Die ARTE Kapitalismus-Serie, Teil 1


capitalismIm Oktober widmete sich unser Lieblings TV-Sender Arte mit einer sechsteiligen Doku-Reihe der Entstehung des Kapitalismus. Im Kontext der Finanzkrise zeigt die Dokumentarfilmreihe die Theorien sechs bekannter Wirtschaftswissenschaftler aus einer neuen Perspektive. Wem dient der Kapitalismus heute? Ist der Kapitalismus gar ein Missverständnis? Wohin führt der Kapitalismus die Gesellschaft?

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Die+ARTE+Kapitalismus+Serie+Teil+1+de+/642549/detail.html

Gruß an die Bescheidenen

TA KI

Beweise für den Aufbau des Islamischen Staates durch die USA


VSA hat IS augebaut

Während die westliche Welt immer noch wie gelähmt erscheint angesichts des barbarischen Treibens der Terroristen des Islamischen Staates, werden immer mehr Stimmen laut, die die USA und ihre Verbündeten hinter dem Aufstieg der Terrororganisation sehen. Zahlreiche hochrangige Politiker, aber auch ehemalige Islamisten legen nun Beweise vor.

IS wurde von der CIA aufgebaut

So wurden hochrangige Schlüsselfiguren des Islamischen Staates im Jahr 2012 in einem von der CIA sowie dem türkischen Geheimdienst geleiteten Ausbildungscamp in der jordanischen Stadt Safawi trainiert, wie jordanische Regierungsvertreter nun zugaben. Die meisten Kämpfer des IS wurden später für ihren Einsatz in Syrien mit Waffen und Munition aus dem destabilisierten Libyen versorgt, unter logistischer Hilfe der USA. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrov meinte kürzlich gar, der Führer der Terroristen Abu Bakr al-Baghdadi persönlich stehe in engem Kontakt zur CIA. Kadyrov stützt sich dabei auf Aussagen festgenommener tschetschenischer Islamisten aus Syrien.

Aber auch ein ehemaliger Al-Kaida-Kommandeur namens Nabil Na’eem beschuldigt in einem Interview mit der panarabsichen TV-Station al-Maydeen die USA, sowie Saudi-Arabien und Katar der Finanzierung und logistischen Unterstützung der Terrororganisation. Nicht nur der IS sondern auch hochrangige Al-Kaida-Mitglieder stünden im Kontakt mit westlichen Geheimdiensten. Anders wäre der rasche Vormarsch der Islamisten im Irak nicht zu erklären, so Na´eem weiter. Bestimmte Politiker innerhalb der irakischen Regierung hätten eine Vereinbarung mit den USA getroffen, um die Islamisten bei ihrer Eroberung Mossuls zu unterstützen.

Islamisten mit US-Pass

Der ehemalige Beamte des US-Außenministeriums, Andrew Doran, schrieb in einem Blogbeitrag für die BBC gar von eindeutigen Beweisen für die Unterstützung des IS durch die USA. Zahlreiche hochrangige Mitglieder sollen über amerikanische Pässe verfügen. So auch der Militärstratege der Dschihadisten, der Tschetschene Tarkhan Batrashvili (Umar al Shishani). Dieser soll wie viele andere Islamisten aus dem Kaukasus durch die Hilfe einer georgischen NGO namens „Jvari“ zunächst in die Türkei und später nach Syrien gelangt sein. Bei Recherchen kam ans Tageslicht, dass diese NGO seit ihrem Bestehen von den USA finanziert wurde. Die Kämpfer wurden schließlich verdeckt durch die NGO unter Leitung des georgischen Geheimdienstes und der US-Botschaft in Tiflis in die Türkei bei der Stadt Türkgözü geschleust.

Für den Aufbau des IS sehen Experten viele Gründe. Manche meinen, durch den IS sollten Syrien und später auch der Iran destabilisiert werden, andere sehen wiederum die Kontrolle der Ölfelder im Irak durch US-treue Gruppierungen als Ursache. Fakt ist, dass der größte Arbeitgeber der USA, das US-Verteidigungsministerium, seit der Destabilisierung des Nahen Osten ein prächtiges Geschäft macht.

Quelle: http://www.unzensuriert.at/content/0016398-Beweise-f-r-den-Aufbau-des-Islamischen-Staates-durch-die-USA

Gruß an die SchattenreGIERung

TA KI

Armut beginnt bei 979 Euro im Monat


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Trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt droht etwa jedem Sechsten in Deutschland ein Leben in Armut. Rund 13 Millionen oder 16,1 Prozent der Bevölkerung galten 2013 als armutsgefährdet, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Anteil sei damit genauso hoch wie 2012. Ein besonders hohes Risiko tragen demnach Frauen, Alleinerziehende und Singles.

So gelten in der Altersgruppe der 17- bis 64-Jährigen fast 18 Prozent der Frauen als armutsgefährdet. Bei den Männern sind es 16 Prozent. Von den Alleinerziehenden laufen sogar 35,2 Prozent Gefahr, in Armut abzurutschen. „Bei den Alleinlebenden betrug der Anteil der armutsgefährdeten Personen 31,9 Prozent“, erklärten die Statistiker.

Risiko steigt durch Arbeitslosigkeit

Wer einen Job hat, gerät vergleichsweise selten in Bedrängnis: Hier sind 8,6 Prozent gefährdet, bei den Arbeitslosen sind es dagegen 69,3 Prozent.

Als armutsgefährdet gilt, wer inklusive staatlicher Sozialleistungen wie Kinder- oder Wohngeld weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Im vergangenen Jahr lag dieser Schwellenwert für eine allein lebende Person in Deutschland bei 979 Euro im Monat (11.749 Euro im Jahr), für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2056 Euro im Monat (24.673 Euro im Jahr).

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_71561058/statistisches-bundesamt-armut-beginnt-bei-979-euro-im-monat.html

Gruß an unser „Alten“ und  unsere erkrankten Hartz IV Empfänger, denen keine Früh-/ Erwerbsminderungs-/ oder Invalidenrente zugesprochen wird!

