Jetzt kommt auch noch die Maut auf Wasserstraßen


Berufsschiffer und Freizeitkapitäne wehren sich gegen Pläne der Bundesregierung, Gebühren für die Fahrt auf Flüssen und Kanälen zu erheben. 1,5 Milliarden Euro Steuergeld kostet die Nutzung jährlich.

maut auf wasserstraßen

Die Einführung einer Pkw-Maut für ausländische Autofahrer ist erst der Anfang. Schon laufen die Vorbereitungen für das nächste große Mautprojekt. Künftig sollen auch Berufsschiffer und Freizeitkapitäne kräftig zur Kasse gebeten werden. Das bestätigte die Bundesregierung in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen, die der „Welt“ vorliegt. Darin heißt es, eine entsprechende „Gebührenverordnung“ werde derzeit unter Federführung des Bundesinnenministeriums erarbeitet. Mit welchen Einnahmen gerechnet wird, ließ die Bundesregierung jedoch vorerst offen.

Die grüne Verkehrsexpertin Valerie Wilms will sich mit diesen vagen Auskünften jedoch nicht zufrieden geben. „Die Sanierung vieler Schleusen und Kanäle ist dringend notwendig, aber in den nächsten Jahren nicht sichergestellt“, sagte Wilms der „Welt“. Daher verlange sie „Klartext von der Bundesregierung, wie es mit der geplanten Wasserstraßenmaut jetzt weitergehen soll“. Das Parlament wolle endlich wissen, welche Gebühren erhoben werden sollen. Wilms: Wer Flüsse und Kanäle in Deutschland nutze, solle dafür auch zahlen.

Rund 7500 Kilometer lang ist das Netz von schiffbaren Wasserstraßen. Jedes Jahr investiert das Verkehrsministerium etwa eine Milliarde Euro in Erhalt und Ausbau, hinzu kommen noch rund 500 Millionen Euro für Löhne und Gehälter in den Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen. Dem gegenüber stehen bislang nur Gebühreneinnahmen in Höhe von rund 80 Millionen Euro aus der gewerblichen Schifffahrt, unter anderem für die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal in Schleswig-Holstein (26 Millionen Euro).

Freizeitschifffahrt kostet 65 Millionen Euro jährlich

Die Freizeitschifffahrt dagegen hat bislang nahezu kostenfreie Fahrt auf allen Flüssen und Kanälen. Lediglich für die Nutzung der Schleusen zahlt der Deutsche Segler-Verband (DSV) stellvertretend für die rund 800.000 Sportbootfahrer in Deutschland eine jährliche Pauschale in Höhe von 75.000 Euro. Eine eher symbolische Summe, angesichts der Kosten von jährlich 65 Millionen Euro, die nach Schätzungen des Ministeriums allein von der Freizeitschifffahrt verursacht werden. Das will die Bundesregierung nun ändern.

Grundlage für die neuen Mautpläne ist ein Gebührengesetz aus dem vergangenen Jahr, das den Bund zur Erhebung kostendeckender Gebühren in der Schifffahrt verpflichtet. Im Gespräch sind jährlich zehn Euro pro Bootsmeter. Ausgenommen davon sollen Paddel-, Ruder- und Tretboote sowie kleinere Segelboote ohne Motor sein. Bis spätestens Ende 2017 muss die neue Regelung umgesetzt werden. In Frankreich und Belgien zum Beispiel werden bereits Mautgebühren für die Freizeitschifffahrt erhoben, in den Niederlanden, Dänemark, Polen, Italien und Spanien dagegen ist der Wassersport kostenfrei.

Schon einmal hatte eine Bundesregierung versucht, die deutschen Sportbootfahrer an den laufenden Kosten für die Wasserstraßen zu beteiligen. Der damalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) wollte vor gut zehn Jahren eine Vignette für Freizeitboote einführen, die zwischen 60 und 90 Euro kosten sollte. So sollten 7,5 Millionen Euro zusätzlich in den Bundeshaushalt fließen. Die Pläne scheiterten nicht zuletzt am Protest der Sportbootfahrer. Und auch jetzt formiert sich Widerstand.

DSV-Generalsekretär Gerhard Philipp Süß lehnt die Einführung der Maut ab. „Dann müssten ja auch die Radfahrer für die Radwege zahlen“, sagte Süß der „Welt“. Infrastruktur sei eine staatliche Aufgabe und müsse aus Steuermitteln finanziert werden. In einer Stellungnahme zu den Maut-Plänen schreibt Süß, der Bund vollziehe „einen grundlegenden Paradigmenwechsel bei der Wahrnehmung der verfassungsrechtlich garantierten Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger“. Eine „Freizeitmaut“ würde zur Abwanderung wichtiger Zielgruppen ins Ausland und damit zu einer Schwächung des Tourismusstandorts Deutschland führen. Sport und Erholung im öffentlichen Raum und in der Natur, so Süß, müssten mautfrei bleiben.

Auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) ist alarmiert und fürchtet, dass mit der Einführung der Wasserstraßen-Maut zugleich an der Abgabenschraube gedreht werden könnte. „Güterverkehr mit dem besonders umweltfreundlichen Binnenschiff würde dann unter Umständen deutlich teurer und somit unattraktiver“, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der „Welt“. Das im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung formulierte Ziel, mehr Verkehr von der Straße auf das Schiff zu verlagern, würde damit konterkariert. „Werden die Kosten für das Schiff zu hoch, werden wieder mehr Waren mit dem Lkw transportiert.“

Bislang werden die Gebühren für die Binnenschifffahrt nach Frachtart und Tonnage berechnet, für jede Wasserstraße gelten dabei unterschiedliche Tarife. Die Nutzung des Rheins, der Elbe und der Donau ist aufgrund völkerrechtlicher Verträge noch abgabenfrei. Eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Gebühren hält Schwanen daher grundsätzlich für sinnvoll. Allerdings werde es sehr viel Fingerspitzengefühl vonseiten der Bundesregierung erfordern, die Wasserstraßenmaut so zu gestalten, dass sie möglichst gerecht ist und zugleich die Einnahmen steigen. So müsse etwa geklärt werden, ob auch die sogenannten seewärtigen Zufahrten über Elbe und Weser zu den Häfen in Hamburg und Bremen bemautet werden sollen.

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article136084397/Jetzt-kommt-auch-noch-die-Maut-auf-Wasserstrassen.html

Gruß an die Alleszahler

TA KI

Radioaktiv bestrahlte Nahrung- , Fukushima und andere Atomlügen: Warum rauchen vor Lungenkrebs schützt.


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Hans Ulrich Jörges, einer der bekanntesten deutschen Journalisten, der recht häufig sehr konstruktive Meinungen im “Stern” veröffentlicht, meinte mal sinngemäß, dass man heutzutage mit viel Mühe Nachrichten durchsuchen und Bruchstücke selbst zusammenfügen muss, um der Wahrheit nahe zu kommen. Er bezog sich auf Wirtschaftsnachrichten – und das Ergebnis, zu dem er durch seine Methode kam, war beängstigend: wir stehen dicht vor der gigantischsten Wirtschaftskatastrophe der Menschheit. Erwähnt hat er das in dem Interview zu dem Buch von Dirk C. Fleck “Die vierte Macht”.

