Neue Sichtweisen über die GEORGIA GUIDESTONES/NEW VIEWS !


Augen auf „pro domo“
Neue Sichtweisen über die GEORGIA GUIDESTONES/NEW VIEWS !

Ein Thema welches mich nie wirklich beeindrucken konnte, nimmt jetzt interessante Formen an.

DIE GEORGIA GUIDESTONES

Für mich sagen sie anhand meinem angesammelten Wissen durch alte Buchwerke wie auch durch die Bibel,
die indischen Überlieferungen, den Veden, der Edda und noch viele weitere Schriften, etwas gänzlich anderes aus!

Ich denke es geht hier nicht um eine „Menschenreduzierung“!
Es sind auch nicht irgendwelche 10 Gebote der NWO!
Auf keinen Fall diese NWO, die von „Wahrheitssuchenden“ o.ä. mit den USA,
ISrael und der EU in Verbindung gebracht werden!

Die Naturverbundenheit spricht dort auf den Tafeln eine deutliche Sprache!

***Fehlerfreie Rhetorik ,(Vor)lese, Rechtschreibfehler und Übersetzungsfehler natürlich ohne Gewähr***

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Danke an Chembuster 33

Gruß an Dich und Deine Familie

TA KI

Streit um Russland-Sanktionen: EU erpresst Serbien


eu erpresst serbien

Die EU hat Serbien de facto ein Ultimatum gestellt – ein EU-Beitritt Serbiens sei ohne Unterstützung der Sanktionen gegen Russland unmöglich, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

Wie es am Donnerstag aus Belgrad hieß, würde die Koordinierung der Außenpolitik mit Brüssel schrittweise erfolgen – „abhängig von der Phase der Annäherung an die EU“. Sollten sich die Beziehungen zwischen Russland und der EU bis zum Frühjahr nicht verbessern, müsse sich Belgrad den Strafmaßnahmen anschließen, um Finanzhilfen zu bekommen, so serbische Experten.

Das Thema Russland-Sanktionen erörterten der serbische Premier Alexander Vucic und der  neue EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik und Erweiterung, Johannes Hahn, am Donnerstag bei ihrem Treffen in Belgrad. Wie EU-Kommissar Hahn im Interview mit der Belgrader Zeitung „Vecernje Novosti“ („Abendnachrichten“) betonte, ist EU-Beitrittskandidat Serbien rechtlich zu Strafmaßnahmen gegen Moskau verpflichtet. Belgrad müsse seine Verpflichtungen einhalten.

Bislang hat es Serbien geschafft, zwischen dem Westen und Russland zu lavieren. Serbien beteiligte sich nicht an der Abstimmung einer UN-Resolution zur Illegitimität des Krim-Beitritts zu Russland. Belgrad weigerte sich, sich den Sanktionen anzuschließen. Davon profitiert Serbien, weil es jetzt Produkte nach Russland exportiert, die dieses zuvor aus dem Westen importiert hat.

Vucic betonte am Donnerstag erneut, dass Serbien zwar langfristig am geplanten EU-Beitritt festhält und die territoriale Integrität der Ukraine respektiert, jedoch keine Sanktionen gegen Russland verhängt. Ein Tag zuvor sagte er: „Wer entschädigt uns für die Verluste bei der Verhängung von Sanktionen gegen Russland?“.

Die serbische Ministerin für EU-Integration Jadranka Joksimovic betonte hinsichtlich der Forderung, Belgrads Vorgehen mit der EU abzustimmen, dass dies „schrittweise“ erfolgen müsse.

Der serbische Politologe Dusan Janic ist davon überzeugt, dass die EU der serbischen Regierung die erste „gelbe Karte“ gezeigt hat. „Zum ersten Mal wurde uns gesagt, dass zwei Drittel des Außenhandelsumsatzes auf die EU, die diese Kanäle sperren könnte, entfallen“, sagte Janic. Falls Moskau bis März  nicht auf die EU zugeht, müsste sich die serbische Regierung wider Willen den Sanktionen anschließen. Ohne Unterstützung der Sanktionen würde Serbien keine westliche Finanzhilfe bekommen.

In Moskau wird der EU vorgeworfen, Belgrad zu erpressen. Wie der Leiter des Auswärtigen Ausschusses in der Staatsduma (Parlamentsunterhau), Alexej Puschkow, betonte, hat Serbien in der nächsten Zukunft keine Aussicht auf einen EU-Beitritt, selbst wenn es sich den Sanktionen anschließt.

Quelle: http://de.ria.ru/zeitungen/20141121/270054009.html

Gruß an die, die sicht nicht erpressen lassen

TA KI

Die Atommüll-Lagerung ist ein Skandal


atommüll

Deutschland will aus der Atomenergie aussteigen, doch was passiert mit dem Atommüll der abgeschalteten AKWS? Die Menge des atomaren Mülls wurde bis vor kurzem anscheinend noch viel zu niedrig geschätzt. Einen Versuch mit einer Lebenslüge aufzuräumen, so nannte das Bundesumweltministerium die neuen Zahlen. Wie sich diese Zahlen zusammensetzen und was nun geschehen sollte, darüber sprach Bolle Selke mit dem Atomexperten von Greenpeace Heinz Smital.

Mit einem Schlag hat sich der Atommüll in Deutschland auf 600.000 Kubikmeter verdoppelt, wie kam es denn dazu? 

Es ist so, dass Atommüll immer schöngerechnet wurde. Weil man auch der EU-Kommission nächstes Jahr eine Meldung geben muss, wie die Bestandsaufnahme des Atommülls ist, hatte man jetzt ein paar Sachen klar gestellt. Das eine sind einmal die Reststoffe, die bei der Urananreicherung entstehen, das angereicherte Uran, das Abfallprodukt, ist jetzt auch tatsächlich als Atommüll deklariert. Da entstehen hunderttausend Kubikmeter, und seit 2009, hat das Bundesamt für Strahlenschutz, bei der Asse einen Optionenvergleich durchgeführt, und eigentlich die einzige Möglichkeit, dass ganze sicherer zu gestalten, ist dass Ganze heraus zu holen. Auch diesen Atommüll, der dann zusätzlich anfällt, hat man jetzt nach fünf Jahren als Atommüll in die Liste aufgenommen. So entsteht dieser enorme Zuwachs.

Ist denn jetzt der aktuelle Entsorgungsplan für diese Menge überhaupt praktikabel?

