Sieht so EU-Demokratie aus? – Mit Erpressungen soll Juncker-Untersuchungsausschuss verhindert werden!


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  477 (15/2015) ♦



Der Tagesspiegel berichtete am 19.01.15 über einen politischen Skandal auf EU-Ebene, der gar nicht hoch genug einzuschätzen ist!

Es geht um Erpressungen und massivem Druck auf Abgeordnete.

Und es geht um den frischgekürten EU-Kommissions-Präsidenten Jean-Claude Juncker.

Nachfolgend Auszüge aus dem Artikel (Hervorhebungen durch mich):

16 Unionsabgeordnete im EU-Parlament unterstützen einen Untersuchungsausschuss gegen Jean-Claude Juncker, wobei seine Rolle beim Steuererlass für Großkonzerne begutachtet werden soll. Die Abgeordneten fühlen sich plötzlich massiv unter Druck gesetzt.

Es sind heftige Vorwürfe, die deutsche CDU-Abgeordnete gegen das Lager von Jean-Claude Juncker, dem Chef der EU-Kommission, vorbringen. Sie berichten von Erpressungen, mit denen sie unter Druck gesetzt werden, damit Juncker geschützt wird.

Es geht um die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses, der Juncker schweren Schaden zufügen kann, weil er milliardenschwere Steuervergünstigungen für Großkonzerne in Luxemburg untersuchen soll, während Jucker dort Premier war. Die christdemokratischen Abgeordneten, die die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss schriftlich unterstützt haben, sind eigenen Angaben zufolge massiv unter Druck gesetzt worden

„Es wird versucht, dass sie ihre Unterschrift zurückziehen“, berichtet der CDU-Abgeordnete Werner Langen. „So etwas habe ich schon 1998 erlebt, als es um den Misstrauensantrag gegen die Kommission ging“, sagt sein CSU-Fraktionskollege Markus Ferber, „nur dass der Druck auf die Abgeordneten damals von der EU-Kommission ausging“.

Wer für den Untersuchungsausschuss ist, so Der Tagesspiegel weiter, muss mit Konsequenzen rechnen. Und die sehen so aus: „keine Mitgliedschaft im Untersuchungsausschuss, keine Redezeiten im Plenum und keine Berichte“.

Die Erpressungsvorwürfe sind deshalb relevant, weil an diesen Abgeordneten der gesamte Untersuchungsausschuss hängt. Der kommt dann zustande, wenn ein Viertel aller Abgeordneten ihn beantragt.

… Junckers Sprecherin weist das weit von sich. „Herr Juncker wird natürlich mit dem Europaparlament kooperieren, sollte es zu einem Untersuchungsausschuss kommen“, sagte die Sprecherin: „Ein gerechteres Steuersystem und die Bekämpfung der Steuerhinterziehung ist erklärtes Ziel der Juncker-Kommission.“

 

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-steuererlass-fuer-grosskonzerne-setzt-jean-claude-juncker-cdu-abgeordnete-unter-druck/11251712.html

Ich frage Sie – sieht so tatsächlich die Demokratie aus, die uns die EU-Politiker verkaufen wollen?

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DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

Ihr und euer

GUIDO GRANDT

GUIDOs  KOLUMNE6docx

(…)

Quelle: https://guidograndt.wordpress.com/2015/01/21/sieht-so-eu-demokratie-aus-mit-erpressungen-soll-juncker-untersuchungsausschuss-verhindert-werden/

Gruß an die Ehrlichen

TA KI

Neuer Grippe-Impfstoff zeigt kaum Wirkung


grippe

Ausgerechnet die Komponente im Impfstoff, die vor dem gefährlichen Grippetyp H3N2 schützen soll, wirkt oft nicht richtig. Die Viren haben sich anders entwickelt als vorhergesagt.

Der von Ärzten aktuell verabreichte Grippe-Impfstoff ist offenbar so unwirksam wie seit vielen Jahren nicht mehr. Wenige Tage alte Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigen, dass die Wirksamkeit des Serums in dieser Grippesaison bei extrem niedrigen 23 Prozent liegt. Im Normalfall sind es zwischen 50 und 85 Prozent. Die renommierten Freiburger Professoren Gerd Antes und Michael M. Kochen raten der Bevölkerung, diese geringe Wirksamkeit bei ihrer Impfentscheidung mit zu berücksichtigen. Die US-Daten seien weitgehend auf Europa und Deutschland übertragbar.

Das Robert Koch- (RKI) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bestätigten gegenüber unserer Redaktion, dass es in diesem Jahr ein „Problem“ mit der Impfung gebe. Ausgerechnet die Komponente im Impfstoff, die vor dem gefährlichen Grippetyp H3N2 schützen soll, wirkt oft nicht richtig, weil sich diese Viren durch Mutation ganz anders entwickelt haben als vorhergesagt. „So etwas passiert immer wieder einmal“, sagte PEI-Sprecherin Susanne Stöcker. Die Entwicklung eines wirksamen Grippe-Impfstoffes sei wie ein „Hase- und Igel-Spiel“ zwischen den Forschern und den Viren.

H3N2 kann eine besonders schwere Grippe verursachen. Zurzeit gibt es in Deutschland noch keine echte Grippewelle, aber es werden hier bisher mehr Erkrankungen durch H3N2 registriert als durch andere Grippeviren.
Hände waschen, Abstand halten

Die Institute RKI und PEI raten den Bürgern trotz der Probleme in diesem Jahr dazu, sich gegen Grippe impfen zu lassen. „Ein mäßiger Schutz ist immer noch besser als gar keiner“, sagte Susanne Glasmacher vom RKI. Gerade Menschen über 60, chronisch Kranke und Schwangere sollten über eine Impfung nachdenken. Allerdings wirkt der Grippe-Impfstoff bei Senioren oft weniger als bei Jüngeren, was in dieser Grippe-Saison mit einem schlechten Impfstoff besonders ins Gewicht fällt. Umso wichtiger sind nach Einschätzung von Experten Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen und Abstand zu Erkrankten.

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums erklärte: „Da bei einer allgemeinen Impf-Empfehlung individuelle Besonderheiten nicht berücksichtigt werden können, ist es wichtig, zunächst mit einem Arzt unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände über eine mögliche Grippeschutzimpfung zu reden.“
Quelle: http://www.derwesten.de/politik/aktuelle-grippe-impfung-schuetzt-nur-jeden-vierten-id10256918.html

Gruß an die Ungeimpften
TA KI

Barack Obama – allein in Amerika


us-praesident-barack-obama-angriffslustig-vor-einem-mehrheitlich-republikanischen-senat

„Leute, das sind gute Nachrichten!“: Angriffslustig wie lange nicht zeigte sich US-Präsident Obama in seiner Regierungserklärung. Er will die Reichen stärker besteuern, die Mittelklasse soll profitieren. Seine Politik wird er nicht umsetzen können – doch darum geht es ihm auch nicht.

