Der Samstagsfilm: Der Herr Vom Anderen Stern (1948)


„DER HERR VOM ANDEREN STERN“ aus dem Jahre 1948 ist ein fantasiereicher, teilweise surrealistischer deutscher Spielfilm des Science-Fiction-Genres, der seiner Zeit gut zwanzig Jahre voraus war. Er repraesentiert das erste selbstproduzierte Filmwerk des Komikers Heinz Ruehmann, der auch die Hauptrolle innehat. Man zeigt in diesem Streifen sowohl die Absurditaet als auch die Inhumanitaet des Systems in Politik, Militaer und Showbuisness. Ein Politiker laesst beispielsweise die Reichsparteitage des dritten Reiches wieder zu neuem Leben erwecken. Seine Ansprache erinnert in gewisser Weise an den „Grossen Diktator“ von Charly Chaplin.

Kurze Inhaltsangabe:

Ein Wesen reist allein mit Geisteskraft durch den Weltraum, doch als er seiner Antriebsenergie verlustig geht, kommt es zu einer unvorhergesehen Landung auf der Erde. Die Menschen sehen in dem „Herrn vom anderen Stern“ eine unberechenbare Gefahr, da er sich von herausragender Intelligenz erweist, doch auch Gesetzesbrecher betrachten ihn als potentielles Mittel zum Zweck. Dabei will er lediglch zurueck ins All, um sich von all den irdischen Problemen, mit denen er nichts zu tun haben will, wieder loszuloesen…

Gruß an die Filmemacher

TA KI

Israelische Eliteeinheit begehrt gegen Netanjahu auf


ein-israelischer-soldat-an-der-grenze-zum-gazastreifen-Dutzende Reservisten einer Eliteeinheit des israelischen Militärgeheimdienstes wollen künftig nicht mehr in der Einheit dienen. Grund seien die „Übergriffe“ auf die Palästinenser, heißt es in einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der in Teilen von der israelischen Zeitung „Jediot Ahronot“ veröffentlicht wurde.

Konkret richtet sich der Protest der 43 Reservisten gegen das Vorgehen des Militärgeheimdienstes in den besetzten Palästinensergebieten, darunter gezielte Tötungen und die bis in die Intimsphäre palästinensischer Zivilisten reichende Überwachung. Die Einsätze ermöglichten zudem politische Verfolgung und spalteten die palästinensische Gesellschaft durch das Anwerben von Informanten.

Sie wollten „nicht länger in diesem System dienen, das die Rechte von Millionen Menschen verletzt“, schreiben die Reservisten dem Blatt zufolge in dem Brief. „Wir rufen alle Soldaten, die in der Einheit dienen oder dienen werden, und alle israelischen Bürger dazu auf, ihre Stimme gegen diese Verstöße zu erheben und diesen ein Ende zu setzen.“

Reservisten drohen Haftstrafen

Die Autoren des Briefes gehören demnach der Eliteeinheit 8200 an, die eng mit den israelischen Sicherheitsdiensten zusammenarbeitet und oft mit dem US-Geheimdienst NSA verglichen wird. Er wurde neben anderen von einem Major, zwei Hauptleuten und einem Leutnant unterzeichnet. Die vollen Namen wurden aber nicht genannt.

Die Reservisten kündigten in dem Brief an, ihrer jährlichen Einberufung nicht mehr nachzukommen, wodurch ihnen Haftstrafen drohen. Alle israelischen Männer müssen nach der Schulzeit drei Jahre Wehrdienst leisten, Frauen zwei Jahre.

Liebe Leserin, lieber Leser, zu diesem Thema ist keine Kommentierung möglich.

(…)

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_71006118/israelische-eliteeinheit-begehrt-gegen-benjamin-netanjahu-auf.html

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TA KI

EU: Radikale Kürzung von Gehältern bei Beamten und Politikern notwendig


Kurz bevor die neue EU-Kommission ihre Arbeit aufnimmt, hat der Think Tank Open Europe ein ordungspolitisches Mandat nach Brüssel gerichtet: Mit zwölf konkreten Vorschlägen vom Subventionsabbau bis zu Gehaltskürzungen, könne die Kommission bis zu 252 Milliarden Euro sparen. Michael Wohlgemuth von Open Europe Berlin erklärt im Interview, wie er die Brüsseler Beamten zum Sparen bringen will.

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Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Pawel Swidlicki von Open Europe London sagt in der Einleitung zu den Reform-Vorschlägen für die EU, der EU-Vertrag müsse langfristig geändert werden, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass nicht mehr alle Mitglieder eine „immer engere Union“ anstreben. Hat die EU das Maximum der möglichen Integration erreicht?

