Nordische Mythologie


Die Götterwelt der Germanen begründet sich auf drei Geschlechter, die alle aus dem Urchaos Ginnungagap und dem Urrind Audhumbla hervorgingen: Das Geschlecht der Riesen und Ungeheuer, zu denen praktisch alle bösen Wesen gehörten, die auch für Naturkatastrophen verantwortlich gemacht wurden, kam als erstes auf die Welt. Dieses Geschlecht hat die Macht, die Welt zu vernichten. Damit dies nicht passiert, wurden Wanen und Asen geschaffen. Sie halten alles im Gleichgewicht, bis sich das Schicksal der Götter in einem finalen Kampf erfüllt, infolgedessen es zu einem Krieg zwischen Riesen und dem Asen-Wanen-Bund kommt, dem sich die gefallenen Menschenkrieger anschließen und in dem die ganze Welt vernichtet wird, um wiedergeboren zu werden.

Das zweitälteste Geschlecht, die Wanen, wurden als äußerst geschickt, erdgebunden und weise verehrt und lebten ewig, sofern sie nicht erschlagen wurden. Das jüngste Geschlecht, die Asen, galten als äußerst mutig und stark, aber nicht sehr klug, was man auch in der Edda nachlesen kann. Ihr Ewiges Leben verdanken sie einem Trunk, der sie gewissermaßen abhängig von den Wanen machte.

Hauptgott der Asen war Odin, ursprünglich vielleicht Tyr. Hauptgott der Wanen war der Meeresgott Njörd bzw. dessen Zwillingskinder Freyr und Freya. Asen und Wanen fochten einen großen Krieg aus, bei dem die Asen als Sieger hervorgingen, wobei die Wanen weiterhin eine geachtete Stellung innehatten. Beide Geschlechter lebten versöhnt und nebeneinander, bis die Christianisierung der Germanen einsetzte. Daraus ergeben sich auch verschiedene Schöpfungsmythen: so ist sowohl Tyr als auch Odin Schöpfer der ersten Menschen. Odin war ursprünglich der Hauptgott der Westgermanen, wobei er sich nordwärts über ganz Europa verbreitete. Für die Nordgermanen spielte ursprünglich Nerthus eine große Rolle, doch schon früh verschmolz ihr Kriegsgott Wodan mit dem Kriegsgott Odin und wurde so zum Hauptgott. Auch die Ostgermanen übernahmen Odin schließlich als Hauptgott. Daher wird in der Nordgermanischen Religion Odin immer als oberster Gott angesehen.

Odin war ein Gott über alle anderen Götter. Odin war zuvorderst Kriegs- und Todesgott, und erst in zweiter Linie ein Weiser. Der Name „Odin“ leitet sich vom altnordischen Wort „óðr“ her, das „wild, rasend“ bedeutet. Daher war er der Gott der Ekstase und des rasenden Kampfes. Er war nicht ein nordischer, sondern ein gemeingermanischer Gott. Er war auch Hauptgott der Angeln, der Sachsen, die ihn Wodan nannten, was Inschriften bekräftigen. Die Sage um Odin reicht auch weit zurück, denn bereits die Römer wussten, dass die Germanen einen Gott verehrten, der ihrem Mercurius ähnelte. Odin hatte nur ein Auge, das andere hatte er dem Jöten Mime verpfändet, der über den Brunnen der Weisheit am Lebensbaum Yggdrasil gebot, wofür er aus dem Brunnen trinken durfte — er opferte also sein körperliches Auge für ein geistiges, mit dem er Dinge sehen konnte, die anderen verborgen waren. Auch die Magie der Runen hatte er von Mime gelernt. Nach der Völuspá hatte Odin einst den ersten Krieg verursacht: „In die Feinde schleuderte Odin den Speer. Das war der erste Kampf der Völker.“

Gruß an die Geschichte des Nordens

TA KI

5 Kommentare zu “Nordische Mythologie

  1. Mich wüde der geschichtliche Hintergrund interessieren: Woher stammen diese Fabeln, was ist das älteste Schriftstück das wo und von wem verfasst wurde?

    • Es ist nicht leicht dazu Ausgangsquellen zu finden, Vieles wurde über Generationen überliefert- und Vieles liegt in ausländischen Bibliotheken.- Dennoch ist es bemerkenswert daß in vielen alten Überlieferungen, Fabeln, Märchen etc. vor allem im Nordeuropäischem Raum diese Sachen sich ungemein ähneln…

  2. Weiters würde mich interesserieren, wie weit das wörtlich gemeint ist mit den Riesen. Es gab ja mal wirklich Riesen der Urzeit, aber wenn im Endkampf dieselben Riesen genannt werden, kann das ja nicht wörtlich gemeint sein. Und vieles andere auch nicht. Sollen Odin und Thor wirklich gelebt haben? Oder was symbolisieren sie? Woran glauben die Gläubigen der Nordischen Mythologie also wirklich?

    • iCH weiß, daß es in Südamerika noch heute archäologische Funde von übergroßen menschlichen Skletten gibt. In Bayern- in der Nähe von Augsburg wurde in den 80ger Jahren eines der ältesten Allemannengräber bei Bauarbeiten auf einem Bauernhof entdeckt- die Sklette waren über 2,50m – das wiederum sagten mir 4 unabhängige Menschen aus der Region, die in den 80gern zweischen 10 Jahren und 50 Jahren alt waren…Da iCH diese Menschen sehr gut kenne, weiß iCH daß iCH ihnen glauben kann- zumal die damaligen Archäologen, die zeitnah am Fundort eintrafen, (da solche Sachen umgehend gemeldet werden müssen, weil man sich sonst Strafbar macht)- ihnen verboten etwas zu fotografieren

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