Protestlager von Flüchtlingen in Dresden geräumt- Haben die Flüchtlinge ein „Luxusproblem“?


Protestlager von Flüchtlingen in Dresden geräumt

Die Stadt Dresden lässt das Flüchtlingslager vor der Semperoper räumen. Oppositionspolitiker kritisierten die Räumung. In der Nacht zuvor war das Camp von Pegida-Unterstützern angegriffen worden.

Fluechtlingscamp-in-Dresden-wird-geraeumt-2-Das Protestcamp von Flüchtlingen vor der Dresdner Semperoper ist am Dienstagvormittag geräumt worden. Die Teilnehmer leisteten keinen Widerstand und bauten die Zelte selbst ab. Zuvor waren sie mit einem Eilantrag gegen die von der Stadt angeordnete Räumung des Zeltlagers gescheitert.

Das Vorgehen der Behörde sei durch die gesetzlichen Bestimmungen gedeckt, teilte das Dresdner Verwaltungsgericht mit. Die Flüchtlinge und ihre Unterstützer können den Protest allerdings ohne Zelte fortsetzen und wollen das nach eigenem Bekunden auch tun.

Das Protestcamp für mehr Rechte der Flüchtlinge war am Samstag nach einer Demonstration in Dresden spontan entstanden. Die Teilnehmer nutzten dafür Zelte und Toiletten, die für die Demo aufgestellt wurden. Die Stadt Dresden ordnete am Montag eine Räumung an und gab den Betroffenen dafür bis 20 Uhr Zeit. Als die Organisatoren des Camps Widerspruch einlegten, verschob die Stadt diese Frist bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichtes.

Am Montagabend war das Camp von Rechtsextremisten attackiert worden. Nach einer Kundgebung der islamkritischen Pegida-Bewegung zogen etwa 100 Teilnehmer vom Neumarkt zum Theaterplatz, um gegen die Aktion der Flüchtlinge und ihrer Sympathisanten zu protestieren.

Etwa zwei Dutzend Rechtsextreme versuchten auf den Platz zu stürmen, wurden aber von der Polizei rasch abgedrängt. Andere Bürger verlangten in Sprechchören eine Räumung des Lagers. Dabei fielen auch Sprüche wie „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“.

Politiker kritisieren die Räumung

Politiker von Grünen und Linker kritisierten das Vorgehen der Stadt und die Entscheidung der Verwaltungsrichter: „Das ist definitiv die falsche Entscheidung. Man hätte auf Kommunikation und Kooperation setzen können“, sagte Linke-Parteichef Rico Gebhardt. „Es ist nicht einmal der Versuch gemacht worden. Das ist das, was mich hier so ärgert im Freistaat Sachsen und der Stadt Dresden. Dass man nicht bereit ist, nach Alternativen zu suchen, sondern immer mit Recht und Gesetz kommt so nach dem Motto ‚Wir sind die Stärkeren, wir setzen uns durch'“.

Gebhardt hatte wie auch Grünen-Fraktionschef Volkmar Zschocke den Abbau des Zeltlagers vor Ort verfolgt. „Dieses Camp war ein gutes Symbol für die Außenwirkung der Stadt Dresden. Es wäre sicher möglich gewesen, über die Forderungen der Flüchtlinge auch noch länger zu verhandeln und zu diskutieren“, sagte Zschocke.

Kritisch sah er die Rolle des sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth (CDU), der die Flüchtlinge und ihre Unterstützer in einem Interview auf MDR Info mit Falschparkern verglich, die mit Konsequenzen ihres ordnungswidrigen Verhaltens rechnen müssten. Mackenroth werde seiner Rolle als Ausländerbeauftragter nicht gerecht, erklärte Zschocke.

Haben die Flüchtlinge ein „Luxusproblem“?

Mackenroth hatte in dem Interview die Flüchtlinge zur Räumung des Camps aufgefordert. Mit Verweis auf das Leid der Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg sprach er von einem „Luxusproblem“.

Das Geschehen auf dem Theaterplatz habe etwas von einer Provokation an sich gehabt: „Provozieren ist richtig und gut. Das darf man machen. Aber man darf bitte schön die Schraube auch nicht überdrehen. Irgendwann ist es dann auch mit der Provokation genug. Unsere Gesellschaft ist nicht auf Provokation ausgelegt, sondern auf Gespräche und auf konsensuale Lösungen.“

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article138014010/Protestlager-von-Fluechtlingen-in-Dresden-geraeumt.html

Gruß nach Dresden

TA KI

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Maskierte greifen Paar in Leipziger Kneipe an


Nach Legida-Demonstrationen

Maskierte greifen Paar in Leipziger Kneipe an

Acht Unbekannte haben am Montagabend ein Paar in einer Gaststätte in Leipzig-Wahren angegriffen. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat politisch motiviert war. Ihren Angaben zufolge attackierten die schwarz Vermummten gezielt einen 35-Jährigen mit den Worten „Du Nazi bist jetzt dran!“. Außerdem betitelten sie ihn als „Nazischwein“.

Während ein Vermummter an der Tür Wache hielt und zwei weitere die anderen Gäste am Tresen in Schach hielten, schlugen die Angreifer auf den 35-Jährigen ein. Die Frau des Opfers stießen die Täter zu Boden und schlugen sie am Kopf, als diese ihrem Partner zu Hilfe kommen wollte. Mit der Handtasche der 27-Jährigen flüchteten die Täter. Dabei warfen sie noch einen Pflasterstein in ein Fenster der Gaststätte Das Ehepaar wurde ins Krankenhaus gebracht.

Zweiter Angriff innerhalb weniger Stunden

Die Kriminalpolizei prüft im Zuge der Ermittlungenzu dem Angriff in der Gaststätte, in die auch der Staatsschutz eingebunden ist, auch Zusammenhänge mit einem Vorfall an der Straßenbahnhaltestelle Möckern vier Stunden davor. Das 35-Jährige Opfer aus der Gaststätte gehörte zu einer Gruppe von etwa zehn Legida-Anhängern, die in Möckern von 15 Vermummten angegriffen wurden. Die Angreifer riefen laut Polizei „Faschistenschweine“. Ein Teil der Legida-Anhänger flüchtete, fünf besprühten die Unbekannten mit Pfefferspray. Die am Boden liegenden Opfer drangsalierten die Täter mit Fußtritten und Faustschlägen. Der 35-Jährige zog sich dabei eine Kopfverletzung zu. Vier weitere Personen wurden verletzt.

Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/ueberfall-gaststaette-leipzig100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html

Gruß an die Friedlichen in dieser völlig verdrehten Welt

TA KI

Brandenburger bekommen Cannabis auf Rezept


Brandenburger bekommen Cannabis auf Rezept

Fünf Brandenburger dürfen legal Cannabis konsumieren. Sie bekommen es als Schmerzmittel verschrieben. Das geht aus Veröffentlichung der Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte hervor. Die Brandenburger gehören bundesweit zu 382 Patienten, die Cannabis als Schmerzmittel konsumieren dürfen.

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Cannabis wird in Deutschland nur in Ausnahmefällen als Schmerzmittel zugelassen. Zum Beispiel dürfen Patienten mit chronischen Schmerzen oder mit Multipler Sklerose Cannabis zu Therapiezwecken konsumieren. Allerdings ist dafür eine Ausnahmegenehmigung nötig, die der behandelnde Arzt bei der Bundesopiumstelle beantragen muss.

Deutschlandweit gibt es 382 Patienten, die Cannabis als Schmerzmittel verschrieben bekommen. Fünf davon leben in Brandenburg. Diese Zahlen hat jetzt das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht. Die meisten Cannabis-Verschreibungen gibt es demnach in Nordrhein-Westfalen mit 93. In Bayern werden 84, in Baden-Württemberg 62 Patienten unter anderem mit Cannabis behandelt. In Berlin sind es 18 Menschen.

Die wenigsten Cannabis-Patienten sind in den neuen Bundesländern zu finden: In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist es jeweils ein Patient, in Sachsen sind es vier und in Thüringen fünf.

Cannabis als Schmerzmittel

Ein umstrittenes Mittel in der Schmerztherapie ist unter Experten das Rauschmittel Cannabis. So ist etwa das Medikament Dronabinol, das auf Cannabis basiert, in Deutschland nicht zugelassen. In den USA und England darf Cannabis als Medikament verordnet werden. Unter Auflagen ist das auch hierzulande möglich. Der Sachverständigenrat des Gesundheitsausschusses im Bundestag sprach sich 2008 dafür aus, die Kosten für einige Präparate durch die Krankenkasse übernehmen zu lassen.

Positiv für Schmerzpatienten ist nicht nur, dass Cannabis die Leiden reduziert. Es mindert auch den Drang sich zu Übergeben, der sich nach heftigen Schmerzattacken einstellen kann. Gleichzeitig regt es den Appetit an. Diesen Effekt nutzen auch Aids-Patienten, die im Verlauf ihrer Krankheit zuweilen extrem abmagern.

Hanf (botanisch: Cannabis) wird schon seit Urzeiten in den verschiedensten Kulturkreisen als Schmerzmittel eingesetzt, unter anderem bei Migräne. In Teilen Afrikas werden Produkte der Pflanze auch heute noch als Geburtshilfe verwendet. Im 20. Jahrhundert wurden Cannabisprodukte hierzuzlande verboten.

Die wirksamen Substanzen des Hanfs sind die sogenannten Cannabinoide, die sich aus den Blättern und dem Harz der weiblichen Hanfpflanze gewinnen lassen. Dazu zählen das Tetrahydrocannabinol, das vor allem unter seinem Kürzel THC bekannt geworden ist, und Cannabidiol (CBD). Letzteres wirkt vor allem krampflösend.

Fluch und Segen zugleich sind Cannabisprodukte, weil sowohl THC als auch CBD psychoaktiv sind, also das Nervensystem beeinflussen. Dadurch lindern sie Schmerzen, rufen aber auch Rauschzustände hervor. Den Fall einer tödlichen Überdosis hat es noch nicht gegeben, aber Cannabis kann bei entsprechend veranlagten Personen Schizophrenie hervorrufen. Die Effektivität von Cannabis-Präparaten ist umstritten. Sie werden meist bei Patienten eingesetzt, die auf andere Therapien nicht ansprechen

Gericht erlaubt privaten Anbau – in Ausnahmefällen

Seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von Mai 2005 hätten insgesamt 698 Männer und Frauen eine Ausnahmegenehmigung beantragt, um Cannabis als Schmerzmittel in einer medizinisch betreuten Selbsttherapie einsetzen zu können. 424 Anträge seien akzeptiert worden, 42 der Patienten seien inzwischen gestorben, erläutert das Institut.

Im Juli hatte der Fall einiger Schwerkranken für Diskussionen gesorgt, sie erstritten vor Gericht das Recht, in ihrer Wohnung Cannabis anzubauen. Hintergrund: Sie nutzen Cannabis bereits als Schmerzmittel, das Apotheken-Cannabis war für sie aber unerschwinglich. Deswegen war die Ausnahme des privaten Cannabis-Anbaus erlaubt worden.

Diskussion über Freigabe

Über Cannabis ist in den vergangenen Monaten immer wieder diskutiert worden. Dabei ging es oft um die generelle Legalisierung der Droge. Cannabis ist die beliebteste und am häufigsten konsumierte Droge Deutschlands. Für Ausehen sorgte beispielsweise eine Werbe-Kampagne in deutschen Kinos. In Spots wurde für die Freigabe geworben. Befürworter argumentieren, Cannabis sei weniger schädlich als etwa Alkohol und mache nicht abhängig. Kritiker einer Freigabe sagen hingegen, die Droge könne psychische Krankheiten auslösen und sei eine Einstiegsdroge.

