Trotz Schuldenschnitt: Fitch stuft Ukraine auf „Bankrott unvermeidlich“ herab


Trotz einem Schuldenschnitt in Höhe von 20 Prozent hat die internationale Ratingagentur Fitch die Ukraine auf die Note C abgewertet. Das bedeutet: „Staatsbankrott unvermeidlich“.

Fitch stufte den langfristigen Ratingstatus der Ukraine von CC auf C, heißt es in der Pressemitteilung der Ratingagentur.Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund getroffen, dass Kiew sich mit dem Gläubigerausschuss auf einen Schuldenschnitt in Höhe von 3,8 Milliarden US-Dollar verständigt hatte. Diese Nachricht bewertete Fitch als einen Versuch, dem Staatsbankrott zu entgehen und verwies darauf, dass der Schuldenschnitt materielle Verluste der Besitzer von Wertpapieren nach sich ziehen wird.

Entsprechend der Fitch-Ratingskala steht das Niveau C für „Default unvermeidlich“.

Die Ukraine habe sich Ministerpräsident Arseni Jazenjuk zufolge am Donnerstag mit dem Gläubigerausschuss auf einen Schuldenschnitt in Höhe von 3, 8 Milliarden Dollar und eine Umschuldung verständigt. Die Fristen der Tilgung des übrigen Schuldenteils seien vom Zeitraum 2015-2023 auf 2019-2027 verlegt worden.

Jazenjuk forderte zudem Russland auf, den mit den westlichen Gläubigern vereinbarten Auflagen zu folgen. Moskau hatte Ende 2013 ukrainische Eurobonds für drei Milliarden US-Dollar gekauft und die Ukraine dadurch damals vor der Staatspleite bewahrt. Die Papiere sind Ende 2015 fällig. Moskau weigert sich jedoch, sich an der Umschuldung der Ukraine zu beteiligen, wie Russlands Finanzminister nach Angaben von Bloomberg erklärte.

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Gruß an die Geldgeber
TAKI
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Geo-Engineering – Ausweg oder Irrweg?


Geo-Engineering heisst das Zauberwort. Geo-Engineering heisst nichts anderes, als dass der Mensch – meist mit riesigem Aufwand – gezielt das Klima zu beeinflussen versucht. Ob Riesen-Spiegel im Weltall, künstliche Verdunkelung des Himmels mittels Schwefelpartikeln, ein Sonnenschirm über der Erde, schwimmende reflektierende Kissen im Ozean oder in weisses Plastik gehüllte Wüsten: Was heute noch nach billigem Science-Fiction-Klamauk klingt, könnte in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. Immer mehr Klimaforscher warnen jedoch und sagen: Geo-Engineering ist kein Heilmittel für das Klima!

Geo-Engineering ist kein Klimaschutz

 

Was ist Geo-Engineering?

Der Begriff Geo-Engineering wurde in den 1970er Jahren vom italienischen Physiker Cesare Marchetti geprägt und umschreibt unterschiedliche technische Methoden, mit denen der Mensch aktiv in das Klimageschehen eingreifen kann. Ziel ist es, das Klima nach dem Willen des Menschen zu formen, um der angeblich immer weiter fortschreitenden globalen Erwärmung entgegen zu wirken.

Lange hatte nur ein kleiner Kreis von Wissenschaftlern und Politikern Einblick in diesen Forschungsbereich, bis die National Academy of Sciences (NAS) im Jahr 1992 ein entsprechendes Buch veröffentlichte und damit eine breitere Öffentlichkeit mit der Thematik in Berührung brachte.

Es folgten wiederum Jahre des Schweigens. Die meisten Politiker und Wissenschaftler zeigten sich – zumindest nach aussen hin – uninteressiert. Da die internationale klassische Klimapolitik jedoch immer mehr auf Kritik stiess und sich vermehrt in Widersprüche verstrickte, wurde Geo-Engineering immer häufiger als möglicher Ausweg vorgeschlagen. Mittlerweile wird die technische Klimamanipulation von diversen Regierungen ernsthaft in Erwägung gezogen.

Dass inzwischen schon diesbezügliche Tests durchgeführt wurden und etliche weitere in Planung sind, beweist offensichtlich, dass Geo-Engineering schon jetzt keine blosse Fiktion mehr ist.

