Der Samstagsfilm: Der Plan


David Norris ist ein junger, charismatischer und intelligenter Kongressabgeordneter. Er kandidiert für den Senat, scheitert jedoch letztlich wegen einer lange zurückliegenden, aber publik gewordenen Schlägerei und eines gefilmten Streichs beim Collegetreffen. Am Wahlabend, nach Bekanntwerden seiner Niederlage, lernt er scheinbar zufällig die unkonventionelle Elise auf der Herrentoilette kennen. Elise hat sich auf dieser vor dem Sicherheitsdienst versteckt, weil sie als Mutprobe für sich selbst eine Hochzeit gestört hat. Diese Begegnung inspiriert Norris zu einer besonders erfolgreichen Rede. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, allerdings verlieren sie sich aus den Augen.

Etwas später trifft Norris die Unbekannte zufällig auf dem Weg zur Arbeit im Bus wieder, und sie gibt ihm ihre Nummer. Als David in seinem Büro ankommt, sind alle seine Mitarbeiter erstarrt, und fremde Männer in Anzügen und Hüten befinden sich in dem Gebäude. Er wird gefangengenommen und ihm wird erklärt, dass es einen Plan für den Verlauf seines Lebens gebe. Die Männer sorgen dafür, dass dieser Plan erfüllt werde. David sollte eigentlich den Bus verpassen. Da es nicht geplant war, dass er Elise wiedersieht, wird ihm ihre Telefonnummer weggenommen. Er muss versprechen, niemandem von den Männern oder dem Plan zu erzählen, ansonsten würde ein Reset – also eine Löschung von Gefühlen und Erinnerungen – bei ihm durchgeführt. Dann wird er freigelassen und soll sein normales Leben weiter leben.

Harry, ein Mitglied des Planungsbüros, der hätte verhindern sollen, dass David Elise wiedersieht, sucht diesen auf und beantwortet ihm seine Fragen. Er erklärt ihm zudem, dass David Elise überhaupt nie wieder sehen soll oder wird, da man immer versuchen wird, sie zu trennen.

Drei Jahre später trifft David Elise wieder. Sie ist enttäuscht, dass er nicht angerufen hat. Er ist sich darüber klar, dass er sie nicht aus den Augen lassen darf, wenn er eine Zukunft mit ihr haben will. Die Herren des Planungsbüros greifen die ganze Zeit mit kleinen Tätigkeiten ein, als David mit Elise in ein Café geht, indem sie z. B. ihre Probe in ein anderes Tanzstudio verlegen, Davids Freund zu den beiden schicken, einen Kuss der beiden durch die Ankündigung eines eingetroffenen Fernsehteams unterbrechen lassen. Um zu verhindern, dass die Änderungen am Plan zu groß werden, versuchen die Herren erfolglos, den hartnäckigen David davon abzuhalten, Elise tanzen zu sehen. David und Elise kommen sich in der folgenden Zeit näher.

Für die Planer entwickeln sich David und Elise zu einem echten Problem. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto größer sind die Auswirkungen auf ihre Leben, sodass diese nicht mehr „dem Plan“ entsprechen. Es stellt sich heraus, dass die beiden in früheren Versionen dieses Plans füreinander bestimmt waren. Obwohl sich der Plan änderte, gab es Restströmungen der alten Pläne, die die Anziehungskraft zwischen David und Elise aufrechterhalten und sie sich füreinander bestimmt fühlen.

Erneut wird David in die Halle geführt, wo einer der Planungsherren ihm erzählt, dass die Planer – angeführt vom sogenannten Vorsitzenden – die Menschen zuerst bis zum Römischen Reich führten, danach sollten die Menschen ihren freien Willen benutzen. Nach dem dunklen Mittelalter griffen die Planer wieder ein und führten sie bis zur Industrialisierung. Danach führten die Menschen, erneut auf sich allein gestellt, die beiden Weltkriege. Der Plan für David wird ihm eröffnet: Er soll Präsident der Vereinigten Staaten werden. Elise ist in „geringer Dosierung“ gut für ihn, wie die Rede – doch würde sie negativ auf ihn wirken, wenn sie zusammen wären. David würde, ohne zu zögern, auf das Präsidentenamt verzichten, will aber nicht riskieren, dass ihr Plan damit scheitert, eine international erfolgreiche Tänzerin und Choreografin zu werden. Er verlässt sie.

Elf Monate später wird David als Präsidentschaftskandidat gehandelt und ist in politischer Höchstform, auch Elise ist erfolgreich. David erfährt von ihrem Hochzeitsplan. Harry hat Mitleid mit David und hilft ihm dabei, unentdeckt wie die Planungsmitglieder zu Elise zu gelangen, um die Hochzeit zu verhindern. Tatsächlich erreicht David Elise rechtzeitig vor der Trauung. Um allerdings erklären zu können, warum er sie verlassen hat, muss er ihr von dem Plan erzählen. Sofort macht sich ein Team auf den Weg, um Davids Gedächtnis zu löschen. Elise flieht nach langem Zögern mit David vor den Planern, um den Vorsitzenden zu finden, der den Plan entwirft. So dringen Elise und David ins Planungsbüro ein und werden erwischt und umstellt. In Erwartung eines „Resets“ verabschieden sie sich liebevoll voneinander. Aber der Vorsitzende hat den Plan geändert: Elise und David dürfen zusammenbleiben.

Harry stellt am Ende des Films die Vermutung an, dass das Ganze ein Test war: David und Elise sollten gezwungen werden, ihren freien Willen zu entdecken und zu ergründen, wie weit sie für das, was sie wollen, gehen würden. Alle Menschen sollen ihren freien Willen nutzen, damit sich das Planungsbüro eines Tages wieder zurückziehen kann.

Gruß an das Unvorstellbare

TA KI

Werbeanzeigen

Was die Reichsbürger wirklich glauben


Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat ab. Sind sie rechtsextrem? Eine Gefahr? Es gibt zu wenige Informationen, sagen die Grünen, und fordern eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

Reichsdeutsche-am-Tag-der-Deutschen-Einheit-6-

Helga F.* hat ihren bisherigen Namen abgelegt. Sie nennt sich mittlerweile „Die Frau Helga aus der Familie F.“ oder abgekürzt „a.d.F.F“. Im April 2014 schickte die 65-jährige frühere Hauswirtschafterin ein Fax an den Bürgermeister der Stadt Willebadessen und verkündete darin ihren persönlichen Austritt aus der Bundesrepublik Deutschland. Sie sei „Staatsangehörige des Freistaates Preußen“ und besitze eine entsprechende „Staatsangehörigkeitsurkunde“. Die Stadt Willebadessen sei keine staatliche Behörde, sondern eine „private Firma“ und nicht für sie zuständig.

Steuern und Abgaben zahle sie an das „Landesfinanzamt der Provinz Westfalen“. Das Schreiben hat F. auf Anfrage der „Welt“ zugeschickt. Sie sagt, sie habe keinen Personalausweis und keinen Führerschein der BRD mehr. Sie besitzt einen grünlich-grauen Führerschein mit dem Stempel „Freistaat Preußen Verkehrsministerium“.

Helga F. lebt in einem ländlichen Winkel des Städtchens Willebadessen tief verborgen im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter, an ihrer Garage sticht ein scheinbar behördliches Schild ins Auge. Darauf ist ein Adler zu sehen, das Symbol des „Freistaates Preußen“, mit dem amtlich klingenden Hinweis: „Dieses Haus, Grundstück und Bewohner stehen unter dem Schutz der Genfer Konventionen“. Das „Betreten vom Personal der BRD-Deutschland“ sei verboten und löse „die internationale Strafverfolgung in jeglicher Konsequenz“ nach Genfer Konventionsrecht und Haager Landkriegsordnung (HLKO) aus.

