Nasrallahs Abrechnung mit den Saudis


Das Ziel des Krieges sei es, die Kontrolle und die Hegemonie Saudi-Arabiens über den Jemen wieder herzustellen

Der am 25. März von 10 arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens und mit Hintergrundunterstützung der USA eröffnete Krieg gegen den Jemen – genauer: gegen die seit Herbst 2014 dort herrschenden schiitischen Houthis (Ansar Allah) und gegen die mit ihnen verbündeten Einheiten der jemenitischen Armee – wird von dieser Allianz als ein präventiver Verteidigungskrieg gegen die Bedrohung durch den Iran gerechtfertigt. Genau so begründet auch der nach Saudi Arabien geflohene ehemalige jemenitische Präsident Hadi seinen am 13.04.2015 in der New York Times erschienenen Aufruf an diese Allianz, die Houthis und deren Verbündete bis zu deren Niederlage zu bekämpfen (siehe auch: Einkreisungsängste in Riad). Die meisten der westlichen Medien folgen dieser Sicht.

Der schärfste Widerspruch gegen diese weit verbreitete Deutung des Jemen-Krieges stammt von dem Generalsekretär der libanesischen Hisbullah, Hassan Nasrallah. Dessen TV-Rede vom Abend des 27. März 2015 enthält zugleich eine umfassende Abrechnung mit der Politik von Saudi-Arabien und dessen Verbündeten, insbesondere denen in der Arabischen Liga. Nach Nasrallahs Auffassung wird auch dieser Angriffskrieg – wie die vergleichbaren Kriege gegen Afghanistan, den Libanon und den Irak – in einem Desaster für die Angreifer enden.

Im Kriegskontext verlieren auf beiden Seiten selbst ansonsten triviale Unterscheidungen – wie etwa die zwischen dem zu-Wort-kommen-Lassen, dem Anhören, dem Verstehen-Wollen und dem Akzeptieren bzw. gar Billigen einer abweichenden Meinung – jeglichen Wert. Kriegen fällt nicht nur als erstes die Wahrheit zum Opfer. Noch schlimmer ist: Absoluter Realitätsverlust wird, indem jede abweichende Meinung zum Verbrechen erklärt wird, automatisch zur allseits geforderten Norm.

Der saudischen Verteufelung des Iran stellt Nasrallah sein Bild eines fast schon überirdisch guten Iran gegenüber. Die Grundprämisse, wonach es bei dem jemenitischen Stellvertreterkrieg um einen Kampf zwischen Gut und Böse geht, bestimmt demnach die Sichtweisen beider Seiten. Nur eben mit vertauschten Rollen. Iran = das Böse für die Saudis = das Gute für Nasrallahs Hisbullah.

Wer hat Recht? Wer diese Frage so auch nur stellt, sitzt selbst schon in einer fundamentalistischen Falle. Geht’s nicht auch anders? Wer auch beim Blick auf den Jemenkrieg die Realität nicht aus den Augen verlieren will – nun ja, was sollte der tun?

Nasrallah bei seiner Rede

Audiatur et altera pars / Man höre auch die andere Seite – diese Maxime wird gerade dann am wenigsten befolgt, wenn sie am nötigsten ist: in Kriegszeiten. Wir dokumentieren Nasrallahs direkt an die Saudis adressierte Rede in der von Georg Meggle bearbeiteten (gekürzten und frei übertragenen) Fassung.

Nasrallahs Abrechnung mit den Saudis

Hassan Nasrallahs Rede

.
Gruß an die Verhandler
TA KI

Dürre und Spekulationen: Natürliche Lebensmittel künftig nur für die Super-Reichen? – update


….dieser Beitrag erschien schon einmal am 22.4.2014

Bei den Lebensmitteln droht eine massive Spaltung der Welt: Wegen zahlreicher Naturkatastrophen und Finanzspekulationen werden die Preise in den kommenden Jahren explodieren. Eine denkbare Variante: Die Feudal-Eliten können sich das teure „natürliche“ Essen leisten. Für den Rest der Menschheit (99%) gibt es Fressen aus dem Computer. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Gute Nahrung für Reiche

Bis zum Ende dieses Jahrzehnts werden sich die Preise für Lebensmittel in den USA verdoppeln. Die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln wird stetig steigen, zudem sorgen Dürren und Spekulationen für einen weiteren Preisanstieg.