Quelle: http://www.maz-online.de/Brandenburg/Brandenburger-bekommen-Cannabis-auf-Rezept

Gruß an die Betroffenen

TA KI

Informationskrieg gegen Russland


 

US-amerikanischer Nato-Soldat im Kosovo: Das Verteidigungsbündnis hat wesentlich mehr Informationen über aktuelle Krisen, als es preisgibt. US-amerikanischer Nato-Soldat im Kosovo: Das Verteidigungsbündnis hat wesentlich mehr Informationen über aktuelle Krisen, als es preisgibt.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 04. März 2015

Informationskrieg gegen Russland

Die Nato bleibt undurchschaubar

Von Christoph Herwartz

Russland setzt auf die Waffe der Information. Die Nato ist gegen diese Strategie nicht gerüstet. Amateure sind ihr weit voraus.

Die offizielle Lesart der Ukraine-Krise geht so: Russland hat die Krim besetzt, im Donbass einen Krieg angezettelt und droht nun mit einer Ausweitung des Konflikts auf andere Staaten. Auch Nato-Mitglieder wie Estland oder Polen fühlen sich bedroht. Immer wieder wird gemeldet, Russland ziehe Truppen an den baltischen Grenzen zusammen. Die Nato spricht von Panzern, die ungehindert die Grenze zur Ukraine überqueren, von Luftabwehr und Artillerie auf ukrainischem Gebiet.

Die westlichen Medien tragen diese Meldungen weiter. Politiker begründen mit diesen Informationen ihre Entscheidungen. Regierungen genehmigen wegen der Bedrohung einen Strategiewechsel der Nato. Parlamente diskutieren darüber, mehr Geld in Rüstung zu investieren.

Dabei lassen sich die Informationen der Nato kaum überprüfen. Journalisten und Abgeordnete kommen schnell an die Grenzen dessen, was sie selbst beobachten können. Das liegt auch daran, dass die Nato ihre Mitteilungen sehr allgemein hält. Wenn sie von russischen Truppen und russischen Waffen in der Ukraine spricht, gibt sie nicht an, wann wo wie viele Einheiten gesichtet wurden. Wenn sie es täte, könnten Journalisten an diese Orte fahren oder mit Anwohnern telefonieren.

Beste Untersuchung zu MH17 kommt von Amateuren

Auf Nachfrage sagt ein Nato-Vertreter, die große Zahl schwerer Waffen in der Ostukraine widerspreche der Aussage, diese Waffen hätten die Separatisten von der Ukrainischen Armee erbeutet. Er verweist außerdem auf die Informationen russischer Nichtregierungsorganisationen. Aufklärungsergebnisse in größerem Stil zu veröffentlichen, lehnt die Nato ab. Weiterhin steht oft Aussage gegen Aussage: Die Nato behauptet, Russland sei direkt in den Konflikt involviert. Russland streitet das ab.

Die Informationspolitik der Nato lässt Raum für die russische Propaganda und ermöglicht die Ausbreitung von Verschwörungstheorien. „Ich habe mich schon oft über die spärlichen Infos der Nato geärgert“, sagt Christian Mölling von der Stiftung Wissenschaft und Politik, die Bundesregierung und Bundestag berät.

Einer, der die Informationslücke füllt, ist Elliot Higgins. Der Brite begann vor drei Jahren, Bilder und Videos aus dem Syrienkrieg systematisch auszuwerten. Higgins war arbeitslos und fügte in seiner Freizeit öffentliche Informationen zusammen. Er klärte Giftgaseinsätze auf und fand deutsche Waffen in den Händen der Rebellen. Mittlerweile beschäftigt sich sein Rechercheblog Bellingcat auch mit den Vorgängen in der Ukraine.

Ein Beispiel: Im Juli 2014 rollt durch die russische Stadt Kamensk-Schachtinski ein mobiles Flugabwehrsystem vom Typ Buk. Ein Nutzer des sozialen Netzwerks http://www.ok.ru holt sein Handy raus und dreht ein Video. Nach 12 Sekunden beendet er die Aufnahme, später stellt er sie ins Internet. Der Schnipsel ist ein Ausriss aus seinem Alltag, ohne herausgehobene Bedeutung. Doch bei Bellingcat wird das Video zu einem Kernstück einer Analyse. Im Hintergrund ist ein markantes Haus zu sehen, Bellingcat findet das gleiche Haus auf Google Maps und Google Street View. Damit ist klar, wo das Video entstanden ist. Bellingcat analysiert eine ganze Reihe an Bildern und Videos und kann so erstaunlich exakt den Weg der Buk-Rakete nachweisen. Das Fazit: Am 17. Juni befand sich das russische Raketensystem unter Kontrolle der Separatisten in der Ostukraine. An diesem Tag stürzte das Passagierflugzeug MH17 ab. Die Separatisten behaupteten, sie seien zu einem Abschuss in dieser Höhe nicht in der Lage, weil sie keine geeigneten Waffen dazu besäßen. Bellingcat beweist das Gegenteil.

Nato hat mehr Beweise, als sie vorlegt

Das Rechercheblog ist nur eins von vielen Projekten, bei denen private Akteure mit völkerrechtlich relevanten Recherchen auf Konflikte Einfluss nehmen. Die verlässlichsten Informationen über Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee stammen aus gut dokumentierten Vor-Ort-Befragungen der Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch. Auch in anderen Konflikten leisten private Organisationen Aufklärung. Im Januar dieses Jahres veröffentlichte Amnesty International Satellitenbilder des kommerziellen Anbieters Digital Globe und erhob Vorwürfe gegen die Terrororganisation Boko Haram: Die Bilder zeigen mehr als 3700 zerstörte Gebäude – ein deutliches Zeichen für ethnische Vertreibungen. Mit einer ähnlichen Methode dokumentiert eine vom US-Schauspieler George Clooney angestoßene Initiative die Lage des Bürgerkriegs im Sudan. Die Informationen sind wertvoll. Sie können politische Unterstützung, militärische Hilfe und Rüstungsentscheidungen beeinflussen.