Die Preußen wollen gar keine Reichsbürger sein

Das klingt danach, als ob dieses Schild ein anderes Territorium markiert. Im März dieses Jahres tauchte dort morgens die Polizei mit Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) und einer Einsatzhundertschaft auf. Sie machte bei F. und zeitgleich an einem anderen Standort eine Razzia.

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Paderborn und das Landeskriminalamt NRW beschuldigen einen 30-Jährigen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er habe versucht, ein Gewehr des Typs AK-47 zu beschaffen, um eine „Polizeitruppe“ für den „Freistaat“ aufzubauen. Dies soll im Einvernehmen mit F. geschehen sein, die als „Vertreterin für innere Angelegenheiten der Provinz Westfalen“ auftritt. Die Ermittlungen hätten zudem „Anhaltspunkte dafür ergeben, dass es möglicherweise weitere Versuche gegeben hat, Waffen zu beschaffen“, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Die Beschuldigte F. weist den Vorwurf auf „Welt“-Anfrage zurück und sieht die Razzia nur als weitere Schikane der aus ihrer Sicht unrechtmäßigen BRD. Das rigorose Einschreiten der Polizei zeigt wiederum, dass die Sorge vor einer Eskalation mit solchen Gruppen wächst, die weder Gesetze noch staatliche Souveränität der Bundesrepublik anerkennen und sich, wie im Fall vom Helga F. aus Willebadessen, als Angehörige des „Freistaates Preußen“ oder als „Reichsbürger“ oder als „Germaniten“ oder „Selbstverwalter“ bezeichnen. Helga F. betont, sie habe mit „Reichsbürgern“ nichts zu tun. Doch die Auffassungen dieser Gruppen ähneln sich.

Der Verdacht, dass eine eigene bewaffnete Polizei aufgebaut werden soll, offenbart zudem nach Ansicht der Sicherheitsbehörden eine neue Gefahr, die von diesen Gruppen ausgehen kann. Sie beschränken sich längst nicht mehr darauf, ihre Verschwörungstheorien und Ansichten im Internet zu verbreiten und mit angeblichen Belegen und schier endlosen staatsrechtlichen Interpretationen zu untermauern. Sie leben ihre Haltung im Alltag konsequent aus. Verwaltungen, Gerichte, Ämter haben zunehmend Mühe mit solchen Gruppen, weil deren Anhänger sich weigern, Grundsteuern, Abgaben, Bußgelder zu entrichten und die geltenden Gesetze und behördlichen Vertreter und Anordnungen anzuerkennen.

„Querulanten oder anderweitig verhaltensauffällige Personen“

Sie schicken seitenweise Begründungen gespickt mit Paragrafen, juristischen Zitaten und staatsrechtlichen Abhandlungen. Sie berufen sich auf das Deutsche Reich, etwa in den Grenzen von 1937. Die Angehörigen des „Freistaates Preußen“ pochen auf die Verfassung vom 30. November 1920. Manche versuchen erfolglos, Sozialleistungen mit Berufung auf die Haager Landkriegsordnung einzuklagen, in einem Fall ging die Betroffene bis zum Bundessozialgericht, das ihr dann – juristisch zumindest – Einhalt gebot.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium schickte den Kommunen im Land vor einigen Wochen eine vertrauliche dreiseitige Verschlusssache mit der Klassifizierung „VS – Nur für den Dienstgebrauch“. Darin warnt es explizit vor diesen Leuten. „Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen registriert seit Beginn des Jahres 2014 eine steigende Zahl von Vorfällen mit Personen, die als ,Reichsbürger‘ oder ,staatliche Selbstverwalter‘ bezeichnet werden“, heißt es in dem internen Schreiben, das der „Welt“ vorliegt. Es müsse sich dabei „nicht in jedem Einzelfall um Rechtsextremisten handeln, jedoch besteht – schon rein inhaltlich – eine hohe Affinität zu diesem Phänomenbereich“. Diese Leute verfolgten das „Ziel, Verwirrung zu stiften, um staatliche Stellen vom rechtlich gebotenen Handeln abzulenken“.

Das Innenministerium warnt, dass es öfter Personen „in psychischen oder existenziellen Ausnahmesituationen“, „Querulanten oder anderweitig verhaltensauffällige Personen“ seien. Es müsse bei einem persönlichen Kontakt „stets von einer nicht auszuschließenden Gefährdung der Mitarbeiter ausgegangen werden“. Beim Vollzug von Maßnahmen und persönlichen Gesprächen sollte „verstärkt auf Eigensicherung (weitere Mitarbeiter im Büro, geöffnete Verbindungstür etc.) und Persönlichkeitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geachtet werden“, warnt das Ministerium. Der Schriftwechsel sei auf das „absolut notwendige Mindestmaß“ zu beschränken.

Die Bundesrepublik ist kein Staat, sondern nur eine „Firma“

Die Stadt Willebadessen hat leidvolle Erfahrungen mit den Angehörigen des „Freistaates Preußen“ gemacht. Bürgermeister Hans Hermann Bluhm (CDU) hält sich aus Gründen des Datenschutzes mit Äußerungen zurück. Angesprochen auf den Brief von F. im vergangenen Jahr, antwortet Bluhm lediglich: „Für uns gibt es den einseitig erklärten ,Austritt aus der Bundesrepublik‘ nicht. Wer hier wohnt und seine Rechte gegenüber unserem Staat geltend macht, hat selbstverständlich auch seinen Pflichten nachzukommen.“ Wer seiner Steuerpflicht nicht nachkomme, zu dem werde der Vollstreckungsbeamte geschickt.

Die Kreispolizei in Höxter betont auf Anfrage, dass es keine Kompromisse gibt. Sie akzeptiert keine „Papiere“ des „Freistaates Preußen“, und als im vergangenen Jahr Autos mit selbst gefertigten Kennzeichen auftauchten, schritten die Beamten ein.

Das ist ein ganz erbärmliches System, reine Willkür, Diktatur, ein Polizeistaat. Es ist alles hier komplett krank

Günther G.
Lehnt die Bundesrepublik als Staat ab

Wer sind diese Leute? Die Kontaktaufnahme zu Helga F. ist kompliziert. Sie überlegt, ob sie sich mit der Presse treffen soll, denn einerseits möchte sie ihre Beweggründe erläutern, andererseits meint sie, dass ohnehin alles zensiert wird. Damit teilt sie die populäre Generalkritik in ihren Kreisen an den sogenannten Systemmedien. Es kommt dann zu einem Treffen in ihrem Haus in Willebadessen. Es ist ein Samstag im März. Auch der anwesende Günther G.* aus Hessen kommt hinzu.

Man merkt rasch, sie haben ein festes Weltbild und befinden sich in ständigem innerem Widerspruch zu den Behörden – Vertretern, der von ihnen nicht akzeptierten Bundesrepublik. Man weiß in den nächsten zwei Stunden nicht, was man glauben kann. Das Einzige, was sicher ist, sie wirken fest entschlossen. Helga F. erzählt, dass sie sich früher stark in der Nachbarschaft engagiert habe und beliebt gewesen sei. Sie habe in den 80er-Jahren den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern übernommen. Vor drei Jahren seien ihr Zweifel gekommen, ob das hier alles so richtig sei. Sie habe sich erkundigt. Nun ist sie davon überzeugt, dass die BRD kein rechtmäßiger Staat, sondern lediglich eine „Firma“ sei.

Auf einer Wellenlänge mit Xavier Naidoo?

