Der Samstagsfilm: Die Wendeltreppe


DIE WENDELTREPPE spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein unheimlicher Serienkiller hat es auf behinderte Frauen abgesehen, gleich zu Beginn erleben wir ihn bei der Arbeit (eine der schaurigsten Szenen der Filmgeschichte). Sein nächstes Opfer soll die stumme Helen (Dorothy McGuire) werden, die in einem abgelegenen Herrenhaus arbeitet. Als die Nacht hereinbricht und ein Gewittersturm ums Haus tobt, muss die allein gelassene Helen um ihr Leben kämpfen, und der Mörder ist ihr näher als sie ahnt…

Angelehnt an den Expressionismus des deutschen Stummfilms
schaffen Regisseur Robert Siodmak und sein Kameramann Nicholas Musuraca unvergessliche Szenen und Bilder, ihr Spiel mit Licht und Schatten war selten in derartiger Perfektion und Schönheit zu sehen. Als Vertreter des „Damsel in Distress“-Genres, in welchem stets unschuldige, hilflose Frauen das Opfer hinterhältiger Machenschaften und Mordpläne wurden (wie z.B. „Das Haus der Lady Alquist“ oder auch der spätere „Warte, bis es dunkel ist“) weidet sich DIE WENDELTREPPE an den reißerischen Elemente des Plots und kostet die Angst der stummen Heldin genüsslich aus, hinterlässt dabei aber keinen zynischen Eindruck.
Dorothy McGuire spielt die sanftmütige Helen mit großem Sympathie-Effekt, aber niemals bemitleidenswert oder übertrieben süßlich. Man hofft und bangt als Zuschauer mit ihr, gleichzeitig ist man durchgehend auf der Suche nach der Identität des Mörders. Somit ist DIE WENDELTREPPE zusätzlich ein erstklassiger Whodunit und bietet reichlich Verdächtige an.

Neben McGuire brillieren noch weitere Damen. Die großartige Ethel Barrymore spielt die bettlägerige Hausherrin, der man alles zutraut, und als alkoholisierte Haushälterin und ‚Comic Relief‘ stiehlt Elsa Lanchester alle Szenen. Die schöne Rhonda Fleming ist von ihrem ersten Auftritt an verdammt, ein weiteres Opfer des Killers zu werden. Von den Herren begeistert der sonst oft uncharismatische George Brent (häufig als Partner von Bette Davis zu sehen) als zwielichtiger Wissenschaftler, den sympathischen Part übernimmt der nette Kent Smith aus Tourneurs „Katzenmenschen“.

Unvergesslich bleiben jedem Zuschauer die Sequenzen im stockfinsteren Keller des Gebäudes (in welchen die titelgebende Wendeltreppe führt), sowie die Aufnahmen des Killers im Gedächtnis, von dem wir lediglich ein aufgerissenes Auge zu sehen bekommen, das plötzlich aus Kleiderschränken herausschaut oder hinter Treppengeländern hervorlugt. Seine Motivation für die Morde besteht in dem Wahn, alles Unperfekte in der Welt auszulöschen, entprechend verzerrt ist seine Subjektive.

DIE WENDELTREPPE würde demzufolge nicht zu seinen Opfern zählen, denn selten ist ein Film der Perfektion näher gekommen als Siodmak mit seiner Schauermär. Ein Klassiker und Meisterwerk, durch und durch. Sehr empfohlen!

Gruß an die Filmemacher

TA KI

Arztkosten für Flüchtlinge in Essen explodieren


Arztkosten für Flüchtlinge in Essen explodieren

Für die medizinische Betreuung von Asylbewerbern muss die Stadt Essen immer mehr zahlen, in Einzelfällen waren über 100.000 Euro fällig. Die Gründe sind unklar. Der Gemeindebund vermutet kriegsbedingte Traumatisierungen, die aufwendig behandelt werden müssen.

Die Stadt Essen registriert eine enorme Zunahme bei den Arztkosten für Asylbewerber . Während im Jahr 2012 in der Gruppe der Flüchtlinge , die sich seit Monaten oder wenigen Jahren in Essen aufhalten, im Schnitt Kosten von 117 Euro pro Jahr und Person anfielen, stieg der medizinische Aufwand 2013 auf 133 Euro, um 2014 – schon jetzt – auf 192 Euro hochzuschnellen. In absoluten Zahlen hat die Stadt bis zum 30. September 2014 bereits 2,4 Millionen Euro für Gesundheitskosten bezahlt, während es im ganzen Jahr 2013 nur 1,6 Millionen Euro waren.

