und Finanzblasen aufbläst. Um die amerikanische Wirtschaft auf den richtigen Weg zu bringen, muss die Regierung ihr Bekenntnis zur Aufrechterhaltung des Reservewährungsstatus des Dollar fallen lassen.“

Bernstein begründet dies damit, dass verschiedene Länder, darunter China, Singapur und Südkorea, den Wert ihrer Währungen relativ zum Dollar absenken. Sie drucken massiv eigenes Geld und kaufen damit Dollar, wodurch sich der relative Wert des Dollar erhöht. Infolge dieses Anhäufens von Dollar-Reserven im Ausland lag das Handelsdefizit der USA im vergangenen Jahr bei 475 Milliarden Dollar. Allein mit China hatten die USA ein Handelsdefizit von 318 Milliarden Dollar.

Erklärtes Ziel dieser Abwertung der eigenen Währung ist es, die Exporte billiger zu machen. Kurzfristig wird dieses Ziel durchaus erreicht. Denn weil die USA im Ausland weniger Dollar pro Ware zahlen müssen, kaufen sie dort mehr. Doch die ausländischen Unternehmen und Arbeiter werden in der Folge mit einem Geld bezahlt, das aufgrund der Abwertung weniger wert ist als zuvor. Sie sind die Verlierer dieses Währungskriegs.

Bernstein sagt nun, dass auch die Vereinigten Staaten unter diesem Abwerten der ausländischen Währungen leiden. Denn die USA würden dadurch gezwungen, weniger zu sparen und mehr zu konsumieren, als sie selbst herstellen. Auf diese Weise komme es zu Handelsdefiziten.

Bernsteins Argumentation macht das Ausland für den Dollar-Export der USA verantwortlich. Doch niemand zwingt die USA dazu, massive Schulden aufzubauen und mithilfe der Stellung des Dollar auf Kosten des Restes der Welt zu leben. Sie tun dies freiwillig, denn mehr konsumieren, als man selbst herstellt, ist natürlich sehr verlockend. Doch Bernstein sagt:

„Solange der Dollar die Reservewährung ist, kann sich Amerika Handelsdefizit verschlechtern, obwohl wir nicht direkt handeln. Angenommen Südkorea hat einen Handelsüberschuss mit Brasilien. Indem Südkorea einen Überschuss in US-Staatsanleihen anlegt, stärkt es den Wert des Dollar gegenüber anderen Währungen, und unser Handelsdefizit erhöht sich, obwohl die ursprüngliche Transaktion nicht mit den Vereinigten Staaten zu tun hatte.“

Die USA haben allerdings sehr wohl etwas damit zu tun, dass sie die Welt seit Jahrzehnten mit dem Dollar und mit ihren Staatsanleihen fluten. Das Ausland legte einen Großteil seiner überschüssigen Dollar in Staatsanleihen an, damit es zumindest einen kleinen Zins auf die Papiere gibt, mit denen die USA wirkliche Waren und Rohstoffe kaufen. Dies ermöglichte den USA über Jahrzehnte einen massiven Wohlstand.

Doch das Resultat dieser Entwicklung ist eine „unzureichende heimische Nachfrage in Amerikas eigenem Arbeitsmarkt“, so Bernstein. Das heißt, Arbeitsplätze in den USA sind relativ teuer. Einer Schätzung von Kenneth Austin, Ökonom im US-Finanzministerium, zufolge gingen aufgrund des Weltreservestatus des Dollar 2008 in den USA rund 6 Millionen Arbeitsplätze verloren.

Der Dollar wird auf den Märkten aktuell sehr hoch bewertet. Seit Anfang Juli ist der Dollar-Index um fast 5 Prozent gestiegen. In Zeiten der geopolitischen Krise ist die Nachfrage der Investoren offenbar groß. Bernstein sagt, es wäre es einfacher, „König Dollar vom Thron zu reißen“, als die Leute denken.

„Amerika könnte zum Beispiel Regeln durchsetzen, die anderen Staaten verbieten, zu viel von unserer Währung erwerben. Tatsächlich tun andere genau dies, um den Export von Jobs zu verhindern. Das letzte Beispiel ist Japans Eingreifen, um den Wert des Yen niedrig zu halten, als die Zentralbanken in Asien und Lateinamerika begannen, japanische Schulden zu kaufen.“

Wenn die USA dem Ausland verbieten, zu viele Dollar zu erwerben, dann hätte dies zur Folge, dass die Nachfrage nach US-Staatsanleihen zurückgeht und die Zinsen steigen. Bernstein erwähnt nicht, dass die USA schon heute in einer Phase mit extrem niedrigen Zinsen einen Großteil ihrer Steuereinnahmen für Zinszahlungen einsetzen müssen. Steigen die Zinssätze, droht den USA die sofortige Staatspleite. Die USA können es daher sich gar nicht leisten, die Stellung des Dollar als Weltreserve-Währung aufzugeben.

Ein schwächerer Dollar würde offenbar die Preise in den USA ansteigen lassen. Denn Importe wären dann teurer. Doch Berstein sagt, dass die Inflationsrate heute bei nur 1 bis 2 Prozent liegt. Eine Steigerung auf 2 bis 3 Prozent sei hinnehmbar, da zum Ausgleich gebe es höherwertige Jobs, eine stabilere wirtschaftliche Erholung und eine wiederbelebte Industrie. „Das Privileg, die Weltreserve-Währung zu haben, können sich die USA nicht mehr leisten“, so Bernstein.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/10/obama-oekonom-usa-sollen-dollar-als-welt-waehrung-aufgeben/

Gruß an die Dollarverweigerer

TA KI

Geheime Wunderwaffen im Dritten Reich


Berührten hochgeheime Forschungen im Dritten Reich jene sagenumwobene „Neue Physik“, die möglicherweise auch heute noch die Grundlage für viele „schwarze“ Militärprojekte bildet? Ein polnischer Militärjournalist und Kenner der jüngeren deutschen Geschichte ist auf brisantes Material gestoßen.

Der Titel dieses Artikels mag zum einen sonderbar und zum anderen provokant klingen. Eine geheime Technologie? Hat dies vielleicht etwas mit den „Nazi-UFOs“ zu tun? Mit „Haunebus“, „Vrils“ oder neuartigen „Energieumwandlern“? In gewisser Weise schon – es geht um Antigravitation, aber mit Sicherheit nicht um die allgemein bekannte Geschichte. Die geläufige „Legende“ um die oben erwähnten vermeintlichen Erfindungen hat eine gewisse Schwäche: Ursprünglich stammt sie nämlich aus einer Sekundärquelle, dem berüchtigten Brisant-Magazin – und es gibt keine Möglichkeit, die Informationen zu überprüfen. Auch wenn sie einige authentische Elemente enthält, bleibt ihr Hauptproblem, dass sie etwas beschreibt, das nach unserem Verständnis wohl eher als Technologie des 21. Jahrhunderts gelten würde, und es gibt keinen Hinweis, der eine Verbindung mit der Technologie der 1930er und 1940er Jahre, geschweige denn mit bekannten wissenschaftlichen Theorien, erlauben würde. Außerdem konnte keine der erwähnten Einrichtungen gefunden werden und es gibt keine Originalunterlagen, die die Geschichte bekräftigen könnten. Hauptsächlich deswegen schenken Experten der Legende auch keinerlei Beachtung.

Das, was ich hier berichten möchte, und was in meinem zweibändigen Buch „Die Wahrheit über die Wunderwaffe“, das demnächst auf Deutsch erscheint, beschrieben wird, handelt von etwas Ähnlichem, basiert jedoch auf vollkommen anderen Quellen. Sie beruht zum großen Teil auf zuvor unbekannten oder geheimen gehaltenen Dokumenten, bezieht sich auf konkrete wissenschaftliche Erkenntnisse und Bezeichnungen und kann weitgehend überprüft werden.

Diese Geschichte ist im Westen fast völlig und in Deutschland ganz gewiss unbekannt. Es mag merkwürdig erscheinen, aber aus meiner Perspektive – ich wohne und arbeite in Polen – ist es ein wenig klarer.

Das Problem ist, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges in Deutschland sehr selektiv vonstatten geht, und obwohl viele tausend Historiker sich mit ihr auseinandersetzen, bleiben bestimmte Themen praktisch „unangetastet“ und man muss paradoxerweise in anderen Ländern suchen, um fündig zu werden. Für die interessantesten Forschungsaktivitäten – beispielsweise die gänzlich neuartige Antriebsart für strategische Waffen – war hauptsächlich die SS verantwortlich, und obwohl ein sehr großer Mitarbeiterstab damit beschäftigt war, sind selbst die Namen der führenden Personen (Generäle) im Grunde genommen unbekannt … nicht einmal die Historiker kennen sie. Sämtliche Aufzeichnungen darüber gingen 1945 einfach verloren (immerhin wurde alles unter höchster Geheimhaltung durchgeführt!), sodass in diesem Fall ausschließlich Geheimdienstaufzeichnungen aus dem Ausland als Quellen dienen können. Ich betone hier noch einmal, dass dies eines der größten und wichtigsten Projekte des Dritten Reiches war – etwas, das das Reich retten sollte, selbst nach der Jahreswende 1944/45.