Günther G. schildert, dass er als Immobilienmakler vom Finanzamt drangsaliert und „geschröpft“ worden sei und seitdem alles infrage stellt. „Das ist ein ganz erbärmliches System, reine Willkür, Diktatur, ein Polizeistaat. Es ist alles hier komplett krank“, zürnt G. Er betont, dass die „Reorganisation“ auf friedlichem Wege passieren solle. „Wir sind keine ,Reichsbürger‘. Wir sind keine Rechtsradikalen. Wir sind reichsdeutsche Männer und Frauen“, sagt er. Es gebe viele Gruppen, die nur noch nicht zusammengefunden hätten und im Grunde ein Ziel hätten. Er selbst wehrt sich nach eigener Darstellung juristisch massenhaft. Einige Tage später schickt er eine fast 20-seitige Liste mit Gerichtsverfahren und mit Namen von Richtern, Oberbürgermeistern, Mitarbeitern von Finanzämtern.

Beim Autorisieren der Zitate weist Günther G. noch per Mail darauf hin, dass man sich an den Sänger Xavier Naidoo wende möge, weil sie auf einer „Wellenlänge“ seien. Der populäre Musiker war am 3. Oktober 2014 bei einer Kundgebung unter anderem mit „Reichsbürgern“ und Vertretern des „Freistaates Preußen“ vor dem Reichstagsgebäude in Berlin aufgetreten. Naidoos Management reagiert auf eine „Welt“-Anfrage und erklärt, es gebe Äußerungen des Sängers in dieser Sache gegenüber dem „Südwestrundfunk“. Naidoo sagte dem Sender, dass er die Thesen der „Reichsbürger“ nicht teile, meint aber auch, dass sie „Systemkritiker“ seien, so wie er selbst. „Wir brauchen diese Meinungsfreiheit“, sagt Naidoo. Er wolle auf alle Menschen zugehen, so wie sein Vorbild Jesus.

In Brandenburg hat man sich bisher am intensivsten mit „Reichsbürgern“ und all diesen ähnlichen Gruppen befasst, weil sich dort Zwischenfälle vor einigen Jahren bedenklich häuften. Das hiesige Landesamt für Verfassungsschutz widmete dieser Strömung in seinem Bericht 2012 zwanzig Seiten und mahnt Verwaltungen und Betroffene in einem aktuellen Flugblatt, konsequent gegen die „Reichsdeutschen“ aufzutreten.

Blödsinn ist nicht strafbar

In der „Verwaltungsrecht-Zeitschrift“ für die fünf neuen Bundesländer haben zwei Wissenschaftler die Argumentation der „Reichsbürger“ beziehungsweise „Reichsdeutschen“ untersucht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass „nicht stringent argumentiert wird, sondern einzelne Sätze zusammenhanglos aus einem komplexen Kontext gepickt werden“. Sie empfehlen, „auf keinen Fall“ auf die Argumentation einzugehen. Die Anhänger wollten die „Verwaltung aufhalten und mit sinnloser, unnötiger Arbeit beschäftigen“. Freilich schreiben die Autoren in durchaus launigem Ton, dass das Auftreten als „Reichsbürger“ allein keine Straftat darstelle. „Denn: Blödsinn ist nicht strafbar.“ Entsprechende Dokumente seien als „Jux“ zu erkennen und damit keine Urkundenfälschung.

Doch die Grenze zwischen Spinnerei und ernsthaftem Umsturzgedanken ist augenscheinlich nicht so klar, denn im Internet findet man mitunter auch auf bestimmten Seiten Aufrufe zur „Notwehr“. Die Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin sieht bei diesen Gruppen „menschenfeindliche“ und „antidemokratische“ Einstellungen und kommt wie der Verfassungsschutz in Brandenburg zu dem Schluss: „Die Reichsideologie ist in ihrem Kern rechtsextrem.“

In den vergangenen Jahren seien von ihnen Morddrohungen und Übergriffe ausgegangen. Bei Razzien habe die Polizei auch Schusswaffen gefunden. Dass diese Waffen „ganz legal im Besitz dieser Menschen gewesen sein sollen, verschlimmert diesen Umstand nur noch. Sollten sich die reichsideologischen Überzeugungen zu einem geschlossenen Weltbild verengen, steigert sich deren Gefahrenpotenzial beträchtlich“, heißt in einer Studie, welche die Stiftung mit Förderung des Bundesinnenministeriums publiziert hat.

Wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand Pflicht

Frau Helga aus der Familie F.
Staatsangehörige des Freistaates Preußen

In der Grünen-Bundestagsfraktion stuft man diese reichsdeutschen Gruppen als hoch problematisch ein. Deren innenpolitische Sprecherin Irene Mihalic fordert eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz: „Wir brauchen endlich ein klar konturiertes Bild über die ,Reichsbürger‘, ihre Motive, ihre Strategien. Es ist absolut unverständlich, dass die ,Reichsbürgerbewegung‘ bisher nicht im Verfassungsschutzbericht auftaucht“, sagt Mihalic auf Anfrage der „Welt“. Sie erinnert an die Razzia in Willebadessen: „Spätestens wenn eine klar den ,Reichsbürgern‘ zuzuordnende Gruppe wie ,Freistaat Preußen‘ eine eigene Polizei mit Waffen auszustatten versucht, müssen doch alle Alarmglocken schrillen. Diese Aktivisten stellen das Fundament unseres Staates infrage und wollen ihn überwinden. Das muss uns in höchstem Maße beunruhigen“, erklärt Mihalic.

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hatte im Innenausschuss des Bundestages im Dezember 2014 betont, bei der „Reichsbürgerbewegung“ seien „nicht alle Personen per se Rechtsextremisten“. Man könne keine einheitliche Bewertung vornehmen. Da die „Reichsbürgerbewegung“ keine bundesweite Struktur habe, sei sie nicht Gegenstand des Bundesverfassungsschutzberichtes. Die Verfassungsschutzämter der Länder würden Personen in diesem Spektrum beobachten, die die freiheitlich-demokratische Ordnung ernsthaft infrage stellten, sagte Maaßen.

In Willebadessen ist Helga F. nach wie vor davon überzeugt, dass sich alles ändern muss und dass diese Bundesrepublik illegal ist. Sie beklagt „Volksbetrug“ und „Hochverrat gegenüber den Deutschen“. Sie ist nach der Razzia im März überzeugter denn je: „Ich werde meinen Weg gehen und mein Ziel weiter verfolgen, nach dem Motto: Wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand Pflicht.“

*Namen geändert

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article140955301/Was-die-Reichsbuerger-wirklich-glauben.html

Gruß an die Erwachten- und immer daran denken: Der Verfassunsschutz hat seine V-Leute überall infiltriert 😉

TA KI

China trifft Vorbereitungen zum Fall des Dollars – Zeitung


302240129China hortet Gold und kann mit Hilfe seiner Goldreserven den US-Dollar stürzen, schreibt die Taiwaner Zeitung „Want China Times“ mit Hinweis auf Duowei News, eine von Auslandschinesen betriebene Nachrichtenseite.

China sei imstande, mit 30.000 Tonnen Gold die instabile amerikanische Währung zu Fall zu bringen, behauptet der Finanzmarktexperte Jin Zihou.

Wenn China die Vereinigten Staaten auf den globalen Handels- und Finanzmärkten wirklich herausfordern wollte, dann müsse das über eine signifikante Menge an Gold geschehen, so der Analyst. Dies könne geschehen, wenn Peking einen gewichtigen Teil seiner Dollar-Reserven in Gold tauscht.Einer der Schritte auf diesem Weg werde eine Beteiligung der chinesischen Währung Yuan am Währungskorb sein, der sich derzeit aus US-Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund zusammensetzt.

China bereitet sich ganz unverkennbar auf eine Dollar-Abwertung vor und hortet Gold, so Duowei News. Peking bilde dabei keine Ausnahme. Als Beispiel wird  Russland angeführt, das seine Gold-Bestände seit 2005 verdoppelt hat. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) weitete seine Goldreserven auf 2,8 Tonnen aus.