Michael Wohlgemuth: Ich sehe das ähnlich wie Pawel. Die Verpflichtung aller EU-Staaten auf eine „immer engere Union“ ist ebenso unklar wie unnötig. Übertriebene Zentralisierung sollte auch einmal rückgängig gemacht werden können. Ein Maximum an Integration kann nicht das Ziel sein; vielmehr ein Optimum, das auch dem Prinzip der Subsidiarität Rechnung trägt. Es geht also nicht pauschal um „mehr Europa“ oder „weniger Europa“ – es geht um eine bessere EU. Und dabei könnten einige Bereiche wie Agrarpolitik, Teile der Regionalpolitik, Sozialpolitik, Staubsaugerregulierungen etc. auch wieder dort geregelt werden, wo sie demokratisch besser legitimiert und politisch besser administriert werden können: auf nationaler Ebene. Gleichzeitig gibt es Bereiche, wo „mehr Europa“ im Sinne besserer Koordinierung und tieferer Integration vorteilhaft wäre: etwa in der Außenpolitik, bei Forschung und Entwicklung, auf den Energiemärkten oder beim Handel mit Dienstleistungen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die Kürzungen der Gehälter und Zuschüsse für EU-Beamte allein sollen eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen. Was könnte EU-Politiker dazu bringen, sich ausgerechnet auf eigene Gehaltskürzungen zu einigen?

Michael Wohlgemuth

Michael Wohlgemuth: Das ist sicher genauso schwer wie auf nationaler Ebene. Gleichzeitig drängt sich der Vergleich mit den Gehältern von Politikern in den Mitgliedsstaaten auf, die meist deutlich weniger verdienen. Im Europäischen Rat oder im Europäischen Parlament könnte man das einmal thematisieren. Schließlich fordert die Troika, zu der auch die EU-Kommission gehört, in einigen Ländern radikale Kürzungen der Gehälter von Staatsangestellten. Uns geht es vor allem auch um Sondervergünstigungen im Steuer- und Rentenrecht sowie die „Buschprämie“ für EU-Angestellte, die nicht Belgier sind.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie wollen einen neuen Kommissar für Subsidiarität einführen, der die Sinnhaftigkeit von Gesetzesvorschlägen und die Zuständigkeit der EU prüfen soll. Wie soll sich dieser Kommissar gegen die Fach-Kommissare durchsetzen?

Michael Wohlgemuth: Im Wahlkampf haben sowohl Jean-Claude Juncker als auch Martin Schulz immer wieder von Subsidiarität gesprochen und dass die EU sich auf wichtige Kernaufgaben konzentrieren soll. Will man dem großen Vertrauensverlust in der Bevölkerung begegnen – was auch im Eigeninteresse der EU ist – sollte man auch werktags tun, was man sonntags fordert. Es sieht so aus, als gebe es nun tatsächlich einen Kommissar und Vizepräsidenten eigens für diese Aufgabe: Frans Timmermans, bislang Außenminister der Niederlande, und als neuer erster Vizepräsident die „rechte Hand“ Junckers. Ihm ist da schon einiges zuzutrauen. Die Niederländer haben wie die Briten schon auf nationaler Regierungsebene eine umfangreiche kritische Untersuchung der Zuständigkeitsverteilung zwischen EU und ihren Ländern durchgeführt. Eine Versachlichung der Debatte, das Abwägen von Vor- und Nachteilen einheitlicher Regulierungen, halte ich schon für möglich. Open Europe Berlin hilft da gerne mit. Das ist allemal besser als nur zu nörgeln.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die größte Ersparnis, nämlich 156 Milliarden Euro, liegt in der Abschaffung unnötiger Subventionen. Gelder aus dem Fond für Regionale Entwicklung sollen demnach nur noch den weniger entwickelten EU-Staaten zugutekommen. Das wäre eine sinnvolle Sache, aber auch eine Revolution. Wie wollen Sie vor allem Frankreich dazu bringen, einer solchen Maßnahme zuzustimmen?

Michael Wohlgemuth: Die Grundidee ist wirklich einfach: Die Gelder sollten auf Projekte mit hohem Multiplikatoreffekt in armen Mitgliedsstaaten konzentriert werden. Reiche Länder können ihre ärmeren Regionen nach dem Grundsatz der Subsidiarität selbst unterstützen. Übrigens gibt es dabei fast nur Gewinner. Frankreich würde nach unseren Berechnungen sogar als größter Gewinner hervortreten, mit einer Nettoeinsparung von 12,8 Milliarden Euro über die siebenjährige Budgetperiode!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie fordern ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz für Nicht-Euro-Länder, weil Sie fürchten, diese könnten von der Euro-Mehrheit überstimmt werden. Zeigt dieses Dilemma nicht einen strukturellen Mangel, der eigentlich nur durch die Auflösung der EU in ihrer aktuellen Form zu beheben ist?

