Was ändert sich 2015 …


Was ändert sich 2015 …… beim Einkommen?

Die Rentenbeiträge sinken, die Prämien für die Krankenversicherung teilweise auch. Doch Gutverdiener werden diese Entlastung kaum spüren, denn die Beitragsbemessungsgrenzen erhöhen sich. Es gibt aber auch Menschen, die 2015 etwas mehr im Geldbeutel haben werden. Ein Überblick.

einkommen 2015

Neues Jahr, neue Regeln: Auch 2015 gibt es einige Neuerungen, die sich direkt oder indirekt auf den Geldbeutel auswirken werden. Hier die Einzelheiten:

Krankenversicherung

In den letzten Jahren war der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 15,5 Prozent fixiert. Arbeitgeber übernahmen 7,3 Prozent, den Rest – inklusive eines Sonderbeitrags von 0,9 Prozent – bezahlten die Arbeitnehmer. Ab 2015 gibt es wieder mehr Wettbewerb bei der Preisgestaltung. Der allgemeine Beitragssatz sinkt auf 14,6 Prozent, darüber hinaus können die Kassen aber einen Zuschlag in beliebiger Höhe verlangen, um ihren Finanzbedarf zu decken. Allerdings schöpfen nur wenige Kassen den Spielraum aus. Zwei regionale Anbieter wollen sich mit 14,6 Prozent zufrieden geben, die meisten größeren Kassen halten den Beitrag konstant oder senken ihn nur um 01, oder 0,2 Prozentpunkte. Wer sich eine neue Krankenkasse suchen möchte, kann die alte Versicherung mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten verlassen, wenn der Beitrag über 14,5 Prozent liegt.

Pflegeversicherung

Für Pflege soll es 2015 mehr Geld geben und das muss bezahlt werden. Die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen deshalb um 0,3 Prozent. Versicherte mit Kindern teilen sich künftig den Beitrag von 2,35 mit dem Arbeitgeber. Für Kinderlose werden insgesamt 2,6 Prozent fällig. Davon tragen die Arbeitnehmer inklusive Beitragszuschlag 1,425 Prozent.

Rentenversicherung

Die Steigerung bei der Pflegeversicherung wird etwas abgefedert, denn die Rentenversicherung wird günstiger. Der allgemeine Beitragssatz sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 18,70 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die Hälfte.

Der Rentenbeitrag muss sinken, wenn sich auf dem Konto der Rentenversicherung mehr als 1,5 Monatsausgaben Reserve gebildet haben. Inzwischen dürften sich dort sogar rund 1,8 Monatsausgaben angesammelt haben. Mit dem Rentenbeitragsgesetz wurde allerdings der Satz für 2014 auf 18,9 Prozent festgeschrieben, um die Mütterrente und die Rente mit 63 zu finanzieren.

Beitragsbemessungsgrenzen

Die Einkommen sind 2014 gestiegen und deshalb müssen auch die Beitragsbemessungsgrenzen angepasst werden. In der Rentenversicherung werden nun bis zu einem Einkommen von 6050 Euro (West) bzw. 5200 Euro (Ost) Beiträge fällig. Wer so viel oder mehr verdient, zahlt nun gut 9 bzw. 18 Euro mehr als 2014.

In der Kranken- und Pflegeversicherung gibt es eine einheitliche Grenze für Ost und West und die steigt 2015 um 75 Euro auf 4125 Euro. Bleibt der Beitragssatz der Krankenkasse konstant bei 15,5 Prozent, steigt die monatliche Belastung um bis zu sieben Euro.

Auch die Versicherungspflichtgrenze steigt. Bislang können Arbeitnehmer ab einem Jahresbruttoeinkommen von 53.550 Euro in die private Krankenversicherung wechseln. Künftig ist das erst ab 54.900 Euro möglich.

Hartz IV

Die Hartz IV-Sätze müssen jedes Jahr an die Entwicklung von Löhnen und Preise angepasst werden, das hat das  Bundesverfassungsgericht beschlossen. Für 2015 bedeutet das eine Erhöhung des Regelsatzes um acht Euro auf 399 Euro. Für Paare und Bedarfsgemeinschaften gibt es sieben Euro mehr und für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren sind sechs Euro zusätzlich vorgesehen. Die Erhöhungen gelten auch für die Sozialhilfesätze oder die Erwerbsminderungsrente.

Mindestlohn

Leben Väter oder Mütter getrennt von ihren Kindern, müssen sie in aller Regel Unterhalt überweisen. Wie viel, das  bestimmt zum einen die Düsseldorfer Tabelle, zum anderen das eigene Einkommen. Wer selbst unterm Existenzminimum lebt, zahlt nichts. Bislang lag der Selbstbehalt bei 1000 Euro. Ab 2015 bleibt den Eltern etwas mehr, nämlich 1080 Euro. Sind Unterhaltspflichtige auf Hartz IV angewiesen, dürfen sie 880 Euro behalten.

Mindestlohn

Arbeitnehmer mit einer Vollzeitstelle sollen nicht auf Hilfe des Jobcenters angewiesen sein, um über die Runden zu kommen. Ab 2015 gilt deshalb für alle Branchen ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro. Das sind 51 Prozent des mittleren Durchschnittslohns von Vollzeitbeschäftigten.

Es gibt aber einige Ausnahmen: Langszeitarbeitslose müssen in den ersten sechs Monaten nicht nach Mindestlohn bezahlt werden und für Jugendliche unter 18 Jahren gilt die Grenze ohnehin nicht. Auch Pflichtpraktika im Rahmen einer Ausbildung sind in den ersten drei Monaten vom Mindestlohn ausgenommen. Außerdem gibt es einige Übergangsregelungen. In Branchen mit länger laufenden Tarifverträgen müssen die 8,50 Euro erst im Jahr 2017 gezahlt werden. Auch bei Zeitungszustellern steigt der Satz schrittweise bis 2017. Für Saisonarbeiter, etwa in der Gastronomie oder der Landwirtschaft, gilt der Mindestlohn zwar sofort. Dafür können die Arbeitgeber leichter Kost und Logis verrechnen.

Pfändungsgrenzen

Wer Schulden abzahlen muss, hat ab dem 1. Juli 2015 etwas mehr Geld zum Leben übrig. Dann tritt nämlich die neue Pfändungstabelle in Kraft und nach der sind etwa 1070 Euro vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Bislang liegt der Freibetrag bei 1045 Euro.

Hintergrund ist, dass der Grundfreibetrag zum 1. Januar um 224 Euro erhöht wurde. Das macht sich nicht nur bei der Steuer bemerkbar, sondern eben auch bei den Pfändungsgrenzen. Der genaue Freibetrag wird aber erst im nächsten Frühjahr veröffentlicht.

Elterngeld

Nach der Geburt eines Kindes gibt es bis zu 14 Monate Elterngeld. Der volle Satz wird allerdings nur gezahlt, wenn Mutter oder Vater während dieser Zeit nicht arbeiten. Teilzeitarbeit mit bis zu 30 Wochenstunden ist zwar möglich, rechnet sich aber kaum. Denn das Gehalt wird auf die Leistung angerechnet. Das neue Elterngeld Plus bietet ab 2015 die Möglichkeit, Teilzeitarbeit und Elterngeld zu kombinieren. Ausgezahlt wird dann nur die Hälfte des normalen Elterngeldsatzes. Dafür wird die Elternzeit – und damit auch das Elterngeld – für jeden Teilzeit-Monat um einen weiteren Monat verlängert. Steigt eine Mutter beispielsweise sechs Monate nach der Geburt wieder Teilzeit ins Berufsleben ein, bekommt sie nicht zwölf Monate lang Elterngeld, sondern 18.

Arbeiten Mutter und Vater beide zwischen 25 und 30 Stunden Teilzeit, können sie das  Elterngeld Plus zusätzlich um vier Monate ausweiten. Mit diesem sogenannten Partnerschaftsbonus fließt das  Elterngeld Plus für beide Partner bis zu 28 Monate lang. Auch Alleinerziehende, die Teilzeit arbeiten, werden so bis zu 28 Monate lang bezuschusst.

Die Änderungen gelten nur für Kinder, die ab dem 1. Januar 2015 geboren werden.

Quelle: http://www.n-tv.de/ratgeber/beim-Einkommen-article14193521.html

Gruß an die Zahler

TA KI

Die Hohlwelttheorie


Xaver Frühbeis
Veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 1/1994

„Hohlwelttheorie“ ist eigentlich ein Sammelbegriff für zwei Theorien, die nur wenig miteinander zu tun haben.

Theorie 1: Die innen bewohnbare Doppelerde

Eine alternative Theorie vom geologischen Aufbau des Planeten Erde. Die Erde ist nicht mit flüssigem Magma angefüllt, das allmählich nach außen hin erkaltet, sondern sie ist hohl. In ihr befindet sich noch eine Erde. Die Außenerde ist auf ihrer Innenseite ebenfalls bewohnbar. An den Polen befindet sich eine Verbindung von außen nach innen.
Diese These wurde erstmals 1818 von dem amerikanischen Offizier John Cleves Symmes aufgestellt. Leider wurde er ausgelacht, und niemand gab ihm die Mittel für eine Expedition zu den Polen, um seine Theorie zu beweisen. Der Gedanke von einer hohlen Erde geriet dann in Vergessenheit, nur in der phantastischen Literatur wurde er gelegentlich aufgegriffen, beispielsweise von Symmes selbst („Symzonia“), von Edgar Allan Poe („Der Bericht des Arthur Gordon Pym aus Nantucket“), Edward Bulwer-Lytton („Das Geschlecht der Zukunft“) und von Jules Vernes („Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“).
Dann kamen William Reed und Marshall B. Gardner . Gardner schrieb 1913 ein Buch , in dem er behauptete, die Mammuts wären nicht ausgestorben, sondern lebten im Innern der Erde weiter.
Reed behauptete sogar, Reisende könnten, ohne es zu merken, über den Rand der Polöffnung hinweg ins Innere der Erde fahren, ohne es zu merken. Und fast alle Polforscher seien schon einmal dort gewesen. Es meldete sich denn auch ein gewisser Olaf Jansen , ein norwegischer Seemann, der behauptete, am Nordpol ins Innere der Erde vorgedrungen zu sein und dort ein Volk von gutmütigen, drei Meter großen Riesen angetroffen zu haben. Jansen wurde eingesperrt, Gardner und Reed ausgelacht.
Im Deutschland der 30er Jahre gab es die okkultistische „Vril-Gesellschaft“ , die im Geiste Bulwer-Lyttons agierte und unter Nazi-Anhängern großen Zulauf hatte.
Eventuell hat die Vorstellung, dass sich an den Polen Löcher befinden, durch die das Wasser von den Ozeanen ins Innere der Erde strömt, eine lange Tradition unter den westlichen Denkern und Wissenschaftlern (Mercator, Euler, Halley).
hohlwelttheorie

Theorie 2: Das inverse Weltall

Eine alternative Theorie vom Aufbau des Universums. Die Erde sei keine Kugel, von Weltall umgeben. Sondern das gesamte Weltall sei innerhalb der Erde. Die Kontinente der Erde befänden sich auf der Innenoberfläche einer hohlen Kugel, deren Zentrum so etwas wie ein „Fixsternball“ darstelle.
Die Idee wurde um 1890 von dem amerikanischen Physiker Cyrus R. Teedentwickelt. Eventuelle Vorbilder sind noch unklar. Teed nannte sich bald darauf „Koresh“ und gründete, basierend auf seiner Idee, eine religiöse Community von ideologisch-doktrinärem Zuschnitt mit Hauptsitz in
Florida. Die Community hat nach Koreshs Tod bis 1982 weiterexistiert und wurde danach in ein Memorial umgewandelt.
Um 1930 griffen die Deutschen Karl Neupert und Johannes Lang Koreshs Idee auf. Sie stellten die kopernikanische Lehre bis hin zur heutigen Astronomie als ein rein gedanklich abgeleitetes Konstrukt darzustellen, dessen Inkongruenz mit der Realität verursacht sei durch Fehler und
Schwächen im menschlichen Wahrnehmungssystem (Erkenntnistheorie). Sie stützten diese Behauptung mit alternativen wissenschaftlichen Versuchsergebnissen und mit Kippfigurspielen. Auf den ersten Blick kann die Hohlwelttheorie die primär erlebbaren astronomischen Phänomene
(wie Sonnenauf- und -untergang, Mondphasen, Sonnen- und Mondfinsternis etc.) genauso gut erklären wie das kopernikanische Weltbild. Lang hat seine Ideen außerdem in ein umfassendes religiös-weltanschauliches Credo eingebaut.
Während des 2. Weltkrieges fanden in Deutschland offenbar physikalische Experimente in größerem Umfang statt, die die Idee Neuperts und Langs beweisen sollten. Das Schicksal Langs und Neuperts nach 1940 ist bis jetzt unklar.
Nach dem Weltkrieg hat ein Kreis um P. A. Müller-Murnau die Theorie vom „inversen Weltall“ vehement weitervertreten (Literatur, „IN-Club“ Murnau). Wie Müller-Murnaus Gruppe auf die Tatsache reagiert hat, dass in den 60er Jahren die Raumfahrt offensichtlich die kopernikanische Lehre bestätigt hat, ist ebenfalls noch nicht bekannt.
Gruß an die, die meinen etwas definitiv zu wissen
TA KI

Staatsgeheimnis Bankenrettung


staatsgeheimnisbankenrettungExperten schätzen, dass in den Kellern der europäischen Banken Derivate im Wert von rund 300 Billionen Euro liegen. Sollte die Derivaten-Blase platzen – was sie tun wird – ist der Bankenkollaps Realität. Doch wohin floss das Geld der EU, um die maroden Länder zu retten? Niemand weiss es.

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Staatsgeheimnis+Bankenrettung+de+/610734/detail.html

Gruß an die Bankster

TA KI

 

Kiew rüstet weiter. Ukraine-Konflikt verschärft sich


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Die Gespräche der Ukraine-Kontaktgruppe gelten als Schlüssel für eine friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Auch Deutschland unterstützt sie. Nun platzt eine wichtige Runde. Sprechen nun vor allem wieder die Waffen?

Eine stabile Waffenruhe haben die Minsker Friedensgespräche bisher für die ukrainische Konfliktregion Donbass nicht gebracht. Vielmehr werfen sich die ukrainischen Regierungstruppen und die prorussischen Separatisten vor, die Feuerpause nur zu nutzen, um sich auf neue Kämpfe vorzubereiten. Die Lage heizt sich zusätzlich auf, durch den Nato-Kurs der Ukraine und eine neue Militärdoktrin Russlands.

Ist das Format der Friedensgespräche der Kontaktgruppe in der weißrussischen Hauptstadt Minsk jetzt endgültig gescheitert?

Neue Verhandlungen sind erst einmal nicht in Sicht. Offiziell gibt es aber die Ukraine-Kontaktgruppe noch, in der auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine tragende Rolle spielt. Aber nach einer drei Monate langen Pause hat eine fünfstündige Sitzung in der weißrussischen Hauptstadt Minsk im Grunde keine Fortschritte gebracht. Vereinbart wurde nur ein Austausch der Gefangenen.

Droht jetzt ein Krieg, wenn die Konfliktparteien nicht mehr miteinander reden?

Ein neues Blutvergießen schließt niemand aus. Der prorussische Separatistenführer Alexander Sachartschenko sagte am Rande der Gespräche immer wieder, dass er den ukrainischen Regierungstruppen nicht traue. Er wirft ihnen vor, einen Angriffskrieg auf den Donbass vorzubereiten. Sachartschenko hatte etwa die jüngsten Flughafensperrungen in der Ostukraine als Zeichen für Waffenlieferungen von Nato-Staaten interpretiert.