Geo-Engineering soll also den Klimawandel aufhalten. Einige Experten aber sagen, dass es genau diesen gar nicht gäbe und wenn doch, so sei er nicht von Menschenhand verursacht, sondern eine ganz natürliche Entwicklung, die es im Laufe der Menschheitsgeschichte schon häufiger gab.

Der Mensch als Mitverursacher der globalen Erwärmung

Das Klima ist seit Anbeginn der Erde einem natürlichen Wandel unterworfen, der – anders als das Wetter – nur auf lange Sicht hin beobachtet werden kann. Die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt, für Untersuchungen des Klimas eine Zeitspanne von mindestens 30 Jahren zu veranschlagen – was natürlich aus Sicht des Menschen eine sehr grosse Zeitspanne ist, da er selbst nach Ablauf dieser Zeit schon fast wieder in Rente geht. Betrachtet man sich jedoch die Zeiträume, in denen sich das Klima im Laufe der Erdgeschichte verändert hat, so handelt es sich hier meist um viele Hunderttausend Jahre. Da sich inzwischen die Klimaänderungen jedoch merklich schneller ergeben, scheinen die 30 Jahre durchaus sinnvoll zu sein.

Immerhin zählt die Klimaforschung heute zu den am besten erforschten Wissenschaften. Tausende Studien wurden bislang veröffentlicht, die zu rund 97 Prozent ergeben haben, dass die menschengemachte globale Erwärmung vom natürlichen Klimawandel klar abzugrenzen ist. Diese Studienergebnisse beruhen nicht ausschliesslich auf Berechnungen, sondern auch auf Langzeituntersuchungen direkt in der Natur. Daher herrscht in puncto Klimawandel ausnahmsweise einmal eine Art wissenschaftlicher Konsens – von einigen wenigen Skeptikern einmal abgesehen, deren Sichtweise weiter unten und auch z. B. hier erklärt wird: Die Klima-Religion

Während nun der natürliche Treibhauseffekt das Leben auf der Erde erst möglich macht – ohne ihn läge die Durchschnittstemperatur bei etwa -18 °C – gelten die vom Menschen erzeugten Treibhausgase als wichtigste Ursache der globalen Erwärmung. So ist beispielsweise die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosphäre seit Beginn der Industrialisierung um satte 40 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg ist vordergründig von drei umweltbelastenden Faktoren abhängig: dem Abholzen der Wälder, der Zementindustrie und der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas oder Kohle.

Zu den mess-, spür- und sichtbaren Folgen der globalen Erwärmung zählen z. B. häufiger auftretende Hitzewellen, Waldbrände, Unwetterkatastrophen, das Schmelzen der Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels und das Artensterben.

Doch obwohl 97 Prozent der Klimatologen der Auffassung sind, dass der Mensch das Klima beeinflusst und laut Weltklimarat (IPCC) wahrscheinlich 50 Prozent der Erderwärmung auf den Menschen zurückzuführen sind, gibt es Klimaskeptiker, die den menschlichen Einfluss auf das Klima bestreiten oder auch für völlig ungefährlich halten.

Klimaforschung: Alles Lüge?

Die Argumente, die Klimaskeptiker vorbringen, um die globale Erwärmung in Frage zu stellen oder den Menschen sozusagen von jeglicher Verantwortung der Erde gegenüber freizusprechen, sind derart mannigfaltig, dass es sehr schwer fällt, ein einheitliches Bild zu präsentieren. Wir wollen deshalb lediglich auf 5 weit verbreitete Argumente und die Gegenposition eingehen.

