Die Kirchenkassen klingeln


So hoch wie jetzt waren die Steuereinnahmen der Kirchen in Deutschland noch nie. Zu verdanken haben sie das vor allem der guten Konjunktur – und dem Fiskus. Ab 2017 könnte es aber abwärts gehen.

Die Kirchensteuer wird beim Gehalt automatisch einbehalten. Quelle: SAP/dpa

Frankfurt- Die Kirchen in Deutschland werden in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge so viel Geld einnehmen wie nie zuvor. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, wird das Kirchensteueraufkommen nach den Rekordjahren 2012 und 2013 im laufenden Jahr noch einmal kräftig steigen, voraussichtlich um vier bis fünf Prozent. Die Katholische Kirche kann nach den jüngsten Steuerschätzungen der Bundesregierung mit zusätzlichen 250 Millionen Euro rechnen.

Die Evangelische Kirche erwartet gut 200 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr; sie werde erstmals mehr als fünf Milliarden Euro durch die Kirchensteuer einnehmen. Beide Kirchen zusammen kommen nach den Prognosen auf knapp elf Milliarden Euro, berichtet die „F.A.S.“

Grund für den Geldsegen ist nicht die kirchliche, sondern die konjunkturelle Entwicklung. Während die Kirchen sich fast überall auf der Welt durch Spenden finanzieren müssen, ziehen in Deutschland die Finanzbehörden die Kirchensteuer ein und leiten sie dann weiter. Steigt das Aufkommen der Lohn-, Einkommen- und Kapitalertragsteuer, steigt das Kirchensteueraufkommen automatisch mit.

Zwar haben die beiden großen Kirchen in Deutschland in den vergangenen Jahren viele Mitglieder verloren, und auch die Zahl der kirchlich Aktiven geht stark zurück. Doch noch ändert das nichts am finanziellen Aufschwung, schreibt die Zeitung: Zum vierten Mal in Folge werde im laufenden Jahr mehr Geld in die Kasse kommen als im Vorjahr. Allein seit 2010 sind die Kirchensteuereinnahmen um mehr als 17 Prozent gestiegen, seit 2005 sogar um 43 Prozent.

Die Evangelische Kirche in Deutschland nahm im vergangenen Jahr 4,8 Prozent mehr ein als im Vorjahr, 2014 rechnet sie noch einmal mit einem Zuwachs von mehr als vier Prozent. Der Finanzchef der EKD, Thomas Begrich, sagte der Zeitung: „Von einem Rekord möchte ich nicht gern sprechen, denn inflationsbereinigt liegen wir noch unter dem Niveau von 1994. Außerdem wird das Geld dringend gebraucht.“

Wie bei den Katholiken schlagen auch bei der EKD stetig steigende Personalkosten zu Buche. Hinzu kommt die Angst vor einer finanziell ungewissen Zukunft. Spätestens von 2017 an rechnen die Kirchen mit hohen Einnahmeausfällen, wenn eine immer größere Zahl von Kirchenmitgliedern der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben ausscheidet und in der nachwachsenden Generation immer weniger Menschen kirchlich gebunden sind.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier: http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/steuern/kirchsteuer-die-kirchenkassen-klingeln/10794156.html

Gruß an die, die mit ihrem Geld Besseres vorhaben

TA KI

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Der schwächste Papst aller Zeiten


Oder ist es ein Zeichen der Stärke, dass Franziskus die Bischöfe auf der vatikanischen Familiensynode über Sexualmoral der Kirche beraten lässt? Die Geschichte einer bewussten Selbstentmachtung.


Keine einsamen Entscheidungen mehr: Franziskus bindet die Bischöfe in die Regierung der Kirche ein

Einer der bemerkenswertesten Sätze, die Papst Franziskus in seiner Schrift „Evangelii gaudium“ formuliert hat, beschäftigt sich mit der Ohnmacht des Vatikans. Er findet sich gleich im ersten Kapitel. Franziskus schreibt über den Einfluss von Lehrtexten, die der Heilige Stuhl in die Welt schickt. Eigentlich belegen solche Dokumente den Anspruch Roms, die Kirche zentralistisch führen zu können, disziplinarisch und spirituell. In den Glanzzeiten des Vatikans feierte sich in ihnen der Primat des Papstes selbst. Die Zeiten haben sich geändert.