30.000 Tonnen Gold würden einen mächtigen Schutz für Chinas Yuan darstellen, heißt es ferner. Wenn auch momentan die Menge nicht vorliege, würde jedoch niemand bestreiten, dass China massenhaft Gold kauft und dass der Einfluss Pekings auf den globalen Finanzmärkten immer größer wird.China solle 2016 die USA als größte Wirtschaftsmacht überholen. Der Yuan werde dann künftig den Dollar als Leitwährung der Welt ablösen, heißt es ferner mit Hinweis auf Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Es sei aber wenig wahrscheinlich, dass dies im Nu geschieht, betont Duowei News. Zunächst sei nicht sicher bekannt, dass Chinas Gold-Bestände ausreichend groß sind – auch wenn das Land der größte Goldproduzent der Welt ist.

Quelle: http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20150515/302340733.html

.
Gruß an die Vorbereiteten
TA KI

PPI – Der Teufelskreis der Säureblocker


PPI steht für Protonenpumpeninhibitor, zu Deutsch: Protonenpumpenhemmer. Es handelt sich um Säureblocker, die im Magen die Produktion der Magensäure hemmen. Säureblocker werden bei Sodbrennen und Reflux verordnet oder auch als „Magenschutz“, wenn magenreizende Medikamente genommen werden müssen. Schnell gewöhnt man sich an PPI, denn sie machen in gewisser Weise abhängig – von ihren teilweise bedenklichen Nebenwirkungen ganz zu schweigen. Wie kommt man von PPI los? Und wie heissen die Alternativen?

saeureblocker-ia

Säureblocker – Arzneimittel für den Magen

Nehmen Sie ein Medikament für den Magen? Vielleicht ist es ein Säureblocker, auch Protonenpumpenhemmer (PPI) genannt. Wenn ja, dann haben wir diesen Artikel für SIE geschrieben!

Vermutlich leiden Sie an Sodbrennen (Reflux-Ösophagitis), einer Gastritis infolge einer Helicobacter-pylori-Infektion oder gar an einem Magen- oder Zwölffingerdarm-Geschwür. In all diesen Fällen (und einigen mehr) könnte es sein, dass Ihr Arzt Ihnen Säureblocker verschreibt.

Mit all diesen Beschwerden sind Sie nicht allein! Denn 7 bis 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet an Sodbrennen, so dass PPI zu den am meisten verordneten Medikamenten weltweit gehören. Protonenpumpenhemmer sind daher eine wirklich lohnende Einnahmequelle für die Pharmabranche. Jährlich werden allein mit diesem Arzneimittel milliardenschwere Gewinne eingefahren.

Warum aber heissen Protonenpumpenhemmer Protonenpumpenhemmer?

Wie wirken Säureblocker?

Protonenpumpenhemmer hemmen – wer hätte es gedacht – die Protonenpumpe. Dabei handelt es sich um ein Enzym in den Belegzellen der Magenschleimhaut. In den Belegzellen findet die Produktion der Magensäure statt, und die Protonenpumpe transportiert die Säure aus den Belegzellen hinaus in den Magen.

Wird die Protonenpumpe jetzt gehemmt, dann kann sie natürlich keine Säure mehr (oder nur noch wenig) in den Magen transportieren. Protonenpumpenhemmer wirken also anders als Antazida (z. B. Rennie). Die Letztgenannten neutralisieren die Magensäure direkt im Magen und zwar sofort nach dem Schlucken.

Protonenpumpenhemmer hingegen werden erst im Darm resorbiert und gelangen dann mit dem Blutstrom in die Magenschleimhaut und dort in die Belegzellen. Hier können die Säureblocker dann aktiv werden und die Säure blocken.

Omeprazol & Co.

Die Wirkstoffe der Säureblocker heissen Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol, Rabeprazol und Lansoprazol. Falls Sie also ein Mittel für den Magen einnehmen und nicht genau wissen, ob es ein PPI ist, so können Sie auf dem Beipackzettel nachsehen, ob einer dieser Begriffe mit der Endung –prazol auftaucht.

Der Produktname des Arzneimittels kann jedoch ganz anders lauten, z. B. Nexium, Antra MUPS, Rifun, Lanzor etc. Und wenn Sie den Beipackzettel schon in der Hand haben, dann lesen Sie auch rasch einmal die Nebenwirkungen der Säureblocker.

Säureblocker – Die Nebenwirkungen

Als erstes wird Ihnen auffallen, dass dies auf keinen Fall RASCH möglich ist. Denn die Liste ist lang. Und wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass es sich um einen „Magenschutz“ handelt, dann werden Sie gleich doppelt überrascht sein. Denn Säureblocker tun nahezu alles – nur eines nicht: Den Magen schützen, zumindest nicht dauerhaft.

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 1: Magen-Darm-Beschwerden

Zu den am meisten verbreiteten Nebenwirkungen der Säureblocker, die bekanntlich Magenbeschwerden lindern sollen, gehören Magenbeschwerden. Im Beipackzettel steht dann z. B. gastrointestinale Störungen. Das Sodbrennen ist also durch Säureblocker weg. Stattdessen wird man nun von Magendrücken, Blähungen, Geschmacksstörungen sowie Übelkeit begleitet.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass so mancher Patient vom Hausarzt schon dann kurzerhand PPI empfohlen bekommt, wenn er nur über gelegentliche Übelkeit klagt. Aber vielleicht hat sich die Schulmedizin ja inzwischen die Homöopathie zum grossen Vorbild genommen und möchte Gleiches mit Gleichem heilen… – was jedoch in diesem Fall nicht immer zu klappen zu scheint.

Mit ein wenig Pech kommt zur Übelkeit ausserdem noch eine Nahrungsmittelallergie hinzu:

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 2: Nahrungsmittelallergien

Wird die Magensäureproduktion gehemmt, wird es im Magen automatisch weniger sauer. Der pH-Wert steigt dort also. Eine Erhöhung des pH-Wertes im Magen jedoch stört die ordnungsgemässe Verdauung, besonders die der Proteine. Diese können nur in einem sauren Magen verdaut werden.

Also besteht jetzt die Gefahr, dass unvollständig verdaute Eiweisspartikel durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen können. Da sie dort aber nicht hingehören, hält der Körper sie für Fremdkörper, behandelt sie wie Allergene und bildet gegen sie Antikörper: Die Allergie ist da! Ist man bereits Allergiker, können Säureblocker das Risiko eines anaphylaktischen Schocks erhöhen.

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 3: Vitamin-B12-Mangel

Säureblocker hemmen bekanntlich die Aktivitäten der Belegzellen. Diese aber produzieren nicht nur Säure, sondern auch den sog. Intrinsic-Factor, der für die Resorption des Vitamin B12 unerlässlich ist. Fehlt der Intrinsic-Factor, kommt es unweigerlich zu einem Vitamin-B12-Mangel. B12-Mangel aber hat äusserst unangenehme Folgen.

Er kann neurologische Probleme verursachen – von Schlafstörungen über Nervosität bis hin zu Vergesslichkeit und Koordinationsstörungen. Aber auch massive Herz-Kreislauf-Schäden können Vitamin-B12-Mangel-bedingt sein. Denn Vitamin B12 ist gemeinsam mit Vitamin B6 und der Folsäure am Abbau des toxischen Homocysteins beteiligt – ein Stoff, der bei der Verstoffwechslung von Proteinen entsteht und im gesunden Körper problemlos abgebaut wird.

Bei Vitamin-B12-Mangel kann das Homocystein nicht mehr ordnungsgemäss abgebaut werden. Der Homocysteinspiegel im Blut steigt und mit ihm die Gefahr der Arteriosklerose (Verkalkung der Blutgefässe). Die Verkalkung kann jedoch auch im Gehirn stattfinden (Demenz ist die Folge) oder in der Netzhaut, was Sehstörungen mit sich bringt. Vitamin B12 ist leider nicht der einzige Vitalstoff, der fehlt, wenn man Säureblocker einnimmt. Auch ein Mineralien- und Spurenelemente-Mangel ist die Folge einer langfristigen Säureblockereinnahme.