Wir wissen, warum das so ist. Wir sind die Schäfchen, die Regierung ist der Hirte, die Medien die Schäferhunde. So muss man das sehen, seitdem Angela Merkel am 8.10.2010 erfolgreich die Medien auf ihre Seite gezogen hat – in Wirtschaftsfragen. 2014 haben wir einen unheimlichen, monotonen Gleichklang aller Medien bei der Verurteilung Wladimir Putins erleben dürfen – ein Vorgang, der einer Demokratie unwürdig ist: wir urteilen in aller Regel fairer und weiser – es sei denn, es stimmt was nicht im Staat.

Das was nicht im Staate stimmt, konnte unter anderem in Japan beobachtet werden. Ja – genau: als ein Tsunami das Atomkraftwerk Fukushima zerschmetterte und eine Katastrophe nach der anderen passierte. Die Leitung des zuständigen Konzerns log, dass sich die Balken bogen – sie machte also die Arbeit, zu der sie US-Gesetze verpflichteten: sie hielten Schaden von den Anlegern fern. Ein zerstörtes Atomkraftwerk ist schlimm für die Wirtschaftsordnung dieses Planeten, schlimmer jedoch wird der mögliche Verlust von Rendite bewertet: dieser GAU von Fukushima wird bislang in der Öffentlichkeit noch wenig diskutiert.

Die Lügen von Tepco sind inzwischen gut dokumentiert, auch das ZDF hat sich dem gewidmet (siehe Phoenix.de)

ZDFzoom geht der Frage nach, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte und wie Japans Atombosse und die Regierung damit umgingen.
Die Recherchen zeigen: Es gab schon vor der Katastrophe ein Netz aus krimineller Energie, Ignoranz und Vorteilsnahme, das die japanische Gesellschaft seit Jahrzehnten immer mehr durchdrungen hat.

Kei Sugaoka, ein ehemaliger Wartungsingenieur, spricht über die kriminellen Praktiken des Betreiberkonzerns TEPCO. Über Jahre habe dieser immer wieder in Kauf genommen, dass Millionen Menschen radioaktiv verseucht werden.

Politiker, ehemalige Behördenmitarbeiter und Medienleute erklären das korrupte Netzwerk aus Atomindustrie, Politik, Aufsichtsbehörden, Wissenschaft und Medien. Es gibt dafür in Japan sogar einen eigenen Namen: “Atomdorf”. Und das scheint bis heute intakt.

Über so ein Atomdorf hatte man derzeit auch in Deutschland spekuliert. Schauen Sie sich mal an, wie sehr die Öffentlichkeit seit den 50er Jahren in Deutschland manipuliert wurde – unter Mitarbeit namhafter Werbeagenturen (siehe atmokraftwerkeplag): man findet dort schöne Beispiele, wie sehr die Herde über die Hügel gescheucht wurde. Nehmen Sie das bitte mal zur Kenntnis:

“Als die Demonstrationen der Anti-AKW-Bewegung ab Mitte der 1970er Jahre einen Höhepunkt erreichten, gründeten Gewerkschaftsmitglieder, unterstützt von der Atomindustrie, eine Reihe von Bürgerinitiativen “engagierter Bürger”, um das ramponierte Ansehen der Atomkraft zu verbessern. “Zum Mißfallen der IGM-Spitze machen die Interessenvertreter mit Demonstrationen, Anzeigenkampagnen und gezielter Ansprache von Politikern für den zügigen Ausbau der Kernenergie Stimmung — und liegen damit nicht mehr auf Gewerkschaftskurs.” Der “Spiegel” deckte 1978 auf, dass es sich um Bürger handelte, die auf der Gehaltsliste der Atomkonzerne standen, und beschrieb die Arbeitsweise dieser Bürgerinitiativen. Die Idee für solche verdeckten Lobbyorganisationen hatte laut “Spiegel” Günter Hartkopf, Staatssekretär im Bonner Innenministerium, schon Jahre zuvor entwickelt”

Gewerkschaften und Industrie bilden verdeckte Lobbyorganisationen nach Ideen der Politik – schon in den siebziger Jahren? Das allein ist ein Mega-Gau deutscher Politik. Wenn Sie diese Entwicklung jetzt ins 21. Jahrundert verlängern, davon ausgehend, dass diese Netzwerke sich weiter entwickelt haben, weiter vertieft wurden, weiter ausgebaut – dann werden Sie verstehen, wie groß die Chance ist, dass wir zu allen Themengebieten in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nur noch Konzernmeinung präsentiert bekommen – oder Parteimeinung.

Wissen Sie eigentlich, was in Fukushima geschehen ist? Die “Zeit” zitiert eine Kommunikationswissenschaftlerin aus den USA zu diesem Thema – siehe Zeit:

“An den ersten Tagen erhielten die Arbeiter keine Dosimeter, um die Strahlung zu messen, der sie ausgesetzt waren. Das von den Arbeitern genutzte Kontrollzentrum stellte sich nach und nach selbst als verseucht heraus, wodurch möglicherweise Tausende Arbeiter radioaktive Partikel aufgenommen haben. Ein Arbeiter watete durch radioaktives Wasser und wurde verbrannt, weil er nicht den nötigen Schutz trug. Arbeiter waren nicht verpflichtet, wasserfeste Schutzkleidung zu tragen, obwohl bekannt ist, dass durch Regenwasser auch radioaktive Verschmutzung aus der Luft auf den Boden gelangt.”

Schlimm für die Arbeiter – doch darum geht es gar nicht. Wichtig ist, sich zu merken, dass Fukushima auch die Luft verschmutzt hat. Durch die Explosion wurden Unmengen an kontaminiertem Material in die Atmosphäre geblasen … und befinden sich nun im Wasserkreislauf. Es wird täglich mehr – wenn man den Angaben der Betreiberfirma glauben darf (siehe FAZ):

“Nach Angaben von Tepco, die nach der Mitteilung der Regierung zu optimistisch sein dürften, dringen derzeit täglich rund 400 Tonnen Grundwasser in die Gebäude mit den Reaktoren ein, in denen sich im März 2011 eine Kernschmelze ereignet hatte. Hinzu kommen rund 300 bis 400 Tonnen Wasser, mit denen die Brennstäbe in den havarierten Reaktoren gekühlt werden.”

Und das ist noch nicht alles – enorme Mengen sind schon gesammelt worden:

“300.000 Tonnen belasteten Wassers lagern derzeit in Hunderten von Containern auf dem Betriebsgelände in Fukushima. In den kommenden zwei Jahren will Tepco die Kapazität auf 700.000 Tonnen erhöhen.”

Wir werden uns um diese Zahlen später noch kümmern.

Momentan beruhigen uns die Wissenschaftler – immerhin werden sie genau dafür bezahlt. “Alles halb so schlimm” – das hören wir nahezu täglich seit der Katastrophe. Es soll überhaupt keine Gefahr bestehen, sagen die Wissenschaftler, die Radioaktivität im Pazifik sei nur sehr gering gestiegen – so berichtet aktuell die Welt. Gemessen haben sie an den Küsten Nordamerikas.

Kaufen Sie sich mal einen Weltatlas und schauen Sie, wie viel Wasser zwischen der Küste Japans und der Küste Nordamerikas liegt, dann können Sie erahnen, wie gigantisch die Verseuchung des Pazifik wirklich ist. Wenn ich jetzt lese, dass die Radioativität im Regenwasser ist … kann ich dann davon ausgehen, dass die gesamte japanische Insel verseucht ist – und die Verseuchung sich langsam weltweit ausbreitet?