TA KI

„Jahrhundert-Katastrophe“


Flüchtlingskonferenz in Berlin: Solidaritätsappell an die Weltgemeinschaft

Italy Migrant Deaths

Eine Konferenz in Berlin soll Syrien-Flüchtlingen und jenen Länder helfen, die viele von ihnen aufgenommen haben. Die Kanzlerin fordert ein starkes Signal. Entwicklungsminister Müller spricht von einer Jahrhundert-Katastrophe.

Kanzlerin Angela Merkel hat die Flüchtlingskonferenz in Berlin zu umfangreicher Hilfe für die von den Flüchtlingsströmen aus dem Bürgerkriegsland Syrien betroffenen Nachbarstaaten aufgerufen. „Ich hoffe, dass von dieser Konferenz ein starkes Signal der Solidarität ausgeht“, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Tammam Salam in Berlin.

„Jahrhundert-Katastrophe“

Zuvor hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gesagt: „Wir haben es hier mit einer Jahrhundert-Katastrophe zu tun.“ Der CSU-Politiker sieht unter anderem die Europäische Union in der Pflicht. „Das Geld ist da – man muss nur neue Prioritäten setzen.“

Zu der Flüchtlingskonferenz werden Vertreter von 40 Staaten und Organisationen erwartet, um über den weiteren Umgang mit den Syrien-Flüchtlingen zu beraten. Millionen Syrer leben derzeit in provisorischen Unterkünften innerhalb ihres Landes oder in den unmittelbaren Nachbarstaaten. Betroffen sind neben dem Libanon vor allem Jordanien und die Türkei.

180.000 weitere Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen

Merkel sagte, der Libanon sei ein Land von vier Millionen Einwohnern, habe im Augenblick aber eine Million registrierte Flüchtlinge. „Von den nicht registrierten will ich gar nicht sprechen.“ In Deutschland könne man sich kaum vorstellen, was das für den Libanon bedeute. Deutschland sei aber solidarisch. Salam sagte, er sei dankbar für das deutsche Interesse und die Ausrichtung der Konferenz, die seinem Land zu Gute komme.

Eine Gruppe von mehr als 50 Nichtregierungsorganisationen forderte eine Verdoppelung der humanitären Unterstützung. In einem gemeinsamen Appell riefen sie die westlichen Staaten dazu auf, mindestens 180.000 weitere Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen.

„Wettlauf gegen die Zeit“

Durch den nahenden Winter wird ihre Situation zunehmend dramatisch. Viele Unterkünfte müssen dringend winterfest gemacht werden. Christian Schneider, der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, sprach von einem „Wettlauf gegen die Zeit“.

Entwicklungsminister Müller warnte: „Es wird gestorben werden, wenn nicht sofort und entschieden und entschlossen zusätzlich geholfen wird.“ Allerdings ist fraglich, ob bei der Konferenz am Dienstag konkrete finanzielle Zusagen gemacht werden.

Zehntausende Flüchtlingskinder haben keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen

Müller warb dafür, aus bestehenden EU-Töpfen kurzfristig eine Milliarde Euro bereitzustellen. Deutschland werde darüber hinaus gemeinsam mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zusätzliche Flüchtlingsunterkünfte im Nordirak errichten. In dem Land seien für den Winter 26 zusätzliche Camps notwendig, von denen aber erst 10 fertig seien. Nach Unicef-Angaben sind sieben Millionen Kinder und Jugendliche auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien und vor der Terrormiliz IS.

 Mathias Mogge vom Verband Entwicklungspolitik (VENRO) beklagte, das humanitäre System in der Region sei unterfinanziert und der Bedarf derzeit nur zu 47 Prozent gedeckt. Abeer Ziadeh von der Organisation Save the Children berichtete, Zehntausende Flüchtlingskinder hätten derzeit keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund warnte sie vor einer „verlorenen Generation“.
Gruß an die PO-litiker
TA KI

Endzeit-Geschehen 2


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2. Das Lied der Linde

Das ‘Lied der Linde’ ist das Werk eines unbekannten Dichters und vor allem Sehers.
Es wurde zwischen 1820 und 1830 im Hohlraum des Stammes der uralten, von Sagen und Legenden umwobenen Linde zu Staffelstein in Mainfranken gefunden, was zum Namen des Gedichtes führte.
Die Linde steht inzwischen nicht mehr. Sie wurde wegen Einsturzgefahr abgetragen. Auf ihrem Standort ist ein Kinderspielplatz eingerichtet.
Es ist nicht mehr daran zu rütteln, daß WIR die Generation sind, die das seit rd. 2’500 Jahren geweissagte Endzeit-Geschehen erleben wird (09/2015 ?), das die Wende vom Fische- zum Wasserkrug-Zeitalter prägt.
Ein bemerkenswerter Gesichtspunkt ist auch die Wahl eines neuen Papstes, der nach der Malachias-Weissagung der letzte ist. Dieser Umstand findet im ‘L.d.L.’ seinen Niederschlag.
Das Gedicht ist wohl eine Schöpfung des Jahres 1783. Es ist aus einer entsprechend kirchlich geprägten Frömmigkeit heraus geschrieben und die Schauungen der nach-endzeitlichen Zukunft ebenfalls als in einen kirchlichen Rahmen gehörend wiedergegeben worden. Der Verfasser hat sich etwas anderes eben nicht vorstellen können.
Ich hingegen kann Euch versichern, das es nach dem EG die Organisationen, die sich Kirche nennen, nicht mehr geben wird.
Inhaltlich wurde an dem Gedicht lediglich eine einzige Sache geändert. Es ist dort eigentlich vom 21. Konzil die Rede. Das aber war schon das 2. Vaticanum. Gemeint ist jedoch eines nach dem EG. Deswegen habe ich daraus das 22. Konzil gemacht.
Es sei darauf hingewiesen, daß das mit einer Kirche nichts zu tun haben wird, da all diese im EG untergehen werden.
Aber eine Veränderung völlig anderer Art ist von Bedeutung.
Es sind im Laufe der Zeit die Strophen des LdL durcheinander geraten. Durch das Eintreten verschiedener Ereignisse während meiner Waldzeit 2005 war ich in der Lage, die richtige Reihenfolge der Strophen heraus zu finden, und in dieser gebe ich das LdL jetzt hier im Anschluß wieder.
Zum Abschluß folgen noch einige Erläuterungen.

