John Fire Lame Deer – ein wicasa wakan und die 10 indianischen Gebote


lame-deerICH BIN EIN MEDIZINMANN – ein wicasa wakan

Gesprochen hat die Worte John Fire Lame Deer , oder Tahca Ushte(*1890- 1974),  Vater von Archi Fire Lame Deer (* 1935 – † 2001) er , wie auch später sein Sohn, war Medizinmann der Dakotas, einem Unterstamm der Sioux Indianer

Medizinmann das ist ein Wort, das die Weißen erfunden haben.

Ich wünschte, es gäbe ein besseres Wort, um auszudrücken, was „Medizinmann“ für uns bedeutet, aber ich finde keines und du auch nicht, und so müssen wir uns wohl damit zufrieden geben. Ein wicasa wakan muss viel und oft mit sich allein sein. Er will weg von der Menge, weg von den kleinen, alltäglichen Dingen. Er liebt es zu meditieren, sich an einen Baum oder an einen Felsen zu lehnen und zu fühlen, wie sich die Erde unter ihm bewegt, und wie über ihm das Gewicht des weiten flammenden Himmels lastet. Auf diese Weise lernt er zu verstehen. Er schließt die Augen und beginnt klarer zu sehen. Was du mit geschlossenen Augen siehst, das zählt. Der wicasa wakan liebt die Stille, er hüllt sich in sie ein, wie in eine Decke – eine Stille, die nicht schweigt, die ihn mit ihrer donnergleichen Stimme vieles lehrt. Solch ein Mann liebt es, an einem Ort zu sein, wo er nur das Summen der Insekten hört. Er sitzt, das Gesicht gegen Westen, und bittet um Beistand. Er redet mit den Pflanzen, und sie antworten ihm. Er lauscht den Stimmen der wama kaskan – der Tiere. Er wird einer von ihnen. Von allen Lebewesen fließt etwas in ihn ein, und auch von ihm strömt etwas aus. Ich weiß nicht, was und wie, aber es ist so. Ich habe es erlebt. Ein Medizinmann muss der Erde angehören, muss die Natur lesen können wie ein weißer Mann ein Buch.

ALLES, WAS IHR ESST,

wird in eine Plastikhülle gepackt, ist sauber zerteilt und vorbereitet für die Pfanne, hat keinen Geschmack und erweckt in euch keine Schuldgefühle. Wenn ihr eure Pelz- oder Ledermäntel tragt, wollt ihr nicht daran erinnert werden, wie viel Blut und Schmerz sie gekostet haben. Wenn wir einen Büffel töteten, dann wussten wir, was wir taten. Wir baten seinen Geist um Vergebung und sagten ihm, warum wir es tun mussten. Wir ehrten mit einem Gebet die Gebeine derer, die uns ihr Fleisch als Nahrung gaben, wir beteten, dass sie wiederkommen sollten, wir beteten für das Leben unserer Brüder, des Büffelvolkes, genauso wie für unser eigenes Volk. Für uns ist alles Leben heilig. Der Staat Dakota hat eigene Beamte für die Schädlingsbekämpfung. Sie setzen sich in ein Flugzeug und erschießen die Kojoten von der Luft aus. Sie führen Buch darüber, jeder tote Kojote wird in ihr Notizheft eingetragen. Die Vieh- und Schafzüchter bezahlen sie dafür. Kojoten ernähren sich von Nagetieren, von Feldmäusen und anderem kleinem Getier. Gelegentlich fressen sie ein Schaf, das sich verlaufen hat. Sie sind die natürlichen Abfallverwerter, sie säubern das Land von allem, was faulig ist und stinkt. Wer sich die Mühe macht und sie zähmt, für den sind sie gute Spielgefährten. Doch wenn sie am Leben bleiben, haben einige Leute Angst, ein paar Cent zu verlieren – und deshalb tötet man sie vom Flugzeug aus. Die Kojoten waren in diesem Land, bevor die Schafe hierher kamen, aber sie sind euch im Weg, denn ihr könnt aus ihnen keinen Profit schlagen. Mehr und mehr Tiere sterben aus. Die Tiere, die der Große Geist in dieses Land gesetzt hat, müssen fort. Nur die Haustiere, nur die vom Menschen gezüchteten Tiere dürfen leben – zumindest so lange, bis man sie in den Schlachthof treibt. Dieser entsetzliche Hochmut des weißen Menschen, der sich anmaßt, mehr als Gott zu sein, mehr als die Natur! Der Weiße sagt: „Ich lasse dieses Tier leben, denn es bringt mir Geld“; und er sagt: „Jenes Tier muss sterben, ich kann an ihm nichts verdienen, den Platz, den es braucht, kann ich besser verwenden. Nur ein toter Kojote ist ein guter Kojote“. Die Weißen behandeln die Kojoten fast so schlimm wie sie einst uns Indianer behandelt haben.

