Der Irak-Krieg – Es begann mit einer Lüge


352780-wariraqAuch nach über elf Jahren ist der Irak immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Wie auch? Die USA und ihre Verbündeten überfielen den Irak, rissen sich die Rohstoffe unter den Nagel und überliessen das Land seinem Schicksal. Doch wie hat der brutale Raubkrieg überhaupt passieren können? Mit einer inszenierten Lüge, einer simplen PR-Kampagne der Bush-Regierung, die rund einer Million Menschen das Leben gekostet hat.

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Der+Irak+Krieg+Es+begann+mit+einer+Luege+de+/630135/detail.html

Gruß an das irakische Volk

TA KI

Kremlchef Putin reist in die Türkei – Treffen mit Erdogan


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Kremlchef Wladimir Putin will bei einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Ankara vorantreiben.

Bei dem Arbeitsbesuch Putins am 1. Dezember in der Türkei gehe es um die weitere Kooperation beim Handel und in Energiefragen, teilte der Kreml am Montag mit. Dazu sollten mehrere Abkommen unterzeichnet werden, hieß es. Details waren zunächst nicht bekannt.

Die Türkei ist für Russland unter anderem ein wichtiger Gaskunde. Putin hatte die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Türkei zuletzt als «strategisch» wichtig bezeichnet. Er erwarte bei dem Treffen Fortschritte.

Der Kremlchef bemüht sich angesichts westlicher Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise verstärkt um Allianzen außerhalb der Europäischen Union. Laut Kremlangaben will Putin mit Erdogan auch eine Reihe internationaler Fragen erörtern.

Quelle: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/271499-kremlchef-putin-reist-in-die-t%C3%BCrkei-treffen-mit-erdogan

Gruß an die Gesprächsteilnehmer

TA KI

Lettlands Regierungschefin: Keine Waffenlieferungen an Kiew


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Lettland wird laut Regierungschefin Laimdota Straujuma nicht dem Beispiel Litauens folgen und keine Waffen an die Ukraine liefern.

„Lettland wird die Ukraine anders unterstützen“, sagte sie am Dienstag im lettischen Fernsehsender LTV. „Ich denke, dass die ukrainischen Streitkräfte eine Reform brauchen. Deshalb organisieren wir Bildungsseminare für Fachleute und liefern humanitäre Hilfe.“

Zuvor hatte die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite Russland im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine als „Terrorstaat“ bezeichnet und zur Unterstützung Kiews – darunter auch zur militärischen Hilfe – aufgerufen. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko teilte mit, dass er mit Grybauskaite unter anderem die Lieferung von „Waffenelementen“ vereinbart habe.

Aus dem russischen Außenamt verlautete dazu, dass solche Erklärungen die Suche nach einer Lösung der Ukraine-Krise erschweren. Einige litauische Politiker äußerten ihre Bestürzung über Grybaiskaites Anschuldigungen gegen Russland und forderten diese auf, pragmatische Beziehungen mit Moskau zu gestalten.

Quelle: http://de.ria.ru/politics/20141125/270074878.html

Gruß an die  Lakeien der USRaelischen Weltkriegstreiber- überlegt euch die Konsequenzen gut

TA KI

Die Welt hat sich verändert, Russland wird seine Chance nicht vergeben


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Auf der in Moskau durchgeführten Versammlung des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik teilte der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, seine Überlegungen über die Wege zur Deeskalation der internationalen Spannung mit. Wie der Minister meinte, zeichne sich die russische außenpolitische Linie durch Zurückhaltung und Standhaftigkeit aus, obwohl diese Position bei Moskaus geopolitischen Konkurrenten kein Verständnis finde.

Sergej Lawrow erklärte, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dem Augenblick der Wahrheit nähern würden: „Entweder kehren wir zur echten Partnerschaft zurück oder wir beginnen ‚Töpfe zu zerschlagen‘“. Lawrow meint, der Westen habe versucht, Russland zu zwingen, die Erniedrigung der Russen und Russischsprachigen in der Ukraine zu schlucken. Im Grunde genommen hat Europa seine eigenen Prinzipien eines demokratischen Machtwechsels mit Füßen getreten, als es die ukrainischen Extremisten unterstützte.