Der Präsident hat von Zeit zu Zeit dem Kongress über die Lage der Union Bericht zu erstatten und Maßnahmen zur Beratung zu empfehlen, die er für notwendig und nützlich erachtet. (US-Verfassung, Artikel II)

So viele Republikaner hat Barack Obama noch nie gesehen. Ach was, so viele Republikaner hat Amerika seit Jahrzehnten nicht gesehen, seit Anfang der Dreißigerjahre nicht. Damals hatten die Konservativen eine überwältigende Mehrheit im Kongress, in Repräsentantenhaus und Senat.

Und das ist erneut die Lage, als der US-Präsident an diesem Dienstagabend seine alljährliche Regierungserklärung vor dem US-Parlament hält, die State of the Union. Bei den Wahlen im November waren Obamas Demokraten abgestraft worden, hatten ihre Mehrheit im Senat verloren. Schon 2010 war mit der Tea-Party-Welle das Repräsentantenhaus perdu. So steht Obama nun bei seiner sechsten Rede zur Lage der Nation das erste Mal vor einem gegen ihn, den Präsidenten, geeinten Parlament. Das merkt man seinen Worten an.

Seine Rede ist keine Rede an den Kongress, keine Aneinanderreihung von „Maßnahmen zur Beratung“, wie das in der Verfassung steht. Nein, Obama versucht sich an einer Solo-Show, die ihr Publikum mehr denn je jenseits des Parlaments sucht. Der Präsident richtet sich direkt ans Volk – immerhin schauen rund 30 Millionen Amerikaner per TV zu. Sein Ziel: das Comeback im letzten Viertel seiner Amtszeit.

Es ist die Fortsetzung jener Taktik, die Obama seit seiner Wahlniederlage verfolgt: Regieren ohne Mehrheit, die eigene Agenda gegen alle Widerstände durchziehen. Denn was hat dieser Mann noch zu verlieren? Eine Quasi-Einwanderungsreform verfügte Obama per Verwaltungsanordnung, mit China einigte er sich auf vorsichtige Klimaschutzziele, gegenüber dem alten Feind Kuba setzt er auf Entspannung. Und in den vergangenen zwei Wochen tourte er im Wahlkampfstil durchs Land, forderte mehr soziale Gerechtigkeit und veröffentlichte jene Forderungen vorab, die eigentlich seiner State-of-the-Union-Rede vorbehalten gewesen wären – in normalen Zeiten. Aber die Zeiten sind nicht normal.

Denn Obama weiß, dass er kaum einen seiner Pläne durchbringen kann. Deshalb nutzt er seine Ideen, um sich von den Republikanern abzugrenzen. Die innenpolitischen Forderungen im Einzelnen:

  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • höhere Steuerfreibeträge für Familien
  • Lohngleichheit für Männer und Frauen
  • kostenloses Studium an Fachhochschulen
  • stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen
  • Stopfen von Steuerschlupflöchern

Die Außenpolitik steht bei dieser Ansprache nicht im Vordergrund, Obama mischt alte Klassiker und neue Entwicklungen:

  • Terror: „Wir werden weiterhin Terroristen zur Rechenschaft ziehen und ihre Netzwerke zerstören. Dabei behalten wir uns das Recht vor, unilateral zu handeln.“
  • Syrien und Irak: Keine Verwicklung in einen neuerlichen Bodenkrieg, der Kongress soll eine Resolution zur Autorisierung des Militäreinsatzes gegen den „Islamischen Staat“ (IS) beschließen.
  • Russland und Ukraine: „Größere Nationen dürfen kleinere nicht drangsalieren.“
  • Iran: „Wir haben die Chance auf ein Abkommen, das einen nuklear bewaffneten Iran verhindert.“ Sollte der Kongress während der Verhandlungen neue Sanktionen beschließen, werde er diese per Veto stoppen.
  • Guantanamo: Das Gefangenenlager müsse geschlossen werden, er werde in dieser Frage nicht nachgeben.

Obamas markige Rede markiert den Beginn seiner letzten beiden Amtsjahre, sie ist offensichtlich als Startpunkt für den Endspurt gedacht. Er feiert die sinkende Staatsschuld, die Gesundheitsreform, den Abzug der Kampftruppen aus Afghanistan, er wirbt für die geplanten Freihandelsabkommen mit Europa und Asien. „Leute, das sind gute Nachrichten!“ Nach sechs Jahren Obama, das ist die Botschaft, ist Amerika wieder in der Spur. Und auch: Obama ist wieder in der Spur.

Das stimmt natürlich so nicht, aber der 44. Präsident kämpft eben um sein Erbe. Er macht Wahlkampf, obwohl es für ihn ja gar keine Wahl mehr zu gewinnen gibt. Der aggressivere Solo-Kurs der vergangenen Wochen hat schon Früchte getragen: Obamas Zustimmungsrate ist aus dem historischen Keller, liegt mittlerweile wieder bei 50 Prozent.

Die Regierungserklärung macht deutlich, dass er diesen Kurs beizubehalten gedenkt.

So ist es auch kein Zufall, dass der Obama Version 2015 den Obama Version 2008 zitiert, den erfolgreichen Wahlkämpfer also: Es gebe weder ein republikanisches noch demokratisches, weder ein schwarzes noch weißes, sondern nur ein Amerika. Wieder und wieder appelliert Obama am Dienstagabend an Überparteilichkeit: „Stellt Euch vor“, ruft er, „wenn wir die alten Muster brechen, wenn wir es anders machen würden.“

Aber – das ist die Dialektik dieser Regierungserklärung – es geht Obama im Jahr 2015 gar nicht mehr um Annäherung an die Republikaner. Es geht jetzt um Abgrenzung. Davon zeugen auch die vielen Veto-Drohungen, die der Präsident mit Blick auf republikanische Gesetzesvorhaben ausspricht. Er distanziert sich, indem er heraufbeschwört, wie gut es hätte sein können. Hätte, wäre, wenn. Auf der einen Seite Obama, der Volkspräsident; auf der anderen das gespaltene, blockierte Washington: So will er das verstanden wissen.

Vor sechs Jahren wollte er die Polarisierung des Landes heilen; heute will er nur noch klarmachen, dass die Republikaner die Polarisierer sind.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_72574772/rede-zur-lage-der-nation-barack-obama-allein-in-amerika.html

Gruß an die Propagandisten

TA KI

Ukraine-Krise: Medienkrieg „um die Deutungshochheit“


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„Es ist eine Propaganda-Schlacht ersten Ranges“ im Gange, bemerkte die „Deutsche Welle“ in diesen Tagen in einem Kommentar. Russland kämpfe mit dem Westen „um die Deutungshoheit in der gegenwärtigen Krise“. Denn im ukrainischen Gegenüberstehen, so betonte der Sender etwas früher, stelle eine jede Seite die eigene Version des Geschehens dar.

Eigentlich wäre es seltsam, würden die sich gegenüberstehenden Seiten das Geschehen unter ein und demselben Blickwinkel sehen. Dann bräuchte man nicht von einer Krise zu sprechen. Es ist klar, dass sich auch die Deutung der Ereignisse unterscheidet. Eine andere Sache ist es, dass die Tatsachen dabei verdreht oder  Falschmeldungen gebracht werden.

