Pflanzen: die klugen, wehrhaften Strategen


von Hans Jörg Müllenmeister

Furore machen pflanzliche Nahrungsmittel durch ihre innewohnenden Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Seit neulich gelten weitere Inhaltsstoffe als gesundheitsfördernd: so genannte Phytostoffe oder Sekundäre Pflanzenstoffe. Reden wir einmal darüber.
Mit einem anderen merkwürdigen Phänomen befasst sich das junge, interdisziplinäre Forschungsgebiet der Pflanzen-Neurobiologie. Langsam entschlüsseln die Biologen die Geheimsprache der Pflanzen. Spannend ist, wie Pflanzen Umweltreize wahrnehmen und wie sie darauf reagieren. Galt doch das Phänomen der Verständigung zwischen den Pflanzen bis in die siebziger Jahre als ausgemachter esoterischer Humbug.

 

Winzige Helferarmeen der Pflanzen im Dienste der Menschen

Pflanzen verfügen über Eigenschaften, die ihnen ein erfolgreiches Überleben seit Millionen von Jahren ermöglicht. Bisher entdeckte man in essbaren Pflanzen mehr als etwa 10.000 verschiedene Sekundäre Pflanzenstoffe. In jeder Gemüseart findet sich ein anderes fein abgestimmtes Arsenal dieser bioaktiven Helfer. Ihre Funktionen sind unterschiedlich. Einige regeln das Wachstum der Pflanze oder dienen als Farb- und Duftstoffe. Andere schützen die Pflanzen vor Schädlingen, Bakterien oder Pilzen. Auch im menschlichen Körper verstärken Sekundäre Pflanzenstoffe den Schutz vor Krankheiten.

Reizimpulse hangeln sich von Blatt zu Blatt

Die „grünen Bauchredner“ kommunizieren zweisprachig, sie verarbeiten Signale sowohl auf elektrischer als auch auf molekularer Ebene. Spannend und faszinierend zugleich: Tomatenpflanzen schreien vor Schmerzen auf chemisch-duftende Art, also olfaktorisch; Bohnen führen Selbstgespräche, Tabakpflänzchen rufen um Hilfe.
Wie vernetzte Botschaften in der Pflanze − elektrisch wie chemisch − miteinander reagieren, liegt noch weitgehend im Dunklen. Fest steht, Pflanzen reagieren sofort auf jede Art von Kälte, Wind, Trockenheit, Parasiten, Sonnenlicht oder Verwundung. Die Forscher stießen dabei auf eine neue Art der elektrischen Reizleitung; sie nennen es „systemisches Potential“, wenn ein verwundetes Pflanzengewebe ein elektrisches Signal auslöst und die Information von Blatt zu Blatt weiterreicht wie mit einer Eimerkette. Dieses systemische Potential ist nicht vergleichbar mit dem klassischen Aktionspotential, so wie es in tierischen Nervenzellen vorkommt. Nicht der Ionentransport über Zellmembranen − wie bei Tieren −, sondern das Aktivieren so genannter Protonen-Pumpen verursacht die Potentialänderungen, die sich vom Blatt über den Spross bis zum nächsten Blatt fortpflanzen.

Ganz schön raffiniert

Pflanzen sind bemerkenswerte Kreaturen. Sie stellen Fallen, beherbergen z.B. eigene Ameisenarmeen, vergiften ihre Feinde oder lassen sie radikal beseitigen. Ein Parasiten-Beispiel: der Teufelszwirn. Er überwuchert Tomatensträucher und zieht seine teuflischen Fäden, bildet Blüten und Samenkapseln. Alles, was er dazu braucht, entzieht er dem Tomatenstängel. Er bohrt ihn an und saugt ihn aus. Ohne seinen Wirt, die Tomate, wäre er nicht lebensfähig. Aber wie findet so ein Teufelszwirn als Keimling seine erste Wirts-Tomate? Er orientiert sich am Tomatengeruch.

Einer der „ambivalenten“ Kampfstoffe

Eigentlich sind Sekundäre Pflanzenstoffe für das Überleben (Photosynthese und Stoffwechsel) der Pflanze nicht notwendig, sie sind aber im Ökosystem und in Konkurrenz mit anderen für die Pflanze mehr als ein bloßes Zubrot. Schließlich haben die Pflanzen Hunderte von Millionen Jahre an der Entwicklung laboriert. Greifen wir die Milchsäfte heraus, etwa Schöllkraut, Wolfsmilch und Löwenzahn. Oft vereinen sie chemische und mechanische Abwehr: Zusätzlich zu einer eventuellen Giftwirkung verklebt die hochviskose Flüssigkeit die Mundwerkzeuge von Insekten. Den Saft des Schöllkrauts macht sich übrigens der Mensch wegen seiner antibiotischen Inhaltsstoffe schon lange zur Behandlung von Warzen zu Nutze.

Bitterstoffe − die natürlichen Verdauungshelfer

Andere Substanzen, die häufig der chemischen Abwehr dienen, sind Bitterstoffe. Vor allem der Löwenzahn (Tipp: bereiten Sie sich einmal einen Löwenzahn-Smoothie) ist wegen seines hohen Bitterstoffgehalts eine bedeutsame Heilpflanze. Bitterstoffe fördern den Verdauungsprozess und beeinflussen alle anderen Körperfunktionen positiv. Denn nur mit gesunder Verdauung können Nähr- und Vitalstoffe perfekt absorbiert und die einzelnen Zellen optimal versorgt werden.
Ursprünglich ernährte sich der Menschen von einer Vielzahl bitterstoffhaltiger Wurzelgemüse, Blattgemüse und Wildpflanzen. Inzwischen hat die Lebensmittelindustrie den Geschmackssinn des modernen Menschen umprogrammiert und mit „Lockstoffen“, den Geschmacksverstärkern, fehlgeprägt. Man züchtete z.B. bei Chicoree, Endiviensalat oder Radicchio die natürliche Bitternis weg. So entgehen uns höchst wichtige Schutz- und Heilstoffe. Bitterstoffe regeln aber die Verdauung in vielfältiger Weise. Sie entfalten ihre Wirkung bereits dann, wenn sie unsere Zunge berühren. Ihr bitterer Geschmack stimuliert nicht nur den Magen, sondern auch Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Diese Organe beginnen darauf mit der Sekretion lebensnotwendiger Verdauungssäfte und -enzyme. Vor allem bekämpfen Bitterstoffe Heisshungerattacken auf Süsses. Wichtiger Tipp: Isst man bei Lust auf Süsses Bitterstoffe statt Zuckerwerk, vergeht der Zuckerhunger!