Dank der Verharmlosungsstrategien der Atomlobby haben wir schon längst keine Ahnung mehr davon, wie gefährlich nukleare Strahlung wirklich ist.

Kümmern wir uns mal um andere Verstrahlungen. Es gibt seriöse Quellen dazu – die IPPNW, die Friedensbewegung der deutschen Ärzteschaft. Die haben sich einmal damit auseinandergesetzt, wie viele Menschen wohl durch die Nukleartests auch demokratischer Regierungen zu Tode gekommen sind. Die Zahlen sind erschreckend – bis zu 60 Millionen Menschen starben durch die Folgen dieser Tests (siehe Archiv.IPPNW):

“Laut ICRP sind zwischen 1945 und 1989 bislang 1,2 Millionen Menschen an Krebs aufgrund radioaktiver Einflüsse gestorben. ECRR geht hingegen von 61,7 Millionen Toten aus sowie 1,5 Millionen Kindern und 1,9 Millionen Babys, die bereits im Mutterleib sterben.

Die ECRR kommt zu dem Schluss, dass der Anstieg der Krebserkrankungen eine Folge des radioaktiven Fallouts der Atombombentests der Jahre 1957 bis 1963 ist, dem Höhepunkt des atomaren Testens. Die Wissenschaflter gehen davon aus, dass die Abgabe von Radioisotopen in die Umwelt im Rahmen ziviler Atomkraftnutzung in den letzten Jahren bald für einen weiteren Anstieg von Krebs und anderen Krankheiten sorgen wird.”

Damit hätten die Atomtests mehr Menschenleben gekostet als der Zweite Weltkrieg. Wussten Sie das schon?

Nein, natürlich nicht.

Der Anstieg der Krebsraten seit 1945 wird direkt mit den Atomtests in Verbindung gebracht, das Krebs eine Erfindung der Moderne sei, wird schon länger vermutet (siehe Telepolis). Diese Teilchen halten 50000 Jahre – das heißt: es reicht nicht, wenn die eine Million Leute umgebracht haben. Die Teilchen sind dann nicht weg – sondern gelangen nach Verwesung des Leichnams wieder in die Umwelt. Der radioaktive Level der Welt erhöht sich von Tag zu Tag – und dank Fukushima in ungeahntem Ausmaß.

Wie viel radioaktiv verseuchtes Material haben eigentlich die Atombombenversuche in die Atmosphäre entlassen?

Eine Quelle nennt 715 Tonnen – inklusive der verstrahlten Erde (siehe de.sott.net). Eine spannende Quelle mit einem Artikel aus dem Jahre 2003, der eine sehr interessante Hypothese aufwarf:

“Viele Leute fragen, wie es kam, dass diese rauchenden Mäuse von den tödlichen radioaktiven Teilchen geschützt waren, und erst recht, warum reale Statistiken heutzutage zeigen, dass weit mehr Nichtraucher als Raucher an Lungenkrebs sterben. Professor Sterling von der Simon Fraser Universität in Kanada ist möglicherweise am nahesten an der Wahrheit, wo er Forschungsarbeiten benutzt um zu begründen, dass Rauchen die Bildung einer dünnen Schleimschicht in den Lungen fördert, „welche eine schützende Schicht formt, die jedes Krebs-übertragende Teilchen daran hindert, in das Lungengewebe einzudringen.“

Näher können wir momentan der Wahrheit wahrscheinlich nicht kommen, und es macht wissenschaftlich vollkommen Sinn. Tödliche radioaktive Teilchen, inhaliert von einem Raucher, würden zu Anfangs von der Schleimschicht eingeschlossen um dann vom Körper ausgeschieden zu werden, bevor sie in das Gewebe eindringen können.”

Nun – in eine wissenschaftliche Diskussion über das Thema können wir nicht einsteigen, erst recht nicht über das Thema “Rauchen”. Wir befänden uns in einem unentwirrbarem Durcheinander von Lügen jeder Art: Regierungslügen, Konzernlügen, Medienlügen.

Aber eins muss man sagen: man kann damit rechnen, dass die Anti-Raucher-Kampagnen in der Tat von der Atomlobby (oder ihren Freunden in der Regierung) inszeniert wurde, um von 60 Millionen Toten abzulenken. Leider hat der Artikel zu wenig Quellenangaben, so dass man in die Debatte auch gar nicht einsteigen kann, aber plausibel ist es schon, dass Schleimschichten die Nuklearpartikel auffangen. Nützt nur nichts – denn die, die auf der Haut landen, verursachen dann eben Hautkrebs … der ebenfalls stark zunimmt, obwohl es in der Geschichte der Menschheit wohl noch nie eine Generation gegeben hat, die weniger auf dem Feld gearbeitet hat als wir. Die Daten zu Hautkrebs sind beängstigend (siehe Mycare):

Die Zahl der Menschen, die an Hautkrebs erkranken, steigt systematisch an. Die Auswertung der Statistik von 2012 zeigte eine Steigerung von 60 % im Vergleich zu 2005, bei der bösartigsten Form, dem malignen Melanom. Die etwas weniger aggressive Form, der sogenannte helle Hautkrebs, stieg sogar um 79 % an.

Finden wir Erklärungen für diesen enormen Anstieg … bei Menschen, die den größten Teil des Tages in künstlichen Höhlen verbringen? Kann eigentlich nicht an der Sonne liegen. Oder hat sich die Sonnenstrahlung verändert?

715 Tonnen verstrahlte Erde töten 60 Millionen Menschen – wieviel Millionen Menschen töten dann 700000 Tonnen verstrahltes Wasser? Selbst wenn es nur ein Million Tote waren, können wir mit einem unglaublichen Massensterben rechnen – in Milliardengröße.

Den Japanern scheint die Gefahr bewusst zu sein, der Schafherde noch nicht. Die bemüht sich, mit dem Rauchen aufzuhören, um Hautkrebs statt Lungenkrebs zu bekommen. Im August 2014 meldete die FAZ etwas sehr Beunruhigendes:

Mehr als drei Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima sickert weiter radioaktiv belastetes Wasser ins Meer. Der Kraftwerkbetreiber Tepco wollte das mit einem Eiswall im Boden verhindern. Doch der hält nicht.

Wie hilflos und verzweifelt müssen eigentlich Regierung und Konzernleitung seien, um solche irren Ideen zu vewirklichen – ein künstlicher Eiswall im Boden? Noch beunruhigender: die Methodik der Verantwortlichen:

Regierung und Ministerium bemühten sich gleich nach Tepcos Mitteilung abzuwiegeln.

Das machen die jetzt seit sechzig Jahren. Jeden Tag – JEDEN TAG – werden 720 Tonnen Wasser radioaktiv verseucht, bislang sind es 520 000 Tonnen. Niemand weiß, wohin damit. Vieles fließt immer noch ins Meer und verseucht – wie wir jetzt gesehen haben – den Pazifik bis an die Küste Nordamerikas. Das es dort überhaupt einen Anstieg der Radioaktivität gibt, ist schon ein Super-Gau – und keinesfalls eine harmlose Nachricht. Sicher: Badende werden nicht verbrennen. Aber das Krebsrisiko wird enorm steigen.

Nun werden Sie sich erschrocken zurücklehnen und sich denken: “ach, was weiß der schon über Radioaktivität, dieser Eifelphilosoph“.