Dank Handykameras, sozialen Medien und kommerziell verbreiteten Satellitenbildern wissen Beobachter heute viel mehr über Kriege, als die Kriegsparteien kontrollieren können. Die Nato aber betreibt im Wesentlichen weiter ihre Verlautbarungspolitik. „Auch die Nato könnte Informationen über Truppenbewegungen veröffentlichen“, sagt Militärexperte Mölling. Die Geheimdienste ihrer Mitgliedstaaten verfügen wahrscheinlich über die besten Radar-Satelliten der Welt. Wenn in der Ukraine ein Flugzeug abstürzt und in der Nähe befindet sich eine Buk-Rakete, müsste die Nato auch im Nachhinein aufklären und beweisen können, woher dieses Buk-System stammt und wie es an den Einsatzort kam. Und zwar nicht Monate, sondern Tage, vielleicht sogar nur Stunden nach dem Ereignis.

Stattdessen überlässt die Nato das Feld der russischen Propaganda. Die zielt bis tief in die westliche Bevölkerung; eigene Medienkanäle sollen Verunsicherung schaffen und die Wähler gegen ihre Politiker aufbringen. Mit Erfolg: Die diplomatischen Bemühungen europäischer Politiker werden als Kriegstreiberei abgetan, die Theorie einer faschistischen Verschwörung in der Ukraine ist auch in Deutschland verbreitet.

Warum handelt die Nato so?

Die Bilder der Spionagesatelliten würden der Propaganda keine Chance lassen. Allerdings werden sie nie veröffentlicht. Selbst der niederländische Sicherheitsrat darf für seine Untersuchungen zu MH17 wohl nicht darauf zugreifen. Im Zwischenbericht des Gremiums findet sich zumindest kein Hinweis darauf. Eine Serie von Bildern, die nachvollziehbar eindeutige Truppenbewegungen zeigt, hat die Nato im Ukrainekonflikt noch nie vorgelegt. Wenn die Nato doch einmal Belege zeigt, greift sie meist auf einzelne Satellitenbilder von „Digital Globe“ zurück – so wie die privaten Organisationen. Die Bilder zeigen dann die Stellungen von Panzern, Artillerie oder Flugabwehr. Von wann die Bilder stammen oder wo sie aufgenommen wurden, ist schwer zu beurteilen.

Bellingcat macht das anders. Satellitenbilder werden mit Fotos und Videos in Zusammenhang gesetzt. Detailversessen führt das Blog Beweise an, wann und an welchem Ort Aufnahmen gemacht wurden. Dabei spielt eine große Rolle, dass sich Bellingcat praktisch nur auf öffentlich verfügbare Informationen stützt und diese Informationen verlinkt. So kann jeder von zu Hause aus nachprüfen, für wie plausibel er die Berichte hält.

„Das Vorgehen von Bellingcat scheint systematisch und wissenschaftlich zu sein“, sagt Mölling. „Man muss kein Akademiker sein, um Wissenschaft zu betreiben.“ Was fehlt, sei lediglich eine systematische „peer review“, also eine kritische Überprüfung durch andere Experten. Doch da Bellingcat so nachvollziehbar arbeitet, dürfte diese Überprüfung jeder vornehmen können, der sich dazu berufen fühlt und entsprechende Fachkenntnisse hat. Bislang führte das nicht dazu, dass in Bellingcat-Analysen große Fehler gefunden worden wären. Das Blog genießt unter Experten einen exzellenten Ruf. Journalisten und Politikwissenschaftler bauen auf seinen Analysen auf. Die Nato profitiert davon, weil die Bellingcat-Studien bislang die offizielle Lesart der Ukraine-Krise bestätigen.

Sie selbst arbeitet aber weiterhin intransparent und setzt auf das Vertrauen der Bürger. Man wolle sich nicht auf einen Schlagabtausch mit Russland einlassen, heißt es bei der Nato. Allerdings tut sie genau das: Im Internet hat sie eine eigene Seite angelegt, auf der russische Propaganda richtiggestellt werden soll. Man engagiere sich auf Twitter, zeige einzelne Satellitenbilder, beantworte Tausende Journalistenanfragen und verschaffe Journalisten Zugang zu Nato-Einsätzen. Ihre Quellen über das russische Militär legt sie aber nicht offen.

Warum die Nato so zurückhaltend ist, dazu gibt es unterschiedliche Erklärungen. Zum einen will sie sich sicherlich nicht in die Karten schauen lassen, um einen strategischen Vorteil zu behalten. Darüber hinaus ist jede Entscheidung der Nato von ihren 28 Mitgliedstaaten abhängig. Eine Änderung ihrer Öffentlichkeitsarbeit wäre ein größerer diplomatischer Aufwand. Christian Mölling vermutet noch einen weiteren Grund: Die Nato möchte in der Ukraine-Krise nicht eingreifen. Je mehr sie die Einmischung Russlands an die Öffentlichkeit bringt, desto mehr setzt sie sich selbst unter Zugzwang – und macht damit die eigene Lage noch komplizierter.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Die-Nato-bleibt-undurchschaubar-article14578561.html

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Gruß nach Rußland
TA KI

Lilith Teil2 * Inanna, Lilith und der Huluppu-Baum *


Zur Erinnerung- Dieser Beitrag erschien hier bereits ma 21.Mai 2014

Die patriarchalen Religionen haben alle auf ihre Weise dazu beigetragen, die weibliche Stärke zu verleugnen oder zu verhindern. Das Christentum förderte diejenigen Rollenbilder der Weiblichkeit, die allgemein akzeptiert wurden: die brave und angepaßte Eva, die den Eigenschaften der Venus entspricht; und die Mutter Maria, die in ihrer ‚unbefleckten‘ Empfängnis zur Heiligen stilisiert wurde, sie läßt sich im Mond wiederfinden.

