Mäusetöten im Namen der Eitelkeit


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Gesichtsfalten und Krähenfüße einfach wegspritzen: ein verlockendes Versprechen der Schönheitsindustrie. Doch im Namen der Eitelkeit müssen jährlich tausende Mäuse elendig ersticken. Denn an ihnen wird das Nervengift Botulinumtoxin getestet – besser bekannt ist es unter dem Handelsnamen Botox.

Es besteht allerdings Hoffnung, dass die Zahl der Labortiere bald drastisch sinken wird. Das Frankfurter Pharmaunternehmen Merz will die umstrittenen Tests mit Mäusen in den kommenden Jahren abschaffen, teilte die Firma mit.

Merz ist eigenen Angaben zufolge der einzige Hersteller von Botulinumtoxin-Produkten in Deutschland. Sie werden nicht nur für glattere Haut eingesetzt, sondern dienen auch als Medikament, beispielsweise bei Spastiken nach einem Schlaganfall.

Neue Methode bis Ende des Jahres

Derzeit laufe ein Zulassungsverfahren für eine Test-Methode, die mit Zellen statt mit lebenden Tieren auskommt. „Wir rechnen damit, dass das Verfahren in Deutschland Ende 2015 abgeschlossen sein wird“, berichtete eine Merz-Sprecherin.

„Voraussichtlich müssen dann jährlich einige Tausend Mäuse nicht mehr sterben“, schätzt Barbara Grune vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. Die Tierärztin leitet eine Fachgruppe, die sich mit Alternativmethoden zu Tierversuchen beschäftigt und in einer Datenbank Informationen über geplante Tierversuche sammelt.

So qualvoll sterben die Testmäuse

Botox, das aus Bakterien gewonnen wird, zählt zu den gefährlichsten Giften überhaupt. Ein Gramm könnte mehrere Millionen Menschen töten. Daher muss jede Charge des stark verdünnten Gifts vor der Anwendung kontrolliert werden. Qualitätstests sind auch aus Sicht der Tierärztin Corina Gericke vom Verein Ärzte gegen Tierversuche wichtig. Sie fordert aber einen sofortigen Stopp der Mäuseversuche.

„Die Tests sind extrem grausam. Das Gift wird den Tieren in die Bauchhöhle gespritzt und sie sterben nach drei bis vier Tagen Todeskampf qualvoll an Atemlähmung“, kritisiert die Tierärztin und ergänzt: „Erst werden die Beine taub, dann schwindet die Sehkraft und der Atemmuskel wird gelähmt, bis die Tiere ersticken.“

Über 160.000 Botox-Behandlungen pro Jahr

Tierschützer sprechen von etwa 20.000 toten Mäusen pro Jahr für Schönheitszwecke. Genaue Zahlen darüber, wie viele Mäuse bei Tests mit Anti-Falten-Mitteln sterben müssen, geben die Statistiken aber nicht her. Aus Daten des Bundeslandwirtschaftsministeriums geht nur hervor, dass 2013 rund 22.000 Tiere bei speziellen Tiertests gestorben sind, mit denen auch Botulinumtoxin-Produkte geprüft werden. „Erst wenn Merz die tierfreien Tests durchführt, können wir in der Statistik ablesen, wie stark die Zahl der zu diesem Zweck verwendeten Mäuse tatsächlich zurückgegangen ist“, so Grune.

Laut Deutscher Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie sind die Anti-Falten-Spritzen gefragt. Nach Brustvergrößerungen und Lidstraffungen gehören sie bei den Patienten 2014 zu den beliebtesten Eingriffen. Dem internationalen Verband für Plastische und Ästhetische Chirurgie zufolge wurden im Jahr 2013 in Deutschland 162.056 Behandlungen mit Botox durchgeführt.

Vorreiter aus den USA

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, verlangt, „dass Botox nicht mehr für kosmetische Zwecke eingesetzt werden darf, solange der Tierversuch nicht durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden kann“.

Auf politischer Ebene kritisieren die Grünen schon länger die Mäusetests mit dem Nervengift: Die Fraktionssprecherin für Tierschutzpolitik, Nicole Maisch, hält die Tatsache, dass für Antifaltenmittel noch immer Tiere sterben müssen, obwohl es alternative Tests gibt, für „abenteuerlich“.

Einen alternativen Test hat der Botox-Hersteller Allergan aus den USA bereits vor einigen Jahren entwickelt. Seit 2012 ist die Methode auch in Deutschland zugelassen – allerdings nur für das Präparat dieses Herstellers. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge 65 Millionen US-Dollar und mehr als zehn Jahre Forschung und Arbeit investiert.

Dass Allergan ganz ohne Tiere auskommt und Merz nachziehen will, wertet Barbara Grune als großen Erfolg. Schon vor Jahren habe sich das BfR mit der Arzneimittelzulassungsbehörde BfArM und Herstellern wie Merz oder Allergan an einen Tisch gesetzt, um nach Alternativen zu den Mäusetests zu suchen. Diese Arbeit zeige nun Ergebnisse.

Quelle: http://www.feelgreen.de/zehntausende-maeuse-sterben-jaehrlich-qualvoll-fuer-botox/id_73790168/index

Gruß an die falschen Eitelkeiten

TA KI

Angela Merkel: Deutschland ist bereit, in den Krieg zu ziehen


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Dienstag, 28.4.2015. Eifel. Es ist ein kleines Wunder, dass ich diese Zeilen noch schreiben und Sie diese Zeilen noch lesen können. Wäre nur ein wenig fehl gegangen: wir hätten jetzt einen atomaren Holocaust. Eine kleine Überreaktion auf Seiten einer der beteiligten Kriegsparteien, ein paar falsche Entscheidungen auf niederer Beamtenebene und der Krieg, den wir so lange für gebannt  hielten, würde Europa und weite Teile der restlichen Welt überziehen, bis tief nach Asien hinein. Doch noch leben wir – und haben eine kleine Chance, die Allianz von Kriegstreibern und Idioten aufzuhalten.

Doch zuerst mal zu der Überschrift: ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich Sie Ihnen zumuten darf. Sie werden sie so in keinen der fast ausnahmslos privaten (also in Privatbesitz befindlichen oder unter Parteikontrolle stehenden) Medien finden, weil Sie niemand beunruhigen will: in Zeiten, wo Abkommen wie TTIP oder TISA – die weitreichenden Folgen für unseren Alltag haben werden – im Geheimen an uns vorbei verhandelt werden … so als wären wir “Feind”, den man hintergehen will … sollte man damit rechnen, dass auch noch andere Verhandlungen laufen, von denen wir dummen, kleinen, bildungsfernen Minderleister gar nichts mitbekommen sollen, weil wir die weitreichenden Pläne der “Elite” sowieso nicht verstehen würden.

Ich denke, ich kann in den folgenen Zeilen deutlich machen, dass wir auch damit rechnen müssen, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel genau diesen Satz gesagt hat … und in allernächster Zeit auch öffentlich äußern wird.