Ich habe über zehn Jahre damit zugebracht, Quellen und Informationen zu sammeln, die Erklärungen liefern könnten. Dazu gehören Nachforschungen in Polen, vier Reisen zu amerikanischen Archiven, darunter das National Air Intelligence Command in Wright Patterson, Recherchen in Deutschland und sogar eine Reise nach Argentinien. Die wichtigsten Dokumente wurden kürzlich in Russland gefunden. Alles in allem nahm es viele Jahre und unglaublich viel Arbeit in Anspruch. Ich widmete diesem Projekt ohne zu zögern einen bedeutenden Teil meiner Karriere, da ich von Beginn an wusste, dass es die wichtigste Forschungsarbeit war, die jemals über das Dritte Reich durchgeführt wurde.
Die ganze Geschichte mag sehr merkwürdig klingen und könnte insbesondere in Deutschland mit gemischten Gefühlen aufgenommen werden, da es die SS war, die das Projekt und damit den technologischen Fortschritt durchaus effektiv vorantrieb. Sie mag Fragen im Hinblick auf die Beziehung zwischen dem Dritten Reich und dem technologischen Fortschritt (oder dem Thema „Hitler und Entwicklung“) aufwerfen – etwas, das im modernen Deutschland bisher kaum zur Sprache gekommen ist – oder gar bereits vorgefertigte Reaktionen darauf beschwören. Es handelt sich jedoch um eine sehr wichtige und zugleich interessante Problematik, die ich vor der Beschreibung der Tatsachen erst einmal definieren möchte. Ich habe mich daher dafür entschieden, diesem Thema ein paar Seiten als Einleitung zu widmen, da ich befürchte, dass die Beschreibung der Rolle der SS ein paar befremdliche Reaktionen auslösen könnte. Einige Fragen müssen einfach geklärt werden.

Es muss wohl niemand davon überzeugt werden, dass Hitler einer der größten, wenn nicht sogar der größte Verbrecher der Geschichte war. Er ahnte wahrscheinlich selbst, dass ihn die Deutschen eines Tages so sehen würden. Meines Wissens wurde z. B. nie ein von Hitler unterzeichnetes Dokument gefunden, das den Holocaust absegnet. Man könnte den Eindruck gewinnen, als hätte er eine weiße Weste behalten wollen. In den Memoiren von Einzelpersonen – Deutschen – erscheint er vielmehr als Staatsmann, Befehlshaber oder Revolutionär des Nationalsozialismus. Nirgendwo taucht er in Zusammenhang mit den 20 Meter hohen Flammen über den Schornsteinen von Auschwitz oder den drei Kilometer langen Eisenbahnrampen dieser Lager auf.

In dem Versuch, ein Bild dieses Mannes zu erhalten, bedienen wir uns daher verschiedener, mitunter ungleichartiger Elemente – kein leichtes Unterfangen. Wir erkennen in erster Linie den Verstand eines kaltblütigen Mörders; das Komplizierte daran aber ist, dass dies nicht der einzige Aspekt seines Charakters ist. Besonders auffallend im Hinblick auf das Reich selbst ist beispielsweise die Vision von der vollständigen Umgestaltung der Gesellschaft in ein Feudalsystem, eine Vision, die man auch als „negative Entwicklung der Zivilisation“ bezeichnen kann.

Die Gesellschaft sollte in ein totalitäres System überführt werden, mit autoritärer Kontrolle über das Individuum – völlige Kontrolle. Die folgenden Zeilen stammen immerhin von Hitler selbst:
„[…] dann kommen sie vier Jahre später vom Jungvolk in die Hitlerjugend und dort behalten wir sie wieder vier Jahre […], dann nehmen wir sie sofort in die Partei oder in die Arbeitsfront, in die SA oder in die SS. […] Und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben!“

Wenn wir dies mit unserem eigenen System vergleichen – Demokratie auf Grundlage der Freiheit des Einzelnen –, dann erhebt sich der Verdacht, dass die gesellschaftliche Unterdrückung der Individualität und des Ideenaustauschs die Weiterentwicklung des Dritten Reiches sehr bald gestoppt und materiellen Fortschritt quasi unmöglich gemacht hätte. Befürchtungen dieser Art wurden in Hitlers eigenem Umfeld geäußert, perfekt ausgedrückt durch Reichsminister Speer:

„Unter normalen Umständen werden Menschen, die der Realität den Rücken kehren, vom Hohn und der Kritik aus ihrem Umfeld schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Im Dritten Reich gab es solche korrigierenden Maßnahmen nicht. Stattdessen multiplizierte sich jegliche Selbsttäuschung wie in einem Spiegelkabinett, während sie nach und nach zum festen Bestandteil einer fanatischen Traumwelt wurde, die jeden Bezug zur trüben Außenwelt verloren hat. Ich konnte in diesen Spiegelbildern nichts erkennen, außer meinem eigenen mehrfach reflektierten Gesicht.“
Hitler erklärte auch Folgendes:

„Ich will keine intellektuelle Erziehung. Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend.“

Doch ist nicht das Anti-Intellektuelle und Anti-Individuelle schädlich für den Fortschritt? Genauso ist es, und genau hier beginnt das Problem. Es kommt nämlich zu einem deutlichen Widerspruch. Wenn wir uns mit Behauptungen und Fakten beschäftigen, dann sollten wir uns bei Diskrepanzen zuerst immer auf die Fakten stützen. Was verraten sie uns?

Ich lasse hier den Umstand eines Übergangs von Elend und Rekordarbeitslosigkeit hin zu Wohlstand, vom Fehlen eines Fahrrads zum Traum vom eigenen Auto weg, denn es gibt bedeutend wichtigere Themen. Obwohl der Totalitarismus erblühte und all seine negativen Folgen mit sich brachte, erfuhr die wissenschaftliche und technische Entwicklung eine Beschleunigung, wie die Welt sie noch nie gesehen hat und auch nie wieder sehen wird. Wissenschaftlicher und technischer – und somit auch intellektueller Fortschritt. Es ist bekannt, dass sich der technologische Stand seit Ende des Ersten Weltkrieges bis 1940 nicht wesentlich weiterentwickelt hat. Pferde und leinenbespannte Holzflugzeuge beherrschten das Bild. Im September 1939 hofften die Polen, die deutschen Panzer mit ihren 7,92 mm-Antipanzer-Gewehren „Ur“ aufzuhalten, die zu Beginn des Kriegs noch geläufige Waffen gegen Panzer darstellten. Die Panzerarmierungen waren damals also noch sehr dünn, und die Panzer aus dieser Periode (inklusive der deutschen Pz. Kpfw. I und II) repräsentierten in etwa den Stand zum Ende des Ersten Weltkriegs. Daran ersieht man, dass in den 20 Zwischenkriegsjahren kein größerer Wandel stattfand, während innerhalb der nächsten fünf Jahre (1940-1945) im Dritten Reich gleich drei neue Generationen entwickelt wurden. In anderen Ländern war dies nicht der Fall. Beispielsweise beendeten die Amerikaner den Krieg mit denselben Panzern, die schon in Produktion waren, als sie in den Krieg einstiegen (Sherman), und dasselbe war für die UdSSR der Fall – ihr wichtigster Panzer ab 1945 (T-34) war schon 1941 in Produktion gegangen.

Es dauerte genau genommen nur ein paar Jahre, bis es eine Rakete gab, die den Weltraum erreichen konnte (die V-2 im Vertikalflug), und das zu einer Zeit, in der in England die Konstruktion einer solchen Rakete noch nicht einmal theoretisch für möglich gehalten wurde. Die Arbeiten an der Rakete waren noch nicht abgeschlossen, als bereits Pläne für eine orbitale Raumstation entstanden (eine Kampfstation), die nach dem Krieg von Wernher von Braun beschrieben wurde. Kurz vor dem Krieg behauptete ein Professor sogar, dass „wir heutzutage praktisch schon alles über Elektrizität wissen“. Nur ein paar Jahre später wurden IR-Halbleiterdetektoren für zahlreiche Anwendungen und Geräte produziert, unter anderem für verschiedene Arten zielsuchender Sprengköpfe für Bomben und Raketen.
Es entstanden Entwürfe eines ersten Halbleiterverstärkers (Heinrich Welker, 1945) sowie eines ersten programmgesteuerten digitalen Computers (Konrad Zuse, 1941), der die Wurzel einer eingegebenen Zahl innerhalb von fünf Sekunden ermitteln konnte. Die Schockwellen, die sich nach der Präsentation des ersten Düsenjägers, der Me-262, ausbreiteten, waren noch zu spüren, da war schon eineinhalb Jahre später die zweite Generation von Düsenjägern testbereit – zum Beispiel der Überschallflieger Lippisch P-13b oder der Focke-Wulf „Triebflügel“, ein Jäger, der vertikal starten und landen konnte. In keinem Land gab es damals vergleichbare Waffen oder Systeme.