 

1. Alte Linde an der heiligen Klamm,
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm.
Karl den Großen hast du schon geseh’n,
Wenn der Größte kommt, wirst du noch steh’n.

2. Dreißig Ellen mißt dein grauer Stamm,
Aller Deutschen Linden ält’ster Baum.
Kriege, Hunger schautest, Seuchentod,
Nettes Leben wieder, neuen Tod.

3. Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl,
Roß und Reiter bargest einst du wohl,
Bis die Kluft dir sacht mit milder Hand
Breiten Reif um deine Stirne wand.

4. Bild und Buch nicht schildern Deine Kron’,
Alle Äste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt,
Blätter freudig in die Lüfte steigt.

5. Alte Linde, die du alles weißt,
Teil’ uns gütig mit von deinem Geist,
Send’ ins Werden deinen Seherblick,
Künde Deutschlands und der Welt Geschick.

6. Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben Deutscher Zeit,
hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

7. Fremden Völkern front dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht.
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

29. Dantes und Cervantes’ welscher Laut
Schon dem Deutschen Kind vertraut,
und am Tiber- wie am Ebro-Strand
Liegt der braune Freund von Hermannsland.

11. Da die Herrscherthrone abgeschafft,
wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
bis der Tag kommt, da sich glaubt verdammt,
Wer berufen wird zum Amt.

13. Wer die meisten Sünden hat,
Fühlt als Richter sich und höchster Rat,
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier,
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

10. Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch,
Ärmer alle mit dem großen Schatz,
Minder Menschen, enger noch der Platz.

9. Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht,
Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt,
Wenn verloren gingen Flint’ und Schwert.

8. Zehre Magen, zehr’ vom Deutschen Saft,
Bis mit einmal endet deine Kraft,
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin,
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

21. Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff,
Schwankt herum der Eintags-Herrscher-Schwarm,
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

22. Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern
Eines besser’n Tag’s ist endlos fern.
“Heiland, sende, den Du senden mußt!”
Tönt es angstvoll aus der Menschen Brust.

15. Gottverlassen scheint er, ist es nicht,
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Bringt den Gottesstreit vor’s nah’ Gericht.

30. Wenn der engelgleiche Völkerhirt’
Wie Antonius zum Wanderer wird,
Den Verirrten barfuß Predigt hält,
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

12. Mahnwort fällt auf Wüstensand,
Hörer findet nur der Unverstand.
Bauer heuert bis zum Wendetag,
All sein Müh’n ins Wasser nur ein Schlag.

23. Nimmt die Erde plötzlich ander’n Lauf,
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
“Alles ist verloren!” hier’s noch klingt,
“Alles ist gerettet!” Wien schon singt.

24. Ja, von Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt.
Weiße Blumen auf das Herz des Herrn,
Seinem Rufe folgt der Wack’re gern.

25. Alle Störer er zu Paaren treibt,
Deutschen Reiches Deutsches Recht er schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast!

14. Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
Schonet nicht den Greis im Silberhaar,
Über Leichen muß der höchste flieh’n
Und verfolgt von Ort zu Orte zieh’n.

16. Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß.
Bet’ daheim, verlasse nicht das Haus!
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

17. Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
Wofern sie brennen will, dir Schein.
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht,
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

18. Gleiches allen Erdgebor’nen droht,
Doch die Guten sterben sel’gen Tod.
Viel’ Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

19. Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine and’re mit dem Feuer ringt,
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem wiener Stefansplatz wächst Dill.

20. Zählst du alle Menschen auf der Welt,
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt,
Was noch übrig, schau in jedes Land,
Hat zur Hälft’ verloren den Verstand.

27. Preis dem zweiundzwanzigsten Konzil,
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
Daß nun reich und arm sich nicht mehr würgt.

28. Deutscher Nam’, du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr’,
Wächst um den verschlung’nen Doppelast,
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

26. Gottes Held, ein unzertrennlich’ Band
Schmiedest du um alles Deutsche Land.
Den Verbannten führest du nach Rom,
Große Kaiserweihe schaut ein Dom.

31. Alle Kirchen einig und vereint,
Einer Herde einz’ger Hirt’ erscheint.
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.

32. Reiche Ernten schau ich jedes Jahr,
Weiser Männer eine große Schar,
Seuch’ und Kriegen ist die Welt entrückt,
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

33. Dieses kündet Deutschem Mann und Kind,
Leidend mit dem Land die alte Lind’,
Daß der Hochmut mach’ das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll!

(Bearbeitung Gunnar von Groppenbruch)

6. Karl der Große ist hier nur ein Synonym für den Reichsgründer im Goldenen Zeitalter, der bereits vor rd. 2’500 Jahren in Babylon als ‘Dritter Sargon’ angekündigt wurde.
Mit Rom ist hier der Ort der Reichsgründung gemeint, nämlich die Erste und Reichsnordhauptstadt Berlin, die anderen sind die Südhauptstadt Wien, die Westhauptstadt Paris und die Osthauptstadt Känugard.
Mittels der merkwürdigen Zahlenangabe hat man bisher immer versucht, zu Karl dem Großen zurück zu rechnen. Es geht jedoch in Wirklichkeit um das Ende des Zweiten Weltkrieges. Nun hat der Seher nicht 1945 gesehen, sondern die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und ging demnach von rd. 1950 aus. Die Zahlenangabe ist als 167 zu lesen. Zurückgerechnet kommt man dann auf 1783 als dem Entstehungsjahr des LdL Zum Zeitvergleich:
König Friedrich II. der Große von Preußen starb 1786, 1789 fand der Sturm auf die pariser Stadtfestung Bastille statt.

29. Dante und Cervantes stehen zwar für Italiener und Spanier, aber nur deshalb, weil der Seher sich nicht vorstellen konnte, daß es Asiaten sein sollten, die unser Land überfluten. Schließlich waren die Türkenkriege damals noch nicht all zu lange her.

10.4 Obwohl bei uns Weißen die Geburtenrate sinkt, ist für uns der Platz knapp geworden – im eigenen Lande!

15.3 Der erwartete Reichsgründer ist auf Grund einer Verpflichtung in Not, die enden würde, wenn er auf die Erfüllung der Pflicht verzichten würde. Das aber kommt für ihn nicht in Frage!