Allerdings braucht sie das gar nicht mehr zu tun, denn: liest man genauer nach, hört man genauer hin (wozu die “beschäftigte Republik” kaum noch Zeit haben dürfte), dann steht dieser Satz schon jetzt ganz groß in den Medien – allerdings dort, wo noch ohne Rücksicht auf die Interessen der Mächtigen in diesem Land Wahrheit gesprochen werden kann … zum Beispiel bei Telepolis: (siehe Heise)

“Die Europäische Volkspartei ist das größte Parteienbündnis im Europäischen Parlament. In ihr haben sich die konservativen Parteien, darunter CDU und CSU, zusammengeschlossen. Die EVP stellt mit Donald Tusk den Ratspräsidenten sowie mit Jean-Claude Juncker den Präsidenten der Kommission. Abgeordnete der EVP haben am Dienstag eine Anhörung über den Stand der EU-Russland- Beziehungen veranstaltet und angesichts des Konflikts mit Russland propagiert, dass es die beste Verteidigung sei, sich auf den Krieg vorzubereiten.”

Liest sich noch relativ harmlos – wenn man völlig vergessen hat, dass Demokratien im Prinzip “Entspannung” predigen und nicht wie ein Stier auf ein rotes Tuch zu rasen, dass irgendein Medienhempel in der Luft herumschwingt. Anstatt für einen Krieg zu rüsten, könnte man auch den Dialog suchen, Gespräche über Interessenausgleich führen, vertrauensbildende Maßnahmen vorschlagen und durchführen – doch diese diplomatische Kunst scheint verlorgengeganen zu sein: warum wir uns überhaupt noch ein diplomatisches Korps halten, erschließt sich dieser Tage nicht.

Telepolis erlaubt uns noch einen tieferen Einblick in die Geschehnisse hinter den Kulissen des europäischen Parlamentes, wo der Krieg mit Russland schon beschlossene Sache ist:

“Freudenstein gibt den Oberfalken, dürfte aber nur offen aussprechen, was die transatlantischen Kreise bei den konservativen Parteien mit der Ukraine-Politik anstreben: “Wir müssen klar machen, dass wir für die von uns als existentiell erachteten Prinzipien von Europas Zukunft in den Krieg ziehen werden”, verkündete Freudenstein nach Euractive. Das schließe auch das Konzept der nuklearen Abschreckung aus dem Kalten Krieg ein. Schon seit einiger Zeit gibt es in den USA Stimmen, die gegen Russland eine Verlegung von Atomwaffen in die EU fordern. Dabei würde Deutschland im Visier stehen, wo es nicht nur genügend US-Stützpunkte, sondern auch die letzten Atomwaffen gibt, die die USA noch in Europa vorrätig hält. Freudenstein wies denn auch darauf hin:

In Deutschland besteht die atomare Abschreckung der Nato derzeit aus 20 rostigen Bomben des B-61-Typs, die mit einem Schlag der russischen Streitkräfte ausgelöscht werden können. Das sind die Dinge, die wir ändern müssen.”

Dieser Herr Freudenstein ist stellvertretender Leiter eine Stiftung der EVP, wie man dem Artikel weiter entnehmen kann, also Obmann eines “Think Tanks”, der ganz offen die atomare Aufrüstung Deutschlands für einen Kampf gegen Russland fordert – als hätte jedermann vergessen, dass ein thermonuklearer Krieg in Europa nur einen Verlierer kennt: Europa selbst. Doch nicht nur das. Nicht nur für die Verteidigung des guten Poroschenkow gegen den bösen Putin ziehen wir in den Krieg … sondern für “die von uns als existentiell erachteten Prinzipien von Europas Zukunft” … was immer das alles heißen mag: wahrscheinlich auch geheim wie TTIP und TISA.

Ein spannender Artikel – doch für sich genommen wirkt er harmlos: was interessiert uns denn schon das Geschwätz von EU-Hanseln, die hinter den Kulissen Steuergelder und Industriespenden (aus Steuererparnissen und überhöhten Preisen finanziert) nahzu hemmungslos verprassen.

Doch das ist ja nicht der einzige Schritt, der unternommen wird. Die Weichen, die hier gestellt werden, sollen einen ganz großen Zug auf die Reise bringen: den großen globalen Krieg um den Endsieg des Neoliberalismus, die endgültige und ewige Herrschaft der Superreichen über die Dauerarmen. Das formulieren die auch ganz ähnlich so, und damit das Volk mitmarschiert zu den Trommeln des vollkommenen Wahnsinns, wird auch ein richtig böser Feind geschaffen, der von sich aus selbst nach seiner Vernichtung ruft.

Hier springt die Zeitung “Die Welt” ein, der gescheiterter Nobelableger der Bildzeitung, der trotz stetig sinkender Leserzahlen im Onlinebereich immer noch zu den meinungsbildenden Organen der deutschen Medienlandschaft gehört. Dort wird ganz offen darüber spekuliert, dass Russland einen Atomkrieg plant (siehe Welt): ein neuer Megaterrorist mit der Kraft zu zehntausend “nine-elevens” hat die Bühne betreten … oder wird mit Gewalt, List, Tücke und fiesem Rufmort dahin gezerrt. Wie bösartig muss man eigentlich sein, um solch´eine Orgie der Vernichtung zu planen?

Mehr als nur bösartig – und dass soll in den Küchen der Kindergärten, in den Kantinen der Industrie, auf den Fluren der Ämter, den Kaffeeständen der Konzernbüros und den Lehrerzimmern deutscher Gymnasien ausführlich im Sinne der westlichen Oligarchie diskutiert werden: wir haben es nämlich nicht nur mit einer bösen, feindlichen Supermacht zu tun, sondern mit einer bösen, feindlichen Supermacht die völlig irre geworden ist: der Putinismus ist eine Religion, Putin selbst ein “Messias” (siehe Welt) – und das ganz Russland somit ein Staatsgebilde von der Qualität des “Islamischen Staates”, den wir nebenbei auch vernichten wollen.

Bei so einem Feindbild brauchen wir keine Diplomaten mehr: da brauchen wir Atomwaffen. Gegen den Satan selbst hilft nur die völlige Vernichtung, die Reste des russischen Volkes werden uns schon für ihre Befreiung danken, wenn wir dort einmarschiert sind.

Einmarschieren?

Lauschen Sie mal dem polnischen Vizevorsitzenden der EVP (wieder Heise):

“Die osteuropäischen Ländern hätten schon lange vor den “wirklichen Interessen” Putins gewarnt, aber seien als antirussisch zurückgewiesen worden. Man müsse den Russen zeigen, dass es ein anderes Leben gibt: “Wenn wir mit der Ukraine gewinnen, werden wir eines Tages mit Russland gewinnen. Wenn wir mit der Ukraine verlieren, wird Putin gewinnen.””

“Mit Russland gegen Putin gewinnen” … dafür muss einmarschiert werden – oder?

EVP – das ist der Parteienverbund der “mächtigsten Frau der Welt” – Angela Merkel. Die kann sich da nicht einfach aus der Verantwortung stehlen, sollte wissen, was da im Namen der CDU/CSU (unter lautem Beifall des Elmar Brok – ehemaliger Europabeauftragter des Vorstandes der Bertelsmann AG, Mitglied des CDU-Bundesvorstandes und seit 1989 Leiter des CDU-Bundesfachausschusse für Außen- Sicherheits – und Europapolitik – also nicht gerade ein Hinterbänkler) eingeleitet wird.

Doch damit … nicht genug.