Dieses Phänomen zwingt zu einer tieferen Betrachtung, insbesondere in Bezug auf die Gegenwart. Nehmen wir ein Beispiel: Das zur Zeit universelle Passagierflugzeug Boeing 737, das von vielen Fluggesellschaften in Europa benutzt wird, wurde schon in den 1960er Jahren gebaut und beruht zum großen Teil auf Konstruktionselementen der um etwa 12 Jahre älteren Boeing 707. Nach über 40 Jahren wird das Flugzeug auch heute noch produziert und ist gefragt. Es gibt keine Pläne, die Produktion einzustellen. Anfang 2004 hat der amerikanische Präsident George W. Bush Pläne für die „Eroberung“ des Mars im dritten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts verkündet, die mithilfe von Raketen- oder Staustrahlantrieb verwirklicht werden sollen, die bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts in groben Zügen existierte.

Es mag sich der Eindruck ergeben, als sei der Fortschritt praktisch zum Stillstand gekommen – im Vergleich zu einer Zeitspanne und einem System, das als Rückschritt für die Zivilisation angesehen wird, als dunkle Sackgasse in der Geschichte unserer Zivilisation. Ein gutes Beispiel, das diesen Widerspruch verdeutlicht, ist das gesamte Thema der deutschen Flugzeugtechnologie, die von den Amerikanern und anderen sehr hoch bewertet wurde.

Senator Harry F. Byrd schrieb von der „Revolutionierung des speziellen Charakters der Luftkriegsführung“, und in einem Interview mit der Presse erklärte General Donald L. Putt:
„Ihr Forschungsfortschritt auf dem Gebiet der Düsen- und Raketenantriebe, Aerodynamik, Thermodynamik, Überschallflieger und in anderen Bereichen war zweifellos allem, was wir besaßen, weit voraus. Ich will damit nicht sagen, dass die Deutschen irgendwie fähiger waren als unsere besten amerikanischen Wissenschaftler und Techniker. Immerhin produzierten wir die Atombombe. Der Unterschied in aeronautischer Hinsicht war, dass wir zwar auf dem herkömmlichen Weg große Fortschritte machten, die Deutschen aber völlig neue Wege in die Luftfahrtzukunft erschlossen und erforscht haben.“

(Übrigens: Von den etwa zwölf leitenden Wissenschaftlern, die an der amerikanischen Bombe arbeiteten, waren nur Feynman, Lawrence und Oppenheimer Amerikaner, wobei letzter in Deutschland ausgebildet wurde.)

Trotz Ideenreichtum und Gedankenfreiheit entwickelt sich unser System nicht weiter, und ein jährliches Wirtschaftswachstum von ein bis zwei Prozent wird in den entwickelten westlichen Ländern als Erfolg gewertet. Dagegen absorbierte das totalitäre System Nazideutschlands neue und innovative Ideen – zumindest auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Technologie – mit einer unheimlichen Effizienz sowie mit rasender Geschwindigkeit und beseitigte die systematischen Blockaden, die uns aus der Gegenwart bekannt sind („normale“ Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nur mit dem beschäftigt, was sie schon kennt).

Ist die These von der Überlegenheit der Demokratie und der Gedankenfreiheit demnach lediglich ein Mythos? Oder ist unsere demokratische Welt bloß eine kurzlebige Episode in der Geschichte? Oder liegt das Problem vielleicht auch woanders – in der Fähigkeit, Gedanken zu schöpfen und Meinungen zu äußern? In dieser Hinsicht wird der Vorzug unseres Systems – die Freiheit des Ideenaustausches – nur zweitrangig, nämlich wenn die Menschen nur innerhalb der Grenzen unserer Massenkultur denken und folglich nichts zum Austauschen haben.

Am deutlichsten sichtbar wird diese Entwicklung in der „Demokratie Nr. 1“ – den USA, die ein sehr niedriges Bildungsniveau aufweist. Oder wie ein führender amerikanischer Wissenschaftler es ausdrückte:

„Viele Pädagogen und politische Entscheidungsträger sind sich darin einig, dass die Vereinigten Staaten in diesem wichtigen Bereich (Bildung) auf dramatische Art und Weise gegenüber dem Rest der Welt in Rückstand geraten. Ergebnisse der Erhebungen des ‚National Assessment of Educational Progress‘ und von der ‚Third International Mathematics and Science Study‘ in 41 Ländern werden oft als Belege für dieses Versagen zitiert.“

Kehren wir jedoch zum Hauptthema zurück – zu Hitler. Ich frage mich, ob sich uns durch einen Einblick in seine Gedankenwelt Spuren von solchen Geistesblitzen offenbaren, die die Fakten untermauern und die uns einen Anhaltspunkt für ihren Ursprung liefern könnten (obwohl Hitler logischerweise nicht derjenige war, der die deutsche Wissenschaft schuf!).

Es lassen sich einige interessante Elemente in Hitlers Irrationalismus finden. Betrachten wir beispielsweise Aussagen, die in der Wolfsschanze geäußert und für die „Tischgespräche“ aufgezeichnet wurden:

„Notwendigkeit lehrt den Menschen nicht nur zu beten, sondern auch Erfindungen zu machen und, was am wichtigsten ist, diese auch zu akzeptieren. Jede neue Schöpfung zerstört den Wert so viel anderer Arbeit, dass es fast immer zu heftigen Kämpfen kommt, um das neu Erschaffene zur Anwendung zu bringen.“ (4 I 1942)

Oder bei einer anderen Gelegenheit:

„Die Menschen denken alle zusammen unlogisch und die Professoren sind dabei am schlimmsten.“
Diese Aussagen scheinen banal zu sein, nicht gerade genial, jedoch ist ein derartiges Verständnis von den Umständen des Fortschritts höchst ungewöhnlich. Wäre es anders, würde derzeit nicht der Usus vorherrschen, dass kein Professor seine Unterschrift unter ein Konzept setzt, das sein Wissen übersteigt. Ein Merkmal des Dritten Reiches war eben, dass die Professoren die Wissenschaft nicht mit Absolutheitsanspruch regierten – Hitler vertraute Intellektuellen nicht. Das System war etwas komplizierter.

Hitler erkannte zwei Entwicklungshemmnisse: die mentale Trägheit akademischer Wissenschaft und …das Christentum. 1941 beispielsweise sagte er in der Wolfsschanze:

„Das Christentum unterdrückte die Blütezeit der deutschen Welt für über 1.000 Jahre – erst im 18. Jahrhundert erreichten wir mehr oder weniger das Niveau, auf dem die Römer sich befanden, bis das Christentum auftauchte. […] Wenn wir diese Plage beseitigen, tun wir etwas für die Menschheit, von dessen Tragweite unsere Männer an der Front keine Vorstellung haben.“

Das Dritte Reich vollbrachte hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Technologie. Viele Menschen – vor allem in Deutschland – sehen das anders, aber es ist keine Glorifizierung des Nationalsozialismus, wenn wir diese Tatsache anerkennen oder die Düsenflugzeugkonstruktionen von 1945 bewundern. Man darf die technischen Errungenschaften eines Systems nicht mit seiner moralischen Seite vergleichen.

Dass ein Land technisch entwickelt ist, heißt nicht, dass es nicht kriminell sein kann. (Eine Analogie: Die Griechen des klassischen Altertums vollbrachten außergewöhnliche Leistungen in den Geisteswissenschaften, jedoch nicht in der „Anwendungstechnik“; sie kannten beispielsweise keine mathematischen Gleichungen, alle Beziehungen wurden mit Worten ausgedrückt.)

Die Auseinandersetzung mit den Gründen für die Beschleunigung der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung ist wertvoll, notwendig und moralisch angemessen. Wir brauchen Entwicklung, um die Herausforderungen des neuen Jahrtausends zu meistern, ganz abgesehen von der schwächer werdenden Rolle Europas in der Welt. Auf lange Sicht muss die westliche Demokratie „historisch konkurrenzfähig“ sein, um weiterzubestehen. Das ist in erster Linie eine Frage der Überwindung geistiger Barrieren.

Wie ich schon erwähnte: Diese Betrachtungen sind umso relevanter und notwendiger, da ein entscheidender Teil der Entwicklungsarbeit, die den Weg in eine Ära vollkommen neuer Technologie ebnete, von der SS bewerkstelligt wurde. Man mag sich fragen, warum dies so war. Diese Organisation hatte mehrere Vorteile, wenn wir sie beispielsweise mit dem Heereswaffenamt der Wehrmacht oder mit dem formal betrachtet zivilen Reichsforschungsrat vergleichen.