Eine intelligente Abwehrwaffe gegen Krebs

Als Abwehrwaffe gegen krebserregende Verbindungen produziert unser Körper Enzyme, die aktivierte Karzinogene wieder lahmlegen. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, Monoterpene, Sulfide und Polyphenole können diese Entgiftungsenzyme anregen. Andere Sekundäre Pflanzenstoffe greifen in die eigentliche Krebsentstehung ein, indem sie sich an die bereits aktivierten Karzinogene binden und sie so ausschalten. Außerdem können sich Carotinoide, Polyphenole und Flavonoide an die DNS im Zellkern anlagern, an die sonst Karzinogene gebunden würden. Hierdurch schützen sie die Erbinformation vor Veränderungen und greifen damit in die Krebsentstehung ein.

Farbige Sekundärstoffe: die wehrhaften Carotinoide

Allein 600 verschiedene bioaktive Substanzen gehören zur Gruppe der Carotinoide. Das bekannteste ist das Beta-Carotin, dem man eine Krebs-vorbeugende Wirkung zuschreibt. Carotinoide sind die Farbstoffe in rot- und gelbfarbigen Gemüsen: Möhren, rote Paprika, Kürbisse und Tomaten. Besonders reichhaltig sind sie aber auch in Grüngemüsen zu finden, zum Beispiel in Grünkohl, Wirsing, Spinat und Feldsalat. Hier hat das grüne Chlorophyll die orange-rote Farbe „übertüncht“.
Lutein und Zeaxanthin, die auch zur Gruppe der Carotinoide zählen, sind herausragend für den Schutz der zentralen Netzhaut (Makula Lutea). Das ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Diese Stoffe sind selbst Bestandteile der Makula. Sie schützen die Netzhaut vor schädlichen UV-Strahlen und freien Radikalen; sie erhalten die Sehkraft und wirken der altersbedingten Makuladegeneration entgegen. Bei dieser Erkrankung geht die Fähigkeit, scharf zu sehen, zunehmend verloren. Für gesunde Augen spielen also neben Vitamin A ganz besonders auch Lutein und Zeaxanthin eine Rolle.

Die Flavonoide − die perfekten Schutzschilder

Flavonoide der Pflanzen verstärken signifikant die antioxidative Kapazität: bis zu hundert Mal mehr als die Vitamine C und E sowie Beta-Carotine. Sie können freie Radikale und aggressive Sauerstoffverbindungen im Körper unschädlich machen und so dem Krebs vorbeugen. Außerdem gibt es Hinweise aus Studien, dass sie vor Herzinfarkt schützen, Krankheitskeime abtöten und das Immunsystem stärken. Typisch für flavonoidreiche Pflanzen sind die kräftigen roten Farben, wie man sie von Rote Bete, Rotkohl und Auberginen kennt.

Sulfide − die Arterienputzkolonne

Sulfide verleihen Knoblauch, Zwiebeln, Porree und Schnittlauch ihren typisch scharfen Geschmack. Sie fördern die Verdauung und können vor Magen- und Dickdarmkrebs schützen. Zusätzlich beugen sie Cholesterinablagerungen in den Arterien vor.

Glucosinolate − die Entgifter

Sie sind in allen Kohlarten, in Kresse, Radieschen und Rettich enthalten. Bedeutend für die Krebsabwehr, regen sie die körpereigene Entgiftung an, hemmen das Wachstum von Mikroorganismen und mindern das Risiko der Entstehung von Magengeschwüren.

Strategische Duftabwehr

Bisher entdeckte man an die Tausend verschiedene „Duftvokabeln“. Selbst Nutzpflanzen wie der Mais zücken duftende Giftspritzen, wenn Käferlarven sie verkosten. Sie locken mit Hilfe von Duftstoffen sogar die Feinde ihrer Feinde an. Diesen Abwehrstoff gibt die Maispflanze auch an ihre Nachbarn ab; sie erschnüffeln das Gas und werfen vorsorglich die eigene Giftproduktion an.

Wahre Sprachgenies unter den Pflanzen

Pflanzen können etwas, was man bisher nur Menschen und einigen Tieren zuschreibt: sie kommunizieren. Ihre „grüne Sprache“ basiert auf Duftstoffen, die sich über die Luft verbreiten. Wird eine Pflanze verletzt, etwa durch ein an ihr fressendes Tier, stößt sie „Duftwarnlaute“ aus. Benachbartes Gewächs „hört“ diese Duftstoffe, es wird dadurch vor einer potenziellen Bedrohung gewarnt und kann vorbeugend Abwehrgifte produzieren. Schon über 1000 verschiedene „Duftvokabeln“ wurden bisher entdeckt, und wahrscheinlich sind es weit mehr.

Von wegen „dumm wie Bohnenstroh“. Ein polyglottes „Sprachtalent“ im Pflanzenreich ist die Limabohne. Diese Nutzpflanze erkennt an den Bissspuren und am Speichel das an ihr nagende Insekt und lockt daraufhin gezielt dessen Fressfeinde an. Je nach chemischer Zusammensetzung und Menge des Abwehrstoffs „ruft“ sie unterschiedliche Helfer: Raubmilben bei Spinnmilbenbefall oder Schlupfwespen bei Raupenangriffen. Ein erstaunlich differenziertes Vorgehen.