Franziskus schreibt: „Ich weiß sehr wohl, dass heute die Dokumente nicht dasselbe Interesse wecken wie zu anderen Zeiten und schnell vergessen werden.“ Das Oberhaupt einer der größten Religionsgemeinschaften der Welt hält fest, dass die Lehrdokumente seiner Behörde kaum noch Wirkung auf die Gläubigen besitzen. Als sei das ganz selbstverständlich.

Die Katholiken bestaunen derzeit die Machterosion des Vatikans. Es ist ein Prozess, der schon vor Franziskus begonnen, mit ihm aber zusätzliche Dynamik erhalten hat. Wenn sich heute im Vatikan knapp zweihundert Kardinäle und Bischöfe zu einer Synode versammeln, wird in erster Linie über die Zukunft der katholischen Sexual- und Familienethik debattiert.

Zugleich aber werden die theologischen Kompetenzen zwischen Zentrale und Filialen neu verhandelt. Kirchenhistorisch gesehen erlebt das alte Papsttum derzeit eine Krise. Und niemand scheint das mehr zu begrüßen als der Papst selbst.

Wenn man den theologischen Einfluss des Petrusamtes über die Jahrhunderte hinweg als vereinfachende Kurve eines Diagramms zeichnen wollte, hätte sie die Form eines Berges: Nach schweren Anfängen erlebte es, mit kleineren Rückschlägen, einen langen Aufstieg – und steckt seit einiger Zeit in der Rezession.

Petrus erscheint in der Apostelgeschichte nur als eine Führungsfigur unter vielen. Streitpunkte wurden in der christlichen Urgemeinde kollegial beraten. So entschieden über die Frage, ob nur Juden oder auch Heiden getauft werden können, weder Paulus noch Petrus noch sonst eine prägende Persönlichkeit, sondern die versammelten Christen in Jerusalem auf dem sogenannten Apostelkonzil.


Apostelfürsten: Petrus (links) und Paulus, wie der Maler El Greco sie sah (Ölgemälde von ca. 1590)

Apostelfürsten: Petrus (links) und Paulus, wie der Maler El Greco sie sah (Ölgemälde von ca. 1590)

Die Nachfolger Petri, die Bischöfe von Rom, beanspruchten, weil ihr Sitz in der Hauptstadt des römischen Weltreiches lag, schon früh zumindest einen Ehrenvorrang gegenüber anderen Oberhirten. Letztlich schaffte es aber erst Gregor der Große (ca. 540-604), die Idee eines echten Papsttums durchzusetzen. Die wichtigsten theologischen Entscheidungen der frühen Christenheit, von der Kanonisierung des Neuen Testaments bis zur Formulierung des Glaubensbekenntnisses, waren da bereits gefallen.

Seit dem Mittelalter erlebte das Papsttum nicht nur den Aufstieg zu einem weltlichen Machtfaktor, sondern etablierte sich auch als letzte theologische Instanz. Eine Entwicklung, deren Höhepunkt die Dogmatisierung der lehrmäßigen Unfehlbarkeit des Papstes auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 darstellte. Es war die Spitze des Berges.

Die Gegenbewegung begann im 20. Jahrhundert, als die Päpste parallel zum Siegeszug der Demokratien in aller Welt mit Verfahren der Mitbestimmung zu experimentieren begannen. Das Zweite Vatikanum relativierte die Rolle des Heiligen Stuhles, in dem es die lehramtliche Kompetenz der Gemeinschaft der Bischöfe besonders betonte. Das Ideal der Kollegialität gehört zu den Gründen, aus denen die ultrakonservativen Piusbrüder das Vatikanum bis heute nicht anerkennen.