Zunächst einmal schätzte Hitler die SS offener gegenüber neuen Ideen ein als das Heereswaffenamt. Zweitens waren die Chancen der Geheimhaltung des Projektes größer, und das war einfach unerlässlich. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass im System des Dritten Reichs Millionen „unsichere“ Fremdarbeiter integriert waren (direkt oder indirekt), Kriegsgefangene oder Firmen besetzter Länder. Das war unvermeidbar. Die SS war hingegen die einzige Institution mit eigenen Arbeitskräften, die völlig isoliert von der Außenwelt gehalten werden konnten. Derartige Gefangene aus den Konzentrationslagern wurden als „Geheimnisträger“ bezeichnet und sollten als solche das Lager oder selbst das spezifische Kommando, in dem sie arbeiteten, niemals verlassen. Die Befehle waren diesbezüglich sehr strikt und konnten sich auf mehrere Tausend Gefangene erstrecken – die Zahl spielte dabei keine große Rolle. Die SS hatte für Forschung und Entwicklung ihre eigene Befehlshierarchie. Am wichtigsten war jedoch: Sie hatte ihre eigenen Geldquellen. In dieser Situation konnten selbst größere Projekte durchgeführt werden, ohne dass zentrale Institutionen, wie das Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, auch nur die grundlegendsten Informationen erhalten mussten. Das war ein riesiger Vorteil!

Die SS hatte auch ihre eigene „dunkle Welt“ der Forschung entwickelt, von der selbst die führenden Staatsgrößen bis auf Hitler nichts wussten. Zum Beispiel: Das wichtigste unten beschriebene Forschungsprojekt zur Antigravitation wurde von einer streng geheimen Zelle innerhalb des sogenannten SS-Führungshauptamtes kontrolliert und koordiniert (der vollständige Name lautete: „SS-Führungshauptamt, Amtsgruppe „A“, T. Amt VIII – FEP“). Das Problem ist, dass selbst heute nach über 60 Jahren nur sehr wenige Menschen wissen, dass eine derartige Institution überhaupt jemals existiert hat. Außerdem ist der Mann, der das „Amt VIII“ befehligte, praktisch unbekannt – SS-Gruppenführer Otto Schwab, ebenso wie weitere führende Personen, die in dieser Geschichte auftauchen. Auf eine der wichtigsten Personen, die das Dritte Reich vor der Niederlage retten sollte, gibt es im Internet kaum einen Hinweis! Sie waren allesamt hohe Generäle, darunter SS-Obergruppenführer Emil Mazuw und SS-Brigadenführer Heinrich Gärtner. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie irgendwas über sie finden werden – einfach aus dem Grund, weil keines der Originaldokumente den Krieg überdauert hat, jedenfalls nicht in Deutschland. Nichts könnte die Möglichkeit der SS, Einzelheiten über spezifische Projekte – ganz abgesehen von ihrem wichtigsten Projekt – geheim zu halten, besser demonstrieren. Die Auflösung dieses Puzzles war wirklich harte Arbeit, glauben Sie mir! Das Rüstungsprojekt unterstand der Leitung von General Kammler. Ihn kennt man; nicht aber die Personen, die für die speziellen Forschungsgebiete verantwortlich waren oder denen Kammler die Berichte übersandte. Das Ziel bestand darin, das bedeutendste Rüstungsprojekt vollkommen unabhängig von den anderen Institutionen durchzuführen, insbesondere ohne dass Speers Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion davon erfuhr. Doch was war der Sinn und Zweck dieses ganzen Unterfangens? Wie sollte das Dritte Reich gerettet werden?

Das Paradoxe war, dass es seit 1943 den Krieg praktisch verloren hatte, obwohl es ein Arsenal an Waffen besaß, das dem der Alliierten überlegen war. Was für ein Arsenal war das? Es mag merkwürdig klingen, aber es handelte sich um Massenvernichtungswaffen, möglicherweise tödlicher als die amerikanische Atombombe! Es wurde intensiv an biologischen Waffen gearbeitet (ein SS-kontrolliertes Programm, das im Westen praktisch unbekannt ist), in erster Linie aber an chemischen Waffen, wie den Nervengiften Tabun, Sarin und Soman – auch hier verfügte die SS über ein Versuchsmonopol. Diese Giftstoffe waren um mehrere Größenordnungen tödlicher als entsprechende Waffen der Alliierten. Sie wirkten direkt auf das Nervensystem, hatten aber einen immensen Vorteil: Kein Filter der damaligen Gasmasken konnte sie aufnehmen und sie wurden durch die Haut fast ebenso schnell absorbiert wie über die Lunge. Es war demnach etwas, gegen das überhaupt keine wirksame Verteidigung existierte, und es waren bereits über 10.000 Tonnen produziert worden. Eine weitere Massenvernichtungswaffe war nuklear. Die existierenden Veröffentlichungen zur deutschen Nuklearforschung decken nicht die gesamte Wahrheit auf, einfach weil die Alliierten und die Nachkriegsforscher sich bei ihren Recherchen am amerikanischen Manhattan-Projekt orientierten. Die deutsche Atomforschung war jedoch nicht auf diese Weise organisiert. Die deutschen Aktivitäten waren nicht zentralisiert. Zahlreiche Institute, Organisationen und Gruppen führten ihre eigenen Projekte durch, meistens vollkommen unabhängig von den anderen. Infolgedessen wurden einige der Projekte nach dem Krieg niemals entdeckt, insbesondere diejenigen, die auf dem späteren Gebiet der sowjetischen Zone stattfanden. Eines von ihnen spielt für uns eine besondere Rolle. Es handelt sich um ein Projekt unter der Leitung von Werner Heisenberg, das zusammen mit einem Team der Universität Dresden in der besetzten Tschechoslowakei, nahe der Stadt St. Joachimsthal, durchgeführt wurde. Es verfolgte einen vollkommen anderen Weg zur Konstruktion einer Atombombe oder eines Sprengkopfes und basierte auf einem „Mix“ verschiedener unstabiler Isotope, u.a. Radium (natürlich basieren diese wie auch die anderen Behauptungen auf bis vor kurzem der Geheimhaltung unterlegenen Dokumenten, die in meinem Buch vorgestellt werden). Das Dritte Reich besaß einen großen Vorrat an Massenvernichtungswaffen, wirklich einen sehr großen.

Warum wurde dann davon kein Gebrauch gemacht?

Das Problem war, dass Deutschland seit 1944 von Feinden umzingelt war. Ohne Luftherrschaft über den eigenen Himmel wären größere Manöver (Militärschläge) nur effektiv gewesen, wenn sie in vollem Ausmaß hätten ausgeführt werden können. Das Dritte Reich besaß keine strategischen Bomber, die das gesamte feindliche Territorium mit Industriezentren im Ural oder in den Vereinigten Staaten hätten lähmen können. Der Angriff allein auf London beispielsweise hätte lediglich einen Massenvergeltungsschlag ausgelöst. Tausende von alliierten Bombern hätten nun ihrerseits biologische und chemische Bomben abgeworfen, und das Dritte Reich wäre noch schneller besiegt worden. Die Zerstörung ausschließlich Londons hätte die Dinge nur noch schlimmer gemacht. Mit anderen Worten: Die ganze Idee hätte nur Sinn ergeben, wenn nicht zehntausende von Menschen bei einem Massenangriff getötet worden wären, sondern Millionen! Das deutsche Arsenal an Massenvernichtungswaffen kam nicht zum Einsatz, weil die Geräte fehlten, um die Waffen nach New York, Moskau, Washington sowie in Industrie- und Bevölkerungszentren weit hinter den feindlichen Linien zu transportieren. Darum war auch ein auf neuer Physik basierender Antrieb so wichtig. Er war praktisch das Einzige, das den Verlauf des Krieges hätte verändern können!