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 4: Mineralstoffmangel

Der hohe pH-Wert im Magen führt dazu, dass Mineralstoffe (z. B. Calcium und Magnesium) sowie Spurenelemente (z. B. Eisen und Zink) nicht mehr umfassend resorbiert werden können. Säureblocker können somit zu sämtlichen Symptomen führen, die mit einem Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen einhergehen.

So werden immer wieder schwere Magnesiummangelzustände unter PPI-Einnahme beobachtet. Über die unzähligen Symptome eines Magnesiummangels haben wir bereits hier berichtet: Magnesiummangel. Dazu gehören Erschöpfung, Muskelzuckungen, Krämpfe, Verwirrtheit, Schwindel und vieles mehr.

Zinkmangel ist ebenfalls nicht empfehlenswert und bringt viele unangenehme Symptome mit sich. Näheres dazu hier und hier. In Sachen Calcium ist sogar längst bekannt, dass die Säureblocker derart gravierende Calciummängel verursachen können, dass PPI-Patienten mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko leben müssen.

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 5: Erhöhtes Knochenbruchrisiko

Wer bereits an Osteoporose erkrankt ist oder schon mit höherem Frakturrisiko lebt (z. B. durch eine Cortisontherapie), sollte PPI besser nicht einnehmen. Denn infolge der mangelhaften Calciumresorption kann es zu einer schwindenden Knochendichte und somit zu einem erhöhten Risiko für Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen kommen.

Bei langfristiger PPI-Einnahme wäre es daher angebracht, nicht nur Calcium in gut resorbierbarer Form einzunehmen, sondern auch den Vitamin-D-Spiegel im Auge zu behalten. Denn auch Vitamin D ist – genau wie viele andere Vitalstoffe mehr – für die Knochengesundheit unerlässlich.

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 6: Verschlechterung der Leberwerte

Säureblocker wirken sich auch auf die Lebergesundheit negativ aus, so dass man nach mehrwöchiger PPI-Einnahme am besten die Leberwerte kontrollieren lässt und gegebenenfalls Massnahmen zur Leberregeneration einleitet.

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 7: Infektionsgefahr steigt

Da die Magensäure auch Bakterien und Krankheitserreger abtöten kann, die mit der Nahrung, mit Wasser oder Luft in den Verdauungstrakt gelangen, fällt diese Barriere natürlich weg, wenn PPI die Magensäureproduktion lahm legen. Folglich ist es kein Wunder, wenn bei PPI-Einnahme die körpereigene Abwehr nicht mehr so gut funktioniert.

Gerade bakterielle Darminfektionen (z. B. durch Salmonellen) sind wahrscheinlicher bei Menschen, die Säureblocker einnehmen. Sogar die Gefahr, eine Lungenentzündung zu bekommen, ist bei PPI-Patienten grösser als bei Menschen, die keine derartigen Medikamente einnehmen.

Besonders spannend aber ist, dass auch Helicobacter-pylori-Infektionen bei jenen Menschen häufiger auftreten, die zuvor mit Säureblockern behandelt wurden. Und gerade gegen Helicobacter-pylori-Infektionen werden – gemeinsam mit Antibiotika – Säureblocker eingesetzt…

Säureblocker-Nebenwirkung Nr. 8: PPI begünstigen Beschwerden durch Helicobacter pylori

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das im Magen lebt und für Magenschleimhautentzündungen, aber auch für Magengeschwüre verantwortlich gemacht wird. Allerdings soll annähernd die Hälfte der Menschheit Wirt des Helicobacter pyloris sein, ohne dass alle diese Menschen Magenprobleme hätten.

Offenbar kommt es auf die Bedingungen im Magen an, ob sich Helicobacter pylori nun unauffällig verhält oder sich über Gebühr vermehrt und Probleme bereitet. Helicobacter pylori kann als einziges Bakterium im sauren Milieu des Magens überleben, aber auch nur deshalb, weil sich das Bakterium selbst ein basisches Umfeld über die Produktion von Ammoniak schafft. Ein zu saures Milieu – wie es im gesunden Magen der Fall wäre – ist also auch ihm nicht genehm.

PPI verringern nun bekanntlich die Magensäureproduktion, der Magen wird weniger sauer und Helicobacter pylori beginnt sich immer wohler zu fühlen. Allerdings führt die starke Vermehrung des Bakteriums wiederum zu einer verstärkten Magensäureproduktion, so dass sich hier der Teufelskreis wieder schliesst. Denn je stärker nun wieder die Magensäureproduktion, umso höhere PPI-Dosen nimmt der Mensch ein und umso besser kann sich wiederum das Bakterium vermehren.

Wenn man jetzt bedenkt, wie viele Menschen bei Sodbrennen, das ja durchaus von Helicobacter-Ansiedlungen verursacht werden kann, Säureblocker verordnet bekommen, wodurch sich das Helicobacter-Bakterium erst so richtig wohl fühlt, so wundert es nicht mehr, wenn Magenbeschwerden immer häufiger chronisch werden und schliesslich auch ernsthafte Formen wie Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) und Geschwüre annehmen.

Nimmt man PPI bei einer helicobacterbedingten Gastritis, so soll diese dadurch übrigens noch schlimmer werden – wie schon 1996 im New England Journal of Medicine berichtet wurde. Warum aber werden PPI überhaupt so häufig verordnet, wenn doch all die genannten Nebenwirkungen bekannt sind?

Warum werden Säureblocker – trotz Nebenwirkungen – so oft verschrieben?

Immerhin nehmen inzwischen 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern Säureblocker, also PPI ein. Warum, wenn sie so schädlich sind?

Ganz einfach:

  • Kaum jemand – weder Arzt noch Patient – nimmt die äusserst bedenklichen Nebenwirkungen ernst. Vielleicht weil sie sehr subtil auftreten und nicht mit der PPI-Einnahme in Verbindung gebracht werden, wie z. B. die Folgen von Vitalstoff- und Mineralstoffmängeln.
  • Säureblocker sind preiswert und die Pharmaindustrie hat in dieser Preisklasse keine Alternativen parat.
  • Viele nationale und internationale Leitlinien zur Behandlung von Magenstörungen empfehlen den Einsatz von Säureblockern – nicht zuletzt um die NNT zu erreichen (Number Needed to Treat), die bei PPI zwischen 3 und 10 liegt. Das heisst, nur bei jedem 3. bis 10. Patienten führt die PPI-Therapie zu einer Besserung des Beschwerdebildes. Also will man so viele Patienten wie möglich mit Säureblockern behandeln, um eine höhere Erfolgsquote zu erzielen.  

Der letzte Punkt führt unweigerlich auch dazu, dass die Mehrheit der PPI-Patienten entweder gar keine eindeutige Diagnose erhalten hat oder nicht einmal das typische Beschwerdebild zeigt, das überhaupt erst eine PPI-Therapie rechtfertigen würde.

Natürlich sollten Patienten mit eindeutigen Diagnosen Säureblocker erhalten, z. B. wenn endoskopisch (per Magenspiegelung) eine Refluxösophagitis mit Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut festgestellt wurde – aber auch hier nur vorübergehend und begleitend zu einer Therapie, die der Ursache auf den Grund geht. Leider werden Säureblocker bei den meisten Patienten ohne vorherige Magenspiegelung, also ohne vorherige zuverlässige Diagnose verschrieben.

Was jedoch völlig kontraindiziert ist, das ist eine vorbeugende PPI-Einnahme. Denn beim Gesunden führen PPI genau zu jenen Symptomen, gegen die PPI im Allgemeinen verschrieben werden.