Der sinkende Einfluss des Heiligen Stuhls in theologischen Fragen kommt auch in Äußerlichkeiten zum Ausdruck: Die Päpste legten monarchisierende Attribute ab, die Sänfte, die weißen Handschuhe, die Tiara. Dazu passt eine fortschreitende Entsakralisierung der Amtsinhaber, die beim Rücktritt Benedikts XVI. endgültig sichtbar wurde.


Der frisch gewählte Papst Paul VI. wird am 30. Juni 1963 auf dem Petersplatz mit der Tiara gekrönt. Heute tragen die Nachfolger Petri die dreireifige Papstkrone nicht mehr; seit Benedikt XVI. wird sie auch nicht mehr im Wappen geführt

Der frisch gewählte Papst Paul VI. wird am 30. Juni 1963 auf dem Petersplatz mit der Tiara gekrönt. Heute tragen die Nachfolger Petri die dreireifige Papstkrone nicht mehr; seit Benedikt XVI. wird sie auch nicht mehr im Wappen geführt

Das lehramtliche Machtvakuum an der Spitze der Kirche ist theologisch gewollt. Es soll dem Volk – den Priestern und Laien – einen größeren Handlungsspielraum öffnen. Der geht noch weit über die Teilhabe während der ersten christlichen Jahrhunderte hinaus, weil es damals noch keine bewährten Verfahren der Willensbildung, ja überhaupt keine Öffentlichkeit im modernen Sinn gab. Damit der Spielraum noch besser genutzt werden kann, hat Papst Franziskus wichtige theologische und strukturelle Voraussetzungen geschaffen.

Zu ersteren gehört seine Entscheidung, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil formulierte „Hierarchie der Wahrheiten“ zum Leitgedanken katholischer Verkündigung zu machen. Die Idee besagt sinngemäß, dass es wichtige und nicht ganz so wichtige Lehren gibt. Die großen Versprechen des Christentums wie die Nähe Gottes, die Vergebung der Sünden oder die Auferstehung sind demnach für einen Katholiken vorrangig gegenüber moralischen Detailfragen wie dem Kondomverbot. Das eröffnet Diskussionsmöglichkeiten.

Der Größte von euch soll euer Diener sein

Matthäus 23,11

Auf einen der heftigsten Streitpunkte der Familiensynode angewendet, den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, heißt das zum Beispiel: Die Unauflöslichkeit der Ehe bleibt unangetastet; über die praktischen Folgen im seelsorgerischen Alltag kann man reden. So lässt sich Traditionalismus in Kernfragen mit Pragmatismus beim Kleingedruckten verbinden.

Dem entspricht auf struktureller Ebene die Ausweitung der Entscheidungsprozesse nicht nur auf die Bischöfe, sondern letztlich auf so viele Gläubige wie möglich. „Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen“, schreibt Franziskus in „Evangelii Gaudium“. „Ich lade alle ein, wagemutig und kreativ zu sein in dieser Aufgabe, die Ziele, die Strukturen, den Stil und die Evangelisierungsmethoden der eigenen Gemeinden zu überdenken.“

Im Herbst schickte er zur Vorbereitung der Familiensynode einen Fragebogen zur Sexualethik an Geistliche und Laien. Die Antworten, die eine wachsende Kluft zwischen Lehre und Lebenswirklichkeit belegten, wurden eingearbeitet in das Arbeitspapier der Bischofssynode. Die Erfahrungen der Basis bilden nun den Bezugsrahmen für die moraltheologischen Verhandlungen. Die Synodenteilnehmer werden zu Sachwaltern der Anliegen der Laien, zu Mandatsträgern.

Der Ablauf römischer Synoden erinnert ohnehin an eine UN-Vollversammlung. Die Bischöfe verlesen vier- bis achtminütige Statements, die simultan übersetzt und zu Zwischen-, Diskussions- und Beschlussvorlagen zusammengestellt werden. Am Ende gibt der Papst die Ergebnisse in Gestalt eines synodalen Schreibens heraus.


