Anti-Homosexuellen-Gesetz in USA sorgt für Proteste


auch-in-den-usa-gehen-menschen-fuer-die-rechte-homosexueller-auf-die-strasse-Im US-Bundesstaat Indiana ist eine hitzige Diskussion um ein Gesetz „zur Wiederherstellung der religiösen Freiheit“ entbrannt. Kritiker sehen darin die rechtliche Legitimierung, Homosexuelle in Zukunft ohne Strafe öffentlich zu diskriminieren. Prominente und bekannte Sportler sind empört über den Vorstoß des erzkonservativen Gouverneurs Mike Pence, der rückwärtsgewandt und wie aus einer dunklen Zeit erscheint. Und sie nutzen ein Millionenpublikum, um auf ihren Protest aufmerksam zu machen.

Unter dem Deckmantel „religiöse Freiheit“ könnten ab dem 1. Juli, wenn das Gesetz in Kraft treten soll, Homosexuelle in Indiana ohne juristische Folgen benachteiligt werden. So dürften sich etwa Ladenbesitzer weigern, Schwule oder Lesben zu bedienen. Unternehmer könnten ihnen einen Job verwehren. Der Republikaner Pence sieht darin einen Schutz gläubiger Bürger.

Mit dem Argument religiöser Freiheit und Schutz Gläubiger wurden in der Geschichte der Vereinigten Staaten selbst Rassentrennung und die Unterdrückung schwarzer Amerikaner gerechtfertigt. Und Pence dürfte viele Unterstützer finden: In Indiana gehörten einst ein Viertel der weißen Männer zum Ku-Klux-Klan. Allein 50.000 waren in Indianapolis als zahlende Mitglieder registriert.

Sportevent als Anlass massiver Kritik

Die Kritiker des Gesetzes melden sich vor dem anstehenden Finale der Basketball-College-Liga NCAA zu Wort – und zwar deutlich.

„In jedem Staat, in dem es Anti-Schwulen-Gesetze gibt, sollte es keine Großveranstaltungen wie den Super Bowl oder das Final-Four geben“, sagte US-Basketball-Legende Sir Charles Barkley, der in den 1990er Jahren für die Phoenix Suns und die Houston Rockets auf Korbjagd ging und mittlerweile als Fernsehkommentator arbeitet. In Indianapolis, der Hauptstadt von Indiana, steigt vom 4. bis zum 6. April das Finale im US-College Basketball, auch „Final Four“ genannt.

Sportverbände kündigen Schutz der Spieler an

Zu den Partien im Kampf um den Titel im College-Basketball im Lucas Oil Stadium, der Heimstätte des NFL-Football-Teams Indianapolis Colts, werden rund 70.000 Fans erwartet. Millionen von Amerikanern sitzen vor den TV-Geräten. In Indianapolis, einer Sportstadt mit langer Tradition, haben zudem zahlreiche US-Sportverbände ihren Sitz, zudem gibt es Profi-Teams im Football und Basketball.

„Wir werden alles tun, damit die Spieler und Besucher nicht unter diesem Gesetz leiden“, sagte der Präsident der National Collegiate Athletic Association (NCAA), Mark Emmert. Immer wieder outen sich Profisportler als homosexuell. Die NCAA allerdings, die jedes Jahr mehr als eine Milliarde Dollar aus Fernsehlizenzen einnimmt und den größten Teil an die Universitäten verteilt, tut sich schwer, eine konsequente Linie zu fahren.

NBA macht Front gegen Schwulenhasser

Helfen könnte da die Haltung der einflussreichen National Basketball Association (NBA). Die teilte mit, das Gesetz widerspreche den Prinzipien von „Inklusion und gegenseitigem Respekt“ des Basketballs. Erst im vergangenen Jahr entzog die NBA dem rassistischen weißen Teambesitzer der Los Angeles Clippers, Donald Sterling, die Lizenz.

Das beste Beispiel bot die Solidarität rund um das Comingout des homosexuellen Basketballprofis Jason Collins vor zwei Jahren. Zahlreiche Football-Profis engagierten sich derweil öffentlich in der Auseinandersetzung um die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_73509584/anti-homosexuellen-gesetz-in-indiana-promis-sagen-mike-pence-den-kampf-an.html

Gruß an die verdrehte Welt

TA KI

 

2 Kommentare zu “Anti-Homosexuellen-Gesetz in USA sorgt für Proteste

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