Die Gründe für diese massive Steigerung, die auch in anderen Städten so oder ähnlich beobachtet wird, scheinen jedenfalls in Essen nicht ganz klar zu sein. Hartmut Peltz, enger Mitarbeiter von Sozialdezernent Peter Renzel, verweist auf einzelne Fälle, die extrem hohe Kosten verursachten. So habe es in Essen drei Fälle gegeben, bei denen für stationäre Behandlung in Krankenhäusern jeweils 100.000 Euro angefallen sind, bei zwölf weiteren hätte die Stadt Kosten im niedrigen bis hohen fünfstelligen Bereich tragen müssen.

Städtetag fordert mehr Geld vom Land

Asylbewerber können laut Peltz erst nach 48 Monaten im Land die normale Gesundheitsversorgung beanspruchen, wie sie jeder Kassenpatient genießt. Hier sei die Entwicklung unauffällig, eher sogar leicht rückläufig. Bei Flüchtlingen, die erst kurz da sind, müsse die Stadt dann helfen, wenn es um akute Probleme oder lebensbedrohliche Notfälle gehe. Genau in diesem Bereich gibt es die sprunghaften Zunahmen, die sich auch kostensteigernd auf die Gesamtkosten auswirken. 2014 wird Essen voraussichtlich 23,5 Millionen Euro für Asylbewerber aufwenden. Der Städte- und Gemeindebund NRW vermutet, dass inzwischen mehr Flüchtlinge kommen, die durch Kriegsgeschehen traumatisiert sind und besonders kostenaufwendig betreut und behandelt werden müssten. In Essen, so Peltz, lässt sich dies anhand der Art der Erkrankungen so nicht begründen.

Der Vorsitzende des Städtetages NRW, Oberbürgermeister Peter Jung aus Wuppertal, nimmt jedenfalls auch die steigenden Gesundheitskosten zum Anlass, vom Land mehr finanzielle Hilfe einzufordern. „Die Erstattungen des Landes bleiben weit hinter den tatsächlichen Kosten der Kommunen zurück“, so Jung. Das Land müsse die Ausgaben der Städte für die Unterbringung und Versorgung, für die soziale und psychosoziale Betreuung, für den Schulbesuch der Kinder, die Jugendhilfeausgaben und eben auch die Ausgaben für die gesundheitliche Versorgung tragen. Jung: „Außerdem müssen die aktuellen Flüchtlingszahlen Grundlage für die Berechnung sein und nicht völlig veraltete.“Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/essen/arztkosten-fuer-fluechtlinge-in-essen-explodieren-id9918037.html#plx1059633264

Gruß an Deutschen, die keine Gesundheitsversorgung genießen können- und im Notfall von Privatinsolvenz bedroht sind, da sie die Kosten für ihre Notfallbehandlung selber zu übernehmen haben!!!-
Liebe Politiker, wieviele privaten Personenschutzr habt ihr bereits??
TA KI

Euro-Schwäche: IW warnt vor Währungskrieg mit den USA


EURO

Die Stabilität der europäischen Währungsunion wackelt. Die Deutsche Bank prophezeite in einer aktuellen Währungsprognose einen Absturz des Euros unter einen Dollar. Bereits 2017, so prophezeien Analysten des Finanzinstituts, ist die europäische Währung nur noch 95 US-Cent wert.

Angesichts der anhaltenden Euro-Schwäche warnt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Europäische Zentralbank ungewöhnlich scharf vor einem Abwertungswettlauf mit den USA.

„Wir sind einem Währungskrieg sehr nahe“

In einem Gastbeitrag für „Bild“-Zeitung erklärte IW-Direktor Michael Hüther: „Wir sind einem Währungskrieg durch bewusst herbeigeführte Abwertungen sehr nahe. Was jetzt beim Euro passiert, haben wir zuvor beim japanischen Yen erlebt. Besser geht es der japanischen Volkswirtschaft deshalb aber nicht.“

Abwertungen lösten keine strukturellen Probleme, warnte Hüther: „Ein Abwertungswettlauf schädigt alle.“ Der IW-Chef nannte es „beachtlich“, dass der Euro als Weltwährung seit Mai gegenüber dem US-Dollar zehn Prozent an Wert eingebüßt habe.