ICH HABE DEN EINDRUCK,

die weißen Menschen fürchten sich so sehr vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, dass sie diese nicht mehr sehen, fühlen, riechen oder hören wollen. Regen und Schnee auf dem Gesicht zu spüren, von einem eisigen Wind wie erstarrt zu sein, und an einem rauchenden Feuer wieder aufzutauen, aus einer heißen Schwitzhütte zu kommen, und in einen kalten Fluss zu tauchen – diese Erfahrungen zeigen dir, dass du lebst. Aber ihr wollt das gar nicht mehr empfinden. Ihr wohnt in Kästen, die Sommerhitze und Winterkälte aussperren, ihr lebt in einem Körper, der seinen Geruch verloren hat, ihr hört den Lärm aus der Hi-Fi-Anlage anstatt den Klängen der Natur zu lauschen, ihr seht den Schauspielern im Fernsehen zu, die euch Erlebnisse vorgaukeln, euch, die ihr längst verlernt habt, irgendetwas selbst zu erleben. Ihr esst Speisen, die nach nichts schmecken. Das ist euer Weg. Er ist nicht gut.

BEVOR UNSERE WEISSEN BRÜDER KAMEN,

um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.

AUCH DER MENSCH BESTEHT AUS VIELERLEI.

Woraus immer die Luft ist, die Erde, die Kräuter, die Steine, all das ist auch Teil unserer Körper. Wir müssen wieder lernen, wir selber zu sein und die Vielfalt in uns zu fühlen und zu entdecken. Wakan Tanka, das Große Geheimnis, lehrt Tiere und Pflanzen, was sie tun sollen. In der Natur gleicht nichts dem anderen. Wie verschiedenartig sind die Vögel! Einige bauen Nester, andere nicht. Manche Tiere leben in Erdlöchern, andere in Höhlen, andere in Büschen. Wieder andere kommen überhaupt ohne Behausung aus. Sogar Tiere derselben Art – zwei Hirsche, zwei Eulen – verhalten sich unterschiedlich. Ich habe viele Pflanzen aufmerksam betrachtet. Von den Blättern einer Pflanze, die alle auf demselben Stängel wachsen, ist keines ganz wie das andere. Auf der ganzen Erde gibt es keine zwei Blätter, die einander völlig gleichen. Der Große Geist hat es so gewollt. Für alle Geschöpfe auf der Erde hat er den Lebenspfad bloß im Großen vorgezeichnet; er zeigt ihnen die Richtung und das Ziel, lässt sie aber ihren eigenen Weg dorthin finden. Er will, dass sie selbständig handeln, ihrem Wesen gemäß und ihren inneren
Kräften gehorchend. Wenn nun Wakan Tanka will, dass Pflanzen, Tiere, sogar die kleinen Mäuse und Käfer, auf diese Weise leben – um wie viel mehr werden ihm Menschen, die alle dasselbe tun, ein Gräuel sein: Menschen, die zur selben Zeit aufstehen, die gleichen im Kaufhaus erstandenen Kleider anziehen und dieselbe U-Bahn benützen, die im selben Büro sitzen, die gleiche Arbeit verrichten, auf ein und dieselbe Uhr starren und – was am schlimmsten ist – deren Gedanken einander zum Verwechseln ähnlich sind. Alle Geschöpfe leben auf ein Ziel hin. Selbst eine Ameise kennt dieses Ziel – nicht mit dem Verstand, aber irgendwie kennt sie es. Nur die Menschen sind so weit gekommen, dass sie nicht mehr wissen, warum sie leben. Sie benützen ihren Verstand nicht mehr und sie haben längst vergessen, welche geheime Botschaft ihr Körper hat, was ihnen ihre Sinne und ihre Träume sagen. Sie gebrauchen das Wissen nicht, das der Große Geist jedem von uns geschenkt hat, sie sind sich dessen nicht einmal mehr bewusst, und so stolpern sie blindlings auf der Straße dahin, die nach Nirgendwo führt – auf einer gut gepflasterten Autobahn, die sie
selber ausbauen, schnurgerade und eben, damit sie umso schneller zu dem großen leeren Loch kommen, das sie am Ende erwartet, um sie zu verschlingen.“
Quelle: http://www.platinnetz.de/artikel/ich-bin-ein-medizinmann-ein-wicasa-wakan-4619
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Die 10 indianischen Gebote