Michael Wohlgemuth: Es gibt strukturelle Mängel; ein Europa der „variablen Geometrie“ unterschiedlicher Integrationsstufen ist zwar Realität (z.B. Schengen, Euro, Finanztransaktionssteuer), aber bisher nur unklar definiert. Die „alles oder nichts“ und „one-size-fits-all“ Philosophie der EU muss und wird noch mehr hinterfragt werden als bisher. Bisher ist es aber Großbritannien recht gut gelungen, nicht von den Euro-Ländern eine Wirtschaftspolitik diktiert zu bekommen, der es nicht zustimmen kann. Bei der europäischen Bankenregulierung etwa gilt das Prinzip der doppelten Mehrheit – von Euro-Ländern und Nicht-Euro-Ländern. Solange das generell gilt, wird Großbritannien nicht vor die Wahl gestellt, entweder den Regeln der Euro-Staaten zu folgen oder aus der ganzen EU auszutreten.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie wollen keine Jobs auf Lebenszeit mehr, Kommissions-Beamte sollen daher bei schlechten Leistungen leichter zu entlassen sein. Woran wollen sie die Leistung messen und was passiert danach? Viele ehemalige Mitarbeiter werden derzeit noch Jahre nach ihrem Ausscheiden finanziell versorgt. Das könnte ja noch teurer für die Steuerzahler werden…

Michael Wohlgemuth: Stimmt. Zwar kennen wir das Problem aus jeder öffentlichen Verwaltung. In der EU ist das Ganze aber noch einmal potenziert. Schließlich werden Posten nach Quoten für Länder und Parteien vergeben und nicht zuerst nach Qualifikation. Ich kenne extrem gut qualifizierte und engagierte EU-Mitarbeiter in Brüssel – die beschweren sich aber auch über inkompetente und unmotivierte Kollegen und vor allem: Vorgesetzte, die ihren Job der politischen Patronage zuhause verdanken. Brüssel sollte ein Eldorado für Unternehmensberater sein – wenn man sie denn ließe. Auch das kennt man selbst in Deutschland. Leistungen zu messen ist überall im öffentlichen Dienst schier unmöglich. Problematisch wird es dann, wenn „Leistung“ als regulatorischer Aktivismus verstanden wird. Die größte Leistung einer Verwaltung bestünde darin, sich selbst überflüssig zu machen, indem sie einfache klare allgemeine Ordnungsregeln festlegt, die dann nur noch Richter im Konfliktfall durchzusetzen hätten. Je mehr man Politikern und Beamten den Spielraum für Ermessensentscheidungen nimmt, desto weniger Schaden richtet Inkompetenz an. Idealerweise übernehmen demokratisch legitimierte allgemeine Regeln die Funktion dessen, was Niklas Luhmann einmal so schön „Inkompetenzkompensationskompetenz“ genannt hat.

Michael Wohlgemuth wird 29. September die DWN-Veranstaltung “Gier oder Gerechtigkeit?” (u.a. mit den Bestseller-Autoren Weik&Friedrich) in der Berliner Bundespressekonferenz moderieren (Anmeldung hier).

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/13/eu-radikale-kuerzung-von-gehaeltern-bei-beamten-und-politikern-notwendig/

Gruß an die Kompetenten

TA KI

 

Welch Arroganz und Frechheit die „WELT“- Redakteurin Andrea Seibel unter Anderem den Schotten gegenüber an den Tag legt!!


Andrea Seibel

Schotten, ihr nervt – und zwar beträchtlich!

Es sieht so aus, als ob die Schotten nächste Woche für die Trennung vom britischen Staat stimmen. Warum das so ist, verstehen nur sie selbst. Alle Europäer denken: Wir haben wirklich andere Probleme.

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Liebe Schotten, Sie wollen unabhängig werden von den Engländern. Seien Sie ehrlich, Sie sind es doch längst und haben Rechte, um die Sie andere beneiden. Was wollen Sie? Einen Staat nur um des Staates wegen? Hatten wir das nicht längst überwunden und mit der EU einen Staatenverbund gefunden, der dem Regionalen Geltung verschafft hat und das Nationale nach den zwei Weltkriegen ins Abkühlbecken stellte? Was soll dieses Theater, das derzeit auch die Katalanen veranstalten? Wir haben wahrlich andere Probleme.

