Der Samstagsfilm: Der Räuber Hotzenplotz


Eines Tages raubt der mit einer Pfefferpistole und sieben Messern bewaffnete Räuber Hotzenplotz die Kaffeemühle von Kasperls Großmutter. Die von Kasperl und seinem besten Freund Seppel selbst erfundene Kaffeemühle spielt beim Kurbeln Großmutters Lieblingslied „Alles neu macht der Mai“. Da der ob des Raubes herbeigerufene Wachtmeister Dimpfelmoser nicht in der Lage ist, den Räuber zu fassen, entschließen sich Kasperl und Seppel, selbst den Räuber aufzuspüren. Ihr Versuch schlägt fehl, und sie geraten nun selbst in die Gefangenschaft von Hotzenplotz. Die beiden Freunde hatten aber zuvor ihre Hüte getauscht, weshalb der Räuber glaubt, dass Kasperl der Seppel sei und umgekehrt. Er verkauft den vermeintlichen Seppel (also Kasperl) an den großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann, der ihn zum Kartoffelschälen verwendet (denn der Zauberer kann alles zaubern, nur nicht die Schalen von den Kartoffeln entfernen), während Seppel, als Kasperl verkleidet, für den Räuber in der Höhle arbeiten muss. Doch Zwackelmann findet einige Zeit später heraus, dass Kasperl und Seppel ihre Identitäten vertauscht hatten, welches Hotzenplotz energisch abstreitet. Es kommt schließlich zu einem kleinen Handgemenge, das der Zauberer für sich entscheiden kann. Zwackelmann verwandelt den Räuber Hotzenplotz infolgedessen in einen Gimpel und sperrt ihn in einen Käfig.

Als Zwackelmann eines Tages einen Kollegen in Buxtehude besucht, kommt Kasperl hinter das Geheimnis des bösen Zauberers. Beim Untersuchen des Schlosses findet er einen Pfuhl, in dem die Fee Amaryllis gefangen gehalten wird. Sie gibt ihm den entscheidenden Tipp zum Verlassen des Schlosses. Der Zauberer hatte einst die gute Fee Amaryllis in eine Unke verwandelt. Doch Kasperl gelingt es, ihr rechtzeitig das Feenkraut zu bringen, das auf der geheimnisvollen Hohen Heide unter einer alten Wetterfichte wächst. Damit gelingt es, den Zauber aufzuheben und die Unke wieder in die Fee Amaryllis zurückzuverwandeln. Aus Schreck fällt der böse Zauberer in den Unkenpfuhl und stirbt. Nach dem Verlassen des Schlosses lässt die Fee dieses vollständig einstürzen. Nun sind beide Freunde ebenfalls befreit.

Die Fee schenkt Kasperl und Seppel zum Dank einen Wunschring, mit dem sie drei Wünsche frei haben. Auf dem Weg nach Hause wünschen sie sich Großmutters Kaffeemühle herbei, beschaffen eine neue Zipfelmütze für Kasperl und verwandeln schließlich im Büro des Wachtmeisters den Räuber Hotzenplotz, den sie als Gimpel in seinem Käfig aus der Räuberhöhle mitgenommen haben, wieder in einen Menschen zurück.

Gruß an die Märchenfreunde

TA KI

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Henker: Verbrechen oder Arbeit?


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Das Mittelalter-Traktat „Hexenhammer“ ist dadurch bekannt, dass es die Inquisition unter anderem mit fertigen Foltermethoden ausstattete. Deren Rechtmäßigkeit gewährleistete die Bulle „Summis desiderantes affectibus“ („In unserem sehnlichsten Wunsche“) von Papst Innozenz VIII., die diesem finsteren Buch als Vorwort diente.

Was hat sich geändert? „In der modernen Welt kann es für solche Handlungen und unmenschliche Folterungen keinerlei Rechtfertigungen geben“ – so reagierte der afghanische Präsident Ashraf Ghani auf die Herausgabe des Senatsberichts über Foltermethoden der CIA.

Nicht unbedingt. Im letzten Jahresbericht des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag werden auch Mitarbeiter der afghanischen Sicherheitsbehörden und amerikanische Soldaten in diesem Land ähnlicher Handlungen verdächtigt.

Dianne Feinstein, die Leiterin des Ausschusses für die Nachrichtendienste, die den „Folterbericht“ vorgelegt hatte, bezeichnete die Handlungen der CIA als „schwarzen Fleck auf unseren Werten und unserer Geschichte“. Es gab gleich mehrere Flecke. Wer in Amerika wird sich daran machen, sie zu entfernen?