Die bisher letzte Bischofssynode in Rom fand im Oktober 2012 statt, noch unter Papst Benedikt XVI. Sie beschäftigte sich mit dem Thema Neuevangelisierung

Die bisher letzte Bischofssynode in Rom fand im Oktober 2012 statt, noch unter Papst Benedikt XVI. Sie beschäftigte sich mit dem Thema Neuevangelisierung

Im selbst gewählten Niedergang des päpstlichen Einflusses, der mehr Kollegialität, Mitbestimmung und Subsidiarität ermöglichen soll, spiegelt sich die Logik des Evangeliums: „Der Größte von euch soll euer Diener sein“ (Mt 23,11). Geht der Prozess weiter, könnte sich der Heilige Stuhl aus bestimmten Diskussionen eines Tages ganz zurückziehen. Franziskus hat schon einmal angedeutet, dass nicht alle Details des Katholizismus von Rom geregelt werden müssten.

Glaubt man einigen der Synodenteilnehmer, könnte das bereits für die Sexualethik gelten. In diesem Jahr werden sowieso noch keine Entscheidungen erwartet: Die Bischofsversammlung ist nur als Vorbereitung gedacht für eine noch größere „Ordentliche Generalversammlung“ zum Thema im Herbst 2015. Aber auch die könnte, heißt es, eher allgemeine Linien vorgeben, die dann von den nationalen Bischofskonferenzen für ihre jeweiligen Länder und Kulturen konkret ausgelegt werden müssten. Das hieße auf Dauer wohl: weniger Dokumente aus Rom. Aber die werden ja sowieso rasch vergessen, sagt der Papst.

Quelle: http://www.welt.de/kultur/article132916348/Der-schwaechste-Papst-aller-Zeiten.html

Gruß an die Satansbraten des Vatikan und seinen Lakaien

Siegeszug der Dummheit: Die menschliche Intelligenz geht rasant zurück


Bis zum Jahr 2050 wird der durchschnittliche IQ auf 86 fallen. Bis vor rund zehn Jahren stieg die Intelligenz in der entwickelten Welt aufgrund besserer Nahrung und Lebensbedingungen. Doch dieser Trend hat sich nun umgekehrt. Die weltweite Armut verhindert Bildung, die geistige Inaktivität breiter Bevölkerungsschichten nimmt zu. Die Regierungen profitieren von dieser Entwicklung, weil sie die Bürger leichter manipulieren können.

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Während die Weltbevölkerung steigt, scheint der weltweite Intelligenzquotient (IQ) zu fallen. In den 50er Jahren erreichte der durchschnittliche menschliche IQ vorerst seinen Höhepunkt. Seitdem ist er bereits um 3 Prozentpunkte gefallen, und Forscher erwarten einen weiteren Rückgang der menschlichen Intelligenz. Dies widerlegt den sogenannten Flynn-Effekt, wonach die Menschheit immer intelligenter wird.

In einer Untersuchung haben Michael A. Woodleya, b, Jan te Nijenhuisc und Raegan Murphyd die Reaktionszeit der Menschen von heute im Vergleich zum Viktorianischen Zeitalter getestet. Die Reaktionszeit gilt als ein Indiz für den IQ. Ihr Ergebnis: Im späten 19. Jahrhundert war die Reaktionszeit auf einen bestimmten Reiz durchschnittlich 194 Millisekunden, im Jahr 2004 betrug die Spanne 275 Millisekunden. Vor zweihundert Jahren hatten die Menschen demnach eine bessere Reaktionszeit als heute, was als Teilaspekt einer höheren Intelligenz angesehen wird.

Die University of Hartford hat eine Berechnung veröffentlicht, die ergibt, dass der durchschnittliche IQ für das Jahr 2011 bei 88,54 gelegen hat – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren.

Studien in Ländern wie Neuseeland, Australien, Brasilien und Mexiko haben gezeigt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und dem Rückgang des IQ gibt. Es wird angenommen, dass der durchschnittliche IQ bis zum Jahr 2050 auf 86,32 fällt, wenn die Weltbevölkerung mit anhaltend hoher Geschwindigkeit wächst. Im Jahr 1950 lag er noch bei 91,64 – mehr als 5 Punkte höher.