Haben die prorussischen Separatisten denn gegen das ukrainische Militär eine Chance?

Ohne russische Hilfe können sie gegen die ukrainischen Truppen nichts ausrichten. Der prowestliche Präsident Petro Poroschenko wies die Rüstungsbetriebe des Landes an, auch ohne Lohnzahlungen rund um die Uhr Panzer und andere Waffen zu produzieren. Zudem kündigte er an, Rüstungsgüter gegen Kredite im Westen einzukaufen. Dagegen kommen die Separatisten nicht an.

Wird Russland, das gerade seine Militärdoktrin geändert hat, mit eigenen Streitkräften eingreifen?

Bisher hat Russland stets Befürchtungen zurückgewiesen, es könne in die Ukraine einmarschieren. Allerdings führt die von Kremlchef Wladimir Putin bestätigte Doktrin neue Gefahren auf. Dazu gehört nun die Ukraine, die einen Nato-Beitritt anstrebt. Dass es zu einem Krieg zwischen der Ukraine und Russland kommt, wird weder in Kiew noch in Moskau ausgeschlossen. Die von der EU und der USA unterstützte ukrainische Regierung betont sogar, dafür gerüstet zu sein.

Warum können sich denn die Separatisten und die ukrainische Regierung nicht auf Frieden einigen?

Die Ukraine will den Zerfall des Landes verhindern. Die Separatisten in den russischsprachigen Regionen Donezk und Lugansk streben aber nach Unabhängigkeit. Dort ist die Ablehnung eines Nato- und EU-Beitritts der Ukraine traditionell groß. Die prowestliche Führung in Kiew dagegen kämpft darum, die Kontrolle über die auch wegen des Kohlebergbaus wichtige Ostukraine zurückzuerhalten. Der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates in Kiew, Alexander Turtschinow, hat zudem angekündigt, auch die von Russland im März annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim „befreien“ zu wollen. Das würde die Atommacht Russland gemäß ihrer Doktrin als klaren Angriff verstehen.

Es gab doch Friedensgespräche, woran sind die gescheitert?

Im prowestlichen Lager in Kiew gibt es zwar Kräfte, die für eine diplomatische Lösung des Konflikts eintreten. Andere Vertreter wiederum sehen nur eine militärische Lösung – sie haben kein Interesse an Verhandlungen mit „Terroristen“, wie sie die Aufständischen nennen. Ganz schwierig war und bleibt die Lage etwa an dem strategisch wichtigen Flughafen in Donezk, den die Regierungstruppen kontrollieren. Allerdings erheben auch die Separatisten Anspruch auf den Airport.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Ukraine-Konflikt-verschaerft-sich-article14218901.html

Gruß an die Russen

TA KI

Nordkorea beschimpft Obama als Affen


Streit um „The Interview“

Nordkorea beschimpft Obama übel

nordkorea-macht-us-praesident-barack-obama-fuer-die-internetausfaelle-im-land-verantwortlich-In der Auseinandersetzung mit den USA über die Nordkorea-Satire „The Interview“ hat Pjöngjang US-Präsident Barack Obama rassistisch beleidigt. Weil Obama den Filmkonzern Sony und die US-Kinos gedrängt habe, den Film zu zeigen, verhalte er sich rücksichtslos „wie ein Affe im Urwald“, erklärte der Nationale Verteidigungsrat (NDC).

Das Gremium machte Washington überdies für die massiven Internetstörungen verantwortlich, von denen zahlreiche Medien-Internetseiten des autoritär-kommunistisch regierten Landes seit Tagen betroffen sind.

Nordkorea droht mit „unentrinnbaren tödlichen Schlägen“

Nach Terrordrohungen anonymer Hacker hatte Sony den Kinostart von „The Interview“ zunächst abgeblasen. Nicht zuletzt auf Druck Obamas lief der Film dann am Donnerstag doch in rund 300 meist kleineren Kinosälen an. Pjöngjang sieht sich durch die Story in seiner Würde verletzt. In dem Film geht es um ein abstruses Mordkomplott gegen Machthaber Kim Jong Un.

Der NDC warf den USA in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung am Samstag abermals vor, Nordkorea „ohne klare Beweise“ für Terrordrohungen und den Hacker-Angriff auf Sony vor einigen Wochen verantwortlich zu machen. Das Gremium schickte eine weitere Drohung hinterher: Wenn Washington weiter an seinem „arroganten und verbrecherischen“ Kurs festhalte, werde Pjöngjang „der gescheiterten Politik mit unentrinnbaren tödlichen Schlägen begegnen“.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_72303098/barack-obama-von-nordkorea-rassistisch-beleidigt-wegen-the-interview-.html

Gruß an die armen Affen

TA KI

Die Angst der Balten vor Putins „hybridem Krieg“


Russische Jets in der Luft, Moskaus Spezialeinheiten an der Grenze und das Trauma der Sowjetzeit – für die Esten ist Putins Drohung real existierend. Die Nato-Präsenz lindert die Ängste allenfalls.

Russia-s-President-Putin-enters-a-hall-before-a-meeting-of-the-Collective-SecuriIn einem Tempo knapp unter Schallgeschwindigkeit rasen die beiden deutschen Eurofighter durch den Himmel über Estland. Wenn er will, kann Oberstleutnant Gordon Schnitger das gesamte Land in einer guten Viertelstunde überfliegen, von der russischen Grenze im Osten bis zu Küste. Dann tauchen die Jets ein in den Luftraum über der Ostsee, und was sie dort seit einigen Wochen erwartet, hat mit gewöhnlichen Übungsflügen nichts mehr zu tun.

Strategische Tupolew-Bomber, die mit Atomraketen ausrüstbar sind, Iljuschin-Tankflugzeuge und Militärtransporter, ganze Rotten sendet Moskau über Europa. Manchmal müssen Schnitger und seine Kameraden bis auf 50 Meter an die Russen heranfliegen, um sie zu identifizieren. Denn ihre Gegenüber schalten die Transponder aus, sodass auf dem Radar der Flugüberwachung nicht zu erkennen ist, wer sich da knapp neben Nato-Territorium unangekündigt herumtreibt.

Genau das soll die Bundeswehr herausfinden, die noch bis Jahresende für die Nato die Luftraumüberwachung in Estland übernommen hat. „Wir sind hier, damit die Esten sich sicher fühlen können“, sagt Kommandeur Schnitger.

Rund 400 Flugzeuge hat die Nato abgefangen

Ein hehres Ziel. Seit Beginn des Kriegs in der Ostukraine hat sich die Zahl russischer Manöver mehr als verdreifacht, rund 400 Flugzeuge hat die Nato abgefangen. Russland will dem Westen zeigen, dass es sich durch Sanktionen nicht einschüchtern lässt – und sein Präsident muss angesichts der eskalierenden Finanzkrise nach innen Stärke demonstrieren. Unten am Boden schauen die Menschen derweil angespannt in den Himmel.

Das kleine Estland hat keine eigene Luftwaffe, gerade einmal vier Hubschrauber stehen auf dem Militärflughafen Ämari. Und den Esten steckt auch 20 Jahre nach der Unabhängigkeit noch immer in den Knochen, was ihnen in einem halben Jahrhundert brutaler Sowjetherrschaft angetan wurde.

Der Osten der Ukraine mag zwar von hier fast 2000 Kilometer entfernt sein und Estland seit einem Jahrzehnt Mitglied der Europäischen Union und der Nato. In dem 1,4-Millionen-Bürger-Land, von denen 25 Prozent ethnische Russen sind, ist trotzdem die Angst allgegenwärtig, dass die Krim und Donezk eine Blaupause für das sind, was die Strategen im Kreml auch für ihre Nachbarschaft im Westen planen. „Die Zeit läuft. Und niemand weiß, was Diktator Putin nächsten Monat, nächste Woche tun wird“, sagt Ants Laaneots eindringlich. Laaneots war Oberbefehlshaber der estnischen Streitkräfte, ein hoch dekorierter General, und er hat den Kalten Krieg aus allernächster Nähe erlebt.

In den 70er-Jahren war Laaneots Offizier im 300. Panzerregiment der Sowjetarmee, stationiert in der heutigen Ukraine. Seine Kontakte sind nach wie vor exzellent, Laaneots verfolgt genau, was Putin und sein Militär tun. „In Pskow, unmittelbar an der estnischen Grenze, ist die 76. Luftlandedivision stationiert, rund 6300 Mann. Zusätzlich sitzt dort die 2. Spetsnaz, das sind Moskaus Spezialeinsatzkräfte. Eliteeinheiten, die im Moment auch im Osten der Ukraine eingesetzt sind und gegen die ukrainische Armee kämpfen.“

Laaneots ist seit einigen Jahren im Ruhestand, aber auch im Verteidigungsministerium in Tallinn, wo die Nachwende-Generation sitzt, ist die Stimmung düster. „Wir beobachten den besorgniserregenden Trend, dass Moskau modernste Waffen, die es im Rahmen der Armee-Reform anschafft, in den Westen Russlands schafft. Zugleich droht Moskau mit seinem Atompotenzial“, sagt Andres Vosman, Leiter des Planungsstabs. Der Mittdreißiger trägt Designerbrille, er hat in den USA studiert und bei der Nato in Brüssel gearbeitet.

„Unsere Analyse ist, dass Russland in dieser Region aufrüstet, um sie als Faustpfand zu halten, falls es irgendwo anders in der Welt zum Konflikt mit den USA oder der Nato kommt. Und dann zu sehen, ob die Allianz die Baltischen Staaten zu verteidigen bereit ist.“ Neben Kampfhubschraubern hat die Militärführung im Kreml auch Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander sowie S-400-Flugabwehrsysteme stationiert, Moskau ist in der baltischen Region damit defensiv wie offensiv bestens aufgestellt.

Doch es sind nicht nur Raketen und Spetsnaz, es ist ein vielfältiger Gefahrenmix, der sich wie ein Netz über die jungen EU-Staaten legt. „Hybride Kriegsführung“ nennen die Militärs Putins Vorgehen, in der Ukraine hat der Ex-KGB-Mann darin bereits eine Lehrstunde abgeliefert. Ein Krieg, der auf vielen Ebenen stattfindet, vor allem in den Medien und damit in der öffentlichen Meinung.

Moskaus Propagandamaschine läuft auf Hochtouren

Tallinns Verfassungsschützer analysieren Moskaus Propagandamaschine genau, und sie wissen, dass über Estland im russischen Fernsehen immer nur in zwei Kontexten berichtet wird: Nazis und Verstoß gegen Menschenrechte. Dabei bekommen die Zuschauer keine möglicherweise misstrauisch beäugten Politiker zu sehen. Vielmehr suggerieren scheinbar unabhängige Experten auf Russia Today oder Celebrities in Talkshows, dass ein Leben unter Moskaus Fittichen ein besseres wäre.

Zinaida Kloga hat erfahren müssen, wie tief Moskaus Arm reicht. „Als die Kämpfe im Osten der Ukraine im Sommer immer heftiger wurden, da wollte mein Sohn sich der russischen Armee anschließen.“ Die 68-Jährige wischt sich schnell eine Träne aus dem rechten Auge. „Dmitri ist ein guter Junge. Aber er sagte mir: ,Mama, ich muss etwas tun, ich muss gegen die Faschisten kämpfen.'“ Zinaida ist Weißrussin, doch sie hat fast ihr ganzes Leben in dem Städtchen Johvi im Osten Estlands verbracht.

Wie Hunderttausende Russen wurde auch ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg im Baltikum zwangsangesiedelt, eine Maßnahme der Sowjets, um das Nationalbewusstsein der Menschen dort zu brechen. „Wir leben hier gut, es ist ruhig, die Leute haben Arbeit. Hier geht niemand für Putin auf die Straße. Aber zum ersten Mal sehe ich, dass sich Freunde über Politik zerstreiten. Die Diskussionen auf Facebook zum Beispiel, da spürt man richtige Aggression“, sagt Zinaida nachdenklich. „Wenn Russland seine Propaganda und Provokationen so weiter treibt, dann werden manche Russen hier vielleicht mitmachen.“

Der Vergleich zwischen Estlands Russen und denen auf der Krim funktioniert glücklicherweise nicht, das Baltikum ist anders als die Ukraine, die Menschen hier wissen um die enormen Vorteile, die ihnen EU und Nato gebracht haben. Doch Estlands Regierungsverantwortlichen wird in diesen Tagen schmerzhaft bewusst, dass sie seit der Unabhängigkeit 1991 nicht genug für die Integration ihrer Russen getan haben.

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„Im Stadtrat von Narva sitzt eine russische Mehrheit. Die Mitglieder müssen ihre Absprachen aber vor den Sitzungen treffen, weil die nur auf Estnisch erlaubt sind“, sagt Waleri Tsetwergow beinahe spöttisch. Tsetwergow arbeitet ehrenamtlich für den Verein der russischen Patrioten in Narva, der russischsten Stadt Estlands, mehr als 90 Prozent der Einwohner sind russischstämmig. Von der Mitte des 13. Jahrhunderts gebauten Hermannsfeste auf estnischem Boden geht der Blick hinüber zur russischen Festung Iwangorod. Dazwischen fließt die Narva – des Westens Grenze in einem neuen Kalten Krieg, mögen die Pessimisten sagen.

„Russland hat kein Interesse, Narva zu seinem Territorium zu machen. Aber wenn sich ein Drittel der Bevölkerung hier nicht zu Hause fühlt, dann ist das gefährlich“, sagt Tsetwergow. Und schiebt hinterher: „Die Politiker tragen das Ihre dazu bei, hier eine neue Ukraine zu schaffen.“ Welche Politiker er damit meint, ob die in Russland oder im Westen, das sagt er nicht. Doch manche dieser Politiker sind sich im Klaren darüber, welche Verantwortung auf ihnen liegt.

„Als Kind wurde ich in der Schule gehänselt – ,Du Russe!‘, riefen mir die anderen Kinder hinterher“, erinnert sich Jewgeni Ossinowski. Der 28-Jährige ist estnischer Bildungsminister und der erste ethnische Russe, der seit der Unabhängigkeit im Kabinett sitzt. Auch er hat internationale Erfahrung, Philosophie und Politikwissenschaften in England studiert.

„Studien belegen, dass Bewerber mit gleichen Qualifikationen, aber einem russischen Nachnamen 30 Prozent geringere Chancen auf einen Job haben.“ Er kenne ethnische Russen, so Ossinowski, die deshalb ihren Nachnamen ins Estnische geändert haben. Viel zu lange habe Tallinn nur auf Spracherwerb gesetzt, ohne aufwendige Estnisch-Prüfung gibt es auch keinen EU-Pass, mindestens 200.000 estnische Russen haben weiterhin einen von Moskau ausgestellten Pass.

Offiziell, und vor allem unter der jüngeren Generation verschwänden die Vorurteile langsam, meint Ossinowski. Aber unter den Älteren und im Privaten schlage immer noch das Argument, „man dürfe nicht vergessen, was die Russen uns angetan haben. Und dass Esten Priorität haben müssten. Da herrscht weiterhin ein Konzept des ethnischen Nationalismus.“

Sowjetischer-Gefaengnistueren

Schlendert man am historischen Burgberg in Tallinn durch das „Museum der Besatzungen“, kann man dieses Denken bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Grauenvolle Jahrzehnte, erst unter den Sowjets, dann unter den Nazis, dann wieder unter den Kommunisten. Deportation, Folter, Mord, das Verbot allen Estnischen, die Unterminierung einer Volksseele. Beinahe jede estnische Familie hat ihr eigenes Trauma.