Wir sollten uns ein wenig daran erinnern, welcher Eklat zum Natogipfel in Wales 2014 geschah: über 60 Staats- und Regierungschefs wurden zum Gespräch geladen – obwohl viele mit der Nato gar nichts zu tun haben – und nebenbei auch der ukrainische Oligarch Poroschenkow (siehe hierzu Kommentar von Willy Wimmer in den Nachdenkseiten), Kommandant einer Armee, die mit Vorliebe Zivilisten aus der Ferne mit schweren Waffen beschießt – das jedenfalls behaupten nicht bundesdeutsche Putinversteher aus dem Mahnwachenmilieu, sondern US-Reporter der New York Times (siehe AG Friedensforschung):

“Andrew Kramer, Korrespondent der einflußreichsten US-Zeitung New York Times hat sie in führender Rolle bei den Gefechten um die ostukrainische Großstadt Donezk entdeckt. Sie operieren in beachtlicher Stärke. Auf insgesamt 7000 Kämpfer schätzt er sie in seinem Artikel vom 9. August 2014. Unter dem Titel »Ukraine Strategy Bets on Restraint by Russia – Die Strategie der Ukraine setzt auf russische Zurückhaltung« berichtet er, daß »die Kämpfe um Donezk ein tödliches Muster entwickelt haben«. Das reguläre ukrainische Militär schieße »lieber aus sicherer Distanz mit schwerer Artillerie in die Städte«, während ein halbes Dutzend verschiedener paramilitärischer Gruppen immer wieder heftige, aber chaotische Angriffe gegen die Donezk vorgelagerten Dörfer starten und auch bereit seien, sich in den Straßenkampf der Vorstädte zu stürzen.”

Ich meine mich an Zeiten erinnern zu können, wo deutsche Politik solche dubiosen Gestalten als Kriegsverbrecher gemieden hat, anstatt sie als Gäste auf Natogipfeln zu empfangen. Das waren aber auch Zeiten, in denen nicht in der CDU beheimatete Bundespräsident Russland öffentlich aus dem Kreis der zivilisierten, westlichen Nationen ausschloss, wie am 2.9.2014 geschehen (siehe Süddeutsche):

“Soeben, in Polen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs gedenkend, verlor er den politischen Willen, Russland als Partner sehen zu wollen; er schob allein Russland die Schuld dafür zu – und sprach nur noch in der Vergangenheitsform von einem europäischen Russland.”

Dürfen wir unter diesen Voraussetzungen wirklich übersehen, dass die Chefs der – nach demokratischen Standards gewählten und später durch einen Putsch gestürzten – ukrainischen Ex-Regierung die politische Lage anders deuten (siehe Spiegel):

Insgesamt sei der Machtwechsel jedoch ein Putsch unter der Leitung der USA gewesen, behauptete Asarow. Aus dem ganzen Land seien Kräfte auf dem zentralen Maidan-Platz in Kiew zusammengezogen worden, um den Umsturz vorzubereiten. Der Politiker bemühte auch einen Vergleich mit dem verstorbenen Ex-Machthaber Libyens: Janukowytsch “sollte wie Muammar al-Gaddafi sterben”, sagte Asarow bei der Präsentation seines Buches “Ukraina na pereputje” (Ukraine am Kreuzweg). Gaddafi starb im Oktober 2011 unter nicht ganz geklärten Umständen.

Könnte es sein, dass ein Wladimir Putin aus dem Schicksal des Herrn Gaddafi auch – möglicherweise aus ganz persönlichen Ängsten heraus – nach einem Gespräch mit Herrn Asarow für sich selbst beängstigende Schlussfolgerungen gezogen hat? Oh – ich vergaß: solche Erwägungen führen im Reich des “Westens” zur Aberkennung der Diskussionswürdigkeit, man wird klassifiziert als “Putinversteher” und mit einer gesellschaftlichen Ächtung überzogen, als hätte man 1935 Verständnis für die jüdische Kultur geäußert.

Putin ist ein Feind, der gnadenlos zu hassen ist – so tönt es weithin … mal deutlich, mal weniger deutlich, aber immer implizit vorausgesetzt … durch die deutschen Medienkanäle, und wer den Trompeten der Propaganda nicht willenlos folgt, wird abgestraft und markiert, damit man später – bei Eintritt der Kampfhandlungen – die Exekutionen der Vaterlandsverräter gezielt durchführen kann.

Doch ich bin Ihnen noch ein Puzzleteil schuldig, um aus der Überschrift dieses Aufsatzes glaubhafte Realität zu machen – dieses fehlende Teil liefert die kaum gelesene Berliner Zeitung (siehe Berliner Zeitung):

“Aufgrund der veränderten Sicherheitslage wird die Bundeswehr im kommenden Jahr insgesamt 5000 Soldaten bei Nato-Übungen in Osteuropa einsetzen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen berät aktuell mit baltischen Regierungen über die Lage.”

Die Ostfront wird vorbereitet. Unterstützt wird Frau von der Leyen vom Spiegel, der – geschickt formuliert – die Herrstellung der Gefechtsbereitschaft und Kriegsfähigkeit der Bundeswehr forderte (siehe Spiegel) und Russland unterstellt, sie würden Dänemark atomar bombadieren wollen (siehe Spiegel) … jedenfalls ist die Überschrift so gewählt, diesen Eindruck für eilige Leser zu hinterlassen, wer näher hinschaut, erfährt, dass nur dänische Kriegsschiffe im Ernstfall einer atomaren Gefahr ausgesetzt wären.

Aber wer hat für “näher hinschauen” noch Zeit?

Nachdem auch Grüne für den (sehr blutigen, von den USA gern gemiedenen) Einsatz von Bodentruppen plädieren (siehe TAZ) haben wir bald (im Prinzip schon JETZT) ein gesellschaftliches Klima, dass einen Krieg denkbar werden läßt.

Und die Meldung der deutschen Bundeskanzlerin an die Herren des Westens: “Deutschland ist bereit, in den Krieg zu ziehen”.

Gegenüber den baltischen Staaten – so steht zu folgern – ist dieser Satz schon geäußert worden … und die Truppen folgen nächstes Jahr, nachdem mit Hilfe von Spiegel und Grünen die Kriegstauglichkeit der Bundeswehr wieder hergestellt worden ist.

Und wissen Sie was?

Frau Merkel wird mit diesem Satz Recht haben: ein Land, in dem die Ex-Grüne und sich selbst als “links” bezeichnende Jutta Ditfurth einen von den Medien durch viele Auftritte weithin forcierten Kreuzzug gegen die wieder aufflammende Friedensbewegung führen kann, ist wirklich bis in den hintersten Winkel zum Krieg bereit.

Und falls das nicht der Fall sein sollte: der Einsatz der Bundeswehr gegen Demonstranten wird sicherheitshalber im Hintergrund schon mal vorbereitet (siehe WSWS unter Bezugnahme auf den Deutschlandfunk).

Quelle: http://www.nachrichtenspiegel.de/2015/04/28/angela-merkel-deutschland-ist-bereit-in-den-krieg-zu-ziehen/

Gruß an die Warnenden

TA KI

Bundeswehr-Ball statt Biker-Tour zum Tag der Befreiung


301635085Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und Feiern wird in diesen Tagen an die Befreiung vom Faschismus vor 70 Jahren erinnert. Der russische Motorradclub „Nachtwölfe“ will den Sieg über Hitler-Deutschland mit einer Biker-Tour von Moskau nach Berlin würdigen. In so manchem NATO-Staat herrscht deswegen Alarmstimmung, als gäbe es einen Mongolenansturm.

Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist der Meinung, dass der 8. Mai 1945 ein „Tag der Befreiung“ war. 89 Prozent stimmen laut einer aktuellen Forsa-Umfrage dieser Aussage zu. Vor zehn Jahren waren dem Allensbach-Institut zufolge noch 34 Prozent der Meinung, es handle sich um einen „Tag der Niederlage“.