  • Argument 1: „Das Klima hat sich immer schon gewandelt.“ Das stimmt zwar, doch heute läuft der Klimawandel zehn Mal schneller ab als zuvor.
  • Argument 2: „Die globale Erwärmung ist auf natürlichen Wasserdampf zurückzuführen.“ Wasserdampf spielt in Bezug auf den natürlichen Treibhauseffekt zwar eine sehr grosse Rolle, bleibt im Gegensatz zum CO2 aber meist nur wenige Tage in der Atmosphäre, um dann in Form von Regen auf die Erdoberfläche zurückzukehren.
  • Argument 3: „Der Mensch ist nur für 3 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich.“ Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erläutert, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre für Jahrtausende mehr oder weniger konstant war und erst angestiegen ist, seit die fossilen Brennstoffe exzessiv genutzt wurden.
  • Argument 4: „Durch Vulkane wird viel mehr CO2 ausgestossen als durch die Aktivitäten des Menschen.“ Das Umweltbundesamt äusserte sich dazu wie folgt: Die CO2-Emissionen des Menschen sind seit der Industrialisierung auf insgesamt rund 30 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr angestiegen, während die von Vulkanen verursachten CO2-Emissionen nur einen Bruchteil, nämlich etwa 0,03 Milliarden Tonnen pro Jahr betragen.
  • Argument 5: „Der Weltklimarat wird durch die Politik beeinflusst.“ An der Erstellung der IPCC-Berichte sind über tausend Wissenschaftler beteiligt. Dass jeder von ihnen gekauft ist oder bewusst Lügen verbreitet, scheint doch ziemlich abwegig. Des Weiteren stellt sich Frage: Warum sollte die Politik, die sich in vielen anderen Bereichen ja alles andere als einig ist, einen Bericht beeinflussen, wenn dadurch aufgrund der folgenden Restriktionen ein Nachteil für die eigene Wirtschaft entsteht?

Vielleicht ist es ja auch umgekehrt und nicht der Klimawandel ist eine Lüge, sondern die Skepsis am Klimawandel?

Ist die Klimaskepsis organisiert?

So säte z. B. die Global Climate Coalition von 1989 bis 2002 gezielt Zweifel an der globalen Erwärmung. Bei der Global Climate Coalition handelt es sich um einen Interessenverband diverser Weltkonzerne (z. B. der Mineralölindustrie). Sein Ziel war, staatliche Schritte zur Senkung der CO2-Emission zu verhindern. Des Weiteren investierte das Ölunternehmen ExxonMobil zwischen 1998 und 2005 ganze 16 Millionen US-Dollar, um in Bezug auf den Stand der Klimaforschung Verwirrung zu stiften.

Natürlich ist auch der Weltklimarat nicht ohne Fehl. So drang beispielsweise im Zusammenhang mit dem vierten IPCC-Sachstandsbericht an die Öffentlichkeit, dass einige Regierungen, darunter die USA und China, Wissenschaftler dazu gebracht haben sollen, den Berichtsentwurf drastisch abzuschwächen. Doch ist auch das kein Beweis dafür, dass die globale Erwärmung nun eine Lüge ist.

Könnten tatsächlich 97 Prozent aller Klimastudien gefälscht sein? Und selbst wenn? Würde es bedeuten, dass wir nach wie vor unseren Planeten nach Strich und Faden ausbluten lassen dürfen? Würde es bedeuten, dass es sinnvoll ist, die für jeden sichtbaren Veränderungen in der Natur und der Umwelt zu ignorieren? Die in Europa immer seltener werdenden Regenfälle, die verheerenden Waldbrände im Süden Europas, die plötzlich einwandernden tropischen Insekten, das Verschwinden von einheimischen Insekten und Vögeln, die teilweise vernichtenden Krankheiten bei Bäumen und anderen Pflanzen und vieles mehr? Die Nichtexistenz eines Klimawandels würde uns also nicht unserer Verantwortung entheben und würde keinesfalls ein Freibrief für künftiges Nichtstun darstellen.

Denn zu Vieles läuft falsch in dieser Zeit – und jeder einzelne kann dazu beitragen, das Falsche in Richtiges zu verwandeln. Da es in diesem Artikel jedoch nicht vordergründig um den Klimawandel geht, sondern um Geo-Engineering, gehen wir im Folgenden einfach einmal davon aus, dass es den Klimawandel gibt. Denn nur anhand dieser Informationen kann man die Geo-Engineering-Pläne überhaupt nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt für gut befinden.

Scheitert Klimaschutz am Zahnrad der Zeit?

Der schwedische Physiker und Nobelpreisträger für Chemie Svante Arrhenius (1859-1927) war der Erste, der erkannt hat, dass das vom Menschen emittierte CO2 das Erdklima aufheizen und die dauerhafte Nutzung fossiler Energie zu gravierenden Problemen führen würde. Da derartige Theorien aber lange nicht ernst genommen wurden, hat es jahrzehntelang gedauert, bis der Klimaschutz überhaupt thematisiert wurde.