Wer auch immer, nur kein Gericht. In dem Bericht heißt es zum Beispiel, dass das CIA-Programm „Festnahme und Verhör“ der Position der USA in der Welt erheblichen Schaden und finanzielle und andere Verluste zugefügt habe. Aber dieses Programm ist längst beendet. Menschenrechtler behaupten, der Senatsbericht sichere ein Ausmaß an neuen Informationen, das ausreicht, um Strafverfahren wiederaufzunehmen. Gegen wen? Statt der Namen von Geheimdienst-Mitarbeitern sind in dem Bericht deren Pseudonyme angeführt, und keiner hat vor, diese bekanntzumachen.

Mit den Geheimagenten ist alles klar. Aber vielleicht wird der Internationale Strafgerichtshof strenger mit den amerikanischen Militärs umgehen? Kaum. Angefangen damit, dass zum Beispiel alle Nato-Mitgliedsstaaten, die in den Krieg in Afghanistan involviert sind, sich weigern, dem Internationalen Strafgerichtshof bei der Untersuchung solcher Fälle zu helfen. Zweitens spricht der Internationale Strafgerichtshof nicht selbst Recht, sondern leitet Klagen an die entsprechenden Länder weiter. Und dort werden eigene Kriegsverbrecher sehr selten bestraft. So wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums Großbritanniens 2012 nur acht von 126 Klagen über Verbrechen britischer Soldaten gegen Zivilisten in Afghanistan, die seit Januar 2005 begangen worden waren, vor Gericht gebracht.

Die Briten haben auch im Irak viele Schmutzspuren hinterlassen. Anfang 2014 hatte der Internationale Strafgerichtshof 85 Klagen wegen systematischer Folterungen von mehr als 500 Irakern an britische Gerichte weitergeleitet. Am 17. September bekam der Internationale Strafgerichtshof Informationen über weitere 372 Fälle von grausamem Umgang mit Gefangenen. Das Ergebnis ist die gemächliche Behandlung weniger aufsehenerregender Verbrechen.

Mit den Amerikanern sieht die Lage noch schlechter aus. Richard Bennett, Regionaldirektor von Amnesty International, hatte im August erklärt: „Bei keiner einzigen Klage, die wir behandelt haben, wurden amerikanische Soldaten zur Verantwortung gezogen. Fakten über mögliche Kriegsverbrechen und illegitime Tötungen wurden offensichtlich ignoriert.“

Aber selbst wenn es dem Internationalen Strafgerichtshof gelingen sollte, die amerikanischen Gerichte dazu zu zwingen, sich mit dem Umgang von amerikanischen Militärs mit verhafteten Afghanen und Irakern zu befassen, endet alles bei einer ganz einfachen Sache – in den USA werden Folterungen nicht als Folterungen angesehen. Genauso wie praktisch alle Verhörmethoden der CIA, einschließlich Ertränken, vom US-Justizministerium sanktioniert wurden, hatten auch die Militärs ihren „Hexenhammer“ – eine vom Oberkommando abgesegnete Instruktion zur Führung von Verhören.

Vielleicht ist das alles tatsächlich Vergangenheit. Aber die amerikanischen Militärs haben auch für die Zukunft verlässliche Ablassbriefe für alle nur möglichen Sünden. Zum Beispiel die bilaterale Vereinbarung mit Afghanistan im Sicherheitsbereich. Interessant ist, dass die USA gleich nach der Unterzeichnung erklärten, sie würden ihrem in Afghanistan verbleibenden Kontingent an Instrukteuren und Beratern eine kleine Kräftegruppe für Sonderoperationen „zur Fortsetzung des Kampfes gegen die al-Qaida“ beifügen.

Der afghanische Präsident Afghanistans kam Fragen zu diesem Thema zuvor und sagte: „Basierend auf der bilateralen Vereinbarung mit den USA im Sicherheitsbereich wird niemand nach Ende dieses Jahres, also in 21 Tagen, Gefangene nehmen oder Gefängnisse in Afghanistan einrichten können.“ Bleibt hinzuzufügen, dass niemand die Einhaltung dieser Bedingungen kontrollieren können wird. So steht es in der Vereinbarung.
Quelle: http://german.ruvr.ru/2014_12_12/Henker-Verbrechen-oder-Arbeit-7619/

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Gruß an die Inquisitoren, eure Tage sind gezählt