In Russland und vielen anderen Ländern, die früher der Sowjetunion angehörten, wird der Sieg der Roten Armee im „Großen Vaterländischen Krieg“ gefeiert, in Moskau mit einer großen Militärparade.Die Friedensfahrt des Biker-Vereins „Nachtwölfe“, in den Mainstream-Medien hierzulande in aller Regel als „kremlnah“ etikettiert, sorgt für internationale diplomatische Verwicklungen. Rund 20 Mitglieder des Motorradclubs wollen den 6.000 Kilometer langen Weg der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg von Moskau über Minsk, Brest, Wrocław (Breslau), Brno (Brünn), Bratislava, Wien, München, Prag und Torgau bis nach Berlin nachfahren. Am 9. Mai wollen sie in der deutschen Hauptstadt am sowjetischen Ehrenmal den im Kampf gegen den Faschismus gefallenen Soldaten ihre Reverenz erweisen.

Die Behörden des NATO-Mitglieds Polen haben den „Nachtwölfen“ die Einreise verweigert. Am Grenzübergang Terespol war sogar Militär aufgefahren, um die Kuttenträger zu stoppen.

Auch die deutsche Regierung hat angekündigt, die Motorradfahrer an der Einreise hindern zu wollen. Der motorisierte Zweiradtross wird gar zur nationalen Gefahr stilisiert: Wenn Gefahren für die Sicherheit und Ordnung in Deutschland drohten, „haben wir das Recht und die Pflicht, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“, erklären Auswärtiges Amt und Bundesinnenministerium. „Wir stellen uns mit Nachdruck gegen jegliche Instrumentalisierung des unermesslichen Leids der Opfer und des Widerstands gegen die Naziherrschaft“, heißt es. Der Jahrestag müsse „in Würde“ begangen werden. Und außerdem, so die beiden Ministerien: „Wir glauben nicht, dass das dem Ziel dient, einen Beitrag zur Stärkung der deutsch-russischen Beziehungen zu leisten.“ Leider hat man von einer „Stärkung der deutsch-russischen Beziehungen“ seitens des Bundeskabinetts in den vergangenen Monaten nicht viel gemerkt.Unterm Strich bleibt von der Politposse: Welche Russen in welcher Form den Sieg über den Faschismus zu feiern und der 21 Millionen getöteten Rotarmisten zu gedenken haben, das entscheidet immer noch der deutsche Michel, angestachelt vom Bild-Boulevard und Co. In der Springer-Presse werden die Motoradfahrer um Club-Präsident Alexander Saldostanow als „Putins Schläger-Truppe“ diffamiert. Für die Süddeutsche Zeitung sind es „ultra-nationalistische Rocker“ auf „umstrittenem Weltkriegs-Korso“.

Es bleibt in der Logik der antirussischen Stimmungsmache, dass kritische Stimmen zum offiziellen Vorgehen nicht gehört werden. Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten (FIR) protestiert gegen die Schikanen aus Warschau und Berlin:

„Mit diesem Vorgehen zeigen die Bundesregierung und die polnische Regierung erneut, in welch perverser Weise sie selbst die geschichtliche Erinnerung instrumentalisieren: Wir erinnern an das skandalöse Verhalten der polnischen Regierung, den Präsidenten der russischen Föderation nicht zu den Gedenkveranstaltungen zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die sowjetische Armee einzuladen. Wir erinnern dabei an die empörenden ahistorischen Äußerungen des polnischen Außenministers, dass Auschwitz von der Ukraine befreit worden sei. Wir erinnern an die von keiner deutschen Regierungsseite zurückgewiesenen Äußerungen des ukrainischen Regierungschefs in Berlin, die Ukraine und Deutschland seien 1945 von Russland besetzt worden. Und wir erinnern an die Weigerung der Bundeskanzlerin und der polnischen Regierung, die Einladung zur Zeremonie anlässlich des 9. Mai 2015 in Moskau anzunehmen und stattdessen gar eine ‚Gegen-Zeremonie‘ in Polen ins Gespräch zu bringen. Wer solche geschichtspolitischen Setzungen zulässt bzw. selber macht, hat kein Recht, von der ‚Würde‘ der Jahrestage zu sprechen.“

Die „Würde des Jahrestages“ sieht die Bundesregierung dagegen gewahrt, wenn die Bundeswehr am 9. Mai zum feucht-fröhlichen Feiern einlädt. Die Truppe lädt ausgerechnet an diesem Datum zum „Ball des Heeres“ im Palais am Funkturm in Berlin (West) – gefeiert wird der 60. Jahrestag des Beitritts der Bundeswehr in die NATO.

Neben den vielfältigen Aktivitäten zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus müssen Friedensgruppen mithin auch noch gegen die NATO-Fete protestieren. In ihrem Aufruf heißt es: „Der 9. Mai gilt in vielen osteuropäischen Ländern seit 1945 als ‚Tag des Sieges‘, weil an diesem Tag die letzte Unterschrift unter die Kapitulationsurkunde des Deutschen Reiches in Berlin-Karlshorst gesetzt wurde. Und ausgerechnet an diesem Datum will die Bundeswehr eine rauschende Nacht mit Live-Musik, Fünf-Gänge-Gourmet-Menü und außergewöhnlichem Showprogramm feiern. Geladen sind führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik! Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen! Wir schlagen Krach gegen diesen Kriegerball. Und damit die geladenen Damen und Herren ihn auch hören, wenn sie in Abendgarderobe (nicht im Drillich) zum Tanz am Rande des Abgrunds schreiten, kommt zahlreich, mit allem, was ihr zur Verfügung habt: Töpfe, Trommeln, Rasseln, Tröten …“Vielleicht finden sich ja ein paar Biker mit ihren Maschinen allen Siegesfeiern zum Trotz am 9. Mai um 18 Uhr am Hammarskjöldplatz (Masurenallee – S-Bahnhof Messe Nord, U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz) zum Lärmkonzert ein…

Und wer nicht zu lange und ausgiebig feiert: Das Berliner Aktionsbündnis „70 Jahre Tag der Befreiung“ ruft tags darauf, am 10. Mai, zur Demonstration auf: Motto der brandaktuellen Manifestation wider die antirussische Stimmungsmache: „Nein zu Krieg und Faschismus – Für eine Politik der Verständigung und friedlichen Konfliktlösung“ (Beginn ist 12 Uhr, Hackescher Markt. Ab 14 Uhr Kundgebung in der Paul-Löbe-Allee am Reichstag).

Quelle: http://de.sputniknews.com/meinungen/20150428/302101473.html

Gruß an die Klardenker
TA KI

Tierkommunikation – Was Tiere uns zu sagen haben 1/2


Tierkommunikatorinnen haben zunehmend Konjunktur. Der Mensch möchte wissen, was hinter der Stirn seines tierischen Gefährten vorgeht. Wir baten Barbara Fenner, mit uns in den Zürcher Zoo zu kommen, um einmal den Worten von Elefant, Wolf & Co. zu lauschen. Doch – geht das überhaupt?