Möglicherweise gibt es auch einen direkten Zusammenhang zwischen dem Rückgang des IQ und Armutsquoten. Die Armutsquoten sind heute auf einem historisch hohen Stand. Dadurch entgehen vielen Menschen die Bildungs-Chancen, sie können ihren Kindern keine Möglichkeit bieten, sich auf hohem Niveau zu entwickeln.

Der Zusammenhang von Bildung und Intelligenz ist ein in der Wissenschaft kontrovers diskutiertes Thema. Doch hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine höhere Bildung Auswirkungen auf den Intelligenz-Quotienten hat. Ein interessantes Beispiel lieferten dazu vor einiger Zeit die Neurowissenschaftler Daniel Ansari von der University of Western Ontario und Harvard-Professor Aaron Berkowitz: Sie haben anhand einer Improvisations-Aufgabe nachgewiesen, dass die Hirntätigkeit bei musikalisch gebildeten Testpersonen anders ist und zu besseren Ergebnissen führt als bei musikalischen Laien. Die Ergebnisse wurden von anderen Untersuchungen bestätigt, etwa in Österreich. Die Forscher glauben, dass die Ergebnisse nicht nur auf den Bereich der Musik zutreffen, sondern auch auf andere Branchen.

Vor allem in kreativen Branchen ist Bildung eine entscheidende Voraussetzung zur Lösung von komplexen Aufgabenstellungen.

Im Jahr 1988 veröffentlichte Robert Flynn das Buch „Der Flynn-Effekt“. Als Flynn-Effekt bezeichnet man den steigenden IQ in vielen westlichen Ländern zwischen 1930 und 1980. Flynn erklärt die wachsende Intelligenz als eine Folge der besseren Nahrung und Lebensbedingungen sowie der besseren Förderung der Kinder.

Flynn unterscheidet dabei zwischen der phänotypischen (umweltbedingten) Intelligenz und der genotypischen (vererbten) Intelligenz. Er entdeckte bereits, dass die genotypische Intelligenz um 0,57 Punkte pro Generation fällt. In der entwickelten Welt wurde bis vor rund zehn Jahren der Rückgang der genotypischen Intelligenz durch einen Anstieg der phänotypischen Intelligenz ausgeglichen.

In diesem Zusammenhang bemerkenswert: Seit zehn Jahren geht der IQ offenbar auch in der entwickelten Welt zurück. Dies zeigen etwa Untersuchungen in Dänemark. Dort wird die militärische Tauglichkeit aller jungen Männer untersucht, auch wenn nur einige von ihnen den Wehrdienst tatsächlich ableisten. Diese Untersuchung umfasst auch einen IQ-Test. Seit 1998 sind die Testergebnisse im Schnitt um 1,5 Punkte gefallen, berichtet der NewScientist.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/05/siegeszug-der-dummheit-die-menschliche-intelligenz-geht-rasant-zurueck/

Gruß an die, die ihr Hirn schulen und schützen

TA KI

Dietrich von Bern



Der prächtige Palast von Dietrich von Bern
(Mosaik in Sant‘ Apollinare Nurovo in Ravenna, 500 n. Chr.)

Die Sage hat als historischen Hintergrund das Leben des Gotenkönigs Theoderich den Großen. Historische Anklänge sind wie beim legendären König Artus in Ansätzen vorhanden, jedoch nicht verbindlich. Mit Bern ist das heutige Verona gemeint.

Das einzige erhaltene Denkmal der Heldendichtung in althochdeutscher Sprache sind zwei beschädigte Pergamentblätter mit dem unvollständigen Text des Hildebrandsliedes. Es wurde um die Wende vom 8. Zum 9. Jahrhundert verfasst und berichtet im Zusammenhang von Dietrichs und Hildebrands, seines Waffenmeisters, Heimkehr nach einem Rückblick auf Dietrichs Flucht vom Zweikampf zwischen Hildebrand und seinem Sohn. Der tragische Ausgang ging verloren. Das in stabreimenden Langversen verfasste Gedicht ist in Karolingischer Minuskel geschrieben.