Hüther erwartet, dass die Abwertung anhält. Durch die Politik der EZB, künftig auch Banken hochriskante Papier abzukaufen, würden Investoren angeregt, „das billige Geld aus Europa abzuziehen und zu höheren Zinsen in den USA anzulegen. Diese Kapitalströme verstärken die Abwertung des Euro“, erklärte der IW-Chef gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2014/10/11/euro-krise-waehrungskrieg-usa_n_5969160.html?utm_hp_ref=germany

Gruß an die Initiatoren

TA KI

 

Vogelzug & Magnetfelder: Wenn das Handy zu oft piept, piept der Vogel bald nicht mehr


Aus der ganzen Welt mehren sich die Meldungen darüber, welch tödliche Bedrohung der Mobilfunk für die Vögel ist.

Von: Ursula Seiler

Brieftauben finden nicht mehr heim

Mobilfunk stört den Vogelzug

„Die Vögel gelten als Orientierungskünstler. Sie können aus Hunderten von Kilometern den heimischen Schlag ansteuern. Doch in dieser Saison gingen bis zu 50 Prozent der Tiere bei den Preisflügen verloren. Die sich immer stärker verändernde Umwelt ist nach Experten-Ansicht daran schuld. Reiner Schrörs vermutet, dass die zunehmenden Strahlungen durch Mobilfunksender die Orientierungsfähigkeit der Vögel beeinträchtigen. Als vor vier, fünf Jahren etwa 300 Meter von seinem Taubenschlag entfernt ein entsprechender Sender in Betrieb gegangen sei, habe er – ebenso wie ein Züchter in seiner Nachbarschaft – sofort eine deutliche Verhaltensänderung bei den Tieren festgestellt. ‚Die haben total verrückt gespielt’, berichtet der 59-Jährige. Dass es die starke Veränderung der Umwelt, durch die Strahlung moderner Kommunikationsmittel, den Brieftauben möglicherweise immer schwerer macht, den Heimweg zu finden, vermutet ebenfalls der belgische Tierarzt Fernand Marien.“

Quelle: rp-online.de Informant: Dorothee Krien

Vögel, Fledermäuse und Mobilfunk

Aus einem Vortrag von Wolfgang Maes, Sachverständiger für Baubiologie/Journalist DJV: „Vögel und Fledermäuse verlassen ihre Nester nach Installation neuer Sender in der Nähe. (…) Prof. Dr. Andras Varga, Leiter des Hygiene-Institutes der Universität Heidelberg, veröffentlichte 1991 seine Forschungsergebnisse: „Die deutschen Grenzwerte sind zu hoch! Wir haben Hühnereier in einem Brutschrank mit Mikrowellen der Stärke unterhalb unserer Grenzwerte bestrahlt und jedes Embryo getötet! Kein einziges Küken ist geschlüpft, keines hat die Strahlen überlebt. Aus der Kontrollgruppe, die nicht bestrahlt wurde, schlüpften ausnahmslos gesunde Tiere.“

Quelle: bürgerwelle.de

„Gestörte“ Vögel in Israel

„Ich arbeite für die Vogelzugforschung. Es ging vor Jahren mal eine Meldung durch die ‚Insiderkreise’, dass der Vogelzug in Israel stark gestört wird. Grund war/ist folgender: Über Israel verdichtet sich der Vogelzug sehr stark, d. h., die aus dem Norden kommenden Großvögel (Störche, Greifvögel, Pelikane) werden wie durch einen ‚Trichterausgang’ geschleust. Die Vögel fliegen dabei in einem schmalen Korridor durch das Jordantal nach Süden. Da zur damaligen Zeit in Israel ‚das dichteste Mobilfunknetz der Welt’ vorhanden war (vielleicht noch ist?) wurden die Großvögel derart in der Orientierung gestört, dass viele davon auf der arabischen Halbinsel gefunden wurden. Ihr normaler Zug sollte über den Sinai den Nil aufwärts folgen. Durch den Mobilfunk wurden die Vögel in ihrer programmierten Zugrichtung so gestört, dass sie eine ganz andere Zugrichtung eingeschlagen haben.“

Quelle: Heinrich Armer, Vogelberinger, heinrich.armer@siemens.com

Tauben brüten nicht mehr

„Wir haben einen Taubenzüchter im Verein, der eine Elektrosmogbelastung von 1.4 Volt pro Meter (V/m) im Taubenschlag festgestellt hat. Das Brutgeschäft ist auf die Hälfte zurückgegangen. Die Jungtiere werden von den Alten nicht mehr gefüttert und verhungern; verstärkt treten auch Missbildungen auf. Ähnliches hört man von Turmfalken und Schwalben. Bei den Schwalben sind es die fehlenden Mücken und Insekten. Schwalben können ihre Nahrung nur im Flug einfangen. Nur gibt es in der Luft nicht mehr viel zu holen, weil Mücken schon bei 0.2 V/m tot zu Boden fallen. Wie viel andere Insekten vertragen, habe ich noch nicht herausgefunden.“