Nationen sind doch mehr als nur Ausdruck einer Kultur und einer Sprache, sie sind gewachsene Entitäten, auch Willensverbände, die eine Mehrheit nicht einfach aufkündigen sollte. Schottland in der Nato? Schottland in der EU, Schottland mit eigener Währung? Oh weh. Etwas wäre faul im Staate Schottland. Diesem Anfang wohnte kein Zauber inne.

Warum jetzt, liebe Schotten und Schottinnen, nach über 300 Jahren, und nun, wo Großbritannien in einer fundamentalen Krise ist, schaut man auf sein Standing in Brüssel, wo Politiker des Königreiches wie Outcasts und Lunatics behandelt werden. Apropos Königreich: Das wollen Sie doch nicht wirklich schwächen, wo so viele Menschen auf der Welt der Queen neben dem Papst als fast göttlicher Erscheinung huldigen und dankbar sind, dass es in diesem Meer an Veränderungen, die die Moderne mit sich bringt, noch Kontinuität gibt, die nicht vergeht?

Tun Sie uns das nicht an!

Warum ausgerechnet jetzt, wo wir nach dem Balkankrieg in Europa die zweite Grenzverletzung erleben, die unsere Nachkriegsordnung erschüttert – die Annexion der Krim durch Russland?

Und ja, Sie begehen, wenn keine Grenzverletzung, dann doch eine Grenzverschiebung von historischer Tragweite. Sie ist keine Petitesse wie die Trennung der Tschechoslowakei nach 1989 oder die (umstrittene) Staatsgründung des Kosovo! Die Schotten, die sich von England trennen: Das ist ein maximaler Kollateralschaden. Alle Separatisten sitzen in den Startlöchern. Bitte tun Sie uns das nicht an!

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article132176734/Schotten-ihr-nervt-und-zwar-betraechtlich.html

Gruß an Frau Seibel, bitte kündigen Sie, oder lassen sich kündigen, oder übernehmen eine für Sie passende Position im Bereich „Mode, Frisur-   und Farbberatung für die ahnungslose Frau von heute“ ein! Sie leben doch bestimmt das Motto :“ Unser Land soll bunter werden“??!

Soviel Geschichtsverdrehung , Biegen von Tatsachen, Beleidigung, Arroganz , Unwissenheit und Systemhörigkeit hält keiner aus- auch nicht die Schotten und Katalanen!

Das britische Königshaus und den Vatikan in der heutigen Zeit als „göttliche Erscheinungen“ zu preisen zeugt entweder von Ahnungslosigkeit oder unfassbarer Dummheit!!

TA KI

Die Irminsul am Externstein


Geschrieben von: Dieter S. Wolfert
Ein oft umkämpftes, in der Kunst-, Geschichts- und Religionswissenschaft beinahe in seinen Bestandteilen gar zur Auflösung zerredetes Thema, ist die Auseinandersetzung mit den Externsteinen im Lipperland. Das in Kürze erscheinende neue Externsteinbuch von Freerk Haye Hamkens befaßt sich ausgiebig mit der großen Anzahl der Schriften über diesen Forschungsbereich und erwägt das Für und Wider der in mehr als 300 Werken erschienenen „Wege und Irrwege“ der Externsteinforschung.

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Nachdem in den achziger Jahren ein vierbändiges Werk von Johannes Mundhenk über die Steine erschienen war, das auf seine Wissenschaftlichkeit hin gründlich von Hamkens überprüft wurde, ist es recht still um das Kulturdenkmal geworden. Sicherlich und vor allem deswegen, weil Mundhenks Großwerk, welches eine vorchristliche Vergangenheit der Externsteine ausschließt, mit beachtlichen Fördermitteln von offizieller Seite finanziert wurde, und kurze Zeit darauf ein wissenschaftlicher, interdisziplinärer Forscherkreis sich nach mehr als 50 Jahren wieder aktiv (nicht deutelnd und verdeutelnd) mit der Entstehungszeit der Anlage befaßte.

Unter der Leitung von Prof. W. Schlosser wurden aus der unteren Grotte Gesteinsproben entnommen und mittels Thermoluminiszensverfahren im Max-Planck-Institut untersucht. Dabei wurde festgestellt, daß in diesem Raum eine letzte hohe Feuereinwirkung vor ca. 3000 Jahren bestanden hat. Unabhängig von einer Deutung über Gründe und Sinn großer Feuer in dieser Grotte, besteht nun endgültig der streng wissenschaftliche Beweis über Vorhandensein und Entstehung dieses Raumes in vorchristlicher Zeit. Allein diese Tatsache ließ die „Deutungstäter“ und „Schreibtischforscher“ zum Thema Externstein fast verstummen.