30. Als “Barfußprediger” ist in der katholischen Kirche der Heilige Antonius von Padua bekannt, 1195 – 1231. Der Legende nach wollten ihm die Bewohner von Rimini nicht zuhören, wohl aber die Fische, die deshalb die Köpfe aus dem Wasser streckten. Im hiesigen Falle ist kaum an zu nehmen, daß der künftige Reichsgründer als Prediger herumläuft, gar den Fischen predigt, wohl aber, daß er auf Grund bestimmter Gegebenheiten barfuß unterwegs ist und auch ihm die Menschen nicht zuhören, statt dessen aber Tiere, die entweder ihm begegnen oder ihn begleiten. Da kommen eigentlich nur Hunde in Frage. Daher gehe ich davon aus, daß der Reichsgründer ein großer Tierfreund und ein ganz ausgesprochener Hundenarr ist.

12. Hier sind die beiden oberen Zeilen mit den beiden unteren verwechselt worden, was ich in dieser Wiedergabe berichtigt habe. Das Mahnwort gehört noch zur Barfußpredigt aus Strophe 30. Die Mühen des Bauern beziehen sich auf den Beginn des Endzeit-Geschehens, der mit dem Wendetag angesprochen wird.

23. Das Sichtbar-werden-mit-bloßem-Auge des Kometen, der sich von Norden der Erde nähern und in Bruchstücken hier einschlagen wird, löst das EG aus. In dieser Phase führt der Mord an einem dritten Hochgestellten unmittelbar zum Dritten Weltkrieg. Jetzt erst kann der Reichsgründer hervortreten und durch sein Wissen entscheidend dazu beitragen, daß wir nicht von asiatischen Horden überrannt werden. Kämpfen aber müssen wir alle!

24. Mit Osten ist keine Himmelsrichtung gemeint, sondern ein Landesname! Es gibt in Europa nur ein einziges Land, das “Osten” heißt, nämlich Österreich. Das muß jedoch nicht zwingend heißen, daß der Reichsgründer Österreicher ist. Es heißt nur, daß er dort lebt.

25.2 Er wird nicht etwa ein neues Gesetzbuch vorlegen, sondern andersherum sämtliche Verfassungen, Gesetze Vorschriften und ähnlichen Kram des römischen Rechtes außer Kraft setzen, denn dieses ist eine einzige Vergewaltigung unseres Volkes. Statt dessen gilt wieder das seit dem Uranfang in uns Sitzende – die SITTE !

14.3 Der höchste Priester, also der Papst.

16. – 18. + 19.1 Der Impakt, der Einschlag eines Himmelskörpers und dessen Folgen.

19.1 London
19.2 Paris, angezündet von den eigenen Leuten.

20. Bereits Sajaha weissagte schon vor rd. 2’500 Jahren, daß im EG rd. 7/10 der Menschheit umkommen werden. Da ich glaube, daß sich diese Größenordnung nur auf uns Weiße bezieht, ist durchaus damit zu rechnen, daß weltweit sogar 9/10 aller Menschen umkommen werden.

26.3 Der Papst wird nach Berlin geholt, um formell an der Auflösung der Kirche mit zu wirken.
26.4 Volkswahl des Reichsoberhauptes und der Reichsführung.

Krönung des Reichsgründers zum ‘Deutas des Heilsreiches’                                                     (entwickelt aus gotisch ‘Tiud-ans’)
unter freiem Himmel vor dem Berliner Dom am Lustgarten.

31. Hier kann nur der wahre Naturglaube gemeint sein, dessen Anhänger durch das EG erkannt haben, daß alles mit allem verbunden ist, weswegen auch sie sich weltweit zusammenschließen. Mit dem Kreuz ist in jedem Falle ein gleichschenkliges gemeint, keinesfalls das lateinische. Dessen Tage sind gezählt!

Gunnar von Groppenbruch

Quelle: http://huettendorferansichten.wordpress.com/2014/10/08/endzeit-geschehen-2/

Gruß an Dich Gunnar

TA KI

Die wilden Götter Sagenhaftes aus dem hohen Norden – Kapitel 12


Ragnarök

Von Tor Åge Bringsværd

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Irgendwo in der Einöde, am Rand eines kleinen Teichs, liegt zwischen Heide und Buschwerk etwas, das einem moosbewachsenen Stein gleicht. Aber auf einmal öffnet der Stein die Augen und starrt hinaus in den grauenden Tag. Ein abgehackter Kopf ist es, der dort liegt, ein Riesenschädel. dem der Leib fehlt. Und doch ist Leben in ihm, denn die Zunge leckt die kalten Lippen und die Nase hebt sich wie die Nüstern eines witternden Tieres gegen den Wind. Zwei große Ohren lauschen auf ein Geräusch, das immer näher kommt. Wer ist e, der da über die Heide reitet?
Es ist ein Pferd mit acht Beinen, und der Reiter, der da absteigt, ist alt und grau. Odin ist es, der sich zu dem abgehauenen Kopf niederbeugt und ihn in die Arme nimmt. „Sei mir gegrüßt“, neigt sich der Kopf und Odin antwortet: „Endlich sehe ich dich wieder, Mime, mein alter Freund aus der Zeit der Jugend.“
Sie lassen sich am Ufer ins Heidekraut nieder. Der Teich ist Mimes Brunnen, die Quelle der Weisheit. Einst hat Odin sich selber ein Auge ausgerissen, um davon trinken zu dürfen. Aber das ist eine andere Geschichte. Nicht von jeher ist Mime ein Kopf ohne Leib gewesen. Feinde haben ihm das angetan. Damals hat Odin den Tod von seinem Riesenhaupt abgewaschen, hat ihm die Stirn mit heilenden Kräutern gesalbt und seinem Freund Gedanken und Sprache wiedergegeben. Auch das ist eine andere Geschichte. Es ist genug zu wissen, dass Odin jedes Mal, wenn ihn Zweifel bedrücken, hierherkommt, auf die windgepeitschte Heide von Utgard, um Rat bei Mime zu suchen. Die beiden kennen sich seit so langer Zeit, und es gibt keinen, dem Odin lieber zuhört. Die Zukunft freilich kann keiner von beiden vorhersagen.
Dennoch, eines weiß Odin. Das Ende der Welt, so wie er sie kennt, ist nahe. Nichts kann ewig dauern. Bald werden Götter und Riesen ein letztes Mal ihre Kräfte messen. Wer wird den Sieg davontragen? Wer wird unterliegen? Den Zeichen des Vogelzuges, die er am Himmel liest, traut Odin nicht mehr, und was die warmen Eingeweide geschlachteter Tiere verraten, gibt ihm keine Gewissheit. Die einzigen aber, die die Antwort wissen, die drei Nornen an Urds Brunnen -sie wenden sich ab und schweigen.
Auch unter den Menschen gibt es einige, die weiter als andere in die Zukunft sehen können. Deshalb wendet Odin sich nun nach Mitgard, und Mimes Haupt nimmt er mit auf den Weg, denn zwei hören mehr als einer.