Für die hohen Preise in den USA ist vor allem die Dürre in Kalifornien verantwortlich. Möglicherweise könnte diese ein Jahrhundert anhalten, so Wissenschaftler Lynn Ingram zu CBS News. Sollte das tatsächlich der Fall sein, werden die Preise jedes Jahr enorm steigen.

In Europa ist die Lage nicht entspannter: Die Finanzkrise hat dramatische Folgen für die gesamte Bevölkerung. Die Lebenssituation hat sich in allen untersuchten Ländern verschlechtert, 120 Millionen Menschen in Europa sind armutsgefährdet und müssen mit Nahrungsmitteln unterstützt werden (mehr hier). Auch in Deutschland wächst die Zahl der Notleidenden.

Denn auch hierzulande verteuern sich die Lebensmittel, im vergangenen Jahr um rund 4,4 Prozent – so stark wie seit fünf Jahren nicht. Für Kartoffeln zahlten die Deutschen 29 Prozent mehr als im Vorjahr (hier).

Deshalb haben die großen Finanz-Investoren ein lohnendes neues Betätigungsfeld gefunden: Sie investieren in Technologien, die natürliche Ernährung überflüssig machen sollen. Damit könnten, so ist die Hoffnung der internationalen Eliten, alle Probleme der Menschheit im Zeitalter der knappen Ressourcen gelöst– und zudem die eigenen Taschen gefüllt werden.

Allein 2012 flossen so 350 Millionen Dollar in junge Start-Ups – 37 Prozent mehr als noch 2011. Zu diesen jungen Unternehmen gehören unter anderem Hampton Creek Foods, Beyond Meat und Modern Meadow (hier). Alle drei wollen bei der Herstellung ihrer Produkte auf die herkömmlichen Zutaten verzichten bzw. diese ersetzen. Dabei geht es um einen Ei-Ersatz, Hühnerstreifen, die wie echtes Hühnerfleisch schmecken und aussehen sowie Fleisch, dessen Eltern Stammzellen und 3-D-Drucker sind.

In London wurde der erste im Labor gezüchtete Burger vorgestellt. Das Fleisch wurde aus den Stammzellen eines Rinds erzeugt – die Entwicklung kostete 250.000 Euro (hier). Es schmeckt fast wie Fleisch, aber nicht so saftig, sagte ein Lebensmittel-Experte nach dem Verzehr.

In die Entwicklung von Nahrung aus dem 3-D-Drucker wird ebenfalls massiv investiert. Foodini, der erste Essens-Drucker für zuhause, der Burger, Pizza und Pasta herstellt, soll für unter 1.000 Dollar zu haben sein, so die Hersteller (hier).

Weltweit muss die Nahrungsmittelproduktion bis Mitte des Jahrhunderts um 60 Prozent gesteigert werden. Grund ist, dass die Weltbevölkerung bald die 9-Milliarden-Marke übersteigen wird. Anderenfalls komme es zu einer Verknappung der Lebensmittel (hier). Die Folgen wären soziale Unruhen und weltweite Bürgerkriege, warnt die UN.

Der massive Einsatz von Pestiziden hat die Ackerflächen weltweit schwer geschädigt. Eine Studie zeigt, dass das Ökosystem der Erde durch Insektengifte bereits nachhaltig gestört ist. Jedes Jahr geht ein Prozent der weltweiten Anbauflächen durch Erosion verloren (hier). Somit drohen Hungersnöte – für die Schwellenländer und den reichen Westen. In China sind bereits mehr als 3,3 Millionen Hektar Ackerland verseucht. In der Sperrzone dürfen keine Lebensmittel mehr angebaut werden. Die chinesische Regierung will Milliarden Yuen investieren, um Ackerland zu retten (hier). Rund 70 Prozent des chinesischen Bodens ist bereits belastet.