Von: Ursula Seiler

Können Tiere denken? „Ja natürlich!“ sagt der Haustierbesitzer. „Nein, natürlich nicht!“, halten der Wissenschaftler und der Bauer dagegen. Was wie Denken wirke, sei nichts weiter als Instinkt. Dann ist es also Instinkt, wenn ein Wolf sagt, er verletze die Seele seines Beutetieres nicht? Wenn die Schildkröte die Menschen tadelt, „ihr lebt in Konkurrenz mit euch selbst, und das bewirkt, daß ihr neben euch steht und nicht verwurzelt seid.“ Oder der Löwe äußert, „ein guter Familienvater oder ein guter Führer vereint gleichzeitig Respekt – dieses Kraftvolle – und das Sanfte der Liebe.“

wolf

Die drei Aussagen stammen aus Interviews, die wir mit Tieren des Zürcher Zoos machten. Als Übermittlerin der tierischen Antworten diente die Zürcher Tierkommunikatorin und Buchautorin Barbara Fenner, die ihr Hand- oder vielmehr „Mund-Werk“ in den USA bei der renommierten Pionierin des Fachs, Penelope Smith erlernte. Seither hat sie Hunderten von Pferd-, Katze-, Hund-Besitzern weiterhelfen können, wenn deren Liebling der Schuh drückte – sprich, ein physisches oder psychisches Weh dafür sorgte, daß sich das Tier seltsam benahm. Die Hinweise waren oft so präzise, daß ausgeschlossen werden kann, es handle sich bei Tierkommunikatoren einfach nur um gerissene Fabulierer mit gutem Einfühlungsvermögen. Zwei kleine Beispiele dazu aus Barbara Fenners Erlebniskiste: Einmal rief jemand an und fragte sie, ob es der verstorbenen Katze wohl recht sei, wenn ihre Asche in einer Urne im Familiengarten vergraben werde. Die verstorbene Katze war sofort mit Fenner in Kontakt, sagte, sie habe nichts dagegen, stellte aber klar, daß es sich gar nicht um eine richtige Urne handle, sondern nur um eine simple Kartonschachtel. Etwas geniert gaben die Katzenbesitzer zu: Ja, man habe die Asche in einen Schuhkarton gepackt, diesen aber schön mit Bildchen der Verstorbenen dekoriert!

Das zweite Beispiel handelt von einer Katze, die tödlich erkrankt war. Frauchen erkundigte sich daher bei Barbara Fenner, was sie für ihren Liebling tun könnte. Gar nichts, war die dezidierte Antwort der Katze. Alles, was sie wolle, sei, eines natürlichen Todes sterben. Ihre „Mutti“ müsse das nun halt leider aushalten. Da das Leiden des Tieres zunahm, hielt es ihr Frauchen eines Tages nicht mehr aus und rief den Tierarzt an. Im selben Augenblick verschwand die Katze, und ward nicht wieder gesehen. Aufgewühlt rief die Frau schließlich erneut Barbara Fenner an. „Ich konnte das Risiko nicht eingehen, doch noch eingeschläfert zu werden. Also habe ich mich davongemacht. Ich habe meinen Körper jetzt bereits verlassen, und es geht mir gut“, empfing Fenner die Botschaft der Katze. Ihr Frauchen bat zu erfahren, wo denn der tote Katzenkörper liege. Sie würde ihn so gern beerdigen. Bereitwillig sagte ihr die Katze, wo: bei der Gärtnerei auf der linken Seite unter jenem Busch. – Und genau dort lag das tote Tier.

Womit wir bei der noch viel verwirrenderen Frage angelangt wären: Können tote Tiere denken – oder wer ist es, der da spricht?!

Wer immer der Tierwelt einen mehr als nur oberflächlichen Blick schenkt, kommt erst ins Staunen und dann ins Grübeln. Wie finden Lachse, die als Jungfische von ihrem Fluß zum Meer geschwommen sind, Jahre später den Weg zurück zu den ursprünglichen Laichplätzen? Woher weiß der Monarch-Schmetterling, der jeden Herbst in einem millionenfachen Schwarm von Kanada an die Pazifikküste bei San Francisco zieht – mit Flugpensen von bis zu hundert Kilometern täglich – auf welchem Baum er letztes Jahr saß? Denn tatsächlich setzt er sich wieder an den genau gleichen Ort! Auf den Baum, der schon seinen Eltern und Großeltern als Zuflucht diente.

Und was war es, das im Dezember 1967 Abertausende Hasen gleich einer Armee geschlossen durch die Straßen und Dörfer der sibirischen Halbinsel Kamtschatka marschieren ließ, mit „äußerster Furchtlosigkeit“ das wahnwitzige Gebell der Hunde ignorierend, bis zur Meeresküste, wo die Flut Massen von „Seekohl“ angeschwemmt hatte, den die Hasen heißhungrig verzehrten? Um dann genauso wohldiszipliniert wieder in die Tundra zurück zu marschieren…?!

Wie wissen die Vögel, daß es im Herbst Zeit ist zum Abflug gen Süden? Und wie wissen es scheinbar alle gleichzeitig – sonst könnten sie sich ja nicht zum Schwarm formieren? Der Storch sagte uns dazu im Zoo: „Das spüren wir an unserem ganzen Körper. Es äußert sich als eine Art von Kribbeln. Der Körper lädt sich auf mit einer unglaublichen Energie, und irgendwann ist es wie ein Vulkanausbruch. Dann muß man einfach losfliegen. Wir spüren es vorher. Das ist bei allen Zugvögeln so.“

Und wer oder was verursacht auf einmal bei allen Vögeln derselben Art dieses Kribbeln? Die Gruppenseele! Der Gruppengeist, die Kollektivseele, der einhüllende Deva, oder wie immer man es nennen mag. Schon der Rosenkreuzer Max Heindel schrieb, daß das Tier keinen persönlichen, ihm innewohnenden Geist besitzt, sondern einen Gruppengeist, der es von außen lenkt. „Der Tiger, der die Wildnis des indischen Dschungels durchstreift, und der Tiger, der im Käfig eines Tiergeheges eingesperrt ist, sie beide sind Ausdrucksformen desselben Gruppengeistes“, hält Heindel fest. „Er beeinflußt beide von der Empfindungswelt aus, wobei die Entfernung in den inneren Welten fast gar keine Rolle spielt.“ Genau das drückt das Emu aus, wenn es uns sagt, „wir sind in Verbindung mit unseren Vorfahren. Mit dem Wissen unserer Art. Egal, wo wir auf der Erde sind, haben wir diesen Zugang.“

Diese Gruppenseele ist die Quelle des sogenannten Instinkts der Tiere, der sich manchmal in einer übermenschlichen Präzision manifestiert – beispielsweise im Netz einer Spinne, dem genialen Bau eines Bibers oder den sechseckigen Waben der Bienen. Diese „Gruppenseele“ der Tiere wird von einem feinstofflichen Wesen verkörpert, das einer älteren Evolution entstammt als der Mensch auf diesem Planeten. Daher ist seine Intelligenz der unsrigen auch überlegen. Nur so ist erklärlich, daß manche der Zoo-Tiere, die wir interviewten, geradezu zeitlose Weisheiten von sich gaben, die dem Menschen Wegweiser sein können.

Zur Gruppenseele ein Beispiel: Ein Mann, dessen Frau es vor den vielen Spinnen graute, träumte von einem großen, wunderbaren, smaragdgrünen Spinnenwesen, das „über und über mit Gold, Silber und Edelsteinen geschmückt war.“ Eine wahre Märchenspinnenkönigin, der er drohte, jede Spinne gnadenlos zu töten, falls die Spinnenplage in seinem Haus nicht sofort aufhöre. Nach dem Erwachen fragte er sich, ob es nur ein Traumgesicht oder aber die Manifestation der Spinnen-Gruppenseele gewesen war? Tatsache war jedenfalls, daß bis auf eine einzige kleine Spinne diese Quälgeister auf einmal verschwunden waren!