Spricht man von der Ukraine-Krise, so wird in der Europäischen Union, ganz zu schweigen von der Ukraine selbst, alles, was aus dem Munde russischer Politiker, Experten und Journalisten ertönt, gleich rigoros als „Lüge“ und als „Kreml-Propaganda“ bezeichnet. Und je mehr von Seiten Moskaus konkrete Fakten und Beweise angeführt werden, desto erbitterter werden die Beschuldigungen, dass der Kreml angeblich die „echte“ Wahrheit über das Geschehen verberge. Dieser Tage traten Tagen die Außenminister der EU-Länder Großbritannien, Dänemark, Litauen und Estland mit einem kollektiven Brief an Brüssel dafür ein, sich der, wie sie meinen, „schnell wachsenden Desinformation“ aus Moskau entschiedener entgegenzustellen.

In ihrem Brief an die EU-Beauftragte für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini schlagen die Minister vor, einen Plan für eine EU-weite Strategie gegen diese russische „Propaganda“ auszuarbeiten. Sie meinten, diese Propaganda ziele darauf ab, die „Einheit der EU und des Westens insgesamt zu behindern“. Zugleich würden „freie Medien in Russland durch die Regierung unterdrückt, eingeschüchtert und aus dem öffentlichen Raum gedrängt“. Ausländische Medien würden „diskriminiert und zum Schließen gezwungen“, schreiben die Autoren des Briefes.

Der zentrale Punkt im Rahmen der erwähnten Strategie gegen die berüchtigte „Kreml-Propaganda“ könnte ihres Erachtens die Schaffung eines russischsprachigen Fernsehsenders sein, der der europäischen Öffentlichkeit eine „objektive Information“ über das Geschehen liefern würde. Edgar Rinkevics, der Außenminister Lettlands, das im ersten Halbjahr den EU-Vorsitz ausübt, unterstützte die Initiative seiner Amtskollegen, obwohl er auch zugab, dass die Einrichtung eines solchen Fernsehkanals sehr teuer sein würde. Doch er könne nicht nur für die Bewohner der Länder des Baltikums interessant sein, betonte Rinkevics, sondern zum Beispiel auch für Deutschland, wo die Zahl der russischsprachigen Bewohner höher sei als in allen drei Republiken des Baltikums

Ob der lettische Diplomat damit eine mögliche Teilnahme Deutschlands an der Finanzierung des Projekts andeutete, ist unbekannt. Jedenfalls sollen die  konkreten Vorschläge der vier Außenminister, so Rinkevics, bis zum Mai ausgearbeitet werden. Damit wird sich der Europäische Demokratiefonds (EED) befassen. Allerdings muss gesagt werden, dass unter den europäischen Politikern diesbezüglich noch kein besonderer Enthusiasmus zu beobachten ist. Auf einer Pressekonferenz vor wenigen Tagen in Riga hatte Lettlands  Regierungschefin Laimdota Straujuma laut dem europäischen Internet-Portal EUobserver die Erwartungen eines schnellen Ergebnisses etwas gedämpft. „Ich denke nicht, dass es uns gelingen wird, die Zustimmung aller 28 Staats- und Regierungschefs der EU zur Einrichtung eines russischsprachigen Fernsehkanals zu erlangen“, sagte Straujuma. „Es gibt bereits den russischsprachigen Fernsehkanal ‚Euronews‘,  weshalb es recht schwierig sein wird, einen weiteren einzurichten“, meinte sie.

Demnach wird die angeblich „objektive“ Information mittels der in der EU existierenden Medien und der übrigen „gefügigen“ Mittel gebracht. In Litauen, so wird gemeldet, soll gerade eine Instruktion für das Verhalten im Falle einer russischen Invasion herausgegeben worden sein. „Wenn unter Ihrem Fenster geschossen wird“, schreiben etwa die Autoren der Anleitung, „so bedeutet es noch nicht, dass das Ende der Welt eingetreten ist.“

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20150121/300701862.html

Gruß an die Russen

TA KI

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 3


Eine Gallup-Umfrage in den amerikanischen Städten ergab, dass jeder vierte Einwohner der USA an die Existenz der „Flying Saucers“ glaubt. Dann ließ das amerikanische Magazin „True“ eine publizistische Atombombe platzen:

„Seit 175 Jahren steht die Erde unter Beobachtung durch lebende, intelligente Wesen von einem anderen Planeten.“ Das war das Fazit, das Luftfahrtexperte Donald E. Keyhoe nach achtmonatiger Untersuchungsarbeit für das Magazin zog. Keyhoe hatte seine Ermittlungen mit astronomischen Mitteilungen aus dem vergangenen Jahrhundert verschmolzen. Danach benutzen die Kundschafter aus dem Weltraum drei verschiedene Flugmaschinen: a) kleine, ferngesteuerte fliegende Fernsehsender; b) fliegende Scheiben mit einem Durchmesser von 80 Metern, die wie irdische Hubschrauber angetrieben werden; c) große zigarrenförmige Flugmaschinen. Nachdem Hunderte von Zeitungen und die bekanntesten Radio- Kommentatoren die True-Story durch die Staaten und in die Welt trompetet hatten, konnte kein noch so eindringliches Dementi der amerikanischen Luftwaffe die Flut der Untertassengerüchte eindämmen. Eine Version der Von-Mund-zu-Mund-Geschichten lief so: Seit langem schon wurde die Raketenversuchsstation in White Sands, New Mexico, von interplanetarischen Eindringlichen beobachtet. Eines Tages stürzte eines ihrer großen Raumschiffe brennend über New Mexico ab. Die 15 Besatzungsmitglieder verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, aber einige Bordinstrumente blieben intakt. Darunter befand sich ein Empfänger, über den in kurzen Abständen geheimnisvolle Meldungen in einer unverständlichen Morsesprache eintrafen.
Die Story geht weiter: Während die amerikanischen Experten die Wrackteile untersuchten, stürzte ein zweites Raumschiff in der Nähe zu Boden. Die beiden Insassen waren tot, aber der Körper des einen war unversehrt, ungefähr 90 cm groß und von affenähnlichem Aussehen. Dann kam eine bessere Variante in Umlauf: Die Männlein des Raumschiffes waren gar nicht tot. Fünfzehn wurden lebend gefangengenommen. Sie konnten zwar nicht sprechen, aber ein Männlein zeichneten sofort eine Karte des Planetensystems und deutete auf den der Sonne zweitnächsten Planeten. Daraufhin wurden die Herren vom anderen Stern schnell in einer Druckkammer verbracht, die, entsprechend der Venus-Atmosphäre, mit Kohlendioxyd gefüllt wurde.