 

Die Frau, die sie auf einer kleinen Lichtung treffen, ist weder jung noch alt. Sie steht auf und grüßt, indem sie einen kleinen Stab hoch in die Luft hebt. Der Griff ihres Stabes schimmert in glänzendem Messing. „Ich habe euch erwartet“, sagt sie. Der weite Mantel, den sie umhat, ist mit farbigen Edelsteinen geschmückt. Sie trägt eine Kette aus Perlen um den Hals und eine schwarze Mütze aus Lammfell auf dem Kopf. An ihrem Gürtel hängt ein großer lederner Beutel. Ihre Handschuhe sind aus Katzenpelz gemacht, und an den Füßen trägt sie Schuhe aus zotteligem Kalbfell. Sie ist eine Volve. Solche seltenen Frauen heißen nach dem Vol, dem Stab, den sie tragen und auf dem sie reiten können, um ihre Seele in andere, unsichtbare Welten zu tragen. Odin wendet sich ihr zu und fragt: „Weißt du denn, wen du vor dir hast?“ – „Du bist mein Gott“, antwortet die Volve und fällt vor ihm auf die Knie.
Es ist nicht das erste Mal, dass Odin sich an eine Wahrsagerin wendet. Einmal hat er sogar eine von ihnen aus dem Grab geholt. Aber in dieser Nacht möchte er lieber mit einer sprechen, die am Leben ist und die ihm wohlwill.
„Kannst du für mich in die Zukunft sehen?“ fragt Odin. „Manche Tage“, erwidert die Volve, „sind klar und deutlich, aber andere verbergen sich hinter dunklen Türen.“ – „Was liegt hinter diesem Herbst und dem nächsten Winter?“ – „Wie weit soll ich schauen, Herr?“ – „So weit du nur kannst“, sagt Odin. „Auch wenn es eine ganz andere Zukunft ist, als du dir wünschst?“ – „Auch dann. Du sollst mir alles sagen!“ ruft der Götterkönig. „Alles, bis zum Ende der Welt.“
Sogleich beginnt die Volve mit ihrem Werk. Aus dem Beutel an ihrem Gürtel holt sie eine Salbe aus Bilsenkraut und Stechapfel hervor, mit der sie, erst summend, dann mit lauter, hoher Stimme singend, ihren Stab einsalbt. Mit einem Satz nimmt sie den Stab zwischen die Beine und springt auf ihm umher. Der Stab ist ihr Pferd. Sie schließt die Augen, wirft den Kopf hin und her, ruft und singt. Am Ende sinkt sie zu einem unförmigen Haufen in sich zusammen. Der weite Mantel deckt sie ganz zu. Still liegt sie da, ohne einen Laut von sich zu geben.
Nichts regt sich. Odin wartet geduldig. Er lehnt mit dem Rücken an einem Kiefernstamm. Mimes Haupt liegt neben ihm im Gras. „Musst du denn immer wissen, was dir bevorsteht?“ sagt Mime. „Das gibt mir Zeit zum Nachdenken“, brummt Odin. Der Kopf des Riesen seufzt. „Warum gibst du dich nicht mit dem Tag zufrieden?“ In Odins Augen blitzt es, doch bevor er antworten kann, regt sich der dunkle Haufen wieder.
Die Volve erhebt sich. Sie öffnet ihre Augen. „Hört mich an“, sagt sie, „und seht! Das erste Zeichen sind drei Hähne, die wie aus einem Munde krähen, und alle Welt wird sie hören. Der eine ist rot. Er kräht in Jotunheim und in Utgard. Er weckt alle toten Riesen und Zwerge. Der zweite Hahn ist schwarz wie Ruß. Er weckt in Hels Reich alle Toten auf und ruft Garm, ihren gewaltigen Hund, herbei. Der dritte Hahn hat einen goldenen Kamm. Er kräht in Asgard und weckt alle Gefallenen in Walhall. Überall folgen die Toten diesem Ruf. Sie wissen, dass sie bald den Lebenden wieder begegnen werden. Nun ist sie angebrochen, die Zeit, da alles, was wir kennen untergehen muss.“
Odin räuspert sich. „Hat sie einen Namen, die Zeit, von der du sprichst?“ – „Alles hat einen Namen“, antwortet die Volve, „sogar die Finsternis. Ragnarök wird sie genannt, die Zeit, da die Asen den Verstand verlieren und vergessen zu atmen. Ragnaök heißt sie, die Zeit, da Mächte vergehen wie Eis an der Sonne.“
„Erzähle weiter“, bittet Odin sie. „Ich sehe Axt und Schwert“, sagt sie. „Ich sehe Unfrieden überall und blutiges Ringen. Ich sehe drei Jahre, in denen der Bruder dem Bruder in den Rücken fällt und der Sohn den eigenen Vater nicht verschont.“ – „Daran ist nichts Neues!“ ruft Odin. „So ist es seit Menschengedenken zugegangen. Aber sprich! Was kommt noch alles auf uns zu?“ – „Drei Jahre, die wie ein einziger Winter sind“, antwortet die Volve. „Der Schnee weht über die Welt, und die Sonne wärmt die Welt nicht länger. Fimbul heißt dieser längste und furchtbarste aller Winter. Viele werden einschneien, in finsteren Eisspalten ertrinken, unter gewaltigen Lawinen begraben werden. Andere werden in ihren Betten erfrieren und sich blau vor Frost auf den Weg ins Totenreich machen. Eine Riesin sehe ich, weit im Osten, im Eisenwald. Sie gebärt Trolle in Wolfsgestalt.“ – „Das tut sie seit eh und je“, knurrt Odin. „Ich kenne sie und ihr räudiges Pack!“
Da schreit die Volve auf. „Ich sehe zwei ihrer zotteligen Kinder, Skoll und Hate, die beiden Wölfe am Himmel, die seit Erschaffung der Welt hinter der Sonne und dem Mond herjagen. Jetzt ist es soweit! Jetzt packen sie zu! Skoll verschlingt die Sonne und Hate den Mond, und die Wolken sind rot von Blut!“
Die Volve fröstelt. Sie hebt ihren Stab und zeigt hinauf. „Seht nur!“ flüstert sie. „Nicht einmal die Sterne leuchten mehr. Jetzt fängt die Erde an zu beben.“ Sie erhebt ihre Stimme und schreit. „Die Berge stürzen ein. Die größten Bäume werden aus dem Boden gerissen und schießen wie Speere durch die Luft. Die Weltensche Yggdrasil kracht und schwankt. Der Winter löst seinen kalten Griff, und alles, was fest war, wird in Stücke gerissen.“ – „Alles?“ Odin runzelt die Stirn. „Alles“, wiederholt die Volve. „Ich weiß, was du fürchtest. Doch sieh selber! Dann wirst du mir glauben.“ Und Odin blickt auf und sieht alles, was sie verkündet hat.
Er sieht den Fenriswolf, wie er an seinen Ketten zerrt. Er sieht Loki, wie er um sich tritt und zappelt. Er sieht, wie sich ihre Fesseln lösen, wie Sigyn vor Freude lacht, wie sie Loki umarmen will. All die Jahre, die er gebunden dalag, ist sie nicht von seiner Seite gewichen. Doch nun fegt Loki sie ohne ein Wort zur Seite und geht seiner Wege. Er hat keine Zeit für Dankbarkeit. Er denkt nur noch an seine Rache.
Odin sieht auch, wie der Fenriswolf mit aufgerissenem Rachen und glühenden Augen über die Berge stürmt. Seine Fangzähne streifen die Wolken, seine Lefze den Boden.
„Willst du noch mehr sehen?“ fragt die Volve. „Hast du genug gehört?“ – „Ich will alles wissen“, antwortet Odin. Sie zeigt ihm das Meer, wie es kocht und strudelt und baumhohe Wogen wirft. Es ist die Mitgardschlange, die es mit ihrem rasenden Schwanz aufpeitscht. Jetzt wälzt sie sich an Land und zerschmettert dabei die Schiffe im Hafen. Wolken von Gift steigen aus ihrem Schlund. Sie brüllt aus vollem Halse. Nach ihrem Bruder, dem Wolf, ruft sie. Mit vereinten Kräften wollen sie die Erde verwüsten.
Jetzt lichtet auch Naglfari die Anker, das unheimliche Schiff, das aus den Nägeln der Toten gebaut ist. Mit schwarzen, zerlumpten Segeln kommt es aus dem Nebel und dem Regen des Ostens. „Kannst du sehen, wer am Ruder steht?“ sagt die Volve. „Schau genau hin!“ – „Es ist Loki!“, ruft Odin. Die Volve nickt. „Und eine Mannschaft von verrotteten Leichen bringt er mit.“ Odin ballt die Fäuste. Er atmet schwer. „Tausend Jahre lang ist er wie ein Bruder für mich gewesen“, sagt er.