  • Behandel die Erde und alles was drauf lebt mit Respekt
  • Bleiben in der Nähe des Großen Geistes.
  • Zeige großen Respekt für deine Mitmenschen.
  • Gemeinsam für das Wohl der ganzen Menschheit.
  • Hilfestellung und Güte (Freundlichkeit) geben, wo nötig.
  • Tu, was du für dich richtig hälst.
  • Kümmern dich um das Wohlbefinden von Körper und Geist.
  • Widmen einen Teil deiner Bemühungen zum Wohle aller.
  • Sei zu allen Zeiten ehrlich und aufrichtig.
  • Übernehmen die volle Verantwortung für dein Handeln.

 

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

11 Kommentare zu “John Fire Lame Deer – ein wicasa wakan und die 10 indianischen Gebote

  1. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiheeee,
    die Story vom edlen Wilden, welche die Natives selbst nicht glauben, sind immer köstlich.
    Es gab in den Clans der Natives auch sehr sehr arme Menschen, denen es sehr dreckig ging.
    Statussymbole der Jagd, des Krieges und der Macht kannten diese Völker sehr wohl.
    Die verschiedenen Clans lebten in mehr oder weniger losen Verbindungen über das Land verteilt. Kriege gab es auch ohne die Weißen.

    Allerdings gab es ein Gleichgewicht der Kräfte und ein mehr intuitives Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.

    Dann kamen die Entdecker, Eroberer, Glücksritter, Siedler usw. und dann wurde dieses Gleichgewicht nach und nach zerstört. Manchmal unabsichtlich und natürlich auch oft völlig absichtlich.

    Es gibt wissenschaftliche Literatur, die das Bild des edlen Wilden zurechtrückt.
    Viele Literatur der Weißen strotzt leider von negativen und herabwürdigenden Vorurteilen.

    • Frage:
      wenn jemand/ „Etwas“ das Leben eines Dir nahestehenden Geschöpfes bedroht, es bedrängt… wieviel Überlegung wird in Dir GROß, DAS zu unterbinden im allerschlimmsten Fall MIT ALLEN MITTELN???

      Wenn mir jemand erzählen will, daß er nichteinmal einer Fliege etwas zu Leide tun kann, ist ein Lügner, ein Schwätzer, oder zumindest ein beschi++ener Heuchler!!

      Für das was iCH liebe- bin iCH ….

      bereit / in der Lage/gewillt/ kompromisslos bereit …

      -um das Leben des Geschöpfes zu gewährleisten, wenn es bedroht wird-

      zu TÖTEN!-

      Macht mich DAS zu Schlechten, ODER
      ZUM:
      Menschen???