In den 1960er Jahren wurden schliesslich Computer und Satelliten zur Berechnung der globalen Erwärmung genutzt. In Folge sprach ein Beratungsgremium der US-Regierung erstmals eine Warnung aus, dass man es hier mit einer ernsthaften Bedrohung zu tun habe. Zeitgleich wurde aber auch schon die Empfehlung ausgesprochen, die Chancen und Risiken technischer Eingriffe in das Klimasystem der Erde (Geo-Engineering) zu erforschen.

Es folgten zahllose Klimakonferenzen, Gipfeltreffen, Verhandlungen und Beschlüsse, doch die internationale Klimapolitik artete mehr und mehr zu einem Desaster aus. Dafür spricht beispielsweise, dass die Weltölförderung heute so hoch ist wie nie zuvor und dass der weltweite CO2-Ausstoss seit 1990 um etwa 50 Prozent gestiegen ist. 1990 war übrigens jenes Jahr, in dem zum ersten Mal ernsthafte Verhandlungen über ein Klimaabkommen geführt wurden.

Das zentrale Ziel der internationalen Klimapolitik ist, die globale Erwärmung auf 2° C über dem vorindustriellen Wert zu begrenzen. Da dieses sogenannte „Zwei-Grad-Ziel“ von vielen Politikern und Klimaforschern jetzt schon als gescheitert betrachtet wird, wird der Ruf nach einer technischen Klimamanipulation immer lauter. Der Plan B heisst: Geo-Engineering.

In der Wissenschaft werden zwei Hauptmethoden zur Beeinflussung des Klimas unterschieden.

Geo-Engineering: Künstliche CO2-Reduzierung

Technologien, die unter dem Begriff Carbon Dioxide Removal (CDR) zusammengefasst werden, zielen darauf ab, die Konzentration des Treibhausgases CO2 aus der Atmosphäre zu verringern, indem dieses zunächst gebunden und dann z. B. unterirdisch gespeichert wird.

Zu den CDR-Methoden zählt mitunter die sogenannte Ozeandüngung: Hier werden winzige Algen durch Düngung zum Massenwachstum angeregt. Algen speichern grosse CO2-Mengen, und wenn die Algen sterben, sinkt mit ihnen das CO2 auf den Grund der Tiefsee.

Hierbei haben allerdings bereits zwei Studien des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven (Experiment EisenEx und Experiment LOHAFEX) ergeben, dass die Algen schon vor dem Absterben beinahe vollständig von im Meer lebenden Tieren gefressen werden, die das CO2 in Folge wieder ausatmen, so dass es letztendlich also doch nicht auf den Meeresgrund absinkt, sondern wieder in die Atmosphäre gelangt.

Ein weiteres CDR-Verfahren nennt sich „Carbon Capture and Storage“ (Abscheidung und Speicherung von CO2). Hier soll das CO2 Kraftwerke, die mit fossilen Brennnstoffen arbeiten, gar nicht erst verlassen. Es soll chemisch aus den Kraftwerksabgasen abgeleitet werden, um es sodann unterirdisch zu lagern. Fakt ist aber, dass die sichere Speicherung von CO2 bisher ausschliesslich auf dem Papier existiert.

Andere Geo-Engineering-Methoden sollen hingegen die Reflexion von Sonnenlicht erhöhen.

Geo-Engineering: Weniger Sonneneinstrahlung, besseres Klima?

Das Solar Radiation Management (SRM) umfasst zahlreiche unterschiedliche Technologien, die dafür sorgen sollen, dass ein möglichst grosser Teil der Sonneneinstrahlung wieder reflektiert wird, was dann natürlich auch die Temperaturen senken würde.

In städtischen Gebieten könnte man dazu beispielsweise verstärkt weisse Dächer einsetzen und in der Wüste würde man grosse Flächen mit reflektierendem Material bedecken. Auf den Meeren könnte man reflektierende Kissen schwimmen lassen. Abgesehen von den weissen Dächern wären diese Methoden ein grosser Eingriff in das Öko- und Klimasystem – mit unbekannten Folgen. So könnte es durch die schwimmenden Kissen zu einer massiven Störung des marinen Ökosystems kommen.

Auch im Luft- und im Weltraum will man Aktionen zur verstärkten Reflexion der Sonnenstrahlung in Erwägung ziehen. So könnten beispielsweise mit Flugzeugen kontinuierlich kleinste Salzkristalle direkt in die Luftschichten über den Ozeanen gesprüht oder Chemikalien wie Schwefelverbindungen als Aerosole in der Stratosphäre verteilt werden.