Ähnliche Geschichten gab es über die Beschaffenheit der imaginären Raumschiffwracks. Da sollte festgestellt worden sein, dass die Apparate mit einem Kunststoff bespannt waren, wie er auf der Erde vollkommen unbekannt sei, dass die Metallrohre nicht zusammengeschweißt, sondern mit einer diamantharten, klebstoffähnlichen Masse verbunden und dass die Nieten, Schrauben und Muttern von einer voellig neuartigen Konstruktion waren.* In der Treibhausatmosphäre der Gerüchte gediehen die Blüten gerissener Geschäftemacher. Die beiden brasilianischen Kaufleute Oswaldo Silva und Circlo Souza machten Personen, „die am Erwerb einer Fliegenden Untertasse interessiert sind“, das Angebot, „die Bestellung schon jetzt aufzugeben“. Silva und Souza verlangten „nur etwas Geduld und eine Anzahlung von 10 Dollar pro Untertasse“. Die beiden Untertassenhändler wurden nach kurzer Zeit verhaftet, „wegen Verbrechens gegen die Volkswirtschaft“. In Mephis sammelten die Einwohner vor einiger Zeit eifrig „Flying Saucers“ aus Pappe. Die Inschrift lautete: „Fliegende Untertasse – bei Abgabe erhalten sie auf ein Pfund Wurst 10 Prozent Rabatt.“ Für die Photographen waren die Untertassen ein dankbares Montageobjekt für 1. April-Bilder. Die spanische Zeitung „Madrid“ fand eine andere Lösung: „Hitler ist mit einer Gruppe Wissenschaftler in die Himalaja-Berge entkommen, von wo aus er die Fliegenden Untertassen loslässt.“ In Bremerhaven-Lehe, Luisenstraße 9, II.Etage links, sammelt Flugzeug-Ingenieur Rudolf Schriever, Flugkapitän a.D., sorgfältig alle Meldungen über die fliegenden Scheiben. „Ich habe gleich an mein Gerät gedacht“, sagt der 40jährige, „an den von mir konstruierten Flugkreisel. Die Idee stammt aus dem Jahre 1942. Damals war ich Chefpilot in Eger“, berichtet Schriever. Als er spielenden Kindern zusah, die waagerecht rotierende Propeller von einem spiralenförmig gedrehten Flachdraht in die Luft schnellten, kam ihm der Einfall. „So wie diese Kinderpropeller kann auch eine runde Scheibe, wenn sie entsprechend konstruiert wird, empor schnellen.“ Schriever brütete über den ersten Skizzen. Nach einem Jahr betraute er einige tschechische Ingenieure in Prag mit den statischen Berechnen und den Detailzeichnungen. „Die Leute wussten damals nicht, worum es sich handelte.“ Sein Leichtmetall-Flugkreisel bestand aus drei Teilen: dem Gondeloberteil (das einer abgeplatteten Kugel glich) mit dem Kommandostand und den Kontrollgeräten, dem drehbaren Gondelunterteil und der rotierenden Schaufelblattscheibe, die dem Gerät, wie bei einem Hubschrauber, den Auftrieb geben sollte.

Die Schaufelblattscheibe des Schrieverschen Kreisels sollte einen Durchmesser von 14,40 Meter haben. An der Unterseite der Scheibe waren drei Antriebsdüsen an besonders breiten, hohlen Streben montiert, die den Brennstoff enthielten. „Die Düsen bringen die Scheibe zum Rotieren, durch die Verbrennungsgase entsteht der Eindruck einer feurigen Scheibe. Leistungen von 1650 bis 1800 Umdrehungen pro Minute könnten erreicht werden. Das entspricht einem Auftrieb von 100 Meter pro Sekunde. Bei einem normalen Jagdflugzeug sind es höchstens 25 m/sek“, verglich Schriever. Die 3 Meter langen Schaufelblätter waren wie bei einer normalen Luftschraube verstellbar, so dass sie auf Steig- oder Gleitstellung eingestellt werden konnten und das Höhenruder ersetzten. „Sobald die Scheibe arbeitet, ersetzt sie die Tragfläche.“ Sie umlief die Kommandogondel in einer Speziallagerung, die mit einer Ausgleichszahnung versehen war. Auf diese Weise wollte Schriever verhindern, dass die Gondel durch die Rotation der Scheibe in entgegengesetzte Drehung gebracht wird. Das Gondelunterteil ist um 360 Grad drehbar und enthält zwei Antriebsdüsen als Horizontal-Antriebsmittel. „Will der Pilot den Kurs ändern, so braucht er nur das Unterteil in die entsprechende Richtung zu drehen.“ Der Durchmesser der Gondel betrug, nach Schrievers Plänen, 3,60 Meter, die Höhe 3,20 Meter. Sämtliche Berechnungen waren die Antriebsdüsen der damals gerade entwickelten Me 262 zugrunde gelegt, mit denen der 3 Tonnen schwere Flugkreisel eine Horizontalgeschwindigkeit von 4.200 Kilometer pro Stunde entwickeln sollte. Seine Reichweite betrug nach Schrievers Berechnungen rund 6.000 Kilometer. Zu den Vorteilen seiner Konstruktion rechnet Schriever: Hervorragende Start- und Landemöglichkeiten, geringer Luftwiderstand (keine Bildung von Randwirbeln) ermöglicht hohe Geschwindigkeiten, AE verbesserte Steigfähigkeit (der Apparat kann stundenlang auf einer Stelle in der Luft verharren oder millimeterweise sinken), Verbilligung der Herstellung. Bis zum 15. April 1945 arbeitete Schriever an seinen Plänen. Die Zeichnungen waren abgeschlossen, Schriever wollte seine Unterlagen Hermann Goerings RLM vorlegen. Die Russen kamen eher. Schriever packte ein.

Im Gartenhaus seiner Schwiegereltern in Bremerhaven-Lehe richtete er sich eine Erfinder-Werkstatt ein. Am 4. August 1948 wurde eingebrochen. Schrievers Flugkreiselpläne und sein einziges Handmodell waren nicht mehr aufzufinden. Die betreffende Akte der Bremerhavener Kriminalpolizei schließt mit dem Vermerk: „Verfahren eingestellt. Täter unbekannt entkommen.“ Seitdem hat Rudolf Schriever schon mit einigen Agenten fremder Mächte über ferne Länder und schone Pläne parliert. Der Bremerhavener CIC achtet um so mehr auf den Kraftfahrer Rudolf Schriever, angestellt beim Motor Pool der U.S. Army. „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich so’n Ding sofort bauen und fliegen. Denn die Flugkreisel oder ‚Fliegenden Untertassen‘ sind keine Spielerei. Sie haben für die Entwicklung der Flugtechnik größte Bedeutung.“ Rudolf Schriever ist heute überzeugt, dass die Prager Ingenieure seinen Flugkreisel für eine andere Macht rekonstruiert haben. Für ihn gibt es kein Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“. Inzwischen veröffentlichte die Wochenzeitung „Teen-Age Times“ in Dublin das erste Photo von fünf „Fliegenden Untertassen“ in V-foermiger Formation. In einer ausführlichen Reportage bescheinigt die Zeitung den Untertassen, dass sie die Vorläufer von unbemannten „Hängebomben“ oder Raumstationen seien. Mit Atombombenladung könnten sie eine „feste Stellung“ über jedem beliebigen Punkt der Erdoberfläche einnehmen und bei Bedarf ferngesteuert auf das vorher angepeilte Ziel losstürzen. Die „Teen-Age Time“ glaubt, dass derartige „Hängebomben“ bereits über mehreren Hauptstädten und einigen Atombomben-Fabriken schaukeln. Beruhigt das amerikanische Verteidigungsministerium: „Die Sicherheit der Vereinigten Staaten ist keineswegs bedroht. Sobald jedoch die Fliegenden Untertassen landen sollten und kleine Männer mit Radarantennen an den Ohren herausklettern, werden wir wohl irgend etwas unternehmen müssen.“
*= Hier wurden im Kern schon die Jahrzehnte später aufkommenden Roswell-Crash-Szenarien vorweggenommen.

