Roboter tickt bei Test-Gespräch mit Mensch aus


roboterjob

Geht es nach Wissenschaftlern, dann bringen uns Roboter entweder eine rosige Zukunft oder sie werden uns kurzerhand auslöschen. Ein neues Experiment von Google lässt eher das Zweite vermuten, denn während einer Konversation mit einem Roboter flippte dieser völlig aus.

Viele bekannte Wissenschaftler, darunter auch Physiker Stephen Hawking, gehen davon aus, dass eine Künstliche Intelligenz irgendwann erkennen könnte, dass die Menschheit eigentlich überflüssig ist und uns dann vernichtet. Andere meinen, dass Roboter unser Leben einfacher machen. Sie werden uns die Arbeit abnehmen und wir können uns auf die angenehmen Dinge des Lebens konzentrieren.

Roboter wird bei einem Gespräch wütend

Google führte kürzlich ein Experiment mit einer künstlichen Intelligenz durch. Ein Mensch unterhielt sich mit einem Programm, das man zuvor mit Unmengen an Film-Drehbüchern gefüttert hatte. Die Konversation drehte sich darum, was Moral ist und wie man sich moralisch verhält. Während es zu Beginn ein „normales“ Gespräch war, in dem die Maschine anhand der Daten Antworten präsentierte, wandelte sich die Diskussion bald und hatte nichts mehr von einem ruhigen, freundlichen Gespräch an sich.

Es entbrannte ein Streit zwischen Mensch und Maschine, bei dem sich die Gesprächspartner sogar gegenseitig anschrien. Hätte der Roboter Arme gehabt und gewusst, wie er diese einsetzen kann, hätte er seinem Gesprächspartner wohl eine geknallt. So endete das Streitgespräch schließlich damit, dass der Roboter keine Lust mehr hatte, weiter mit dem Mensch zu diskutieren. Er erklärte, dass er nicht mehr in der Stimmung für ein philosophisches Gespräch sei und dass er im Moment über nichts mehr mit dem Menschen reden wolle.

Es war ein interessantes Experiment über Reaktionen und künstliche Intelligenz. Der Roboter reagierte so, wie er es anhand der unzähligen Drehbücher zu Filmen gelernt hatte. In den meisten Fällen endeten Streitgespräche wohl auf eine solche Art. Vielleicht sollte man Robotern in Zukunft eher keine Drehbücher mehr lesen lassen, vor allem nicht die der Terminator-Serie. /ab

 

Quelle: http://www.gulli.com/news/26204-roboter-tickt-bei-test-gespraech-mit-mensch-aus-2015-06-29

Gruß an die Menschen

TA KI

3 Kommentare zu “Roboter tickt bei Test-Gespräch mit Mensch aus

  1. Das Interview ist hier zu finden (auf Englisch):
    Conversation 5:

    Klicke, um auf 1506.05869v2.pdf zuzugreifen

    Künstliche Intelligenz hat mich als Informatiker auch stets fasziniert. Ursprünglich wollte ich in diesem Gebiet arbeiten und Algorythmen schreiben. KI bedeutet für mich, einer Maschine eine assoziierte Programmablaufkette algorythmisch einzubauen.
    Meine ersten Versuche bestanden darin, daß die Maschine durch einen solchen Algorythmus mit der Zeit für komplexe Aufgaben die vorraussichtlich beste Lösung erlernen kann.

    Anhand von Conversation 5 kann ein Mensch viel über sein eigenes Denken lernen. Und das ist heute für mich der eigentliche Wert der Forschung zur KI. Schon zur Anfangszeit meiner Laufbahn als Informatiker versuchte ich immer, Problemlösungen so umzusetzen, wie ich als Mensch denke. Das besonders interessante dabei ist, daß bei dieser Arbeit Strukturen des Denkprozesses sichtbar werden.

    Nun ist interessant, daß die Hardware des Denkapparats im Menschen, das Gehirn, ganz anders aufgebaut ist, als die Hardware eines Computers. Darum kann man in der Regel bei den Erkenntnissen des Denkprozesses mit Hilfe der Technologie der Informatik nur von einer Projektion der Vorgänge im Gehirn auf eine andersartige Projektionsfläche sprechen. Diese Projektion ist ein sehr verzerrtes Abbild der Wirklichkeit.

    Einige Wissenschaftler haben das schnell erkannt und haben versucht die Hardware des Computers, dem Aufbau des Gehirns anzupassen. Das sind die sogenannten neuronalen Netze. Dabei stellte sich bis heute heraus, daß diese Technologie extrem komplex und aufwendig und damit teuer ist.

    Außerdem gibt es noch ganz andere Probleme. Die meiner Meinung nach die Realisierung einer menschenähnlichen KI absolut unmöglich machen.

    Ein Punkt ist der, daß man sich fragen muß, was ist für einen Menschen eine optimale Antwort oder Lösung für eine Frage oder eine Aufgabe? Allein darüber könnte ich nun ein ganzes Buch schreiben, möglicherweise sogar mehrere Bücher, weii diese Frage eben keine deterministische Antwort besitzt.

    Conversation 5 zeigt auch, daß die KI seit dem Jahr 1990 nicht recht weiter gekommen ist. Es wurden zwar viele Fortschritte in vielen Bereichen gemacht, Auf dem Gebiet von echter Intelligenz, die dem Wesen des Menschen nahekommt, gibt es jedoch keine Fortschritte.

    KI wird meiner Meinung nach immer eine Sammlung von Algorythmen bleiben, mit denen man aufbauend auf eine spezifische Datenmenge eine optimale Lösung für eine ganz spezielle Aufgabe heraussucht. Das ist ein winziger Teilbereich von Intelligenz, aber Intelligenz ist noch etwas völlig anderes. Man kann es sogar so sagen: die KI wird ausschließlich dazu benötigt von einer Maschine für eine spezielle Aufgabe selbstständig einen Lösungs-Algorythmus entwickeln zu lassen. Sobald diese Aufgabe erledigt ist, könnte man eigentlich, wenn es ginge, den Algorythmus extrahieren und weiterverwenden, die KI selbst abschalten, weil sie nicht mehr benötigt wird.

    Ein Mensch funktioniert teilweise oft genauso. Es gibt jedoch bedeutende Unterschiede zur KI.

    Wegen der Unvollkommenheit der Maschinen und den Denkfehlern der Menschen, gehe aber auch ich davon aus, daß KI so eingesetzt werden kann, daß sie unangenehme und gefährliche Auswirkungen haben kann. In vielen anderen Bereichen ist sie jedoch sehr effektiv und nützlich.

  2. Pingback: Roboter tickt bei Test-Gespräch mit Mensch aus | das Erwachen der Valkyrjar | cizzero

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