      • Liebe TA KI,
        diese Frage stelle ich mir sehr oft. Als Kind habe ich mich mit den Fäusten verteidigt. Als junger Erwachsener habe ich gelernt mit Kriegswaffen umzugehen. 3 Monate lang war ich schließlich im Einsatz. Musste die Waffen jedoch nie einsetzen. Aber ich habe erlebt, was Waffen aus Menschen machen können. Nicht umsonst werden immer wieder Waffen besonders geehrt, was ich zwar verstehen kann, aber krank finde.

        Ich habe erfahren, daß ich im Einsatz wenn es brenzlig wird, zu meinen Kameraden oder Freunden stehe und all meine Kräfte einsetze, um diesen in Bedrängnis beizustehen. Außerdem weiß ich, daß ich in Gefahrensituationen einen kühlen Kopf bewahren kann.
        Das erwähne ich nur, damit klar wird, daß ich Erfahrungen habe und nicht nur theoretisiere.

        In einer Situation, in der es um Leben und Tod eines Gefährten geht, dessen Leben direkt und akut bedroht wird, war ich noch nie.

        Das Gebot Gottes, daß wir nicht töten sollen, steht nicht nur als Gebot auf Steintafeln, sondern dieses Gebot ist zu achten, weil es Gesetz ist, daß uns Gott gegeben hat. Damit in Verbindung steht das Gesetz des Karmas, das besagt, daß wir einem Menschen, dessen Leben wir genommen haben, irgendwann ein neues Leben geben müssen. Das bedeutet, daß wir Mutter werden müssen, und diesem Menschen in der Reinkarnation als eigenes Kind bekommen werden.

        Jetzt kann ich natürlich auf die Idee kommen und sagen, ok im aktuellen Fall möchte ich auf jeden Fall das Leben meines Freundes usw. retten, egal aus welchem Beweggrund. Und ich bin bereit, dem Ermordeten später dafür ein neues Leben zu geben. Irgendwie kann man sich damit schon arrangieren.

        Aber was bringt das eigentlich?

        Mord, Totschlag usw. zieht immer einen ganzen elenden Rattenschwanz an Folgen nach sich. Gewissensbisse und Selbstvorwürfe kommen immer irgendwann. Psychosomatische Störungen treten oft auf. Trauer, Verachtung, Wut, Ärger, Rache, sind fast immer auch irgendwie beteiligt. Nicht immer tauchen alle Gefühle auf, aber doch sehr viele .Die schlimmen Taten werden oft aufgeschrieben und später erneut ausgegraben, gelesen, interpretiert. Dann werden neuen Pläne für Rache, Vergeltung, usw. gemacht.

        Ein Mord erzeugt also viele Kreisläufe von Ursache – Wirkung.
        Und wenn wir nicht endlich mit dem Töten und Morden aufhören, so gehen diese Kreisläufe ständig und ewig weiter. Diese Kreisläufe halten uns außerdem davon ab, in der Evolution endlich weiter zu kommen. Ganz im Gegenteil, Mord drückt uns nieder in die Dunkelheit und allerhand andere Wirkungen. Und meistens nicht nur uns selbst, sondern leider auch andere Menschen, die sich dann ebenfalls nicht mehr reibungslos weiterentwickeln können.

        Ist es also egoistisch und feige, wenn ich zu der festen Überzeugung komme, daß ich nicht mehr töten und morden möchte? Weil ich möchte, daß diese traurigen Kreisläufe der Ursachen von Gewalt und Mord endlich zur Ruhe kommen sollen? Nicht nur für mich, sondern auch für andere Menschen?