 

In der 150jährigen Forschungsgeschichte des Externsteines fallen zwei Jahre als besondere Wendepunkte augenfällig auf:

  • Das Jahr 1936, in dem die Stiftung „Ahnenerbe e.V.“ die Forschung als ausschließlich in ihrem Bereich liegende Aufgabe in Anspruch nahm,
  • und das Jahr 1945, den Beginn eines „wissenschaftlichen Terrors“, der das Lager der Forscher in „Germanophile“, „Teutomane“, „Rassenideologische Germanenverherrlicher“, „Phantasten“ und „echte“, politisch korrekte Forscher aufteilte.

Dieser Widerstreit wurde derart auf die Spitze getrieben, daß er uns aus heutiger Sicht zu herzlichem Lachen anregen muß, oder zum mitleidigen, verschämten Kopfschütteln. Beispielhaft für diese Situation sei an des Atlantisforschers Spanuth Rechtsstreit erinnert: Namhafte Professoren (Prähistoriker) norddeutscher Universitäten äußerten unhaltbare Verlautbarungen zu Spanuths Atlantisbuch. Dieser strengte gegen die genannten Professoren einen Prozeß an, vor allem deswegen, weil sie in ihrem Urteil „Erkenntnisse leugneten, die sie zuvor noch selbst verbreitet hatten“. Dieser ungewöhnliche Vorgang endete mit dem Widerruf ihrer Worte, als die Professoren vor Gericht darauf angesprochen wurden.

Auch waren es einige dieser Professoren, die Anfang der 60er Jahre im Auftrag Erich Kittels Gutachen erstellten, welche den Grabungsbericht von Prof. Dr. Andree zerpflücken sollten.

Trendwende in der Frühgeschichtsforschung

Spätestens seitdem der Europarat 1992 eine Kampagne ins Leben gerufen hatte, mit dem Motto „Die Bronzezeit, das erste goldene Zeitalter Europas“, und die für das Kulturerbe zuständigen Minister der europäischen Mitgliedsstaaten eine Europäische Konvention zum Schutze des Archäologischen Kulturgutes unterzeichneten, weht ein zwar zarter doch immerhin offener Wind in den Segeln der Frühgeschichtsforschung. Es wurde ein Archäologisches Programm verabschiedet, das als erstes vereinbart, „in einer Kampagne zur Bronzezeit das Bewußtsein in der Öffentlichkeit für die Wurzeln europäischer Kultur und Werte zu fördern.“ Dr. Dr. Günter Wegner, Leiter des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover, schreibt: „Es gibt manchen Grund, warum die Bronzezeit in den letzten Jahrzehnten nicht das Hätschelkind der archäologischen Forschung war. Es wäre schön, wenn die ersten Aktivitäten, zu der Niedersachsens Archäologen sich durch die Kampagne des Europarates veranlaßt fühlten, nicht nur zu einer momentanen Bestandsaufnahme geführt hätte, sondern zu intensiver Forschung motivieren würde.“

Diese von öffentlicher Seite erkennbare zarte Trendwende gilt es zu unterstützen und untermauern, zumal sich diese Wende nicht nur auf wissenschaftlicher, akkreditierter Ebene abspielt, sondern weil „Leute vom Fach“ sich zunehmend offener für Hinweise und Hilfen aus den Kreisen der Heimatforscher zeigen; eine Entwicklung, die die Forschung wieder in „das rechte Lot“ bringt.

Um so verwunderlicher erscheint es, daß in einem kürzlich erschienenen Aufsatz von Gerhard Heß überwunden geglaubte Praktiken wieder aufleben: So wird z. B. statt einer sachlichen, objektiven Auseinandersetzung mit den Forschungsergebnissen von Wilhelm Teudt in Verunglimpfungen und unqualifizierte Angriffsmethoden verfallen. In dem Aufsatz von G. Heß geht es vornehmlich um das an dem Externstein befindliche Kreuzabnahmerelief und hier wiederum vorrangig um das seltsame Gebilde, auf dem Nikodemus bei der Kreuzabnahme steht.