Laut Charles W. Leadbeater zählen Quadrillionen Fliegen, Millionen Mäuse oder Ratten, Hunderttausende Kaninchen und Sperlinge zu einer Gruppenseele. Bei höher entwickelten Säugetieren wie zum Beispiel dem Löwen, Tiger, Wolf, Wildschwein, sind es nur mehr wenige Tausende und rapide sinkt die Zahl auf Hunderte und weniger bei unseren Haustieren. Die Gruppenseelen intelligenter Hunde, Katzen und Pferde sollen kaum mehr als zehn Tiere umfassen.

Hochentwickelte Tiere – die Säugetiere, vor allem Haustiere und einige Vogelarten – sollen bereits eine individuelle Seele im ersten Stadium der Entwicklung besitzen. Der hellsichtige Theosoph Franz Wenzel nahm in der Aura hochentwickelter Elefanten oder auch von Katzen manchmal einfache Formen individueller Gedanken wahr. Solche Tiere „werden also nicht nur gedacht“ durch die Gruppenseele, sondern sie sind schon in der Lage, aus sich heraus willkürliche Gedanken zu schöpfen. Gerade Haustiere, die sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Halter erfahren, können sich im Laufe eines Lebens immer stärker individualisieren, bis sie sich völlig von der Gruppenseele abzuspalten vermögen und zwar immer noch Hund oder Katze sind, doch nun schon mit einer eigenen Seele versehen. Dies bedeutet dann in der Regel auch das Ende der tierischen Verkörperungen eines solchen Wesens.

Die detaillierten Auskünfte, die Hunde, Katzen oder Pferde manchmal Tierkommunikatoren über versteckte Verletzungen oder Krankheiten geben können, müssen nicht immer eine Mitteilung des Tieres selbst sein. Denn jedes Tier hat – wie der Mensch auch – ein sogenanntes Körperelemental. Sprich, der Körper, in dem ein Tier wohnt, wird gebaut, beaufsichtigt und organisiert durch einen Elementargeist, der wiederum einer älteren Evolution entspringt als sein Bewohner. Und dieses „Körperelemental“ weiß natürlich ganz genau, wo die Ursache eines Übels sitzt und ist auch in der Lage, darüber Auskunft zu geben.

Doch zurück zur Gruppenseele. Im Jahre 1561 schrieb der neapolitanische Edelmann und Naturforscher Giambattista della Porta in Magia Naturalis: „Wenn man unter einen Hauffen Ziegen eine beym Bart ergreift und sie an sich ziehet, soll alsdann die ganze Herde stillstehen, aufhören zu weyden und sich entsetzen, so lange bis man sie gehen läst, wie bei Aristoteles zu lesen.“

Ein Zeugnis für die Realität der Gruppenseele erhielt einmal unbeabsichtigt ein Pferdezüchter. Überraschenderweise wurden nämlich die hypnotisch erteilten Befehle nicht bloß von dem suggerierten Tier ausgeführt; stets machten einige Pferde wahllos in der Herde verstreut die gleichen Bewegungen; selbst dann noch, wenn das telepathisch beeinflußte Versuchstier meilenweit entfernt war von seinen Artgenossen. Man stellte dabei eine merkwürdige Gesetzmäßigkeit fest: Bei Arbeitspferden betrug die Zahl der unbeabsichtigt beeinflußten Tiere acht bis zwölf und bei minderwertigen Rassen bis zu zwanzig; bei Rennpferden waren es nie mehr als drei bis vier. Bei Rindern ergaben sich Gruppen von fünfzig bis sechzig, die schlagartig auf die nur einem Tier erteilte Suggestion reagierten. Ergebnisse, die für eine Kollektivseele sprechen und für die Hypothese, daß die Zahl der zu einer Gruppenseele vereinten Tiere immer kleiner wird, je hochstehender diese sind.

Dasselbe Phänomen läßt sich auch bei Kleintieren beobachten. So beobachtete schon im 19. Jahrhundert der Zoologieprofessor Paul Deegner, daß, wenn er die Haare einer einzigen Raupe des Mondvogels berührte, fast augenblicklich alle übrigen ebenfalls zu fressen aufhörten. „Ein Mitglied der in Ruhe befindlichen Gesellschaft traf ein leichter Reiz: Das ganze Völkchen zuckte zusammen, wobei die wiederholte Bewegung wie eine Welle durch die dichtgedrängten Geschwister lief.“

Wie sagt es der Doktorfisch im Zoo-Aquarium über den synchron schwimmenden Fisch-Schwarm? „Sie sind alle eins. Sie atmen wie ein Wesen.“

Tatsächlich sind die Mitglieder einer Tierart wie die physischen Glieder des einen beseelenden Wesens, weshalb, so sagte es Rosenkreuzer Max Heindel, es die Gruppenseele wesentlich mehr schmerze, wenn ein Tier getötet werde, als das Tier selbst – genauso, wie es den Menschen schmerze, wenn man ihm einen Finger abschneide, und nicht so sehr der abgeschnittene Finger. Dazu paßt, was die Oryx-Antilope uns sagte: Ihr erscheint am brutalsten beim Abschuß eines Rehs im Wald, daß dieses arme Geschöpf höchstens zu Zweit oder zu Dritt unterwegs ist und von daher bereits in gewisser Weise „amputiert“. Ganz anders ist der Tod im Rudel, bescheinigt sie uns: „In der Herde bist du von deiner ganzen Familie umgeben. Dann bist du bereit, deinen Körper hinzugeben, damit die anderen überleben können.“ Der Tod des einzelnen Tieres ist so nicht viel schlimmer, als wenn wir uns in den Finger schneiden würden. Tiere klammern sich auch nicht ans Leben. Sie sind dadurch, daß sie kein selbständiges Denken entwickelt haben, noch so stark mit der Ur-Intelligenz der Natur eins, daß sie das Leben nicht als kurze Einwegfahrt von Geburt zu Tod sehen, sondern als eine von vielen Wellen, die ans Land klatschen und sich wieder zurückziehen, um von neuem an Land zu kommen. Hören wir der Antilope zu: „Ich weiß, daß ich mit dieser Gruppe hier in Verbindung bin und ich weiß, daß ich schon andere Leben hatte. Es ist ein Kommen und ein Gehen, wie der Wechsel der Jahreszeiten, ähnlich wie eine Blume, die wächst, knospt, blüht und verwelkt, und im nächsten Frühling kommt die Blume wieder von neuem. Es ist etwas völlig Emotionsloses.“ Daher haben die Tiere auch keine Angst vor dem Tod.