 

Lilith hingegen wurde mißachtet und dämonisiert; weil sie es wagte, eigenständig zu denken und zu handeln. Sie lebte ihre Kraft und wurde dafür verurteilt, als fortan allen Frauen drohendes Beispiel, wenn sie es ebenso wagen sollten, sich aus dem Ge- fängnis der Unterdrückung zu befreien. Lilith wurde zur einsamen Grenzgängerin. Verfemt und ausgestoßen, mußte sie sich lange verbergen. Erst die Frauenbewegun- gen, die ab Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, besonders ab den 70ern des 20. Jahrhunderts, forderten die Gleichberechtigung. Diese emanzipatorische Bewegung war wichtig, doch geht es nicht nur um gleiches Recht – denn was lange nicht verstanden wurde, ist die GleichWERTigkeit von Mann und Frau. So mußte Lilith ihre Grenzen neu ausprobieren und finden, in der Arbeitswelt und vor allem als Frau und Mutter. Lilith ist voller Geheimnisse, solange wir ihre wahre Stärke noch suchen. Sie konfrontiert uns deshalb mit dem Schmerz über unseren Mangel, dort wo sie im Radix steht.

 

Wenn wir unsere Weiblichkeit vervollkommnen möchten, und die Männer ihre innere Frau, kommen wir nicht darum herum, uns diesem Mangel zu stellen. Dabei könnten wir die wahre Kraft Liliths entdecken – und das ist unsere tiefste Angst, und unsere größte Sehnsucht zugleich.

Der Mythos bietet uns Möglichkeiten des Verstehens an. Und so möchte ich euch eine uralte Geschichte wiedergeben und deuten, die den inneren Konflikt zwischen Venus/Inanna/Eva und Lilith zeigt: von dem Unvermögen der Venus, die Stärke Liliths anzuerkennen, und von Liliths Schmerz, immer noch nicht anerkannt und geliebt zu sein.

 

Wenden wir uns also der sumerischen Göttin Inanna zu, der Vorläuferin der späteren Ishtar und Aphrodite/Venus, der Liebesgöttin; hier ist sie Königin des Himmels und der Erde. In einem alten Gedicht aus dem Gilgamesch-Epos finden wir bereits Hinweise auf Lilith und die weibliche Spaltung:

 

 

Inanna, Lilith und der Huluppu-Baum
In den ersten Tagen, in den allerersten Tagen,
in den ersten Nächten, in den allerersten Nächten,
in den ersten Jahren, in den allerersten Jahren,
in den ersten Tagen, als alles, was zum Leben nötig war, ins Sein gebracht wurde,
in den ersten Tagen, als alles, was zum Leben nötig war, angemessen ernährt wurde,
als der Himmel sich von der Erde fortbewegt hatte,
und der Name des Menschen festgelegt wurde,
als der Himmelsgott, An, die Himmel davongetragen hatte,
als der Luftgott, Enlil, die Erde davongetragen hatte,
als die Königin des Großen Unten, Ereschkigal, die Unterwelt beherrschte,

 

In diesen Zeiten pflanzte sich ein Baum, ein einzelner Baum,
ein Huluppu-Baum, an den Ufern des Euphrats ein.
Der Baum wurde von den Wassern des Euphrats genährt.
Der wirbelnde Südwind zog an seinen Wurzeln und zerrte an seinen Ästen,
bis die Wasser des Euphrats ihn davontrugen.
 Eine Frau, die in Ehrfurcht vor den Worten des Himmelsgottes An wandelte,
die in Ehrfurcht vor den Worten des Luftgottes Enlil lebte,
riß den Baum aus dem Fluß und sprach:
„Ich werde diesen Baum nach Uruk bringen.
Ich werde diesen Baum in meinen heiligen Garten pflanzen.“

 

Mit eigener Hand sorgte Inanna für den Baum.
Mit ihren Füßen stampfte sie die Erde um ihn herum fest.
Sie sprach zu sich selbst:
„Wie lange wird es wohl dauern, bis ich einen leuchtenden Thron habe?
Wie lange wird es wohl dauern, bis ich ein leuchtendes Bett besitze?“
Die Jahre gingen dahin; fünf Jahre, zehn Jahre.
Der Baum wurde dick, doch seine Rinde sprang nicht auf.
Dann schlug eine Schlange, die nicht bezähmt werden konnte,
ihr Nest in den Wurzeln des Huluppu-Baumes auf.
Der Anzu-Vogel setzte seine Brut in die Zweige des Baumes.
Und die dunkle Jungfrau Lilith baute ihr Haus in seinem Stamm.

 

Die junge Frau, die gerne lachte, weinte.
Und wie Inanna weinte!
Doch sie alle wollten ihren Baum nicht verlassen.

Inanna rief ihren Bruder, den Sonnengott Utu herbei,
doch Utu, der tapfere Krieger Utu,
wollte seiner Schwester Inanna nicht helfen.

Beim Anbruch der Morgendämmerung, als die Vögel zu singen anfingen,
rief Inanna ihren Bruder Gilgamesch herbei und sprach zu ihm:
„Oh Gilgamesch, in den Tagen, als die Schicksale beschlossen wurden,
als Überfluß das Land durchströmte,
als der Himmelsgott die Himmel und der Luftgott die Erde davontrugen,
als Ereschkigal das Große Unten als ihren Herrschaftsbereich erhielt,
da segelte der Gott der Weisheit, Vater Enki, hinab in die Unterwelt,
und die Unterwelt stand auf gegen ihn und griff ihn an…
In diesen Zeiten wurde ein Baum, ein einzelner Baum, ein Huluppu-Baum,
an den Ufern des Euphrats eingepflanzt.
Der Südwind zog an seinen Wurzeln und zerrte an seinen Zweigen,
bis die Wasser des Euphrats ihn davontrugen.
Ich riß den Baum aus dem Fluß heraus,
ich brachte ihn in meinen heiligen Garten.
Ich hegte den Baum, derweil ich auf meinen leuchtenden Thron
und mein leuchtendes Bett wartete.