Quelle: Hans-U. Jakob von gigaherz.ch

Indien: Für Spatzen erklingen Alarmglocken

„‚Elektromagnetische Strahlung, die von Türmen ausgeht, stört Hausspatzen und andere kleine Vögel’, so Dr. Sainudeen Pattazhy, Präsident der indischen Kerala Environmental Researchers Vereinigung. ‚Die Strahlung mit sehr niedrigen Frequenzen – von 900 bis 1,800 MHz – kann die dünne Schädeldecke von Küken und die Schalen von Eiern beschädigen. Mikrowellen können die sensorischen Fähigkeiten stören und die Vögel während der Navigation und der Beutesuche fehl führen.’“

Quelle: dnaindia.com

Veränderungen im Gefieder, Brut- und Flugverhalten

Nach einer Untersuchung des Biologen und Mitglieds der Spanischen Gesellschaft für Ornithologie,Alfonso Balmori, verlassen bestimmte Vogelarten Gebiete, die starken Strahlenbelastungen durch Mobilfunk ausgesetzt sind und kehren nach Verschwinden der Strahlenbelastung oder starker Senkung der Exposition wieder in ihre angestammten Gebiete zurück. Balmori beobachtete unter anderem außerdem Veränderungen im Gefieder, die von Ornithologen als erste Anzeichen für chronischen Stress interpretiert werden sowie Änderungen im Brut- und Flugverhalten. Balmori nimmt mit seinen Untersuchungen in Valladolid Bezug auf ähnliche Beobachtungen in London, wo ein starker Rückgang der Spatzenpopulationen festgestellt wurde und die zunehmende Belastung durch elektromagnetische Felder, wie sie beispielsweise von Mobilfunknetzen ausgeht, von Ornithologen als momentan wahrscheinlichste Ursache für das Verschwinden der Vögel aus der Stadt gesehen wird. Der Rückgang soll so stark sein, dass die ehemals in Massen vorhandenen Spatzen in London mittlerweile vom Aussterben bedroht sind und auf die Rote Liste gefährdeter Arten gesetzt werden soll. Die beobachteten Wirkungen scheinen sehr stark dosisabhängig zu sein. Balmori beobachtete beispielsweise in niedrig belasteten Gebieten keine auffälligen Veränderungen, während die Wirkungen in hochbelasteten Gebieten offensichtlich waren. Auch in Deutschland steht der Spatz („Haussperling“) mittlerweile auf der Vorwarnliste für bedrohte Arten. Alleine in der Hansestadt Hamburg soll der Spatzenbestand um 80 Prozent zurückgegangen sein!

Quelle: http://www.zeitenschrift.com/artikel/vogelzug-magnetfelder-wenn-das-handy-zu-oft-piept-piept-der-vogel-bald-nicht-mehr#.VDZylRb_wTw

Gruß an die Vögel

TA KI

Die Farbe der Götter


Geschrieben von: W. Hopfner
Vom Anblick unserer Erde, dem „Blauen Planeten“ hat jeder schon einmal gehört. Die Astronauten erfanden dieses Wort, als sie unsere Heimat das erste Mal von aussen sahen. Aber nicht erst seitdem ist die Farbe „Blau“ bei mehr als 40% unserer Menschen in Europa und den USA die Lieblingsfarbe, wie mehrere Umfragen u.a. auch des Allensbacher Instituts ergaben. Immer häufiger verwenden die Hersteller von Mineralwasserflaschen, Milchpackungen, Autolacken, Parfümflakons, Zigarettenschachteln und Verpackungen aller Art die Farbe Blau. Allen voran die Amerikaner. Pepsi Cola präsentierte kürzlich mit Millionenaufwand eines seiner merkwürdigen Getränke im neuen „Blue Look“, denn „Blau ist die Farbe der Zukunft“ verkündete Marketingdirektor Arnold Veraart die neue Richtung. Und IBM setzte auch auf diese Farbe und nannte seinen Super-Schachcomputer „Deep Blue“ – der russische Grossmeister Kasparow verlor gegen ihn.

Natürlich wollen die Japaner bei Blau nicht nachstehen. Zusammen mit einigen Australiern versuchen sie derzeit fieberhaft eine blaue Rosensorte zu züchten. Denn alle Farben haben die bislang 50 000 Rosensorten hervorgebracht, nur die Farbe Blau noch nicht. Ihre Kollegen von der Nelkenzucht waren da schon etwas erfolgreicher. Sie sind begeistert von der blauen Nelke, die nach zehn Jahren Forschung und rund 20 Millionen Mark Forschungsgeldern das Licht der Welt erblickte. Einer australischen Gen-Technologie-Firma war es gelungen die Farb-Gene blauer Petunien ins Erbgut weisser Nelken zu schleusen. Das hat dann etliche „Blaue“ gekostet.