Nun steckt die westliche Lobby der ukrainischen „Kriegspartei“ Knüppel in das Rad des Friedensprozesses, da die stabile und kalkulierbare Ukraine für die Autoren der Doktrin einer Zügelung Russlands uninteressant ist. Der erste Prorektor der Finanzuniversität bei der Regierung der Russischen Föderation, Konstantin Simonow, sagt hierzu Folgendes:

„Man hat das Gefühl, dass viele Länder des Westens nicht sehr an einer friedlichen Regelung interessiert sind. Ich habe das Gefühl, dass Amerika will, dass sich die Ukraine in ein ‚giftiges‘ Land verwandelt, das für Russland riesige Probleme schaffen wird. Aber was die EU betrifft, so ist das wirklich das einzige Szenario, um die Situation zu normalisieren, dass sich die Europäische Union aus der transatlantischen Abhängigkeit befreit.

Der Grund für die Unselbständigkeit Europas liegt nicht in der philosophischen, sondern in der ökonomischen Ebene. Die USA sind für Europa ein riesiger Absatzmarkt. Die USA wenden äußerst sensible Maßnahmen zur Einwirkung auf die europäischen Unternehmen an. Eine klassische Geschichte ist die gigantisch hohe Strafe, die einer französischen Bank auferlegt wurde, welche gegen das Sanktionsregime verstoßen hatte. Und obwohl diese Sache Russland nicht berührte, ist allen klar, dass die Amerikaner in der heutigen Situation mit den Europäern, die eine Zusammenarbeit mit Russland anstreben, in ähnlicher Weise verfahren werden.

In Wirklichkeit sollte Europa etwas weitsichtiger sein. Die Amerikaner treiben die Europäer in eine Falle. Und das bedeutet für Europa in der Perspektive nichts Gutes.“

Sergej Lawrow merkte an, dass die Führer der westlichen Länder absichtlich Sanktionen verhängen, um die nationale Wirtschaft Russlands zu zerstören und somit Massenproteste zu provozieren. „Der Westen will einen Regimewechsel, das wird von niemandem verneint“, erklärte Lawrow.

Das Positive an der entstandenen Situation ist, dass alles an seinen Platz rückte, und dass alle Kalkulationen, die den Handlungen des Westens zugrunde liegen, nun unter der deklarierten Bereitschaft zum Aufbau eines gemeinsamen euroatlantischen Raumes und einer Sicherheitsgemeinschaft, eines gemeinsamen europäischen Hauses hervorgetreten sind. Russlands Aufgabe besteht heute nicht nur darin, sich über die Vergangenheit klar zu werden, sondern auch darin, einen klaren Kurs für die Zukunft abzustecken.

Wie Minister Lawrow meint, verändert sich die Welt: Wie schon so oft erreichen irgendjemandes Einfluss und Stärke einen Höhepunkt, dann aber lösen jene, die sich schneller und effektiver entwickeln, die müde gewordenen Führer ab. Der Westen sollte die Geschichte studieren und von den Realitäten ausgehen. Das Verhältnis zwischen den Ambitionen der USA und ihren realen Möglichkeiten habe sich heute verändert, und das bedeutet, dass für Russland eine Chance aufgetaucht sei, stellte Außenminister Lawrow fest.
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Quelle: http://german.ruvr.ru/2014_11_24/Die-Welt-hat-sich-verandert-Russland-wird-seine-Chance-nicht-vergeben-2101/

Gruß an die Russen

TA KI

 

Nanotoxikologie:


Wechselwirkungen zwischen Nano-Material und biologischen Systemen

Die Inhaltsbeschreibung dieses Buches, herausgegeben von Yuliang Zhao und Hari Singh Nalwa klingt sehr interessant. Es wurde zwar schon im Jahr 2006 veröffentlicht, umso bemerkenswerter ist es, dass damals schon sehr viel über die Auswirkungen der Nanotechnologie bekannt war. Bei dem Preis von 399.- amerikanischen Dollar wird keiner unserer Leser es kaufen wollen. Wir setzen die Besprechung einfach deswegen hierher, weil wir der Meinung sind, dass entgegen allen anderen Behauptungen doch etwas an diesen Risiken und Wechselwirkungen dran sein muß, wenn sich Wissenschaftler an so eine umfangreiche und zeitaufwändige Studie begeben.