Säureblocker lösen das Problem aus, gegen das sie verschrieben werden

Schon im Jahr 1996 berichteten Forscher rund um Dr. Waldum von der norwegischen University of Science and Technology, dass PPI jene Beschwerden verschlimmern bzw. überhaupt erst verursachen, gegen die sie eigentlich verordnet werden: Die übermässige Bildung von Magensäure

Völlig gesunde Patienten, die für eine Studie drei Monate lang täglich 40 mg Omeprazol genommen hatten und das Mittel dann absetzten, litten noch nach 14 Tagen unter einer um 50 Prozent gesteigerten Magensäureproduktion – und das, obwohl sie zuvor nie ein Magenproblem gehabt hatten.

13 Jahre später veröffentlichten dänische Forscher der Kopenhagener Universität (Reimer et al.) eine weitere Studie zu diesem Thema, derzufolge dieser Effekt schon nach einer nur achtwöchigen PPI-Einnahme auftrat. 44 Prozent der 120 zuvor völlig symptomfreien Teilnehmer, die noch nie Sodbrennen gehabt hatten, litten nach dem Absetzen der Säureblocker plötzlich an Sodbrennen, Reflux oder Verdauungsstörungen.

Warum?

Säureblocker machen abhängig

Die Belegzellen der Magenschleimhaut, die für die Magensäureproduktion zuständig sind, werden von den PPI massiv in ihrer natürlichen Aktivität blockiert. Setzt man die Säureblocker nun wieder ab, dann kommt es zum sog. Rebound- oder Absetz-Effekt. Das heisst: Die Belegzellen produzieren jetzt mehr Magensäure denn je zuvor.

Offenbar setzen PPI die körpereigenen Regulationsfähigkeiten vollends ausser Gefecht – und zwar auf zwei Ebenen: Einerseits werden jene körpereigenen Mechanismen gehemmt, die eine übermässige Säureproduktion verhindern würden, andererseits werden Mechanismen behindert, die das Speiseröhrengewebe gegen Säureangriffe schützen würden.

Nun könnten Sie denken: Wer nimmt schon Säureblocker ein, wenn er gesund ist? PPI wurden beispielsweise in den USA vom PPI-Hersteller (Procter & Gamble) mit dem Slogan „Block the burn before it hits you“ (Stoppe das Brennen, bevor es dich trifft) beworben und somit als vorbeugende Massnahme empfohlen.

Wer als Gesunder der Empfehlung folgte, konnte nach wenigen Wochen nicht mehr ohne das Mittel auskommen. Und Menschen, die zuvor Sodbrennen hatten, erleben nach dem Absetzen der Säureblocker ein noch schlimmeres Sodbrennen als das, unter dem sie zuvor gelitten hatten. Die Situation des Patienten kann sich also durch die PPI-Einnahme deutlich verschlechtern – was Fachleuten längst bekannt ist.

Dr. Reimer (siehe weiter oben, Kopenhagener Universität) schreibt daher, dass die PPI-Behandlung bei nur mildem Sodbrennen höchstwahrscheinlich die zugrundeliegende Krankheit verschlimmert und letztendlich dazu führt, dass der Patient eine langfristige Therapie benötigt, die ohne Säureblocker gar nicht erst erforderlich gewesen wäre.

Der oben genannte Rebound-Effekt nach Absetzen der Säureblocker soll zudem mindestens zwei Monate lang anhalten – eine Zeit, die kaum jemand durchsteht, ohne nicht erneut zu den fragwürdigen Medikamenten zu greifen. Also nimmt man PPI immer wieder und wieder und wieder – und gerät dann natürlich umso mehr in Gefahr, Opfer der oben genannten Nebenwirkungen zu werden.

Wenn man nun in der PPI-Abhängigkeit festsitzt, wie kommt man davon wieder los?

Wie kommt man von den Säureblockern los?

Säureblocker sollten keinesfalls von heute auf morgen abgesetzt werden, da man andernfalls in den vollen Genuss des Rebound-Effektes kommt. Der „Entzug“ kann mehrere Monate lang dauern. Denn wenn zuvor Magenbeschwerden da waren, dann gilt es ja nicht nur, den Rebound-Effekt so gering wie möglich zu halten, sondern auch das ursächliche Problem aus der Welt zu schaffen – und das erfordert nicht nur Geduld, sondern auch die Bereitschaft, die eigene Lebens- und Ernährungsweise zu überdenken.

Säureblocker dagegen verführen dazu, weiterhin alles essen und trinken zu können – Hauptsache, es schmeckt. Dass aber oft genau diese Ernährungsweise überhaupt erst zur PPI-Einnahme führte, will nicht jeder wahrhaben. Und so mancher nimmt lieber die Säureblocker-Nebenwirkungen in Kauf, anstatt sich von heissgeliebten Ernährungsgewohnheiten oder dem Trinkgelage am Wochenende zu verabschieden.

Wer sich jedoch endlich wieder gesund und leistungsfähig fühlen will und wer wirklich von den Medikamenten weg kommen möchte, der muss einen echten Break einleiten – und wird es nicht bereuen!

Die 10 wichtigsten Schritte weg von Säureblockern

1. Zunächst einmal meiden Sie alles, was vor der PPI-Einnahme nicht vertragen wurde, wie z. B. Schokolade, Geräuchertes, Pizza, Alkohol etc.

2. Wählen Sie leichte Kost aus gedünstetem Gemüse, fein geriebener Möhren-Rohkost (langsam essen!) und als Beilage Hirse oder Kartoffeln. Essen Sie Brot nur getoastet oder altbacken (es ist in dieser Form viel verträglicher als frisch vom Bäcker).

3. Als Getränke wählt man kohlensäurefreies Wasser, Kräutertees oder verdünnte Gemüsesäfte. Von der Getränkeliste gestrichen werden: Soft Drinks, alkoholische Drinks, kohlensäurehaltige Getränke, Fruchtsäfte, Kaffee und Schwarztee

4. Probieren Sie aus, welcher Kräutertee Ihnen besonders gut tut, z. B. Kamillentee und ab und zu einen Ingwertee.

5. Essen Sie über den Tag viele kleine Mahlzeiten statt wenigen grossen Mahlzeiten. Nehmen Sie mindesten drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen die letzte Mahlzeit ein.

6. Lesen Sie hier alle weiteren Tipps gegen Sodbrennen und setzen Sie diese um!

7. Wenn Sodbrennen auftritt, testen Sie, was Ihnen kurzfristig am besten hilft. In Frage kommen z. B.

8. Gehen Sie täglich mindestens eine Stunde lang spazieren, was nachweislich Sodbrennen bzw. Reflux verbessert und natürlich noch viele weitere gesundheitliche Vorteile hat.

9. Auch das Kauen von ungesüsstem Kaugummi hilft bei Reflux. Allerdings wird hier nicht die Säure reduziert oder die Ursache des Sodbrennens bekämpft. Doch führt Kaugummi kauen zu einer verstärkten Speichelproduktion, was wiederum die Speiseröhre vor Säureschäden bewahrt.

Eine Stunde Kauen schützt offenbar drei Stunden lang, wie in einer Studie herausgefunden wurde.

10. Zusätzlich sollte man sich natürlich auch auf die Suche nach den tatsächlichen Ursachen der einstigen Problematik machen und sodann diese mit ganzheitlichen Massnahmen beheben. Denn ein Sodbrennen wird selten vererbt!

Ursachenforschung statt Säureblocker-Einnahme

Auch Dr. Reimer schreibt in ihrer Arbeit, dass die Refluxösophagitis, also das Sodbrennen nie über eine medikamentöse Hemmung der Magensäureproduktion therapiert werden sollte, da dies nicht die zugrunde liegende Ursache sei. Die Magensäureproduktion sei zudem bei den meisten Menschen mit Reflux ganz normal, also nicht einmal übermässig hoch.