Revolution im Flugwesen – Untertassen: Gerät der US-Kriegsmarine? Radioaktiv gesteuert – Überschallgeschwindigkeit – Vor der Serienherstellung hieß es am 5. April 1950 im Weser-Kurier: Stellt die amerikanische Kriegsmarine die „Fliegenden Untertassen“ her, ist die Frage, die sich nach Enthüllungen des USA-Korrespondenten der Pariser Zeitung Le Monde erhebt, welcher seiner Zeitung Einzelheiten über die Entstehungsgeschichte der „Fliegenden Untertasse“ kabelt. Die in der Behandlung derartiger Sensationen äußerst vorsichtige Le Monde gibt diesen Informationen auf der ersten Seite eine große Aufmachung. Wie heute bereits festgestellt ist, handele es sich bei den „Fliegenden Untertassen“ weder um ein Märchen, noch um eine Massensuggestion, sondern um das neueste Luftgerät, das auf dem Gebiet des Flugwesens eine wahre Revolution bedeutet. Nach dem Bericht des USA-Korrespondenten von Le Monde sind die Versuche der amerikanischen Kriegsmarine schon soweit gediehen, dass die radioaktiv gesteuerten Fluggeräte [?] binnen kurzer Zeit fabrikmäßig in Serien hergestellt werden können. Die ersten Versuche wurden im Jahre 1942 bei dem Flugzeugwerk Chance-Vought nach den Plänen des amerikanischen Ingenieurs Charles Zimmermann unternommen, welcher dem National Advisory Committee for Aeronautics angehört. Der erste Apparat, der mit zwei Motoren ausgestattet war, hatte die Form einer Ellipse und eine Fluggeschwindigkeit von 850 Kilometern in der Stunde. Über hundert Versuchsflüge wurden ausgeführt. Heute sind die „Fliegenden Untertassen“ technisch verbessert, haben eine Kreisform und bestehen aus drei übereinandergesetzten Metallplatten. Der Durchmesser der Platten ist etwa 30 Meter, und die Dicke jeder Platte beträgt drei Meter. Die mittlere Platte ist etwas breiter als die obere und die untere. Von außen gesehen wirkt deshalb der Rand der mittleren Platte wie ein breiter Gürtel, der das Ganze zusammenhält.
Völlig neu ist jedoch, dass nach außen hin weder Flügel, noch Steuerung, noch sonst etwas sichtbar wird. Im Gegensatz zur V 2, die kleine Flügel besitzt. Der verwendete Treibstoff ist noch unbekannt. Da jedoch das Gerät auch lange Strecken im Gleitflug zurücklegen kann, wird auf diese Weise Brennstoff gespart. Die ferngesteuerten Motore können durch ein Kontrollsystem so gesteuert werden, dass der Flug genau bestimmt wird. Die verschiedensten Bewegungen sind durch Fernsteuerung möglich, so dass das Gerät vertikal aufsteigen, horizontal weiterfliegen, Kurven mit den verschiedensten Winkeln bis zu 90 Grad machen kann und durch Fernsteuerung sogar zum Stillstand gebracht werden kann. Die Fluggeschwindigkeit soll bereits die Schallgeschwindigkeit übertreffen. Bei Versuchen wurden drei der schnellsten amerikanischen Air Force-Flugzeuge des Typs F 41 eingesetzt, ohne dass es ihnen gelang, einer „Fliegenden Untertasse“ habhaft zu werden. Die amerikanische Armee und die amerikanische Luftwaffe haben kategorisch dementiert, dass sie „Fliegende Untertassen“ herstellen.
Die Dementis der amerikanischen Kriegsmarine sind dagegen bis jetzt unbestimmt und ausweichend formuliert. So gibt die Kriegsmarine zu, dass sie Versuche mit „Fliegenden Untertassen“ lange Zeit durchgeführt hat, verweist dabei allerdings auf die zurückliegenden Jahren. Die Kriegsmarine ist deshalb an diesem Luftgerät besonders interessiert, weil man es auf Flugzeugträgern mitführen und von Bord aus starten kann.

Am 9. April 1950 meldete die in Hamburg erschienene Zeitung Die Straße:


Fliegende Untertassen eine deutsche Erfindung – Ursprungsland: Sowjetunion. Drei Jahre schon ängstigen „Fliegende Untertassen“ die Menschheit. Seit zum ersten Male ein Mann jene eigenartige Scheibe in der Luft entdeckte – feuersprühend, etwa mit Schallgeschwindigkeit dahinrasend, fast wie ein Bote aus einer fernen Welt -, seitdem reißen in Presse und Radio* die Meldungen über neue Beobachtungen nicht ab. Die ohnehin von Ängsten geplagte Menschheit unserer Tage wart damit um eine Furcht reicher geworden. War! – denn das Geheimnis dieser „Fliegenden Untertassen“ ist ergründet, und damit verlieren sie auch den furchterregenden Nimbus des Unerklärlichen. Den ersten Anstoß zu dieser Klärung gab ein Interview, das ein bekannter italienischer Physiker, Professor Guiseppe Belluzo, der Redaktion des INS (International News Service) in Rom gewährte. Professor Belluzzo bezeichnete sich in diesem Interview als einer der Erfinder der „Fliegenden Untertasse“, aber er wies dabei auch auf einige Deutsche hin, die als Techniker und Ingenieure teils mit ihm zusammen, teils unter seiner Anleitung gearbeitet hatten. Einer dieser Männer sei – so sagte er – der Ingenieur Kurt Schnittke in Regensburg gewesen. Ihn befragte nun ein Mitarbeiter der „Straße“ – mit dem Erfolg, dass die „Fliegenden Untertassen“ aufgehört haben, ein Rätsel zu sein. Damit haben auch alle jene Spekulationen ein Ende gefunden, die mehr oder weniger phantasievoll Herkunft und Konstruktion der „Fliegenden Untertassen“ zu erläutern versuchten. Gerade an diesem Beispiel lässt es sich ablesen, wie sehr die Furcht der Vater der unwahrscheinlichsten Gerüchte sein kann. Behaupteten doch noch dieser Tage einige ausländische Zeitungen, der Absender dieser Scheiben sei – Hitler, der sich zusammen mit einer Gruppe deutscher Ingenieure in das Himalaja-Gebirge gerettet habe, während in deutschen Zeitungen zu lesen stand, dass die „Fliegenden Untertassen“ Boten eines fernen, aber bewohnten Planeten seien, dessen Bewohner technisch weiter fortgeschritten sein müssten als die Erdbewohner.