Es geht allerdings auch anders: Investor Doug Bell warnt vor einer fortgesetzten, brutalen Ausbeutung der landwirtschaftlichen Nutzflächen. In Uruguay will er mit einem Musterprojekt zeigen, dass es auch ohne Monsanto geht. Das Projekt setzt auf lokale Firmen und Kooperativen – und kommt ohne Weltbank oder IWF zu nachhaltigen Ergebnissen (hier).

.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/21/duerre-und-spekulationen-natuerliche-lebensmittel-kuenftig-nur-fuer-die-super-reichen/

Gruß an die Menschen

TA KI

Stromleitungen erzeugen Feuerbälle in Südtirol – Teilweise durch Baumstürze und verursachen Stromausfälle


Bild

© Heino Willeit
Der Feuerball war weit sichtbar.

Erst ein Knall und dann Feuerschwaden: Um 20.30 Uhr kam es in der Gemeinde Aldein zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall, der Teile der Stromversorgung in Mitleidenschaft zog.

„Es sind Bäume in die Hochspannungsleitung gestürzt“, hieß es von der Bozner Berufsfeuerwehr unmittelbar nach dem Vorfall. Damit konnte die Wehr schon einmal für Beruhigung sorgen.

Denn: Der Knall und der anschließenden Feuerball war auch im Überetsch und Unterland gut zu sehen – der Himmel über Aldein und Petersberg rötlich schimmernd.

„Und es riecht verbrannt“, schrieb ein Eppaner in die STOL-Redaktion.

Ein weiterer STOL-Leser ließ der Redaktion am Mittwoch noch ein Video zukommen. Der Filmende befand sich in Girlan.

Die Feuerwehren der Umgebung wurden alarmiert und sind ausgerückt. Zum Vorfall kam es unweit des Mösslerhofes außerhalb von Aldein im Ortsteil Winkl.

Nach letzten Erkenntnissen sollen zwei Kabel der Hochspannungsleitung zusammengeknallt sein und den Feuerball ausgelöst haben.

Auch Wald fängt Feuer

„Durch die Funken hat auch der Wald Feuer gefangen, die Wehren mussten die genaue Stelle aber erst lokalisieren und erreichen“, so die Berufsfeuerwehr.

„Zum jetzigen Zeitpunkt sind 95 Prozent der Flammen gelöscht“, hieß es von der Feuerwehr Aldein um 22 Uhr. Im Einsatz standen auch die Wehren von Petersberg, Holen, Radein, Neumarkt, Truden, Montan und San Lugano.

Ein Ast, der auf die Leitungen flog, soll zum Vorfall geführt haben.

Stromausfall in großen Teilen

In Teilen von Bozen war in der Folge der Strom ausgefallen. „Es ist wahrscheinlich, dass dies mit dem Vorfall in der Gemeinde Aldein zusammenhängt“, so die Berufsfeuerwehr.

Indes wurde in Montiggl ein ähnlicher Vorfall gemeldet. Wieder sollen Stromleitungen Auslöser eines Brandes gewesen sein (STOL hat berichtet).

stol/ker

http://de.sott.net/article/17080-Stromleitungen-erzeugen-Feuerballe-in-Sudtirol-Teilweise-durch-Baumsturze-und-verursachen-Stromausfalle
.
Gruß an die Südtiroler
TA KI