Woher kommt Blau?

Blau kommt zwar in vielen Farbtönen, selten aber als greifbarer Farbstoff in der Natur vor. Allerdings belegen zahlreiche Funde, dass bereits die Ägypter, Kreter, Griechen, Römer und unsere eigenen Vorfahren leuchtendes Blau zum Färben von Stoffen verwendeten. Wir können das an dem herrlichen, fast 1800 Jahre alten „Thorsberger Prachtmantel“ sehen, einem Kleidungsstück aus der Zeit unserer Ahnen, das im Textilmuseum von Neumünster aufbewahrt wird. Gefärbt wurde mit blauen Beeren oder blauen Blütenblättern. Die gebräuchlichste Färberpflanze für Blau aber war im Mittelalter der „Färberwaid“. Jahrhundertelang lebten ganze Landstriche vom Anbau und Verkauf dieser Pflanze. Die Stadt Erfurt konnte 3192 n.St. (1392) ihre Universität aus den Steuern des Handels mit dieser Pflanze gründen.

Als dann im 16. Jahrhundert die Portugiesen Indigo, die „indische Farbe“ aus dem Indigo-Strauch, über den Seeweg aus Indien brachten, versuchten einige deutsche Fürsten ihre heimischen Färberwaid-Anbauer zu schützen, indem sie die Verwendung von Indigo als einer „Teufelsfarbe“ verboten. Zu spät. Von über 300 thüringischen Färberwaid-Dörfern waren nur noch 30 übrig.

Aber nichts währt ewig. Ende des vorigen Jahrhunderts, genau vor 100 Jahren, gelang es einer deutschen Chemiefirma, Indigo synthetisch herzustellen. Nicht ohne Ironie wurde die portugiesische Bezeichnung für Blau, „anil“ Bestandteil des Firmennamens: „Badische Anilin- und Sodafabrik“ nannten sich die findigen Schwaben – BASF. Jetzt erlebten die Indigo-Bauern in Indien und Java dasselbe Schicksal wie vorher die Färberwaid-Bauern in Deutschland.

Albrecht Dürer verwendete gern eine andere blaue Farbe als die des Färberwaids: „Ultramarin“ heisst sie, hergestellt aus dem pulverisierten Halbedelstein Lapislazuli. Eine sehr teure Farbe, und Dürer klagte über den hohen Preis. Er gebrauchte sie nur für kleine Einzelheiten in seinen Bildern, bei grösseren Flächen trug er nur als letzten Malvorgang eine hauchdünne Farbschicht davon auf. Das tat auch Leonardo da Vinci bei seiner „Madonna in der Felsengrotte“, deren Auftraggeber ausdrücklich die Verwendung von Ultramarin für den weiten, blauen Mantel verlangte.

Blau, blau, blau…

Man kann nicht sagen, dass es nur wenige Blautöne gibt. Eine kleine Auswahl sei hier genannt:

Aquamarinblau, Atlasblau, Bayrischblau, Blassblau, Chinablau, Dunkelblau, Eisblau, Enzianblau, Fayenceblau, Graublau, Grünblau, Heidelbeerblau, Himmelblau, Indigoblau, Indischblau, Jeansblau, Kachelblau, Kobaltblau, Königsblau, Kornblumenblau, Lapislazuliblau, Marineblau, Mattblau, Meerblau, Metallicblau, Lasurblau, Nachtblau, Porzellanblau, Perlmuttblau, Pflaumenblau, Preussischblau, Rauchblau, Saphirblau, Schmutzigblau, Silberblau, Taubenblau, Tintenblau, Trainblau, Türkisblau, Ultramarinblau, Veilchenblau, Venezianischblau, Vergissmeinnichtblau, Violettblau, Warmblau, Waschblau, Wasserblau, Weissblau, Wiwwelblau, Wolframblau, Wolkenblau, Zartblau….