        Überlassen wir es doch dem Angreifer, sich zu entscheiden, ob er den Mord ausführen möchte und damit für sich selbst einen neuen Kreislauf oder Kreisläufe startet, oder ob er noch rechtzeitig zur Besinnung kommt und mit seinem Vorhaben aufhört und stoppt. Vielleicht müssen wir nur unsere Stärke beweisen indem wir uns aufplustern wie ein Gockel und Lärm machen, oder einfach eine Ohrfeige austeilen? Wir können immer noch viel tun, aber auf keinen Fall töten.

        Stellen wir uns die Frage, wer hat Recht? Der Angreifer, oder wir? Oft, wenn wir ganz genau nachdenken würden, ist die Antwort nicht leicht zu finden. Aber auch wenn wir Recht hätten, dann sollten wir uns fragen, ob wir wirklich Recht haben müssen? Müssen wir unser Recht wirklich mit Mord verteidigen? Der Gesetzgeber, oder die Kirche segnet das vielleicht ab, aber warum? Warum segnen die Priester die Waffen und achten das Gesetz Gottes nicht?

        Natürlich ist es sehr traurig und schrecklich, wenn unser Kind, unser Freund, unser Partner oder wir selbst ermordet werden. Wir können wenn es möglich ist versuchen wegzulaufen, oder auf den Angreifer mutig einwirken, damit er vielleicht doch noch zur Besinnung kommt. Wenn wir doch daran glauben müssen, so ist dies nicht so sehr schlimm wie es scheint, wenn man weiß, was danach kommt.

        Wir sollen uns ganz klar bewußt sein, daß im Fall des Todes, sich die „Seele“ aus dem Körper löst und sofort anschließend im Leben nach dem irdischen Tod weiterlebt und dort den eigenen Weg weitergeht. Das bedeutet, der Körper ist mausetot, aber die Seele lebt sofort weiter, denn die Menschen-Seele ist unsterblich, da sie ein Funken Gottes ist.

        Also, Dein Kind wenn es umgebracht werden sollte, lebt sofort weiter. Natürlich lebt es dann nicht mehr als Dein Kind auf der Erde. Aber dieser Mensch, von dem Du annimmst, daß er Dein Kind ist, hatte schon viele Leben gelebt und war vielleicht schon mal Dein Vater, oder Mutter, das ist alles möglich.

        Mir ist bewußt, daß diese Dinge für die Menschen schwer zu glauben sind. Denn sie sind so völlig anders, als alles was man sonst gewöhnlich von den Priestern der Religionen zu hören bekommt. Ich bin kein Priester und will auch keiner sein. Es braucht ein bisschen Mut, sich von den Irrlehren dieser Welt zu verabschieden, und eigene Wege zu gehen, auf denen man im Moment nicht so viele Begleiter finden wird. Würde es mehr Menschen geben, die sich trauen würden, gegen die Lehren der Institutionen im Stillen, aber ausdauernd und friedlich aufzubegehren, so müssten wir nun keine Angst vor Bürger- oder anderen Kriegen haben. Die Menschen würden den Gewalttätigen einfach einen Vogel zeigen, sich umdrehen und die eigene Arbeit weitermachen.

        Vielleicht bringt man uns aber auch um. Denn System-Störenfriede waren vom System noch nie gerne gesehen. Das muß doch wohl einen Grund haben warum das System so rebellisch reagiert, wenn man die Fehler und Boshaftigkeiten des Systems und seiner Lakaien sichtbar macht und sich offen dagegen stellt.

      • Liebe Taki,
        an Deinem Kommentar spüre ich (vielleicht sehe ich Dich richtig, vielleicht nicht…) das Dich das oben Geschriebene sehr aufgewühlt hat. Ja, so geht es mir auch. Natürlich verteidigt man was man liebt mit allen Mitteln, das ist völlig Okay. MEIN GOTT!! Was ich liebe – mein innerstes Herzblut – muß ich doch schützen!
        Denn wenn es stirbt, stirbt auch ein großer Teil von mir…

        Aber die Fliege wird trotzdem nicht gekillt, die kann ja nix dafür, das sie nervt und weiß es ja auch nicht 😉

        An dieser Stelle vielen Dank für Deinen Blog und Deine tägliche Arbeit, ich lese hier schon lange mit und wollte mich mal persönlich bei Dir für Deine Mühe bedanken :-))

        Mach weiter so!