 

In großen Scharen ziehen die Feinde aus Nord und Ost herbei, Lebende und Tote, Riesen und Trolle, in voller Rüstung und starrend vor Waffen. Große Kriegstrommeln schlagen den Takt dazu. „Schau dich um!“ ruft die Volve plötzlich, und als Odin sich umwendet, sieht er, wie der ganze Himmel im Süden aufreißt und das Land dahinter zum Vorschein kommt. das unbekannte, unheimliche Muspilheim, das es schon lange gegeben hat, ehe Odin mit seinen Brüdern die Welt erschuf. Aus diesem feurigen Reich strömt ein mächtiges Heer von schimmernden Reitern herbei, angeführt von Surt, dem uralten Häuptling, der ein Flammenschwert schwingt. Alles, was er berührt, fängt Feuer und verglüht.
„Kann nichts sie aufhalten?“ fragt Odin sich. „Sieh nur, wie ganz Mitgard brennt!“ Die Feuerreiter eilen auf Bifrost, der Regenbogenbrücke, zu. Haben sie es auf Asgard abgesehen? Wollen sie die Festung der Götter stürmen? „Nie wird der Regenbogen sie tragen!“ ruft Odin. Doch das Heer aus Muspilheim setzt wie ein großer Fackelzug über die Brücke. „Sie ist den Asen und ihren Freunden vorbehalten“, murmelt Odin. „Dafür habe ich gesorgt, das ist mein Gesetz!“ Aber an seinen Worten nagt der Zweifel.
Die Brücke erzittert und schwankt, ihre Farben mischen sich zu einem trüben Grau. Dann stürzt sie ein, und im Funkenregen stürzen Tausende von Reitern in die Tiefe. Viele kommen um, doch andere überleben den Sturz. Unter ihnen ist Surt, der sein Flammenschwert schwingt und den Rest seines Heeres anführt, bis sie die große Wiese erreicht haben. Diese Weide ist hundert Meilen lang und hundert Meilen breit. Dort sammelt sich der feurige Haufen. Riesen und Gespenster stoßen zu ihm. Auch der Fenriswolf und die Mitgardschlange haben sich, von Loki, ihrem Vater, angeleitet, am Kampfplatz eingefunden.
„Willst du noch mehr sehen?“ fragt die Volve. „Hast du genug gehört?“ Doch Odin schüttelt den Kopf. „Es ist zu spät, um sich abzuwenden“, sagt er grimmig. „Ich will sehen, wie unsere Streitmacht sich sammelt.“
Heimdall stößt ins Horn, und die Asen halten Kriegsrat. Wie alt und hilflos sie aussehen. Wie unheilvoll es knarrt in der Weltesche Yggdrasil! Ist es nicht schon zu spät? Ist es nicht sinnlos, gegen einen so übermächtigen Feind anzugehen? Odin bespricht sich mit Mimes Haupt.
„Kannst du auch dich selber sehen?“ flüstert die Volve. „Ratlos, wie du bist? Voller Furcht vor der Niederlage? Verfolgt von der Ahnung, dass dein Reich dem Untergang nahe ist?“ – „Das soll ich sein?“ sagt Odin missmutig. „So schwach, so mutlos?“ Da sieht er Frigga kommen. Sie bringt Odin seinen goldenen Helm, setzt ihn, ohne ein Wort zu sagen, ihm auf den Kopf und küsst ihn auf beide Wangen. Nun schleppen auch die anderen Asen ihre Waffen und Rüstungen herbei. Die Untoten aus Walhall, alle die gefallenen Helden, die Odin unter den Menschen gesucht und gefunden hat, machen sich bereit, ihnen zu folgen. Auch aus Folkwang kommen die Streiter, die bei Freia gehaust haben, stoßen zum Heer der Asen. Sie hat sie mit scharfen Krallen und Luchskappen versehen. Nun fauchen sie und miauen wie wilde Katzen.
Thor hat seine eisernen Handschuhe angezogen und seinen starken Gürtel angelegt. Er lässt den Hammer Mjölner über seinem Haupt kreisen. Seine Böcke stoßen ungeduldig voran. Der Götterkönig hat Sleipnir, sein achthufiges Ross, gesattelt. Er hält seinen Speer in der Hand. Hugin und Munin, die beiden Raben, sitzen ihm auf den Schultern, und die beiden zahmen Wölfe, spuren neben ihm her. So ziehen die Asen hinaus auf die Walstatt. Zum Abschied winken sie den Frauen, die in Asgard zurückbleiben und die sie vielleicht nie wiedersehen werden.
Auf dem weiten Kampfplatz stoßen die beiden gewaltigen Heere zusammen. Schon beim ersten Treffen verliert Odin seine Raben und seine Wölfe. Thors Böcke werden von Pfeilen durchbohrt. Sein Wagen stürzt um, und er wird zu Boden geschleudert.
Doch Odin sammelt das Heer von neuem um sich, und noch einmal wirft er sich dem Feind entgegen. Odin reitet geradewegs auf den Fenriswolf zu, und Thor versucht ihm zu folgen. Doch der Donnergott ist nun zu Fuß und bleibt hinter dem Reiter zurück. Die Mitgardschlange, seine alte Feindin, wirft sich ihm in den Weg. Sie zischt und heult. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

 