Orchideen-Täuscher, Lug und Trug beim Minnedienst

Was aber zahlen Pflanzen den Verbündeten für ihre Leistung? Sie produzieren z.B. nahrhafte Früchte. Überhaupt spielt das Nahrungsangebot beim Anlocken der Insekten eine wichtige Rolle. Gelegentlich täuschen die Pflanzen ihren „Judaslohn“ auch nur vor. Ganz raffiniert geht da eine bestimmte Orchidee vor, eine europäische Ragwurz-Art. Sie produziert Formen, Farben und Düfte, die ein Insektenmännchen glauben lässt, es hätte ein liebestolles Weibchen vor sich. Mit der Pseudo-Kopulation bestäubt das gehörnte Männchen die Orchidee.

Eine andere Orchidee, nämlich Dendrobium sinense provoziert das Jagdverhalten und den Angriff der Hornisse, um sie unfreiwillig als Pollentransporteur einzusetzen. Die Orchideenblüte produziert eine Reihe von gasförmigen Substanzen, darunter den Stoff Eicosenol; er ist Bestandteil des Alarm-Pheromons der Honigbienen – „Fremdsprachen“ sollte man eben können! Dieser Stoff dient, wenn Gefahr droht, als S.O.S.-Duftsignal den Bienen untereinander. Die feindliche Hornisse nimmt das Eicosenol wahr, macht sich auf die Suche nach der vermeintlichen Honigbienen-Beute, landet aber stattdessen kopfüber in der Orchideenblüte.

Pflanzen fühlen feinste Berührung

Sanftes Streicheln mit einer Baumwollfaser genügt, damit ein Sonnenblumenkeimling beim Wachsen seine Richtung ändert. Die „Prinzessin auf der Erbse“ ist aber die Rotbeerige Zaunrübe, eine Kletterpflanze. Sie ist so empfindlich, dass sie einen Faden spürt, der weniger als ein Millionstel Gramm wiegt. Das übersteigt bei weitem das Empfindungsvermögen der Tiere und Menschen. Auch UV-Licht registrieren Pflanzen. Wenn es ihnen zu viel ist, bilden sie Pigmente, die wie ein Sonnenschutz wirken (s. Artikel „Astaxanthin – ein genialer Naturwirkstoff“). Und stellt eine Pflanze eine Virusinfektion an sich fest, produziert sie Salizylsäure und stärkt so ihre Abwehrkräfte.

Der Todesimpuls einer Erbse

Im Moment des Todes einer Pflanze tritt eine intensive Erregung ein: Es kommt zu einer elektrischen Entladung im Pflanzengewebe. Elektroingenieure unter den Lesern könnten dazu ein verblüffendes Experiment machen. Teilen Sie eine frische grüne Erbse vorsichtig und verbinden Sie ihre innere und äußere Fläche über einen feinen Draht mit einem empfindlichen Spannungsmesser. Die „Halb-Erbse“ bringen Sie in ein Wasserbad, das Sie langsam erwärmen. Beim Todespunkt von 60°C geht ein intensiver elektrischer Impuls durch den Organismus. Dieser erreicht beim Tod oft bis zu 0,5 Volt. Sind hunderte Paare von Halb-Erbsen auf einem isolierten Draht im Bad in Reihe geschaltet, könnte diese „Halberbsenbatterie“ an den Enden einen elektrischen Impuls von mehreren Hundert Volt abgeben.

Pflanzen-Internet unter Tag

Pflanzen verständigen sich nicht nur oberirdisch. Auch unter der Erde gibt es einen regen Austausch. Dafür sorgt ein gigantisches, dynamisches Wurzelnetz. Beim Informationsaustausch spielen Pilze eine symbiotische Rolle: Sie schaffen den Wurzeln Nährstoffe heran und die Pflanze gibt ihrerseits an sie Zucker ab. Die Pilzfäden dringen in die Wurzelzellen ein, verwachsen mit ihnen und verbinden die Wurzeln untereinander. Den Informationsaustausch ermöglichen lösliche Botenstoffe im Wasser, die von den Wurzeln wie eine Nachricht gelesen werden, z.B. nähern sich schädliche Bakterien oder Tiere? Wertvolle Informationen, die die Wurzel braucht, um Hilfe zu holen, Abwehrsysteme zu aktivieren oder ihr Wachstum flexibel auf neue Situationen einzustellen. Damit können Pflanzen ihre Zukunft planen. Auch das gehört zu ihrer ureigenen „grünen Intelligenz“.

Vielleicht sollten wir alle von unserem hohen „Evolutionsross“ absteigen und uns gegenüber den erdverbundenen, „stummen“ Kreaturen dankbar erweisen; der sprichwörtlich grüne Daumen genügt da nicht. Im übrigen haben wir die komplexe Chemie der Sekundären Pflanzenstoffe nicht annähernd erforscht. Erschreckend ist, wie der Mensch als zweibeiniger Zellhaufen – ein Planeten-Spätbesiedler aus rund 10 hoch 23 Atomen – mit den grünen Kreaturen umspringt, den Lebewesen mit jahrmillionenlanger Evolutionserfahrung. Dreist reißt das Zweibein die grüne Weltlunge aus Profitgier mit Stumpf und Stiel aus. Wie dumm muss der Homo sapiens sein, wenn er sich seiner eigenen Lebensgrundlage rigoros beraubt?

Quelle: http://www.goldseitenblog.com/muellenmeister/index.php/2015/02/02/pflanzen-die-klugen-wehrhaften-strategen

Danke an Denise

Gruß an die Naturkräfte

TA KI

Putin hat den Vorteil des Wahnsinnigen: 5 Gründe, warum Waffenlieferungen an die Ukraine keine Lösung sind


G20 Leaders Meet In St. Petersburg For The Summit

Noch wird der Konflikt in der Ukraine „eine Krise“ genannt – und doch wissen alle, dass es sich bereits um einen Krieg handelt. Die Eskalation scheint kaum noch aufzuhalten: Vor wenigen Tagen scheiterten in Minsk die Gespräche der so genannten Kontaktgruppe, da die siegesgewissen Separatisten entrüstet abreisten. Offensichtlich war ihre Anreise nur Show gewesen – sie hatten kein Interesse an Frieden.