Ehrlich gesagt: gar nichts. Ich lese nur – und halte mich an Hans Ulrich Jörges, sammle kleine Bruchstücke – und wenn sie passen, dann beschreibe ich das Bild und veröffentlich es. Ich hätte mich an dieses Thema auch nie herangewagt, die Teile nie miteinander verbunden, wenn ich nicht von unserem geschätzen Leser Falbrand  noch ein Stückchen bekommen hätte: auch hier wieder “Wissenschaftler”, die ein besonderes Interesse an alten Schlachtschiffen haben, die in den letzten Kriegen versunken sind.

Lesen Sie mal, was die Welt darüber schreibt:

Wenn Physiker heute sehr kleine Gamma-Strahlungsdosen messen wollen, stört der allgegenwärtige Strahlungshintergrund. Daher müssen Meßkammern mit Metallplatten – etwa aus Stahl – abgeschirmt werden. Doch neuer Stahl ist auch immer schon ein wenig radioaktiv. Daher ist bei Physikern der Stahl alter Schlachtschiffe sehr beliebt, die vor dem Nuklearzeitalter untergegangen sind. Ihr Stahl ist besonders strahlungsarm und läßt sich daher gut zum Abschirmen sensibler Gamma-Detektoren nutzen.

Wissen Sie, was das heißt? Ich formuliere das mal um: sämtlicher Oberflächenstahl ist nuklear so verseucht, dass er sich nicht mehr zum Bau von Instrumenten eignet. Deshalb tauchen die jetzt nach der kaiserlichen Schlachtflotte, um überhaupt noch Stahl zum Instrumentenbau zu bekommen.

Können Sie sich jetzt vorstellen, was Fukushima wirklich aus der Welt macht – jetzt gerade?

Können Sie sich vorstellen, dass die Regierung – die schon in den siebziger Jahren geheime Lobbyistengruppen ersonnen hat – nur gegen die Zigarette wettert, um von der eigentlichen Gefahr abzulenken?

Merken Sie, wie wenig wir wirklich von der Welt wissen, in der wir leben?

Bleiben Sie lieber die nächsten 50 000 Jahre zu Hause. Vor allem, wenn es regnet. Aber auch sonst.

Quelle: http://www.nachrichtenspiegel.de/2015/01/06/fukushima-und-andere-atomluegen-warum-rauchen-vor-lungenkrebs-schuetzt/

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Radioaktiv bestrahlte Nahrung- Der “von Oben” vollstreckte Genozid

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Im Rahmen der ETIA-Talks der Technischen Universität Wien und der Diplomatischen Akademie diskutierten die Podiumsteilnehmer das Thema “Nukleartechnologie in der Landwirtschaft?”. Dabei stand vor allem die Bestrahlung von Lebensmittel im Vordergrund. Ursprünglich eingesetzt, um die Verbreitung von neuen Insektenarten zu unterbinden, bewirken die ionisierenden Strahlen aus dem Zerfall von Cobalt-60 auch, dass Hilfslieferungen in Krisengebiete nicht kühl gelagert werden müssen, um genießbar zu bleiben.

(…)

In Österreich findet sich nur eine Bestimmung zu dem Thema im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz. Diese besagt, dass keine Lebensmittel ohne Zulassung mit ionisierender Strahlung behandelt oder im Umlauf gebracht werden dürfen. In anderen Ländern der EU gibt es allerdings nationale Listen, die noch weitere Produkte zulassen. Im Vorjahr wurden in Europa 8000 Tonnen Lebensmittel mit Strahlung behandelt. Davon waren die Hälfte Froschschenkel.

Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind Lebensmittel, die in Krankenhäusern an Patienten verteilt werden, die keimfreie Nahrung benötigen; etwa Chemotherapie-Patienten. Auch Astronautennahrung wird vor dem Flug ins All mit ionisierenden Strahlen behandelt.

Regionale Landwirtschaft als Schlüssel

Für den Chef der amerikanischen Behörde für Krankheitskontrolle und -vorbeugung ist das Nichtbenutzen der Strahlung “der größte Fehler der öffentlichen Gesundheit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Amerika”. In seinem Interview mit der “Washington Post” hält er fest, dass in den USA jeder sechste Mensch eine Lebensmittelvergiftung bekommen werde, 3000 Menschen würden sterben: “Wir könnten so viele Leben retten.”

(…)

Quelle: https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2015/01/02/radioaktiv-bestrahlte-nahrung-der-von-oben-vollstreckte-genozid/

Gruß an die, die sich nicht die Hucke voll lügen lassen und filterlose Zigaretten mit  unbehandeltem Tabak rauchen, oder Ziagarren, oder Pfeife-  wie schon unsere Vorfahren es seit Jahrtausenden machen… Ob die auch schon von diesen radioaktiven Angriffen auf die Gesundheit wußten ?

 

rauchen

TA KI

 

Merkel prüft Zusammenbruch der Banken


Grexit-Planspiele im Kanzleramt

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Merkel prüft Zusammenbruch der Banken

Seit Tagen warnen Politiker, dass durch die Grexit-Debatte ein Austritt Griechenlands aus dem Euro erst herbeigeredet werde. Die Nervosität ist groß. Da wundert es auch nicht, dass sich das Kanzleramt auf sämtliche Szenarien vorbereitet.

Die Bundesregierung entwickelt offenbar konkrete Strategien für einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Das Bundeskanzleramt lasse derzeit Szenarien für einen möglichen Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza bei der Parlamentswahl in dem Staat am 25. Januar durchspielen, berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Sollte das Bündnis um Alexis Tsipras gewinnen und den Reformkurs abbrechen, würde die ausstehende Rate von zehn Milliarden Euro an Hilfskrediten nicht an Athen überwiesen werden. Käme es zum Austritt Griechenlands aus dem Euro, dem sogenannten Grexit, könnte es nach Einschätzung der Regierungsfachleute einen Kunden-Ansturm auf griechische Banken geben, um Euro-Guthaben zu sichern, schreibt die Zeitung. Ein Kollaps der Institute in dem Land könne die Folge sein. In diesem Fall müsste die EU-Bankenunion womöglich mit Milliardenzahlungen einspringen, heißt es.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte am Wochenende berichtet, die Bundesregierung halte bei einem Sieg der Linken in Griechenland einen Austritt aus der Eurozone für verkraftbar. Der in Umfragen führende Tsipras hatte ein Ende der Sparpolitik in dem südeuropäischen Land angekündigt, falls er die Abstimmung gewinnt.