Nachtwölfe MG Russland kommt nach Deutschland


Zum Frühlingsanfang startete die US-Armee einen Konvoi („Dragoon Ride„), der sich als „Machtdemonstration Richtung Russland„, also gegen den einstigen Verbündeten aus dem Zweiten Weltkrieg, richten sollte. Auf 1800 Kilometer führte der Konvoi, der überwiegend aus Radpanzern bestand, durch Estland, Lettland, Litauen, Polen und Tschechien nach Deutschland. Nicht ohne in mehreren Städten Werbeveranstaltungen abzuhalten und an Militärmanövern teilzunehmen.
Was die Gringos mit ihren Panzern veranstalten, erledigen wir mit unseren Motorrädern. Und wenn die Merkel nicht nach Moskau kommt, kommen wir eben nach Berlin.
Der legendäre russische Motorradklub „Nachtwölfe“ hat nun bekannt gegeben, vom 25.4. bis zum 9.5.2015 eine Reise unternehmen zu wollen. Eine Reise über 3.500 km, die die Kradgilde von Moskau aus über Minsk, Brest, Breslau, Brünn, Bratislava, Wien, München, Prag und Torgau nach Berlin führen soll. In Berlin sollen dann das im Stadtteil Karlshorst gelegene Deutsch-Russische Museum und das sich in Treptow befindende Sowjetische Ehrenmal besucht werden.
Bleibt abzuwarten, wie die Blockflötenpolitiker, Meinungsmacher und Ordnungshüter in den „Freiheit wird bei uns am größten geschrieben„-Staaten auf das Vorhaben der „Nachtwölfe“ reagieren werden.
Wenn sie den Konvoi nicht verhindern können, dann ist mindestens von Schikane auszugehen.
Es ist wünschenswert, wenn die Rocker aus Russland auf möglichst viel Solidarität stossen würden. Man kann sich beispielsweise dem Konvoi anschließen, gemeinsam gedenken oder, wenn man an der Fahrstrecke wohnt, deutsche und russische Fahnen aushängen.
Der ein oder andere mag das vielleicht als unpatriotisch ablehnen, weil er zum Beispiel nicht die Sowjetunion glorifizieren möchte. Darum geht es aber nicht. Es geht darum, an einen Krieg zwischen unseren Völkern zu erinnern und es geht vor allem darum, einen zukünftigen Krieg zwischen unseren Völkern zu verhindern. Und es gilt Präsenz zu zeigen, um den Russen deutlich zu machen, dass Merkels Politik, die antirussische Medienhetze und das Säbelrasseln der NATO in Deutschland – im Land der Kuttenverbote – Gegner hat.
Kaum auszudenken, welchen Eindruck es bei den Russen hinterlassen dürfte, wenn sie nirgends ein Zeichen der Freundschaft entdecken könnten, dafür aber vielleicht in Treptow auf frisch gesprühte Hakenkreuze treffen würden. Dann wäre es egal, ob diese dann von V-Männern aus der rechten Szene oder den Schlägertruppen des Großkapitals (Antifa) gesprüht worden sind. Was dann in Deutschland den Debattierklubs und Stammtischen als willkommene Zeitverschwendung dienen könnte, würde in Russland gewiss für Enttäuschung sorgen.
Wahrscheinlicher Reiseverlauf im deutschen Sprachgebiet (anklicken vergrößert die Ansicht)
.
Gruß an die Motorradfahrer
TA KI

DER FEHLENDE PART: Europas politischer Einheitsbrei. Nicht Frei aber Korrekt [E 104]


Der Bild-Boykott der Nicht-Bild Leser erreicht seinen Höhepunkt. Doch können sich täglich zwei Millionen Leser wirklich irren?
Hugh Bronson, stellvertretender Sprecher der AfD Berlin, zum Thema „ Wo liegt die Grenze zwischen den System-und Anti System Parteien?“
Die „Jagd auf Snowden“ hat begonnen. Der Film über den Top-Whistleblower feiert heute Premiere
Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com

https://terraherz.wordpress.com/2015/04/13/der-fehlende-part-europas-politischer-einheitsbrei-nicht-frei-aber-korrekt-e-104/

.