Mit den Kämpfen um den Flughafen Donezk und den Angriffen auf Mariupol wurde eine neue Qualität der Gewalt erreicht. Die Russen sehen klar, wo die Reise hingeht: Nach einer Umfrage rechnet mehr als ein Viertel der Russen mit einem großen Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

In dieser Situation werden mehr und mehr Rufe laut, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen. Das ist verständlich: Es ist unfair, dass Russland den Separatisten modernsten Waffen liefert, während die einzige Hilfe, welche die Ukraine bekommt, in Sanktionen gegen den Kreml besteht. „Manchmal braucht es Waffen, um Waffen zu stoppen“, schrieb der britische Historiker Timothy Garton Ash im britischen „Guardian“. „Die Ukraine muss sich verteidigen können“, fordert Jörg Eigendorf in der „Welt“.

Heute wird der amerikanische Außenminister Kerry den ukrainischen Präsidenten Poroschenko treffen, danach Regierungschef Jazenjuk, Außenminister Klimkim sowie Parlamentsabgeordnete. Anschließend reist er zur Münchner Sicherheitskonferenz – und auf allen Stationen seiner Reise wird er mit dem Wunsch nach Waffen für die Ukraine konfrontiert werden.

„Die Ereignisse müssten die Allianz dazu bewegen, noch mehr Unterstützung für die Ukraine zu leisten, unter anderem durch die Lieferung von modernen Waffen zum Schutz und der Gegenwehr gegen den Aggressor“, sagte Poroschenko bereits in einem Interview mit der Welt.

Hier fünf Gründe, warum Waffenlieferungen an die Ukraine keine Lösung für den Konflikt wären:

1. Die Ukraine kann Russland und die Separatisten nicht besiegen
Auch mit amerikanischen Waffen ist die Unterlegenheit des ukrainischen Militärs gegenüber den Russen zu groß, um kurzfristig durch Lieferungen von außen aufgehoben werden zu können. Das stellte gerade erst der US-Regierungssprecher Josh Earnest klar.

2. Waffenlieferungen würden zu einer sofortigen Eskalation führen
Die Separatisten würden versuchen, noch vor Eintreffen der Lieferungen so viele Gebiete wie möglich zu erobern.

3. Putin hat den Vorteil des Wahnsinnigen
Selbst die Befürworter von Waffenlieferungen geben zu, dass die Ukraine militärisch nicht gegen Russland siegen kann. Sie geben vielmehr an, dass ein relatives Erstarken des ukrainischen Militärs die Separatisten und Russland dazu bewegen könnte, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Bisher deutet jedoch alles darauf hin, dass Putin zu jedem Opfer für sein Land bereit ist: Er hat einen großen Vorteil gegenüber dem Westen – den Vorteil des Wahnsinnigen: Man nimmt ihm ab, dass er irrationalen Entscheidungen treffen wird, die Menschenleben kosten und seinem Land großes Leid bringen werden. Er weiß dies – und wird diesen Vorteil nicht aus der Hand geben.

4. Waffenlieferungen kämen einer Kriegserklärung an Russland gleich
Schon jetzt sieht sich Putin in einem Krieg gegen die Nato. Die von der Ukraine geforderten Waffensysteme erfordern zudem Training und Einweisung. Sie wären nicht möglich, ohne amerikanische Soldaten in der Ukraine zu stationieren, die unmittelbar in die Kämpfe involviert wäre. Ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA, Europa und Russland wäre die Folge. Für Amerika ginge es in diesem Krieg auch gleichzeitig um seinen Ruf als Weltmacht. Die Geschichte hat gezeigt, dass Amerika durchaus einen verlorenen Krieg akzeptieren kann – aber nicht, ohne dem Gegner gezeigt zu haben, dass sein Sieg zu teuer erkauft war.

5. Es würde Putin nur festigen
Waffenlieferungen und die damit einhergehende Verschärfung des Konflikts würden Putin Stellung in Russland weiter festigen. Bei dem Konflikt in der Ukraine geht es vor allem um eines: Das Gefühl Russlands, durch den Verlust seines Weltmacht-Status gedemütigt worden zu sein. Putin benutzt den Konflikt in der Ukraine, um seinen Status im Land zu festigen – und er scheint damit, sehr erfolgreich zu sein.

(…)

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2015/02/04/putin-5-gruende-waffenlieferungen-ukraine_n_6618582.html?utm_hp_ref=germany

Gruß an die widerwärtigen Schmierfinken der System- Lügenpresse, die an Abartigkeit kaum noch zu überbieten sind!!

mit verachtung

 

TA KI

 

Raus aus großen Wohnungen: Rentner sollen jungen Familien Platz machen


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Viele deutsche Familien beklagen sich über zu wenig Wohnraum. Robert Feiger, Gewerkschaftsboss der IG BAU, ist daher mit einem besonders außergewöhnlichen Vorschlag vorgeprescht: Rentner sollen zukünftig ihre großen Wohnungen räumen und diese Familien zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten sie eine Prämie. In „Bild“ sagt der 52-Jährige: „Viele Senioren sitzen im Alter in ihren großen Wohnungen fest, viele Familien müssen dagegen in viel zu kleinen Wohnungen wohnen. Diesen Missstand müssen wir beheben.“

Das steckt hinter der Idee des Gewerkschafts-Chefs: Im Alter wird vielen alleinstehenden Menschen die Wohnung zu groß, so Feiger. Da ein Umzug finanziell und organisatorisch einer Mammutaufgabe gleichkommt, soll der Staat unterstützen und den umziehenden Senioren bis zu 5.000 Euro zuschießen. So sollen unter anderem Umzugshelfer, Renovierungsarbeiten und Kosten für Makler finanziert werden.