Die estnische Landeswehr hat enormen Zulauf

Gleich neben dem Museum ist die Estnische Verteidigungsliga zu Hause, eine 1918 gegründete Landeswehr, die 1990 wieder ins Leben gerufen wurde und dem Verteidigungsminister untersteht. 15.000 Mitglieder hat die Liga derzeit. „Seit der Ukraine-Krise wächst unsere Mitgliederzahl massiv“, sagt Tanel Rütman, Sprecher der Liga. „Die Menschen fühlen sich einfach nicht sicher.“ Schon 2007 war der Zulauf riesig, als in Tallinn von russischen Provokateuren angefachte Unruhen ausbrachen, weil die Regierung ein sowjetisches Kriegsdenkmal abbauen ließ, um es an anderer Stelle neu aufzustellen.

Die Liga veranstaltet regelmäßig militärische Übungen, sie verfügt sogar über eigene Panzer, ihre Mitglieder lagern zu Hause Kleinfeuergewehre. „Wenn sogenannte grüne Männchen in Estland einsickerten, dann kämen sie nicht weit“, prophezeit Rütman und weist damit auf ein weiteres Element von Russlands hybrider Kriegsführung hin: die Einschleusung von Militärs ohne Hoheitsabzeichen. Ein Vorgehen, mit dem sich Moskau binnen Tagen die Kontrolle über die Krim sicherte.

Doch können die zusätzlichen Nato-Kräfte, die estnische Armee und die Heimgarde im Ernstfall standhalten? „Die Frage, ,Was ist genug?‘, wurde schon im Kalten Krieg gestellt“, sagte die litauische Militärexpertin Asta Maskaliunaite. Wie viele andere hält auch Maskaliunaite bilaterale Verträge vor allem mit den Amerikanern und Nato-Bodentruppen für die einzig wirksame Absicherung. Dem berühmten Artikel 5 im Nato-Vertrag, der den Mitgliedern bei einem Angriff den Beistand der Alliierten zusichert, traut man im Baltikum nicht viel zu. Russland, so die Überzeugung, habe die Region besetzt, da säßen Politik und Militärs noch in ihren Gremien.

„Wenn ich wollte, stünden russische Truppen in zwei Tagen in Riga, Vilnius und Tallinn“, soll Putin dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko gesagt haben. Wie viel Wahrheit darin auch immer steckt, der Litauerin Maskaliunaite steht die Angst im Gesicht geschrieben: „Die Maßnahmen, die die Nato bisher getroffen hat, reichen nicht aus. Wir hier in den baltischen Staaten sind sehr verletzbar. Wir sind jetzt alle West-Berliner hier.“

Merkel schließt russischen Angriff auf Baltikum aus

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Die Kanzlerin geht davon aus, dass Russland die Souveränität der baltischen Staaten wahren wird. Dennoch werde die Nato ihre militärischen Hilfen für die Region verbessern, sagte Merkel in Berlin. Quelle: Reuters
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Gruß an die systemtreue deutsche Medienlandschaft, die sich abscheulicher denn je als Amerika höriges Bückstück darbietet- und sich nicht schämt dies zu tun…
TA KI

DMSO (Dimethylsulfoxid)


DMSO – ein verkanntes Wundermittel?

DMSO

Als ein Nebenprodukt der Zellstoffherstellung hat Dimethylsulfoxid oder kurz DMSO es weit gebracht: Was als organisches Lösungsmittel begann, ist inzwischen weitestgehend als vielseitiges Therapeutikum akzeptiert.

Doch dieser Aufstieg ging nicht unbeschwert vonstatten, und nach einer schweren Krise, die es in den 1960er Jahren durchlebte, ist die Kontroverse um das schmerz- und entzündungshemmende Mittel DMSO nie ganz abgeebbt.

DMSO – ein vielseitig einsetzbares Therapeutikum

Dimethylsulfoxid (DMSO) hat gerade erst, im Jahr 2006, seinen 140. Geburtstag gefeiert. 1866 wurde der Stoff mit der chemischen Formel (CH3)2SO erstmals von dem russischen Wissenschaftler Alexander Saytzeff synthetisiert, der seine Entdeckung 1867 in einem deutschen Chemiejournal veröffentlichte. Doch erst knapp hundert Jahre später, im Jahr 1961, wurde der therapeutische Nutzen des Mittels erkannt. Eigentlich war Dr. Stanley Jacob von der Oregon Health Sciences University auf der Suche nach einem geeigneten Konservierungsmittel für zur Transplantation vorgesehene Organe, als er eines Tages entdeckte, dass diese klare, faulig und leicht nach Knoblauch riechende Flüssigkeit sehr schnell und tief in die menschliche Haut eindringt. Jacob begann zu experimentieren – und fand bald heraus, dass er es mit einem vielseitigen Wirkstoff zu tun zu haben schien.[1]

Die therapeutische Bandbreite von DMSO ist in der Tat groß. So neutralisiert der Stoff beispielsweise Hydroxylradikale, eine der am häufigsten vorkommenden Gruppe von zellschädigenden Freien Radikalen. DMSO verbindet sich mit den Hydroxylradikalen und bildet mit ihnen einen chemischen Komplex, der von den Nieren ausgeschieden werden kann. Auch andere Freie Radikale bindet der Stoff auf diese Weise.[2] Zudem erhöht DMSO die Permeabilität der Zellmembranen und erleichtert es der Zelle so, sich von Giftstoffen zu befreien.

Selbst allergische Reaktionen können mit Hilfe von DMSO gemildert werden, was wiederum das Immunsystem entlastet.

DMSO zeigt zudem Wirkung[3] bei 

  • Sklerodermie
  • Verbrennungen
  • Entzündungs- und Schmerzzuständen
  • Arthritis und rheumatoider Arthritis
  • Nasennebenhöhleninfektionen
  • interstitieller Cystitis (chronische Blasenentzündung)
  • Herpes und Gürtelrose
  • Multipler Sklerose
  • systemischem Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte, seltene Autoimmunerkrankung)
  • Sarkoidose (systemische Erkrankung des Bindegewebes mit Granulombildung)
  • Thyroiditis (eine Entzündung der Schilddrüse)
  • Colitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Darmerkrankung)
  • Lepra
  • Krebs
  • und anderen Krankheitszuständen

Stopp für DMSO durch amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA

Nach der anfänglichen Euphorie, ein vermeintliches Wundermittel in Händen zu halten, kam 1965 das vorläufige Aus für DMSO – die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) sprach ein Verbot aus, weil hohe Dosen DMSO bei Kaninchen, Hunden und Schweinen zu Kurzsichtigkeit geführt hatten; andere Nebenwirkungen konnten nicht festgestellt werden.

Den „Run […] an den Arzneimittelvorschriften vorbei“, wie es der Journalist Peter Jennrich in einem Zeit-Artikel vom 6. September 1974 ausdrückte, stoppte das Ergebnis der Tierversuche allerdings nicht – mindestens 100.000 Amerikaner, so vermutet Jennrich, hätten zwischen 1961 und 1974 bereits eine Behandlung mit DMSO in Eigenregie durchgeführt.[4] Später stellte sich heraus, dass die Nebenwirkung Kurzsichtigkeit auf die drei betroffenen Tierarten beschränkt ist; andere Spezies, auch der Mensch, sind nicht betroffen.[5]

Zahlreiche Studien sind durchgeführt worden, doch die ultimative Anerkennung der Wirksamkeit von DMSO mittels einer Doppelblindstudie, wie die amerikanische FDA sie fordert, ist so gut wie ausgeschlossen – der strenge Geruch des Mittels, der unabhängig von der verwendeten Menge auftritt, verrät seine Identität sofort.[6]

Das Grundproblem, das die FDA mit DMSO zu haben scheint, ist, dass es zu schön klingt, um wahr zu sein. Dr. Jacob glaubt, dass der Ruf, ein Wundermittel zu sein, DMSO geschadet habe und die FDA sich im Hinblick auf das Mittel noch immer von diesem Ruf beeinflussen lasse. Immerhin erfolgte 1978 die Genehmigung durch die FDA, DMSO für die Therapie von interstitieller Cystitis, einer schmerzhaften Harnblasenentzündung, zu verwenden. Allein hierfür dürfen amerikanische Ärzte das Mittel verschreiben – alle anderen Anwendungen verstoßen gegen geltendes Recht. Die Kontroverse hielt und hält sich weiterhin hartnäckig und spaltet die Medizin: DMSO – sinnloses Teufelswerk oder nutzbringender Segen?

DMSO gegen Schmerzen, Entzündungen und zur Wundheilung

Vieles deutet auf Zweiteres hin. Dr. Richard D. Brobyn vom Medical Center in Bainbridge Island, Washington, schreibt:

„[DMSO] ist eines der am meisten untersuchten und trotzdem noch wenig verstandenen pharmazeutischen Produkte unserer Zeit. Weltweit sind ca. 11.000 wissenschaftliche Artikel über medizinische Anwendungen und mehr als 40.000 Artikel über die chemischen Eigenschaften publiziert worden. In 125 Ländern wie [den] USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Japan u. a. werden durch Ärzte Indikationen für die Anwendung z. B. gegen Schmerzen, Entzündungen, Sklerodermie und Arthritiden sowie weitere Erkrankungen beschrieben.“ [7]

Unter den pharmakologischen Eigenschaften von DMSO führt er u. a. auf:
Durchdringen biologischer Membranen und Transport anderer Moleküle durch diese Membranen, Entzündungshemmung, vorübergehende Blockierung schmerzleitender Nerven, Wachstumshemmung für Bakterien, entwässernde Wirkung, Verstärkung bestimmter Arzneien, Cholinesterase-Hemmung, unspezifische Förderung der Resistenz gegen Infektionen, Blutgefäßerweiterung, Muskelentspannung, Förderung der Zellfunktion, Hemmung der Verklumpung durch Blutplättchen, schützende Eigenschaften für biologische Gewebe bei Bestrahlung oder Frost sowie Gewebeschutz bei Durchblutungsstörungen.[8]

Eine besondere Wirksamkeit schreibt Brobyn dem Mittel im Hinblick auf Entzündungen zu. Hier nämlich zeigt sich die antioxidative Eigenschaft des DMSO als vorteilhaft – es wirkt sozusagen als „Radikalfänger“ im Entzündungsherd. Nach Aspirin, so schreibt Brodyn, war „DMSO das erste nichtsteroidale Antiphlogistikum, das sogar intravenös verabreicht werden konnte“. Und weiter:

„P. Gorog et al. demonstrierten bereits 1968, dass bei an induzierter chronischer Polyarthritis leidenden Ratten ein entzündungshemmender Effekt auftrat. Äußerlich auf die Gelenke aufgetragenes DMSO zeigte bei diesen Versuchen eine potente Entzündungshemmung. Diese Autoren haben später einen ähnlichen Effekt mit 70-prozentigem DMSO bei Kontaktdermatitis, allergischen Ekzemen und induzierten Kalzifikationen der Haut von Ratten beschrieben. All diese experimentellen Entzündungen konnten signifikant unterdrückt werden.“ [9]

Auch der ehemalige amerikanische Podologe Dr. Morton Walker, der heute als medizinischer Journalist und Autor tätig ist, weist DMSO in seinem Buch „DMSO – Nature’s Healer“ eine Vielzahl an positiven gesundheitlichen Eigenschaften zu. Dazu zählen unter anderem eine entzündungshemmende, gefäßerweiternde, bakteriostatische, fungistatische und virostatische Wirkung, die Beseitigung von Schmerzzuständen, die Bindung Freier Radikaler, die Anregung des Immunsystems und die Förderung der Wundheilung.[10] Ja, selbst gegen Röntgenstrahlung scheint das Mittel zu schützen.[11] Zudem legt Walker dar, wie DMSO durch seine Eigenschaft, Zellmembranen zu durchdringen, die Wirkung verschiedener Medikamente verstärken kann, zum Beispiel die von Penicillin und Cortison.

DMSO – erstaunliche Erfolge bei „hoffnungslosen“ Fällen

In seinem Buch führt Walker zudem eine Reihe von Fallbeispielen an, wie das der 65-jährigen Anna Goldeman, die sich im Health Center in Auburndale, Florida, wegen der Schleimbeutelentzündung in ihrer rechten Schulter behandeln ließ. Doch nicht nur die Entzündung besserte sich dramatisch, auch der Phantomschmerz verschwand, der die Patientin nach der Amputation des linken Beins gequält hatte. Die behandelnde Ärztin und Leiterin der Klinik Dr. Lorae Avery gibt an, dass die Patientin auch zehn Jahre nach der Behandlung dank DMSO nach wie vor symptomfrei sei.[12]

Noch dramatischer ist vielleicht der Erfolg, den Lillie Forister aus Artesia, New Mexico, zu berichten hat. Im Alter von 25 Jahren erkrankte sie an Sklerodermie, und im Verlauf der Erkrankung mussten ihr mehrere Zehen amputiert werden. 19 Jahre lang litt sie trotz Medikamenten permanent unter starken Schmerzen. Im Juli 1979 suchte sie Dr. Jacob auf. Schon nach einer Woche Behandlung mit DMSO war der Schmerz deutlich abgeklungen, und vier Monate später spürte sie ihn kaum noch. Weitere Amputationen waren nicht mehr nötig.[13]

Auch gegen Bakterien zeigt DMSO Wirkung, indem es diese direkt im Wachstum hemmt oder sensibel für andere Medikamente macht, also ihre Resistenz mindert. Brobyn bezieht sich u. a. auf eine Studie, die bereits vor der Entdeckung von DMSO durch Jacobs begann:

„H. Basch et al. beschrieben von 1953 bis 1968 einen markanten hemmenden Effekt auf eine Vielzahl von Bakterien und Pilzen in Konzentrationen von 30 bis 50 Prozent. In 80-prozentiger Konzentration werden einige Viren inaktiviert: RNA-Viren: Influenza A, Influenza A2, Newcastle disease virus, Semliki Forest virus sowie DNA-Viren.