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Irminsul

Heß versucht dort in pseudowissenschaftlicher Beweisführung, dieses Gebilde als „sumerisch – babylonisch – assyrisch – zyprische“ (sprich orientalische)“Dattelpalmen-Nachbildung“ zu deuten. Mit der Frage , wie sich die Einwanderung des heiligen Lebensbaumes der Orientalen ins mythische Kernland der Deutschen erklären läßt, induziert er im Leser die absolute, überragende Wichtigkeit dieser, seiner Frage, mit der Äußerung, daß nur „schlichte Gemüter sich wahrscheinlich mehr über diese Frage selbst wundern als über deren Inhalt“, denn, so Heß, es sei doch nicht zu verwundern, daß neben einer Kreuzigung in Jerusalem nicht auch eine Palme erscheine.

Palme, Sessel, Hocker, Gabelbaum oder Irminsul; der Streit um die Deutung dieses Gebildes ist so alt wie Goethe. Focke schreibt: „Goethe hat die Fußstütze des Nikodemus richtig als Baum erkannt.“ Der Fragenkreis um G. Heß Deutung ist sicherlich berechtigt, würde er nicht den heutigen Forschungsstand stillschweigend übergehen. Letztendlich zeigt sich der scheinbar erklärbare Sinn seines Aufsatzes in dem am Ende seiner Ausführungen erbrachten „amüsantesten Treppenwitz der Welt- und Geistesgeschichte“, die (nach seiner Beweisführung) orientalische Dattelpalme, als Irminsul verwechselt und von einer neuheidnischen „Rückbesinnungsbewegung als gegenchristliches Symbol verwendet.“ G. Heß´ Freude daran zu beweisen, daß „dem deutschen Neuheidentum (der) Wechselbalg eines orientalischen Baumes in die Wiege geschmuggelt wurde“, wird erst erklärlich, wenn man die dazugehörige Tatsache, daß Heß selber sich nunmehr im Streit mit der„neuheidnischen Rückbesinnungsbewegung“ befindet, für die er selbst tätig war, berücksichtigt.

Sollte dieses der wahre Beweggrund zur Verfassung eines Aufsatzes zum Thema Externsteine sein, wäre es doch bedauerlich, diese als Tatsache hingestellte Beweisführung unwidersprochen stehen zu lassen. Abgesehen von der Unverantwortlichkeit allen jenen Forschern gegenüber, die sich seit Jahr und Tag gegen die allgemein „nur christliche“ Vergangenheit der Steine wenden und im Kampf der Vorurteile eine offene Wissenschaftlichkeit in diesem Forschungsbereich zu erreichen suchen und sich aktiv gegen den Spruch wenden: „Da seht´, die Phantasten!“

Die Datierung des Externsteinreliefs

Dreh- und Angelpunkt der Heß´schen Beweisführung ist die Datierung für die Entstehung des Kreuzabnahmereliefs. Wie so oft in der Externsteinliteratur setzt Heß die Entstehungszeit in das 12. Jahrhundert, genauer, in das Jahr 1118, und schließt auf einen Fertigungszeitraum von 11/2 Jahren. So deutet Heß die „Bildsprache des Externsteinreliefs“ mit den Umständen, die ermittelbar mit dieser Jahreszahl in Verbindung zu bringen seien: die „gebeugte Palme“ als Zeichen der gebeugten deutschen Kaiserlichkeit vor dem Papst, welcher als kleines Kind im oberen Register des Reliefs von Gott Vater getragen werde.

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Relief der Externsteine

Bei diesem Deutungsversuch bleibt es schlicht unverständlich, aus welchem Grunde Heß in seiner Literaturangabe einen Gelehrten erwähnt, der gerade diese Altersdatierung völlig aushebelt. In seinem ersten, im Heßschen Beitrag angeführten Buch, weitet Prof. W. Matthes in mehr als 40 Seiten die „Vermutung“ aus, daß die erste Klostergründung auf sächsischem Boden von Corbier Mönchen im Anfang des 9. Jahrhunderts am Externstein vollzogen wurde, und somit die Entstehung des Reliefs in dieser Zeit anzusetzen ist. Es folgte nun ein zweites Buch von Matthes, in dem diese Zeitangabe aus kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Gründen bestätigt und bewiesen wird.