Während meiner Recherchen in Archiven fand ich deutsche Dokumente, die bestätigen, dass es sich bei dem beschriebenen Projekt um ein sehr ungewöhnliches und einzigartiges Projekt mit einer ebenso einzigartigen Klassifikation handelte – offiziell wurde es als „kriegsentscheidend“ bezeichnet. Das Antriebssystem basierte wahrscheinlich auf Antigravitation und einer als die Glocke bezeichneten Vorrichtung. Ich will an dieser Stelle einen kleinen Ausschnitt aus meinem Buch zitieren – ein paar Seiten über den Beginn meiner Nachforschungen:

Dieses geheimnisvolle Gerät – die Glocke – schien auf den ersten Blick relativ einfach, wobei die ungewöhnlichen Auswirkungen ihres Einsatzes dem widersprechen. Zugegebenermaßen war die Beschreibung unvollständig und unwissenschaftlich, da sie mir von einem Soldaten gegeben wurde, der keinen Zugang zu sämtlichen Unterlagen hatte, doch selbst unter diesen Umständen enthielt sie viele wertvolle Details. Der Hauptteil der Glocke bestand aus zwei riesigen zylindrischen Trommeln von ungefähr einem Meter Durchmesser, die sich während des Experiments mit unglaublicher Geschwindigkeit in unterschiedliche Richtungen drehten. Die Trommeln bestanden aus einem silbrigen Metall und rotierten auf einer gemeinsamen Achse. Die Achse bestand aus einem ungewöhnlichen Kern, mit einem Durchmesser von ungefähr 12 bis 20 Zentimetern, das untere Ende war in dem massiven Sockel der Glocke befestigt. Sie bestand aus einem schweren, harten Metall. Vor jedem Versuch wurde ein keramikartiger, länglicher (als „Vakuumkolben“ bezeichneter) Behälter in den Kern eingelassen, der von einer ungefähr drei Zentimeter dicken Bleischicht umschlossen war. Er war etwa 1 bis 1,5 m lang und mit einer merkwürdigen, metallischen Substanz mit violett-goldenem Schimmer gefüllt, die bei Zimmertemperatur die Konsistenz von „leicht geronnenem Gallert“ annahm. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass diese Substanz unter dem Codenamen „IRR Xerum-525“ oder „IRR Serum-525“ lief und unter anderen Bestandteilen auch Thoriumoxid und Berylliumoxid enthielt. Die Bezeichnung „Xeron“ taucht ebenfalls in der Dokumentation auf. Es handelte sich dabei um eine Art Quecksilberverbindung, vermutlich mit verschiedenen schweren Isotopen.

Quecksilber, diesmal allerdings in Reinform, befand sich ebenfalls in den sich drehenden Zylindern. Vor dem Start jedes Experiments, und vielleicht auch während der Durchführung, wurde das Quecksilber intensiv gekühlt. Da Informationen über den Gebrauch großer Mengen von Flüssiggas – Stickstoff und Sauerstoff – auftauchten, scheinen genau diese beiden zur Kühlung benutzt worden zu sein. Der gesamte Apparat, d. h. die Zylinder und der Kern, wurden von dem oben genannten Keramikgehäuse in Form einer Glocke umschlossen – ein Zylinder, der oben abgerundet war und mit einem Haken, oder einer Befestigung abschloss. Insgesamt maß das Gerät etwa 1,5 m im Durchmesser und war ungefähr 2,5 m hoch …

Ein sehr dickes Stromkabel führte auf die „Haube“ zu. An der Unterseite befand sich zudem ein runder, sehr solider Standfuß aus schwerem Metall, dessen Durchmesser geringfügig größer als der des Keramikgehäuses war.

Das war im Großen und Ganzen alles, was ich dem ersten Gespräch über die Konstruktion des Gerätes entnehmen konnte. Es reichte dennoch für die Behauptung aus, dass diese Beschreibung mit nichts zu vergleichen ist, was wir bisher über die geheimen Waffen des Dritten Reiches wussten. Mein Gesprächspartner hat in jedem Fall betont, dass die Bezeichnung Waffe im Zusammenhang mit dem beschriebenen Apparat nicht ein einziges Mal gefallen sei. Es handelte sich einfach um ein Teil von etwas viel Größerem, das im Grunde keine Waffe war, abgesehen von den sehr zerstörerischen Auswirkungen, die es auf seine Umwelt ausübte.

Sehr viel mehr Informationen als über das Problem der Konstruktion blieben über den Verlauf der Versuche selbst erhalten. Jedes Experiment wurde in einer eigens dafür vorbereiteten Kammer durchgeführt. In den meisten Fällen befand sie sich unter der Erde. Ihre Wände wurden mit Keramikkacheln abgedeckt, und auf dem Boden befanden sich schwere Gummimatten. Die Matten wurden nach jedem Versuch zerstört, während die Kacheln mit einer pinkfarbenen salzlaugenartigen Flüssigkeit abgelöst und gewaschen wurden. Im Falle einer Versuchsdurchführung innerhalb einer stillgelegten Mine wurden solche Kammern nach zwei bis drei Tests immer zerstört (gesprengt). Eine der Personen, eine Hauptinformationsquelle, sagte überdies aus, dass es ein spezielles „Set“ für Tests auf offenem Gelände gab, das auf drei Eisenbahnwagen montiert war, die mit drei großen roten Kreuzsymbolen markiert waren. In erster Linie diente die Installation zur Stromversorgung und wurde an gegebenem Standort mit einem Starkstromkabel verbunden. Die Person war ein gewisser Joachim Ibrom, ein Angestellter der Deutschen Reichsbahn im polnischen Verwaltungsbezirk Oppeln. Die Eisenbahnwagen wurden später aus dem Bestand der Oppeln-Leitstelle gestrichen, offiziell aufgrund eines Luftangriffes. Sie wurden mit Flammenwerfern verbrannt; die übrig gebliebenen Metallteile wurden mit Schneidbrennern zerteilt und über den Standort verteilt, zweifellos ein ungewöhnliches Vorgehen. Später war ich jedoch immer mehr davon überzeugt, dass all die von mir während meine privaten Nachforschungen allmählich zusammengetragenen Informationen absolut beispiellos waren und nicht nur etwas vollkommen Neues darstellten, sondern aufgrund der vielen Fakten ein Bild von einem Projekt ergaben, das sich fundamental von allem unterschied, was bisher über die deutsche Wissenschaft während der Zeit des Zweiten Weltkrieges geschrieben wurde. Darüber hinaus hätte ich niemals mehrere Jahre für etwas geopfert, das nicht eine eindeutige und konkrete Herausforderung darstellt. Mein zuvor erwähnter Informant hatte betont, dass es sich bei dieser Sache um eine einzigartiges Geheimprojekt gehandelt habe – das geheimste Forschungsprojekt, das jemals im Dritten Reich realisiert wurde! Damit war klar, dass es sich ungeachtet der enormen Schwierigkeiten lohnt, dieser Aussage nachzugehen. Kehren wir jedoch zu den Beschreibungen der oben erwähnten Versuche zurück.

Zunächst wurde die Glocke gemeinsam mit der beträchtlichen Stromversorgung vorbereitet. Eine ganze Reihe Photoapparate, Filmkameras und vermutlich auch einige Messgeräte wurden auf einem speziellen Gestell in der Forschungskammer selbst angebracht. Danach wurden einige Proben oder Objekte in der Nähe aufgestellt, an denen die Wirkung der ausgestrahlten Energie getestet wurde. Dies waren tierische Organismen (lebendige Eidechsen, Ratten, Frösche, Insekten, Schnecken und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Menschen – Insassen des Konzentrationslagers Groß-Rosen), Pflanzen (Moose, Farne, Stachelhalme, Pilze, Schimmel) sowie eine ganze Reihe von Substanzen organischen Ursprungs, wie etwa: Eiklar aus Hühnereiern, Blut, Fleisch, Milch und flüssige Fette. Diese Vorbereitungen wurden natürlich von Wissenschaftlern und Technikern durchgeführt […] sowie einer Abteilung Gefangener aus dem Konzentrationslager Groß-Rosen, die eigens für diese Aufgabe abkommandiert waren. Insgesamt waren bis zu 100 Leute an diesen Vorbereitungen beteiligt. Das Ganze lief unter dem Codenamen „RWS-1“. Kurz vor jedem Experiment wurde das Personal auf eine Entfernung von 150 bis 200 Metern zurückgezogen und es wurden gleichzeitig Schutzkleidung und Helme oder harte Hüte aus Gummi, mit großem roten Visier angelegt.