Die Auskünfte, die der Physiker Bulluzzo in Rom und der deutsche Ingenieur Schnittke gaben, lassen eindeutig erkennen, dass die „Fliegenden Untertassen“ keineswegs Boten bewohnter Planeten sind, wie ein Weltraum- und Raketenfachmann kürzlich vermutete. Einer der Konstrukteure ging – so sagte Schnittke – mit einer Gruppe deutscher Mitarbeiter im Jahre 1945 nach der Sowjetunion. Zweifellos wurden dort die deutschen und italienischen Konstruktionen weiterentwickelt. Es ist in diesem Zusammenhang nicht unwichtig, zu betonen, dass die ersten „Fliegenden Untertassen“ vor drei Jahren tatsächlich in Polen, in Finnland und in Schweden gesichtet wurden.
Man glaubte anfänglich, dass die Beobachter – meist einfache Bauern – irgendwelchen Selbsttäuschungen zum Opfer gefallen seien. Es ist für die westliche Welt natürlich keineswegs unwichtig, zu erfahren, dass der Osten über diese Erfindung verfügt. Andererseits ist eine erkannte Gefahr immer nur noch eine halbe Gefahr, und sie vermindert sich weiter durch die Feststellung, dass zumindest zwei der leitenden Konstrukteure dieser Erfindung sich im Westen befinden.
*= Das Informationsmedium RADIO scheint uns damals doch noch ein weitaus maßgeblicherer Quell von öffentlicher Gewahrwerdung und –Information gewesen zu sein, als es heute bei uns eine Rolle spielt. TV gab es noch nicht, Zeitungen konnte sich noch nicht jeder leisten und die Papierknappheit sorgte zudem für geringe Druckauflage, aber Rundfunk war schon lange vorher von jedermann abgehört worden (wurde er schließlich in der Nazi-Zeit als wirksamstes Propagandamittel eingesetzt und diente auch in Kriegszeiten als direktes Informationsmedium über den Kriegsverlauf, der jederzeit auch den Zuhörer wegen Bomberangriffe direkt betreffen konnte und damit einen ganz besonderen Stellenwert) und diente auch den Alliierten als Mitteilungsorgan. Wir müssen also davon ausgehen, dass in diesen ersten Jahren der UFO-Mania auf deutschem Boden insbesondere der schnellen Nachrichtenberichterstattung im Rundfunk ein besonderes Augenmerk zugebilligt werden muss – aber wir haben leider keinerlei Aufzeichnungen davon. Wir haben nur obigen Artikel, der uns sagt, dass das Radio ein wichtiges Element der UFO-Berichterstattung war. Auch nachfolgende Darstellung weist auf die Bedeutung von Radio und ihren Kommentatoren hin. Wir erinnern daran, dass das ufologische Mutterland USA ebenfalls von zwei historischen UFO-Fürsprechern (und ihren Programmen) an den Mikrofonen eingenommen wurde: Long John Nebel und Frank Edwards.

Jetzt auch in Deutschland meldete dpa aus Mainaschaff und die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb so am 15. April 1950: Ein „Phantomflugschiff“, ähnlich der „Fliegenden Untertasse“, wollen zwanzig Einwohner der Gemeinde Mainaschaff bei Aschaffenburg am Mittwochnachmittag beobachtet haben. Das tellerrunde, mit einem Rauchring umgebene Flugzeug, sei deutlich zu erkennen gewesen und habe einem Autobusreifen ähnlich gesehen.

Im Oktober/November 1950 hatte Die Welt eine dreizehnteilige und in diesem Umfang heute undenkbare Artikelserie von Gerald Heard (der Wissenschaftspublizist der britischen Zeitungsindustrie damals) dem Publikum anzubieten gehabt, zu einer Zeit, wohlgemerkt, als deutsche Zeitungen nach dem 2. Weltkrieg wegen akutem schlichtem Papiermangel aus ein paar Blättern bestanden und der Raum nur für das wichtigste Infomaterial zur Verfügung stand: „Beobachter aus dem Weltraum? Das Rätsel bleibt ungelöst: Ein Tatsachenbericht über das seltsamste Gegenwartsproblem der Menschheit!“ Hierbei bezog er sich auf Berichte über Beobachtungen von Fliegenden Untertassen aus der bis dahin veröffentlichten Presse, um daraus „in sachlicher Form“ zu versuchen, eine Antwort auf das Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“ zu finden – also nicht auf eigene Untersuchungen und Recherchen direkt und aufgrund von UFO-Meldefällen (das wäre auch in heutiger Zeit noch ein Wunder). Die Einführung des Themas der Fliegenden Untertassen hierzulande fand ja knüppelhart statt:
Tatsachenbericht und Gegenwartsproblem der Menschheit – nichts weniger. Wie gesagt, dieser Bericht erschien nicht im „Hinterwälder Egal-Blatt“, sondern in der prestigereichen sowie einflussreichen Die Welt. Hier hob man den Maury-Island-Vorfall noch als echt hervor, obwohl er derweilen schon längst als Schwindel zu den Akten gelegt war. Die Zeitung sprach sich positiv für die Untertassen-Herkunft vom Mars aus. Mars und Venus waren, zugegeben, in diesen Tagen wissenschaftlich tatsächlich positive Kandidaten, um als „Schwestern der Erde“ durchzugehen. Die Mars-Kanal-Legende fand hier ihre Fortsetzung, wenn auch in diesen Tagen der Fünfziger bereits jene „Kanäle“ als optische Täuschungen vom Tisch waren, aber dennoch: Der Nachhall bleibt verhaftet, weswegen in unserer Zeit z.B. das „Mars-Gesicht“ als aktuelle Ausprägung des Marsianer-Mythos existieren kann.