Lauschen wir also, was uns die Tiere zu sagen haben – und seien wir uns dessen bewußt, daß es nicht der „blinde Instinkt“ ist, der da spricht. Oder, um Max Heindel noch einmal das Wort zu geben: „So etwas Unbestimmtes wie einen blinden Instinkt gibt es nicht. Es ist nichts ‚Blindes’ in der Art, wie der Gruppengeist seine Glieder lenkt. Es ist WEISHEIT, mit großen Buchstaben geschrieben. Wenn der geschulte Hellseher in der Empfindungswelt tätig ist, kann er mit diesen Gruppengeistern der Tierarten kommunizieren und findet sie viel intelligenter, als es ein großer Prozentsatz der Menschen ist.“ Und warum entfaltet dann der Mensch nicht in viel höherem Maße Weisheit? Weil er sich auf die Reise der Selbst-Erkenntnis begeben hat und mit diesem Herniedersteigen in die materielle Welt jene Antennen betäubt, die ihn die Stimme der göttlichen Ebenen vernehmen ließen – genauso, wie es einem begnadeten Pianisten schwerfallen würde, seine Musik mit in dicke Fäustlinge verpackten Händen hervorzubringen! Die Aufgabe des Menschen ist es, in dieser ach so feststofflichen Welt seine Göttlichkeit im Innern zu finden, sie freizuschaufeln von den Schlacken des Menschlichen und immer stärker leuchten zu lassen – um so, auf seinem Rückgang nach „oben“, immer mehr der allzumenschlichen Verschmutzungen wegzuschmelzen und wieder empfänglich zu werden für die einfache, klare, wunderbare Wahrheit der göttlich vollkommenen Sphären.
Wie sagte es einmal ein ägyptischer Weiser? Tiere brauchen keine Religion. Sie sind sie.

Nachfolgend können Sie als Kostprobe einige kurze Ausschnitte aus den Interviews lesen, die wir mit den Tieren im Zoo von Zürich gehalten haben.

emu

Emu:

Fühlt ihr euch mehr als Vögel oder als Landtiere? Ihr könnt ja nicht fliegen. Fühlt ihr euch mit den Vögeln verwandt?
Wir sind mit allen Wesen verwandt, doch wir fühlen uns als fest auf der Erde verankert, und die Erde ist stark. Doch es ist schön, in den Himmel zu schauen. Unsere Bewegung ist etwas zwischen Laufen und Fliegen.
Ist es für euch natürlich, zu zweit zu leben, oder lebt ihr in der Wildnis in großen Rudeln?
Wir haben eine Aufgabe hier, und deshalb ist es gut so. Wir sollen die Menschen erreichen und sie für ihre eigene Schönheit sensibilisieren.
Hier kommt zum ersten Mal, was wir von den Tieren immer wieder hören werden: Daß ihre Existenz im Zoo für sie eine besondere Aufgabe sei, die sie gerne und in der Regel ohne zu klagen wahrnehmen.
Welche Gefühle kennt ihr?
Wir sind sehr empfindlich für die Schwingungen und die Energie, die uns umgibt. Wir sind aber nicht so stark involviert in das, was ihr Menschen als ‚Gefühl‘ seht. Wir haben eine andere Auffassung davon. Für uns sind Gefühle vor allem extreme Sachen.
Also beispielsweise die Angst bei einer konkreten Bedrohung?
Ja, genau. Ihr verliert euch dann in diesen Gefühlen, ob diese nun positiv oder negativ sind. Wir behalten den Überblick. Unsere wilden Verwandten kennen Angst, Flucht, auch Schmerz, doch es hat eine andere Bedeutung. Hier im Zoo erleben wir solche Situationen natürlich nicht.
Und wie nehmt ihr die verschiedenen Emotionen der Menschen, die in den Zoo kommen, wahr?
Wir spüren es in der Luft. Es ist, als ob die Luft dicker würde.
Fenner: Sie zeigen es mir so, als wenn sich die klare, feine Luft eines Sommertags zu einem dicken Nebel verdichtet.
Sie wird so schwer. Wir können aber damit umgehen, und manchmal ist es auch schön, diesen Nebel zu durchbrechen, und mit den Menschen in Kontakt zu treten.

schildkröte

Schildkröte:

Was uns bei Schildkröten sehr beeindruckt, ist das hohe Alter, das sie erreichen. Gibt es einen Grund dafür?
Es ist eine Frage dessen, wie man mit sich selbst umgeht. Viele verachten uns, weil wir angeblich langsam sind. Doch wir kennen unseren Körper und unsere Energien und wissen, wie wir mit unserem Körper umgehen müssen, damit er so stabil bleibt. Jede unserer Bewegungen – komm und schau zu – ist mir in ihren vielen Einzelschritten völlig bewußt. Ich weiß, was ich mit meinem Körper mache. Das schenkt uns soviel Ruhe, daß unsere Körper über lange Zeit immer gleich bleiben.
Dieses Gemächliche sieht für uns aus, als ob ihr euch in Zeitlupe durchs Leben bewegen würdet. Habt ihr ein anderes Erleben der Zeit als wir?
Eure Zeiterfahrung ist völlig krank. Ihr seid viel zu schnell. Ihr habt nicht einmal Zeit, richtig hinzuschauen. Immer seid ihr auf dem Sprung, gleich wieder weiterzugehen.
Ich fühle mich ertappt…
Ihr seid immer auf Tempo ausgerichtet. Alles muß für euch schnell gehen. Daher ist die Zeit für euch so zentral. Für mich spielt die Zeit keine Rolle. Ich bin einfach. Ich bin, und ich bin da, und der Augenblick ist wichtig. Das, was jetzt ist. Wenn ich mich jetzt bewege, dann ist das gerade das wichtigste überhaupt. Ihr studiert immer schon, was danach kommt. Ich bin einfach da.
Waren die Menschen schon immer so oder erst in der kürzeren Vergangenheit?
Ihr seid Jäger. Ihr bringt diese Qualität mit. Sie hat sich noch verstärkt. Ihr lebt in Konkurrenz mit euch selbst, und das bewirkt, daß ihr neben euch steht und nicht verwurzelt seid.

indischer elefant

Elefant:

Fühlst du dich als individuelles Wesen?
Ja. Ich habe einen Namen, eine Aufgabe, einen begrenzten Raum zur Verfügung. Es ist mir sehr bewußt, daß ich ein Individuum bin.
Generell sehen sich die Elefanten als Individuen. Wir haben ein Bewußtsein vom Individuum. So funktionieren unsere Familien. Eigentlich sind wir euch sehr ähnlich.
Würde das auch heißen, daß ihr seelisch individualisiert seid?
Ja, das habe ich gemeint. Wir brauchen die Gruppe, aber innerhalb der Gruppe sind wir uns sehr bewußt, daß wir Individuen sind. Es gibt auch Sympathien und Antipathien in der Familie, fast wie bei euch. Wir können auch sehr nachtragend sein. Wenn irgendwann in der Familie etwas vorgefallen ist – ein Kampf beispielsweise – dann ist das irgendwie immer da und nicht einfach vergessen.
Apropos Erinnerungsvermögen: Er sagte vorher, daß sie sich erinnern, wenn an einem Ort etwas Schlimmes passiert ist. Können sie auch den Mensch identifizieren, der ihnen das Schlimme angetan hat?
Am Geruch, ja. Wir riechen seine Erinnerung. Eigentlich riechen wir seine Angst. Die Angst des Menschen vor dem Elefanten. Jene, die uns etwas antun, leben danach mit dieser Angst, weil sie uns etwas angetan haben. Niemand tut uns etwas an, ohne daß er nachher Angst hat.
Fenner: In dem Augenblick, wo du ihnen etwas antust, spürst du, daß du ein Individuum verletzt hast. Es ist nicht einfach ein Tier getötet worden, sondern im Augenblick der Mißhandlung weiß der Mensch, daß er einem Individuum etwas angetan hat.
Wie sterben Elefanten?
Wenn die Seele einen Elefantenkörper verläßt, bleibt sie noch recht lange am Ort des Körpers. So lange, bis der Körper sich anfängt zu zer­setzen oder von anderen Tieren gefressen wird. Wir haben sehr viel Respekt vor dem Körper.
Was ist denn die Aufgabe der Elefanten? Es sind ja die größten Landsäugetiere, und außer dem Menschen haben sie ja auch keine natürlichen Feinde. Weshalb sind sie hier?
Um die Menschen Respekt zu lehren und die Verbindung von Masse und Schönheit zu verkörpern. Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr sehen, wie geschmeidig wir eigentlich sind, obwohl ihr uns als plump empfindet. Wir sind auch da, um die Erde zu stärken.
Fenner: Sie empfinden sich wie einen Auswuchs der Erde. Vergleichbar mit einem Felsen.