 

Dann schlug eine Schlange, die nicht bezähmt werden konnte,
ihr Nest in den Wurzeln des Baumes auf,
und der Anzu-Vogel setzte seine Brut in die Zweige des Baumes,
und die dunkle Jungfrau Lilith baute ihr Haus in seinem Stamm.
Ich weinte.
O wie sehr weinte ich!
Doch sie alle wollten den Baum nicht verlassen.“

 

Gilgamesch, der tapfere Krieger Gilgamesch,
der Held von Uruk, stand Inanna zur Seite.
Gilgamesch befestigte eine Rüstung von fünfzig Minas Gewicht
an seinem Oberkörper.
Die fünfzig Minas wogen sowenig für ihn wie fünfzig Federn.
Er schwang seine Bronze-Axt über die Schulter
und betrat Inannas heiligen Garten.
Gilgamesch erschlug die Schlange, die nicht bezähmt werden konnte.
Der Anzu-Vogel flog mit seinen Jungen in die Berge.
Und Lilith zertrümmerte ihr Haus und entfloh an wilde, unbewohnte Orte.
Dann entwurzelte Gilgamesch den Huluppu-Baum.
Aus dem Stamm des Baumes schnitzte er einen Thron und ein Bett
für seine heilige Schwester.
Doch der Thron und das Bett waren aus totem Holz,
und sie konnten nicht leuchten.

 

Inanna/Venus hat diesen wunderschönen Huluppu-Baum gepflanzt, der symbolisch für Wachstum, Ausdehnung, Glück und Erkenntnis steht (Jupiter-Qualitäten). Sie ist traurig, weil ihr Glück getrübt scheint, dadurch, daß sich die Schlange, der Vogel und Lilith im Baum eingenistet haben. Inanna scheint nicht zu bedenken, daß sie diese Drei dringend braucht, um selbst ganz zu werden.

 

Die Schlange steht symbolisch für die ungebändigte Lebenskraft, sie wird auch mit der Kundalini-Energie in Verbindung gebracht, und für eine tiefe Wandlung, Häutung und Transformation. ‚Die Schlange, die nicht bezähmt werden kann‘ steht also für die unbändige Lebenskraft, die in jedem von uns steckt, wenn wir sie nur freilegen.

 

Der Anzu-Vogel, der mit seinen Jungen ein Nest im Huluppu- Baum bewohnte, ist ein Adler, der sinnbildlich für Freiheit, Weisheit und sinnübergreifende Erkenntnis steht. Und Lilith selbst bewohnte den Stamm des Baumes, also unsere ausgestoßene, wilde, lustvolle und starke Symbolfigur für das eigenständige Weibliche in uns.

 

Inanna/Venus begreift diese Zusammenhänge nicht, und läßt es zu, daß Gilgamesch, ein Mann, alle drei vertreibt; die Schlange, also die Lebenskraft, wird sogar erschlagen. Der Preis ist hoch: der Huluppu-Baum, Sinnbild für ihr Glück, wird dabei zerstört.

 

So liefern uns die alten Sumerer eine märchenanmutende Geschichte, über die Jahrtausende hinweg, und doch heute noch von immenser Bedeutung. Die Venus in uns – und das gilt für Männer genauso wie für Frauen – sollte sich bewußt machen, daß die liebevolle, doch angepaßte Seite nur einen Teil unserer Weiblichkeit dar- stellt. Wir dürfen Lebenskraft, Freiheit und Stärke nicht länger opfern für eine religiöse Vorstellung, die eindeutig auf Angst vor Machtverlust basiert.

 

Es gibt keinen Gott, der mit Bestrafung droht. Wenn Gott absolute und bedingungslose Liebe ist, hat er uns nicht dazu erschaffen, immer wieder Teilung, Zwiespältigkeit, Angst, Trennung und Ohnmacht zu erfahren. Wir müssen diese überholten Zwangsvorstellungen nun end- gültig loslassen, denn sie halten uns gefangen. Gott hat Mann und Frau völlig ebenbürtig erschaffen, denn er liebt alle seine Kinder gleichermaßen. Und Gott ist auch eine Göttin; eine Wesenheit, die Animus und Anima zur höchsten Vollendung gebracht hat.

 

Lilith ist ein großes Unrecht widerfahren. Ihre Rehabilitation ist notwendig und unumgänglich. Ihre Kraft und Ursprünglichkeit sind Eigenschaften, die wir annehmen und aus vollem Herzen bejahen sollten – damit verliert sie ihre angebliche ‚Gefährlichkeit‘. Andere Märchendeutungen, wie von der russischen Baba Yaga, oder der Wolfsfrau* bestätigen das nur. So wird es nötig sein, daß Venus und Lilith ihrer Sehnsucht endlich nachgeben und sich umarmen. Lilith ist der Inbegriff unserer Abspaltung der starken, wilden, sinnlichen Großen Göttin. Wer sie einlädt, zurückzukommen, erhält die Rückfahrkarte in das Paradies. * „Die Wolfsfrau“, Clarissa Pinkola Estés
 
Halbmond – Vollmond 
Die Schneegans ruft
Blätter rascheln
unter ihren Füßen
weich der Boden
es duftet nach Harz.Zart umhüllen sie
blaue Schleier
aufrechter Gang
Halbmond leuchtet
auf ihrer Stirn.Zehntausend Jahre
ist Lilith gewandert
ausgestoßen, doch mit
Hoffnung im Herzen
sucht sie die Versöhnung.

Am heiligen Stein
Vollmond leuchtet
wartet Inanna
die Lichtträgerin
mit offenen Armen.

Sehnsucht ruft
in ihren Augen
scheu und zärtlich
die Umarmung
ineinander versunken.

Die Zeit steht still
Sternschnuppen fallen
der Wald hält den Atem an
irgendjemand spielt Puccini
und Isis lächelt.

Ich bin es selbst
Tochter des Himmels
gerade angekommen
im Paradies.
Und wo bleibt Adam?

Osira

Impfen … wo liegt das Problem ? Ganz woanders !


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Es lohnt sich, sich komplexen Themen von verschiedenen Seiten zu nähern. Zu diesen Themen gehören auch die Impfungen, allen voran gegen die Masern, die aktuell in den Medien mal wieder ihren großen Auftritt haben, weil es Menschen gibt, die Impfungen generell kritisch gegenüberstehen und so, so heißt es, die Allgemeinheit gefährden. Dabei, so heißt es weiter, gilt bei Impfungen längst: The science is settled. Soll heißen: Wir kennen alle Zusammenhänge und wissen, dass Impfungen der Grund für den Rückgang vieler Erkrankungen, allen voran der Kinderkrankheiten, und deren Mortalität sind.
Nun, die Wahrheit dürfte indes ganz anders aussehen und man mag nicht glauben, was es mit den Lobeshymnen auf Impfungen wirklich auf sich hat. Das soll in diesem Dreiteiler zum Thema Impfen näher betrachtet werden, ganz ohne Verschwörungstheorien.