„Willst du noch mehr sehen?“ fragt die Volve. „Hast du genug gehört?“ – „Ich muss wissen, wie es weitergeht“, sagt Odin. „Mein Kampf mit dem Fenriswolf – werde ich ihn besiegen?“ Die Volve schüttelt den Kopf. „Er verschlingt dich“, sagt sie. „So ist es geweissagt, und so muss es geschehen.“ Odin schluckt und fragt weiter: „Wird es ein guter Kampf gewesen sein?“ Die Volve hat Tränen in den Augen.
„Ja“, sagt sie, „ein guter Kampf.“ – „Aber Thor wird mich rächen!“ sagt Odin, und wieder schüttelt die Volve den Kopf. „Thor hat genug damit zu tun, sich seiner Haut zu wehren gegen die Mitgardschlange.“ – „Und Tyr?“ – „Ihn bedrängt Hels Untier, der Hund, der das Totenreich bewacht. Keiner von beiden wird den Kampf überleben.“ – „Was ist mit Frei?“ – „Er hat es mit Surt aufgenommen, dem alten Feuerriesen aus dem Süden. Beide sind gewaltige Schwertkämpfer, doch Surt hat die schärfere Waffe. Du weißt doch, einst hatte Frei ein Schwert, das von selber zuschlug. Nun reut es ihn, dass er es vor langer Zeit gegen die Liebe einer Trolltochter tauschte. Trotzdem, er fichtt auf seinem goldenen Eber wie ein wahrer Meister gegen Surt, der auf einem brennenden Pferd reitet. Kannst du sie sehen?“
Odin nickt. „Dann wirst du auch erkennen, dass Surt die Oberhand behält. Sein Flammenschwert spaltet Frei von Kopf bis Fuß entzwei.“ – „Und wie wird es Heimdall ergehen?“ – „Er kämpft gegen Loki.“ – „Die beiden haben sich nie miteinander vertragen.“ – „Jetzt finden sie alle beide den Tod.“ Odin spürt, wie ihm die Stimme versagt. Es sticht in seiner Brust. „Soll ich denn ungerächt auf dem Schlachtfeld liegengeblieben?“ flüstert er. „Ruft mein Blut vergebens nach all meinen Söhnen?“ – „Du hast den letzten deiner Söhne vergessen“, sagt die Volve. „Vidar, den ihr den Wortkargen nennt. Aber nach Thor ist er der Stärkste von allen. Sieh nur, was er tut!“
Odin starrt in die Ferne. Noch einmal sieht er sich selber in den Fängen des gnadenlosen Fenriswolfes, der ihn verschlingt. Doch nun erkennt er auch Vidar, der das Ungeheuer verfolgt. Sein Sohn setzt einen Fuß in den Rachen des Wolfs und tritt ihn mit letzter Kraft zu Boden, während er mit beiden Händen nach seinem Oberkiefer greift und ihn hochreißt. Röchelnd verendet das Untier und Odin ruft: „Dann werde ich wenigstens in Frieden ruhen!“ Die Volve sieht ihn an und sanft sagt sie: „Das hast du wohl verdient.“
Die Schlacht ist zu Ende. Die Asen sind besiegt. Nur an einer Stelle rast der Kampf weiter. Die Mitgardschlange hat sich um Thor geringelt und versucht ihn zu zerdrücken, doch Thor hält seinen Hammer fest. Keiner der beiden will aufgeben. Riesen und Gespenster haben sich um die Kämpfer geschart, um zu sehen, wie der Streit ausgeht. Endlich gelingt es Thor, den Arm mit dem Hammer aus der Umarmung des Wurms zu befreien und zuzuschlagen. Die Schlange stirbt. Aber nachdem er neun Schritte getan hat, sinkt auch Thor zu Boden. Die Mitgardschlange hat ihn vergiftet.
„Willst du noch mehr sehen?“ fragt die Volve. „Hast du genug gehört?“ Odin sieht sie an. „Das ist das Ende. Gibt es denn noch mehr zu sehen?“ Die Volve nickt. „Spürst du nicht das es nach Brand riecht?“ sagt sie. Jetzt merkt es auch Odin und er sieht. wie Surt und seine Muspilsöhne wie ein Sturmwind durch die Welt jagen. In jedes Haus und in jeden Winkel schleudern sie Feuerbrände. Überall zischt und rauscht es: Als Odin sieht, wie sogar Yggdrasil in Flammen steht, kommen ihm die Tränen. Nun weiß er, dass alles zugrunde gehen wird.
Er hebt den Kopf und blickt der Hellseherin in die Augen. „Ich mochte die Welt“, sagt er ruhig. „Vieles an ihr hätte anders und besser sein können. Trotzdem im Großen und Ganzen gefiel sie mir. Und jetzt ist sie zunichte geworden. Kein Stein ist auf dem andern geblieben.“ – „Ja, deine Welt ist eine einzige Brandstatt“, sagt die Volve. Stumm stehen die beiden da und sehen zu, wie die versengten Trümmer im Meer versinken.
Also war alles, was wir getan haben, vergebens“, sagt Odin müde. „Wir haben umsonst gelebt.“ – „Geduld“, sagt die Volve mit einem Lächeln. „Es gibt noch mehr zu sehen.“ – „Ich kann nicht mehr“, sagt Odin.