Ganz bestimmte Wirkungen schreibt man blauen Dingen zu:

Der blaue Farbstoff von Weintrauben soll die Sauerstoffzufuhr in unsere Körperzellen verbessern, die Blüten der blauen Kornblume locken besonders jene Insekten an, die blaue Farbtöne erkennen können. Die Männchen des „Bläulings“, eines kleinen Schmetterlings, schimmern beim Flug in der Sonne blau, obwohl sie überhaupt nicht blau gefärbt sind. Der Farbeindruck entsteht bei ihnen durch Lichtbrechung. Sie locken Weibchen an, indem sie etwas Besonderes vortäuschen, was garnicht vorhanden ist. Ein Prinzip, das den Damen wohl bekannt vorkommt…

Keine andere Farbe spielt in unserem Leben eine so bedeutende Rolle wie Blau. „Farbtherapeuten“ empfehlen:

Wenn Sie im Stress sind und sich entspannen wollen, probieren Sie einmal folgendes aus:

Stellen Sie ein Glas mit Trinkwasser auf eine hellblaue Unterlage, und warten Sie fünf oder zehn Minuten. Wenn Sie dann das Wasser trinken, werden Sie ganz entspannt und beruhigt sein. Die Erklärung dafür soll darin liegen, dass das Wasser die „Energie“ der Farbe Blau aufgenommen hat. Blau aber steht für das Unbewusste, für seelische Tiefe, Sanftheit und Stille. Es ist die Farbe des Innenlebens, daher wirkt Blau besänftigend auf Personen, die zu aggressiv und ungeduldig sind.

Was da nun wirkt – ob „blaue Energie“ oder der Glaube an sie – es sei dahingestellt. Auffällig ist allerdings, dass Blau in Mode gekommen ist.

Warum ausgerechnet Blau?

Für Esoteriker ist die Antwort klar: Blau ist die Farbe des gegenwärtigen „Wassermann-Zeitalters“. Eine Studie der Universität Köln sieht das allerdings ein wenig nüchterner. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Menschen sich gegenwärtig in einer „Endzeitstimmung“ befinden. Sie spüren, dass eine bestimmte Periode zu Ende geht – und in Endzeiten trägt und liebt man eben Blau.

Was hat es mit dieser Farbe auf sich, warum fasziniert sie uns so?

In Deutschland sprach man im 18. Jahrhundert von der „blauen Blume der Romantik“, als man sich mit besonders gemütstiefer Dichtung beschäftigte, und auch heute noch fühlen wir uns beruhigt, geborgen und sicher, wenn wir in das blaue Innere einer Kerze oder eines Kaminfeuers blicken.

„Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…“ singt der Dichter, und Goethe sinniert in seiner Farbenlehre: „Diese Farbe macht für das Auge eine sonderbare, fast unaussprechliche Wirkung…Wir sehen das Blau gern an, nicht weil es auf uns dringt, sondern weil es uns nach sich zieht.“

„…weil es uns nach sich zieht“ – wer auf einer Wiese liegt und still in den blauen Himmel schaut, kann es fühlen. Dieses Blau lockt mit seiner unendlichen Weite, in der die Erfüllung unserer Sehnsucht nach Freiheit und Glück zu liegen scheint – entführt den Geist in die Welt der Phantasie. Ähnlich ergeht es uns, wenn wir über das blaue Meer schauen. Das Blau des Himmels und des Meeres hat etwas Freundliches und Beruhigendes an sich, nichts ist zu sehen vom bedrückenden Grau eines drohenden Unwetters.

Blau ist ein freundliches Licht, ein hoffnungbringendes Licht. Dieser Gedanke steckt in dem Grimmschen Märchen „Das blaue Licht“, das dem treuen Soldaten immer wieder das Leben rettet. Und heutzutage fahren Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei mit Blaulicht zur Unfallstelle. In den USA, Frankreich und einigen anderen Ländern gibt es statt des „Roten Kreuzes“ einen vergleichbaren Sanitätsdienst, der die „Hagal-Rune“, unser altes Heilszeichen, als Kennzeichen führt. Natürlich in Blau.

Blau ist traditionell die Farbe der guten Geister und der beschützenden Kräfte. Aus diesem Grund werden Türen und Fensterrahmen seit altersher blau gestrichen. Man will damit die guten Geister auf sein Haus aufmerksam machen und die bösen Geister abschrecken.

Ob das mit unserer tierischen Vergangenheit etwas zu tun hat? Tatsache ist, dass Raubtiere einen ausgeprägten Widerwillen gegen die Farbe Blau haben. Tiger sind nach Erkenntnissen des Instituts für Tierforschung in Bombay durch nichts zu bewegen, Beutetiere anzugreifen, die sich in einem Stall befinden, dessen Wände himmelblau gestrichen sind.

