Der Glaube der Kelten


keltenglaube

Die Religion war ein wichtiger Bestandteil der keltischen Kultur. Sie wurde von einer Kaste von Priestern, den Druiden (Indo-Europäisch: dru´= stark, wyd= wissen) verwaltet. Sie hatten die Aufgabe, die Kommunikation zwischen den normalen Leuten und den Göttern zu ermöglichen. Alle religiösen Vorgänge und Riten wurden ausschließlich von den Druiden durchgeführt. Die Kelten waren extrem abergläubisch, und die höchste Strafe war Exkommunikation.

Ursprünglich waren die Druiden die Priester der Jungsteinzeit-Kelten in Westeuropa.

Während der Ausbreitung der Kelten wurde die Druidenreligion von allen Kelten angenommen, und der keltische Glaube wurde von den Druiden gelehrt.

Wer waren diese mystischen Menschen, genannt Druiden?

Da die Religion ein wichtiges Element der sozialen und politischen Struktur war, gab es nur eine Verbindung genannt „Priesterschaft der Druiden“. Diese religiöse Vereinigung setzte sich durch und verband viele keltische Stämme zu einem starken Volk mit ähnlichem Glauben und Gesetzen. Die Druiden formten eine große Glaubensgemeinschaft, welche viele verschiedene und spezielle Funktionen erfüllte.

Es gibt historische Beweise von Druiden in Irland, UK und Gallien. Allerdings haben wir keine eindeutigen Beweise, dass es Druiden in den keltischen Niederlassungen in Spanien, Italien und Gallizien gab.

Die Reisen und Treffen der Druiden stärkten die Einheit der Kelten und stärkten das Gefühl der Zusammengehörigkeit, welches schließlich zur Vereinigung aller keltischen Stämme führte.

Manche Forscher glauben, dass der Drudismus seinen Ursprung in Ländern westlich der keltischen Gebiete hatte. Diese Gelehrten sagten, dass der Druidismus nichts mit den Kelten zu tun habe, sondern mit Menschen, welcher im Westen der keltischen Welt lebten und die Erbauer von megalithischen Gedenkstätten waren. Cäsar sagt uns, dass der Drudismus zuerst in Britannien begann und dass die Druiden aus Gallien für gewöhnlich berühmte Schulen und Heiligtümer in Britannien besuchten.

Die Geschichte zeigt klar genug, dass der Druidismus ein Element des Widerspruchs bei den Römern in Gallien und Britannien und beim Christentum in Irland war. Es war ein feindliches Angreifen in Form von Verfolgung in Gallien und eine Art der Erniedrigung in Irland. (Das zeigt sich beim Krieg der röm. Generälen gegen britische Heiligtümer) Es war offensichtlich, dass der Druidismus ein Element des Widerstandes war, weil er Zusammenhalt erzeugen half und auch geographischen Grenzen und Stammesgrenzen überschritt. Die Kelten glaubten an magische Tätigkeiten, welche jeden Aspekt in ihrem Leben und in Ihrer Umgebung durchdrang. Sie nutzten magische Kräfte um Gutes zu tun. Das erreichte man durch Rituale und Opfer und das Rezitieren alter heiliger Erzählungen.

Die Kelten glaubten auch an ein Leben nach dem Tod oder im Himmel. Die Druiden predigten, dass der Tod nicht das Ende war, sondern ein Übergang vom Leben zu einer höheren Existenz. Der keltische Himmel war ähnlich der Erde, nur sehr viel besser- es gab kein Altern (hence the term tir an o´g – Land der Jugend) kein Unglück und keine Krankheit.

Es war ein Land der immerwährenden Schönheit, besonders ein Land für Frauen wo körperliche Freuden unbeeinträchtigt von Schuld und Sünde waren, wo die Sonne immer schien, die Vögel niemals aufhörten zu singen, und wo es keinen Hunger oder Durst gab, für alle ein nie aufhörender Überfluss. Die Kelten hatten auch eine Vorstellung von Höllen und Unterwelten, welche das (parallel zum Christentum) genaue Gegenteil zum Himmel waren. Alte keltische Folklore beinhaltet, daß Gottheiten Sterblichen von Zeit zu Zeit erscheinen würden und ihnen vom Jenseits erzählen würden, womit Tir inna m Beo – das Land des Lebens, als auch Tri inna m Ban – Land der Frauen gemeint war. Oft heißt es auch Magh Mar (große Einfachheit) oder Tir Mar (großes Land).