Klostergründung der Corbier Mönche am Externstein

Die Wichtigkeit dieser Örtlichkeit, der Klostergründung, des Reliefs und deren Inhalte werden verständlich, wenn man in Betracht zieht, welche Persönlichkeiten und zu welcher Zeit dort wirksam wurden. Es war der erste Versuch einer Klostergründung, die als Ausgangspunkt anzusehen ist, den neuen Glauben ins Land strömen zu lassen. Es waren Corbier Mönche, welche sich dort 816 niederließen und bis zum Jahre 822 verblieben, in dieser Zeit auch den Auftrag zur Entstehung dieses Großreliefs gaben. Matthes schreibt:

„Es war ja ein ungewöhnlicher Vorgang, daß eine hervorragende Großplastik, die ein Ergebnis christlicher Heilsgeschichte wiedergibt, innerhalb einer unwirtlichen Berglandschaft an der Wand eines mächtigen Felsens angebracht wurde. Das zunächst rätselhaft erscheinende Vorhaben vermag jedoch verständlich zu werden, wenn es als Teil jener Maßnahmen betrachtet werden kann, die nach der Unterwerfung der Sachsen ein bedeutendes heidnisches Felsenheiligtum in eine führende Kultstätte des christianisierten Sachsenlandes umwandeln sollte.“

„Gerade an dem Ort des alten Felsenheiligtums, wo schon in heidnischer Zeit große Skulpturen zu sehen waren…“

Die Herkunft der hier handelnden Persönlichkeiten, des Grafen Wala und des Abtes Adalhard, sollen nun letztlich die Wichtigkeit dieses Standortes und ihrer Aufgabe unter Beweis stellen. Adalhard, Leiter des fränkischen Reichsklosters Corbie an der Somme, war Vetter Karls „des Großen“. Graf Wala, auf dessen Initiative die Klostergründung am Externstein zurückgeht und der das Relief in Auftrag gab, war ein Halbbruder Adalhards. Bezeichnenderweise war die Mutter Walas eine sächsische Adlige, „sodaß er von Natur aus ein gutes Verhältnis zu den besiegten Sachsen hatte, bei denen er außerordentlich beliebt war.“ Darüberhinaus hatte Kaiser Karl Wala zum leitenden Sonderbeauftragten für die sächsischen Angelegenheiten ernannt.

Der gebeugte Stamm

Mit den im vorigen Abschnitt genannten geschichtlichen Hintergründen in Vebindung mit der Gestalt des Wala, treibende Kraft zur Vollstreckung der Klostergründung am Externstein und Auftraggeber der am ersten Felsten befindlichen Skulptur zu sein, sind wir in der Lage, die Bestandteile des Reliefs zu betrachten, in dem nicht nur der „gebeugte Stamm“ als einzigartig im Vergleich mit anderen Darstellungen der Kreuzabnahme ins Auge fällt. Auch andere Merkmale sind zu beleuchten: Hier sei nur beispielhaft das Aufreten des aus drei Ringen bestehenden Hals- und Handgelenkschmuckes der „Maria“ zu beachten, einer Zier, welche ausschließlich in dieser Form nur im germanischen Norden zu finden ist.

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Maria mit Halsschmuck

Doch kommen wir zurück auf den „gebeugten Stamm“. Daß dieses Gebilde „gebeugt“ zu betrachten ist und nicht als ein Stuhl oder Hocker, steht im Forscherstreit mittlerweile außer Frage. Der aufgerichtete gabeförmige Stamm ist im kunsthistorischen Vergleich oft auf Gegenständen oder Plastiken anzutreffen, vor allem im europäischen Norden, und jahrtausendelang, wenn auch in abgewandelter Form, zu belegen. Findet man dieses Motiv im Vergleich etwa auf einem phönizischen Dekorationsplättchen oder ein anderes auf einem Philisternapf von 1160 v.d.Zw., so wäre es töricht, dieses als Beweismittel dafür anzuführen, das Zeichen käme aus dem Orient (selbst wenn man die von Spanuth beschriebene Völkerwanderung der Nordmeervölker nicht beachten wollte!). Es wäre ebenso töricht, würde man im Vergleich behaupten, die Funde von Dolmen und Steinsetzungen am Jordan bewiesen die Wiege der Megalithkultur in Palästina.

Das gebeugte Gebilde gehört im kunsthistorischen Vergleich eindeutig in den nordeuropäischen Kulturkreis, und die von Hamkens bemerkten und aufgezeigten „Sprossen“, welche in der Beuge des Stammes am Relief des Externsteines deutlich auszumachen sind, lassen die letzten Zweifel verfliegen, die „Dattelpalmentheorie“ könne auch nur ein Fünkchen Wahrheit beinhalten.