Beim Sozialverband VdK stößt der Vorschlag auf positive Resonanz. Verbandspräsidentin Ulrike Mascher spricht in „Bild“ von einer guten Idee. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass es für die Rentner ausreichend „preiswerte Wohnungen im selben Stadtteil“ gibt, so die 76-Jährige.

Anders sieht es der Chef des Sozialverbandes SoVD: „Im Einzelfall kann die Maßnahme sinnvoll sein. Aber kein Mensch darf sich gezwungen fühlen, seine Wohnung räumen zu müssen“, findet Adolf Bauer. Und CDU-Sozialexperte Karsten Möring würde einen altersgerechten Umbau der Wohnungen bevorzugen.

Aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass alleinstehende Rentner in Deutschland über den größten Wohnraum verfügen. Im Schnitt leben sie auf 64,7 Quadratmetern. Zum Vergleich: Mit durchschnittlich 24,2 Quadratmetern beziehungsweise 30,2 Quadratmetern kommen Paare mit Kindern und Alleinerziehende nicht einmal auf die Hälfte. Schuld sind zu wenig neu gebaute Wohnungen in Deutschland.

(…)

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/raus-aus-gro-en-wohnungen-rentner-sollen-jungen-045712571.html

Gruß an Robert Feiger,

offensichtlich sind Sie auch nicht mehr der Jüngste…

Und leben aller Wahrscheinlichkeit nach auf weit mehr als 64,7 m²…

Haben Sie Ihren Umzug in Ihr neues „Wohnklo“ bereits in Planung??

Es wird Zeit!!!

TA KI

Eduard Basurin: Die Ukraine bereitet eine weitere Provokation vor


Dieser kurze Abschnitt aus der gestrigen Pressekonferenz befasst sich mit Erkenntnissen über eine weitere geplante Provokation seitens der Kiewer Junta.
Nach der Veröffentlichung dieser Information ist genau diese Provokation vermutlich deutlich unwahrscheinlicher geworden. Aber wer die letzten Monate bewusst miterlebt hat, weiss, dass in Kiew keine Hemmungen bestehen, im eigenen Interesse Menschen zu opfern, um Geld und Unterstützung zu mobilisieren. Wo auch immer, wann auch immer.

Quelle: http://vineyardsaker.de/video/eduard-basurin-die-ukraine-bereitet-eine-weitere-provokation-vor/

Gruß an die Völker

TA KI

Ötzi: Neue Tätowierung entdeckt


Eine neue fotografische Methode macht eine bisher übersehene Tätowierung der wohl bekanntesten europäischen Mumie sichtbar. Die Fotos, die Wissenschaftler des EURAC-Instituts in Ötzis Kühlkammer anfertigten, decken den gesamten infraroten bis ultravioletten Wellenlängenbereich des Lichtes ab. Dadurch können auch tiefer liegende Hautschichten abgebildet und auch für das menschliche Auge nicht mehr sichtbare Tätowierungen dargestellt werden.

Mit Hilfe einer nicht-invasiven fotografischen Technik haben Forscher des EURAC-Instituts für Mumien und den Iceman alle Tätowierungen des Mannes aus dem Eis sichtbar gemacht. Dabei stießen sie auch auf ein bislang unbekanntes Tattoo auf seinem Brustkorb. Aufgrund der dunkel gefärbten Haut der Mumie ist es mit bloßem Auge nur schwer erkennbar. Die ausgefeilte Fototechnik erlaubte es nun auch Tätowierungen in tieferen Hautschichten zu identifizieren.

Den Entdeckern des Ötzi stachen die Tätowierungen schon am Tag des Fundes, am 19. September 1991, ins Auge. Verschiedene Studien haben daraufhin die Hautzeichnungen untersucht und aufgelistet. Mit einer ganz eigenen Technik hat nun der Wissenschaftler Marco Samadelli vom EURAC-Instituts für Mumien und den Iceman eine vollständige Übersicht über alle Tätowierungen der Gletschermumie erstellt. Sie gehören zu den ältesten dokumentierten Tätowierungen der Welt.

Samadelli fotografierte den Körper der Mumie aus verschiedenen Blickwinkeln mit einer multispektralen Technik, so dass bei den Bildern der gesamte infrarote bis ultraviolette Wellenlängenbereich abgedeckt wurde. Dadurch konnten auch für das menschliche Auge nicht mehr sichtbare Tätowierungen in tieferliegenden Hautschichten mit großer Genauigkeit dargestellt werden. Die 61 vorgefundenen Hautzeichen auf Ötzis Körper bestehen aus 0,7 bis 4 Zentimeter langen, vorwiegend in Gruppen zu zwei, drei oder vier parallel angeordneten, Linien. Darunter befinden sich auch zwei Kreuze.

Die neu entdeckte Tätowierung auf der rechten unteren Seite des Brustkorbs sticht heraus, da sich die anderen Zeichnungen vor allem auf dem unteren Rücken und den Beinen zwischen Knie und Fuß befinden. In Bezug auf die jeweiligen Stellen der Tätowierungen vermuteten einige Forscher bislang, dass es sich um therapeutische Behandlungsmaßnahmen handle, nämlich um eine Art Akupunktur zur Linderung von Gelenksschmerzen. Die neu entdeckte Tätowierung auf dem Brustkorb öffnet nun erneut die Diskussion über die Funktion von Tätowierungen in vorgeschichtlichen Zeiten. So liefert die Studie den Anthropologen ein weiteres Puzzlestück bei der Erörterung der Frage, ob prähistorische Tätowierungen eine therapeutische, symbolische oder religiöse Bedeutung haben.
Die multispektralen Fotografien wurden in der Kühlzelle der Mumie im Südtiroler Archäologiemuseum durchgeführt. »Jedes Foto wurde sieben Mal aufgenommen, jedes Mal mit einer anderen Wellenlänge. So konnten wir die verschiedenen Tiefen abdecken, in denen sich jeweils das für die Tattoos verwendete Kohlepulver abgesetzt hatte. Für die oberen Hautschichten waren die ultravioletten Strahlen ausreichend, für die tieferen Schichten verwendeten wir die Infrarotstrahlen«, erklärt Marco Samadelli.