  2. Lieber oder Liebes buntes papier,
    Wenn Menschen frei von zwängen sind und im einklang mit der Natur leben, sich nur das nehmen, was sie zum Leben in Glück und Harmonie benötigen, dann ist es das was andere Völker nie Taten, seit dem es das Sklaventum gab und gibt. Die Urvölker nenn ich sie mal, sind heute noch unbefangen von all dem Machtbesessenen dieser Welt. Sofern Sie frei sind. Sind die weißen Menschen Frei? Leben sie in einem aus Gütern bestehenden Gefängniss? Nein wir sind nicht Frei und dürfen nur deren Güter zu uns nehmen, die uns abhängig machen. Wir sollen damit verdummt und fügsam gemacht werden. Wir sind moderne Sklaven geworden, die nicht merken sollen, das wir nur dazu dienen, noch mehr Güter für die dinge des lebens zu produzieren, die wir im eigentlichen noch nie benötigt haben. Die WEISEN, Einfühlsamen Menschen, die bis heute wissen, wie die Natur schwingt, sollen seit hunderten von Jahren Mundtot gemacht werden. Warum? Weil sie nicht in die Welt des Geldes und der Macht hinein passen.
    Ja es gab auch in den Völkern der Ureinwohner Menschen, die mächtig sein wollten und waren. So wird uns das jedenfalls erzählt 🙂 Wissen wir es wirklich? Nein es wurde uns erzählt. Wir sind auch in diesem Thema manipuliert. Denn könnte es sein, das der weisse Mann dafür sorge trug, dass auch diese Menschen sich bekriegten, damit sie Ihren Job zu erledigen hatten? genauso wie wir es in vielen Staaten dieser Welt tun? In wievielen Ländern der Welt ist Krieg? Wer beeinflusst die Menschen dort, damit sie mit Gewehren auf einander los gehen? Meinst du buntes papier, dass sich dort die Leute aus lauter Spass an der Freud selbst umbringen? Oder könnte es sein, dass diese Menschen auch manipuliert werden, damit sie das tun was sie tun?

    • Hallo Uwe,

      die allermeisten Deiner Aussagen sind vollkommen korrekt.
      Gleichzeitig stellst Du implizit und explizit so viele Fragen, daß ich für deren Beantwortung ganze Bücher schreiben könnte.

      Sehr viele Anthropologische Literatur ist nicht brauchbar, da man die Beobachtungen nicht frei von der „zivilisierten“ Weltanschauung aufgeschrieben hat. Wir müssen außerdem annehmen, daß Anthropologie mitunter auch wirtschaftlichen und militäischen Zwecken diente.

      Was ist eigentlich ein Naturvolk? Der Name weißt darauf hin, daß hier ein Volk gemeint ist, daß eine starke Beziehung zur Natur hat. Und was ist das für eine Beziehung? Sind das nur Eigenschaften, die sich auf die Nutzung der Umgebung des Volkes beziehen, oder gibt es noch andere Faktoren? Ein Naturvolk lebt in engstem Kontakt mit der umgebenden Natur und bezieht daraus die vorhandenen Ressourcen. Der Technologie-Stand der Naturvölker ist meistens recht einfach oder primitiv. Darum können die Ressourcen der Erde natürlich nur in relativ begrenzten Mengen genutzt werden. Alles andere wäre zu mühsam, oder gar unmöglich. Natürlich sind die Menschen der Naturvölker spirituelle Menschen. Jeder Mensch ist ein spiritueller Mensch. Es gibt davon jedoch unterschiedliche Grade.