Hier also die Empfehlung sowie die Inhaltsbeschreibung:

 Die Empfehlung lautet wie folgt:

 „Dieses Buch ist eine Quelle wertvoller Referenzen für Wissenschaftler, in der Forschung arbeitende Fachleute, die in R&D-Labors beschäftigt sind, Studenten, Universitäts-und und Fachschulprofessoren die auf dem Gebiet der Nanotoxikologie arbeiten. Es handelt sich um ein äußerst aktives Forschungsgebiet im Zusammenhang mit den möglichen toxikologischen Auswirkungen sowie der Risiko- und Sicherheitsbewertung von Materialien mit Nanostrukturen auf die menschliche Gesundheit. Das Buch spricht eine breite Leserschicht von Menschen an, die auf den folgenden Gebieten arbeiten: In der Toxikologie, Chemie, den Materialwissenschaften, der Umweltforschung, Physik, Technik,  der industriellen Toxikologie, Krebsforschung, Zellbiologie, in der Gesundheitsforschung, der chemischen und der Molekularbiologie, Bio-Informatik, Pharmakologie, Nanomedizin oder der auf Nanomaterialien basierenden Überwachung von therapeutischen Drogen, pharmazeutischen und kosmetischen Produkten und biologischen Wissenschaften.

 

Beschreibung

Aufgrund der rapiden Entwicklung der Nanotechnologie und ihrer Anwendungen wird heute eine große Anzahl nanostrukturierter Materialien in Handelswaren, pharmazeutischen, kosmetischen und biomedizinischen Produkten sowie in der Industrie verwendet. Während Material in Nanogröße mehr neuartige und einzigartige chemisch-physikalische Eigenschaften aufweist als unverarbeitetes Grundmaterial, so hat es auch eine unvorhersehbare Auswirkung auf die menschliche Gesundheit.  Die Tatsache, dass Nanomaterial in den menschlichen Körper hinein gelangt und dort Wechselwirkungen hervorruft hat bei der Wissenschaft nicht nur eine intensive Neugier geweckt, sondern auch  in der Öffentlichkeit, bei den Nanomaterial verarbeitenden Industrien, in der akademischen Welt und weltweit bei allen Regierungen zu wachsender Besorgnis geführt.

„Nanotoxicology” ist das erste Fachbuch auf diesem multidisciplinarischen Gebiet, das all diese Gesichtspunkte behandelt und damit die Wissenslücke füllt, die bei den Risiken der Nanotechnologie, den Auswirkungen von Nanomaterial auf den menschlichen Körper, seinen Wechselwirkungen mit den biologischen Systemen sowie der Erfassung dieser Risiken besteht. Das Buch befasst sich in 16 kritischen Kapiteln mit allen Hauptaspekten der Risiken, die beim Kontakt mit Nanomaterial bestehen.