Es ist sozusagen mal ein Schritt, dass man einen besseren Überblick hat, was an Atommüll vorhanden ist. Es ist aber immer noch nicht vollständig. Es wird zum Beispiel Atommüll aus den Leistungsreaktoren, die sozusagen aber Versuchsreaktoren waren, noch immer nicht aufgeführt. Hier werden Optionen verfolgt, dass vielleicht auch ins Ausland zu verschicken, was illegal wäre. Die andere Problematik ist, dass das für den schwachen- und mittelradioaktiven Atommüllschacht Konrad angedacht war, der aber für diese Menge nicht genehmigt ist.

Wenn man aber Schacht Konrad für größere Mengen neubewertet, dann stellt sich fest, dass das eigentlich gar nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht. Es ist ja auch ein altes Bergwerk, das man zu einem Endlager umgebaut hat. Es hat sich gezeigt, dass alle diese alten Bergwerke eigentlich viel schneller einstürzen und viel schneller zu Sicherheitsproblemen führen. Das war bei der Asse so, das war auch bei Morsleben so, also da ist noch eine sehr schwierige Situation, die auf uns zukommt.

Haben Sie von Greenpeace denn einen Vorschlag, wie die Bundesregierung am besten damit verfahren sollte?

Ja, Greenpeace hat bereits 2012 einen Vorschlag gemacht, wie man im Prinzip mit dem Atommüll umgehen muss, und der erste Schritt ist erst einmal, die Fehler der Vergangenheit tatsächlich einzugestehen. Es hat keinen Sinn Atommüll einfach nicht in die Listen mit aufzunehmen, denn letztlich ist er ja da, und insofern muss man auch erstmal diese Liste von dem Atommüll vollständig machen, weil danach richten sich ja auch die Kriterien für ein Endlager. Also, je nachdem was für einen Atommüll ich da unterzubringen habe, werde ich auch andere Anforderungen an diese Lager haben.

Der erste Punkt ist diese Listen wirklich vollständig zu machen und nicht schönzurechnen, und der zweite Punkt ist, dass man Gorleben aus diesem Verfahren heraus nehmen muss. Denn bei Gorleben hat man zum Beispiel festgestellt, dass eine notwendige Gebirgsschicht fehlt, nämlich eine wasserundurchlässige Schicht, die dann den Salzstock schützt. Und wenn Gorleben in dem Verfahren bleibt, sind die Gorleben-Befürworter und -Experten dann auf einmal der Meinung, man braucht diese Schicht eigentlich gar nicht.

Solange Gorleben in diesem Verfahren drinnen ist wird man nicht wirklich sachlich über die Anforderungen eines Endlagers sprechen können, sondern es wird sich immer danach ausrichten, was hat man denn bei Gorleben gefunden, und wird die notwendigen Kriterien so lange abschwächen, bis sie auf Gorleben passen.

Gibt es denn noch weitere Mängel bei der Liste? Es gab zum Beispiel auch Meldungen, dass Atommüll-Fässer lecken. 

Ja, das ist im Prinzip ein anderes Problem, jetzt nicht von der Menge her, sondern von der Art und Weise wie das behandelt wird. Es ist tatsächlich ein Skandal, muss man sagen, dass so viele Atommüllfässer durchgerostet und beschädigt sind. In Brunsbüttel ist etwa jedes dritte Fass beschädigt. Mittlerweile hat man etwa 2.000 Fässer, die beschädigt sind, gefunden, das ist sicherlich noch lange nicht die Endsumme, denn viele Fässer lassen sich gar nicht bewerten, die sind sozusagen unzugänglich.

Und wenn man sich jetzt vorstellt, jemand ist verantwortlich für die sichere Lagerung und macht das derartig nachlässig, so jemandem müsste man die Lizenz entziehen, eine Atomanlage zu betreiben. Wenn man sich vorstellt in einem produzierenden Gewerbe, dass jedes dritte Produkt derartig fehlerhaft ist, man würde das nicht weiter dulden. Insofern müsste man wirklich fragen, ist die Zuverlässigkeit der Atomkraftbetreiber noch gewährleistet?

Frankreich ist ja als Hauptproduzent von Kernenergie in der EU bekannt. Wissen Sie, wie der Entsorgungsplan da aussieht? Kann man etwas davon lernen, oder gibt es da ähnliche Probleme?

Also insgesamt ist das Atommüllproblem auf der ganzen Welt nicht gelöst. Es ist schon ein Skandal, dass man Atomkraftwerke jetzt schon 50, 60 Jahre betreibt und immer noch keine Lösung für Atommüll gefunden hat, und dennoch in manchen Ländern weiter auf Atomkraft setzt. Frankreich hat das Problem des Atommülls auch nicht gelöst, die haben eine bisschen andere Unterteilung, da gibt es sozusagen sehr schwach strahlenden Atommüll und Atommüll mit kürzerer Halbwertszeit, also der schneller zerfällt. Mit dem kann man dann etwas anders umgehen, aber letztlich gibt es dort auch keine ordentlich Lösung für den Atommüll.
Quelle: http://german.ruvr.ru/2014_11_19/Die-Lagerung-des-Atommulls-ist-ein-Skandal-6147/

Gruß an die Entsorger

TA KI

 

Offizielle neue Bezeichnung der Morgellons-Krankheit – Somatic Symptom Disorder


Ich wollte wissen, wie die offizielle Bezeichnung für diese Krankheit nach mehrmaliger Änderung eigentlich jetzt lautet und fand den unten stehenden Internet-Eintrag von Dr. Keith Ablow. Er ist Psychiater und Mitglied des „Fox News Medical A.-Team“. Sie finden seine Internet-Anschrift am Ende des Artikels. Die Person des Dr. Ablow ist, nach den Internet-Diskussionen zu urteilen, etwas umstritten. Er zeigt sich gern und viel in der Öffentlichkeit und hat nicht nur Freunde, wohl weil er gelegentlich recht anmaßend sein kann. Aber es ist wie mit Politikern. Den Menschen, der nur reines Vorbild ist und keine Schwächen hat werden wir wohl kaum finden. Meiner Meinung nach hat er das Thema der umstrittenen Krankheitsbezeichnung gut beschrieben. Es sind auf jeden Fall Bestrebungen zu erkennen, die Morgellons-Krankheit so unsichtbar wie möglich zu machen, indem man ein Etikett erfindet, unter dem man sie zusammen mit vielem scheinbar Ähnlichen unterbringen kann. Die Bezeichnung ist so wolkig und unbestimmt, dass man am Ende nicht mehr erkennen kann, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Sie kann auf jeden zutreffen, der sich nach Meinung der Psychologen, Psychiater und Ärzte zuviel mit seiner Krankheit beschäftigt und sich zu viele Sorgen darüber macht. Es ist im Grunde genommen unglaublich. Und leider ist es so, dass sich unsere Fachleute hier weitgehend nach den USA orientieren. Wenn wir also auf eine offizielle Bezeichnung und Anerkennung der Morgellons als einer systemischen Krankheit gehofft haben – diese Hoffnung ist jetzt wohl weiter entfernt als je. Hier ist der Text des Artikels von Dr. Ablow:

„Die fünfte Ausgabe des offiziellen Diagnostik-Handbuches der Psychiatrie, „“Die Diagnostik und das statistische Handbuch (DSM-5)“, ist in Druck gegangen mit einer neuen Diagnose, die leicht Millionen normaler Amerikaner als geistig erkrankt abstempeln könnte. „Somatic Symptom Disorder“ ist eine neues eigenständiges Gebilde, von der uns die American Psychiatric Association glauben machen möchte, dass es existiert. Zur Anwendung dieser Diagnose reicht es, wenn eine Person nur ein einziges körperliches Symptom angibt, das er oder sie als quälend oder für das tägliche Leben als sehr belastend empfindet und dieses mindestens über einen Zeitraum von 6 Monaten. Dazu genügt es, wenn nur eines der folgenden Verhaltenssymptome zutrifft:

a)      Die Person unterhält anhaltende, unverhältnismäßige Ideen über die Ernsthaftigkeit ihrer Symptome.

b)      Die Person berichtet von einem anhaltend hohen Ausmaß an Besorgnis über ihre Krankheitssymptome oder lässt dies erkennen.

c)      Die Person widmet ihren Symptomen oder der Besorgnis über ihre Gesundhheit ein Übermaß an Zeit und Energie.

Wohlgemerkt, Studien der American Psychiatric Association zeigen bereits, dass man 15 Prozent der Leute, die entweder an Krebs oder einem Herzleiden erkrankt sind mit diesem Leiden diagnostizieren würde, außerdem noch 26 Prozent solcher mit Reizdarm oder Fibromyalgie. Obendrein könnte das auch noch für 7 Prozent derjenigen gelten, bei denen es gar keine medizinische Diagnose gibt. Auf einmal haben Sie schon eine psychische Erkrankung, wenn Sie nur auf eine Art über Ihre körperliche Gesundheit besorgt sind die ein Psychologe, Psychiater oder Sozialarbeiter als unverhältnismäßig ansieht. Oder aber Sie sind in den Augen einer psychiatrischen Krankenschwester schon psychisch erkrankt, wenn Sie Ihre körperliche Krankheit selbst behandeln in einer Weise, die ihr übertrieben vorkommt. Oder aber Sie sind psychisch erkrankt, weil Sie eine erste und zweite Meinung über einen komplizierten oder atypischen Fall von Migräne, Darmentzündung oder Sinusitis in Frage stellen. Nicht nur dass dies Menschen stigmatisieren kann, die sich bei einer Erkrankung der Optimierung ihres Gesundheitszustandes mit besonderer Sorgfalt widmen, sondern es kann auch viele davon abbringen, bei unklaren, schwer zu behandelnden oder falsch diagnostizierten Krankheiten nach optimal wirkenden Medikamenten zu suchen, denn bei solch ungenauen diagnostischen Leitlinien ist die Schwelle bis zur Annahme einer psychischen Erkrankung in der Tat sehr niedrig. Die Erfindung dieser neuen diagnostischen Kategorie passt jedoch sehr gut zur Agenda der pharmazeutischen Industrie. Denn nun könnte man behaupten, dass Millionen von Amerikanern, die man jetzt als unter einer Erkrankung psychischen Ursprungs leidend diagnostiziert hat, beruhigende Medikamente gegen ihre Angststörungen benötigen. Und irgendein geschäftstüchtiges Pharmaunternehmen wird zweifelsohne eine Studie auf den Weg bringen, die zeigt dass ihre neue Chemikalie* die Symptome bei den Menschen reduziert, die angeblich unter dieser neuen Krankheit leiden.

Und man wird die Food and Drug Administration bedrängen, diese Chemikalie mit dem „Hinweis“ abzusegnen, dass sie bei der „Somatic Sympton Disorder angewendet werden sollte“. Übrigens ist überhaupt nicht klar, wie sich die Symptome der „Somatic Symptom Disorder“ von denen eines Patienten unterscheiden, der unter Zwangsstörungen leidet.

Und es ist auch nicht klar, wie ein Patient der die Diagnose „Somatic Symptom Disorder“ bekam von einem Arzt behandelt werden könnte, der körperliche Krankheiten heilen soll. Die Bezeichnung kann für ihn leicht nahelegen, dass zur Beschreibung  der körperlichen Symptome des Patienten eine Nachuntersuchung stattfinden sollte, weil diese „in seinem Kopf“ seien.

Eines ist klar: nämlich dass diese neue, von einem Komitee der American Psychiatric Association erfundene Diagnose unzählige Millionen Dollar kosten könnte wenn Menschen, die sich über ihre Gesundheit Sorgen machen in psychiatrischer Behandlung landen, eben weil sie sich Sorgen machen, und die dann Medikamente bekommen, weil sie sich Sorgen machen.

Und in den Fällen, bei denen es sich erweist, dass diese Sorge berechtigt war und das Etikett psychischer Erkrankung leichtfertig benutzt wurde, könnte es sie schlichtweg ihr Leben kosten.“

Dr. Keith Ablow ist Psychiater und Mitglied des Fox News Medical A-Teams. Sie können Dr. Ablow hier erreichenhttp//www.foxnews.com/health/2013/02/14/does-somatic-symptom-disorder-really-exist/mail%20to:info@keithablow.com  

 

*Zu dem Ausdruck „Chemikalie“: Es steht tatsächlich so dort und ich kann es nicht anders übersetzen.

Übersetzung und Copyright: G. Weisse        

 Quelle: http://www.morgellons-faserkrankheit.de/haltung-der-gesundheitsbehoerden-us-und-andere-laender/ein-neuer-name-fuer-die-krankheit.html

Gruß an die Biowaffenhersteller

 

TA KI

Die gefälschten Riesen III.