Dietrich wurde schon im zarten Alter von 14 Jahren zum König von Bern, als sein Vater, König Dietmar, im Kampf gegen die Hunnen fiel. Das Königtum drückte manchmal schwer auf seine Schultern, engte ihn ein, und so war er nur zu bereit, das Abenteuer zu wagen, als ihm Tiroler Bauern von Riesen erzählten, die raubend und mordend in das Land eingewandert waren. Dietrich ritt allein mit seinem Waffenmeister Hildebrand gegen die Ungeheuer. Auf der Suche nach deren Versteck begegneten sie dem Zwerg Elbegast, der ihnen den Weg zum Versteck der Riesen wies und sie vor dem Schwert Nagelring und dem Helm Hildegrim warnte, unbesiegbare Waffen, die unter Zwang von den Zwergen für Grim den Riesen geschmiedet worden waren. Da Elbegast einmal von Hilde, der Frau des Riesen schwer gekränkt und fast umgebracht worden war, erklärte er sich bereit, die Waffen vor dem Kampf zu stehlen, setzte eine Tarnkappe auf, die ihn unsichtbar machte, und schaffte es tatsächlich, das Schwert zu stehlen. Kaum hatte er Nagelring an Dietrich übergeben, kam auch schon der wutschnaubende Grim angestürmt. Der Kampf hatte noch nicht richtig begonnen, als auch schon Hilde, um nichts weniger hässlich als ihr Gemahl, diesem zu Hilfe eilte, so dass unsere Helden bald in arge Bedrängnis gerieten. Doch letztendlich wurde der Kampf vom geraubten Schwert entschieden und der Helm Hildegrim, der Dietrich vorzüglich passte, und das vortreffliche Schwert Nagelring waren von nun an die Waffen des Königs. In vielfältigen Kämpfen sollte er ihnen zu Ruhm verhelfen.

Quelle: http://www.mythentor.de/nordisch/dietrich.htm

Gruß an die Sagen

TA KI

Vom Zauber der Pflanzen und Kräuter: Löwenzahn


„Vom Zauber der Pflanzen und Kräuter“ ist eine Rubrik, welche sich unserer Natur widmet und die darin verborgenen Schätze. Hinter manchem vermeintlichen Unkraut verbirgt sich eine wirkungsvolle Heilpflanze, deren Bedeutung wir vielleicht längst vergessen haben. Silvia Cristini geht dem auf den Grund und lässt bei 2012Spirit eine Sammlung jener Schätze entstehen.

Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist viel mehr als nur eine Pusteblume. Löwenzahn ist auch vielmehr als ein lästiges Unkraut, welches an den unmöglichsten Stellen wie von selbst in wundersamer Weise gedeiht. Eine Pflanze, die sich durch die Flugsamen prächtig im Land verteilt und dort wieder eine ganze Saison verweilt, bis vielleicht ein Kind in voller Freude, die nächste Verbreitung auslöst. Löwenzahn ist ein Geschenk. Und wie es mit Geschenken ist, man kann es wohlwollend annehmen oder auch dankend ablehnen.

Ich habe mich für ersteres entschieden und mit mir ganz viele andere Menschen. Ich stellte mir die eine Frage: wieso wird der Löwenzahn so verkannt? Wieso wird seine Kraft nicht genutzt? Wieso pflückt man nicht, was direkt vor der Haustür wächst und geht stattdessen lieber in den nächsten Supermarkt und kauft sich Gemüse aus anderen Ländereien, was mit sich bringt, dass das angeblich so frische Gemüse in der Verkaufsauslage bereits einiges an Vitaminen und Mineralstoffen aufgrund der langen Reisezeit eingebüsst hat. Die Natur bietet uns so Vieles – und dies kostenlos. Doch wir machen uns selten die Mühe, uns damit zu befassen. Wieso dies wohl so ist? Haben wir keine Zeit dafür? Sind wir zu fest abgelenkt? Oder ist dies gar so gewollt, dass die Wirtschaft am Laufen bleibt?