Daneben ist aufgefallen, dass DMSO die Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika für den Menschen positiv beeinflussen kann. Pottz et al. haben 1966 nachgewiesen, dass die Sensibilität von Tuberkel um den Faktor 200 gesteigert werden kann, indem die Keime mit 0,5 bis fünf Prozent DMSO vorbehandelt waren.“ [14]

Auch bei der Reduktion von Narbengewebe und der Behandlung rheumatischer Erkrankungen wurden gute Erfolge erzielt, so beispielsweise durch das Forschungsprojekt „Topische Anwendung von DMSO bei Narben und bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis der MHH Hannover/Annastift, Ambulantes Operations-Zentrum (AOZ)“ unter der medizinischen Leitung von Dr. Jörg Carls, in Zusammenarbeit mit der Akademie für Handrehabilitation Bad Pyrmont. Narbengewebe bildete sich sichtbar zurück, und Schwellungen klangen drastisch ab.[15]

DMSO wirkt bei akuten Schmerzen „praktisch sofort“

Insbesondere die schmerzstillende Wirkung von DMSO setzt laut Dr. Stanley Jacob „praktisch sofort“ ein – zumindest bei akuten Schmerzzuständen; bei chronischen kann die Behandlungsdauer seinen Aussagen zufolge bis zu sechs Wochen betragen.[16] Dabei sieht er DMSO weniger als Medikament denn als „therapeutisches Prinzip“, als ein „neues Prinzip innerhalb der Medizin“, das nach dem Antibiotikum- und dem Cortison-Prinzip eine neue Phase in der Behandlungstherapie einläute.[17]

Wie schnell DMSO tatsächlich wirkt, erlebten Stanley W. Jacob und Edward E. Rosenbaum, als sie sieben Testpatienten in Portland, Oregon, mit dem Mittel behandelten. Alle sieben Personen litten unter einer Schleimbeutelentzündung im Schultergelenk, die „ihnen eine derart heftige Pein [verursachte], dass die Kranken sich ohne fremde Hilfe nicht einmal an- oder ausziehen konnten. Frühestens nach einer oder zwei Wochen war Linderung der Schmerzen zu erwarten“,[18] wie es in einem Spiegel-Artikel vom 5. Mai 1965 heißt. Doch es gab eine Überraschung:

„Die Ärzte rieben mit der Testsubstanz die Schultern der Patienten ein – und bereits nach Minuten konnten sie eine verblüffende Wirkung beobachten. ,Nach 20 Minuten‘, so berichteten die Mediziner Edward E. Rosenbaum und Stanley W. Jacob, Professoren an der Universität von Oregon, ,waren alle sieben Patienten entweder vollständig oder fast vollständig frei von Schmerzen. Alle konnten das erkrankte Schultergelenk merklich freier bewegen als zuvor.‘“ [19]

Die entzündungshemmende Wirkung von DMSO wurde 1978 in einer Studie der Cleveland Clinic Foundation in Cleveland, Ohio, bestätigt, an der 213 Patienten mit entzündlichen urogenitalen Leiden teilnahmen. Bei einem Großteil der Patienten konnte dank DMSO eine signifikante Verbesserung des Zustands nachgewiesen werden.[20]

Insbesondere die schmerzstillende Eigenschaft ist kennzeichnend für DMSO. Laborstudien wiesen nach, dass DMSO den Schmerz durch eine „Nervenblockade schmerzleitender, peripherer C-Fasern unterdrückt“. Dadurch verschwindet der Schmerz rasch und für bis zu sechs Stunden.[21]

DMSO „sicherer als Aspirin“

Vom 21. November 1967 bis zum 20. Februar 1968 wurde unter der Leitung von Richard Charles Lebo, MD, im State Prison Hospital in Vacaville, Kalifornien, eine Langzeitstudie durchgeführt, die Aufschluss über die allgemeine Toxizität von DMSO geben sollte. Die Versuchsteilnehmer erhielten ein 80-prozentiges DMSO-Gel, das auf die Haut aufgetragen wurde, und zwar in einer weitaus höheren Dosierung als der üblichen. Brobyn fasst das Ergebnis der Studie zusammen:

„Es wurde eine extensive toxikologische Studie mit drei- bis 30-fach höheren Dosen als für den normalen medizinischen Gebrauch durchgeführt. […] DMSO stellte sich unter den Bedingungen dieser speziellen Studie als sehr sicher dar.“ [22]

Auch Robert Herschler, Mitentdecker der pharmazeutischen Wirkung von DMSO, beschreibt die Toxizität von DMSO als „sehr gering“. DMSO sei „sicherer als Aspirin“, sagt er. Dass die FDA keine uneingeschränkte Erlaubnis für das Mittel erteilt, liegt seiner Ansicht nach daran, dass die Behörde mit einem Mittel wie DMSO schlicht überfordert sei. Er zitiert Francis Kelsey von der FDA mit den Worten, man habe „weder genügend Budget noch Mitarbeiter“, um einem Mittel wie DMSO begegnen zu können.

Mindestens 100.000 Patientenberichte liegen der FDA Herschler zufolge vor, die bei Auswertung belegen würden, dass eine Zulassung gar nicht verweigert werden könne.[23] J. Richard Crout von der FDA verteidigt das Vorgehen der Behörde damit, dass DMSO nicht genügend Aufmerksamkeit in der Fachwelt erregt habe, um die „disziplinierte, kontrollierte Art von Auswertung zu durchlaufen, die alle Medikamente durchlaufen müssen“.[24]

Dass die Pharmaindustrie kein großes Interesse an dem Stoff zeigt, lässt sich leicht erklären. Von Bedeutung ist einerseits sicherlich die breite Palette an Leiden, gegen die DMSO Wirkung zeigt – das Mittel stünde somit in Konkurrenz zu vielen firmeninternen Produkten.[25] Zum anderen lässt sich auf DMSO, das nicht nur im pharmakologischen, sondern auch im industriellen Bereich zur Anwendung kommt, kein Patent erlangen – auch das ist aus marktstrategischer Sicht kein attraktiver Aspekt. Viele Konzerne weisen verteidigend darauf hin, dass es hinreichend Stoffe mit derselben Wirkung wie DMSO gebe. Terry Bristol, PhD, und Vorsitzender des Institute for Science, Engineering and Public Policy in Portland, Oregon, der Stanley Jacob bei dessen Studien zur Seite stand, sieht die Vorteile dennoch beim DMSO:

DMSO ist weit weniger toxisch als andere Stoffe und hat auch weniger Nebenwirkungen.“[26]

Laut therapeutischem Index ist DMSO tatsächlich sieben Mal sicherer als Aspirin.[27] Die einzigen, bislang beobachteten Nebenwirkungen sind ein knoblauchartiger Geruch und Hautreizungen, die individuell ausfallen, laut Walker auf die Austrocknung der Haut zurückzuführen sind und meist nach mehrmaliger Anwendung von DMSO abklingen. Allerdings sollten DMSO-Dämpfe nicht eingeatmet werden.[28] Die intravenöse Gabe von DMSO kann vorübergehend zu Kopfschmerzen führen.[29] Toxizität oder eine karzinogene Wirkung konnten nicht nachgewiesen werden.

DMSO-Behandlung ist unkompliziert und vielseitig

DMSO kann laut Dr. Morton Walker äußerlich aufgetragen, innerlich durch Spritzen oder Tropfer verabreicht oder aber oral eingenommen werden.[30] Wichtig ist Walker zufolge dabei, dass das verwendete DMSO Pharma- bzw. Lebensmittelqualität besitzt, um eine sichere Anwendung zu gewährleisten. Durch die hohe Durchdringungskraft des Mittels geraten ansonsten auch Verunreinigungen im DMSO ungehindert in den menschlichen Körper und können die Leber und andere Organe schädigen.[31] Über die Haut verabreicht ist die höchste Konzentration im Blutserum nach vier bis acht Stunden erreicht, oral für gewöhnlich nach vier Stunden. Nach 120 Stunden ist zumeist kein DMSO mehr nachweisbar.[32]

DMSO in Deutschland

Als „demontiertes Wunder“ wird DMSO in einem Spiegel-Artikel vom 24. November 1965 bezeichnet, kurz nachdem die amerikanische FDA das Mittel in den USA ausgebremst hatte.[33] Man verglich es gar mit dem Contergan-Skandal vier Jahre zuvor, der immer noch seine Schatten warf. Grund war die bereits erwähnte Schädigung der Augenlinse in Tierversuchen mit DMSO. Vorangegangen war der „Demontierung eines Wunders“ die Jagd deutscher Pharmakonzerne nach einer aussichtsreichen Beute. In dem Spiegel-Artikel heißt es:

„Fünf Firmen beteiligten sich an dem Run auf das Wunder: Schering AG (Berlin), Squibb / von Heyden AG (München), Mack (Illertissen), Sharp & Dohme GmbH (München) und – allen misslichen Erfahrungen zum Trotz – auch die Contergan-Herstellerfirma Grünenthal.

Die deutschen Pharma-Fabrikanten hatten nur wenig Forschungsergebnisse vorzuweisen, als sie beim Bundesgesundheitsamt die Registrierung ihrer Präparate beantragten; sie verwiesen auf die amerikanischen Testreihen. Ende August [1965] wurden die Medikamente amtlich zugelassen.“ [34]

Im November 1965, nach dem Aufschrei der FDA in den USA, war der kurze Ruhm von DMSO auf dem deutschen Markt erst einmal Geschichte:

„Die Medikamenten-Großhändler stoppten auf Anweisung der Hersteller die Auslieferung der DMSO-Präparate.“ [35]

Als vorschnell wurde die schnelle Markteinführung beunkt; plötzlich sprach niemand mehr über den pharmazeutischen Nutzen.

Als sich herausstellte, dass die Schädigung der Augenlinse, die als Nebenwirkung von DMSO bei Tierversuchen beobachtet worden war, nicht auf den Menschen zutraf, entspannte sich die Situation für DMSO auch im deutschsprachigen Raum wieder. Schon 1966 wurde dem Mittel auf einem DMSO-Symposium in Wien bescheinigt, dass es sich „zumindest zur Behandlung traumatologischer Erkrankungen in der Unfall- und Sportmedizin, zur Behandlung oberflächlich gelegener Entzündungen und bei Entzündungen oberflächlich gelegener Hautvenen [eigne]. Auch in der Therapie chronischer Erkrankungen wie Bandscheibenveränderungen und degenerativen Gelenkerkrankungen billigten die Wissenschaftler dem Oxid eine unterstützende Funktion zu.“ [36]

Die Wiedereinführung von DMSO als Wirkstoff auf dem deutschen Markt erfolgte im Jahr 1982 mit Dolobene Gel, einer Sportsalbe des Pharmaunternehmens Merckle. Das Gel enthält einen DMSO-Anteil von 15 Prozent und ist damit vergleichsweise niedrig dosiert. „Wir sind derzeit unseres Wissens nach die Einzigen“, sagt Dr. Christine Steinhauser, Medical Information Manager Orthopedics beim Pharma-Unternehmen Merckle Recordati GmbH, „die DMSO in Deutschland als Wirkstoff in einem Arzneimittel gegen Muskel- und Gelenkerkrankungen verwenden. Virunguent Salbe [von Hermal; Anm. d. Aut.] gegen Herpes labialis enthält ebenfalls DMSO 0,18 g auf 10 g Salbe. Verrumal Lösung [ebenfalls von Hermal], ein Warzenmittel, enthält als Hilfsstoff DMSO 8 g auf 100 g Lösung.“ [37]

Das im Gegensatz zu Dolobene Gel höher konzentrierte Medikament Paravac, eine DMSO-Emulsion, ist derzeit in der Testphase und noch nicht zugelassen, kann aber als Rezeptarznei bereits jetzt vom Arzt verschrieben werden. Es kommt u. a. in der Karzinomtherapie zum Einsatz. [38]

Artikel von Nina Hawranke

(…)

Quelle: http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/dmso-ein-verkanntes-wundermittel

Gruß an die natürliche Heilung

TA KI

Über den Zusammenbruch der Wirtschaft


CollapseNein, das ist kein Plot aus einem Film der Mad Max-Reihee. Der Journalist Michael Ruppert stellt in dieser Dokumentation die These auf, dass die industrielle Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch steht, weil uns das Öl ausgeht. Der Film fordert einen sofortigen Paradigmenwechsel, der im besten Fall 20 Jahre, aber auch 150 Jahre dauern könnte. Der Film wurde erstmals in Deutschland auf der 60. Berlinale im Februar 2010 gezeigt.

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Collapse+Ueber+den+Zusammenbruch+der+Wirtschaft+de+/634128/detail.html

Gruß an den Wandel

TA KI

Putin streicht Ministern Neujahrsurlaub


Angesichts der ungebremsten Wirtschaftskrise in Russland hat Präsident Wladimir Putin den Ministern den Neujahrsurlaub gestrichen. Auf einer vom Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung teilte er ihnen mit, sie könnten es sich nicht leisten, Urlaub zu machen.

Zwischen dem 1. und 12. Januar haben fast alle russischen Arbeitnehmer frei – in die Zeit fällt auch das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar.

Die russische Wirtschaft ist von westlichen Sanktionen und dem Verfall des Ölpreises hart getroffen worden. Im kommenden Jahr wird Russland nach Expertenprognosen erstmals seit sechs Jahren in eine Rezession fallen. Der Rubel hat in den jüngsten Turbulenzen zwischenzeitlich die Hälfte seines Werts verloren.

Putin sagte den Kabinettsmitgliedern, er erwarte von ihnen, dass sie die Lage unter Kontrolle halten.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_72293550/wladimir-putin-streicht-seinen-ministern-den-neujahrsurlaub.html

Gruß an die Besonnenen

TA KI

Türkei strebt laut Berater zu hundert Prozent in EU


Ankara wirft Brüssel mangelndes Verständnis vor

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Ungeachtet der gegenseitigen Vorwürfe aus Brüssel und Ankara strebt die Türkei nach Angaben eines ranghohen Regierungsberaters weiter entschlossen in die Europäische Union. „Die (Regierungspartei) AKP will zu hundert Prozent der EU beitreten und ihre eigene Stärke in Europa zeigen“, sagte Etyen Mahcupyan, Spitzenberater von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings träume der „begeisterte und selbstbewusste“ Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht davon, in der zweiten Liga zu spielen. „Er will in der ersten Liga spielen, mit gleichberechtigten Partnern.“

In den vergangenen Wochen hatte eine Welle von Festnahmen von Anhängern des Erdogan-Rivalen Fethullah Gülen für scharfe Kritik der EU gesorgt. In den Festnahmen von Journalisten von Gülen-Medien sieht Brüssel eine ernste Bedrohung der Pressefreiheit. Mahcupyan verteidigte das Vorgehen. „Es ist sehr klar, dass die Gülen-Bewegung die Regierung stürzen und eine Zeit ohne Erdogan schaffen wollte“, sagte er. Eine „Kerngruppe“ von bis zu zehntausend Anhängern hätte dazu eine eigene Hierarchie in den staatlichen Institutionen errichtet, Gülen habe bis zu drei Millionen Sympathisanten.

Mahcupyan warf dem Westen eine „negative“ Perspektive vor. „Die westliche Welt hat keine Ahnung, was in der Türkei vor sich geht, sie verstehen es nicht, und sie bemühen sich auch nicht sehr.“ Die von Erdogan mitgegründete islamisch-konservative Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) sei „ein Pendel, das zwischen Autoritarismus und Demokratie hin und her schwingt“. „Ich kann sagen, die Partei ist näher an der Demokratie, die Partei ist aber sehr unsicher, sie meint, der Teppich unter ihren Füßen könne jederzeit weggezogen werden“, sagte Mahcupyan.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/t%C3%BCrkei-strebt-laut-berater-hundert-prozent-eu-114439393.html

Gruß an die EU- Austreter

TA KI

Drogenproduktion in Afghanistan außer Kontrolle geraten


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Der stellvertretende Minister für Drogenbekämpfung in Afghanistan, Mohammad Ibrahim Azhar, gab am Donnerstag bekannt, dass die Drogenproduktion in Afghanistan, trotz Behauptungen der USA und Großbritanniens, außer Kontrolle geraten sei.

Für diese Katastrophe würden neue Strategien benötigt. In diesem Jahr wurden 224.000 Hektar Ackerland für den Anbau von Mohn genutzt. Diese Flächen stünden zum Großteil unter Kontrolle der ISAF-Truppen, so Azhar. Der afghanische Vize-Minister für Drogenbekämpfung gab die Zahl der Drogensüchtigen in diesem Land mit 1.600.000 an.

Quelle: http://german.irib.ir/nachrichten/verschiedenes/item/273764-drogenproduktion-in-afghanistan-au%C3%9Fer-kontrolle-geraten

Gruß an die Bundeswehr

TA KI

Der Ursprung des Weihnachtsfests


Inspiriert durch unsere 8 germanisch-keltischen Jahresfeste, die wir an unserem Kraftort feiern und an denen wir die Natur und unsere Ahnen und Urahnen ehren, haben wir Weihnachten noch mal aus einer ganz anderen Perspektive wahrgenommen.

Vollkommen falsch ist die Behauptung, Weihnachten sei ein „rein christliches“ Fest. Tatsächlich sind die christlichen Bestandteile in der neuzeitlichen Weihnacht in der Minderzahl.

Weihnachten ist heute vielmehr ein buntes Konglomerat aus christlichen, jüdischen, römischen, altpersischen und vor allem germanischen und keltischen Elementen, aus frühneuzeitlichen Zunftbräuchen und adliger Selbstdarstellung, aus romantischer Kunst, aus bürgerlicher Harmoniesucht und proletarischer Sehnsucht nach einer besseren Welt, aber auch aus großen eiskalt kalkulierter Werbestrategien – und vielen anderen Einflüssen mehr.