Außerdem fasst der Buchtext alle toxikologischen Auswirkungen und biologischen Eigenschaften (in vitro sowie in vivo) einer großen Vielfalt der vom Menschen strukturierten Nano-Materialien zusammen wie: Metallische Nanoteilchen, Metalloxyd-Nanoteilchen, Dendrimer, Quantumpunkte, Nanocluster, Nanokristalle, Nanodrähte, Fullerene, Fulleren-Derivate,  einwandige und mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Russ, Nano-Beschichtungen, funktionalisierte Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Polymer-Nanoteilchen, Nano-Medizin und anderes. Zusätzlich zur ausführlichen Behandlung der toxikologischen Aspekte der Erkennung, Identifizierung und Quantifizierung der Gefahren, die beim menschlichen Kontakt mit den verschiedenen Typen von Nanomaterial während der Herstellung und der Anwendung entstehen beschreibt das Buch auch die möglichen medizinischen und therapeutischen Vorteile des Nanomaterials bei der klinische Diagnose, der Anwendung von Medikamenten, der Behandlung von Krankheiten und den physiologischen und immunologischen Mechanismen.  „Nanotoxicology“ hat das Ziel, einer großen Leserschaft die neuesten Informationen bezüglich des Potentials toxikologischer Auswirkungen, der Erfassung der Risiken und der Sicherheitsbewertung von nanostrukturiertem Material hinsichtlich der menschlichen Gesundheit anzubieten. Diese Leserschaft soll diejenigen einschließen, die auf den Gebieten der Nano-Wissenschaft und der Nanotechnologie, der Biologie, Toxikologie, in der Chemie, der Biochemie, in den medizinischen Wissenschaften,  im Gesundheitswesen, bei der Standardisierung der Nanotechnologie (Nano-Sicherheits-Standard) tätig sind, aber ebenso auch für diejenigen, die mit der Entwicklung eines Regelwerks in den Regierungsstellen und den Industrieunternehmen der Nanotechnik befasst sind. Das Buch bietet auch Besonderheiten, die es für denjenigen Durchschnitts-leser nützlich machen, der sich für die gesundheitlichen Seiten des Nanomaterials und eine sichere Nanotechnologie interessiert.  Besonders einzigartig und wertvoll sind die Strategien des Buches, die sich mit der Verminderung oder Beseitung der nanotoxiko-logischen Auswirkungen befassen und einer multidisziplinären Methodik zum Testen aller Materialien auf Nanoskala zur Bewertung ihrer vorhandenen Möglichkeiten beim Kontakt mit dem Menschen. „

Jeder aufmerksame Beobachter der neuen Wissenschaften und der aus ihnen entwickelten Technologien weiß inzwischen, dass die Risikoforschung heutzutage fast immer ganz hintenan gestellt wird. Sie hält einfach den Erfolg zu sehr auf.  Das wird seinen Preis haben.  Das weiß man auch – aber es ist ein wenig wie beim Klimaschutz.  Die Menschheit weiß, was sie tun müßte, ist aber nicht fähig, verstandesgemäß zu handeln.

 

G.W.

Quelle: http://www.morgellons-faserkrankheit.de/forschungsergebnisse-hypothesen/nanotoxikologie.html

Gruß an die, die der Schöpfung verpflichtet sind

TA KI

Ludki – Die Zwerge der Niederlausitz


von Heinrich Bauer (1954)

(Abb. 1) Die Slawenburg Raddusch in der Niederlausitz, dem ehemaligen Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi, den Zeitgenossen der alten 'Ludki'.

(Abb. 1) Die Slawenburg Raddusch in der Niederlausitz, dem ehemaligen Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi, den Zeitgenossen der alten ‚Ludki‘.

Nur abseits des großen Verkehrs konnte sich in der Mark das wendische Volksleben mit seinen Besonderheiten an Tracht und Sitte erhalten. […] Noch reiner erkennbar ist wendisches Wesen aus den Liedern der Spreewaldbewohner, an deren Erhaltung die deutschen Forscher Haupt und Schmaler mit ihrer Sammlung ein großes Verdienst haben, und an den Sagen der Wenden. Die größte Rolle spielen darin die Ludki oder Lütchen der Niederlausitz, eins der seltsamsten Beispiele, wie ein auf abgeschlossener Sprachinsel lebender Volksteil alle Überlieferungen seiner Geschichte, den Glauben an Naturgewalten und die unausgesprochenen Hoffnungen und Wünsche der Gegenwart in einer ganzen Sagenwelt zusammenfaßt. Auch hier hat die „Brandenburgia“ (Bd.II, 1893/94) wertvolles Material bereitgestellt.

Die Lütchen, die Lieblinge in der Vorstellungswelt des wendischen Volkes, sind bei aller Kleinheit von kräftiger Figur und mit roten Jacken und Mützen bekleidet. So freundlich und teilnehmend am Menschengeschick sie sind, so böse können sie sein, wenn ihnen Unrecht geschieht oder sie verspottet werden. Läuft irgendwo unter den meist stattlichen Wenden ein kleines oder verkrüppeltes Menschenwesen herum, dann ist das sicher die Folge davon, daß es selbst oder einer seiner Eltern über die kleine Gestalt der Lütchen gespottet hat.