Sinnbild des „alten Glaubens“

Nicht zuletzt sei zu bemerken, daß solche aufgerichteten, stilisierten Zeichen oft als Zeugnis des alten Glaubens dargestellt wurden, so zum Beispiel unzweifelhaft in der Darstellung am Elstertrebnitzer Türsturz. Prof. Dr. Julius Andree beschreibt ihn so: „Die alte frühchristlich-germanische Darstellung zeigt in der Mitte die Gottheit über einer halbkreisförmigen Nische, zu der Treppen hinaufführen. Die Gottheit wird verehrt von Menschen des neuen Glaubens (rechts mit Kreuz und Traube) wie von Menschen des alten Glaubens (links mit Irminsul und Sonnenrad).“Sicherlich sehen beide als Sinnbild des alten Glaubens gedeuteten Zeichen nicht identisch, sondern nur ähnlich aus, doch erfolgt ihre Übereinstimmung in ihrer religiösen Aussage, zumal das „gebeugte“ Sinnbild an einem Ort steht, der bewiesenerweise ein Zentrum des heidnischen Glaubens darstellte, zu deren Zerstörung (einer militärisch bedeutungslosen Anlage) das fränkische Heer, mitten im feindlichen Land, drei Tage verwendete. Ist aber die politische wie kultische Bedeutung so groß gewesen, wie eben angedeutet, dann war die Kunde von einer Zerstörung nicht so leicht zu vergessen, d.h. das Wissen um den Gegenstand und sein Name blieben lange erhalten, auch wenn beides im Laufe der Jahre nach dem Glaubenswechsel vielleicht entstellt wurde.

Diesem Schluß entsprechen die Zeugnisse, die z. B. Jakob Grimm über die Fortdauer und Bedeutung des Namens Irminsul anführt. „Sie ist auch im 12. Jahrhunder noch unerloschen“, schrieb er, und wenn er dazu weiter berichtet, „in Hochdeutschland verband man, vom achten bis zum dreizehnten Jh. mit irmensul, irminsul die allgemeine Vorstellung eines heidnischen, auf einer Säule errichteten Bildes“, so ist ein Nachleben von Wort und Sinn über ein halbes Jahrtausend hinweg bezeugt.

Somit gehört das gebeugte Säulenzeichen unzweideutig in den religions-geschichtlichen Rahmen. Sicherlich kann man sich nicht auf eine festgelegte künstlerische Gestaltungsform der Irminsul versteifen. Die mehrtausendjärhige Glaubensgeschichte der nordeuropäischen Völker erlaubte sicherlich eine Wandlungsfähigkeit, zumal sich ihre Religion nicht festschreiben läßt, keinem Dogma unterworfen war. Hier muß auf die Arbeiten von Wilhelm Grönbech verwiesen werden, der diesen Bereich des germanischen Lebens unverrückbar dargelegt hat.

Demnach müssen wir der „Irminsul“ in ihren unterschiedlichen Gestaltungsformen eine Wandlungsfähigkeit zusprechen, die von zeitlicher und künstlerischer Prägung des jeweiligen Künstlers bestimmt und/oder betont wurde. Das Zerschlagen der Beine des Nikodemus, der auf dem gebeugten, religiösen Sinneszeichen steht, deutet nicht zuletzt auf die innere Verfassung des sächsischen Täters, der, nachdem der Externstein nach mißglückter Klostergründung wieder der freien Natur überlassen war, zu Ehren seines alten Glaubens, einen letzten Akt der Auflehnung offenkundig darbot. Und nicht ungeachtet darf die Gestalt dieses Nikodemus bleiben. Sie bildet den Schlüssel zur Deutung dieses Gebildes, das Nikodemus mit Füßen tritt. Sein Haupt lehnt sich am Schnittpunkt des Kreuzbalkens an, das heißt, er ruht gerade dort, wo sich kurz zuvor das Herz des Gekreuzigten befand.

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Nikodemus

Unter seinen Füßen hat Nikodemus als Podest den gebeugten Stamm, der zu dem Kreuz in einem unverkennbaren Gegensatz steht und sich deutlich vom Kreuz abwendet. In der Art, wie diese drei Figuren angeordnet und aufeinander bezogen sind, offenbart sich ein Zusammenhang, der nicht nur formaler Art ist. Aufschlußreich wird der Zusammenhang, wenn der Name des Nikodemus untersucht wird. Er gehört der griechischen Sprache an und ist aus zwei Teilen zusammengesetzt: aus nikan, das heißt siegen, überwinden, und aus demos, das heißt Volk. Sein Name kennzeichnet den „überwundenen, besiegten Volksglauben“. So steht Nikodemus folgerichtig auf dem gebeugten Sinnbild des alten Volksglaubens, der Irminsul.

Quelle: http://www.asatru.de/nz/index.php?option=com_content&view=article&id=92:die-irminsul-am-externstein-&catid=8:mythologie&Itemid=27

Gruß an den alten Glauben

TA KI