„Das ist nicht die Mitte der Gesellschaft“


In Dresden steht der nächste Pegida-Aufmarsch bevor. Grünen-Chef Cem Özdemir warnt im N24-Interview vor den Organisatoren. Mit der Mitte der Gesellschaft habe die Bewegung nichts zu tun.

In Dresden gehen an diesem Montag erneut Anhänger der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ auf die Straße. Als Gegenveranstaltung ist eine Kundgebung des Bündnisses „Dresden für alle – Für ein weltoffenes Dresden“ geplant. Vor einer Woche waren dem Aufruf der Gruppierung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ rund 10.000 Menschen gefolgt – 9000 Menschen demonstrierten gleichzeitig für mehr Toleranz.

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Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sagte in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“: „Man darf nicht alle, die da demonstrieren, einfach so als Neonazis abtun. Aber die, die demonstrieren und keine Neonazis sind – die müssen sich auch von den Neonazis distanzieren.“

Cem Özdemir: Demokratischen Parteien sind gefragt

Grünen-Chef Cem Özdemir sagte im Interview mit N24, dass klar zwischen normalen Sorgen und der pauschalen Verurteilung von Flüchtlingen und Zuwanderern unterschieden werden müsse. Viele Teilnehmer der Pegida-Bewegung haben seiner Auffassung nach nichts mit der Mitte der Gesellschaft zu tun habe. Insbesondere die Organisatoren seien einschlägig polizeibekannt, so Özdemir. Deshalb seien die demokratischen Parteien gefragt, dieser Bewegung entschieden entgegen zu treten. Der Job der Politiker sei Aufklärungsarbeit zu leisten.

Bundesjustizminister Heiko Maas äußerte in der „Süddeutschen Zeitung“ die Befürchtung, dass Deutschland „gerade eine neue Eskalationsstufe der Agitation gegen Zuwanderer und Flüchtlinge“ erlebe. Unter den Demonstranten seien zwar sicher auch einige, die von hohlen Sprücheklopfern nur verführt würden und die für rationale Argumente hoffentlich noch erreichbar seien.

Maas: „Wir müssen Pegida entlarven“

Es gingen aber auch Menschen „mit einer klaren Affinität zur Ausländerfeindlichkeit“ auf die Straße. Das sei „widerwärtig und abscheulich“. Maas forderte ein breites Gegenbündnis der gesamten Zivilgesellschaft und aller Parteien. Wir müssen „Pegida entlarven.“ Die Argumente seien „wirklich hanebüchen“.

Dagegen zeigte in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ der Vorsitzende der rechtskonservativen AfD, Bernd Lucke, Sympathie für die Forderungen, die „Pegida“-Initiatoren in einem Positionspapier formuliert haben. „Das allermeiste davon sind legitime Forderungen“, sagte er. CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn räumte in der Sendung ein, die Politik müsse die immer komplexer werdende Welt den Bürgern mehr erklären.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) argumentierte ähnlich: „Offenkundig haben viele Menschen Befürchtungen, die wir mit Information und Erklärung entkräften können“, sagte er der „Welt“. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann forderte in der Zeitung: „Wir müssen uns argumentativ mit den Themen der ‚Pegida‘-Bewegung auseinandersetzen. Eine Angst vor Islamisierung ist völlig unbegründet, dennoch müssen wir die bestehenden Ängste wahrnehmen.“

Quelle: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5863054/-das-ist-nicht-die-mitte-der-gesellschaft-.html

Gruß an die Nationen  der Welt

TA KI

2 Kommentare zu “„Das ist nicht die Mitte der Gesellschaft“

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