Es dauerte einige Zeit, bis die Zylinder im Inneren der Glocke in Gang gekommen waren. Nachdem die benötigte Geschwindigkeit erreicht war, wurde der Hauptteil des Tests eingeleitet, bei dem der Apparat an eine Hochspannungsquelle mit hochintensiver Stromstärke angeschlossen wurde. Wahrscheinlich musste das Gerät aus diesem Grund effizient gekühlt werden. Diese Phase dauerte von einer Zehntelsekunde bis zu 1,5 Minuten. Der Betrieb der Glocke offenbarte sich auf zweierlei Art und Weise: Sie erzeugte kurzfristige sowie langfristige Effekte – und vielleicht auch jene, von denen wir nichts wissen. Diese waren ein charakteristisches Geräusch, ähnlich dem Summen von Bienen, die in einer Flasche eingeschlossen sind (daher auch der inoffizielle Name „Bienenstock“, der für die Glocke benutzt wurde) sowie eine Reihe elektromagnetischer Effekte wie: Überspannungen in den umliegenden 220-V-Stromkreisen („explodierende“ Glühbirnen), die bei Bodentests auch noch aus 100 Metern Entfernung beobachtet werden konnten, eine bläuliche Phosphoreszenz (ein blaues Leuchten) um die Glocke herum – offenbar ein Ergebnis der ionisierenden Strahlung –, sowie ein sehr starkes elektromagnetisches Feld. Darüber hinaus fühlten Versuchsteilnehmer Störungen des Nervensystems wie etwa ein „Kribbeln und Stechen“, Kopfschmerzen und metallischen Geschmack im Mund.
Nach einiger Zeit konnten Langzeiteffekte beobachtet werden. Zuerst litten die Angestellten unter Schlafstörungen, Schwindelgefühlen, Gedächtnisverlust, Muskelkrämpfen und verschiedenen Geschwüren. Später konnten diese unerwünschten Wirkungen drastisch eingeschränkt werden.
Die schockierendsten und zuerst vollkommen unerklärbaren Phänomene wurden bei den zuvor erwähnten Organismen und Substanzen beobachtet, die den Tests unmittelbar in der Kammer ausgesetzt waren. Sie erlitten verschiedene Arten von Schäden, darunter vor allem Zerfall von Gewebestrukturen, Gelbildungen und die Ablagerung von Flüssigkeiten (darunter auch Blut) in eindeutig voneinander getrennte Teile. Aus den Informationen geht hervor, dass während der ersten Testphase (Mai bis Juni 1944) jene Nebenwirkungen den Tod von fünf der sieben Wissenschaftler verursachten. Konsequenterweise wurde das erste Forschungsteam aufgelöst. Ich schreibe „Nebenwirkungen“, da aus den Informationen, die den Krieg überdauert haben, hervorgeht, dass eines der Hauptziele der Forschungen darin bestand, diese zu verringern.

Die merkwürdigsten Veränderungen an organischem Material wurden an Grünpflanzen beobachtet.
Während der ersten Phase, also etwa während der fünf Stunden, nachdem ein Test abgeschlossen war, blichen die Pflanzen aus oder wurden grau, was auf einen chemischen Zerfall oder den Abbau von Chlorophyll hindeutet. Das Außergewöhnliche daran ist, dass die Pflanzen trotzdem allem Anschein nach für eine gewisse Zeit normal weiterlebten – etwa eine Woche lang. Dem folgte eine unmittelbare oder stufenartige (8 bis 14 Stunden) Zersetzung in eine schmierige Substanz „mit einer Konsistenz von ranzigem Fett, ähnlich Heizöl“, das die gesamte Pflanze umhüllte. Dieser Zersetzungsprozess wies keinerlei Merkmale einer gewöhnlichen bakteriellen Zersetzung auf – unter anderem fehlte der Geruch. Darüber hinaus geschah es zu schnell, was den Eindruck vermittelte, die gesamte Gewebestruktur wäre verfallen.

Parallel dazu lagerten sich undefinierte Kristallstrukturen in den flüssigen organischen Substanzen ab. Dies konnte bei der Mehrzahl der Proben beobachtet werden.

Am 10. Januar 1945 war es auf unbekannte Weise gelungen, die Anzahl der beschädigten Proben auf 12 bis 15 Prozent zu senken. Am 25. März wurde eine weitere klare Reduzierung dieser Quote auf 2 bis 3 Prozent verzeichnet. Abgesehen davon trat eine weitere Nebenwirkung auf: Nach einer bestimmten Anzahl von Experimenten beobachtete man, dass sich im Metallfundament der Glocke mysteriöse Gasblasen bildeten.

Mir ist bewusst, dass diese Informationen ohne jegliche Interpretation einen unverständlichen Eindruck hinterlassen – als ob es ihnen an Sinn mangelt oder sie einfach unwissenschaftlich sind. Das sind sie jedoch nicht. Mir und vielen Spezialisten gelang es mit unermüdlichem Arbeitseinsatz, sie zu einem kompakten und verständlichen Ganzen zu vereinen, das alle Fakten einbezieht. Letzten Endes verschlang die Beschreibung des Gerätes und seines „Modus Operandi“, der organisatorischen Seite des Projektes und des Spionagewettlaufs nach dem Krieg um das „Know-how“ über 100 Din-A4-Seiten, voll mit spezifischen Informationen. Für den Augenblick bin ich jedoch dazu gezwungen, die Informationen in der Form zu präsentieren, wie sie ein Ausgangspunkt für weitere Forschungen wurden. Ich bitte daher weiter um Geduld.

An diesem „Ausgangspunkt“ besaß ich ziemlich umfassende Informationen über die organisatorische Seite des ganzen Projektes sowie ein gewisses theoretisches Grundwissen.

Ich werde mit diesem zweiten Punkt beginnen, da er einen direkteren Bezug zu den zuvor erwähnten Phänomenen hat. Dieses „theoretische Grundwissen“ war lediglich eine Sammlung wissenschaftlicher Bezeichnungen, mit denen die Funktionsweise des Apparates beschrieben wurde. Von Beginn an waren sie zudem recht geheimnisvoll – und zwar derart, dass es niemanden vor mir gab, der sie zusammenführen oder bestimmten modernen Arbeiten zuschreiben konnte (solche Versuche wurden bereits in den 1960er Jahren unternommen – zumindest die Aspekte der Analyse betreffend). Zwei Ausdrücke wurden offenbar als grundlegend verstanden, und zwar: „Wirbeldruck“ und „Trennung magnetischer Felder“.

Das oben zitierte Fragment repräsentiert, wie ich erwähnte, nur die Anfangsphase meiner Forschungen, es ist eben nur mein Ausgangspunkt. Meiner Ansicht nach war die Quelle dieser Informationen glaubwürdig genug, um nötigenfalls Jahre an Arbeit zu „investieren“ und unabhängige Quellen zusammenzutragen, die bestätigen, dass es wirklich existierte, aber auch um zu klären, was genau es war, welche physikalischen Phänomene ihm zugrunde lagen usw. Ich glaube, dass ich in dieser Hinsicht nicht mehr hätte tun können – wie einer meiner wissenschaftlichen Berater, Dr. Hal Puthoff aus den Vereinigten Staaten, es ausdrückte. „Die Wahrheit über die Wunderwaffe“ beinhaltet hunderte von Quellenangaben – nicht nur zur Glocke, sondern auch zu den zahlreichen Projekten und Waffen, die im Buch beschrieben werden. Eine der härtesten Herausforderungen war die wissenschaftliche Beschreibung, denn schon auf den ersten Blick war es offensichtlich, dass die Glocke nicht den Kanon des akademischen Wissens widerspiegelte. Deshalb musste das Wissen aus verschiedenen Forschungsgebieten zusammengetragen werden; gleichzeitig sollte aber das Gesamtbild wissenschaftlich akzeptabel bleiben. Allgemein gesprochen stellte es sich schließlich als wissenschaftlicher Ansatz für Antigravitation heraus (ich war mir dessen zu Beginn nicht so sicher!), und er musste für einen Wissenschaftler Sinn ergeben, obwohl er in keiner einsatzbereiten Form vorlag. Ein fast unmögliches Unterfangen, aber letztlich zählen die Wissenschaftler zu meinen besten Lesern und es hat sich bewährt! Darüber hinaus stellte sich heraus, dass das theoretische Grundwissen für einen solch innovativen Ansatz zu dieser Zeit im Dritten Reich vorhanden war. Es bezieht sich nicht auf Albert Einsteins Relativitätstheorie, sondern auf einen vergessenen Quantenansatz, der Gravitation mit bestimmten Quanteneffekten und dem Spin in Verbindung bringt (die Arbeiten von Professor Walther Gerlach – dem wissenschaftlichen Leiter dieses Projektes –, einem Australier namens Thirring – sein Arbeitskollege–, sowie von Professor Pascual Jordan). Dies war ein ausreichendes theoretisches Grundwissen, um während des Kriegs mit den Nachforschungen zu beginnen. Ich habe lediglich einen kleinen Teil modernen Wissens in Form einer Analyse der sogenannten „Gravitationssolitone“ [oder „solitäre Gravitationswellen“] hinzugefügt, deren Erörterung in diesem Artikel jedoch zu weit führen würde. Ich möchte nur hervorheben, dass es erklärt werden kann und die Wissenschaftler nicht minder daran interessiert sind als ich. Das Projekt wurde in Niederschlesien und in der besetzten Tschechoslowakei durchgeführt. Beide Gebiete wurden als sicher eingestuft, die Orte befanden sich größtenteils in den Bergen – Niederschlesien wurde von Goebbels einst als „Reichsluftschutzraum“ bezeichnet. In Niederschlesien baute die SS eine gigantische unterirdische Infrastruktur für Produktion und Experimente auf, während sich in der Tschechoslowakei mehrere Fabriken für chemische Waffen sowie das Hauptwissenschaftszentrum der SS/FEP befanden, das in Pilsen an einem auf Nuklearphysik basierenden Antrieb forschte. Es war das „Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“, von Hitler auch als „SS-Musterstaat“ bezeichnet. Niederschlesien war jedoch sehr viel wichtiger. Es gab dort ein ganzes Gebiet, das ausschließlich der Forschung gewidmet war. Dort befanden sich viele Objekte und Anlagen, die meisten in der Nähe der Stadt Waldenburg: Hitlers Hauptquartier; die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des sogenannten Jägerstabs (man kooperierte dort mit der Luftwaffe); eine Experimentierstation unter der Leitung von Professor Hubertus Strughold, um das Steuersystem der neuen Flugzeuge und dessen Auswirkungen auf den Menschen an geistig behinderten Kindern zu testen (alle in oder nahe Fürstenstein bei Waldenburg); die Untergrundfabrik „Riese“ nahe Wüstegiersdorf, die unter einem ganzen Bergmassiv – dem Eulengebirge, einem gigantischen ehemaligen Kohlenbergwerk – errichtet wurde; und weitere Bauten. All dies befand sich in einem Radius von etwas über 10 km und bekam den SS-Codenamen „Sonderbauvorhaben S-III“. Es entzog sich jeder normalen Geheimhaltungsstufe. Kürzlich gelang es mir, ein Dokument im Berliner Bundesarchiv zu finden, das von SS-Gruppenführer Kammler unterschrieben ist und eindeutig bestätigt, dass es sich um das wichtigste Vorhaben der SS handelte. Immerhin wissen wir aus einem Bericht von Minister Speer aus dem Jahr 1944, dass der „Riese“ allein (ein kleiner Teil des gesamten „Sonderbauvorhabens“) „mehr Stahl und Beton verschlang als für den Bau von Luftabwehrbunkern für die zivile Bevölkerung im gesamten Reich nötig gewesen wäre.“ Und dabei muss man sich vergegenwärtigen, dass in diesem Jahr Luftabwehrbunker in Stückzahlen gebaut wurden, die man sich kaum vorstellen kann, selbst in kleinen Städten.