 

WELTESCHE

Doch nun fasst die Volve ihn mit beiden Händen an den Schläfen. „Horch!“ ruft sie. „Schau hinaus!“ Und er sieht, wie allmählich eine neue Welt aus den Fluten steigt, grün und schön und fruchtbar, wie ein Traum. Er sieht Äcker, die sich selber säen, und Fisch und Wild im Überfluss. „Keiner wird mehr hungern“, sagt die Volve. „Keiner muss mehr frieren. Denn siehe! Die Sonne hat eine Tochter geboren. Das Böse hat ein Ende genommen. Die Welt ist reingewaschen, und ein neues Leben kann beginnen.“ – „Ein neues Leben?“ fragt Odin verstört. Die Volve nickt. „Siehst du die große Wiese, den alten Versammlungsplatz der Asen, wie sie blüht?“ Von Asgard, der Götterburg, ist keine Spur mehr zu sehen. Doch Odin erkennt, wie die gefallenen Asen sich nach und nach auf der großen Wiese einfinden.
„Sie leben noch!“ ruft Odin verwundert. „Es sind die wenigsten“, antwortet die Volve. „Es sind die, die Glück gehabt haben.“ Odin erkennt Vidar und Wole und Thors Söhne Mude und Magbe. Sie haben Mjölner mitgebracht, den Hammer ihres Vaters. Auch der alte Huhne kommt angehinkt, und aus dem Totenreich Hels kehren Baldur und Hod zurück. Baldur führt seinen blinden Bruder an der Hand. Sie lachen, und im frischen Gras finden sie das uralte goldene Schachspiel der Asen wieder.
„Sieh nur!“ ruft die Volve voller Freude. „Auch in Mitgard gibt es einige, die sich wieder hervorwagen!“
Odin sieht ein einziges Menschenpaar, das den Untergang überlebt hat. Sie haben in einer Lichtung Schutz gefunden, an der der Feuersturm vorbeigezogen ist, und nach der großen Flut hat das Meer sie zurückgegeben. Lange war der Morgentau ihre einzige Nahrung. „Sie werden Kinder und Enkelkinder bekommen“, sagt Odin froh. Die Volve nickt. „Ein neues Menschengeschlecht wird die Welt bevölkern“, sagt sie.
Odin reibt sich die Augen. Er ist müde. „Gibt es noch etwas, was ich wissen sollte?“ fragt er. „Nein, Herr“, antwortet die Hellseherin. „Jetzt sind meine Augen leer. Weiter in die Zukunft kann ich nicht sehen“ – „Du sahst weit genug.“ Die Volve verbeugt sich tief vor Odin. „So hat der Traum es mir gezeigt. So muss es geschehen.“ Odin steigt zu Pferde und reitet davon. Er trägt Mimes Haupt im Arm. Lange ziehen sie schweigend durch die sternenklare Nacht hin. Endlich fragt Mime: „Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?“ – „Ich weiß es nicht“, antwortet Odin. „Du weißt es nicht?“ – „Vielleicht ist es so“, sagt der Götterkönig, „dass ich nur das fand, wovor ich mich fürchtete? Am Ende hätte ich eher nach dem suchen sollen, was ich mir erhoffe?“ – „Mein Freund“, sagt Mime, „alles auf der Welt kann auf tausend verschiedene Weise enden.“ – „Nicht alles, was ich sah, war finster“, erwiderte Odin nachdenklich. „Es gab auch graue Nebelstreifen, und Licht, das durch die Wolken brach.“ – „Dann hätte es schlimmer kommen können.“ „Eines weiß ich ganz gewiss. Nichts von alledem ist bereits geschehen. Noch ist Ragnaök nichts weiter als ein böser Traum. Du hast recht. Der Möglichkeiten gibt es viele. Noch haben wir es in der Hand, sie zu finden…. Zu ändern, was zu ändern ist.“
Mime lächelt in der Dunkelheit. „Mein einäugiger Freund“, sagt er sanft. „Nie wirst du aufgeben!“ – „Nie!“ ruft Odin und drückt das struppige Riesenhaupt an seine Brust. „Nie!“
So reiten sie wortlos weiter, bis der Morgen graut.

 

Quelle:
Den Text stellte Peter Trouvain vom Forum „Nordische Mythologie“ dankenswerterweise zur Verfügung.
Website: nordische-mythologie.aktiv-forum.com

Quelle: http://www.manfrieds-trelleborg.de/viewpage.php?page_id=239

Gruß an die Legenden der Asen

TA KI