Die andere Seite

Natürlich hat Blau auch eine zweite Seite. Goethe schrieb: „Wie Gelb die nächste Farbe am Licht, so ist Blau ein Schleier des Schwarzen. Man kann sagen, dass Blau immer etwas Dunkles mit sich führe.“

Als es noch grosse Sümpfe gab, erschreckten die blauen Irrlichter den einsamen Wanderer oder brachten ihn vom richtigen Weg ab, manchmal gar in den Tod. Auch das von den Seeleuten gefürchtete Elmsfeuer, das sich kurz vor dem Untergang über das ganze Schiff ergiesst, ist blau. Die natürlichen Ursachen beider Erscheinungen, brennendes Sumpfgas und Elektrizität, kannte man noch nicht.

Übelwollende Berggeister erscheinen in den Märchen im blauen Licht und der Geist aus der Flasche entweicht als blauer Dunst. Trinkt man zuviel Alkohol, wird man blau, hat keine Lust zum Arbeiten und macht dann blau, oft geschieht das am blauen Montag. Kommt man dann im Blaumann nicht zur Arbeit und lässt die Firma sich das gefallen, hat man Glück und kommt noch einmal mit einem blauen Auge davon. Hat man Pech, kann man allerdings auch sein blaues Wunder erleben…

Im rheinischen Karneval tritt seit einigen Jahren ein Büttenredner als „Abgeordneter der Blauen Partei“ auf und veräppelt die Bonner Politiker – Grund genug bieten sie ja das ganze Jahr über.

Die Medien und Blau

Eine besonders hinterhältige Herabsetzung jener Menschen, die von Natur aus blaue Augen haben, hat sich die bundesdeutsche Meinungsmaffia ausgedacht. Seit einigen Jahren gebraucht sie den Begriff „blauäugig“ immer dann, wenn sie Äusserungen oder Handlungen eines anderen als besonders dumm, töricht, ahnungslos, einfältig oder naiv darstellen möchte. Dass blaue Augen in weiten Kreisen der Bevölkerung gedanklich mit „treuherzig, arglos, unbefangen, kindlich“ verbunden sind, soll damit ausgelöscht werden. Eine absichtliche Herabwürdigung unseres Schönheitsideals durch den rassistischen Gebrauch des Wortes „blauäugig“ soll auf diese Weise Allgemeingut werden. Den Gipfel dieser Diffamierung produzierte die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Im „Spiegel“ und „Focus“ veröffentlichte sie halbseitige Anzeigen mit der Überschrift „Blond. Blauäugig. Blöd“, darunter eine lachendes Negermischlingsmädchen. Müssen wir uns das gefallen lassen? Offensichtlich schon, denn der Staat schreitet, wenn wir diskriminiert werden, nicht ein. Diese Beleidigung unserer Menschen, diese Aufstachelung zum Rassenhass wird die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern noch bereuen! Man stelle sich vor, wir würden Plakate drucken mit dem Text „Dunkelhäutig. Dunkeläugig. Dämlich“…

Die Mode und Blau

Verlassen wir die Verräter und kehren wir wieder zu Erfreulichem zurück. Selbstverständlich hat auch die Modewelt die Farbe Blau entdeckt. Das Schulmädchen auf der Strasse trägt ihr himmelblaues T – Hemd mit V-Ausschnitt, die Geschäftsfrau nimmt lieber den klassischen Zweiteiler in Blau fürs Büro. Wohin man schaut, überall strahlt es blau entgegen. Die hellblaue Welle hat ihr eben ihr Gutes: Jede Frau kann Blau tragen. Hellblau ist ein einziger Traum, zum Beispiel als „kleines Blaues“ auf sonnengebräunter Haut. Kombiniert mit Weiss wirkt die Himmelsfarbe noch frischer, noch strahlender.

Welcher Blauton einer Frau steht, hängt unter anderem auch von ihrer Haarfarbe ab. Braunhaarigen steht Türkisblau sehr gut, Blonde sehen in Hellblau am besten aus, Schwarzhaarige können sich jeden Blauton leisten.

Blau passt einfach zu allem, es entspannt, beruhigt, weckt Vertrauen, „kühlt“ unruhige Gesellen ab, und es macht gute Laune – falls der Himmel mal nicht so blau ist.