Man empfindet die Säure eben als unangenehm, weil sie nicht dort bleibt, wo sie hin gehört, sondern stattdessen die Speiseröhre nach oben wandert. Das aber hat nichts mit der MagensäureMENGE zu tun, sondern mit einer anderen Problematik.

Dazu können eine gestörte Speiseröhrenperistaltik gehören, eine Störung im Schliessmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, ein Zwerchfellbruch oder auch das übermässige Vorhandensein des Magenbakteriums Helicobacter pylori.

Keines dieser Probleme kann mit Hilfe von Säureblockern behoben werden. Es nützt also nichts, PPI zu nehmen, die lediglich die Symptome unterdrücken, gleichzeitig aber durch ihre Nebenwirkungen neue Probleme schaffen.

Manche PPI-Patienten leiden gar aufgrund eines Magensäuremangels an Sodbrennen, ein Problem, das sich durch PPI dann natürlich erst recht gravierend verschlimmern wird.

Besonders häufig ist ein Zwerchfellbruch, von dem viele Menschen gar nichts wissen, die Ursache von Sodbrennen. Doch auch ein Zwerchfellbruch hat eine Ursache. Welche das ist und wie diese behoben werden kann, lesen Sie hier: Sodbrennen – ganzheitliche Massnahmen

Wie man das Magenbakterium Helicobacter pylori auf natürliche Weise wieder in seine Schranke weisen kann, lesen Sie hier: Magenbeschwerden ganzheitlich heilen und hier: Probiotika gegen Helicobacter

Selbst wenn Sie das Helicobacter pylori mit Hilfe einer schulmedizinischen Therapie bekämpfen möchten, sollten Sie den letzten Link lesen, da Probiotika auch die Verträglichkeit der herkömmlichen Helicobacter-Medikamente deutlich erhöhen bzw. deren Nebenwirkungen abmildern können.

Schulmedizinische Säureblocker-Alternativen?

Wenn Sie nun auf der Suche nach einer konkreten PPI-Alternative sind und für natürliche Mittel nicht viel übrig haben, dann greifen Sie in der Not lieber zu Antazida (z. B. Rennie) oder zu Mitteln auf Alginat-Basis (z. B. Gaviscon) – wobei auch diese auf Dauer zu Mineralstoffmängeln führen können.

Die sog. H2-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Ranitidin) kommen als Alternative jedoch nicht in Frage, da sie – zwar in schwächerer Ausführung als bei PPI – ebenfalls zum Rebound-Effekt führen können.

Bevor Sie jedoch verschiedene Medikamente ausprobieren, sollten Sie an einen Melatoninmangel denken! Ein solcher kann nämlich ebenfalls die Ursache von Sodbrennen sein. Und wenn jetzt Säureblocker eingenommen werden, anstatt den vorliegenden Mangel zu beheben, dann ist das natürlich keine gute Idee.

Melatonin statt Säureblocker?

Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse, das für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig ist und häufig bei Schlafstörungen, gegen Jetlag und sogar als Anti-Aging-Präparat im Einsatz ist.

Im Jahr 2010 erklärten brasilianische Forscher im Fachmagazin World Journal of Gastrointestinal Pharmacology and Therapeutics, wie Melatoninmangel zu Sodbrennen führen kann und wie daher eine Einnahme von Melatonin das Sodbrennen wieder beheben kann:

Die enterochromaffinen Zellen des Magen-Darm-Trakts produzieren 400 Mal mehr Melatonin als die Zirbeldrüse. Schon allein diese Tatsache zeigt die aussergewöhnliche Wichtigkeit des Melatonins für die Magen-Darm-Funktionen.

Melatonin hat nämlich eine hemmende Wirkung auf die Magensäureproduktion, kontrolliert überdies die Funktion des Schliessmuskels zwischen Magen und Speiseröhre und scheint die Speiseröhre vor säurebedingten Schäden zu schützen.

Insbesondere wenn gleichzeitig zum Sodbrennen Schlafstörungen vorliegen, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass ein Melatoninmangel die Ursache ist – und zwar von beiden Problemen.

Wird der Melatoninspiegel mit Hilfe von Melatoninpräparaten wieder auf ein gesundes Niveau gehoben, wird sowohl die übermässige Säureproduktion als auch der Schlaf reguliert.

Das Thema wurde bereits 2008 vom Fachmagazin Alternative Therapies in Health and Medicine aufgegriffen. Melatonin zeigte sich in der dort beschriebenen Fallstudie in Kombination mit anderen natürlichen Mitteln als wirksamer in der Behandlung von Sodbrennen als Omeprazol.

Der Fallbericht handelte von einer 64jährigen Frau, die aufgrund einer Osteoporose keine Säureblocker mehr nehmen wollte. Der Ausstieg aus dem PPI-Teufelskreis gelang der Frau erst, als sie Melatonin in ihr Programm mit aufnahm. Sie nahm täglich 6 mg Melatonin zusammen mit weiteren Nahrungsergänzungsmitteln (die Sie der Studie entnehmen können), wie z. B. 5-Hydroxytryptophan, Methionin, Betain, B-Vitamine und andere mehr. Nach 40 Tagen konnte die Patientin die Säureblocker vollständig absetzen – ohne dass ein Rebound-Effekt oder sonstige Symptome aufgetreten wären.

Sie sehen also: Es gibt Mittel und Wege, Magenbeschwerden wie das Sodbrennen in den Griff zu bekommen und sich gleichzeitig von der Abhängigkeit von lästigen Magenmedikamenten wie PPI zu befreien.

Wenn auch Sie den Säureblocker-Ausstieg wirklich wollen, dann schaffen Sie ihn auch!

Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

(…)

Quellen:

  1. ·McColl KE et al., „Evidence that proton-pump inhibitor therapy induces the symptoms it is used to treat”, Gastroenterology, Juli 2009, (Beweis dafür, dass Protonenpumpeninhibitor-Therapie jene Symptome auslöst, die sie eigentlich behandeln soll), (Studie als PDF)
  2. http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Omeprazol (Webseite als PDF)
  3. McCarthy, Denis M. „Adverse effects of proton pump inhibitor drugs: clues and conclusions.“ Current opinion in gastroenterology 26.6 (2010): 624-631. (Nebenwirkungen von PPI: Hinweise und Schlussfolgerungen) (Studie als PDF)
  4. Yang, Yu-Xiao, et al. „Long-term proton pump inhibitor therapy and risk of hip fracture.“ Jama 296.24 (2006): 2947-2953. (Langfristige Therapie mit PPI und das Risiko für Hüftfrakturen) (Studie als PDF)
  5. Valuck, Robert J., and J. Mark Ruscin. „A case-control study on adverse effects: H2 blocker or proton pump inhibitor use and risk of vitamin B 12 deficiency in older adults.“ Journal of clinical epidemiology 57.4 (2004): 422-428. (Eine Fallkontrollstudie über Nebewirkungen: Einsatz von H2-Rezeptor-Antagonisten oder PPI und das Risiko eines Vitamin-B12-Mangels bei älteren Erwachsenen) (Studie als PDF)
  6. Andersson, Tommy. „Pharmacokinetics, metabolism and interactions of acid pump inhibitors.“ Clinical pharmacokinetics 31.1 (1996): 9-28. (Pharmakokinetik, Metabolismus und Interaktionen von PPI) (Studie als PDF)
  7. Sheen, E., and G. Triadafilopoulos. „Adverse effects of long-term proton pump inhibitor therapy.“ Digestive diseases and sciences 56.4 (2011): 931. (Nebenwirkungen einer langfristigen PPI-Therapie) (Studie als PDF)
  8. Laheij, Robert JF, et al. „Risk of community-acquired pneumonia and use of gastric acid–suppressive drugs.“ Jama 292.16 (2004): 1955-1960. (Risiko einer ambulant-erworbenen Lungenentzünung und Einsatz von Magensäure unterdrückenden Mitteln) (Studie als PDF)
  9. Coté, Gregory A., and Colin W. Howden. „Potential adverse effects of proton pump inhibitors.“ Current gastroenterology reports 10.3 (2008): 208-214. (Mögliche Nebenwirkungen von PPI) (Studie als PDF)
  10. Poulsen, A. H., et al. „Proton pump inhibitors and risk of gastric cancer: a population-based cohort study.“ British journal of cancer 100.9 (2009): 1503-1507. (PPI und das Magenkrebsrisiko: eine bevölkerungsbezogene Kohortenstudie) (Studie als PDF)
  11. Waldum, H. L., et al. „Marked increase in gastric acid secretory capacity after omeprazole treatment.“ Gut 39.5 (1996): 649-653., (Deutliche Zunahme der Magensäureproduktionskapazität nach Therapie mit Omeprazol) (Studie als PDF)
  12. Reimer C, „Proton-pump inhibitor therapy induces acid-related symptoms in healthy volunteers after withdrawal of therapy”, Gastroenterology, Juli 2009, 137(1):80-7, 87.e1. doi: 10.1053/j.gastro.2009.03.058. Epub 2009 Apr 10. (PPI-Therapie führt bei gesunden Freiwilligen nach dem Absetzen der PPI zu Symptomen, die einem Säureüberschuss ähneln) (Studie als PDF)
  13. Gillen, D., et al. „Helicobacter pylori infection potentiates the inhibition of gastric acid secretion by omeprazole.“ Gut 44.4 (1999): 468-475., (Infektion mit Helicobacter pylori verstärkt die Magensäurehemmung durch Omeprazol) (Studie als PDF)
  14. Kuipers, Ernst J., et al. „Atrophic gastritis and Helicobacter pylori infection in patients with reflux esophagitis treated with omeprazole or fundoplication.“ New England Journal of Medicine 334.16 (1996): 1018-1022., (Atrophische Gastritis und Hp-Infektion bei Patienten mit Refluxösophagitis, die mit Omeprazol behandelt wurden oder eine Funkoplikation bekamen) (Studie als PDF)
  15. Gillen, Derek, et al. „Rebound hypersecretion after omeprazole and its relation to on-treatment acid suppression and Helicobacter pylori status.“ Gastroenterology 116.2 (1999): 239-247., (Rückfall der übermässigen Magensäureproduktion nach Omeprazol und seine Verbindung zur Säurehemmung und Helicobacter pylori Status (Studie als PDF)
  16. Gillen, Derek, Angela A. Wirz, and Kenneth EL McColl. „Helicobacter pylori eradication releases prolonged increased acid secretion following omeprazole treatment.“ Gastroenterology 126.4 (2004): 980-988., (Hp Eradikation sorgt für eine längere Phase mit erhöhter Säureproduktion nach Omeprazol-Therapie) (Studie als PDF)
  17. Talley, Nicholas J., and Nimish Vakil. „Guidelines for the management of dyspepsia.“ The American journal of gastroenterology 100.10 (2005): 2324-2337., (Richtlinien für die Therapie von Dyspepsie) (Studie als PDF)
  18. Talley, N. J., et al. „Efficacy of omeprazole in functional dyspepsia: double-blind, randomized, placebo-controlled trials (the Bond and Opera studies).“ Alimentary Pharmacology and Therapeutics 12.11 (1998): 1055-1066., (Wirksamkeit von Omeprazol bei funktioneller Dyspepsie: Doppelblinde, randomisierte plazebokontrollierte Studien (Bond- und Opera-Studien) (Studie als PDF)
  19. Björnsson, Einar, et al. „Discontinuation of proton pump inhibitors in patients on long‐term therapy: a double‐blind, placebo‐controlled trial.“ Alimentary pharmacology & therapeutics 24.6 (2006): 945-954. (Absetzen von PPI bei Patienten mit langfristiger Einnahme: Eine doppelblinde plazebokontrollierte Studie) (Studie als PDF)
  20. Niklasson, Anna, et al. „Dyspeptic symptom development after discontinuation of a proton pump inhibitor: a double-blind placebo-controlled trial.“ The American journal of gastroenterology 105.7 (2010): 1531-1537. (Entwicklung dyspeptischer Symptome nach Absetzen von PPI: Eine doppelblinde placebokontrollierte Studie) (Studie als PDF)
  21. Werbach, M. R. „Melatonin for the treatment of gastroesophageal reflux disease.“ Alternative therapies in health and medicine 14.4 (2008): 54. (Melatonin in der Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit) (Studie als PDF)
  22. de Oliveira Torres, Joanna Dulce Favacho, and Ricardo de Souza Pereira. „Which is the best choice for gastroesophageal disorders: Melatonin or proton pump inhibitors?.“ World journal of gastrointestinal pharmacology and therapeutics 1.5 (2010): 102. (Was ist die bessere Wahl bei gastroösophagealen Störungen: Melatonin oder PPI) (Studie als PDF)
  23. Ho, P. Michael, et al. „Risk of adverse outcomes associated with concomitant use of clopidogrel and proton pump inhibitors following acute coronary syndrome.“ Jama 301.9 (2009): 937-944. (Risiko für Nebenwirkungen beim begleitenden Einsatz von Clopidogrel (Blutverdünner) und PPI nach einem akuten Koronarsyndrom) (Studie als PDF)
  24. Stedman, C. A. M., and M. L.Stedman, C. A. M., and M. L. Barclay. „Review article: comparison of the pharmacokinetics, acid suppression and efficacy of proton pump inhibitors.“ Alimentary pharmacology & therapeutics 14.8 (2000): 963-978. (Übersichtsartikel: Vergleich der Pharmakokinetik, Säurehemmung und Wirksamkeit von PPI) (Studie als PDF)
  25. Fullarton, G. M., et al. „Rebound nocturnal hypersecretion after four weeks treatment with an H2 receptor antagonist.“ Gut 30.4 (1989): 449., (Rückfall nächtlicher übermässiger Magensäureproduktion nach vierwöchiger H2-Rezeptor-Antagonisten-Therapie) (Studie als PDF)
  26. Fullarton, G. M., A. M. I. Macdonald, and K. E. L. McColl. „Rebound hypersecretion after H2‐antagonist withdrawal—a comparative study with nizatidine, ranitidine and famotidine.“ Alimentary pharmacology & therapeutics 5.4 (1991): 391-398., (Rückfall von Magensäureüberproduktion nach Absetzen von H2-Rezeptor-Antagonisten – eine vergleichende Studie mit Nizatidin, Ranitidin und Famotidin) (Studie als PDF)
  27. Diesner SC et al., „Mechanismen und Risikofaktoren für Typ 1 Nahrungsmittelallergien: Die Rolle der gastrischen Verdauung“, Wiener Medizinische Wochenschrift, Dezember 2012, Volume 162, Issue 23-24, pp 513-518 (Studie als PDF)
  28. Corley DA et al., „Proton Pump Inhibitor and Histamine 2 Receptor Antagonist Use and Vitamin B12 Deficiency”, Dezember 2013, JAMA, (Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren und Histamin-2-Rezeptor-Antagonisten und Vitamin-B12-Mangel), doi:10.1001/jama.2013.280490 (Studie als PDF)
  29. Avidan B, Sonnenberg A, Schnell TG et al., „Walking andchewing reduce postprandial acid reflux”, Aliment Pharmacol Ther 2001; 15: 151–155, (Spazieren gehen und Kaugummi kauen reduzieren Säurereflux nach dem Essen) (Studie als PDF)

.

Gruß an die Nachforschenden
TA KI