Kommen wir nun zu einer kurzen Untersuchung des Inhalts jenes, auf den ersten Blick durchaus seriös erscheinenden Internet-Artikels (Biblical Giants Unearthed in Golan Heights?), dessen Text wir im vorigen Teil unseres Beitrags vorgestellt haben. Damit möchten wir vor allem denjenigen unserer Leserinnen und Leser, die sich gerade erst mit dem Problem von Internet-Hoaxes zu beschäftigen beginnen, exemplarisch einige Anregungen zur Überprüfung entsprechender Stories geben – wobei es letztlich keine Rolle spielt, ob es darin um Riesen, UFOs oder andere Themen geht.

Allerdings ist dieses Thema vor allem vor dem Hintergrund der anhaltenden, heftigen ideologischen Kontroverse zwischen Anhängern des Kreationismus und Darwinismus von Interesse.

Dazu stellen wir einleitend die allgemeine Frage in den Raum: Was bewirkt eigentlich, dass dieser Artikel bei unbefangener Betrachtung einen durchaus realistischen Eindruck vermittelt? Die Antwort darauf lässt sich vorwiegend in Hinsicht auf vier wesentliche Aspekte finden:

1) …wie in allen ‚guten‘ Lügengeschichten werden hier Fakten und Fiktion geschickt miteinander verwoben;
2) …Überzeugungskraft aufgrund einer betont sachlichen Darstellungsweise (es wird z.B. nicht mit maßlosen Übertreibungen gearbeitet, die Misstrauen wecken könnten) und der Angabe einer ganzen Reihe überzeugend wirkender Einzelangaben zu den angeblichen Entdeckern sowie zu den Fundumständen;
3) …die darin präsentierte Geschichte wurde zielgerichtet auf die Bedürfnisse und Vorstellungen einer bestimmten Klientel (Leser/innen-Gruppe) hin abgestimmt, deren Angehörige sich daher durch den angeblichen Sachverhalt in ihrer bereits bestehenden Meinung zum Kernthema der Geschichte (hier: a) die Existenz prähistorischer Riesen; b) die Historizität der Bibel) bestätigt fühlen;
4) …vermeintlich authentisches Fotomaterial unterstützt scheinbar beweiskräftig die Glaubhaftigkeit der im Text gemachten Aussagen.
Abb. 2 Das Rujm el-Hiri / Gilgal Refaim stellt in der Tat eine geradezu ideale 'Location' für eine glaubhaft aufgezogene Geschichte über den angeblichen Fund der Überreste von Riesen dar.

Abb. 2 Das Rujm el-Hiri / Gilgal Refaim stellt in der Tat eine geradezu ideale ‚Location‘ für eine glaubhaft aufgezogene Geschichte über den angeblichen Fund der Überreste von Riesen dar.

Was den ersten Punkt betrifft, so können wir feststellen, dass die Existenz der monumentalen Steinkreise von Rujm el-Hiri (hebräisch: Gilgal Refaim) (Abb. 2) auf den – in der Tat zwischen Israel und Syrien umkämpften Golanhöhen – ein weit über Archäologenkreise hinaus bekanntes Faktum ist, und natürlich entspricht es auch den Tatsachen, dass istaelische Archäologen dort langjährige Ausgrabungen vorgenommen haben. Allerdings waren dafür in jüngeren Jahren Wissenschaftler der Hebräischen Universität Jerusalem zuständig, und nicht der Universität Tel Aviv, von der in besagtem Artikel die Rede ist. Dass aber ist ein Faktum, das den meisten Lesern des Beitrags bei worldnewsdailyreport nicht bekannt sein dürfte – und vermutlich wusste es auch der Autor der Story nicht besser, denn sonst hätte er wohl auch in dieser Beziehung den Tatsachen Rechnung getragen. Nur Betrachtern mit entsprechendem Hintergrundwissen werden zudem auch terminologische Unstimmigkeiten in Text auffallen. Warum, muss man sich z.B. fragen, spricht ein istraelischer Archäologe („Tom Yiggur“) überhaupt vom Rujm el-Hiri (Arabisch), und nicht vom Gilgal Refaim (Hebräisch)? Warum verwendet er als Fachmann für jenen Hügel, in welchem angeblich die riesenhaften Skelette entdeckt wurden, den Ausdruck „Mound“, einen Fachbegriff für künstliche Hügel – vorwiegend Hügelgräber – in Nord- und Mittelamerika?

Jedenfalls ist das Rujm el-Hiri/Gilgal Refaim ein bestens ausgewählter, geradezu idealer Schauplatz für eine Schwindel-Story über Riesenfunde, denn natürlich werden viele Menschen, und sicherlich gerade solche Leser/innen, die sich bereits mit dem Thema ‚Riesen‘ – insbesondere mit den Riesen des Orients – befasst haben, von diesem Ort bereits im Zusammenhang mit Betrachtungen über die Möglichkeit kennengelernt haben, dass in Palästina einst riesenhafte Menschenwesen lebten, die auch als Erbauer der Ringanlage auf den Golanhöhen in Frage kommen. Im Grunde genommen lässt sich alles, was im Artikel Biblical Giants Unearthed in Golan Heights? an Hintergrundinformationen zu finden ist, genau so in dem im Jahr 2000 erschienenen Buch „Return of the Giants“ [1] von Barry Chamish nachlesen – nur, dass darin natürlich keine Entdeckungen von Riesenskeletten beschrieben werden.

Abb. 3 Mit solchen digitalen Fotomontagen, die Spezimen von gänzlich absurder Größe darstellen, wie etwa dieses "Riesenskelett aus Saudiarabien", lassen sich sicher nur ganz besonders naive Zeitgenossen hinter's Licht führen. Im vorliegenden Fall der "Riesen von den Golanhöhen" wurde weitaus geschickter vorgegangen.

Abb. 3 Mit solchen digitalen Fotomontagen, die Spezimen von gänzlich absurder Größe darstellen, wie etwa dieses „Riesenskelett aus Saudiarabien“, lassen sich sicher nur ganz besonders naive Zeitgenossen hinter’s Licht führen. Im vorliegenden Fall der „Riesen von den Golanhöhen“ wurde weitaus geschickter vorgegangen.

Bezüglich des zweiten Punktes unserer Liste ist zunächst festzuhalten: Besondere Skepsis bei Berichten – speziell im Internet – ist immer dann angebracht, wenn, zwar von eine angebliche Beteiligung von Wissenschaftlern an irgendwelchen Ereignissen (Beobachtungen, Enteckungen und Funde usw.) die Rede ist, aber keine Namen und Institutionen genannt werden, was von Fakern übrigens häufig ganz bewusst so gehandhabt wird, um eine Überprüfung ihrer entsprechenden Angaben zu erschweren oder unmöglich zu machen.