Genauso könnten zwischen Sonne und Erde riesige Spiegel oder lichtstreuende Netzwerke aus Aluminium positioniert werden, die das einstrahlende Sonnenlicht auf der Erde reduzieren. Doch auch diese Methoden würden sich natürlich äusserst negativ auf die Umwelt auswirken (z. B. Abnahme des Niederschlages).

Ob, wann und in welchem Umfang Geo-Engineering bereits zum Einsatz kommt bzw. kommen wird, liegt im Dunkeln. Wäre Geo-Engineering aber überhaupt erlaubt?

Ist Geo-Engineering erlaubt?

Die geplanten Methoden bzw. ihre Folgen sind natürlich nicht auf ein einziges Land zu begrenzen. Wer Geo-Engineering einsetzt, beeinflusst auch das Wetter und Klima in anderen Ländern und Regionen – schliesslich kennt das Klima keine Staatsgrenzen.

Trotzdem gibt es noch immer keine klaren Gesetze, die das Geo-Engineering international regeln würden. Demnach obliegt es grundsätzlich jedem einzelnen Staat, bestimmte Geo-Engineering-Technologien zu fördern, zu genehmigen oder auch zu verbieten.

Der Weltklimarat hat Geo-Engineering erstmals 2013/14 in seinen Fünften Sachstandsbericht aufgenommen. Dies ist deshalb von grosser Bedeutung, da dieses wissenschaftliche Gremium einen essentiellen Ausgangspunkt für die UN-Klimaverhandlungen darstellt.

Das Internationale Klimaschutzrecht enthält jedoch nach wie vor keine spezifischen Vorgaben zu Geo-Engineering-Technologien. Es gibt lediglich rechtliche Verpflichtungen in Bezug auf Massnahmen, die den Ausstoss von CO2 senken.

In Bezug auf die Meeresdüngung haben die Vertragsstaaten des weltweit geltenden Übereinkommens über die biologischen Vielfalt im Jahr 2008 allerdings einen politisch wichtigen Beschluss verabschiedet, der zumindest ein weitgehendes Moratorium für diese Art des Geo-Engineerings vorsieht.

Im Übrigen sollte auch das Völkergewohnheitsrecht nicht ausser Acht gelassen werden. Dieses besagt nämlich, dass jeder Staat sicherzustellen hat, dass die Umwelt jenseits der Staatsgrenzen – eingenommen das Weltall – durch seine Massnahmen und Aktionen nicht zu Schaden kommt.

Doch es gibt natürlich etliche Schlupflöcher, die genutzt werden können, um Geo-Engineering-Technologien einzusetzen. So verlangt beispielsweise das Klimarahmenübereinkommen ausdrücklich die Entwicklung von Gegenmassnahmen gegen die globale Erwärmung.

Dazu kommt, dass bislang noch nicht einmal der Begriff „Geo-Engineering“ klar definiert wurde. Streng genommen ist Geo-Engineering somit schon längst keine Zukunftsvision mehr, wenn man sich ansieht, was bereits (offiziell) schon umgesetzt wird oder wurde.

Geo-Engineering und das Militär

Der Mathematiker John von Neumann, der ein gefragter Berater der Army und Navy war und an der Entwicklung der Atombombe beteiligt war, warnte vor Eingriffen in das Klimasystem, da diese nach seinem Ermessen gefährlicher seien als ein Atomkrieg.

Nichtsdestotrotz wurden in der „Blütezeit“ des Kalten Krieges Geo-Engineering-Massnahmen für militärische Zwecke genutzt. Es handelte sich hierbei zwar eher um bewusste Wetterbeeinflussungen, doch die Grenze zwischen Manipulationen des Wetters und Geo-Engineering verläuft nun einmal fliessend.

So wurde im Zweiten Weltkrieg mit künstlichem Nebel experimentiert, um alliierte Bomber zu verwirren, und in den 1960er Jahren wurde Geo-Engineering in Erwägung gezogen, um aus Sibirien ein fruchtbares Land zu machen.

Bei dem US-amerikanischen Langzeitexperiment „Project Stormfury“ wurde untersucht, ob mit Silberjodid geimpfte Wirbelstürme abgeschwächt werden können. Schnell verbreitete sich diesbezüglich aber die Angst, dass das Militär in Wahrheit das Ziel verfolgen könnte, Hurrikans in eine bestimmte Richtung zu lenken, um sie zukünftig als Waffen einsetzen zu können.