Gruß an den Einheitsbrei

TA KI

Faschisten als Vorbild


KIEW/BERLIN
(Eigener Bericht) – Mit einem Außenministertreffen zum Ukraine-Konflikt hat die Bundesregierung am gestrigen Abend die Umsetzung des Minsker Abkommens voranzubringen versucht. Während Kiew und die NATO den Aufständischen im Donbass und Russland die Schuld an Verstößen gegen den Waffenstillstand geben, behindert die von Berlin protegierte Regierung der Ukraine den Friedensprozess, schränkt zudem die Meinungsfreiheit im Inland massiv ein und verschärft die Zensur. Laut Berichten etwa der OSZE setzen ukrainische Einheiten ihre Offensiven im Osten des Landes trotz des Waffenstillstands fort. Gleichzeitig verbietet das Parlament jegliche Form öffentlichen Eintretens für kommunistische Organisationen und das Zeigen kommunistischer Symbole. Organisationen von NS-Kollaborateuren und ihren Nachfolger sind von keinem Verbot betroffen; im Gegenteil: Angehörige faschistischer Verbände erhalten hochrangige Posten in den ukrainischen Repressionsapparaten. Der Geheimdienstchef kündigt das Anknüpfen an Methoden faschistischer NS-Kollaborateure aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs an. Zudem werden Filme verboten, die ein positives Bild des russischen oder des sowjetischen Staats oder ihrer Angestellten vermitteln. Der staatlich verordnete Russland-Hass lässt neue Abspaltungsbewegungen in der russischsprachigen Bevölkerung der prowestlich gewendeten Ukraine nicht mehr ausgeschlossen erscheinen.
Gespräche
Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, der Ukraine und Russland hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier am gestrigen Montagabend in Berlin über die Umsetzung des Minsker Abkommens verhandelt. Die Lage sei sehr verfahren, hieß es am Rande der Gespräche; man müsse mit Macht auf die Einhaltung des Waffenstillstands dringen.
Friedensprozess
Während Kiew die Aufständischen im Donbass beschuldigt, den Waffenstillstand zu brechen, und die NATO zum wiederholten Male ohne jeden Beleg behauptet, Moskau rüste die ostukrainischen Aufständischen im Widerspruch zum Minsker Abkommen weiterhin auf, räumen selbst deutsche Medien inzwischen ein, dass die Umsetzung des Abkommens von der ukrainischen Regierung verzögert wird. Zwar habe das ukrainische Parlament mittlerweile „den Sonderstatus und die Selbstverwaltungsrechte für das Donbass gebilligt, wie im Minsker Maßnahmenpaket vorgesehen“, heißt es; doch verweigere die Regierung „den Vollzug des Gesetzes“ mit der Begründung, es müssten in den aufständischen Regionen zunächst Wahlen nach Kiewer Recht abgehalten werden.[1] Präsident Petro Poroschenko könne sich insgesamt „nicht mehr sicher sein, für die vor zwei Monaten in Minsk gemachten Zusagen noch über eine parlamentarische Mehrheit in der Rada zu verfügen“. Auch der Waffenstillstand wird von Kiewer Truppen gebrochen. Wie die OSZE-Beobachter in der Ostukraine berichten, wurden etwa am Samstagabend Panzergranaten aus einem von Regierungstruppen kontrollierten Gebiet abgefeuert.[2] Sogar die ukrainische Regierung räume ein, dass am Sonntag eine ihrer Einheiten – vermutlich das Bataillon des „Rechten Sektors“ – eine militärische Offensive gestartet habe.[3] Aus Donezk wurde erneut massiver Beschuss gemeldet. Unbestätigten Berichten zufolge kamen auch die Schüsse, denen am Sonntag ein Journalist am Flughafen in Donezk zum Opfer fiel, von Kiewer Seite.[4]
Meinungsfreiheit
Unterdessen schränkt die von Berlin protegierte Regierung der angeblich befreiten Ukraine die Meinungsfreiheit drastisch ein. Am vergangenen Donnerstag hat das Parlament in Kiew ein Gesetz verabschiedet, das jegliche Form öffentlichen Eintretens für „Kommunismus und Nationalsozialismus“ untersagt. Dies gilt für den Gebrauch von Symbolen wie Hammer und Sichel oder für rote Fahnen, aber auch für Straßennamen, Gedenktafeln und Denkmäler, die an Personen aus der sowjetischen Ära erinnern. Bei Verstoß droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Beobachter gehen davon aus, dass das Gesetz auch dazu dienen soll, die Kommunistische Partei zu verbieten. Ein solches Verbot strebt die Regierung seit dem vergangenen Jahr an, ist bislang aber an der Justiz gescheitert. Dies hatte zuletzt zu Überlegungen von Justizminister Pawlo Petrenko aus der „Volksfront“-Partei von Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk geführt, die gesetzlich verankerte Unabhängigkeit der Richter aufzuheben.[5] Nur zwei Tage nach dem Parlamentsbeschluss gegen „Kommunismus und Nationalsozialismus“ hat eine militant antirussische Organisation ein Video ins Internet gestellt, das den Sturz dreier Denkmäler aus sowjetischer Zeit in der ostukrainischen Stadt Charkiw zeigt. Polizisten sahen zu, wie vermummte Aktivisten die Denkmäler niederrissen.[6]
Freiheitskämpfer