Debatte stärkt Syriza

Nach Ansicht von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz stärkt die Austrittsdiskussion den Syriza-Chef. „Die Debatte und die verantwortungslosen Spekulationen über Grexit-Szenarien sind wenig hilfreich“, sagte der SPD-Politiker der Zeitung „Die Welt“. „Allen muss klar sein: Ein Ausstieg aus dem Euro steht nicht zur Debatte. Unerbetene Ratschläge, die den Menschen in Griechenland das Gefühl geben, nicht sie entscheiden durch ihre Wahl über ihr Schicksal, sondern Brüssel oder Berlin, treiben die Wähler womöglich gerade in die Arme der radikalen Kräfte.“

SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider hatte geschätzt, dass ein Euro-Austritt Griechenlands Deutschland 30 Milliarden Euro oder mehr kosten könnte. Die internationalen Geldgeber hätten fast 240 Milliarden an Krediten an Griechenland gegeben, um das Land zu stabilisieren und im Euro zu halten, sagte Schneider. Bei einem Umstieg auf die Drachme könne Athen das nicht zurückzahlen. Nach Commerzbank-Berechnungen summieren sich die Schulden Griechenlands bei den europäischen Partnern, dem IWF und der EZB auf gut 257 Milliarden Euro.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Merkel-prueft-Zusammenbruch-der-Banken-article14268221.html

Gruß an die D-Mark

TA KI

 

Prosit Neujahr für Kiew: NATO-Waffen nach Nazi-Aufmarsch


300508720Markige Worte des prowestlichen Präsidenten der Ukraine: Pjotr Poroschenko setzt auf einen neuen Feldzug statt auf Frieden in der Osten seines Landes. »Ich bin überzeugt, dass 2015 das Jahr unseres Sieges wird. Dazu brauchen wir eine starke, patriotische und gut ausgerüstete Armee«, tönt er bei der Übergabe neuer Waffen an die Armee.

Das moderne Kriegsgerät hat Kiew mutmaßlich auch aus NATO-Ländern erhalten – und das nur wenige Tage, nachdem in der ukrainischen Hauptstadt Tausende dem Hitler-Kollaborateur Stepan Bandera gehuldigt hatten.

Am 15. Januar will der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko in der kasachischen Hauptstadt Astana mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie seinen französischen und russischen Amtskollegen François Hollande und Wladimir Putin auf einem Friedensgipfel die Beilegung des Konflikts im Donbass beraten. Sagt der Kiewer Regent zumindest. Doch just, als sich in Berlin Spitzendiplomaten aus den vier Ländern zur Vorbereitung der Gespräche treffen, übergibt Poroschenko in Schitomir im Norden der Ukraine seinen Militärs weiteres schweres Kriegsgerät, darunter Haubitzen, Schützenpanzer und Kampfjets, zur Niederringung der abtrünnigen »Volksrepubliken« im Osten. Die Armee sei jetzt wieder zu Hundert Prozent einsatzfähig, nicht zuletzt dank »internationaler Partner«, schwärmt der Präsident. Namentlich genannt werden die NATO-Staaten Kanada, Litauen und Polen.

Die Aufrüstung der prowestlichen Regenten erfolgt vier Tage nach einem gespenstischen Aufmarsch in der ukrainischen Kapitale. Am Neujahrstag hatten Tausende Anhänger der Swoboda-Partei und des »Rechten Sektors« den 106. Geburtstag des Nazikollaborateurs Stepan Bandera mit einem Fackelzug durch Kiew gefeiert. Swoboda-Chef Oleg Tjagnibok forderte dazu auf, Bandera zum »Helden der Ukraine« zu erklären.

Keiner der politisch Verantwortlichen in der Ukraine, die ihr Land lieber heute als morgen in der EU sehen wollen, ist auf die Idee gekommen, den braunen Spuk zu unterbinden oder auch nur zu kritisieren. Warum auch? Bis vor kurzem waren Swoboda und »Rechter Sektor« Teil der vom Westen gestützten Kiewer Putschregierung. Und in der Europäischen Union hat sich – vom tschechischen Präsidenten Milos Zeman einmal abgesehen – eh keiner über den Faschistenmarsch aufgeregt. Auch nicht darüber, dass einmal mehr russische Journalisten attackiert ein ukrainischer TV-Sender überfallen und ein nicht genehmer Schriftsteller terrorisiert werden.

Das Gros der Medien in Deutschland schweigt die rechte Machtdemonstration lieber tot – getreu der seit einem Jahr ausgegebenen Maxime: In Kiew gibt es keine Faschisten, sondern nur fröhliche Maidan-Revolutionäre.

»Spiegel online« sorgt sich, der Fackelmarsch für den »umstrittenen Nationalisten« sei eine »Steilvorlage für Moskau«, wo doch Russland die Ukraine »auf den Spuren der Nazis« wähne. Dafür fällt die jüngste NATO-Waffenhilfe unter den Tisch.

»Bild«, sonst allzeit bereit, Israel-Kritiker als Antisemiten an den Pranger zu stellen, ist die rechte Demonstration zum Jahreswechsel keine Zeile wert. Das letzte Mal, dass Stepan Bandera in dem auflagenstarken Boulevardblatt erwähnt worden ist, war nach der Verwüstung seiner letzten Ruhestätte in München im vergangenen August. Dass der gute Mann während des Zweiten Weltkriegs Hitler-Kollaborateur war, haben die Springer-Kollegen geflissentlich zu erwähnen vergessen, ihre Sorge galt seinerzeit geklauter Graberde und dem umgestürzten Grabstein des »prominenten ukrainischen Politikers«.

Am Donnerstag kommt der ukrainische Regierungschef und Faschisten-Tolerierer Arseni Jazenjuk, von Washington liebevoll »Jaz« genannt, zu Besuch nach Berlin. Er wird von Kanzlerin Angela Merkel und von Bundespräsident Joachim Gauck höchstpersönlich empfangen. Wäre es nicht ein klares Bekenntnis gegen rechts, Kanzleramt und Schloss Bellevue würden mal kurz das Licht ausmachen?

Quelle: http://de.sputniknews.com/meinungen/20150106/300507994.html

Gruß an die, die verstehen wo, und WER hier die NAZIs sind

TA KI

Weltraumkolonien, Kunstplaneten und Astro-Magier im Fokus- SETA – Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen – Teil 5


SETA – Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen – Teil 5

Dyson-Sphären sind fiktive hochtechnologische Gebilde, die Superzivilisationen vom Typ II der Kardaschow-Skala konstruiert haben könnten, um die Energie ihres Heimatsterns vollends zu speichern und zu nutzen. Doch nicht nur um ferne Sonnen rotierende künstliche Ringe, Schalen, Blasen, sondern auch überschüssige Infrarotstrahlung, emittiert von fernen Weltraumkolonien oder riesigen Raumstationen, sind nach Ansicht von Wissenschaftlern mit dem gegenwärtigen Instrumentarium ebenso auffindbar wie artifizielle Kleinplaneten oder andere gigantische Mega-Konstruktionen im All. Hierbei könnte die von den Planetenjägern angewandte Transit-Technik helfen. Und wer die Tatkraft außerirdischer Astroingenieure vom Typ III der Kardaschow-Skala dokumentieren will, könnte deren stellare oder galaktische Kunstwerke mit dem zurzeit operierenden Teleskopen und bekannten Suchmethoden indirekt, bisweilen sogar direkt beobachten.

NASA Ames center

Als der US-Physiker Freeman Dyson 1960 die Fachwelt mit der wagemutigen These konfrontierte, technologisch hochstehende außerirdische Kulturen könnten mittels einer schalen- oder ringförmigen Struktur die von der heimischen Sonne kugelförmig in alle Richtungen abgestrahlte Energie effizient speichern und nutzen, griff er zu guter Letzt nur eine alte Idee auf, die Science-Fiction-Autoren bereits Jahre zuvor zum Besten gegeben hatten, wie etwa Olaf Stapledon in seinem stark philosophisch angehauchten, aber unbedingt empfehlenswerten Roman Star Maker aus dem Jahr 1937.