Im Rahmen des „Project Popeye“ der CIA kam es zwischen 1966 und 1972 zu mehr als 2.300 Wolkenimpfungen mit Silberjodid über dem Ho-Chi-Minh-Pfad. Ziel war es, diesen wichtigen Verkehrsknotenpunkt durch die Verstärkung des Monsunregens für die nordkoreanischen Truppen unpassierbar zu machen und Ernteausfälle zu verursachen.

Da das UN-Umweltkriegsübereinkommen seit 1978 militärische Wettermanipulationen verbietet, könnte man meinen, dass jede Geo-Engineering-Technologie, die sich lokal auswirken kann (z. B. Dürren), eine Vertragsverletzung darstellt. Dies wurde aber bereits verneint.

Tatsache ist, dass bis heute kein einziges derartiges militärisches Experiment gestoppt worden ist. Da Geo-Engineering auch im internationalen Rechtsraum noch nicht definiert ist, wird eine Kontrolle a priori unmöglich gemacht.

Doch es ist natürlich nicht nur das Militär, das grosses Interesse an Geo-Engineering zeigt.

Staatlich organisiertes Geo-Engineering

Es gibt bereits zahlreiche grossräumige Manipulationsversuche des Wetters und auch des Klimas, die immer wieder zum Tragen kommen.

So unterhält beispielsweise die Volksrepublik China ein staatliches „Wetterbeeinflussungssamt„, das bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 oder auch bei den Feiern zum 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik am 1. Oktober 2009 angeblich für schönes Wetter gesorgt hat.

Hierbei kamen Flugzeuge zum Einsatz, die Chemikalien versprüht haben, um den Regen von den Veranstaltungen fern zu halten. Als es dann im November 2009 zu einer anhaltenden Dürre kam, sollte auf chemischem Weg Regen verursacht werden. In Folge kam es jedoch zu einem überaus heftigen Schneesturm. In Thailand wiederum wird mithilfe des künstlich erzeugten Regens versucht, den zunehmenden Smog im Norden des Landes in den Griff zu bekommen.

Dies sind nur einige Beispiele, die aufzeigen sollen, dass Geo-Engineering schon passiert, wenn auch vergleichsweise im „kleinen“ Rahmen. Eines steht aber definitiv fest: Es gibt durchaus etliche Unternehmen und Privatpersonen, die sich von Geo-Engineering einen lukrativen Profit versprechen.

Geo-Engineering und mögliche Profiteure

Als beispielsweise die Ozeandüngung noch im regen Gespräch war, sind sofort Firmen mit wohlklingenden Namen wie Greensea Venture oder Planktos49 auf der Bildfläche erschienen, die gross ins Geschäft einsteigen wollten.

Zudem haben sich schon zahlreiche Unternehmen Geo-Engineering-Patente gesichert, die sich wohl nichts sehnlicher erhoffen, als die von ihnen entwickelten Methoden zum Einsatz zu bringen. So wartet z. B. der Patenthalter US Department of Energy darauf, seine anorganischen Partikel als Reflektoren im Meer schwimmen zu sehen, und Nathan Myhrvold und Co. möchten wohl gern Schwefeloxid durch einen speziellen Schlauch durch die Lüfte jagen, um die Atmosphäre zu verändern.

Nichtsdestotrotz ist es bei weitem nicht so, dass sich die Mehrheit der Klimaforscher für Geo-Engineering ausspricht – das Gegenteil ist der Fall!

Deutsche Studie spricht gegen Geo-Engineering

An der Sondierungsstudie „Climate Engineering“ des Kiel Earth Institute (KEI) beteiligten sich 16 Forscher aus unterschiedlichsten Disziplinen, um eine der umfangreichsten Bestandsaufnahmen zu dieser Thematik zu erstellen. Die Untersuchungen ergaben, dass die Geo-Engineering-Technologien noch in den Kinderschuhen stecken und die Machbarkeit grosse Zweifel aufwirft. Zudem sprachen auch die Kosten, die unkalkulierbaren Risiken und die möglichen Folgen gegen Geo-Engineering.

So kamen die Wissenschaftler zum Schluss, dass Geo-Engineering die altbekannten Klimaschutz-Massnahmen nicht ersetzen kann und im allerbesten Fall eine Notfalloption darstellt.