      Die Art und die Tiefe der Spiritualität eines Menschen hängt mit dem Gefühlsgrad eines Menschen direkt zusammen .Die Gefühle eines Menschen, der ganz eng mit der Natur zusammenlebt und keinen besonderen Lebensweg beschreitet, lebt die Gefühlsgrade der Sicherung der Grundbedürfnisse des nackten Lebens und der natürlichen Sexualität zur Sicherung der notwendigen Nachkommen besonders stark aus. Alle Einflüsse, ob bekannt oder fremdartig, die diese Notwendigkeiten und Gefühlswelten bedrohen oder zu bedrohen scheinen, werden sofort als feindlich betrachtet und wenn notwendig sofort höchst emotional verteidigt.

      Wenn wir Menschen dieser Art beobachten, so können wir meinen, daß auch diese Menschen Liebe leben, indem sie sich z.B. um ihren Nachwuchs kümmern oder dem Mädchen ein besonders schönes Stück Fleisch vor die Füße werfen. Aber da wird noch keine bewußte Liebe gelebt. Das kommt erst viel später.Bei uns in Europa begann die Entwicklung der höheren Arten der Liebe, zuerst im Zeitraum des Hochmittelalters.

      Aber schon hier wird klar, daß die Menschen ganz plötzlich äußerst aggressiv werden können, auch wenn kein Einfluß von Außen kommt. Interne Stammesstreitigkeiten reichen für Gewaltausbrüche ggf. schon aus.

      Natürlich waren die Lakotas, Hopi, und viele andere Stämme der Natives über dieses Stadium der Entwicklung schon lange hinausgewachsen. Wir können Extrem-Urvölker auf unserem Planeten aber immer noch manchmal finden.

      Wir kennen ein bisschen die Geschichte der Azteken und Mayas und wir wissen, daß diese Völker den Grad eines Naturvolkes schon verlassen hatten und die ersten Schritte zu einem System der Stadtstaaten vollzogen haben. Und dies brachte jede Menge Probleme mit sich. Das gleiche können wir in Europa im Bereich von Griechenland und Rom beobachten.

      Wenn wir die Geschichte der Plain-Indianer ansehen, dann können wir anhand der Überlieferungen feststellen, daß die Stämme in einem sehr strengen spirituellen Korsett lebten. Das war wegen der oft sehr harschen Lebensbedingungen und der mangelnden Technologie anscheinend notwendig. Es gibt Geschichten von Völkern, welche diese spirituellen Lebensweisen verlassen hatten und dann von den Tragödien der Natur ausgerottet wurden. Diese Erfahrungen und Erlebnisse mussten den Völkern eine große Angst eingeflößt haben. Eine Weiterentwicklung der Gesellschaft vom Naturvolk zur Zivilisation wie wir sie kennen, war dadurch fast unmöglich geworden. Genau das hat diesen Kulturen bei der Einwanderung der Weißen aber das Genick gebrochen.

      Die meisten Plain-Indianer waren doch Nomaden, die hinter den Herden der Tiere hergezogen sind, um sich daran zu bedienen, wenn es Zeit wurde. Und es gab einige Pueblo-Indianer. Diese wurden von den Nomaden natürlich argwöhnisch angesehen und oft als seltsame Menschen von weither beäugt.

      Viele Stämme waren wieder in unterschiedlichste Clans aufgeteilt, die lose in Verbindung standen, oft nur über Zeichen in der Landschaft kommunizierten. Es gab oft sehr strenge Verhaltensvorschriften, wie sich die Clan-Angehörigen untereinander und gegenüber zu verhalten haben. Und die Clans waren oft über viele Generationen hinweng auf spirituellen Trails unterwegs, die ihnen von irgendwelchen Visionen anbefohlen wurden. Vision, Angst, Sicherheitsdenken oder andere Gründe, das ist hier die Frage.

      Die fehlende Schriftsprache auf flexiblem Material war wohl auch ein Problem. Die Menschen waren ständig damit beschäftigt, ihre Kultur mündlich weiterzugeben.