Die Kelten, tief religiös, verehrten viele heidnische Gottheiten. Dies blieb auch besonders in Zeiten erhalten, wo das Christentum noch nicht etabliert war oder man sich dagegen erhob.

keltenreligionDie Mystik und Religion der Keltischen Stämme scheint auf den ersten Blick äußerst kompliziert und verworren, wie eines ihrer so kunstfertig gefertigten Schlingmuster, doch dieser Schein trügt. Um sie zu verstehen, müssen wir zunächst eine grundsätzliche Trennung zwischen Glaube und Religion vornehmen und diese für sich betrachten: Der Glaube ist das grundsätzliche Wissen um die Natur und ihre Gesamtbeziehung zu jedem einzelnen Kelten. Er besitzt dafür ein Symbol zur ständigen Erinnerung. Das „Triskell“. Es verkörpert für ihn das Entstehen, das Sein und das Vergehen. Es ist das Zeichen der „Großen Mutter“, der Natur. Also ist es wichtig für den Einzelnen, diesem Lauf zu folgen, seinen Platz innerhalb des Gesamten einzunehmen. Auf der Basis dieses Glaubens verfolgt also jeder seine eigenen Ziele. Da er sich aber, wie alle anderen, an die Gesetze der Natur hält, wird er jenen Platz einnehmen, den die Natur für ihn vorgesehen hat und an dem er wiederum durch dieselben Gesetze geschützt ist. Daraus erklärt sich dann auch der Keltische Schicksalsbegriff. Also baut sich auf der Individualität des Einzelnen das Kollektiv der gesamten Gesellschaft auf. Mit diesen Voraussetzungen braucht man keine religiöse Organisation im Sinne einer „Kirche“, denn jeder geht seinem Glauben höchst persönlich nach, man muss sogar sagen, jeder zeigt seinen Glauben dadurch, dass er am Leben ist und dieses seiner Natur gemäß führt. Der Glaube im Keltischen ist also kein katechistischer, sondern im Gegenteil, eine Lebensführung an und für sich.

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Innerhalb des Ganzen, also der Natur, gibt es Kräfte, die als besonders anzusehen sind, so z.B. Blitz, Feuer, Klang, Heilung usw. . Um mit solchen Kräften umzugehen, bedurften sie Namen; Namen, welche ihnen von den Hütern der Gesetze, den Druiden gegeben wurden. Sie sind nun Hüter, Rächer, Helfer, Führer. Aus ihnen setzt sich die Religion zusammen. Diese Kräfte sind nicht Götzen oder Götter im Griechisch-Hellenistischen Sinne. Dort sind sie eigenständige Wesen außerhalb der Grenzen der Natur, hier sind sie besondere Teile der Natur mit eigenständiger, individualisierter Handlung in deren Rahmen, wie der Mensch selbst. Jene Regeln zu kennen und auszuführen, um mit ihnen zu kommunizieren, sie um Hilfe zu bitten oder gar ihnen zu befehlen, oblagen einzig und allein den Priestern.

die hüterMit dem Wort „Druiden“ werden heute zumeist alte Männer mit langen weißen Haaren und Bärten assoziiert. Von solchen Vorstellungen ist natürlich Abstand zu nehmen. Bei der Betrachtung der Keltischen Hierarchie zeigen sich der Clansmann und Clansfrau, also Siedler, Krieger, Händler, dann die Clansführer und Könige und eben die Druiden, weisen Frauen und Barden und Poeten. Der „Beruf“ des Druiden war also nichts Besonderes, sondern einer unter vielen, eine Betätigung auf einem bestimmten Aufgabengebiet. Allerdings auf einem Aufgabengebiet, das viele Bereiche umfasste: Gesetzeshüter, Berater, Zeremonienmeister, Priester, Landschaftspfleger, Tier- und Pflanzensachkundiger, Seher, Chronist, Schiedsrichter, Lehrer, Geschichtenerzähler und vieles andere. Durch diese vielfältigen Arbeitsgebiete konnte wiederum der Grundsatz, dass jeder das tue, was er am besten kann, eingebracht werden, und so wurde der einzelne Druide je nach Neigung speziell ausgebildet. Damit gliederten sich auch die Druiden in die „Gesellschaft von Spezialisten“ ein. Druide zu werden war Berufung: Der amtierende Druide sah sich die Jungmannen eines Dorfes oder Landstriches an und erkundigte sich über sie. Nach Eignung wählte er dann einen von ihnen als Schüler. So übertrug sich das gehütete Wissen von Generation zu Generation und wuchs mit der Erfahrung jedes einzelnen Druiden.

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Gefunden bei: http://home.arcor.de/silent-whisperers/glaube.htm

Gruß an die Vergangenheit

TA KI

4 Kommentare zu “Der Glaube der Kelten

  1. Da Erhard Landmann behauptet, Germanen hätten nie existiert (?), klammert man sich nun erneut an das Keltentum . „Etwas“ musz doch vor uns hier existiert haben … (und das Germanentum steht ja inzwischen für eine Art „Protonazitum“ – Lachkrämpfe …).
    Dasz aber diese („Neu“- ) Kelten aus Anatolien stammen und darüber hinaus auch noch Griechisch sprachen, ist (für mich wenigstens) absolut neu ! Ich kannte die „Version“ des Harz als Keltenwiege… Na ja, was soll’s … ist doch eh alles ein verwirrendes Chaos heute.
    Da gibt’s sogar einer – sog. „Nordländer“ – der uns Deutsche als Nachkommen der Assyrer betrachtet (basierend auf hundertprozentig britische Quellen – das sagt schon alles !)

  2. Ergänzung:

    Jürgen Rieger fehlt uns sehr. Leider „muszte“ Er „gegangen werden…“ , sein Auftreten war unserem Feind höchstgefährlich !!!

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