In dieser Hinsicht wirkt die vorliegende Story zunächst völlig unverdächtig. Immerhin werden hier die Namen des „‚Chef-Archäologen“ – Tom Yiggur – und des „Leiter[s] der Abteilung für Biblische Studien an der Universität Tel-Aviv“ – Guntar Web – genannt, und auch die Schilderung der behaupteten Entdeckung sowie der Fundumstände ist so realistisch, dass die Geschichte – so, wie sie dort steht – eigentlich auch in einem populärwissenschaftlichen Magazin zu finden sein könnte, was allerdings durchaus nicht der Fall ist. Genau damit stoßen wir nun auf ein wesentliches Prüfkriterium, unter dessen Berücksichtigung bei den Lesern spätestens alle Alarmklingeln und -sirenen zu schrillen beginnen sollten: Wieso, bittesehr, wird solch ein ‚Sensationsfund‘ weder irgendwo in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, in populärwissenschaftlichen Publikationen, oder auch in der Boulevard-Presse gemeldet, sondern praktisch nur von einigen ‚Szene‘-Blogs und -Webseiten, vor allem mit bibelfundamenalistischem Anstrich? [2]

Derartige Entdeckungen werden eben totgeschwiegen, oder aber in den Mainstream-Medien unterdrückt„, werden manche Leser dieses Beitrags nun vermutlich antworten, aber das ist definitiv zu kurz gegriffen. Wer im vorliegenden Fall Vertuschung vermutet, sollte immerhin einmal gründlich darüber nachdenken, warum nicht eine einzige der einschlägigen, establishmentkritischen (!) Grenzwissenschafts-Publikationen über diese ‚Sensation‘ berichtet hat, und warum keiner der versierten Riesenforscher auf internationaler Ebene – z.B. Micah Ewers, Jim Vieira, Chris Lesley, Ferdinand Speidel, Antonello Lupino oder Terje Dahl – diese Geschichte auch nur mit einer winzigen Randnotiz bedacht hat. Ganz einfach deshalb, weil alle genannten Forscher, aber auch erfahrene Redakteure grenzwissenschaftlicher Medien zunächst einmal Recherchen anstellen, bevor sie eine solche Story für ‚bare Münze‘ nehmen! Und wer sich bezüglich der angeblichen ‚Riesenfunde von den Golanhöhen‘ die Mühe macht, mit Hilfe gängiger Suchmaschinen ein wenig im Web herumzustöbern, wird schon bald ernüchtert abwinken.

Abb. 4 Guntar Web lässt grüßen! Würde man im angelsächsischen Sprachraum lancieren, dieses - natürlich ebenfalls gefakte - Bild zeige den angeblichen israelischen Wissenschaftler mit seinem Hund Massel neben einem weiteren, in der Negev-Wüste entdeckten Riesenskelett, dann würde diese 'Information' mit Sicherheit ebenfalls ungeprüft auf diversen Webseiten und Blogs kolportiert.

Abb. 4 Guntar Web lässt grüßen! Würde man im angelsächsischen Sprachraum lancieren, dieses – natürlich ebenfalls gefakte – Bild zeige den angeblichen israelischen Wissenschaftler mit seinem Hund Massel neben einem weiteren, in der Negev-Wüste entdeckten Riesenskelett, dann würde diese ‚Information‘ mit Sicherheit ebenfalls ungeprüft auf diversen Webseiten und Blogs kolportiert.

Sehr schnell stellt sich dann nämlich heraus, dass es sich bei „Tom Yiggur“ und „Guntar Web„, den beiden Protagonisten dieser Schwindel-Story, um personnages imaginaires handelt, also um fiktive, erfundene Personen. Weder bei der Universität Tel Aviv, noch sonstwo lassen sich irgendwelche Spuren von ihnen finden, und gerade, was den angeblichen Senior-Wissenschaftler Guntar Web betrifft, der ja „seit über vier Jahrzehnten auf diesem Gebiet tätig gewesen„, sein soll, müssten sich doch irgendwelche von ihm veröffentlichten Papiere, universitäre Verweise und Würdigungen, oder andere Interviews mit ihm aufstöbern lassen. Auch, was irgendwelche Grabungen im Jahr 2014 unter Leitung dieser Universität betrifft: Fehlanzeige auf ganzer Linie!

Warum aber nehmen viele Leserinnen und Leser solch eine Überprüfung gar nicht erst vor, sondern glauben einfach, was sie in derartigen Stories aufgetischt bekommen? Neben den bereits beschriebenen Aspekten der ‚Zubereitung‘ eines glaubhaften Hoax kommt hier – und nun sind wir beim dritten Punkt unserer Liste angekommen – die Tatsache zum Tragen, dass diese Story ganz gezielt so konzipiert wurde, dass sie Menschen anspricht, die ohnehin schon von der vormaligen Existenz von Riesen, speziell im Nahen Osten, überzeugt sind.

Sie wendet sich zudem an ein Publikum, das sich vor allem an Glaubenskriterien orientiert und ein kritisch distanziertes oder ablehnendes Verhältnis zur so genannten Schulwissenschaft hat – dies wird z.B. durch die im konventionellen Wissenschaftsjournalismus völlig unübliche Verwendung des Ausdrucks „Mainstream-Archäologie“ im Text deutlich. Dieses Publikum wird nicht nur durch die im Text gelieferte Bestätigung der eigenen Position angesprochen (also: „es hat tatsächlich Riesen gegeben, wie es in den heiligen Schriften steht…“), sondern zusätzlich auch durch die Befriedigung verschaffende Suggestion, die überraschte ‚Gegenseite‘ (also die ‚Mainstream-Archäologie‘) sehe sich nun auch gewissermaßen zum Eingeständnis ihres Irrtums genötigt (Zitat ‚Tom Yiggur‘: „Es ist eindeutig ein unerwarteter Fund„).

Abb. 5 Der legendäre Kampf von David gegen Goliath, über den das Alte Testament berichtet. Für viele Menschen stellen moderne Stories über Riesenfunde im Nahen und Mittleren Osten vor allem eine Bestätigung für die Richtigkeit von Berichten über die Riesen der Vorzeit in 'Heiligen Büchern', wie der Bibel und dem Koran dar.