TA KI

Die Uros- kamen aus dem All


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Quelle: http://www.matrix3000.de/fileadmin/user_upload/documents/Pages_from_matrix3000_Mystery2013-Uros.pdf

Gruß an die Ungläubigen

TA KI

Der amerikanische Historiker William Blum: „Die Vereinigten Staaten sind die größte Bedrohung für den Weltfrieden“


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Das Onlinemagazin „Algerienpatriotique“ führte ein interessantes kurzes Interview mit dem amerikanischen Historiker Willam Blum durch, im dem er die offizielle amerikanische Politik anprangerte. Der Historiker sagte u.a. „Die Vereinigten Staaten sind die größte Bedrohung für den Weltfrieden“ und „meine Bücher wurden noch nie in den Mainstream-Medien erwähnt“. 

Algeriepatriotique: Was sind die tatsächlichen offenbarten Auswirkungen des Spionagefalls von Edward Snowden?

William Blum: Sprechen Sie nur den Kern oder alle Offenbarungen Snowdens an? Im Allgemeinen haben seine Offenbarungen zu einer starken Skepsis der Amerikaner über ihre guten Absichten hinsichtlich der amerikanischen Regierung geführt. Dies ist äußerst wichtig, weil die Vereinigten Staaten die größte Bedrohung für den Weltfrieden, den Wohlstand und die Umwelt darstellen. Nur die Amerikaner haben die Macht, dieses Imperum zu stoppen, dafür müssen sie aber ihre bisherige fest-verwurzelte Überzeugung, dass die Vereinigten Staaten gut sind, aufgeben.

Algeriepatriotique: Sie schrieb ein Buch über CIA-Beteiligung in vielen Konflikten. Was in Syrien geschieht, ist es nicht ein Krieg der CIA ?

William Blum: Dies ist ein weiterer Krieg des amerikanischen Imperiums. Die CIA ist nur ein Teil dieses Imperiums und ist bei jedem Aspekt des Engagements der Vereinigten Staaten in Syrien beteiligt, insbesondere bei der Förderung und Unterstützung der Rebellen.

Algeriepatriotique: Die amerikanische öffentliche Meinung ist gegen einen Angriff auf Syrien, glauben Sie, dass die Befürworter des Krieges endgültig gescheitert sind?

William Blum: Das Ziel der Befürworter des Krieges ist es, Assad zu stürzen und ihn durch jemanden zu ersetzen, der ein zuverlässiger Verbündeter des „Heiligen Triumvirat“ USA-EU-NATO sein soll. Wir wissen noch nicht, ob dieser Plan scheitern wird.

Algeriepatriotique: Sie haben die Möglichkeit, ihre Meinung in den großen amerikanischen Medien zum Ausdruck zu bringen?

William Blum: Ich scheibe ziemlich oft in den alternativen Medien, Publikationen, TV, Radio, Internet, aber fast nie in den Mainstream-Medien. Meine Bücher wurden nie in den Mainstream-Medien erwähnt.

Algeriepatriotique: Können Sie uns ein wenig über Ihrem neuesten Buch sagen?

William Blum: Es ist eine Sammlung von meinen Schriften, neue und alte, die sich hauptsächlich mit der amerikanischen Außenpolitik beschäftigen, aben auch auf vielen anderen Fragen eingehen, wie Abtreibung, Marihuana, Bevölkerungskontrolle, Kapitalismus, Patriotismus, etc..

Das Interview wurde von Mohsen Abdelmoumen durchgeführt.

Biographie von William Blum
Geboren 1933, ist William Blum ein Schriftsteller, Historiker und unabhängiger amerikanischer Journalist, der in den Vereinigten Staaten, Europa und Lateinamerika gearbeitet hat. Er gründete die Washington Free Press, die erste alternative Zeitung, in dem er ein Werk über die CIA veröffentlichte und die Namen und Adressen von rund 200 Mitarbeitern dieser Agentur enthüllte. Er erhielt die Auszeichnung „vorbildlicher Journalismus“ nach er einen Artikel darüber schrieb, wie in den 1980er Jahren, die Vereinigten Staaten den Irak allen Möglichkeiten gaben, chemische und biologische Waffen zu entwickeln, die später gegen die eigene Bevölkrung und gegen den Iran einsetzte. William Blum ist der Autor mehrerer Bücher, darunter Der Schurkenstaat (Paragon, 2002), Les Guerres scélérates (Paragon, 2004) und Mythen von Empire (Aden). (übertragen ins Deutsche, Quelle algeriepatriotique.com)