Bevorzugt getragen wird Blau von schönen Frauen unserer Art. Wer kennt sie nicht, die Bilder aus der Regenbogenpresse: Claudia Schiffer in einer tintenblauen Chiffonrobe – wie eine Fee. Oder Madonna im himmelblauen Kostüm, von Goldschmuck veredelt, oder Prinzessin Lilly zu Schaumburg-Lippe im blassblauen Zweiteiler, oder Pamela Anderson in einem sommerlichen Hauch von verspieltem Hellblau – die Träger und das Schleifchen bändigen mühsam, was sich darunter verbirgt, oder Moderatorin Bärbel Schäfer, Ulknudel Esther Schweins, Schauspielkollegin Birgit Stein und, und, und…

Blau ist aber auch die Farbe der Könige, die Farbe der Macht. Den männlichen Neugeborenen wünschen wir, dass sie einst Macht erlangen und deswegen ziehen wir ihnen – wohl unbewusst – blaue Jäckchen, Mützchen und Strampelhosen an. Und wenn sie später dann als Manager oder gar als Politiker tätig sind, haben sie eine merkwürdige Vorliebe für blaue Anzüge – mindestens einen „Mitternachtsblauen“ haben sie alle im Schrank. Die Farbe Blau gewährt, ohne dass uns das bewusst wird, Schutz, stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein.

Natürlich tragen auch die First Ladies bevorzugt Blau. Karin Stoiber, Ehefrau des bayerischen Ministerpräsidenten, im bodenlangen hellblauen Rock mit Spitzenbluse, Hillary Clinton in einem klassischen, fast schon braven Kostüm, Queen Elisabeth in dunkelblauer, etwas altmodisch wirkender Robe. Und zur „Schwanensee“ – Premiere in der Royal Albert Hall in London erschien die später so tragisch verunglückte Lady Diana im kurzen, himmelblauen Paillettenkleid. Traumhaft schön.

Die göttliche Farbe

Schon seit urdenklichen Zeiten ist Blau die Farbe der Götter. Marduk, der „Herr der Götter“ des alten Babylon trug ein blaues Gewand, übersät mit silbernen Sternen. Beim persischen Gott Mithras finden wir das wieder und im alten Ägypten war Blau die Farbe der lebensspendenden Nilgottheiten. Der Gott Chnum, der als „Hüter der Quellen des Nil“ über die lebenswichtigen Wassermassen wachte, sass auf einem blauen Thron, der Mantel der bedeutenden Göttin Isis war ebenfalls blau.

In Indien werden verschiedene Gottheiten mit blauem Kopf oder blauer Haut dargestellt, ein in Blau gemalter Elefant gilt als Symbol der Erleuchtung. Der Zustand der Materie am Anfang der Welt wird im Hinduismus als „blaues Licht“ gedacht.

Im Buddhismus Tibets ist Blau das Zentrum und der Ausgangspunkt aller Medidation und aller Symbolik – es bricht aus dem Herzen des erhabenen Gottes Vairocana, des „All-Durchstrahlenden“ hervor. Dieses göttliche blaue Licht gilt als die höchste spirituelle Essenz, die Urform allen Bewusstseins.

Im Blau des Himmels vermuten wir nordisch germanischen Heiden den Sitz der Götter und guten Geister. Wie unsere Ahnen, siedeln wir sie zumindest in der Nähe des Himmelsblaus an, auf Bergen, wie dem Brocken im Harz, dem Odilienberg im Elsass, dem Staffelberg in Oberfranken, um nur einige wenige zu nennen. Frau Holle, die Himmelsmutter trägt einen weiten, blauen Mantel, und obwohl die meisten Maler der vergangenen Jahrhunderte, christlicher Zwänge wegen, unsere Göttin als jüdische Magd „Maria“ darstellen mussten – der weite blaue Mantel unsere Göttin ist auf allen Bildern zu sehen.

In der Völsungensaga trägt Wotan, als er König Sigmund zu sich holt, einen blauen Mantel, und in der isländischen Geschichte von Hörd (Thule Bd. VIII) wird sein Mantel als blaugestreift bezeichnet – vielleicht Wolkenstreifen darstellend, so wie Sterne auf Marias Gewand auch auf den Himmel deuten. Da „Ruprecht“ ein Beiname von Odin ist, müsste der Weihnachtsmann an sich im blauen Mantel kommen – eine vielgedruckte Zeichnung aus dem letzten Jahrhundert hat ihm den roten Matel gegeben, allerdings noch mit verdeckender Kapuze, den Schlapphut nachahmend.

Und an diesen weiten, blauen Mantel unserer germanischen Götter, an das Blau des Himmelszeltes soll ein anderes Tuch erinnern, ein blaues Tuch, das wir gelegentlich hissen, unter dem wir uns versammeln und auf dem unser Wahrzeichen, die Irminsul, zu sehen ist. Es ist die Fahne unserer Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft.

Quelle: http://www.asatru.de/nz/index.php?option=com_content&view=article&id=253:die-farbe-der-goetter&catid=8:mythologie&Itemid=27

Gruß an die Blauliebhaber

TA KI