Herausgefunden haben wir, das Weihnachten ein Überbleibsel Heidnischer Bräuche ist. Aufgrund des anfänglich doch erheblichen Widerstandes in den „missionierten“ Völkern ging die Kirche alsbald dazu über, unterstützt durch geschickte Missionare, die die christlichen Feste an andere Kulturen anpaßten, deren heidnische Feste und vor allem unsere alten germanischen und keltischen Bräuche für sich umzumünzen. So wurde alleine die angebliche Geburt Jesu in den ersten 500 Jahren fünfmal umgelegt, bis sie dann schließlich vom römischen Bischof Liberus (der damit vom Kult des „Sol Invictus“, dem damaligen schärfsten Konkurrenten des Christentums im Römischen Reich, profitieren wollte) auf den Zeitpunkt der heidnischen Wintersonnenwende gelegt wurde. Infolgedessen drangen hier bereits viele mit dem Sonnengott verbundene Vorstellungen in das christliche Fest ein.

(Heute gibt es kein christliches Fest mehr, daß nicht einen germanischen oder keltischen Ursprung hat, auch wenn der ursprüngliche Sinn dabei völlig verfremdet wurde.)

Erst 813, in der Hochzeit der brutalen Missionierung Germaniens, wurde der 25. Dezember verbindlicher Kirchenfeiertag. Der Begriff „Weihnachten“, der ca. 1170 in einem Gedicht von Spervogel erstmals schriftlich erwähnt wurde, wurde dabei unverhohlen von den germanischen Weihennächten (bei den südlichen Stämmen hießen sie die Raunächte) übernommen. (Wie auch das germanische Frühlingsfest Ostara für das christliche „Ostern“ herhalten mußte)

Der Begriff „Jul“ stammt aus dem nordischen und bedeutet “Rad des Lebens”. In Skandinavien findet das Weihnachtsfest auch heute noch unter dem Namen Julfest statt, wobei der geschmückte Tannenbaum und auch die Geschenke dem germanisch-nordischen Brauch entnommen wurden.

Nach dem Julfest fanden die 12 Weihennächte statt. Das waren Festtage, in denen das Haus geräuchert wurde, mit den Worten “Glück ins Haus – Unglück hinaus”. In dieser zwölftägigen Friedenszeit stand das Haus für Gäste offen, die mit feinen Köstlichkeiten reich bewirtet wurden.

Für die Germanen hatten die Weihennächte große Bedeutung. In diesen Nächten wurden die Orakel befragt; der germanische Brauch hat sich bis heute im Bleigießen und ähnlichem zu Silvester erhalten.

Als jahrhunderte später ganz Europa gewaltsam und unter unvorstellbaren Greueltaten und Genoziden an den heidnischen Völkern „missioniert“ war und die Kirche fest im Sattel saß, wollte sie diese heidnischen Einflüsse zu Weihnachten wieder verbieten. So gibt es alte deutsche Urkunden über Ratsverordnungen, die den Weihnachtsbaum erwähnen und die das Ausputzen der Stuben mit Tannengrün und Bäumen verbieten. Und auch die Weihnachtskekse sollten verboten werden, da die Formen des Gebäcks die Alten Heidnischen Göttern darstellten. Als dies nicht gelang, versuchte die Kirche erneut, die germanischen Bräuche für sich um zu nutzen.

So war es bei den Germanen üblich, zur Zeit des Julfestes Heu vor das Haus zu legen. Dies war als Futtergabe für Odins Pferd gedacht. Odin, der germanische Göttervater, war unter vielen Namen bei den Menschen unterwegs. Zur Julzeit  wählte er die Verkleidung eines Bettlers, bei den Menschen als „Hrued Percht“ bekannt. Als Dank für das Pferdefutter hinterließ er Obst und Früchte für die Kinder.

Dieser Brauch wurde von der Kirche nicht nur aufgegriffen und durch einen angeblichen Bischof Nikolaus ersetzt, nein, das reichte noch nicht. Diesem Bischof wurde auch noch ein Knecht beiseite gestellt… man achte auf die Namensähnlichkeit: Hrued Percht wird zu Knecht Ruprecht! Wie infam kann man denn sein, wenn man den Hauptgott einer anderen Religion zum Knecht eines eigenen Predigers degradiert? (Das mal am Rande zum Thema Toleranz des Christentums)

Auch der Adventskranz stammt von den Germanen und war früher der Julkranz. Was wir sehr Interessant finden, ist die Umkehrung der Adventszeit. Beim Julkranz wurden alle Kerzen (ursprünglich waren es 6) angezündet, um Licht in die dunkelste Jahreszeit zu bringen und dann wurde bis zur Wintersonnenwende (ca. 21. Dezember) jede Woche eine Kerze weniger angezündet, gleich dem abnehmenden Sonnenlicht. Dann, am Tag der Wintersonnenwende, wurde ein Julfeuer entzündet, als Symbol der wiederkehrenden Sonne. Wenn das Feuer am stärksten brannte, wurden alle Julkränze aus der Gemeinschaft dem Feuer übergeben. Der Julkranz war geflochten aus immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt.

Das Weihnachtsfest gibt uns die Möglichkeit zu unseren Wurzeln zurück zu finden. Gibt uns die Möglichkeit, uns wieder mehr mit der Natur zu verbinden und bewußt mit ihr dieses Fest zu feiern. Denn die Natur ist ein sehr starker Partner an unserer Seite. Sie war es früher und wird es auch heute wieder sein, wenn wir uns ihr wieder mit unserem ganzen Herzen öffnen.

Yggdrasil

Heil große Götter, Asen, Wanen!

Heil Mjöllnir, heil Yggdasil

Ihr Heiligtümer der Germanen

Wie schändlich ist das grause Spiel

Mit dem man zu vernichten suchte

Euch tausend Jahre lang, voll Haß

Verbrannte, tötete, verfluchte

Was heiligstes das Volk besaß!

Das Gift des „Lichtes aus den Osten“

Kann niemals unsere Rettung sein

Es wird uns unsere Seele kosten

Wenn wir uns nicht davon befrei’n.

Ich hab die Ketten überwunden

Die mich mein Leben lang beschwert

Ich hab zu meinem Volk gefunden

Das euch, ihr Götter, doch gehört!

(Renate Schütte)

Danke an Ulrich Zimmermann

Gruß an die Ahnen

TA KI

Lustiges Weihnachtsgedicht Little Christmas


When the last Kalendersheets
flattern trought the Winterstreets
and Dezemberwind is blowing
then is everybody knowing
that is it not allzuweit
she does come the Weihnachtszeit.

All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stüble
run to Kaufhof, Aldi, Mess
make Konsum and business,
kaufen this und jene thinks
and the churchturmglocke rings.

Manche holen sich a Tännchen;
when this brennt the cry “Attention”!
Rufen for the Feuerwehr:
“Please come quick to löschen her!”
Goes the Tännchen off in Rauch
the are standing on the Schlauch!

In the kittchen of the house
mother make the Christmasschmaus.
She is working, schufts and bakes
the hit is now her Joghurtkeks
and the Opa says als Tester:
“We are killed bis to Sylvester”!

Then he fills the last Glas wine-
yes, this is the Christmastime!

Day by day does so vergang
and the holy night does come,
you can think, you can remember
this is immer im Dezember!

Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwärts running.

Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine
well, this is the Weihnachtstime!

Baby-Eyes are kugelrund
the family feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum they´re hocking,
then nothing can them ever shocking.
The are happy, are so fine
this happens in the christmastime!

The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird, the Maus,
are turning round the Weihnachtsstress
enjoy, this is an never nie
well the find Kitekat and Chappi
in the Geschenkkarton of Papi.

The family begins to sing
and wieder does a Glöckchen ring.
Zum song vom grünen Tannenbaum,
the Tränen rennen down and down
bis our mother plötzlich flennt:
“The christmas-Gans im Ofen brennt”!

Her nose indeed is very fine
ENDE OF THE WEIHNACHTSTIME ;-))

Quelle: http://www.weihnachtsgedichte24.de/lustige-gedichte-little-christ.html

Gruß an die Sprachverformer

TA KI

Forscher warnen: Lesen auf dem iPad macht krank


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Wer abends ein Tablet-PC zum Lesen benutzt, kann Probleme mit seinem Schlaf bekommen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Forscher warnen nun vor künstlichen Licht mit höherem Blauanteil.

Das Lesen auf hell leuchtenden Tablet-PCs vorm Schlafengehen kann den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Bei vier Stunden Lesezeit schalte die innere Uhr um durchschnittlich 1,5 Stunden verzögert in den Ruhemodus, berichten Wissenschaftler im Fachjournal „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS). Als Maß galt der Spiegel des Hormons Melatonin, das den Schlaf reguliert. Zu vermuten sei, dass ein hoher Anteil blauen Lichts der Bildschirme die Veränderung auslöst.

„Die Verwendung elektronischer Geräte zum Lesen, zur Kommunikation und zur Unterhaltung hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, schreiben die Forscher um Anne-Marie Chang von der Harvard Medical School in Boston (US-Staat Massachusetts). Sie wollten die Auswirkungen dessen auf den Schlaf untersuchen. Dazu ließen sie zwölf gesunde junge Frauen und Männer vor der Schlafenszeit unter kontrollierten Bedingungen auf E-Books auf Tablet-PCs und herkömmliche Bücher lesen.

Alle Teilnehmer lasen an fünf Abenden hintereinander E-Books sowie, ebenfalls fünf Abende lang, gedruckte Bücher. Nach dem Zufallsprinzip ausgewählt begann die eine Hälfte mit den E-Books, die andere mit den herkömmlichen Büchern. Zwischen beiden Durchgängen gab es jeweils einen Tag Erholungspause. Die Probanden lasen jeweils vier Stunden lang, bevor um 22 Uhr das Licht gelöscht wurde. Um sechs Uhr morgens wurden sie wieder geweckt.

Die Messungen medizinischer Werte zeigten, dass die Probanden nach dem E-Book-Lesen etwa zehn Minuten später einschliefen als nach dem Lesen des gedruckten Exemplars. Die Traumphasen (REM-Schlaf) waren nach dem E-Book-Lesen um fast zwölf Minuten verkürzt und die Probanden fühlten sich morgens deutlich matter und weniger erholt als diejenigen, die herkömmliche Bücher gelesen hatten.

Die größte Auswirkung hatte das Lesen auf elektronischen Geräten auf das Schlafhormon Melatonin: Dessen Ausschüttung wurde um 55 Prozent vermindert. Am 5. Abend des E-Book-Lesens war die Melatoninkurve, die den Schlaf-Wach-Rhythmus anzeigt, um 1,5 Stunden gegenüber den Abenden mit gedruckter Lektüre nach hinten verschoben. Zur festgelegten Schlafenszeit um 22 Uhr waren die E-Book-Leser deshalb viel wacher.

Chang und Kollegen verweisen auf andere Studien, die gezeigt hätten, dass kurzwelliges – also blaues – Licht auf Menschen wie ein Alarmsignal wirke. Der Körper unterdrücke dann die Müdigkeit durch die verringerte Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Bei vielen elektronischen Geräten wie Fernsehern, Computern und Tablet-PCs sei der Anteil des blauen Lichts besonders hoch.

Bedenklich sei die Reaktion des Körpers vor allem deshalb, weil eine verringerte Melatoninproduktion unter anderem das Risiko für Krebserkrankungen des Darms, der Brust und der Prostata erhöhen könne, heißt es weiter. Dies hätten Untersuchungen ergeben, die inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt seien.

„Unsere Ergebnisse belegen, dass das elektrische Licht, dem wir zwischen Sonnenuntergang und der Schlafenszeit ausgesetzt sind, tiefgreifende biologische Wirkungen hat“, schreiben die Forscher.

Zu ihrer Analyse merken sie dabei aber an, dass sich die Bedingungen der beiden Lesearten im Experiment stark unterschieden: Während der E-Book-Reader auf maximale Helligkeit gestellt gewesen sei, habe das Buchlesen bei stark gedämpftem Licht stattgefunden. Nicht nur diese Tatsache sowie die sehr geringe Teilnehmerzahl der Studie wird kritisiert – auch dass ausschließlich Tablets untersucht wurden, keine dezidierten eBook-Reader mit Beleuchtung.

Quelle: http://www.tz.de/leben/gesundheit/licht-e-book-geraeten-kann-innere-beeinflussen-zr-4568330.html

Gruß an die Bestrahlten

TA KI

Eritrea: Afrikanischer ideologischer Ebola für Imperialisten


Es blieb mir gar nichts anderes übrig, als diesen ellenlangen Artikel zu übersetzen, erstens weil er gut ist und zweitens, weil ich der Anlass dafür gewesen bin. Als André und ich uns vor fast drei Jahren hier in Schweden trafen, sprachen wir u. a. über Eritrea. Ich musste lachen, als er mir seine Meinung über das Land sagte, weil auch er der Propaganda des Mainstream auf den Leim gegangen war. Das ist uns allen schon passiert. Wieviele Märchen und Lügen wurden in uns hineingepumpt, die wir später nur mit Mühe abstreifen konnten. Ich überzeugte ihn schließlich, dass er sich das Land selbst ansehen müsse. Und jetzt hat er sich “dies am meisten missverstandene Land auf dem Globus” angesehen. Es gibt ein eisernes Gesetz: Wenn Mainstream über etwas oder über jemandem schimpft, dann ist das/die Person gut und umgekehrt. Das gilt für jeden einzelnen Fall. Wenn die USA von Frieden reden, bereiten sie einen Krieg vor. Reden sie von Menschenrechten, bauen sie ein neues KZ. Und wer etwas anderes sagt, ist ein Troll. Ein bezahlter oder gründlich ‘brainwashed’. So einfach ist das.

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Eritrea: Afrikanischer ideologischer Ebola für Imperialisten

André Vltchek
13. Dezember 2014

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

QohaitoQohaito ist eine  mysteriöse, alte prä- aksumitische Stadt im eritreischen Hochland, mit verschiedenen, eindrucksvollen monolithischen Säulen, die sich zum Himmel erheben. Man erzählt, dass genau hier, unter der Oberfläche, eine andere verlorene Stadt exisiert. Beim Laufen bebt die Erde und irgendwo tief unter einem kann man das Echo der eigenen Schritte hören.
Nur ein paar Minuten Fahrt von den Säulen entfernt endet das Plateau abrupt. Da ist eine Klippe und ein atemberaubender Blick in ein tiefes Tal. Dieser Ort wird Ishka genannt. Und hier war es, wo sich tausende eritreische Freiheitskämpfer und Zivilisten zu verstecken pflegten vor den brutalen ethiopischen Besatzungskräften.
Ich stellte meine Kameras direkt am Klippenrand auf, bat meinen örtlichen Kameramann, sie zu bedienten, und dann stellte ich die erste Frage an Ibrahim Omar, einen heimischen Bergbewohner: “Wie ist das Leben hier für Sie, vor und nach der Unabhängigkeit?”

“Das sind zwei unterschiedliche Leben,” erklärte er. “Das erste – vor der Unabhängigkeit – das war schwer, brutal. Und dann kam das andere Leben, ein völlig anderes, nachdem wir gewonnen hatten. Das war, als unsere grundlegenden Menschenrechte anerkannt und respektiert wurden. Die Schulen, Gesundheitsposten und Straßen wurden gebaut. Alles wurde plötzlich verändert.”

Ich bitte Omar um ein Beispiel und er antwortet bereitwillig:

“Vorher musste eine schwangere Frau auf einem Kamel viele Stunden reiten, um einen Gesundheitsposten zu erreichen, um zu entbinden. Viele Frauen starben unterwegs. Jetzt sind Gesundheitsposten in diesem Gebiet leicht zu erreichen …”

Er denkt ein paar Sekunden nach und fügt hinzu: “Und das nenne ich Leben.”