Klassische Dyson-Objekte

Auch der Grandseigneur und weise Nestor des Science Fiction, Isaac Asimov, sinnierte und fabulierte des Öfteren über ferne Zivilisationen, die uns in der technologischen Entwicklung um Jahrtausende voraus sind und das Licht ihrer Sonne direkt anzuzapfen respektive ihren Heimatstern als Energiequelle vollends zu instrumentalisieren vermögen. 1979 schrieb er:

Entsprechend sollten wir vermuten dürfen, dass bei einem Stern, der bislang mit konstanter Helligkeit gestrahlt hat, nun aber langsam immer schwächer leuchtet, eine intelligente technisierte Zivilisation am Werke ist. Sicher – denkbar wäre dies! Aber bislang haben wir so etwas noch nicht beobachtet.

34 Jahre später haben die Astrophysiker, SETI-Forscher, Xenobiologen und all jene, die sich zumindest zeitweilig dem theoretischen Phänomen der Dyson-Sphären verschrieben und einige Suchaktionen gestartet haben, immer noch keine verdächtige stellare Infrarotstrahlung auf- und eingefangen, die zumindest einen indirekten Hinweis auf die Existenz eines solchen extraterrestrischen Wunderwerks gegeben hätte. Kein Wissenschaftlerteam hat seit 1975 im Rahmen von acht Observationsstudien aussagekräftige, vielversprechende Daten sammeln können. Nur einige Sterne, von denen eine gesunde Strahlendosis zu erwarten gewesen wäre, emittierten überraschend schwach im Infrarotlicht. Warum diese so wenig Wärmestrahlung abgeben, ist bislang unerklärt.

1977 Supernova

Immerhin stellte sich derweil auf theoretischer Ebene ein gewisser Fortschritt ein, verfeinerten doch die SETA-Enthusiasten im Verlaufe der Dekaden das von Freeman Dyson konzipierte Ursprungsmodell. Während sich Dysons Kreation seit Jahren formvollendet als riesige Ansammlung von Sonnenkollektoren präsentiert, die den Heimatstern als Schwarm umkreisen, buhlen gegenwärtig andere, weitaus komplexere Modelle um Aufmerksamkeit – wie beispielsweise die Dyson-Schale. Ein solche könnte einen Stern als feste Struktur komplett oder teilweise ummanteln. Auf der Innenseite der symmetrischen hohlen Sphäre selbst erstreckte sich ein gewaltiger Lebensraum, ein stellares Biotop, ein Quell biologischer Vielfalt.

dyson sphäre

Quasi-Dyson-Sphären

Eine andere Variante eines effektiven Dyson-Modells, das eine maximale Energiegewinnung sichern soll, stellte Fred Witteborn vor elf Jahren vor. In seinem Entwurf spielen keineswegs gigantische Solarkollektoren im All, sondern Weltraumkolonien und riesige Weltraumstationen die Hauptrolle. Ausgehend von der Überlegung, dass auch solche Konstruktionen während ihres Umlaufs um ihr Muttergestirn die stellare Energie so effizient wie möglich verwerten sowie Restwärme abstrahlen, müssten fragliche Emissionen auch für Außenstehende zu messen sein.

Stellen Sie sich vor, unsere Zivilisation entwickelt sich noch eine Million Jahre lang weiter […]. Und stellen Sie sich vor, dass wir in den nächsten tausend Jahren damit anfangen, Weltraumkolonien zu errichten […]. In diesem Fall könnten wir für eine Zivilisation, deren Planet einen erdnahen Stern umkreist und die über astronomische Instrumente verfügt, die wir gegenwärtig selbst nutzen, beobachtbar sein. Umgekehrt bedeutet dies: Sollte eine Zivilisation in unserer kosmischen Nachbarschaft, die unserer ähnelt, uns um eine Million Jahre voraus sein, könnten wir diese mit dem künftig zur Verfügung stehenden Instrumenten observieren.

Schließlich seien bei einer großen Anzahl von Weltraumkolonien hohe Emissionsraten zu erwarten. Orbitale Kolonien etwa würden das Licht des Muttersterns partiell abblocken und das stellare Licht in Infrarotlicht umwandeln. Um solcherlei Objekte, die Witteborn als Quasi-Dyson-Sphären (QDS) bezeichnet, ausfindig zu machen, müsse man daher systematisch nach starker stellarer Infrarotstrahlung suchen. Denn letzten Endes gelten auch für hochentwickelte extraterrestrische Kolonisten, die stellares Licht zur Energiegewinnung absorbieren, die kosmosweit allgemein gültigen Gesetze der Thermodynamik. Auch diese würden das Licht ihres Sterns konsequent nutzen, zugleich aber dem Umstand Tribut zollen müssen, dass auch deren verbrauchte Energie unwiederbringlich ins All entweicht und andere Kulturen dadurch in die Lage versetzt, die Infrarot-Emissionen direkt oder indirekt zu registrieren.

Ist einmal ein Stern mit einem solchen Infrarot-Überschuss gefunden, ist es notwendig, zwischen Infrarot-Überschüssen zu unterscheiden, die von Weltraumkolonien oder natürlichem stellaren Staub sowie astralen Gesteinstrümmern stammen könnten.

Gelänge es, die Temperaturspanne der Quelle und das Alter des Sterns genau zu bestimmen, erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, echte Quasi-Dyson-Sphären zu lokalisieren, betont Witteborn, für den die beiden 10-Meter-Keck-Infrarotspiegel auf Mauna Kea (Hawaii/USA) die geeigneten Instrumente sind, um artifiziell-kosmische Ansiedlungen in Erdnähe aufzustöbern.

manua keaWitteborn, der bereits 1980 mit einem kleineren optischen Fernrohr bei 20 sonnenähnlichen Sternen im Infrarotlicht nach klassischen Dyson-Sphären fahndete, machte mit Blick auf seine neuen QDS-Objekte die Probe aufs Exempel und recherchierte in dem Computerarchiv des ESA-Satelliten Hipparcos. Das Astrometrie-Forschungsobservatorium bestimmte von 1989 vier Jahre lang die Positionen und Bewegungen von zirka 118.000 Sternen und erstellte im Anschluss eine genaue Himmelskarte. .

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Beim Studium des Sternkatalogs stachen Witteborn und seinem Team 299 Sonnen ins Auge, die im Vergleich zu anderen, ungefähr gleich heißen Sternen auffallend schwächer strahlten. Obwohl Witteborn zu seiner Enttäuschung bei ihnen nicht den geringsten Hinweis auf das Vorhandensein einer QDS fand, sprach er sich bereits 2002 für weitere computergestützte Suchläufe aus. Da das Gros der astronomischen Daten via Internet abrufbar sei, brauche man unter Berücksichtigung aller Parameter nur in den jeweiligen Online-Archiven zu recherchieren.

Mit neuen, leistungsfähigeren, bald zu Verfügung stehenden Infrarotinstrumenten […], deren Daten ins Internet gestellt werden, lässt sich eine kostengünstige computergestützte Suche nach QDS realisieren.