 

Publikation

Complete mapping of the tattoos of the 5300-year-old Tyrolean Iceman
Marco Samadellia, Marcello Melisc, Matteo Miccolic, Eduard Egarter Vigld, Albert R. Zinka
Journal of Cultural Heritage, online 20. Januar 2015
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005

Quelle: http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/oetzi-neue-taetowierung-entdeckt-32971/

Gruß an die Forscher

TA KI

Deutschlands alternativloser Zerfall … oder: rettet die Schwalbenschule in Kesternich


Digital StillCamera

Deutschland verändert sich – und zwar rapide. Nicht langsam und schleichend, sondern mit großen Schritten. Gezielt wird das Land umgebaut – und verwandelt sich in was anderes. Was, das können wir schon erahnen, wo eine Große Koalition einstimmig und einhellig als Ein-Parteien-System das Land regiert, es mit Netzwerken schädlichster Art überzogen hat und so ausplündert, bis nichts mehr zu holen ist. Harte Worte, ich weiß – aber ich belege sie ja auch regelmäßig durch “seriöse” Quellen. Wollen Sie ein Beispiel?

Nun gut: das Umweltbundesamt hat neuestens eine Studie herausgegeben, die kaum jemand groß beachtet hat. Wieso auch – zeigt sie doch nur, wie erfolgreich die Netzwerke hinter den Kulissen arbeiten (siehe Umweltbundesamt):

“Nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland auf über 52 Milliarden Euro im Jahr 2010. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger sagte: „Es ist keine nachhaltige Politik, wenn umweltschädliche Produktions- und Konsumweisen erst mit Milliarden subventioniert werden und dann weitere Milliarden aus dem Haushalt bereitgestellt werden müssen, um Schäden an Umwelt und Gesundheit wieder halbwegs zu kompensieren. Unser Rat kann nur sein, umwelt-schädliche Subventionen systematisch abzubauen.“ Dies würde nicht nur Umwelt und Gesundheit entlasten, sondern auch neue Finanzierungsspielräume schaffen – etwa für den Klimaschutz, die Bildung, die Sanierung von Straßen oder den Ausbau des öffentlichen Bus- und Schienenverkehrs.”

Wahnsinn, oder? 52 Milliarden Euro für die Vernichtung unserer natürlichen Umwelt – und keiner demonstriert, keiner klagt, keiner protestiert – außer Maria Krautzberger. Wer sitzt da eigentlich an der Spitze des Staates und dirigiert den ganzen Horror? Ostdeutsche. Oder Pfarrer und Pfarrerskinder. Sie dürfen die Kohorte, der Sie das zuordnen wollen, frei wählen.

Ja – an die DDR fühlte ich mich erinnert, als ich letztes Jahr folgendes bei T-online las:

“Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann entspannt ihren Urlaub ausklingen lassen – und auch Frank-Walter Steinmeier (SPD) darf mit seiner Außendarstellung zufrieden sein: Das Ansehen der Bundesregierung ist nach dem aktuellen ARD-“Deutschlandtrend” auf einem Rekordhoch.”

Ja – das ist so. Fährt die Kanzlerin durch die Straßen, stehen überall Menschen mit Fähnchen und jubeln als wäre sie der Honnecker, das Volk kann sein Glück gar nicht fassen, von so einer weisen, mutigen, welterfahrenen, gnade- und huldvollen Person durchregiert zu werden, die mit strenger Hand ein Volk von Verbrechern zu Ruhm und Ehre führt.

Verbrecher?

Ja – die arbeiten alle schwarz, am Fiskus vorbei, um den guten Marschall Schäuble zu vergrätzen – mit Absicht und Kalkül … so jedenfalls urteilen unsere Experten, ganz offiziell in der Haus- und Hofpostille der Mächtigen: dem Spiegel. Es ist weniger interessant, wie die “Experten” zu ihrem Ergebnis kommen, sondern mehr, wie sie es begründen (siehe Spiegel):

“Direkt messen lässt sich Schwarzarbeit nicht. Die vorgelegten Zahlen sind lediglich Schätzungen.”

“Schätzungen” …. merken Sie, warum wir in einer nie enden wollenden Wirtschaftskrise stecken – es sei denn, wir können unser Geld für uns arbeiten lassen? “Schätzungen” heißt auf deutsch: wir haben keine Ahnung … trotz Einsatz von Kristallkugel und Tarotkarten, trotz genauester Beobachtung des Vogelfluges und den Resten in der Kaffeetasse. Sie tun einfach mal so, als seien die Deutschen ein Volk von Kleinkriminellen – und weil sie das selber glauben, heiraten die “Experten” jetzt nur noch untereinander (siehe Spiegel):

“Höhergebildete Frauen und Männer heiraten immer öfter untereinander – das liegt vor allem an den Frauen, die in den vergangenen Jahrzehnten an die Universitäten drängten. Doch durch den Wegfall des Prinzips “Aufstieg durch Heirat” geht die soziale Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander”

Da sitzen dann Herr und Frau Doktor gemeinsam am Frühstückstisch und beglückwünschen sich zu ihren Schätzungen … Schätzungen, von denen das Leben von Millionen von Menschen abhängig ist, unsere Politik, unsere Wirtschaft, unsere ganze Gesellschaft … die immer mehr am Abgrund lebt. Insgesamt 15 Millionen Deutsche zirkulieren inzwischen um die Hartz-Behörde, die sich mal ARGE und mal Jobcenter nennt … und es werden jedes Jahr mehr (siehe gegen-Hartz). Natürlich kosten die Arbeitslosen insgesamt nicht halb so viel wie allein die umweltschädlichen Subventionen der großen Koalition – wenn man mal die Kosten für ihre Verwaltung herausrechnet – dafür sind sie aber viel häufiger Thema in Talkshows.