Dass der Parlamentsbeschluss vom vergangenen Donnerstag sich faktisch ausschließlich gegen die ukrainische Linke richtet, zeigt sich daran, dass die Werchowna Rada am selben Tag Aktivisten der faschistischen „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) und ihres militärischen Ablegers, der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA), zu „Freiheitskämpfern“ für die Unabhängigkeit der Ukraine erklärte. OUN und UPA kämpften im Zweiten Weltkrieg an der Seite der Deutschen gegen die Sowjetunion. OUN-Milizionäre beteiligten sich nach dem Einmarsch in Lwiw im Juni 1941 an der Ermordung Tausender Juden; UPA-Milizionäre waren später in ihren Operationsgebieten ebenfalls an der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung beteiligt und massakrierten zudem mehr als 90.000 Menschen polnischer Muttersprache.[7] Anführer von OUN und UPA, insbesondere OUN-Führer Stepan Bandera, werden in der Westukraine mit zahllosen Denkmälern geehrt. Sie haben Anhänger nicht zuletzt in faschistischen Bataillonen, die im ostukrainischen Bürgerkrieg kämpfen.
Traditionsbewusst
Darüber hinaus dringen Mitglieder faschistischer Polit-Organisationen, die in erklärter Nachfolge zur OUN stehen, in führende Posten der ukrainischen Repressionsapparate vor. So ist bereits Anfang November 2014 Wadim Trojan, ein ehemaliges Mitglied der Faschisten-Verbände „Patriot der Ukraine“ und „Rechter Sektor“, zum Polizeichef der Oblast Kiew ernannt worden. Vor einigen Tagen ist zudem der Führer des „Rechten Sektors“, Dmitro Jarosch, zum Berater des ukrainischen Generalstabschefs ernannt worden. Weit davon entfernt, einem Verbot faschistischer Vereinigungen wie derjenigen das Wort zu reden, denen Trojan und Jarosch entstammen, hat kürzlich Walentin Naliwajtschenko, der Leiter des ukrainischen Geheimdiensts SBU, erklärt, er werde künftig bei der geheimdienstlichen Arbeit auf Erfahrungen geheimdienstlich tätiger Strukturen von OUN und UPA zurückgreifen. Der SBU müsse „nichts eigens neu erfinden“, teilte Naliwajtschenko in einem Interview mit. Er könne vielmehr auf „Traditionen und Vorgehensweisen der OUN-UPA-Dienste aufbauen“, die ebenfalls gegen eine „temporäre Besetzung des Landes“ hätten kämpfen müssen.[8]
Kulturpolitik
Den Zielen in OUN-Nachfolge stehender Organisationen, etwa des „Rechten Sektors“, entspricht ein Gesetz, das die Werchowna Rada bereits eine Woche vor dem Kommunismus-Verbot vom 9. April beschlossen hat.[9] Das Gesetz, das am 2. April verabschiedet wurde, schließt an das Verbot von insgesamt 14 russischen Fernsehsendern in der Ukraine an, das bereits im August 2014 verhängt wurde. Es stellt das Betrachten von Filmen aller Art unter Strafe, in denen russische oder sowjetische Staatsorgane und ihr Personal positiv dargestellt werden. Wer ein „positives Bild von Angestellten des Aggressorstaates“ vermittle, müsse verfolgt werden, heißt es zur Begründung. Dies gilt für sämtliche Filme unabhängig vom Herkunftsland; auch Hollywood-Streifen sind betroffen, wenn sie Russland oder die Sowjetunion nicht in negativem Licht erscheinen lassen. Unabhängig davon arbeitet Kiew daran, den Verkauf russischsprachiger Bücher zu reduzieren, und hat Einreiseverbote gegen eine Vielzahl von Künstlern verhängt, die sich politisch auf Russlands Seite schlagen. Letzteres ist inzwischen auch im Westen üblich. Erst vor wenigen Tagen wurde in Kanada ein Auftrittsverbot gegen eine ukrainische Pianistin verhängt, die die politischen Auffassungen der Kiewer Führung nicht teilt. Auch in Deutschland kam es bereits zu Auftrittsverboten für politisch als „unzuverlässig“ eingestufte Musiker.
Der Pakt
Die Maßnahmen, die man kaum anders denn als staatlich verordneten Russland-Hass einstufen kann, zeigen Wirkung in der Ukraine, in der sich bis heute ein signifikanter Teil der Bevölkerung als „russisch“ einstuft oder zumindest Sympathien für Russland hegt. In den vergangenen Tagen wurde etwa von erstarkendem Separatismus aus Odessa berichtet. Eine klare Mehrheit der dortigen Bevölkerung spricht Russisch; viele Einwohner lehnen den krassen Nationalismus der Westukraine, der unter westlicher Hegemonie auf dem Vormarsch ist, dezidiert ab. Neue Sezessionsunruhen sind angesichts der antirussischen, OUN und UPA verherrlichenden Politik der von Berlin an die Macht gebrachten und bis heute protegierten Regierung in Kiew nicht auszuschließen. Einwände der Bundesregierung gegen diese Politik sind nicht bekannt. Tatsächlich entsprechen die Maßnahmen präzise dem Ziel, das Berlin in der Ukraine seit je verfolgte: das Land jeglichem russischen Einfluss zu entreißen und der eigenen Hegemonialsphäre einzuverleiben. Der Pakt mit Faschisten, den die ukrainische Opposition – begleitet von deutschen Stellen (german-foreign-policy.com berichtete [10]) – schon vor Beginn der Majdan-Proteste schloss und der ihr letztlich zum gewalttätigen Erfolg verhalf, schlägt sich nun in einzelnen Maßnahmen der Regierungspolitik nieder.