Todessterne in Sichtlinie – Per Transit Artefakte erkennen

Auf der Suche nach einem ebenso kostengünstigen und zugleich sehr effektiven Verfahren, um Relikte oder Objekte außerirdischer Schaffenskraft dingfest zu machen, ist Luc A. Arnold bei der Transit-Technik fündig geworden, die aufgrund ihrer Treffsicherheit in der Exoplanetenforschung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Schließlich spürten die Planetenjäger von den bislang insgesamt katalogisierten und bestätigten 854 extrasolaren Planeten mit der Transit-Technik allein 291 Kandidaten auf (Stand: Januar 2013).

abfallende lichtkurve

Bei dem Photometrie-Verfahren messen Planetenforscher die Helligkeitsschwankungen eines ausgewählten Sterns. Kreuzt ein dort beheimateter Exoplanet die Sichtlinie des anvisierten Muttersterns, können die Astronomen die minimale Helligkeitsschwankung messen, die für die Dauer des Transits um winzige Bruchteile abnimmt. Je nach Größe, Masse und Form des jeweiligen Objekts fällt der Amplitudenabfall in der Lichtkurve unterschiedlich aus.

Planeten via Transit lassen sich nur aufspüren, wenn aus der Perspektive des Beobachters der Sterntrabant zwischen Teleskop und extrasolarer Sonne steht und die Planetenbahn nahezu senkrecht zur Himmelsebene liegt. Nur dann ist das geringfügig abgeschwächte stellare Licht zu messen. Und nur auf diese Weise wird der unsichtbare Planet indirekt sichtbar, wobei die extrem geringen Schwankungen nur schwer zu berechnen sind. Aus der Intensität und Dauer der dabei entstehenden periodischen Muster können die Forscher auf die Größe und Umlaufbahn des extrasolaren Planeten schließen.

Ames NASA

Inspiriert von dem Charakteristikum, dass ein Exoplanet (aus Sicht der Erde) beim Vorbeiflug vor seinem Stern eine spezielle Lichtkurve aufweist und einen eigenen unverwechselbaren Fingerabdruck hinterlässt, brütete Luc A. Arnold vom Observatoire de Haute-Provence in Südfranreich eine Idee aus, die seinem Dafürhalten nach die Vertreter der klassischen, sprich optischen Astronomie, vor allem aber die Optical-SETI-Forscher (OSETI), die nach außerirdischen intelligenten Lasersignalen spähen, interessieren sollte.

In dem renommierten US-Fachmagazin Astrophysical Journal warf der französische Astronom Mitte 2005 die Frage auf, ob es nicht denkbar sei, mittels der Transit-Methode auch artifizielle Strukturen von der Größe von Kleinplaneten zu detektieren. Eine sehr fortgeschrittene extraterrestrische Kultur könnte riesige Sonnensegler, Sonnenkollektoren oder sogar kleine Kunstplaneten – der Todesstern aus dem Star-Wars-Kosmos lässt grüßen – gebaut und gezielt in die Umlaufbahn ihrer Heimatsonne oder anderer Sonnen platziert haben.

todes stern

Und zwar in der Art und Weise, dass außenstehende, in der richtigen Sichtlinie liegende Beobachter den Transit solcher Objekte im optischen Licht entweder direkt oder indirekt beobachten können. Sie wären weitaus kleiner als Dyson-Sphären, aber groß genug, um von Zivilisationen auf unserem technischen Niveau entdeckt zu werden.

Wir schlagen einen alternativen Weg für ein neues SETI-Programm vor. Von der Überlegung ausgehend, dass künstliche planetengroße Körper um andere Sterne existieren könnten und dass solche Objekte aus der Sicht eines bestimmten fernen Beobachters immer an dem Mutterstern vorbeiziehen, erhalten wir die Chance, diese mit der Transit-Methode zu entdecken und näher zu bestimmen. Hierbei gehen wir von der Annahme aus, dass künstliche Strukturen während des Transits anders erscheinen als natürliche Körper.

Todessterne in Sichtlinie – Via Simulation Artefakte aufgespürt

Um die fragliche Theorie zu testen, fütterten Arnold und sein Team ihren Computer mit Daten bekannter extrasolarer Transits und simulierten fiktive Artefakte und Vorbeiflüge. Als Bezugsstern nahmen sie HD 209458, eine sonnenähnliche Welt, bei der 1999 der erste Sonnendurchgang eines Exoplaneten (HD 209458b) überhaupt beobachtet wurde.

Von Exoplaneten ist bekannt, dass nicht allein deren Größe und Masse, sondern auch deren Form die Transit-Lichtkurve merklich beeinflussen. So präsentieren sich bei Ringplaneten oder an den Polen stärker abgeplatteten Planeten die Amplituden im Diagramm signifikant anders als bei durchschnittlichen Exoplaneten. Je stärker ein Planet von seiner Kugelform abweicht und je größer sein Ringsystem, desto auffälliger sieht seine Lichtkurve aus.

Dieser Effekt muss bei bizarr geformten Artefakten noch stärker zum Tragen kommen, sagte sich Arnold und wählte für das Computerexperiment drei nichtsphärische Typen: Dreiecke, „Two-Screen“ und „Six-Screen“-Objekte (siehe Bilder).

transit simulation

Die Messungen führten zu einem eindeutigen Resultat: Nichtkugelförmige künstliche Objekte wie Dreiecke oder noch exotischere Formen weisen allesamt eine sehr spezifische Lichtkurve auf. So erzeugte der simulierte Vorbeiflug eines symmetrischen angeordneten „Two-Screen“-Objekts zwei identische Lichtkurven. Bei einem Exoplaneten wäre es indes nur eine gewesen.

Dieser Effekt verstärkt sich, sobald die außerirdischen Konstruktionen nicht einzeln, sondern in Formation in Erscheinung treten. Bei multiplen Objekten, die beispielsweise in zeitlich abgestimmten Abständen – entweder periodisch oder absichtlich unregelmäßig – ihren Mutterstern passieren, fallen die Amplituden noch deutlicher aus, insbesondere wenn die Artefakte zusätzlich rotieren.

Mehrere künstliche Objekte produzieren Lichtkurven, die sehr leicht von natürlichen Transits zu unterscheiden sind. Wenn dagegen ein einzelnes artifizielles Objekt an dem Stern vorbei zieht, erschwert dies die Bestimmung seiner wahren Natur.

Noch klarere Konturen gewinnt die Lichtsignatur, wenn das Objekt exotisch geformt ist, im besten Fall sogar mehrere Körper am Stern entlang ziehen, die verschieden gestaltet sind. Nicht zuletzt mithilfe der Transithäufigkeit der artifiziellen Gebilde und dem von den Konstrukteuren gewählten Timing können Forscher auf die Kommunikationsbereitschaft der Außerirdischen rückschließen.

transit simulation 2

Sollten irdische Astronomen mit dem Corot-Weltraumobservatorium der Europäischen Raumfahrtagentur ESA oder der orbitalen Kepler-Sternwarte der NASA in erdnahen kosmischen Gefilden multiple Transits beobachten und dabei abweichende Lichtkurven registrieren, wäre dies laut Arnold ein klares Indiz dafür, dass eine extraterrestrische hochstehende Technologie versucht, einen interstellaren Dialog zu etablieren.

Wenn ein Objekt allein an dem Stern vorbei zieht, wenn also nur ein Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Stern steht, würden wir in puncto Helligkeit eine Folge von identischen Abnahmen wahrnehmen, die wie ein binärer Code aussähen: Transit – kein Transit.