Als wir in die Hauptstadt – Asmara – zurückfuhren, können wir neue Straßen sehen, manche geteert, manche noch nicht, die durch zerklüftetes, bergiges Terrain führten. Und parallell dazu Stromleitungen, die sich bis zum Horizont erstreckten.

Im Wagen denke ich daran, was Omar als “Menschenrechte” definiert hatte. Das steht in direktem Widerspruch zu dem, was im Westen mit dem Ausdruck gemeint ist. In den USA und in Europa wurden die ‘Menschenrechte’ als ideologisches Werkzeug geschaffen, eine Waffe im Kalten Krieg. In Eritrea hat er eine ganz einfache Bedeutung: das Volk ernähren, ihm freie Erziehung und medizinische Versorgung zu geben, neue Straßen zu bauen und sie mit Strom zu versorgen.

* * *

Eritrea zu verstehen, ist nicht leicht. Aber außerhalb Asmara wird alles deutlich; es kann nichts verborgen werden. Sowohl Armut und die heroischen Versuche, sie auszurotten, liegen direkt vor meinen Augen. Bauern arbeiten hart; viele Straßen und Stromleitungen sind im Bau.

Aber die westliche Propaganda gegen Eritrea ist so mächtig, dass ich mich selbst oft ertappe, wie ich mich an deren Parolen erinnere, statt mich darauf zu konzentrieren, die Realität mit eigenen Augen zu beobachten. Und schließlich bin ich  Professioneller: Ich habe mein Leben der Entlarvung westlicher Indoktrinierungs-Kampagnen gewidmet!

Ich filme und photografiere, um die Wahrheit einzufangen mit Hilfe meiner Linsen.
Nach nur wenigen Tagen wird ein sehr klares Bild deutlich: Eritrea, das afrikanische Kuba, steht auf eigenen Beinen.
Eritrea – eine stolze und entschlossene Nation – die dreißig Jahre für ihre Unabhängigkeit kämpfte und dabei hunderttausende ihrer Söhne und Töchter im Kampf verlor.

Eritrea – ein Land mit seinem eigenen egalitären Entwicklungsmodell, das unermüdlich für die Wohlfahrt seines Volkes arbeitet.

Eritrea – eine Nation, die nicht bereit ist, ihre Bürger den Launen des Imperiums und seiner Unternehmen auszuliefern.

All dies steht in direktem Widerspruch zur Propaganda, die aus London und New York verbreitet wird, um das Land anzuschwärzen, es als Verbrecherland darzustellen, das Terroristengruppen in Ostafrika unterstützt, seine Bürger unterdrückt und die grundlegenden ‘Menschenrechte’ verletzt.

Auf dieser Reise bei meiner Suche nach der Wahrheit durch das Land, das der Westen als das vielleicht am meisten abgeschlossene Land auf Erden beschreibt, werde ich von drei Leuten begleitet – Frau Milena Bereket (Direktorin von “African Studies”, ein unabhängiger Forschungs- und Öffentlichkeitsarbeit-Thinktank in Asmara), von einem heimischen Kameramann und einem Fahrer.

In Eritrea bin ich Gast von ‘African Studies’, aber praktisch gehen sie auf meine Wünsche ein, arrangieren Interviews und Beförderung zu Orten, die ich besuchen möchte. Wir planen zusammen, arbeiten Schulter an Schulter. ‘African Studies’ ist ein unabhängiger Thinktank, der 2011 online ging, ursprünglich geschaffen, um – virtuell – auf die wachsenden Bedürfnisse der Diaspora und der Eritrear in Afrika einzugehen und Afrikaner mit faktischen und örtlichen Informationen über das Horn von Afrika und insbesondere über Eritrea zu beliefern.

In relativ kurzer Zeit gelang es mir, drei Regionen (Zonen) des Landes zu besuchen und es wäre mir erlaubt worden, alle sechs Zonen zu besuchen, hätte ich mehr Zeit gehabt. Wie es nun einmal war, konnte ich in den acht Tagen kaum schlafen, aber ich traf Menschen in Gebirgsdörfern und in der Hafenstadt Massawa, ich leitete eine Runder-Tisch-Diskussion mit mehreren prominenten jungen Intellektuellen und ich diskutierte Politik und das Entwicklungsmodell von Eritrea mit Beamten aus dem Ministerium für Erziehung und Gesundheit, sowie mit ehemaligen Freiheitskämpfern und eritreischen Diplomaten.

Alle meine Begegnungen waren spontan. Die eritreischen Leute sind gut informiert und erzogen. Unsere politischen Diskussionen sind offen und leidenschaftlich. Ich kann meinen eigenen Augen nicht trauen oder genauer gesagt: Ich kann nicht den Lügen glauben, die über dieses Land erzählt werden.

* * *

Im Hotel Asmara Palace (das ehemalige Inter-Continental) treffe ich den angesehenen ethiopischen Autor und Forscher Dr. Mohamed Hassan, ein ehemaliger äthiopischer Diplomat in Washington, Beijing und Brüssel, sowie Abgeordneter der militanten Belgischen Arbeiterpartei. Er verbringt jetzt viel Zeit in Eritrea, das ihm sehr am Herzen und nahe seinen ideologischen Ideen liegt.

Ohne viel Zeit mit Formalitäten zu verbringen, fangen wir gemeinsam zu arbeiten an – zu filmen und die Diskussion aufzunehmen.

Dr. Hassan erklärte mir gleich zu Beginn seine gut definierte These:

“Ich komme vom Horn in Afrika und ich sehe es unter Eritreas Gesichtspunkt, schon in der Zeit seines Kampfes, der nicht nur ein nationaler Befreiungskampf für Eritrea, sondern für das Horn von Afrika im allgemeinen war. Es ist wahr, dass der Kampf des eritreischen Volkes für Freiheit, die ihm verweigert wurde, äußerst lange dauerte, bis es seine Unabhängigkeit gewann … es brauchte 30 Jahre, den Feind zu besiegen, zu dem leider auch mein Land Äthiopien gehörte – das wiederum von vielen mächtigen Kräften unterstützt wurde … Zu einem Zeitpunkt waren es die USA und alle westlichen Länder …  dann unterstützten die Israelis Spezialeinheiten im Kampf gegen Eritrea … 1991 endete der Kampf und wir dachten, dass wir alle zusammen das neue Horn von Afrika aufbauen könnten, auf der Basis von Gleichheit, als Brüder und Schwestern, ohne Unterschiede zwischen uns und ohne Hierarchie … 1991, dachte ich, war der beste Moment, den unsere Region jemals gehabt hat. Eritrea besiegte das benachbarte Regime und es unterstützte die Revolutionäre in Äthiopien; Leute wie wir … Es fanden damals große Veränderungen in Äthiopien statt. Wir hofften, dass unsere Ökonomien integriert werden könnten und dass wir neue Beziehungen von Volk zu Volk aufbauen könnten …”

Aber das sollte nicht sein. Es gab riesige Veränderungen in der Welt, wie Hassan sich erinnert. Die Sowjetunion verschwand und die Balance der Macht neigte sich zu einer Seite.

Hassan fährt fort:

“Plötzlich schrieb in den Vereinigten Staaten ein Beamter, einer der sehr wichtigen Beamten im Pentagon, für ein Militärjournal, “Parameters” genannt, ein Memorandum und sein Verständnis von dem, was in Afrika getan werden müsse. Er beschrieb die US-Interessen in Afrika und er teilte Afrika in vier Regionen auf … Eine Region sollte der südliche Teil Afrikas werden, das ganze riesige Gebiet von Südafrika bis zum Kongo; die Region voller Minerale, die Region, die ‘sehr wichtig für die US-Armee und die US- Unternehmen’ sei … Die zweite Region war das Horn von Afrika, zu dem Ostafrika und der ‘größere Nahe Osten’ gehören sollte, den G. W. Bush später zu schaffen versuchte. Westliche Militärbasen am Horn von Afrika sollten im Nahen Osten und in anderen afrikanischen Ländern eingreifen können …”

Die dritte Zone sollte Westafrika werden; reich an Öl, das gefördert wird, um den Bedarf Nordamerikas zu decken. Die vierte Zone sollte Nordafrika, von Ägypten bis Mauretanien werden.

Alle vier Zonen sollten natürlich voll vom Westen kontrolliert werden.

“Unmittelbar, nachdem dieses Dokument veröffentlicht wurde, wurde von Anthony Lake, damaliger Berater für nationale Sicherheit unter Clinton, seine neue Theorie unter dem Namen ‘Anchor States’ veröffentlicht. Er teilte ebenso den afrikanischen Kontinent in vier Basen ein: wobei er vier ‘Anker-Staaten’ definierte. Eins: Südafrika, ‘verantwortlich’ für das südliche Afrika; zwei: Äthiopien, ‘verantwortlich’ für das Horn von Afrika; drei: Ägypten für Nordafrika und vier: Nigeria für das westliche Afrika.
Sehr bald intervenierte Nigeria in Sierra Leone und Liberia, und Äthiopien akzeptierte ebenfalls seine Rolle und wurde die Basis für westliche Aggressionen in der Region.”

Eritrea hat sich nie verkauft. Es akzeptierte nicht das Spiel der Imperialisten in der Region. Es stand deutlich im Weg der westlichen Beherrschung der Region, wegen seiner Prinzipien von nationaler Unabhängigkeit, Nicht-Einmischung, keine Militärbasen am Horn von Afrika und seinem Wunsch, ein neues Horn von Afrika zu errichten … All dies wurde von den großen Mächten als ‘negativ’ angesehen, laut Dr. Hassan. Deshalb wurde Eritrea als Paria-Staat bezeichnet.

* * *

Wie brutal, wie beständig konnte die Strafe sein – als Vergeltung für das Erreichen seiner Unabhängigkeit und für seine Sorge um das Volk, für soziale Gerechtigkeit?

Die Embargos gegen Kuba sind ein sehr gutes Beispiel, wie weit das Imperium bereit ist zu gehen. Oder ‘die Ökonomie zum Schreien bringen’ unter der sozialistischen Regierung von Salvador Allende in Chile, der offenbar einen sehr ‘schlechten Einfluss’ – laut Kissinger und den Unternehmens-Bossen – auf ganz Lateinamerika und sogar bis hinüber auf die Mittelmeerländer hatte. Oder vielleicht direkte militärische Angriffe, wie jene, die gegen Indonesien unter der Herrschaft des auf Unabhängigkeit bedachten Sukarno durchgeführt wurden.

Sowohl Indonesien (1965) als auch Chile (1973) wurden in Blut gebadet, durch westlich orchestrierte Coups. Chile hat sich jüngst erholt, aber Indonesien schaffte es nicht. Kuba hielt stand, zu einem unerhörten Preis und mit unvergleichlicher Entschlossenheit und Mut.

Und so hat es Eritrea auch gemacht – aufrecht und gegen ständige Subversionen, Angriffe, Propaganda, Embargos und Provokationen kämpfend.

Daher wird es oft das ‘Afrikanische Kuba’ genannt. Oder vielleicht sollte man es mit Vietnam vergleichen oder mit beiden. Aber um genau zu sein, so hat Eritrea sein eigenes Modell des Widerstandes entwickelt. Sein Mut, sein Kampf gehört ihm. Es ist ein völlig einzigartiger Ort und sein Volk ist stolz, anders zu sein.

Aber kann Eritrea überleben, während viel größere und reichere Länder wie Libyen, Irak und Syrien eins nach dem anderen fallen, einfach, weil das Imperium beschlossen hat, dass sie zu viel ihrem eigenen Volk geben und zu wenig an die Multis?

* * *

“Wir wollen nicht herumgestoßen werden”, wird mir wieder und wieder gesagt, wann immer ich frage, ob Eritrea ein sozialistisches Land ist.

“Schau dir Amílcar Cabral in Guinea-Bissau an”, sagte mir Elias Amare, einer der besten Schriftsteller und Denker Eritreas, der auch eine wichtige Person  im ‘Peace Building Center for the Horn of Africa’ (PCHA) ist. “Cabral sagte immer: ‘Beurteilt uns nach dem, was wir vor Ort tun’. Dasselbe kann von Eritrea gesagt werden.”

Die meisten Führer Eritreas, die meisten Denker sind entweder Marxisten oder zumindest sind ihre Herzen sehr nahe den sozialistischen Idealen. Aber es wird wenig über Sozialismus gesprochen hier und es gibt fast keine roten Fahnen. Die eritreische Fahne steht im Zentrum von allem, was geschieht, und Unabhängigkeit, Autarkie, soziale Gerechtigkeit und Einheit können als grundlegenden Säulen der nationalen Ideologie bezeichnet werden.

Laut Elias Amare:

“Eritrea hat Erfolge, wesentliche Errungenschaften erzielt darin, was von der UNO als ‘die Jahrtausend Entwicklungs – Ziele’ bezeichnet wird, insbesondere in der Sicherstellung von Grunderziehung für alle, kostenlos; Sicherstellung der Frauenemanzipation und Gleichheit der Frauen in allen Bereichen. Im Gesundheitswesen hat es eine dramatische Reduzierung der Kindessterblichkeit  und auch der Muttersterblichkeit erreicht. In dieser Hinsicht wird Eritrea als exemplarisch in Afrika angesehen; wenig andere Länder sind so weit gekommen. Trotz aller Hindernisse, denen das Land gegenübersteht, ist das Bild positiv.

Eritrea fährt auf dem Weg nationaler Unabhängigkeit fort. Es hat eine progressive Ansicht vom Aufbau nationaler Einheit. Eritrea ist eine multi-ethnische, multi-religiöse Gesellschaft. Es hat 9 ethnische Gruppen und zwei große Religionen: Christentum und Islam. Zwei Religionen ko-existieren harmonisch und dies ist hauptsächlich der toleranten Kultur zu verdanken, die von der Gesellschaft aufgebaut wurde. Es gibt keinen Konflikt oder Animosität zwischen den ethnischen oder religiösen Gruppen. Die Regierung und das Volk sind darauf erpicht, die nationale Einheit zu bewahren.”

Dies steht in starkem Widerspruch zum Rest von Afrika. Ethnische und religiöse Konflikte zerreißen den Sudan, Kenya, Kongo, Uganda, Ruanda, Burundi und viele andre Länder. Dahinter steckt of der alte Kolonialismus und neo-Kolonialismus.

Was Eritrea erzielt hat, ist keine geringe Errungenschaft, sondern ein wesentlicher Durchbruch.

Weshalb dann, frage ich Elias, ist der Westen so aggresiv gegen den eritreischen Weg? Er antwortet:

“Ich verweise auf Noam Chomskys Ansicht darüber: Wann immer ein kleines Land versucht, einen unabhängigen nationalen Weg zu gehen und glaubwürdige Entwicklungsarbeit leistet, dann gefällt das den westlichen Ländern nicht. Sie wollen ‘Marionetten-Staaten’. Sie wollen Staaten, die sich den globalen, kapitalistischen Interessen unterwerfen … All dies ist Tabu in den Augen der westlichen imperialistischen Länder. Sie wollen neo-koloniale Regime, die den Diktaten der Weltbank, des IWF, WTO usw. gehorchen.”

* * *

Der Hafen von Massawa liegt immer noch in Ruinen. Äthiopien hat diese historische Stadt dem Erdboden gleich gemacht im letzten Stadium des eritreischen Krieges um Unabhängigkeit.

Seither geht der Wiederaufbau voran, langsam aber sicher.  Und der Hafen funktioniert gut; er ist modern und effizient. Frachtschiffe fahren in alle Ecken der Welt, während Passagierfähren das Festland mit den Dahlak-Inseln verbinden.

Doch in der Stadt selbst ist der Horror des Krieges noch bei jedem Schritt sichtbar. Viele historische Gebäude sehen gespenstisch aus, nur noch Gerippe. Am Eingang des Hafens steht ein massiver Sockel und ich fragte, welche Statue dort einmal stand in den alten Zeiten. “Haile Selassie”, wird mir gesagt.