Folge 1 erschien am 28. Oktober 1950: Unheimliche „Untertassen“: Seit einigen Jahren werden an verschiedenen Teilen der Welt geheimnisvolle Himmelserscheinungen beobachtet, die man wegen ihrer meist scheibenförmigen Gestalt „Fliegende Untertassen“ genannt hat. Über die Größe und Art dieser Erscheinungen liegen zahlreiche abweichende Meldungen vor. Während es sich bei einer Gruppe von ihnen um merkwürdige Lichter handelt, gleichen andere fliegenden Röhren mit gespenstischen Feuerschweifen. Zum Teil sind die uns unbekannten Körper so klein, dass man in ihnen keine Piloten vermuten kann, teils haben sie eine furchterweckende Ausdehnung, und ihre Geschwindigkeit übertrifft die jedes modernen Düsenjägers. Gerald Heard, der in England als wissenschaftlicher Publizist bekannt ist, hat das Tatsachenmaterial über dieses eigenartige Problem gesammelt und sorgfältig geprüft. Trotz der streng sachlichen Untersuchungen jedoch sieht sich die Menschheit einem bedeutenden und aufregenden Rätsel gegenüber, dessen Lösung nicht abzusehen ist. Die folgende Darstellung, in der die wichtigsten Meldungen zusammengefasst sind, beginnt mit den Beobachtungen aus dem Sommer 1947. Inzwischen besteht kein Zweifel mehr darüber, dass tatsächlich im Gebiet zwischen Südkanada und Nordmexiko unerklärliche Erscheinungen auftauchen, die man anfangs für Superflugzeuge hielt. Es handelt sich jedoch offensichtlich nicht um Flugzeuge einer uns bekannten Bauart. Damit erhebt sich die für alle Nationen wesentliche Frage: Wer hat diese Maschinen hergestellt, woher kommen sie und von wem werden sie gelenkt? Ferner: Können wir angesichts der fliegenden Himmelskörper auf eine Besatzung und einen Heimatstützpunkt schließen? Und nicht zuletzt: Gibt die seltsame Erscheinung der „Fliegenden Untertassen“ Anlass zu dem Argwohn, dass sie im Dienste irgendeiner Weltmacht stehen? Gerald Heard versucht, in sachlicher Form darauf eine Antwort zu geben.

Am 24. Juni 1947 flog Kenneth Arnold, ein 32jähriger Kaufmann aus Boise in Idaho, seine eigene Maschine von Chehalis, Washington, nach Hause. Er war ein guter Pilot und oft unterwegs. An jenem Tage machte er jedoch einen Umweg, da an alle Flugzeugführer des Bezirks die Meldung ergangen war, nach einem Truppentransporter Ausschau zu halten, der in der Gegend des Mount Rainier abgestürzt sein musste. Der Mount Rainier erhebt sich schneebedeckt aus den Rocky Mountains. Mr. Arnold stieg auf über 3.000 Meter Höhe und flog an dem massigen Felsplateau entlang, aus dem der weiße Gipfel in den Himmel ragt. Das Wetter war so gut, dass er seine ganze Aufmerksamkeit der Suchaktion zuwenden konnte. Plötzlich wurde er durch einen Blitz geblendet. Und dann sah der erstaunte Mr. Arnold neun Gegenstände, wie Gänse in einer Linie geordnet, zwischen den Gipfeln der Gebirskette verschwinden und wieder auftauchen. Sie waren nach seiner Schätzung etwa 30 Kilometer entfernt. Er beobachtete sie an Hand der Kabinenuhr im Führersitz genau zwei Minuten lang und schätzte ihre Geschwindigkeit nach der Zeit, die sie von Gipfel zu Gipfel benötigten.
Das Ergebnis war überraschend: Ungefähr 1.600 Kilometer je Stunde! Die Art, in der dieser merkwürdige Schwarm über die Gipfel flog, widersprach jeglicher Pilotenvernunft. Aber nicht nur das, auch die Gestalt der unbekannten Gegenstände verblüffte Mr. Arnold. Sie waren anders als irgendein Flugzeugtyp, den er kannte. Sie glichen Scheiben. Nach seiner Landung erzählte Kenneth Arnold die unheimliche Begegnung, und bald fand die Geschichte ein lebhaftes Echo. Ein Reporter aus Boise glaubte ebenfalls Scheiben am Himmel gesehen zu haben. Auch Mr. Johnson, ein Zeitungsverleger, teilte ähnliche Beobachtungen mit. Anfang Juli meldete der Pilot eines Flugzeuges der amerikanischen Luftwaffe die „Fliegenden Untertassen“ in der Nähe von Boise. Andere Meldungen dieser Art kamen aus dem ganzen Westen. Die Zeitung Arizona Republic veröffentlichte sogar zwei Photographien der phantastischen Himmelskörper, die ein Mr. Rhodes aus Phoenix aufgenommen hatte. Sie zeigten allerdings einen Gegenstand, der mehr einem schwarzen Gummiabsatz mit einem kleinen Loch in der Mitte glich als einer Untertassen. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Art Flugzeug, bei dem die Rückseite des „Gummiabsatzes“ Antriebsseite war. [Die Welt druckte sogar eines der Bilder ab und gab ihm dem Untertitel: Diese Aufnahme einer „Fliegenden Untertasse“ machte William Rhodes aus Phoenix (Arizona) am 9. Juli 1947. Sie ist das erste Foto, das von diesen rätselhaften Erscheinungen gemacht wurde. Rhodes beschrieb sie als „einen Gummiabsatz mit einer Öffnung in der Mitte“. Tatsächlich liegt auch der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um genau das handelte, was Rhodes formbeschreibend aussagte, die Aufnahme eines schwarzes Schuhabsatzes auf einer Glasfläche gegen den Himmel gerichtet. Das Bildmaterial zeigt auf, dass das fotografierte Ding sehr nahe gewesen sein muss und der Himmelshintergrund nur zu erahnen ist.] Die Beobachtungen des Piloten der United Air Lines wurden am Nachmittag des 4. Juli gemacht. Dieser Tag wird bekanntlich in Amerika als „Tag der Unabhängigkeitserklärung“ gefeiert.

Als daher in Portland, Oregon und Seattle eine stattliche Menschenmenge Scheiben bemerkte, die hoch in den Himmel hineinschossen – nach zuverlässigen Schätzungen bis zu 13.000 Meter Höhe -, wurde das Ereignis lebhaft kommentiert. „Die Regierung hat sich den richtigen Tag ausgesucht, um uns zu zeigen, dass wir auf Draht sind“ und „Donnerwetter, da schaut uns doch eine fremde Macht in die Karten! Die wollen wohl sehen, ob unsere Burschen Lust zu einer Stratosphärenjagd haben!“ hieß es. Fachleute, die nicht Augenzeugen waren, leugneten natürlich das Erscheinen der Himmelsgespenster. Unter ihnen auch der Kommandant eines amerikanischen Großflugzeuges, das Boise am Nachmittag verließ. Nun, er brauchte nicht lange zu warten, denn kurz vor Sonnenuntergang tauchten vor dem Bug der Maschine fünf „Untertassen“ auf. Der Kommandant, sein erster Offizier und die Stewardess beobachteten die fünf Gegenstände, und nach einigen Minuten sahen sie, dass sich ihnen weitere vier anschlossen. Das Schauspiel dauerte ungefähr zehn Minuten, dann verschwanden die geheimnisvollen Scheiben. Alle drei erstatteten sofort Bericht. Aber sowohl das Marinekommando als auch das Kommando der Luftstreitkräfte behaupteten, dass ihnen keine Maschinen dieser Art bekannt seien. Unterdessen gab es eine neue Überraschung auf Maury Island. Diese Insel ist ein kleiner unbewohnter Flecken Erde, fünf Kilometer von der Hafenstadt Tacoma entfernt. Kenneth Arnold saß im Klub seiner Heimatstadt und wurde von einigen Mitgliedern gebeten, ihnen seine wunderlichen Erlebnisse zu schildern. Er erwähnte dabei, dass ihm berichtet worden sei, die Hafenpolizei von Tacoma hätte nicht nur die „Erscheinungen“ wahrgenommen, sondern besäße auch einige Bruchstücke, die plötzlich vom Himmel niedergefallen waren. Daraufhin redete man auf ihn ein, diesem Gerücht nachzuspüren. Mr. Arnold sagte zu und startete am Morgen des 30. Juli. Wenige Stunden später wurden seine Bemühungen schon belohnt. Er entdeckte einen Schwarm „Fliegender Untertassen“ und versuchte Aufnahmen zu machen. Leider gelang ihm kein überzeugendes Bild. Man sah nur Pünktchen, sonst nichts. In Tacoma angekommen, telephonierte Arnold mit Mr. Dahl von der Hafenpolizei, der ihn sofort aufsuchte und bereitwillig erzählte, was er gesehen hatte. Mit zwei Mann Besatzung und seinem Sohn war Dahl am 21. Juni gegen 14 h in seinem Boot nahe der Küste umhergefahren. Er hatte ahnungslos am Steuer gestanden, als er plötzlich ein halbes Dutzend großer Scheiben direkt über seinem Boot in schätzungsweise 800 bis 1000 Meter Höhe bemerkte. Das plötzliche Er scheinen der gespenstischen Himmelskörper ist eine Tatsache, die von allen Beobachtern bestätigt wird.

