Flüchtlinge protestieren mit Hungerstreik gegen Unterkunft in Rüthen -sie sind ihnen zu abgelegen


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Einige Flüchtlinge im Asylbewerberheim Rüthen-Heidberg sind in einen Hungerstreik getreten. Das Heim liege zu abgeschieden, kritisieren sie.

Im Asylbewerberheim in Rüthen-Heidberg sind mehrere Bewohner in einen Hungerstreik getreten. „Wir fühlen uns sehr einsam. Das ist hier ein schlechter Ort, hier sind doch überall nur Bäume“, erklärt einer der Asylbewerber, die aus Pakistan, Bangladesh, Ägypten und dem Irak kommen.

Tatsächlich liegt das Heim auf dem Gelände eines ehemaligen Nato-Tanklagers, acht Kilometer von Rüthen entfernt. Ein Ferienwohngebiet liegt in einigen hundert Metern Reichweite.

Fahrräder und Mofas gespendet

Rüthens Bürgermeister Peter Weiken weiß sehr wohl um die ungünstige Abgeschiedenheit der Anlage, die schon seit mehr als 20 Jahren für Asylbewerber genutzt wird. „Wir haben die Situation inzwischen aber sehr deutlich entschärft“, erklärt er und verweist darauf, dass es morgens und abends einen Pendelbus gibt, dass durch Spendenaktionen in der Bevölkerung zum Beispiel Fahrräder zur Verfügung gestellt worden sind: „Und wer von den Asylbewerbern einen 1-Euro-Job etwa in unserem Bauhof übernommen hat, bekam zudem ein Mofa gestellt.“

Ohnehin seien von den 22 derzeit gemeldeten Flüchtlingen kaum mehr als fünf vor Ort anzutreffen. Weiken: „Die Wenigsten sind da, die Meisten sind längst irgendwo untergetaucht, bei Bekannten und Angehörigen in der Region untergekommen. Die kommen lediglich nach Heidberg zurück, wenn es Geld für sie gibt. Aber das ist uns auch egal.“ Rüthens Bürgermeister empfindet den angekündigten Hungerstreik durchaus als eine Art Erpressung: „Die Leute wollen einfach nichts tun, fordern dafür aber immer mehr.“

„Stark traumatisierte Menschen einfach im Wald ausgesetzt“

Ganz anders sieht das Karl Spiekermann. Der Warsteiner ist seit 1996 in der Asylarbeit ehrenamtlich tätig und kennt auch die Situation in Rüthen-Heidberg sehr gut: „Hier hat man einfach stark traumatisierte Menschen mitten im Wald ausgesetzt“, beklagt er. Man täte den Asylanten einfach bitter Unrecht, kümmere sich viel zu wenig um sie: „Das wirkt doch auf die Betroffenen alles wie eine Extrabestrafung.“

Es herrsche seitens der Stadt ein Mangel am Mitleid und Feingefühl. Die Unterbringung sei ja durchaus akzeptabel, so Spiekermann, nur die isolierte Lage wäre eben völlig ungeeignet: „Man muss vor allem nicht über, sondern mit den Menschen sprechen, das wäre wirklich sinnvoll.“

Und wie verhält es sich nun mit dem aktuellen Hungerstreik? Karl Spiekermann hat mit den Asylanten gesprochen und erfahren, dass einige von ihnen bereits mit Selbstmordgedanken in Heidberg angekommen sind: „Das ist jetzt ihr eigener Entschluss, sie sind wirklich verzweifelt. Dennoch habe ich ihnen dringend geraten, nur so lange nichts zu essen, dass sie keinen Schaden nehmen. Auch ein Arzt kümmert sich um sie.“

Eigeninitiative ist gefordert

Bürgermeister Peter Weiken formuliert seine Sicht: „Meine Tür steht jederzeit für jeden offen. Es sollte aber auch eine gewisse Eigeninitiative von den Asylbewerbern eingefordert werden. Und ich meine auch, wenn man als Flüchtling dem Tod von der Schippe gesprungen ist, sollte man auf Heidberg nicht verhungern wollen.“

Quelle: http://www.derwesten.de//staedte/warstein/hier-sind-ueberall-nur-baeume-id10365953.html

Gruß an Herrn Peter Weiken- auf daß Ihrer Einladung Viele, wenn nicht sogar Alle, folgen mögen….

Zitat:…“… „Meine Tür steht jederzeit für jeden offen. Es sollte aber auch eine gewisse Eigeninitiative von den Asylbewerbern eingefordert werden. ….“
TA KI
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3 Kommentare zu “Flüchtlinge protestieren mit Hungerstreik gegen Unterkunft in Rüthen -sie sind ihnen zu abgelegen

  1. Pingback: Flüchtlinge protestieren mit Hungerstreik gegen Unterkunft in Rüthen -sie sind ihnen zu abgelegen | Der Honigmann sagt...

  2. Hallo.
    Ich empfinde es als eine Unverschämtheit ,das diese Herren (Asylanten) in den Hungerstreik gehen und so den Bürgermeister Peter Weiken unter Druck setzen um Ihre Forderungen durchzubekommen .sie kommen aus großen Städten-gut keiner hält Sie auf dahin zurückzukehren. Wenn ich, wie geschildert soviel (angeblich wie Sie Schildern) müssten Sie froh sein hier wieder in Ruhe zu kommen und da ist Wald eine gute Medizin.
    Wer bedroht Sie hier????Der Wald?? Und die nächste größere Stadt ist zu weit entfernt 8Km (Ich bin in der Schulzeit jeden Tag 9Km gegangen, in die Lehre 14Km. Den Herren die den ganzen Tag Zeit haben sin 8Km zufiel??? 20 Jahre waren da Asylanten keiner beschwerte sich, sind dies überhaupt Asylanten ,oder Wirtschaftsflüchtlinge?? Und nun zu Herrn Spieker, sie helfen ehrenamtlich find ich toll, aber das Sie dies ünterstützen find ich nicht so gut, wenn Sie auch der Meinung sind, diese ach so armen Herren
    nicht so weit laufen können, zwei Busse am Tag nicht reichen, prima entweder sie nehmen sie zu Hause bei sich auf,(Ich vermute das Sie in Rhüten wohnen ,oder fahren sie diese Herren doch wie sie es wünschen.
    Meine Meinung ist. wer uns den ich empfinde es auch ,unter Druck setzt um was zu erreichen ist kein Flüchtling
    (Sonst wären Sie dankbar hier zu sein und in Ruhe zu kommen, von dem was sie erlitten oder zu befürchten hätten) So behandelt man nicht seine Freunde und Pagida wäre nicht auf der Straße.

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