Quelle: http://www.algerien-heute.com/politik/1408-der-amerikanische-historiker-william-blum-qdie-vereinigten-staaten-sind-die-groesste-bedrohung-fuer-den-friedenq.html

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Danker an Denise

Gruß an die, die die Wahrheit aussprechen

TA KI

Truso, das „Atlantis des Nordens“


Truso

 

Truso, auch als „Atlantis des Nordens“ bezeichnet, war im 9. Jahrhundert ein altpreußischer Ort im Weichseldelta am Frischen Haff bzw. der Ostsee. Er lag unweit der Stelle, an der der damalige Weichselarm Nogat in eine Bucht des Frischen Haffes mündete. Diese Bucht entspricht dem heutigen Druzno (Drausensee, preußisch Drusin), der durch Verlandung vom Haff abgetrennt wurde.

 

Wulfstan

 

Der Wikinger Wulfstan segelte im Jahr 890 im Auftrage des angelsächsischen Königs Alfreds des Großen die Ostsee entlang nach Witland zum baltischen Handelsplatz Truso. Von diesem Ort wusste man nur, dass dort mit Schweden Handel getrieben wurde. Wulfstan schilderte seine Fahrtenroute. Er fuhr von Haithabu bei Schleswig sieben Tage und Nächte unter Segel bei westlichen Winden. Auf Steuerbordseite lag das Wendland. Damit sind Mecklenburg und Pommern gemeint. An Backbord passierte er die Inseln Langeland, Laaland und Falster sowie das Land Schonen, das zu Dänemark gehörte. Dann änderte er seinen Kurs, so dass Bornholm auf der Backbordseite zu sehen war. Wulfstan war hier schon öfter nach Gotland gefahren, dann hatte er aber Bornholm immer auf Steuerbordseite umfahren, so dass er bald die Küste von Blekinge und der Insel Öland sah, die zu Schweden gehörten. Dieses Mal fuhr er aber an der wendländischen pommerschen Küste entlang bis zur Weichselmündung. Der Weichselstrom trennt das Wendland von Widland, das den Prussen gehörte. Die Weichsel kommt aus dem Wendland und fließt in den Ost-Binnensee, das Frische Haff. Wulfstan überquerte das Frische Haff und fuhr zur Elbingmündung. Das waren nach seinen Angaben 22,5km. Im östlichen Teil des westlichen Frischen Haffes kommt der Elbingfluß aus einem See, an dessen Gestaden Truso liegt. Die ganze Fahrt von Schleswig bis Truso war 770 km lang. Das macht eine durchschnittliche Segelstrecke von110 km pro Tag. Wulfstans Reisebericht ist die einzige Überlieferung aus jener Zeit. Die Wikinger gründeten damals von ihrer Heimat Skandinavien aus eine Reihe von Handelsplätzen und Stützpunkten an der Ostseeküste zwischen Haithabu und dem Ladogasee. In Ostpreußen war das Truso, daneben aber auch Wiskiauten bei Cranz und Linkuhnen in der Memelniederung. Der Bericht aus dem Jahre 890 über Wulfstans Fahrt nach Truso wird im britischen Museum in London aufbewahrt.

 

Der Name

 

Die Namensbedeutung des preußischen Handelsort Truso geht vermutlich auf die idg. Wurzel „dreu-/ dru-„: ablaufen, eilen zurück; andererseits kann man in Altsächsisch, wie in Mittelenglisch trussen, English truss, erkennen, das so viel bedeutet wie zusammenbündeln, umschließen, beim Bau unterstützen, also ein Handels-Wohnstätte, und in der Lautverschiebung wie Duer zu Tür, Tor, Düringer zu Thüringer. Möglich ist ebenfalls eine Ableitung aus prußisch „truszas, tružas“: Schilf, Rohr.

Die Lage

 

Truso

Wo genau lag Truso?