Ganz gemäß des ausdrücklichen Wunsches der rot-grünen Regierung unter Kanzler Schröder bildet sich in Deutschland eine Kaste der Parias, der Unberührbaren, die am anderen Ende jener Skala zu finden sind, die von den Inzucht-Akademikern angeführt wird: das 5000 Jahre alte indische Kastensystem breitet sich in Deutschland mit unglaublicher Geschwindigkeit aus, vergessen sind die Träume von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Schulen merken das am Deutlichsten (siehe Spiegel):

“Wer aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen stammt, vielleicht noch einen Migrationshintergrund mitbringt und nicht auf das akademische Bildungserbe seiner Eltern und Großeltern zurückgreifen kann, hat ungleich schlechtere Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss.”

Da wird an einer neuen Gesellschaft gearbeitet – an einer Gesellschaft mit erhabender Oberschicht, geduldeter aber fortlaufend weiter abgebauter Mittelschicht und unberührbarem Prekariat, dem man sogar die Bildung vorenthält – obwohl Intelligenz der einzige nachwachsende Rohstoff ist, den Deutschland hat.

Das Verrückte: wir erhöhen beständig die PS-Zahl bei Neuwagen (siehe Spiegel), mit denen die vor allem sich selbst sehr schätzenden Brahmanen majestätisch und affenartig über die Autobahn rasen, obwohl die Masse der Autos keine Käufer mehr findet (siehe Zero-Hedge )… ein allerdings nicht nur deutsches Problem. Aus in der Regel gut unterrichteten Kreisen (ja – hier spiele ich mal den “Qualitätjounalisten”) habe ich persönlich erfahren, dass unsere Autobauer ihre unverkäuflichen Luxuskarren in abgelegenen Tälern der Alpen lagern … und wir produzieren wie irre täglich mehr und mehr, die mit Steuermitteln subventioniert werden.

Im Ausland redet man schon vom “sozialen Holocaust”, der von Deutschland aus in ganz Europa umgeht und bei Spiegel-online eine Kriegstrompete des aussterbenden Kleinbürgertums zu größter Empörung motiviert hat: in unglaublich anmaßender Dummheit wird der Holocaust als etwas Einzigartiges, mit Sicherheit nie mehr wieder kommendes Ereignis verteidigt … und so in den deutschen Qualitätsmedien zu einer kleinen, unbedeutenden Entgleisung degradiert, die man mit aktuellen Entwicklungen nicht vergleichen kann, weil man dadurch die Opfer verhöhnt. (Nein, das verlinke ich jetzt nicht, dafür mache ich keine Reklame).

Man könnte meinen: solche Leute würden auch vor neuen akut qualmenden Gaskammern der Moderne mit süffisantem Lächeln stehen und sich Vergleiche mit der NS-Zeit verbitten, weil der neue Führer nicht Adolf Hitler heißt, die neue Partei nicht NSDAP heißt und man (vor allem!) nicht das Jahr 1933 schreibt.

Währenddessen existieren Pläne der Stadt Schwerte, das KZ Buchenwald wieder zu reaktivieren (siehe MDR):

“Zum Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar gehörten einst Dutzende Außenstellen, in denen Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie ausgebeutet wurden. Eines dieser Außenlager liegt bei Schwerte in Nordrhein-Westfalen – und könnte Medienberichten zufolge künftig als Flüchtlingsunterkunft dienen. Die Stadt plane, 21 Asylsuchende in der früheren Aufseherbaracke des Lagers unterzubringen, berichten “Ruhrnachrichten” und “Westdeutsche Allgemeine Zeitung”.”

Wie abgebrüht muss man eigentlich sein, um solche Pläne schmieden zu können? Wohl so abgebrüht wie die Autofahrer auf der A2, die nach einem schweren Verkehrsunfall um die Verletzen herumgefahren sind … anstatt zu helfen (siehe Stuttgarter Zeitung). Man sieht: das Menschenmaterial für KZ-Aufseher ist wieder nachgewachsen.

Wussten Sie eigentlich schon, dass die deutschen Arbeitslosen die ärmsten in Europa sind? Das berichtet nicht etwa ein linksradikales Kampfblatt, sondern die rechtskonservative Welt. Kein Wunder bei einer Riege von Politikern, die bei drohender Konjunkturschwäche sofort massive Einschnitte im sozialen Bereich fordern (siehe T-online), ohne auch nur daran zu denken, umweltvernichtenden Subventionen zu streichen, deren Schäden noch mehr Milliarden zur Eindämmung der ökologischen Katastrophen fordern.

Sie sind nun verblüfft über die Skizzen des “sozialen Holocaust” – ein Spruch, der aus Griechenland stammt, die aktuell mit einer drastisch erhöhten Säuglingssterblichkeit, einer drastisch erhöhten Selbstmordrate und einer nie dagewesenen Rekordarbeitslosigkeit zu kämpfen haben … dank deutscher Intervention. Ich denke: sehen die nach Deutschland, dann sehen die in der Tat einen alten Schrecken wiedererstehen, der nie richtig fort war.

Wir Deutschen sehen mal wieder nichts (schon damals hatte keiner was gewusst) und lieben unsere Kanzlerin, die Königin der Herzen Angela Merkel.