Wobei ich die Gelegenheit nutzen möchte, auf ein aktuelles Buch hinzuweisen, welches in der deutschen Ausgabe leider etwas verschwörerisch angehaucht daherkommt, bezogen auf die Wortwahl auf dem Cover. Der Originaltitel Dissolving illusions trifft es dagegen besser und wird dem Inhalt des Buches weitaus gerechter. Ein Inhalt, der alles übertrifft, was bisher auf dem deutschsprachigen Büchermarkt zum Impfthema erhältlich war, da hier das Impfen in einem zeitlichen Kontext betrachtet wird, der in den Medien leider gänzlich unberücksichtigt bleibt. Aber das kennt man ja zum Beispiel auch vom Klimawandel. Womit ich auch schon direkt beim eigentlichen Thema bin. Klimawandel ? Nein, Kontext.

Unser Körper ist auf eine ungestörte Kommunikation in allen Bereich angewiesen. Umso mehr, je mehr er sich in einem Kontext bewegt, der eine ungestörte Kommunikation mehr und mehr behindert. Gesellen sich aber zu Störungen im Außen noch Störungen im Innern des Körpers hinzu, wird eine ohnehin komplexe Geschichte obendrein auch noch ziemlich kompliziert, was ein idealer Nährboden für Probleme vielschichtiger Art ist, deren eigentlichen Ursachen immer schwieriger aufzudecken sind. Genau hier beginnt bereits das Dilemma mit den Impfungen, denn Impfungen, wie sie global und massenweise verabreicht werden, stören das Kontextverständnis des Körpers gleich auf dreifache Weise, nämlich zeitlich, örtlich und inhaltlich. Dazu ein paar Beispiele:

Man stelle sich vor, ein Ureinwohner aus den Tiefen des Amazonas taucht eines Tages vor den Pforten einer modernen Institution ( IPCCCDCIWF ) auf, welche es sich auf ihre Fahnen geschrieben hat, die Menschheit vor Katastrophen jeglicher Art zu bewahren, weshalb in diesem Institut zahlreiche Experten verschiedener Fachrichtungen versammelt sind. Besagter Ureinwohner, der eine Sprache spricht, die nur noch von 50 weiteren seiner Stammesmitglieder gesprochen wird, warnt nun, in seiner Sprache, die Mitglieder des Instituts vor einer nahenden Katastrophe. Er beschreibt Umstände, Folgen und die Herkunft der Katastrophe. Er gestikuliert wild, macht sonderbare Geräusche und auch sonst einen recht ungewöhnlichen Eindruck. Nun mag einer der Experten vielleicht ein paar Bruchstücke mit etwas Sinn füllen und sogar der Meinung sein, es ginge um ein Geschehen innerhalb der nächsten 5 Jahre. Jedoch ganz sicher sei er sich nicht. Was macht der Expertenrat ? Dem Eingeborenen, oder vielmehr der ”Übersetzung”, glauben und alles Mögliche versuchen, um seine Warnung besser zu verstehen ? Ausgerechnet jetzt, wo die roten Telefone des Instituts kaum mehr still stehen, weil aus aller Welt andere Experten anrufen und Belege für allerhand andere Probleme liefern ? Man wird den alten Mann fortschicken und sich wichtigeren, offensichtlicheren Dingen zuwenden. Vorgetragen von Menschen, die man auch versteht.

Der alte Mann steht in diesem Beispiel für das Impfen. Er präsentiert an einem Ort, welcher nicht seiner Natur entspricht, eine Nachricht, die nicht zu verstehen ist. Und auch die Bruchstücke, die, den Worten des Experten nach, einen zeitlichen Hinweis enthalten, werden falsch verstanden, weil die Eingeborenen keine Zeit in unserem Sinne verwenden. Doch selbst wenn sich alle Experten um die Nachricht kümmern und sich Computer ihrer Worte annehmen würden, käme niemals die eigentliche Aussage des alten Mannes dabei heraus, weil er ein Fremdkörper im Kontext des Instituts ist und bleibt, und seine Sprache einen Kontext abbildet, der den Experten, und ihren Computern, völlig fremd ist. Schließlich kam der Mann gar nicht um zu warnen …

Ein anderes Beispiel: Angenommen, man besucht ein ausverkauftes Konzert im größten Stadion der Welt. Wahnsinnsatmosphäre, Superstimmung, drei Stunden Ohrenschmaus und Gänsehaut pur. Man selbst mitten drin. Ein unvergessliches Ereignis. Mit Worten nicht zu beschreiben, nicht zu fotografieren und jede andere Form der Kopie ein Reinfall. Einzig das Original vermag zu überzeugen. Das dürfte Jedem einleuchten und auf der Hand liegen. Jede Kopie des Abends, egal, auf welchem Medium festgehalten, kommt nicht im Geringsten an ein selbst erlebte Konzertereignis heran und schafft eher andere Eindrücke des Konzerts, weil der Kontext des Konsums des Datenträgers ein anderer ist, als es der Kontext des Konzertes war. Erst recht, wenn man das Konzert nur als Kopie kennt und nicht anwesend war. Aber auch wenn man bei diesem Konzert selbst anwesend war und nun die Musik als CD hört oder das Konzert als DVD sieht, dann werden zwar Erinnerungen wach, aber die Kopie vermag nicht an das Original heranzukommen. Zumal man sich ja nun auch in einer anderen Gemütslage befindet, sich in einer anderen Umgebung aufhält, und jederzeit vorspulen kann, weil man noch etwas anderes zu erledigen hat, nebst vielen anderen Einflüssen.