Truso lag verkehrsgünstig an einem Handelsweg, der von Birka im Norden über Visby auf der Insel Gotland in der Ostsee nach Truso bzw. zur späteren Hansestadt Elbing führte. Von Truso aus zogen die Händler weiter bis Carnuntum in den Alpen. Dieser alte, auch Bernsteinstrasse genannte Handelsweg, führte bis ans Mittelmeer. Der Ost-West-Handel erfolgte von Truso entlang der Ostsee bis Jütland und weiter ins Inland bis Haithabu, das damals eines der größten Handelszentren war.
Bei der Suche nach dem alten Handelsort kamen anfangs sogar Danzig und Dirschau in die engere Wahl, das alte Truso zu sein. Aber nirgendwo sind die Funde aus der „Wulfstan-Zeit“ so zahlreich wie gerade im Umland der späteren Stadt Elbing. Vor allem die Elbinger Höhe war zu frühen Zeiten ein beliebter Siedlungplatz. Mehrere Orte in der Umgegend Elbings, wie Neuendorf, das bis zum Anfang des 15. Jahrhundert Deutsch-Drusen hieß, sowie Drusenhof zwischen Elbing und Preußisch Holland, weisen zudem auf den Namen „Truso“ hin. Umfangreiche Forschungen und Grabungen wurden allerdings erst nach Gründung der Elbinger Altertumsgesellschaft (1873) durchgeführt.

 

Ausgrabungen

 

Menschliche Spuren sind im Raum Elbing seit der mittleren und jüngeren Steinzeit nachweisbar (also vom Ende der Eiszeit bis etwa 2000 v. Chr.). Besonders ergiebig waren Ausgrabungen von Professor Dr. Dorr für die Bronzezeit (2000 – 800 v. Chr.). Im ganzen heutigen Stadtgebiet, aber auch gesamten Elbinger Umland wurden zu allen Zeiten immer wieder aus unterschiedlichen Epochen Siedlungsreste und Gräber gefunden, die stets die Vermutung nahe legten, dass hier oder dort doch Truso gewesen sein könnte. Auf der Elbinger Höhe wurden besonders viele Ausgrabungen erfolgreich durchgeführt. Noch 1936/37 fand man im südlichen Stadtgebiet Elbings ein skandinavisches Gräberfeld. Die dort gefundenen wikingischen Grabausstattungen, Frauenschmuck und Waffen stammten zweifellos aus der Zeit, von der Wulfstans Bericht handelte. Dieses Feld legte auch bei Dr. Neugebauer die Vermutung nahe, der Handelsplatz Truso hätte im heutigen Stadtgebiet gelegen. Dr. Werner Neugebauer, Archäologe und letzter Direktor des Städtischen Museums stellte damals fest: „…dass die am Wasser gelegene Siedlung, deren genaue Lage noch unbekannt ist, gotländisch-schwedischer Art war, bezeugen die Funde des zugehörigen Gräberfeldes…“.
Polnische Archäologen orteten Truso (1982-1987) auf den zum Rittergut Hansdorf gehörenden Wiesen am Drausensee kurz vor Kämmersdorf. Die dortigen Funde lassen aber wohl nur einen Teil Trusos dort vermuten; denn möglicherweise war Truso in zwei oder sogar mehrere Teile aufgeteilt. Archäologische polnische Forschungen von 1982 lokalisierten diese Ansiedlung beim heutigen Ort Janów Pomorski – Hansdorf am Drausensee. Man fand hier wie bereits 1925/26 Hausgrundrisse, Scherben, Gerätschaften, Werkstätten und jetzt sogar Bodenverfärbungen durch Eisennieten, die von Booten herrührten.
Bei Ausgrabungen in Elbing fand man am Elbinger Stadtrand große prußische und nordgermanische Gräberfelder mit reichen Grabbeigaben. Hierbei ist anzumerken, dass Wulfstan eingehend über Leichenkult und Bestattungsriten der Prußen berichtete. Die Toten wurden auf Scheiterhaufen verbrannt und die verbleibenden Überreste in flachen Erdmulden beigesetzt, wobei den Männern Waffen wie Schwerter und Lanzenspitzen sowie Schnallen, Sporen etc. beigelegt wurden, den Frauen Schmuck und Haushaltsgeräte. Auch Pferdeskelette fanden sich in einzelnen Gräbern. Die Tiere waren nicht eingeäschert worden.

 

Das Ende von Truso

 

Eine dicke Brandschicht und Pfeilspitzen lassen vermuten, dass die Stadt von Seeräubern zerstört wurde. Die Fläche beträgt etwa 20 Hektar mit zweierlei Gebäuden, einerseits mit den Abmaßen 5×10 Meter sowie Langhäuser mit etwa 6×21 Meter.

 

Quelle:
Praeco Medii Aevi
elbing-land-familienforschung
Gerhard Salemke: Wulfstans Fahrt nach Truso
Bruno Ehrlich: Der preuszisch-wikingische Handelsplatz Truso

Quelle: http://www.manfrieds-trelleborg.de/viewpage.php?page_id=88

Gruß an die Geschichtskenner

TA KI