Wenn wir das „S-III“ mit den anderen Bauten im Protektorat zusammen betrachten, offenbart sich uns ein Unterfangen, das einschließlich der Gefangenen aus Groß-Rosen über 60.000 Menschen beschäftigte – tatsächlich ein echtes Äquivalent des amerikanischen Manhattan-Projekts. Ich halte es jedoch aus noch einem ganz anderen Grund für bedeutend. Es kann uns möglicherweise dazu befähigen, die für die Zukunft entscheidende Technologie zu verstehen – ein völlig anderer Ansatz für Gravitation: das „Tor zu den Sternen.“

Quelle: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/geheime-wunderwaffen-im-dritten-reich

Gruß an die, die die ganze Wahrheit kennen

TA KI

Crom – Cruchach – Kult


Crom Cruach war die Hauptgottheit der frühen irischen Kultur und wurde noch von den Firbolg verehrt und in der ersten Schlacht Magh Tuiredh gegen die entfesselten Kräfte der Morrigna zur Hilfe gerufen.

Seine Name bedeutet blutige Sichel oder blutiger Bogen, als welcher er auch in den Buch von Leinster Erwähnung findet.
St. Patrick bezeichnete ihn als Cenn Cruaic (blutiger Kopf) und ein weiterer Name und zugleich Titel war rig-iodal h-Eireann (Königsikone Irlands).

Jedoch wurde sein Name in vielen Formen ausgedrückt und kann dadurch auf viele verschiedene Arten interpretiert bzw. übersetzt werden:
„Crom“ oder auch „Cromm“ bedeutet sowohl „gebogen“, „verkrüppelt“ oder „gewunden“. „Cenn“ dahingegen bedeutet „Kopf“.
Cruach kann man dann wieder sowohl als Adjektiv „blutig“ oder „mörderisch“ als auch als Substantiv, dass ja nach Quelle „Schlächter“ oder „Ährenbündel“ oder aber auch „Pfahl“, „Haufen“, „Halde“ oder „Hügel“.
Häufig verwendete Übersetzungen sind „Der blütige Verkrüppelte“, „Kopf des Ährenbündels“ oder „Haupt der Hügel“.

Die Überlieferungen in denen Crom Cruach Opfer dargebracht wurden, im Austausch für Milch und Korn legen nahe, dass er ein Fruchtbarkeitsgott war.
Die Beschreibung seines Bildes als goldene Figur, die von zwölf Steinen oder Bronzefiguren umgeben ist, wurde dahingegen häufig als Sinnbild der Sonne, die von den zwölf Zeichen des Zodiac umgeben war, was Crom zu einer Sonnengottheit machte.

Die frühen Iren opferten ihm ein Drittel ihrer Kinder zu Samhain im Gegenzug f&uumL;r Milch und Getreide und natü,rlich gutes Wetter, das die Fruchtbarkeit von Vieh und Korn sichern sollte.

Crom wurde gefürchtet und man sagte, dass es sogar gefährlich war ihn zu verehren, denn seine Verehrer verendeten oft während ihrer Anbetung.
Außerdem wird gesagt, dass sein Kult von Tigernmas, einem antiken irischen König, eingeführt wurde, doch während der Kulthandlungen einer Samhainnacht töteten er und drei Viertel seiner Anhänger sich selbst.3

Schädelkult

Schädelkult, die Verehrung der Schädel Verstorbener, wobei der Schädel als Sitz der außerordentlichen übernatürlichen Kräfte angesehen wird, deren Träger die Verstorbenen waren.
Hinweise auf eine kultische Behandlung von Kopf und Schädel des Menschen finden sich bereits in der Altsteinzeit. Auch heute eine wichtige Rolle spielt der Schädelkult bei Völkern Melanesiens. In der Religionsgeschichte wurde er vielfach mit dem Brauch verbunden, sich der im Schädel lokalisierten numinosen Kräfte durch rituelles Essen des Hirns zu bemächtigen.

Doch es ist natürlich auch eine Art der Abschreckung gewesen, die sehr gerne im Kampf verwendet wurde. So wurde eben den gefallenen Feinden die Köpfe abgeschlagen und den eigenen Pferden, an den Hals, geh&aml;ngt. Die erbeuteten Waffen übergaben die Sieger ihren Dienern, und obwohl alles blutverschmiert war, wurden die Trophäen unter Hymnen und Siegesgesängen mit sich geführt.
Diese Kriegsbeute wurde dann an die Eingänge der eigenen Häuser genagelt, gerade so, als ob auf der Jagd Wild erlegt wurde.
Die Köpfe der vornehmsten Feinde balsamiere man ein und man bewahrte sie sorgfältig in einer Truhe auf. Wenn die Sieger den eigenen Gastfreunden die Köpfe zeigten, dann brüsten sie sich, dass für diesen Kopf einem ihrer Vorfahren, ihrem Vater oder auch ihnen selbst viel Geld geboten worden sei, sie es aber nicht genommen hätten. Einige von ihnen sollen sogar damit geprahlt haben, dass sie Gold im gleichen Gewicht für den Kopf nicht angenommen hätten.
Damit wurde eine aus heutiger Sicht zwar barbarische Art von edler Gesinnung gezeigt, doch war es damals normal, denn die Beweisstücke der Tapferkeit, welche nicht verkauft wurden zeigten den Respekt gegenüber der eigenen Tat. Außerdem wurden die Trophäen nicht mehr als Wesen gleicher Gattung angesehen, denen man noch nach ihrem Tod feindselig gegenüber sein muss, sondern einfach als Kriegsbeute.
Es ist immer so, dass die jeweils vorherrschenden Moral- und Wertvorstellungen darüber entscheiden, ob und in welcher Art und Weise ein Volk bzw. eine Kultur Schädelkulte zulässt.

Es ist im Grunde logisch, dass es wahrscheinlich kaum ein Volk gab, dass nicht in irgendeiner Form die zeremonielle Einflechtung des menschlichen Kopfes oder Schädels in kultische Rituale oder Gebräuche kannte und auch eine zeitlang praktizierte.
Dabei ist es sehr wichtig Unterscheidungen zu treffen, Unterscheidungen die auf die Beweggründe und Praktiken des jeweiligen Schädel- oder Kopfkultes sich beziehen, z.B. ob er aus religiösen Gründen praktiziert wurde, oder ob er eine kriegerisch motivierte Maßnahme darstellt. Wobei es natürlich auch in kombinierter Form oft vor kam, sodass in diesen Kriegsmaßnahmen eine Art von Ritualisierung steckte.

Ferner ist es wichtig, dass man die Begriffe „Kult“ und „Kultgegenstand“ auseinander hält, da im Schädelkult beispielsweise der Schädel im Zentrum des Kultes stand, und gleichzeitig der Schädel bzw. Schädelteile auch Kultgegenstände waren, wie z.B. Fetische, welche nur ein Mittel für die Durchführung eines Rituals waren.
Letzteres zeigt sich etwa im tibetischen Buddhismus – hier wurden in tantrischen Zeremonien Schädelbecher verwendet um dämonische Gottheiten zu identifizieren, da sie Attribute dieser Gottheiten repräsentieren sollen.