Möglicherweise würden Astroingenieure sogar die Lichtkurven manipulieren und in ihnen Botschaften verstecken. Auf jeden Fall würden sie, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen, nicht allein ein einzelnes künstliches Objekt auf die Reise schicken, sondern sich einer Vielzahl von Objekten bedienen.

transit simulation 3

Todessterne in Sichtlinie – Transit als neue OSETI-Variante

Luc Arnold hält die Transit-Variante für weitaus effektiver als das klassische OSETI-Verfahren, bei dem vornehmlich extrem kurze Laserpulse oder ungewöhnliche Lasersignal-Muster im Fokus stehen. Denn artifizielle, erdgroße Kunstplaneten würden viele Jahrmillionen um ihren Heimatstern kreisen und somit mit dem gegenwärtigen astronomischen Teleskopen gut zu lokalisieren sein.

Laserstrahlen hingegen würden auf ihrer einsamen Odyssee durchs All mit der Zeit enorm an Strahlkraft verlieren. Treffen diese etwa auf Gas- oder Nebelwolken, schwächt sich ihr Licht derart ab, dass vor allem die via Laser ausgesandten Nanosekunden-Pulse im kosmischen Lichtmeer untergehen. Bei der Transit-Option dagegen bräuchten die Aliens ihre gigantischen Kunstobjekte gleichwohl nur mit Triebwerken etc. zu bestücken, damit sie manövrierfähig und auf den künstlichen Umlaufbahnen stabil bleiben.

So nimmt es nicht wunder, dass Arnold für die SETI-Gemeinde und die Planetenjäger-Zunft einen praktikablen Vorschlag parat hat, der zwar nach ferner Zukunftsmusik klingt, den aber seiner Ansicht nach unsere Nachfahren eines Tages unbedingt beherzigen sollten:

Transits von künstlichen Objekten können in Zukunft auch ein Mittel für die interstellare Kommunikation von der Erde aus sein. Daher sollten unserer Empfehlung nach künftige Generationen später daran denken, mehrere erdgroße Artefakte in die Umlaufbahn unseres Heimatstern zu platzieren, um (für Aliens) erkennbare und intelligente Transits zu produzieren.

Bauanleitung für ein irdisches Artefakt

Wie ein von der Menschheit gebautes erdgroßes Artefakt später einmal aussehen könnte, beschrieb Luc Arnold in einem Fachbeitrag vor mehr als sieben Jahren. Danach könnten unsere fernen Nachfahren mit Leichtigkeit einen riesigen, aus Eisen bestehenden Schirm errichten. Seine Dicke würde nur einen Mikrometer (0,001 Millimeter) betragen und sein Durchmesser sage und schreibe 12.000 Kilometer aufweisen. Für den Bau einer derartigen Sphäre müsste Eisen in einer Menge verarbeitet werden, die Arnolds Berechnungen zufolge aufeinander gestapelt einen Durchmesser von 632 Meter ergäbe.

sonnensegelDa Eisen auch in ferner Zukunft auf Mutter Erde ein kostenbares Gut bleiben wird, sollten unsere Nachkommen das Material aus dem Hauptasteroidengürtel beziehen, wo eisenreiche Asteroiden vom Typ-M als Metalllieferant en masse zur Verfügung stehen. Ratsam wäre es, die Riesenblende noch vor Ort, sprich im Asteroidengürtel zu bauen und zusammenzusetzen.

planetenjäger

Um den Schirm in die richtige Parkposition zu bringen, sollte er zeitweise zum Sonnensegler umfunktioniert werden. Vorangetrieben vom solaren Lichtdruck, würde das kreisförmige Gebilde schnell Fahrt aufnehmen. Seine Konstrukteure sollten es sodann in die bestmögliche Position zwischen Erde und Sonne bringen, von wo es ungestört seine Kreise um die Sonne ziehen und viele Transits generieren soll. Geht es nach Luc Arnold, dann wäre der ganze Aufwand gerechtfertigt und nur einem Ziel untergeordnet. Der Schirm diente ausschließlich der Kommunikation und Kontaktaufnahme mit einer außerirdischen Technologie. Nicht mehr und nicht weniger.

Magische Astroingenieure – alles ist denkbar

So fantastisch Arnolds vor knapp acht Jahren erstmals eingebrachte Idee auch anmutet und eher dem Science-Fiction-Genre entliehen als wissenschaftlich fundiert zu sein scheint – es geht noch um Nuancen absonderlicher. Zu guter Letzt könnten nämlich alle vermeintlich natürlichen astrophysikalischen Phänomene theoretisch auch einen künstlichen Ursprung haben, ob es hierbei nun um Dunkle Energie, Schwarze Löcher, Pulsare, Minipulsare, Neutronensterne, Quasare, Neutrinos, Gravitationswellen oder um Gammastrahlenblitze handelt. Denn für jedes dieser Phänomene könnten nach Meinung zahlreicher SETA-Forscher Superzivilisationen verantwortlich sein, die entweder absichtlich Botschaften ins All senden oder nur ihrer regulären Arbeit nachgehen und dabei jede Menge „Dreck“ produzieren.

So bizarr diese Hypothese beim ersten Lesen wirkt – sie hat auch ihre Anhänger, selbst unter den seriösen und arrivierten SETI-Forschern. Zu diesen zählt fraglos Seth Shostak, ein konservativer, dennoch begeisterungsfähiger Skeptiker und Könner seines Fachs. Der Chefastronom des SETI-Instituts stellte 2002 en passant die Überlegung an, ob das ungewöhnliche Aussehen der M82-Galaxie, die „zu explodieren“ scheint, wirklich das Ergebnis eines astrophysikalischen Prozesses sei:

Man kann versuchen, das mit natürlichen Prozessen zu erklären. Aber vielleicht wird dort auch gerade ein großer galaktischer Krieg ausgetragen, wer weiß?

Auch mit Blick auf extraterrestrische künstliche geschaffene Strukturen kann eigentlich jeder geneigte SETA-Fantast alle astrophysikalischen Phänomene mit dem bunten Treiben von Alien-Astroingenieuren erklären oder „wegerklären“

chandra

Praktisch jede Helligkeitsschwankung eines Sterns, jede noch so winzige Veränderung in seinem Lichtspektrum, jede unbekannte Röntgenstrahlenquelle, jeder aus dem Takt geratende Pulsar, jeder ungewöhnliche Gammastrahlenblitz, jede verfrühte oder verspätete Supernova-Explosion könnte eine Superzivilisation beim Bau von Artefakten absichtlich oder unabsichtlich verursacht haben.

Megatechnologien könnten Wurmlöcher herstellen und stabilisieren – und sie zum Kunstwerk verklären. Sie könnten intergalaktische Manipulationen vornehmen, um astrale Denkmäler zu errichten, die ihre kosmische Omnipotenz unterstreichen.

Arthur C. Clark 1917 bis 2008

Was auch immer die magischen Astroingenieure machen – wir können über Zauberkünste dieses Niveaus nur rätseln und staunen, so wie es der weitsichtige Arthur C. Clarke in einem seiner drei Gesetze andeutet: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ So gesehen sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt.

Und Fantasie à la Clarke ist gefragt. Eine Rückbesinnung auf den Mond scheint zeitgemäßer und erfolgversprechender denn je. Schließlich hat zumindest auf dem lunaren Begleiter der Erde literarisch der erste extraterrestrische Monolith das Licht unserer Sonne erblickt. Und hier könnte nach Ansicht eines sehr bekannten Physikers zugleich auch jener Ort sein, an dem wir dereinst das Antlitz eines fremden, nicht von Menschenhand geschaffenen Artefakts erblicken, das viele Millionen Jahre lang auf seine Freilegung wartete …

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37315/1.html

Gruß an die Forscher

TA KI