wolfsrudel

Wölfe:

Wohin geht ein Wolf nach dem Tod?
Zurück. Dorthin, wo wir hergekommen sind. Zur Quelle aller Schöpfung. Ihr könnt euch das vorstellen als einen Ort, wo ganz viele Wesen sind ohne Körper, die sich aber an ihre körperlichen Inkarnationen erinnern. Es ist ein Ort, wo sehr viel Bewegung ist und sehr viel Frieden. Wir glauben, ihr sagt dem Himmel. Es ist aber eigentlich ein Rückzugsort, wo sich die Seele wieder erholen kann. Es ist ein Ort der Heilung von allem, was einem während der Verkörperung zugestoßen ist.
Empfindet sich der Wolf an diesem Ort immer noch als Wolf, oder als ein Wesen ohne bestimmt Identität?
Es kommt darauf an, ob ich wieder als Wolf komme – also, ob ich meinen Weg als Wolf schon beendet habe. Wenn nicht, dann fühle ich mich als Wolf, und wenn ich meine Aufgaben als Wolf erledigt habe, dann komme ich zurück in diese Verbindung, und dann bin ich einfach.
Was wäre dann der nächste Schritt als Verkörperung? Welche Tierart?
Das ist individuell. Es gibt keine feste Regel. Es ist viel einfacher, als ihr glaubt. Es ist nicht so, daß ich zuerst eine Ameise sein muß, um dann ein Insekt zu werden und irgendwann ein Wolf. Doch ich muß in meinen Verkörperungen als Wolf meine Aufgaben erfüllen und meine Lektionen lernen. Dann kann ich auch als anderes Tier kommen. Oft ist es so, daß ein Tier, das zuvor Jäger war, als Beute zurückkommt, oder umgekehrt, um einmal zu erfahren, wie es ist, wenn man auf der anderen Seite der Nahrungskette steht.

nashorn

Nashorn:

Wozu dient euch euer Horn?
Das frage ich mich hier manchmal auch. Es ist aber ein sehr sensibles Organ. Es ist nicht so plump, wie es aussieht, und wir können über dieses Horn sehr viel an Schwingungen aufnehmen. Manchmal hilft es uns auch, um an Futter heranzukommen.
Sind Hörner im allgemeinen eine Verbindung zu Ätherkräften?
Ihr Menschen bewundert uns wegen der Hörner, weil ihr glaubt, Hörner seien stark und fest. Sie sind aber sehr sensibel und nehmen alles aus der Umgebung auf. Sie sind gleichzeitig eine Verbindung zur Erde und zu den Bäumen. Wenn wir das Horn an einen Baum halten, dann können wir die Kräfte, die Säfte des Baumes und seine Energie spüren.
Dann ist also ein Tier, dem man die Hörner raubt…
Dann sind wir unvollständig.
Das Thema Horn interessiert mich weiter; habe ich doch einmal über den Hornraub bei Kühen geschrieben. Mal sehen, ob sich ein afrikanisches Tier mit europäischen Kühen auskennt.
Ist es bei Kühen dasselbe?
Was ihr mit den Tieren macht, die ihr unter eurer Obhut habt, ist sehr oft einfach Bequemlichkeit. Ihr nehmt ihnen etwas weg, damit es für euch bequemer ist. Das gilt für jeden kastrierten Hund ebenso wie für jede Kuh, der man die Hörner nimmt. Ich weiß zwar, daß einige Tiere sich damit arrangiert haben, doch aus meiner Sicht ist es wirklich schrecklich. Wir können nur überleben, wenn wir vollständig sind. Es macht nichts, eine Fleischwunde zu haben. Die wächst wieder zusammen. Doch wenn man uns etwas wegnimmt…

kamele

Kamele:

Mögt ihr es, wenn Menschen euch reiten?
Das müssen wir zum Glück nicht über uns ergehen lassen! Es reicht, wenn wir durch die Stadt laufen müssen.
Fenner: Ja, das macht ihr ja jeweils beim Zürcher Sechseläuten-Umzug.
Laufen ist gut, laufen ist super, aber ohne Menschen auf dem Rücken!
Fenner: Was ihnen gefallen würde, ist so eine Brokatdecke mit Goldornamenten drauf. So was richtig Schickes, wie sie es in Arabien tragen. Sie sagen, das wäre schön.
Vermissen sie die Wüste?
Wir vermissen das Gefühl des Wanderns, des einfach Gehens. Die Luft dort ist anders, wie ein Flimmern. Wir haben zwar mit dem Klima hier keine Probleme, doch es ist schön, Sand unter den Füßen zu haben.
Die Wüste erscheint uns Menschen als etwas Gefährliches.
Das ist euer Problem. Die Wüste ist sehr lebendig, auch wenn es für euch nicht so aussieht. Jedes Sandkorn – es ist alles miteinander in Verbindung. Es ist wie ein perfektes Gebilde. Nicht so zerrüttet und zerwühlt wie dieser Teil der Erde, wo ihr drauf lebt.

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oryx

Oryx-Antilope:

Etwas, das uns sehr stark beschäftigt, ist die Jagd. Daß die Menschen in den Wäldern Jagd machen auf Rehe, Füchse, Hirsche etc.
Ihr habt die irrige Meinung, daß diese Tiere frei seien, doch sie sind es nicht. Der Lebensraum des Rehs in dieser Gegend ist so eingeengt, daß es aufs gleiche herauskommt, ob ihr sie einsperrt und abschießt oder ob ihr einfach in den Wald hinaus geht und sie dort jagt. Es ist normal, gejagt zu werden. Was fehlt, ist bei den Rehen das Gruppengefühl. Sie leben sehr vereinzelt und haben dadurch keine Chance.

Das ist die unerwartete Sicht einer Antilope, die in der Wildnis in großen Herden unterwegs ist. Sie hat also Mitleid mit unseren Rehen, die in jämmerlichen Restwäldern ein vereinzeltes, einsames Dasein führen. Denn eigentlich ist das Reh – wie die Antilope auch – ein Rudeltier.
Macht es einen Unterschied, ob man in einer großen Gruppe gejagt wird, wie das beispielsweise bei großen Antilopenherden der Fall ist, oder als Einzeltier?
Ja. In der Herde bist du von deiner ganzen Familie umgeben. Dann bist du bereit, deinen Körper hinzugeben, damit die anderen überleben können. Doch allein hat ja niemand eine Chance.

Quelle: http://www.zeitenschrift.com/artikel/tierkommunikation–was-tiere-uns-zu-sagen-haben#.VTzlJ5NqtHB

Gruß an die treusten Freunde

TA KI