Wir halten vor einem alten Kaffeehaus, das für seine langwierigen Kaffee-Zeremonien bekannt ist. Das Leben kehrt langsam zurück zur Normalität. Die Leute trinken und reden.

Zwei Frauen kochen vor ihrem Haus. Wir sprechen sie an. Ich möchte wissen, wie sich ihr Leben verbessert hat.

Frau Maaza, 55 Jahre, antwortet:

“Es ist unendlich viel besser als zur äthiopischen Zeit. Erwachsene werden erzogen … die Kinder auch und alles kostenlos. Es gibt medizinische Versorgung, wenn wir krank werden. Wir sind optimistisch, hoffnungsvoll für die Zukunft.”

Dann lädt sie uns zum Essen ein.

Massawa erwacht wieder einmal zum Leben. Es gibt ein neues College (College of Marine Sciences and Technology), einen neuen internationalen Flughafen und eine Freihandelszone. Hotels öffnen ihre Tore.

Auf dem Land sind überall noch Kriegsrelikte zu sehen, mit Monumenten, zerstörten Panzern und gepanzerten Fahrzeugen.

Was dieses Land durchgemacht hat, ist unglaublich. Die Tatsache, das es existiert, dass es überlebte, dass es gewonnen hat, es ihm gelang, voran zu kommen, ist an sich selbst schon ein Wunder. Oder genauer: Es ist der Beweis des Heroismus seines Volkes.

* * *

In Asmara habe ich ein Gespräch mit einem hohen ertreischen Diplomaten, Tesfamichael Gerahtu, ehemaliger Botschafter in England. Aber Herr Gerahtu ist nicht nur ein Repräsentant Eritreas im Ausland; er ist einer der nationalen Helden, der viele Jahre für die Unabhängigkeit seines Landes kämpfte, allen Widrigkeiten zum Trotz. Und er trägt dazu bei bis zum heutigen Tag, das Land aufzubauen:

“Eritrea ist friedlich und stabil, wegen des ‘integrierten Entwicklungs-Musters’ der Regierung – gleiche Gelegenheiten für alle, unter besonderer Berücksichtigung der Landgegenden und den Gegenden, die zuvor besonders vernachlässigt waren. Wir verbessern die allgemeine und insgesamt die Qualität des Lebens … wir arbeiten an einer kulturellen Umgestaltung, die zur Schaffung eine ‘Wissens-Gesellschaft’ führen soll, wo jede Person ein Teilhaber am Entwicklungsprozess ist. Wir versuchen, Kooperation herzustellen, die auf Dialog, Respekt und Teilhaberschaft an Entwicklungsprogrammen und -prozessen beruht.”

Ich frage, wie die USA das Land – diesen afrikanischen Rebellen – behandelt haben.

“Das US-Verhaltensmuster gegenüber Eritrea  ist in all den Jahren voller Konspirationen gewesen.”

Er zitierte den ehemaligen US-Botschafter bei der UNO (später US-Außenminister) John Foster Dulles. “Vom Standpunkt der Justiz müssten die Meinungen des eritreischen Volkes berücksichtigt werden. Nichtsdestoweniger machen die strategischen Interessen der USA im Roten Meer Bassin und die Sicherheits-Erwägungen und der Weltfrieden es notwendig, dass das Land mit unserem Verbündeten Äthiopien verbunden werden muss.”

Ich erwähnte, dass die USA fortfährt, verschiedene Vorwände und Mechanismen zu benutzen, um Eritrea zu destabilisieren, worauf der Botschafter leidenschaftlich anwortete:

“Sie haben aktiv eine ökonomische Blockade befürwortet   und als das scheiterte, benutzten die USA Äthiopien, um 1998 den Krieg zu beginnen … als das danebenging, versuchten sie es mit politischem Widerspruch im Land und versuchten, Spaltung entlang ethnischer Linien zu erzeugen … als das scheiterte, benutzten sie die Religion – die Zeugen Jehovas … als das auch nicht ging, begannen sie die Jugend aus dem Land zu locken, gaben sogar Visen illegal an Leute ohne Pässe … was dann umgedreht wurde und man behauptete, dass die Regierung “human trafficking” (Menschenhandel) beginge … als das auch nicht wirkte, hetzten sie eifrig benachbarte Länder auf, um Streit mit Eritrea zu beginnen und ermutigten sie, Eritrea vermittels IGAD [Entwicklungsgemeinschaft ostafrikanischer Länder. D. Ü.] einzukreisen …  Sie benutzten ihre ‘Marionetten’-Staaten, um ihre eigene Strategie für die Region zu befördern … und als auch das scheiterte, benutzten sie den schandbaren ‘Terroristen-Stempel”, um illegale und ungerechte Sanktionen zu fabrizieren … Und am Ende, als das danebenging, benutzten sie und tun es noch, die ‘Menschenrechte’ und die ‘Demokratie’ als Schlachtruf für eine Intervention …”

* * *

“Schau, was wir tun und sag uns, ob wir ein sozialistisches Land sind oder nicht”, wird mir immer wieder von vielen gesagt.

Je mehr ich sehe, desto mehr bin ich überzeugt, dass Eritreas Plan, sein Prozess, seine Revolution extrem nahe dem stehen, wofür in Kuba, Venezuela oder Ecuador gekämpft wurde.

Aber hier gibt es großen Stolz und auch eine große Bescheidenheit. Der eritreische Prozess ist scheu, nicht marktschreierisch. Als Ergebnis weiß die Welt sehr wenig über dieses bemerkenswerte Land.

* * *

Dr. Taisier Ali ist ein Sudanese, der seit 15 Jahren im Land lebt. Er ist der Direktor der PCHA. Wir setzen uns in seinem Büro und versuchen zu analysieren, warum das eritreische Modell im Ausland so falsch interpretiert wird oder warum es in den westlichen Massenmedien ignoriert wird.
“Wenn du über Eritrea sprichst zu der internationalen Gemeinschaft und der Welt draußen, glaube ich, dass es eins der am meisten missverstandenen Länder auf dem ganzen Globus ist … Nachdem ich hierher kam, merkte ich bald, dass sie einen Sinn für das Ziel haben, ein ‘nationales Projekt’, das in dem 30 Jahre langen Kampf  konzipiert und entwickelt wurde. Wir müssen es nicht akzeptieren, aber sie sind zumindest entschlossen, ihr Land vom Punkt A zum Punkt B zu bringen. Sie sehen sich vielen Herausforderungen gegenüber, aber sie haben immer den Kurs eingehalten. Der Rest Afrikas ist ähnlich wie mein Land – der Sudan – kein Sinn für ein Ziel.”

“Ein verwirrender Faktor im Sudan und in Afrika im allgemeinen ist die Korruption. In Eritrea gibt es nichts dergleichen. Ich musste immer denken, dass wenn Eritrea sich auf seine Entwicklung konzentrieren kann; eine Entwicklung von Grund auf, ausgehend von den wahren Bedürfnissen seines Volkes, warum können wir es nicht, der Rest von uns auch tun?”

Ich fragte: “Ist es das nationale Projekt und das ‘Ziel’, was den Westen am meisten bekümmert und verängstigt? Die Tatsache, dass Eritrea positiv den Rest der Region beeinflussen könnte?”

“Die internationale Gemeinschaft, der Imperialismus, neo-Kolonialismus – sie können nicht irgendeine Gesellschaft durchdringen, es sei denn, sie ist gespalten, schwach und unwissend, welche Richtung sie einschlagen soll; wenn sie kein nationales Projekt hat. Das nationale Projekt setzt alle natürlichen Ressourcen ein, rüttelt die nationalen Akteure wach, das menschliche Kapital, um ein Niveau von Entwicklung zu erreichen, das den Standard des Lebens für das Volk zu erhöht.”

“Wie in Kuba?”

“Kuba ist ein sehr gutes Beispiel, ja! Ich glaube auch, dass  einer der Gründe für das Missverständnis von Eritrea mit dem Streben nach Autarkie der Partei und der gewöhnlichen Bürger zu tun hat. Das sieht man sonst fast nirgends auf der Welt.”

Ali sagt, dass viele andere Länder über Selbstversorgung geredet haben, wie Tansania, aber das war meistens nur Rhetorik. Eritrea setzte es um. Und wenn er mit den Genossen vor Ort spricht, dann wird ihnen klar, dass mit dieser Herangehensweise die Reise länger dauern wird, aber zu den Bedingungen Eritreas vonstatten gehen wird.

Und das ist definitiv etwas, das der Westen nicht wünscht.

* * *

“Eritrea ist kein neo-kolonialer Staat. Eritrea ist ein unabhängiger Staat. Eritrea hat keine Militärbasen, keine ausländischen Streitkräfte im Land. Eritrea hat eine Vision und nicht nur für Eritrea, sondern für die Region. Es fördert das Verlassen auf die eigenen Kräfte und die regionale Integration. Es baut auch auf dem Ideal auf: ‘Lasst uns unsere eigenen Ressourcen nutzen und lasst uns unsere Unabhängigkeit bauen. Es bedeutet, das Leben des eritreischen Volkes zu verbessern, besonders auf dem Lande. Dies Herangehen wurde im Westen, wie Chomsky sagte, als ‘ein verfaulter Apfel’ angesehen.”

Und da kommt Dr. Hassan nochmals.

Auch ihn frage ich: Ist dies die wichtigste Sache, vor der der Westen Angst hat? Ein Domino-Effekt: der Einfluss, den Eritrea auf den Rest Afrikas haben könnte?

“Natürlich”, antwortet er. “Afrika hat etwa 50 % aller Naturressourcen der Welt … Dann musst du noch dies bedenken: die Führung dieses Landes stiehlt nicht. Sie lebt ein normales Leben, das der normalen Menschen. Keine Führung in irgendeinem Land Afrikas lebt wie unsere hier. Geh eine Tür weiter – der Premierminister von Äthiopien, der gerade gestorben ist – hat seiner Familie 8 Mrd. Dollar hinterlassen.”
[Ein sehr wichtiger Punkt: Eritrea ist der Spiegel, in den die anderen Führer nicht schauen können, ohne sich selbst anzuspucken. Auch deswegen verdammen sie das Land. D. Ü.]

Ich begreife: das Fehlen der Korruption könnte auch als ‘sehr gefährlich’ angesehen werde. John Perkins erklärte mir vor langer Zeit, dass Korruption das effektivste Instrument ist, das vom Westen zur Kontrolle der Welt benutzt wird. Sie gibt den Eliten Macht und sie macht verschuldete und gespaltene Länder wehrlos.
“Eritrea hat niemanden angegriffen. Aber seine Ansichten gelten als gefährlich. Und wie du gesagt hast, wird Eritrea als ein Virus angesehen, der viel größere Länder anstecken könnte,” schließt Dr. Hassan.

Ein großer eritreischer Intellektueller, Elias Amare, fügt hinzu im selben Sinne:

“Eritrea hat darauf bestanden, dass seine Unabhängigkeit eine wirkliche Unabhängigkeit sein soll. Es besteht auf Selbstversorgung.” Das bedeutet nicht, dass Eritrea direkte ausländische Investitionen etwa zurückweist. Nein. Aber wenn direkte Investitionen, dann zu gleichen Bedingungen Zum Beispiel: Eritrea hat riesige Naturressourcen. Gold, Kupfer, Zink, um nur einige zu nennen. Aber es will nicht, dass sich wiederholt, was in der DR Kongo passierte oder in Sambia. Es will eine gleichwertige Partnerschaft. Viele westliche Länder sehen das nicht als günstig an. Und das ist der Hauptgrund für die Feindseligkeit gegenüber Eritrea.”

Aber, Elias, der Westen benutzt doch auch dauernd die Anklage, dass Eritrea terroristische Bewegungen in der ganzen Region unterstützt.

Elias antwortet entschieden:

“Das ist völlig grundlos und falsch. Erstens, weil schon auf Grund der Art, wie Eritrea seine Unabhängigkeit gewann, es grundsätzlich gegen jeden religiösen Extremismus ist. Es ist außerdem jahrelang von islamistischen Extremistengruppen angegriffen worden. Eritrea ist ein säkularer Staat: Politik wird nicht mit Religion vermischt. Es ist von vielen forschenden Journalisten bewiesen worden, dass es seitens Asmara keine Unterstützung des Terrorismus gibt, keine Hilfe für islamische Extremisten oder für christliche Extermisten.

Große Mächte wollen nicht, dass sich das eritreische Beispiel in Afrika wiederholt. Ich sage es nochmals, Afrika hat riesige Naturressourcen. Großmächte versuchen nun, sich diese Ressourcen zu greifen. Was wird geschehen, wenn andere Regierungen in Afrika versuchen sollten, Eritreas Beispiel zu folgen? Das wäre definitiv nicht zum Wohle der Großmächte.”

* * *

Ich sehe in den Tagen, die ich in Eritrea verbringe, Dämme und Bewässerungssysteme, Dörfer, die am Arbeiten und Aufbau strategischer Nahrungsreserven sind. Ich sehe Schulen und Gesundheitsposten, neue Straßen.

Ich halte an und rede mit mehreren Mädchen, die auf der neuen Domhina Straße laufenn, ein paar hundert Kilometer von Asmara entfernt. Sie gehen alle in die 5. und 6. Klasse; sie sind fröhlich, lachend, optimistisch:

“In unserem Dorf haben wir schon eine Grundschule, und jetzt gehen wir in die höhere Schule in einem größeren Dorf. Wir sind gut in der Schule; wir lieben Englisch und Mathematik.”

Die Mädchen wollen Lehrer und Arzt werden, aber eins will unbedingt Ingenieur werden, um Brücken, Straßen und Stromleitungen für ihr Land zu bauen.

Eritrea ist noch sehr arm, aber es ist sauber und ordentlich. Die Verbrechensrate ist extrem gering. Ich sprach mit einem laotischen Augenärztin, Dr. Soukhanthamaly Phonekaseumsouk, dir seit vielen Jahren Altersstar operiert im tiefen Hinterland von Eritrea, wo Batterien mit Sonnenenergie geladen werden für ihre Ausrüstung. Eritrea liegt bei der pro-Kopf-Nutzung von Sonnenenergie an 2. Stelle in der Welt. Die Ärztin erklärt, dass sie sich niemals als Alleinstehende gefährdet sah, weder auf dem Land noch in der Stadt; sie wurde nie belästigt.

Der Berater des Gesundheitsministers Dr. Ghebrehiwet Mismay nahm mich zum Besuch der Krankenhäuser in Asmara mit. Die sauberen Einrichtungen standen in schockierendem Widerspruch zu den monströsen Hospitälern, die ich in mehreren turbo-kapitalistischen Ländern wie Kenya und Uganda gesehen hatte.

In Eritrea ist die Gesundheitsversorgung einschließlich Medikamente praktisch kostenlos. Die Krankenstationen sind sauber; die für Kinder sind voller Stofftiere. Dem Land ist es gelungen, die Kindessterblichkeit dramatisch zu senken durch Impfprogramme und ständige Verbesserung der medizinischen Versorgung.

China hat gerade mehrere Spezial-Blocks des Krankenhauses in Asmara fertiggestellt, wie etwa einen für Krebsbehandlung und einen für Herzchirurgie. Mehrere kubanische Ärzte lehren dort und behandeln Patienten.

Mehrere Wohnungsbauprojekte laufen in verschiedenen Teilen der Hauptstadt, aber auch in Massawa und sonstwo.

Am Tag vor meiner Abfahrt traf ich zwei Erziehungs-Experten der Regierung, Herrn Tquabo Aimut und Frau Mehret Iyob, die mir sehr klar erklärten, wie ernst hier die Alphabetisierung Erwachsener genommen wird.

