Kreml spricht von „ernsten Differenzen“ mit Merkel


Merkel und Putin haben in Mailand keine Fortschritte bei der Lösung der Ukraine-Krise erzielt. Die Bundeswehr-Drohnenmission im Osten des Konfliktlandes könnte an einem technischen Problem scheitern.

merkel - putin, mailand

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Russlands Präsident Wladimir Putin haben laut dessen Sprecher weiterhin „ernste Differenzen“ im Hinblick auf den Konflikt in der Ukraine. „Es bestehen weiterhin ernste Differenzen mit Blick auf den Ursprung des internen ukrainischen Konflikts ebenso wie zu den tiefen Ursachen dessen, was derzeit passiert“, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Nacht zu Freitag nach einem Treffen Merkels und Putins in Mailand.

Peskow sagte, die beiden hätten bei ihrem rund zweistündigen „detaillierten“ Gespräch – das am Donnerstag um 23.15 Uhr in Merkels Hotel begann – eingehend die Umsetzung des Minsker Abkommens besprochen. Putin hatte am Wochenende den Abzug der mehr als 17.600 russischen Soldaten von der Grenze zur Ukraine angeordnet und damit einer zentralen Forderung der EU entsprochen. Von deutscher Seite gab es keine Stellungnahme.

In Mailand findet derzeit ein Europa-Asien-Gipfel statt, an dessen Rande es zahlreiche Krisengespräche zum Ukraine-Konflikt gibt. Merkel kam am Donnerstagabend in Mailand erst mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und anschließend mit Putin zusammen. Gemeinsam mit Poroschenko forderte die Kanzlerin eine vollständige Umsetzung des Anfang September in Minsk vereinbarten Friedensplans, der insbesondere eine Waffenruhe vorsieht, die jedoch regelmäßig von beiden Seiten gebrochen wird.

Am Freitagmorgen startete auf Einladung von Italiens Regierungschef Matteo Renzi ein Frühstück, bei dem neben Merkel, Putin und Poroschenko auch der französische Präsident François Hollande, Großbritanniens Premierminister David Cameron, EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy über die Lage in der Ukraine beraten wollen.

Zu eisige Temperaturen für deutsche Drohnen?

Unterdessen wurde bekannt, dass der Einsatz von Bundeswehr-Drohnen im Auftrag der OSZE in der Ostukraine an technischen Problemen scheitern könnte. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Bundeswehrkreise berichtete, sind die unbemannten Flieger vom Typ Luna nur bis minus 19 Grad einsetzbar. Diese Temperaturen würden aber bei Flughöhen zwischen 3000 und 5000 Metern im kalten ukrainischen Winter deutlich unterboten.

Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), sagte im Deutschlandfunk: „Ich habe da große Zweifel daran, ob es zu so einem Einsatz tatsächlich kommt.“ Er bestätigte, dass es technische Probleme gebe. „Deshalb war das Angebot, das aus dem Verteidigungsministerium kam, von vornherein immer nur bis Ende dieses Jahres ausgelegt.“

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Henning Otte (CDU), forderte angesichts der technischen Probleme, für die OSZE-Mission schnell eine Lösung zu finden: „Im Winter kann es bei der Luna-Drohne zu Einschränkungen im Flugbetrieb kommen. Wenn sie vereist, stürzt sie ab.“

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article133376670/Kreml-spricht-von-ernsten-Differenzen-mit-Merkel.html

Gruß an die Halbwahrheiten

TA KI

2 Kommentare zu “Kreml spricht von „ernsten Differenzen“ mit Merkel

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