Abb. 5 Der legendäre Kampf von David gegen Goliath, über den das Alte Testament berichtet. Für viele Menschen stellen moderne Stories über Riesenfunde im Nahen und Mittleren Osten vor allem eine Bestätigung für die Richtigkeit von Berichten über die Riesen der Vorzeit in ‚Heiligen Büchern‘, wie der Bibel und dem Koran dar.

Nun ja, ‚fake-historisch‘ gesehen, kommt es durchaus nicht unerwartet, dass in Palästina wieder einmal Überreste biblischer Giganten entdeckt worden sein sollen. Letztlich ist diese Story ja auch nur eine Art Aufguss der Geschichte von den angeblichen ‚Riesenfunden‘, die dem Archäologen Jonathan N. Tubb mit einem Team des Britischen Museums in den späten 1980er Jahren bei Tell es-Sa’idiyeh, ca. 45 Kilometer südlich vom See Genezareth, gelungen sein sollen, und die auch heute noch durch’s Internet geistern. [3] Immerhin: Jonathan Tubb gibt es – im Gegensatz zu ‚Tom Yiggur‘ & ‚Guntar Web‘ – wirklich, und auch die Ausgrabungen bei Tell es-Sa‘idiyeh haben tatsächlich stattgefunden. Nur Riesen gab es dort keine [4], und die Märchenerzähler der 1980er Jahre mussten seinerzeit auch noch ohne ‚Photoshop-Beweise‘ operieren.

Da wir uns hier jedenfalls, was den aktuellen Riesen-Hoax auf worldnewsdailyreport.com betrifft, nicht mehr näher mit dem oben angeführten vierten Punkt befassen müssen (was von der ‚Riesen-Fotographie‘ in diesem Beitrag zu halten ist, haben wir ja bereits im vorausgegangenen Teil unseres Beitrags gezeigt), können wir nun noch anhand eines weiteren Fallbeispiels etwas näher auf die Zielgruppe eingehen, auf die derartige ‚Riesen-Eulenspiegeleien‘ vorwiegend zugeschnitten sind. Über diese hartnäckige Falschmeldung und ihre Adressaten bemerkte seinerzeit Alex Boese, ‚Kurator‘ des virtuellen „Museum of Hoaxes“, sie bediene „den Wunsch der Menschen nach Geheimnissen und ihrem Wunsch, religiöse Legenden konkret bestätigt zu sehen“. [5] Das ist eine Feststellung, die wohl Allgemeingütigkeit besitzen dürfte, was das gesamte Genre der Riesenfund-Falschmeldungen betrifft. Gerade der nachfolgend geschilderte Fall, der sich vor ca. zehn Jahren ereignet hat, belegt sehr anschaulich, wie sehr gerade Glaubenskriterien und Hintergrund-Überzeugungen beim Umgang mit ‚photoshop-gestützten‘ Riesen-Hoaxes ins Spiel kommen.

2004 berichtete Dr. Richard Paley (Abb. 6, links), seines Zeichens Pastor sowie „teacher of Divinity and Theobiology“ – ein bibeltreuer Christ – seiner Internet-Gemeinde in der von ihm betreuten Kolumne „Creation Science News“ bei objectiveministries.org über den Fund eines Riesenskeletts in der Arabischen Wüste. Dabei gab er auch seine Quelle für diese Geschichte an (die später unter Verweis auf ihn u.a. auch hier auftaucht) und erklärte:

Abb. 6 Dr. Richard Paley (links) kolportierte 2004 in gutem Glauben den 'Riesen-Hoax' über einen angeblichen Skelett-Fund auf der Arabischen Halbinsel (rechts), bei dessen Verbreitung einmal mehr auch IronKites preisgekrönter Photoshop-Riese (Mitte) eine Rolle spielte.

Abb. 6 Dr. Richard Paley (links) kolportierte 2004 in gutem Glauben den ‚Riesen-Hoax‘ über einen angeblichen Skelett-Fund auf der Arabischen Halbinsel (rechts), bei dessen Verbreitung einmal mehr auch IronKites preisgekrönter Photoshop-Riese (Mitte) eine Rolle spielte.

Eine Moslem-Zeitung in Bangladesch berichtet, dass skelettale Überreste eines Riesen von Erdöl-Suchern der ARAMCO in Saudiarabien gefunden wurden. Diese Überbleibsel liefern konkrete Beweise für die historische Existenz der Nephilim, die in der Genesis 6:4 als einer der Stämme Kanaans beschrieben werden, [und] Nachkommen von Menschen und Engeln waren. Leider hat das saudische Militär die Kontrolle über die Ausgrabungsstätte übernommen, und es gibt dort nur eingeschränkten Zugang für ARAMCO-Personal. Das Theobiologische Department der Fellowship University hat versucht, in Kontakt mit Saudi-Offiziellen zu treten, um ihnen die Unterstützung durch unsere geübten Außendienstmitarbeiter der Creation Science anzubieten, doch wir sind nur auf offizielle Dementis gestoßen. Ich fürchte, dass die muslimische Regierung versucht, die Entdeckung zu vertuschen, da sie bestimmten Fehlinterpretationen der Schöpfung im Koran widerspricht.[6]

Abb. 7 Im Koran, dem heiligen Buch der Musline, ist in der Tat an insgesamt 14 Stellen vom riesenhaften vorzeitlichen Volk der 'Ad' die Rede.

Abb. 7 Im Koran, dem heiligen Buch der Musline, ist in der Tat an insgesamt 14 Stellen vom riesenhaften vorzeitlichen Volk der ‚Ad‚ die Rede.

Hier nur eine kurze Zwischenbemerkung zum letzten Satz: Aus Sicht ‚weltlicher‘ Riesenforschung, die sich natürlich auch – aber völlig religions- und konfessionsneutral – mit der Darstellung vor- und frühgeschichtlicher Riesen in altertümlichen religiösen Schriften – z.B. dem Alten Testament und dem Koran (Abb. 7) – befasst, macht Dr. Paleys Auslassung zu einer vermuteten Vertuschungsaktion durch muslimische Behörden keinen Sinn. Vielmehr würden gläubige Muslime es – ebenso wie Christen – sicher sehr begrüßen, wenn im Nahen und Mittleren Osten tatsächlich Überreste von Riesen entdeckt würden. Immerhin wäre dies auch eine Bestätigung für die vormalige Existenz des riesenhaften Volkes der ‚Ad‘, die im Koran an insgesamt 14 Stellen erwähnt werden, und wie es dort heißt von Allah aufgrund ihrer Überheblichkeit vernichtet wurden. Mit strittigen Auslegungsfragen zur Schöpfungsgeschichte hat der hier behandelte Vorgang rein gar nichts zu tun.