Ein letztes Beispiel: Ein Augenzeuge des Holocaust schreibt ein Buch über seine schrecklichen Erfahrungen. Jahrzehnte später nimmt Jemand dieses Buch zur Hand, um einen Artikel über jene Zeit zu schreiben. Er weiß jedoch nicht, dass die Übersetzung des Buches sehr lieblos geschehen ist und viele Nuancen der bildhaften Sprache des Autors komplett verloren gegangen sind…  und damit viele Eindrücke, die in dieser Tiefe und Deutlichkeit noch von keinem Augenzeugen zuvor derart intensiv und eindringlich beschrieben worden sind. Trotzdem wird der Artikel zum Standardtext für Schulklassen, die sich mit dem Thema des Holocaust auseinandersetzen … ohne je auch nur eine Ahnung von den Qualen erspüren zu können, die der Autor des Buches am eigenen Körper durchlebt hat und die ihn sein Leben lang nicht mehr losgelassen haben.

Was hat das nun alles mit Impfungen zu tun, fragen sich jetzt Experten und alle anderen Befürworter von Impfungen und all Jene, die einen Impfzwang für absolut notwendig erachten ?!

Impfungen geschehen dort, wo die simulierte Infektion auf natürlichem Wege nicht ihren Anfang nehmen würde, nämlich in einem Muskel. Impfungen finden zu einer Zeit statt, die in einem anderen Kontext zu dem steht, was von Natur aus geschieht. Impfungen bringen Substanzen und Bestandteile in den Körper, die es in dieser Form, geschweige denn in dieser Kombination, nicht von Natur aus gibt. Impfungen entsprechen somit dem alten Eingeborenen, dem Datenträger des Konzertmitschnitts und dem Artikel über den Holocaust. Warum ?

An der Infektion des Körpers mit jenen Krankheiten, gegen die geimpft wird, allen voran den Kinderkrankheiten, sind maßgeblich die Schleimhäute von Hals, Nasen und Rachen beteiligt. Dort finden sich 95 Prozent der Immunantwort auf die Infektion. Eine Infektion, die stattfindett, weil der Kontext, in welchem sich der Körper bewegt, ein dynamisches Geschehen ist, aufgrund vieler verschiedener Umstände und Verbindungen. Auf die Folge dieser Dynamik reagiert der Körper innerhalb seines Verständnisses des Kontextes. Mittels Immunantwort, die auf den Schleimhäuten anders verläuft als im Muskelgewebe bzw. im Blut. Wozu gehört, dass der Körper unmittelbar auf den aktuellen Stand der Dynamik reagieren muss, und Informationen aus erster Hand benötigt, sprich, im Original, und dort seine Antwort konzentriert, wo der Kontakt stattgefunden hat. Nur so sind Missverständnisse vermeidbar und können die Reaktionen dergestalt ausfallen, dass der Körper mit allen ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Notwendigkeit einer Antwort nachkommen kann. In einer Form, die dem Kontext entspricht und sich nahtlos in die Dynamik einfügt. Andernfalls bekommt der Körper ein falsches Bild vom Kontext und richtet sich auch zukünftig danach.

Dieses falsche Bild geschieht, wenn in einen Muskel geimpft wird. Einem Ort, der fern der Schleimhäute sitzt und wo nur eine 5 prozentige Immunantwort zustandekommen kann, weil der Großteil der Immunantwort von diesem Geschehen gar keinen Wind bekommt, weshalb es nicht zu jenen Reaktionen kommt, die auf natürlichem Wege geschehen. Allen voran Fieber. Dass dieser Umstand Folgen haben muss, die nicht vorhersehbar sind, weil die Dynamik des Lebens sich fortwährend ändert und sich Kontexte an den Verlauf dieser Dynamik anpassen müssen, damit das Leben im Ganzen überhaupt so eingespielt ”funktionieren” kann, wie es geschieht, dürfte offensichtlich sein. Ist es aber, nicht minder, offensichtlich nicht, denn sonst gäbe es keine alljährlichen Impfdiskussionen.

Wenn nun aber Impfstoffe über Nasenspray verabreicht werden könnten, woran die Forschung schon länger forscht, dann kämen wir dem Original doch näher, oder ? Zwar wäre dann der örtliche Kontext hergestellt, doch verbleiben noch die Aushebelung des zeitlichen und des inhaltlichen Kontextes. Kämen die Experten des Institutes zum alten Mann in den Amazonas, würde sich nichts an den Missverständnissen und dem Unverständnis im Allgemeinen ändern. Und das Konzert von CD oder als mp3 direkt vor Ort, aber zu einer anderen Zeit, vielleicht eine Woche später, zu hören, ändert auch nichts an den fehlenden Eindrücken, erst recht, wenn dann wieder Fußball im Stadion gespielt wird. Gleiches gilt für den Schreiber des Artikels über den Holocaust. Den Ort des Schreckens als Unbeteiligter Jahrzehnte später aufzusuchen, mag seine Wirkung nicht verfehlen, aber es ist eine andere, der man zudem jederzeit wieder entgehen kann.

Gäbe es keinen zeitlichen, örtlichen und inhaltlichen Kontext, dann wäre keine Kommunikation in keiner Sprache möglich. Insbesondere auch unser Immunsystem nicht, spielen diese Kontexte doch die wesentliche Rolle, damit unser Körper nicht allergisch auf Ungereimtheiten reagiert. Zum Beispiel auf natürliche Stoffe, die ihm in der Vergangenheit gänzlich vertraut waren, sprich, im Einklang mit jenem Kontext, in dem der Körper sich durch seine Lebensgeschichte bewegte.
Aber, mag man jetzt einwerfen, Impfen funktioniert doch, egal, wie es um welchen Kontext auch immer steht, spricht doch der sogenannte Titer, als Immunantwort, seinerseits eine deutliche und unmissverständliche Sprache. Hier nimmt das Dilemma mit den Impfungen seinen Lauf … wie im zweiten Teil offensichtlich werden wird …

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die Goldene PHI(l)harmonie
Gemeinsam ins Tal
Ich LIEBE meinen Tumor

Quelle: http://faszinationmensch.com/2015/02/27/impfen-wo-liegt-das-problem-ganz-woanders/

Gruß an die Begreifenden

TA KI