Eritrea ist jetzt eins der wenigen afrikanischen Länder, die viele der Millennium Entwicklungsziele erreichen werden. Bei der Unabhängigkeit lag die Lebenserwartung bei 49 Jahren und beim letzten Zensus bei 63 Jahren (sehr hoch nach afrikanischem Standard). 1991 lag die Erwachsenen- Alphabetisierung bei 20 – 30 % und bei Frauen bei 10%. 2008 war sie auf 65 % und 2010 auf 74% gestiegen und das realistische Ziel für 2015 wird bei 80% liegen.

Wir sprechen über post- und funktionelle Alphabetisierung Programme, aber vor allem, wie wirklich demokratisch das System ist. Nicht ‘demokratisch’ im westlichen Sinne, sondern demokratisch im Sinne von Teilnahme des Volkes bei der Beschlussfassung; der Entwickung von Schulbüchern und der Blockierung von Projekten, die den Gemeinden keinen Vorteil bieten.

Beide Ministerien – das für Gesundheit und das für Erziehung – stimmen überein, dass Eritrea, obwohl es wiederholt von mehreren UN-Behörden gelobt wird, wie der UNDP und der UNESCO, nur sehr selten in der West-Presse Erwähnung findet.

* * *

In all diesen Tagen ist es nicht immer ganz einfach gewesen. Eines Abends halte ich eine Diskussion am Runden Tisch mit jungen Intellektuellen ab. Wir schreien, wir argumentieren über Sozialismus, den Kampf gegen den Imperialismus, ob Eritrea sich mehr engagieren sollte, ob es sich näher an sozialistische Länder anlehnen sollte oder nicht.

Ich filme, photografiere und nehme auf.

Ich werde Herrn Zemhret Yohannes vorgestellt, Direktor des Forschungs- und Dokumentations-Zentrums der PFDJ (Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit) und wir führen eine lange Diskussion über die turbulente eritreische Geschichte und über das Recht des Landes, das Leben seines Volkes zu verbessern. Wir sprechen bis tief in die Nacht, bis alle Tapes und meine Speicherkarten voll sind.

In der letzten Nacht meines Aufenthaltes spreche ich in einer Halle voller Menschen. Ich spreche zu den einheimischen Intellektuellen und Jugendlichen. Und ein paar Stunden zuvor wurde ich vom ERI-TV interviewt.
Alles ist total inter-aktiv; es ist alles ein großer “Prozess”; nichts ist vorbereitet, alles ist spontan.

* * *

Eritrea liegt unter Beschuss; es steht eindeutig auf der Abschussliste des Westens, weil es dem Volk dient und weil es sich weigert, dem Imperium und der Unternehmer-Welt zu dienen.

Der Westen benutzt seine giftige Propaganda aufs Äußerste, um das Land mit Dreck zu bewerfen. Er fördert auch systematisch “die Opposition”, finanziert und produziert sie, wie er es überall in der Welt tut.

In Abständen werden von der BBC und anderen Quellen westlicher Propaganda riesige Kampagnen gestartet, die direkt gegen Asmara gerichtet sind.

Zum Beispiel auf dem Höhepunkt des “Staatsstreichs” der nie stattfand (Januar 2012) diente ‘African Studies’ als todesverachtende Kraft, um den Patrioten in der ganzen Welt zu helfen, das Sperrfeuer an Desinformation gegen Asmara und die Regierung von Eritrea aufzuhalten, das von sogenannten “Experten” erzeugt wurde. [Ich möchte hier auf den bahnbrechenden Dokumentarfilm verweisen, der hier liegt und Lügen des Imperiums, die hier auf Wikileaks zu finden sind. Auch über diesen sogenannten Coup liegt ein Artikel bei mir auf. D. Ü.]

Das war damals, als die westlichen Nachrichten und Al-Dschasira  über die “Rebellion” in der Hauptstadt berichteten. Mein örtlicher Kameramann Azmera fasst das Ereignis zusammen:

“Als der ‘Coup’ stattfand, verließ ich gerade die Residenz des  Präsidenten, nachdem ich dort gearbeitet hatte. Ich ging hinaus, aß zu Mittag … Dann wurde ich um 16.00 angerufen und mir wurde gesagt: ‘Al-Dschasira berichtet, dass es einen ‘Coup’ in Asmara gab!’ Ich ignorierte es und ging nachhause.”

* * *

Nach meiner intensiven Arbeit in Eritrea bezeuge ich, dass das Land sozialistisch ist!
Es ist sozialistisch, wenn die Definitionen Lateinamerikas angewandt werden.
Gleichzeitig ist es sozialistisch auf seine Weise. Es wird nie Befehle von irgendjemanden entgegennehmen, weder vom Westen, aber auch nicht von freundlichen Ländern aus Lateinamerika, Südafrika, China oder Russland.

Eritrea gehört seinem Volk.
Ich habe in 150 Ländern der Welt gearbeitet und habe nie ein Land wie dieses gesehen. Meine ersten drei Tage waren verwirrend. Ich versuchte, Eritrea irgendwie in eine Schachtel einzuordnen. Später gab ich einfach auf und lächelte … Und ich genoss die Reise, sozusagen.

Welch eine Schönheit es ist! Und welche Kraft, Mut und Widerstandsfähigkeit es ausstrahlt!
Als mein Flugzeug nach Kairo um 4 Uhr morgens abhebt, summte ich froh ein Lied. Ich ließ ein Land zurück, das ich wirklich bewundern konnte.
In meinem Herzen fühlte ich mich viel reicher als vor meiner Ankunft.

Wenn dies für den westlichen Kapitalismus und Imperialismus  ein Virus ist – ein politischer und ökonomischer, sozialer Ebola – Virus – dann bin ich bereit, mich glücklich immer wieder anstecken zu lassen!

Informationen über André Vltchek gibt es reichlich im Netz.

Quelle – källa – source

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Quelle:http://www.vineyardsaker.de/globaler-widerstand/eritrea-afrikanischer-ideologischer-ebola-fuer-imperialisten/#more-1812

Gruß an Einar- schöne Weihnächte

TA KI

Die geheime Gold-Operation : Bundesbank holt Edelmetall heim


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Bundesbank holt Edelmetall heim

Die geheime Gold-Operation läuft reibungslos

Sieben Jahre dauert die ganze Aktion und Details sind streng geheim: Seit vergangenem Jahr holt die Bundesbank die Hälfte ihrer Goldreserven aus dem Ausland nach Frankfurt, 674 Tonnen insgesamt – doch warum das Ganze?

Das deutsche Gold erregt die Gemüter. Seit Jahrzehnten lagert das Edelmetall der Bundesbank in den Tresoren von Notenbanken in Paris, London und New York. Das hat historische Gründe, und die Frankfurter Bundesbanker hat das nicht gestört: Sie haben keine Zweifel an der Sicherheit ihres Schatzes im Ausland. Trotzdem haben sie 2013 damit begonnen, tonnenweise wertvolle Barren aus dem Ausland in die Keller in der Frankfurter Zentrale zu bringen. Spätestens 2020 soll die Hälfte der deutschen Goldreserven in Deutschland lagern. Ende 2013 war nicht einmal jeder dritte der Goldbarren in Frankfurt gestapelt.

„Wir sind voll im Plan. Das Gold kommt hier an“, sagt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nun. Das dürfte viele Deutsche freuen, die den wertvollen Schatz lieber in der Heimat wissen als in der Fremde. Denn die deutsche Öffentlichkeit ist misstrauisch, ob die Barren im Ausland überhaupt vorhanden sind und man im Krisenfall darauf zugreifen kann.

Der Bundesrechnungshof verlangte gar eine genaue Bestandsaufnahme und regelmäßige Kontrollen. Die Bundesbank habe aber nicht etwa auf öffentlichen Druck reagiert, betont Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: „Das Lagerstellenkonzept beruht auf einer autonomen Entscheidung des Bundesbank-Vorstandes. Diesen Beschluss setzen wir jetzt um.“

Viele Geheimnisse

Tatsächlich kam die Gold-Verlagerung 2013 nur schleppend in Gang. Von den 674 Tonnen Gold, die bis 2020 aus Paris und New York nach Frankfurt überführt werden sollen, kamen nur 37 Tonnen in Hessen an – fünf davon aus New York, der Rest aus Paris. Die Bundesbank begründete die geringen Mengen mit dem anfangs hohen logistischen Aufwand. Zudem werden die Barren aus Sicherheitsgründen nur in kleinen Tranchen überführt.

Schon 2014 sollte die Mission Gold-Verlagerung Fahrt aufnehmen. Im März hieß es, dass bis Jahresende 30 bis 50 Tonnen Gold aus New York und 50 Tonnen aus Paris nach Frankfurt gebracht werden sollen. Ob das tatsächlich gelungen ist, behält die Notenbank vorerst für sich. Thiele lässt sich bislang nur entlocken, dass die Bundesbank „voll im Zeitplan“ liegt. Eine Sorge kann Thiele den Bürgern aber nehmen: „An der Integrität der Fed bestehen nicht die geringsten Zweifel. Das haben die bisher durchgeführten Transporte bestätigt.“

Dass der Großteil des deutschen Goldes in den Tresoren der Fed, der Banque de France in Paris und der Bank of England in London lagert, hat historische Gründe. Ab Mitte 1951 baute die Bank deutscher Länder – die Vorgängerin der Bundesbank – Goldreserven auf. In den 1950er und 1960er Jahren wuchs der deutsche Goldschatz rasant: Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.

Aufbewahrung „westlich des Rheins“ erwünscht

Das Ergebnis: Heute hat die Bundesbank nach den USA – den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Ende November hatten die Barren einen Wert von 105 Milliarden Euro. Allerdings schwanken die Marktpreise: Ende 2000 war der Schatz nur rund 33 Milliarden Euro wert. Und das, obwohl sich die Frankfurter Jahr für Jahr von einigen wenigen Tonnen Gold trennen: Der Goldbestand reduziert sich durch den Verkauf an das Bundesfinanzministerium für das Prägen von Goldmünzen.

Während des Kalten Krieges war es durchaus gewollt, deutsches Gold „westlich des Rheins“ und möglichst weit außerhalb der Landesgrenzen aufzubewahren. Seit der Euro-Einführung auf beiden Seiten des Rheins ist zumindest für den Standort Paris auch das Argument hinfällig, man könne das dort gelagerte Gold im Krisenfall in Devisen umtauschen: Daher soll dieser Lagerort in den kommenden Jahren aufgelöst werden.

Für New York und London gilt das nicht. Daher werden aus den USA nur 300 von mehr als 1500 Tonnen Gold nach Deutschland überführt, die 35 640 Barren in London bleiben unberührt. Das hat handfeste Gründe, wie Thiele betont: „Gold kann im Krisenfall beliehen oder in eine andere Währung getauscht werden. Deshalb bleibt ein Teil des Goldes in den Lagerstätten in New York und London.“

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-geheime-Gold-Operation-laeuft-reibungslos-article14200661.html

Gruß an die, die erkennen was im Hintergrund gespielt wird!

TA KI

In Gedenken an Udo Jürgens- „Lieb Vaterland magst ruhig sein“


 

1. Version von 1970
Lieb Vaterland, du hast nach bösen Stunden
aus dunkler Tiefe einen neuen Weg gefunden.
Ich liebe dich, das heißt ich hab‘ dich gern,
wie einen würdevollen, etwas müden, alten Herrn.

Ich kann dich nicht aus heißem Herzen lieben,
Zuviel bist du noch schuldig uns geblieben.
Die Freiheit, die du allen gleich verhießen,
die dürfen Auserwählte nur genießen.

Lieb Vaterland, magst‘ ruhig sein,
die Großen zäunen Wald und Ufer ein.
Und Kinder spielen am Straßenrand,
lieb Vaterland!

Lieb Vaterland, wofür soll ich dir danken?
Für die Versicherungspaläste oder Banken?
Und für Kasernen, für die teure Wehr?
Wo tausend Schulen fehlen,
tausend Lehrer und noch mehr.

Konzerne dürfen maßlos sich entfalten,
im Dunkeln steh’n die Schwachen und die Alten.
Für Krankenhäuser fehlen Dir Millionen,
doch unsere Spielkasinos scheinen sich zu lohnen.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
die Großen zäunen ihren Wohlstand ein.
Die Armen warten mit leerer Hand,
lieb Vaterland!

Lieb Vaterland, wofür soll ich dich preisen?
Es kommt ein Tag, da zählt ein Mann zum alten Eisen.
Wenn er noch schaffen will, du stellst ihn kalt,
doch für die Aufsichtsräte sind auch Greise nicht zu alt.

Die alten Bärte rauschen wieder mächtig,
doch junge Bärte sind dir höchst verdächtig.
Das alte Gestern wird mit Macht beschworen,
das neue Morgen, deine Jugend geht verloren.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!

2. Version von 1998

Lieb Vaterland, du hast nach bösen Stunden
aus dunkler Tiefe einen Weg gefunden.
Ich liebe dich, das heißt ich hab‘ dich gern,
wie einen würdevollen, alten Herrn.

Ich kann dich nicht aus heißem Herzen lieben,
zuviel bist du noch schuldig uns geblieben.
Den Platz am Licht, den allen du verhießen,
den dürfen Auserwählte nur genießen.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!

Lieb Vaterland, wofür soll ich dir danken?
Für Versicherungspaläste oder Banken?
Atomkraftwerke für die teure Wehr
wo Schulen fehlen, Lehrer und noch mehr.

Konzerne dürfen maßlos sich entfalten,
im Dunkeln steh’n die Schwachen und die Alten.
Für Krankenhäuser fehlen dir Millionen,
doch das Geschäft mit Schwarzgeld scheint zu lohnen.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
die Großen sperren ihre Herzen ein.
Die Kleinen stehen wieder mal am Rand,
lieb Vaterland!

Lieb Vaterland, wofür soll ich dich preisen?
Zu früh schon zählt ein Mann zum alten Eisen.
Wenn er noch Arbeit will, du stellst ihn kalt.
Als Aufsichtsrat sind Greise nicht zu alt.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!

[ These are Lieb Vaterland Lyrics on http://www.lyricsmania.com/ ]

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Es ist an der Zeit….

Gruß an die mit reinem und mutigem Herzen

TA KI

Die Wurzeln des Weihnachtsfestes


Zu aller erst möchte ich eines loswerden:
Ich wünsche Euch allen „Menschen“ da draussen ein besinnliches Weihnachtsfest,
oder ein gesegnetes Julfest, oder einfach nur schöne Feiertage!
Ganz gleich welcher Religion ihr angehört…
Ganz gleich welche Rasse ihr entstammt…
Ganz gleich welche Hautfarbe ihr habt…
Friedliche Feiertage Euch allen!

Mit diesen Video möchte ich die mögliche Herkunft und kulturellen
Wurzeln dieses Weih-Nacht-Festes aufzeigen…
Ein jeder möge sich seine eigenen Gedanken dazu machen 😉

***Fehlerfreie Rhetorik ,(Vor)lese und Rechtschreibfehler natürlich ohne Gewähr***

*** Die Gedanken des Videoerstellers müssen nicht zwangsläufig,
mit der Meinung des Verfassers der angebenen Quelle konform gehen… ***

Quelle:
http://www.runenkunde.de/rk/brauchtum…
http://totoweise.wordpress.com/2011/1…

Hintergrundmusik: Adrian von Ziegler – Julfest, Yule

LG Chembuster33

Aus der E-post:

Frohe Feiertage und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr, Euch allen!

Moin

Ich wünsche Euch allen, samt Euren Liebenden ein Frohes Fest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Ich habe ein älteres aber passendes Video dazu parat…immer wieder gut 😉
LG M

Danke Dir, Dir und Deinen Lieben wünschen wir von Herzen alles erdenklich Gute

TA KI