Ostukraine: Schusswechsel in Lugansk an gesamter Frontlinie – Donezk unter Beschuss


Militär

Schießereien zwischen der Volkswehr in der selbst ernannten Republik Lugansk und der ukrainischen Armee dauern an der gesamten Frontlinie an. Das teilte der Stab der Volksmiliz in Lugansk am Montag mit.

„Die Positionen der Volkswehr wurden am Montag von der Kiewer Armee 82 Mal beschossen, darunter 16 Mal mit Panzern, 22 Mal mit Mörsern und fünf Mal aus Haubitzen. Das Feuer musste erwidert werden. Die ukrainische Armee verlor drei Mann an Toten und zwölf an Verletzten sowie drei Schützenpanzerwagen und zwei Panzer. Bei uns gab es sieben Verletzte, vier Panzer und einige Schützenpanzerwagen wurden beschädigt“, hieß es.

Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent aus der benachbarten Volksrepublik Donezk meldete, nahm die ukrainische Armee nördliche Bezirke von Donezk trotz Waffenruhe am Montag unter Beschuss. Angaben zu Opfern und Zerstörungen lagen zunächst nicht vor. Das Donezker Verteidigungsministerium sprach von einer weiteren Provokation der Kiewer Machthaber.Unterdessen begann am Montagabend in Berlin ein Treffen der Außenminister der Normandie-Vier. Die Außenamtschefs Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs erörtern die Realisierung der am 12. Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk erzielten Friedensvereinbarung.

.
Gruß an die Falschspieler
TA KI