Scheu und zurückgezogen leben sie, immer Mann und Frau beieinander, in Erdwohnungen, Erdbudiken (Budiken von slaw. budka = die Hütte). In der an alten Überlieferungen reichen Gegend zwischen Spremberg, Muskau und Hoyerswerda hat W. v. Schulenburg, der Gewährsmann der „Brandenburgia“, noch selbst derartige Lütchenlöcher (lüdkowe doly) gesehen. Aus ihnen kamen die Lütchen erst in der Dämmerung hervor. Verkehrten sie im nächsten Wendendorf mit den Menschen, dann stets nur in einer Familie.

Auch zu den Vorfahren der auf dem Schloßberg zu Burg im Oberspreewald lebenden Bauersleuten namens Laschki kamen früher die Lütchen. Als Laschki eines Tages einen hölzernen Staketzaun um seinen Hof herum stehen hat, bleiben die Lütchen von ferne stehen. Die Laschki fragen erstaunt ihre alten Freunde, warum sie nicht näherkommen; da antworten die kleinen Erdmenschen, die die weißen Pfahlspitzen für die fletschenden Zähne der von ihnen seit je ganz besonders gefürchteten Hunde halten: Sie drohen uns mit den Zähnen und werden uns beißen.

Die Lütchen waren menschenscheu und wollten von den Menschen mit den wenigen Ausnahmen derer, die sie selber gelegentlich aufsuchten, nicht belästigt werden. Vor allem aber fürchteten sie die Kirchenglocken, die ihnen viel zu laut brausten. Sie nannten sie brumbaki, und Brumbak nennt man noch heute in der Niederlausitz die summende Hummel, den brummenden Käfer und andere Brummer. Als die Kirchenglocken in der Nähe der Lütchen erklangen, da sind sie vor Schrecken in ihr Geschirr gekrochen und darin bald gestorben. Als die Werbensche Kirche, eine der ältesten Niederlausitzer, gebaut wurde, liefen die Lütchen in den Bergen hinter dem Dorf rings zusammen und sagten: „Net fort, net musymy fort, net pridu te brumbaki.“ – „nur fort, jetzt müssen wir fort, jetzt kommen die Brumbaki.“

Auf dem ehrwürdigen Schloßberg von Burg aber sangen die Lütchen traurig, als die Kirchen in ihre Nähe kamen: „Te brumbaki lagu do sweta / My musymy neto ze sweta“, Die Brumbaken kommen in die Welt, / wir müssen jetzund aus der Welt. Dann sind sie wirklich verschwunden, aber nicht alle — dort, wo keine Glocken hinkommen, sollen noch welche leben. Sie waren auch die ersten Menschen im Lande, die te peresje, denn sie waren keine christlichen Wesen, sondern Heiden.

Im Wendischen heißen diese seltsamen Wesen lüdki, eine Verkleinerungsform des slawischen Wortes lüd, das Volk. Das würde also bedeuten: das kleine Volk, die kleinen Leute, wie die Zwerge auch im Deutschen genannt werden. Dies lüdki, in der Einzahl lüd oder lüt, würde unserem Althochdeutschen liut entsprechen. Der aus England stammende Geschichtsschreiber Ordericus Vitalis berichtet, daß unter den Liutizen die germanischen Gottheiten Wodan, Thor und Freya verehrt wurden. Schulenburg meint daher in der „Brandenburgia“ (II, 52), daß ein Teil dieser Markbevölkerung in wendischer Zeit aus Germanen bestanden habe, die ihr Volkstum bewahrt hatten, obwohl sie ihre politische Selbständigkeit an die damals fast ganz Norddeutschland erfüllenden Wenden verloren hatten.