Nur … leider verkommen auch unsere Medien mehr zu Propagandainstrumenten des Reichswohlfühlministeriums. Angela Merkel war niemals die beliebteste Deutsche seit Adolf  Hitler, da hat die “Lügenpresse” einfach wieder mal gelogen … und echauffiert sich trotzdem maßlos über diese Bezeichnung. Schauen wir dazu mal ins Handelsblatt – einem Medium, das mehr der Wirtschaft denn der Politik verpflichtet ist (siehe Handelsblatt):

Bei der Aufarbeitung des ZDF-Skandals um „Deutschlands Beste!“ kommen immer mehr Details ans Licht. Auch bei der sendereigenen Online-Umfrage wurde geschummelt – ausgerechnet bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

“Geschummelt” … so dass neue, verniedlichende Wort für dreiste Lügen und hinterlistige Manipulationen. Dafür kassiert der Chef vom ZDF 27600o Euro im Jahr – aus Beitragsmitteln (siehe Handelsblatt). In normalen Unternehmen wäre er für diese Unverschämtheit fristlos entlassen worden … nur schade, dass es so etwas wie “normale Unternehmen” kaum noch gibt.

Nun – das war jetzt eine lange Vorrede, die einem besonderen Thema gilt – weshalb ich meine Leser um Hilfe bitte.

Nein – kein Geld. Auch keine Arbeitsleistung. Nur … eine Unterschrift.

Worum gehts?

Um Auswirkungen des Zerfalls Deutschlands, die meinen kleinen Sohn betreffen. Er … ist ein wenig behindert – hat dafür eine “Sonne im Herzen, die lacht”. Er bringt gerade sein erstes Schuljahr hinter sich – mit großem Erfolg. Er ist begeistert von der Schule – er geht morgens singend hin und kommt abends singend zurück.

Diese Schule … soll jetzt geschlossen werden. Ich war auf der Elternversammlung wo dies verkündet wurde, leider völlig falsch vorbereitet. Es war die übliche perfekte Inszenierung, wenn Macht mit Volk spricht: vorne ein Tisch mit “Experten”, ein paar Parteikollegen verstreut im Publikum, ein paar Worte über die Alternativlosigkeit der Entscheidung, verbunden mit ein paar Schätzungen über die Zukunft.

Merken Sie, dass die lange Vorrede da auf einmal Sinn macht?

Was sagen Eltern zu der Schule?

“Unsere Schule liegt in der Gemeinde Simmerath in der Nordeifel und beheimatet aktuell vier Schulklassen. Als GU-Schule leistet sie hervorragende und erfolgreiche Arbeit im Bereich der Inklusion und bietet mit kleinen und reizarmen Klassen allen Schülern ein optimales Lernumfeld. Unsere Kinder profitieren sehr von der familiären Atmosphäre, dem hochqualifizierten Lehrpersonal und der ausgezeichneten Betreuungssituation, die der Förderverein auf die Beine gestellt hat. Für Schüler aus den abgelegenen Dörfern Hirschrott, Erkensruhr und Einruhr ist sie die einzige nächstgelegene Schule.”

Ja – die Kinder aus den abgelegenen Dörfern müssten nach der Schließung 28 Kilometer täglich fahren … in einem der reichsten Länder der Welt, das genug Geld hat, Neuwagenhalden zu subventionieren (gegen Parteispenden, versteht sich – wenn ich auch mal “schätzen” darf … obwohl Schätzungen von Bürgern neuerdings eher als “Verschörungstheorie” pathologisiert werden).

Während alle Welt kleine Klassen bevorzugt, sich auf die bestmögliche Lernatmosphäre konzentriert, werden in Deutschland Schulen geschlossen, die dies ausnahmsweise bieten … per Gesetz. Ja – das war nach den Ergebnissen der PISA-Studie auch für mich überraschend: es wurden Gesetze verabschiedet, die große Klassen in alle Ewigkeiten festschrieben und kleine Schulen gnadenlos vernichteten.

Das möchten ein paar Eltern nicht  hinnehmen:

28 Kilometer Schulweg am Tag sind zu viel für Grundschüler!
Inklusion braucht ein Lernumfeld in dem sie auch gelingen kann!
Schüler umverteilen und große Schulen entlasten, statt kleine Schulen zu schließen und noch mehr Riesenklassen zu schaffen!
Kinderfreundliche Wohngebiete in der Nordeifel erhalten!
Bereits jetzt zeichnet sich eine in Zukunft wieder ansteigende Schülerzahl in der Gemeinde ab!

Und diese Eltern brauchen jede Hilfe die sie kriegen können.

Ich weiß: Sie halten als kritischer, nachdenklicher Leser nicht viel von Petitionen. Ich auch nicht – ich bekomme fast täglich Einladungen dazu, es fehlt mir allein die Zeit, alle zu würdigen. Hier jedoch werden nur 430 Unterschriften gebraucht, die dazu dienen werden, vor Ort die Diskussion begründet und mit Nachdruck aufnehmen zu können.

Zur Petition geht´s hier:

https://www.openpetition.de/petition/online/kesternicher-grundschule-muss-erhalten-bleiben

Leider ist sie nicht als Link einfügbar. Also: markieren, auf “kopieren” drücken und in Suchfenster einfügen: schon ist man da.

Sie ahnen wahrscheinlich, welchen Gefallen ich mir von Ihnen erhoffe?

Ich möchte Ihre Intelligenz nicht beleidigen, in dem ich ihn ausformuliere … denke aber schon, dass sechs Jahre emsiges Studieren “seriöser” Medien bei alternativer Deutung ihrer Aussagen – und sei es nur zum Zwecke der Unterhaltung – so einen kleinen Gefallen mal Wert sind … oder gehören Sie auch schon zu jenen empathielosen Gegenwartszombies, denen jeder Hilfereflex erfolgreich abtrainiert wurde – wie den Idioten auf der A2, die Mitmenschen auf offener Straße verrecken lassen wollten?

 

Quelle: http://www.nachrichtenspiegel.de/2015/02/04/deutschlands-alternativloser-zerfall-oder-rettet-die-schwalbenschule-in-kesternich/

Gruß an die Denkenden

TA KI