In archäologischen Befunden ist diese Differenzierung allerdings schwer zu treffen.
Wenn man nun etwas weiter gehen will, findet man Beweise, dass es etwa in Ahnenkulten, in deren Zentrum die Anbetung des Schädels steht bzw. bei denen der Schädel durch Aufbewahrung in Beinhäusern einen Sonderstatus erhält, eine große Häufung dieser rituellen Handlungen gab!
Man muss nur an die im Alpenraum lange Zeit üblichen Karner, wie etwa in Hallstatt, wo die Schädel liebevoll bemalt aufeinander geschlichtet wurden denken.
Eine besondere Form der Ahnenverehrung pflegen z.B. die Andamaner, welche auf einer Inselgruppe im Golf von Bengalen leben. Sie tragen den Schädel eines verstorbenen Verwandten an einem Band befestigt am Rü,cken mit sich.

Den Ahnenkulten sehr ähnlich sind Reliquienkulte, wie sie etwa im Mittelalter in Europa verstärkt aufkamen.
Hier sprach man den Gebeinen, von denen man verbissen glaubte, sie würden von Heiligen stammen, heilende und schützende Wirkung zu.
Man hüllte Heiligenhäupter in edle und verzierte Stoffe und verehrte sie als Personifizierung des verstorbenen Würdenträgers. Dabei galt der Schädel als besonders wertvolle Reliquie, da man den Kopf als Hauptsitz der Kräfte sah.

Kopf- oder Schädelkulte nehmen mitunter recht obskure Erscheinungsformen an.
Von Henriette de Cléves etwa wird berichtet, sie hätte den einbalsamierten Kopf ihres Geliebten als Andenken aufbewahrt. Dieser war aufgrund seiner Teilnahme an revolutionären Umtrieben 1574 enthauptet worden.

Zwar aus dem Reich der Legenden, nämlich der alt-isländischen Völsunga-Saga entsprungen, jedoch auch ein eigenartiger Schädelfetisch ist der Kopf des weisen Eruliers, den Sigmund, einer der Wälsungen-Zwillinge, in einer Höhle findet, den er in einer Holzkiste aufbewahrt und der Sigmund prophetische Antworten auf seine Fragen gibt.

Diesen Totenverehrungsriten gegenüber stehen jedoch Trophäenkulte wie die Zurschaustellung der Köpfe von Enthaupteten , die Anfertigung von Schrumpfköpfen der Feinde, wie beispielsweise bei den Dajak auf Borneo oder bei den Jivaro in Südamerika , oder das Verspeisen des Gehirns, wie es von anthropophagen Kulturen berichtet wird.

Von den nordindischen Nagas, welche die Kopfjagd bis in die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts pflegten, wird berichtet, dass die jungen Männer erst dann als erwachsen galten, wenn sie den Kopf eines getöteten Feindes vorweisen konnten.
Insofern galt die Kopfjagd als eine Art des Initiationsritus.
Die erbeuteten Köpfe wurden anschließend auf Bambusstangen gespießt und an Bäume gelehnt, damit die Weichteile besser verwesen konnten. Es wurden häufig auch Bambusspießchen in die Augen der Köpfe gesteckt und manche erhielten sogar noch einen Kopfschmuck aus Hörnern oder Grasbüscheln aufgesetzt.
Wenn die Köpfe verwest waren, wurden sie zur weiteren Aufbewahrung in die Wohnhäuser gebracht.

Zur Enthauptung ist generell zu sagen, dass diese bis in die jüngere Neuzeit übliche Form der Todesstrafe sich möglicherweise aus dem Tier- bzw. Menschenopfer herauskristallisiert hat.
Insofern besitzt sie auch eine Art Ritualcharakter – sie ist die eindrucksvollste Disziplin der Todesstrafe, welche seit der Antike als Bestrafung von Kapitalverbrechen galt .
Natürlich ist mit der Enthauptung das Präsentieren des abgeschlagenen Kopfes immer verbunden, was zu dem Kult einfach dazuzählt. Dies gilt für den Mythos genauso wie in der historischen Wirklichkeit politisch-juridischer, militärischer oder kultisch-religiöser Zusammenhänge.
Indem der Kopf vom Rumpf getrennt wird, geht die organische Einheit des lebendigen Körpers verloren, und der Kopf, in dem vor dem Schnitt zugleich alles enthalten war, was man sich vorstellen konnte, ging vollständig in der Funktion des Wunsche auf.

Die Enthauptung an sich war eine Strafe um schwere Vergehen, wie etwa Hochverrat öffentlichkeitswirksam zu rächen, zum anderen ist sie ein Machtmittel, das etwa in Kriegszeiten immer wieder angewendet wird um unterlegene Gegner zu vernichten und als Personen auszulöschen.
Erst wenn der unversehrte Körper oder Leichnam durch das Abtrennen des Kopfes, in dem der Geist des Opfers weilt, quasi entehrt wurde, wurde auch die betreffende Person als solches vernichtet.
Solange dies nicht geschieht, könnte der Tote an seine Leichenstätte zurückkehren und die Lebenden heimsuchen – insofern bemächtigt sich der Sieger seines unterlegenen Feindes durch Schändung dessen Integrität.
Wahrscheinlich liegt in diesem Ursprung auch der Aberglaube begraben, dass sich gewisse Vampire und Dämonen nur durch Enthaupten auslöschen lassen, was sich heutzutage im Horrorgenre wiederspiegelt.

Einen besonderen Augenmerk bekommt die Selbstenthauptung, wie sie aus indischen Höhlentempeln bekannt ist. Es ist zwar schwer vorzustellen, dass dieses Unterfangen überhaupt möglich ist, doch gibt es Fakten, die dies beweisen.

Wenn man nun den Begriff Schädelkult sehr weitläufig fächert, dann muss mann natürlich auch die Weiterverarbeitung von Teilen des Schädels zu Artefakten oder Arzneien hinzurechnen.
Bekannt sind z.B. Trinkschalen aus Schädelkalotten, wie sie von der Steinzeit bis in die Neuzeit herauf in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen zu finden sind. Auf solche Trinkgefäße trifft man meist im Kontext von religiösen Riten – vom tibetischen Buddhismus, über das Christentum zum Satanskult.
Apotheker-Ordnungen des 16. – 18. Jahrhunderts verweisen auf eine Verwendung von Teilen der Hirnschale für diverse Arzneien, was den Gedanken nahe legt, dass dem Schädel auch außerhalb des Reliquienkultes heilende Wirkung zugesprochen wurde.

Ob man Schädeltrepanationen auch noch als kultische Handlungen bezeichnen könnte, ist fraglich. Sie haben einerseits medizinische Gründe, zum anderen ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch rituelle Gründe zu diesen Trepanationen geführt habe, z.B. um einen bösen Geist aus dem Schädel schlüpfen zu lassen.
Fest steht, dass die Öffnung des Schädels am lebenden Menschen seit dem Neolithikum bekannt ist und aus Beobachtungen bei Naturvölkern wie etwa den Kisii weiß man, dass ein relativ großer Heilungserfolg besteht.
Es gibt auch Belege, dass aus den Trepanationsscheiben mitunter Amulette hergestellt wurden, z.B. das urnenfelder zeitliche Schädelamulett aus der Lupberghöhle in der Oberpfalz, das seinerseits mit 64 Lochungen versehen ist, oder eine dreifach gelochte Trepanationsscheibe aus Büchenbach .

Der keltische Schädelkult:

Sehr gute Untersuchungen gibt es inzwischen zum Schädelkult der Kelten:
Sehr bekannt sind z.B. Heiligtümer wie Gournay-sur-Aronde, Ribemont-sur-Ancre, Roquepertuse, Entremont.
In ihnen wurden zum einen Menschen in religiösen Zeremonien den Göttern geopfert, zum anderen wurden dort auch die Köpfe ganzer Gruppen von getöteten Feinden ausgestellt.

Das Heilgtum von Gournay-sur-Aronde (nordöstlich von Paris, Frankreich):

Das Heiligtum war von einem Graben und Palisaden umgeben, die mit Menschen- und Tierschädeln geschmückt waren.
Innerhalb dieser Anlage befanden sich diverse Opfergruben, in denen sich die Reste von verzehrten Opfertieren erhalten haben.
Neben der Opferung von Waffen und Tieren wurden aber auch Menschen geopfert.
Die in der Anlage aufgefundenen menschlichen Skelettreste wiesen Spuren von Enthauptungen auf. Bei den abgetrennten Schädeln wurde das Hinterhauptloch jeweils erweitert um Gehirn und Weichteile zu entfernen. Anschließend wurden die Schädel zur Schau gestellt und teilweise auch in der Nähe des Eingangs aufgehängt.

Quelle: http://www.morrigann.de/mythologie/kult/kultus.htm

Gruß an die Ahnen

TA KI