In der Folge erhielt Dr. Paley jedenfalls diverse Hinweise darauf, dass es sich bei dieser Geschichte um eine ‚Presseente‘ handelte, wobei insbesondere das ‚Beweisfoto‘ der Zeitung aus Bangladesch in Frage gestellt wurde, bei dem es sich – man höre und staune! – um das uns nun schon bestens bekannte Kunstwerk von IronKite aud dem Worth1000-Wettbewerb handelte. [7] Auch Dr. Paley räumt ein, „von Anfang an skeptisch bezüglich dieses Fotos“ in besagtem Zeitungsbericht gewesen zu sein, denn, „das darin abgebildete Skelett würde zu einem mindestens 100 Fuß [30,48 m; d.Ü.] großen Mann gehört haben, was eindeutig absurd ist und nicht durch die [Heilige] Schrift gstützt wird.“ [8]

Abb. 8 Hier das angeblich 'authentische' Foto des saudischen Riesenskeletts, das Dr. Paley von einem Informanten zugesandt wurde

Abb. 8 Hier das angeblich ‚authentische‘ Foto des saudischen Riesenskeletts, das Dr. Paley von einem Informanten zugesandt wurde

Die nur allzu begründeten Warnungen seiner Leser sowie die Feststellung, dass das Foto eindeutig eine Fälschung sein müsse, konnten Dr. Paley allerdings nicht davon abbringen, die Geschichte weiter für wahr zu halten, und er fand alsbald auch eine Erklärung für das Zustandekommen der unzweifelhaften Bildfälschung als Illustration: „Ich glaube jetzt, dass das manipulierte Foto der Geschichte vorsätzlich dem Bericht beigefügt und via e-Mail von Evolutionisten als eine Art Agitprop verbreitet wurde, konzipiert, um die biblische Wissenschaft schlecht aussehen zu lassen, wenn das Foto schließlich als Hoax entlarvt würde.[9]

Doch nun flatterten dem aufrechten Gottesmann, wie er umgehend mitteilte, weitere ‚Beweise‘ für die Authentizität des so hinterhältig in Misskredit gebrachten, angeblich für die Christenheit bedeutsamen Fundes ins Haus: „Dann, just heute morgen, erhielt ich eine e-Mail von einer Person in der saudischen Öl-Industrie, welche verständlicher Weise ungenannt zu bleiben wünscht. Er teilte mir mit, dass er als Techniker (nicht als Geologe) in dem Team arbeite, welches das Skelett gefunden habe, und er bestätigte viel von den Gerüchten über den Vorfall. Das Skelett war in der Tat das eines riesigen Menschen und es gab eine Vertuschung durch die Polizei.

Dann berichtete er, dass er es im Bewusstsein der Bedeutung dessen, was er mitbekam, schaffte, heimlich eines der Fotos, welche an der Ausgrabungs-Stätte gemacht wurden, von einer Digicam auf sein Laptop zu kopieren, kurz bevor die Polizei kam und alle Kameras konfiszierte. Er ist kürzlich, dank unseres gemeinsamen Missionars-Freundes, zum Christentum konvertiert und er hat Angst vor den Mutawwa’in, doch er möchte, dass die Welt die Wahrheit darüber sieht, was in der Wüste entdeckt wurde, und so fügte er das Foto von jenem schicksalhaften Tag bei.(Abb. 8) [10]

Abb. 9 ... und hier das vom MAP bei seinen Recherchen entdeckte Originalfoto des Abu Dabi Islands Archeological Survey (ADIAS), das im Jahr 1981 veröffentlicht wurde

Abb. 9 … und hier das vom MAP bei seinen Recherchen entdeckte Originalfoto des Abu Dabi Islands Archeological Survey (ADIAS), das im Jahr 1981 veröffentlicht wurde

Sehr interessant ist zu guter Letzt auch Dr. Paleys ‚bibelwissenschaftliche‘ Interpretation dieses Fotos, die wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten wollen: „Wie Sie sehen können, ist das Skelett auf diesem Foto von realistischerer Größe – ich schätze, dass er oder sie aufrecht stehend zwischen 15 und 20 Fuß [ca. 4,60 m und 6,10 m; d.Ü.] groß war – und mit dem übereinstimmt, was wir aus der Bibelforschung erwarten dürfen. [11] Die Verwitterung darauf passt zu der Beschreibung des Technikers, dass der Schädel ursprünglich teilweise von den Winden freigelegt aufgefunden wurde, und der Ausdruck des Entsetzens auf seinem Gesicht steht in Übereinstimmung mit seiner plötzlichen Verschüttung durch die Flut, zusammen mit der Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit. (Ich weiß nicht, wer der Mensch ist, welcher die Ausgrabung vornimmt, doch ich bezweifle, dass er für ARAMCO arbeitet. Allerdings ist es wohl das Beste, keine Nachforschungen zu seiner Identität anzustellen, da dies ihn oder seine Familie in Gefahr bringen könnte.)“ [12]

Womöglich hätten aber genau diese Nachforschungen Dr. Paley davor bewahrt, einem wirklich dreisten Betrüger ‚auf den Leim‘ zu gehen, denn wie sich inzwischen nachweisen lässt, handelt es sich bei dem angeblich authentischen ‚Riesenfoto‘ aus Saudiarabien ebenfalls um einen Photoshop-Fake. Auch hier sind wir den Rechercheuren des Mars Analyse Projekts (MAP) zu Dank verpflichtet, denen es gelungen ist, eine digitale Version des Original-Fotos (Abb. 9) aufzustöbern, das bereits 1981 veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei, wie das MAP erläutert [13], um eine Aufnahme, die während der Ausgrabung des Kieferknochens eines ca. 6 Millionen Jahre alten Hippopotamus-Schädels (Hexaprotodon sahabiensis) gemacht wurde. Veröffentlicht wurde das Bild im Rahmen einer offiziellen Pressemeldung des Abu Dabi Islands Archeological Survey (ADIAS). [14]

Wenn aber das Foto eindeutig gefälscht ist, das Dr. Paley von seinem ‚Informanten‘ zugespielt bekam, der angeblich Augenzeuge der ‚Ausgrabung‘ war, und das Bild persönlich „von einer Digicam auf sein Laptop“ überspielt haben will, dann muss die ganze rührselige Geschichte des zum Christentum konvertierten arabischen Technikers – wie sagt man so schön? – ‚erstunken und erlogen‘ sein. Somit hat sich hier einmal mehr gezeigt, dass Glaube ein in die Irre führendes Erkenntnis-Kriterium ist, wenn es um wissenschaftliche Probleme geht; und das strittige – seitens der Schulwissenschaft nach wie vor ignorierte – Problem der vorzeitlichen Riesen ist mit Sicherheit wissenschaftlicher Natur und keine Glaubensangelegenheit.

Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Barry Chamish, „Return of the Giants„, Sun Lakes (Blue Star Productions), AZ, 2000; sowie: Israel (Modiin House) / Lulu.com, 2006
  2. Anmerkung: Die vergleichsweise geringe Verbreitung dieses Hoax im Internet – fast immer mit Bezugnahme auf die selbe Quelle (worldnewsdailyreport.com) – ist recht erstaunlich. Hier ein paar der englischsprachigen Webseiten und Foren, die sie kolportieren: o.A., „Biblical Giants Unearthed in Golan Heights„, bei: Godssecret’s Weblog — „Biblical Giants Unearthed in Golan Heights„, bei Godlike ProductionsBRIAN AND GILLY GEMMELL, „BIBLICAL GIANTS UNEARTHED IN GOLAN HEIGHTS“, SENT TO ME BY MY GOOD FRIEND BARRY CHAMISH“ —
  3. Siehe etwa: Chris Parker, „Footsteps of Goliath – Giants in Those Days„, 1. Aug. 2005, bei: The s8intcom Blogger – A Biblical Perspective on Science, Without Apology!Lisa Ward, „Did Goliath really exist?„, 9. Aug. 2005, bei Liberal Common Senseo.A., „The Nephilim and Rephaim – The Progeny of the Rebellion„, bei firstlegend.infoo.A., „The Nephilim Enigma„, bei Calling Yisrael
  4. Anmerkung: In einigen Quellen heißt es, das größte der dort entdeckten Skelette habe eine Höhe von 1,95 m Meter aufgewiesen. Siehe z.B.: o.A., „GOLIATH„, Nov. 2005, bei: INVESTIGATOR MAGAZINE ; siehe auch: hier (beide abgerufen: 20. Okt. 2014)
  5. Quelle: o.A., „Das Foto vom »Riesen-Skelett« ist eine Internet-Ente„, 2. April 2014, bei: Pravda TV (abgerufen 21. Okt. 2014)
  6. Quelle: Quelle: Dr. Richard Paley, „Giant Human Skeleton Found In Saudi Arabia„, 13. Mai 2004, bei: objectiveministries.org (abgerufen: 17. Okt. 2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Red Anmerkung: Bisweilen wurden im Zusammenhang mit diesem damals häufig kolportierten Hoax auch andere Photoshop-Kollagen überdimensionaler ‚Scheinriesen‘ verwendet. Siehe z.B. oben (Abb. 3).
  8. Quelle: Dr. Richard Paley, „Arabian Giant Skeleton Update: Hoax Warning And New Developments„, 02.08.2004, bei: objectiveministries.org (abgerufen: 17. Okt. 2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de); red. Anmerkung: Von Dr. Paleys alles andere als vorurteilsfreiem Verhältnis zu Muslimen und mangelhaften Koran-Kenntnissen zeugt auch seine folgende Randnotiz: „Muslime sind leider anfällig für diese Art von Narrtei, da sie sich auf den Koran verlassen, der viel an unkorrekter Information enthält, armselig abgekupfert von Gottes wahrem Wort: der Bibel.“ Der bibelfundamentalistische Pastor scheint den Koran jedenfalls selbst nicht gelesen zu haben, da dort im Zusammenhang mit den Riesen der Vorzeit nirgendwo etwas von „100 Fuß Größe“ zu finden ist!
  9. Quelle: Dr. Richard Paley, op. cit. (2. Aug. 2004)
  10. Quelle: Dr. Richard Paley, „Arabian Giant Skeleton Update: Hoax Warning And New Developments„, 02.08.2004, bei: objectiveministries.org (abgerufen: 17. Okt. 2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  11. Anmerkung: Was wir gegebenenfalls im Rahmen polydisziplinärer Riesenforschung erwarten dürfen, sind nach derzeitigem Erkenntnisstand skelettale Überreste von Riesen mit einer vormaligen Körpergröße zwischen 2,10 m und 3,50 m (zu letzterem Format siehe: „Der Riese von Castelnau„), mit einem geringen Toleranzbereich nach oben. Das anatomisch mögliche Maximum dürfte mit einiger Sicherheit bei nicht mehr als ca. vier Meter Größe liegen. Fünf oder sechs Meter große – oder noch gigantischere – Menschen kann es aus physiologischen Gründen nicht gegeben haben.
  12. Quelle: Dr. Richard Paley, op. cit. (2. Aug. 2004)
  13. Siehe: MAP, Beispiel für eine manipulierte Aufnahme bzgl. einer Entdeckung eines Riesenskeletts – Stichwort: „Nephilim“, bei: photobucket.com (abgerufen: 21. Okt. 2014)
  14. Anmerkung: Seinerzeit erschien das Foto bei: ADIAS Press releases and Related Press coverage

Bild-Quellen:

1) Charlie Hintz, „Smithsonian Giant Skeleton Conspiracy„, 2. August 2013, bei: Cult of Weird – Museum of Oddities and Obscurities
2) אסף.צ bei: Wikimedia Commons, unter: File:Gilgal Refa’im – Rujm el-Hiri.JPG
3) http://www.bibliotecapleyades.net/sumer_anunnaki/anunnaki/anu_11.htm
4) Hoax-Slayer, unter: Giant Skeleton Hoax
5) John P. Pratt, unter: The Timing of David and Solomon’s Reigns
6) Links: Creation Science News; Mitte: Bildarchiv Atlantisforschung.de; rechts: Hautala bei Wikimedia Commons, unter: File:Arabian Peninsula dust SeaWiFS.jpg
7) Sandstein bei: Wikimedia Commons, unter: File:Opened Qur’an.jpg
8) Mars Analyse Projekt, unter: Beispiel für eine manipulierte Aufnahme bzgl. einer Entdeckung eines Riesenskeletts – Stichwort: „Nephilim“, bei: photobucket.com
9) ebd.

Quelle: http://atlantisforschung.de/index.php?title=Die_gef%C3%A4lschten_Riesen_-_Teil_III

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TA KI