Natürliches Aufbaubiotikum Löwenzahn

Von der Schulzeit ist mir nicht wirklich viel Nützliches fürs spätere Leben in Erinnerung geblieben. Etwas jedoch schon. In der Primarschule hatten wir einen Löwenzahntag. An diesem Tag wurde uns allerhand über diese wundersame Pflanze vermittelt. Gerne möchte ich hier einiges weitergeben.

Löwenzahn von Kopf bis Fuss

Löwenzahnwurzeln und Löwenzahnblätter besitzen mehr Nährkraft als Spinat und wirken im höchsten Grad blutreinigend. Man kann die ganze Pflanze verwenden. Von Kopf bis Fuss, sozusagen. Positiven Einfluss hat der Löwenzahn auf sämtliche Organe, welche an der Verdauung mitbeteiligt sind. Die Magensaftsekretion wird gesteigert, er ist appetitanregend und entkrampft. Bei Blähungen und Völlegefühl sollte also wärmstens an Löwenzahn gedacht werden. Löwenzahnblättertee oder auch Löwenzahnwurzeltee wirken da genauso wie auch die Blätter als frischen Salat genossen.

Löwenzahn ist ein Aufbautonikum

Löwenzahn kann als Stärkungsmittel eingesetzt werden bei Schwächezuständen. Der Körper wird hierbei wieder in Schwung gebracht. Der Löwenzahn stärkt Leber, Bauchspeicheldrüse, Niere, Milz, Darm und Magen und durch die Bitterstoffe hilft er, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten. Er wirkt entwässernd, doch hat er gegenüber von Entwässerungstabletten in Arzneiform den grossen Vorteil, dass er wertvolle Mineralien dem Körper zuführt und nicht einfach ausschwemmt. Der Körper ist somit bestens versorgt.

Bier und Wein – auch das kann sein

Der Löwenzahn ist ein absolutes Wunderkraut. Es beinhaltet mehr Eisen, mehr Vitamin A, mehr Vitamin C und weitere Mineralstoffe, als all die anderen Lebensmittel, wo man denkt, dass diese die Spender schlechthin sind. Weit gefehlt. Die Blüten kann man pur essen, als Verzierung für einen bunten Salat verwenden oder man kann sie gar frittieren. Kurz im Teig geschwenkt und in die Fritteuse geben, ist es schlicht ein Gaumenschmaus. Ein feines Süppchen aus Löwenzahn, lässt müde Geister vertreiben und ein feiner Salat aus den schönen, saftigen und bitterschmeckenden Blättern ist einfach nur köstlich. Bitter sollten sie übrigens sein, auch wenn heute der Trend aufgekommen ist, bittere Lebensmittel zu meiden. Diese Bitterstoffe regen die Galleproduktion in der Leber an. Hat also alles seinen Sinn und Zweck und der Mensch sollte dieses gottgegebene Geschenk nicht verfälschen, nur weil sein Gaumen vielleicht durch den Fastfood etwas aus dem natürlichen Gleichgewicht geraten ist. Zum Frühstück schmeckt auch der Löwenzahnhonig besonders lecker. Aus den Wurzeln, worin am meisten Nährstoffe enthalten sind, kann man Tee zubereiten. Dieser Tee wirkt besonders entgiftend. Wer noch weiter gehen möchte, kann die Wurzeln rösten und sich somit den sogenannten Muckefuck, dem Kaffeeersatz aus Kriegszeiten, selbst herstellen. Gar Bier und Wein kann sein, doch damit lass ich es persönlich sein.

Da wächst doch tatsächlich ein Zauberkraut vor unseren Tür, kostenlos, und wir nutzen es nicht.

Quelle: http://www.2012spirit.de/2014/09/vom-zauber-der-pflanzen-und-kraeuter-loewenzahn/

 

TA KI