Anfangs schienen sie bewegungslos in der Luft zu hängen. Dann konnte man sehen, dass fünf von ihnen langsam um eine kreisten, die den Mittelpunkt bildete, und diese eine sank beständig, bis sie nur etwa 170 Meter vom Wasserspiegel entfernt war. Dort hielt sie. Die Ungetüme glitzerten in der Sonne und machten kein Geräusch. Sie schienen einen Durchmesser von 30 Meter zu haben, und jede hatte in der Mitte eine große Öffnung wie eine Hohlachse. Die Besatzung des Bootes versuchte, von panischem Schrecken gepackt, die Insel zu erreichen. Da wurde die unheimliche Stile durch ein dumpfes Dröhnen gebrochen. Aus der Scheibe, die dem Wasser am nächsten war, flog plötzlich ein heller, dann ein dunkler Gegenstand, die aus Metall zu sein schienen. Bei der Berührung mit dem Wasser bildete sich an der Aufschlagstelle Dampf. Die Scheibe, von ihrer seltsamen Last befreit, hob sich wieder. Und dann verschwanden alle sechs in Richtung auf das Meer. Dieses Verschwinden über dem Pazifik schien eine glänzende Abschlussvorstellung ihrer Besuche an der amerikanischen Westküste. Man fragte sich, ob die hohe See fuer sie ein sicheres Versteck vor der menschlichen Aufmerksamkeit bedeutete. Am 12. November 1947 meldete zum Beispiel der Öltanker „Ticonderonga“ von seiner Position, 40 km seewärts an der Oregonküste, dass zwei rasende Scheiben gesichtet wurden, die mit Kurs Süd-Süd-West der größten Wasserfläche unserer Erde zustrebten.
Dahl hatte die erwähnten Metallstücke, von denen er behauptete, sie seien aus dem Himmel niedergefallen, bereits seinem Vorgesetzten Mr. Crisman gegeben. Crisman zeiget Arnold das Metall. Arnold war enttäuscht. Er hielt lediglich ein paar Brocken Lavagestein in der Hand. Er setzte jedoch seine Untersuchungen fort und brachte Captain E. J. Smith nach Tacoma. Captain Smith war Kommandant des Verkehrsflugzeugs der Luftlinie nach Boise und hatte mit seinem Ersten Offizier und er Stewardess am 4. Juli jene neun Scheiben beobachtet, die vor seiner Bugkanzel umhertanzten. Aus Hamilton Field, einem Luftstützpunkt nahe San Franzisko, kamen Hauptmann Davidson und Leutnant Brown in einem Bomber vom Typ B 25. Man zeigte ihnen die Schlacken. Sie schienen nicht sehr beeindruckt, packten verschiedene Bruchstücke in einen Pappkarton und nahmen sie mit auf den Rückflug.
Unterwegs explodierte der Bomber. Beide Offiziere wurden getötet. Die Explosion war von seltsamen Umständen begleitet. Weshalb gelang es zum Beispiel zwei anderen Mitgliedern der Besatzung, elf Minuten vor dem Unglück im Fallschirm sicher zu entkommen? Und weshalb wurde die Maschine nicht abgedrosselt, um die Gewalt der Explosion zu vermindern, da den beiden Piloten nach dem Ausbruch des Feuers im Motor, das offenbar die Explosion verursacht hatte, noch genügend Zeit zur Verfügung stand? Captain Smith setzte sich daraufhin mit Major Sanders vom Geheimdienst der Luftstreitkräfte in Verbindung. Major Sanders kam und hörte sich Mr. Arnolds Bericht an. „Es ist ja nur Schlacke“, sagte er, „und die ganze Geschichte sieht nach Fopperei aus.“ Das wurde zur ständigen Antwort der militärischen Stellen. So begann das dramatische Auftreten der „Fliegenden Untertassen“. [In dieser Darstellung fällt uns einiges auf, was sicherlich bemerkenswert ist: 1.) Boise und Flieger aus Boise waren bevorzugte „Ziele“ der Untertassen, so als würden sie von ihnen besessen sein – Arnold wiederum braucht nur in den Flieger zu steigen und schon sah er wieder Untertassen herumschwärmen; 2.) Rhodes kam mit dem ersten Untertassen-Foto hervor und steht schwer unter Schwindelverdacht; 3.) der erste Untertassen-Beinahe-Crash, in Form des Falls von Maury Island, war ein Schwindel durch Hafenpolizisten gewesen, der schließlich sogar zwei Offizieren bei einem Flugunfall das Leben kostete; und 4.) der Höhepunkt der Ereignisse um Nationalfeiertag, dem 4. Juli 1947, wo das ganze Land außer Rand und Band in Feiertagsstimmung ist und im patriotischen Rausch liegt; wir müssen erwähnen, dass in diesem Sommer erstmals Helium-abgefüllte Spaßballons auf den freien Markt kamen und diese in Schwärmen hochgelassen wurden – vorher gab es nur die kleinen Kinder-Luftballons, die kaum zum Himmel steigen konnten, mit den Heliumballons in allerlei Form und Färbung war eine völlig neue Kategorie von Himmelsobjekten erschienen, die dort herumwirbelten. Insgesamt gesehen bekommt die Untertassen-Hysterie vom Sommer 1947 einige schwere Kratzer ab… – weitere Schwindel und Fehldeutungen sind schlichtweg zu erwarten, weswegen von Anfang an das UFO-Phänomen mit diesem gewichtigen Problemkreis zu kämpfen hat, egal wer die angeblichen oder auch authentischen Zeugen sind.]

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/1ufosnachdeutschland3.htm