      Das Leben dieser meist nomadisch lebenden Völker war also alles andere als einfach. Es ist doch fast selbstverständlich, daß eine ganze Menge an Kraft aufgewendet werden mußte, alle notwendigen Ressourcen aus der Natur zusammenzuraffen, die für das Überleben des Clans oder der Sippe notwendig waren. Und das was man zusammenraffen konnte, reichte oft nicht für alle über den Winter und so starben immer wieder eine Menge an Menschen oder wurden schwach und krank und starben dann schnell im frühen Alter.

      Reisende Forscher bemerkten in ihren Tagebüchern, den oft erbärmlichen Gesundheitszustand der Natives. Denn diese kannten oft das Weben von Stoffen überhaupt nicht. Darum kleideten sich die Menschen mit Tierhäuten, die allerdings keinen guten Schutz für naßkalte Witterung boten. Wir können davon ausgehen, daß das sehr bescheidene Leben der Natives aus der Natur oft eine blanke Not war und nicht aus einem höheren wohldurchdachten zivilisatorischen Entscheidungsprozess abstammte.

      Das strenge Regime der Stammesführer und der Schamanen war eine wichtige Ursache für den Stop des zivilisatorischen Entwicklungsprozesses dieser Völker. Diese lebten viele Jahrhunderte naiv vor sich hin und lebten in einer Welt der Scheuklappen. Darum hatten die Weißen Eindringlinge leichtes Spiel mit diesen Menschen und konnten sie leicht beeinflussen und betrügen.

      Ich habe mir oft die Frage gestellt, was wohl besser wäre. Das Leben der Natives mit deren Weltbildern, die durchaus extrem faszinierend sind, oder das Leben unserer Hoch-Zivilisationen?

      Der Niedergang der Kulturen der Natives mag schrecklich erscheinen, aber vielleicht war er notwendig? Die Kulturen und Zivilisationen auf der Erde sind nichts anderes als Spiegelbilder der spirituellen Entwicklung der Menschen in der Schöpfung Gottes. Der Weg der Menschen geht immer weiter und muß immer weiter gehen. Es treten immer wieder Ereignisse in der Welt auf, welche die Entwicklung der Menschheit vorwärts treibt. Und so ist auch der Status der Zivilisationsformen die wir heute gewohnt sind nur eine kleine Randerscheinung auf dem spirituellen Weg der Menschheit. Wenn wir uns nicht verbessern wollen, so werden unweigerlich Prozesse in Gang kommen, die uns zur Verbesserung zwingen werden. Ich glaube, daß wir gerade mit so einem Prozess beschäftigt sind.

      Von vielen Aspekten des Lebens der Naturvölker können wir Zivilisations-Menschen etwas lernen, die für uns sehr nützlich sein können und die wir vergessen oder verlacht haben. Aber ein komplettes Zurück zur Lebensform der Naturvölker wird es nicht mehr geben. So etwas ist höchstens möglich, wenn wir uns entweder selbst in die Steinzeit zurückbomben, oder wenn irgendein kosmisches Ereignis unser aktuelles Leben unmöglich macht. Aber das ist reine Spekulation und Angstmacherei, mit der wir uns nicht beschäftigen wollen.

      Mord aus Spaß? Ja, das gibt es, aber das ist hoffentlich selten.
      Meistens wird getötet, weil man sich in einer Zwangslage fühlt.

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  4. Ich bin für eine Welt ohne Geld, denn Liebe heißt die Angst verlieren und wer keine Angst hat der lebt in der Liebe und kann alles weg geben, weil er weiß das er mit der Kraft der Gedanken alles wieder erschaffen kann.
    Wir sind Eins mit Gott, da jedes Wesen aus Körper, Geist und Seele besteht, und der Geist ist Gott auf diese Weise
    ist Gott in jedem Wesen und darum sind wir eins.

  5. Pingback: Honigmann-Nachrichten vom 04. August 2016 – Nr. 895 | Der Honigmann sagt...

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