Jedenfalls sind es die Wenden gewesen, welche die sagenhafte Erinnerung an die Lütchen lebendig bewahrt haben. Ein gutes Teil dieser Überlieferung ist frommer Ahnendienst, den die wendischen Niederlausitzer ihren vermeintlichen Vorfahren darbringen. Sie sind ihnen die Vorfahren der Familie und gleichzeitig die Schutzgeister des Hauses, denen man Verehrung zollt und Opfer darbringt. Das Brötchen, das sie bei ihren Menschenfreunden zum Dank hinterlassen, erinnert an die Geschenke, die in manchen alten deutschen Herrenhäusern der Ahnherr als glücksbringenden Talisman für die kommenden Geschlechter hinterließ.

Zugleich sind die Lütchen auch die Geister der Toten, die noch heute die Lebenden als sichtbare und unsichtbare Geister umgeben. Nach lausitzischer Überlieferung haben die Lütchen auf vielen vorgeschichtlichen Friedhöfen mit Brandgräbern gehaust und dort ihr Geschirr für die Menschen hinterlassen. Zum Jahresende kommen sie zu einer Art Totenfest in die Stuben, wärmen sich auf der Ofenbank, singen und beten und kehren mit dem letzten Glockenschlag wieder in ihre Gräber zurück.

Die Behausung der Lütchen für ihre Lebenden, ihre Toten und die Erdgeister mit ihren zahllosen Gängen und Kammern, die die Bevölkerung der Niederlausitz überall kennt, sind vorgeschichtliche Grabanlagen. Denn mit den Lütchen verbunden ist die Erinnerung an ein untergegangenes Volk. Die Niederlausitzer selbst bezeichnen sie als die „Eingeborenen vor diesen“, d.h. vor den Wenden – vor dem wendischen Einbruch aber haben die Germanen die Mark besiedelt, und germanisch sind die Funde jener frühgeschichtlichen Gräber, in denen die Lütchen ihre Gefäße hinterließen.

Damit zusammen hängt jener andere Teil der Überlieferung, daß die Lütchen keine christlichen, sondern heidnische Leute waren. Wie die Lütchen vor Kirchen oder Kirchenglocken zurückwichen und ihren Klang nicht hören konnten, so wich die heidnische Bevölkerung Germaniens vor dem andringenden Christentum zurück. Hier mischen sich wohl Erinnerungen der vor den christlichen Siedlern, Klöstern und Rittern zurückweichenden Wenden mit dem Zurückweichen heidnischer Germanenstämme, vor allem der Sachsen, vor den christlichen Frankenheeren Karls.

Durch die vielerlei Klänge der Lütchensage hindurch aber hören wir Heutigen den tiefen Unterton der Trauer um eine untergegangene Welt, in der ein unverbildeter Mensch im Einklang mit den Gesetzen der Natur und in schlichteren Daseinsformen glücklicher lebte als in der modernen Gegenwart, die mit Auto und Flugzeug, Rundfunk und Film, Wohnkasernen und Sportpalästen Himmel und Erde erobert zu haben meint und doch das Beste: die Seele des Menschen und die Harmonie einer im Einklang mit allen sichtbaren und unsichtbaren Mächten lebenden Welt verloren hat. In diesem Sinne ist die Sage von jenen grauen, im Innern der Erde scheu sich verbergenden Wesen in der wendischen Lausitz nicht nur Überlieferung eines aussterbenden Volksstammes, sondern die Tragödie des Menschen der Gegenwart, der sich in einer Stunde der Einkehr auf ein verlorenes Paradies besinnt.

 

Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Heinrich Bauer wurde seinem Buch „Die Mark Brandenburg – Geschichte einer deutschen Landschaft“ entnommen (S.39/44-47), das 1954 im Fritz Haller Verlag, Berlin-Grunewald, erschienen ist.

Bild-Quelle

(1) KODEKS, der deutschen Slavistik-Server, unter: Kodeks-Server: Slawische Altertümer in Deutschland – Slawenburg Raddusch (Niederlausitz), 2. Hälfte 9. Jh.

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Quelle: http://atlantisforschung.de/index.php?title=Ludki_-_Die_Zwerge_der_Niederlausitz

Gruß an die Zwerge

TA KI