Für das Europäische Parlament war diese Studie gewiss ausschlaggebend, um sich gegen grossangelegte Klimaversuche zu stellen. Das Umweltbundesamt (UBA) ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach sich gleich ganz gegen weitere diesbezügliche Forschungen aus.

Internationaler Forscherkreis warnt vor Geo-Engineering

Die Vereinten Nationen luden Anfang Dezember 2014 zu einer Konferenz Lima (Peru), um ein internationales Klimaschutzabkommen vorzubereiten. Wenig später trafen zahlreiche Wissenschaftler in Washington D. C. zusammen, um über die Richtlinien für Geo-Engineering zu diskutieren.

Doch keine der Engineering-Technologien stiess auf Begeisterung, vielmehr machten sich in Bezug auf die möglichen Nebenwirkungen Sorgenfalten breit. Die Klimawissenschaftler wiesen beispielsweise darauf hin, dass das Einbringen von Sulfat in die Stratosphäre zu einer Verminderung der Niederschläge führen könnte.

Die meisten Wissenschaftler waren der Meinung, es sei noch viel zu früh, gross angelegte Studien in Betracht zu ziehen, einige gaben zu bedenken, dass Geo-Engineering – falls alle Stricke reissen – nicht ausgeschlossen werden sollte. Andererseits wurde aber auch argumentiert, dass es Jahrzehnte bräuchte, um die möglichen Auswirkungen auch nur ansatzweise zu verstehen.

Dr. Anya Waite vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven erklärte, dass weder durch die Ozeandüngung noch durch irgendeine andere Technologie das Problem der globalen Erwärmung gelöst werden könne.

Weitere Argumente waren, dass die Bekämpfung der eigentlichen Ursachen verschoben würde und der CO2-intensive Lebensstil unberührt bliebe. In puncto Klimaforschung lautet das Fazit demnach: Am klassischen Klimaschutz führt kein Weg vorbei!

Klimaschutz: Gemeinsam Geo-Engineering stoppen

Nach den Berechnungen des Weltklimarates müssen die Industrieländer die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent senken, damit die globale Temperatur die 2-Grad-Marke nicht übersteigt und das Klima nicht vollends ausser Kontrolle gerät.

Dabei sollte aber bedacht werden, dass nicht nur Politik, Wirtschaft und Forschung Verantwortung übernehmen müssen, sondern auch wir. Denn schliesslich nutzen wir wohl fast alle fossile Energieträger, egal ob wir mit dem Auto fahren, Elektrogeräte wie den Computer oder den Kühlschrank nutzen oder im Winter die Wohnung heizen.

Es steht nun ausser Debatte, all das, was unser Leben auch ausmacht und bestimmt, aufzugeben, denn das ist gar nicht notwendig. Vielmehr geht es darum, ein neues Bewusstsein für die Umwelt zu entwickeln und in Hinblick auf den Energieverbrauch einen modernen Umgang zu erlernen. Dabei sollte bedacht werden, dass Haushalte einen wesentlichen Einfluss darauf haben, ob die CO2-Emissionen im erforderlichen Umfang verringert werden können und Geo-Engineering im Keim erstickt werden kann.

Die folgenden Beispiele sollen verdeutlichen, dass auf nichts verzichtet werden muss, um Energie zu sparen.

10 Klimaschutz-Tipps für jeden von uns

Energie-Verschwendung war gestern – heute ist Umdenken angesagt:

  • Tipp 1: Lassen Sie Ihr Auto öfter in der Garage stehen. Wenn Sie beispielsweise pro Tag für eine Strecke von nur 10 km das Rad nehmen oder zu Fuss gehen, können Sie rund 400 kg CO2 im Jahr einsparen – und kommen gleichzeitig auf mehr Bewegung.
  • Tipp 2: Autokauf mit Blick auf die Umwelt: Fahrzeuge mit sparsamen (Diesel-)Motoren und Leichtbautechnik stossen pro Kilometer 80 g CO2 aus – der deutsche Durchschnitt liegt bei 160 g CO2 pro Kilometer.
  • Tipp 3: Drehen Sie die Heizung runter: Wenn Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad senken, frieren Sie bestimmt nicht, können die CO2-Emissionen eines 4-Personen-Haushaltes pro Jahr aber um rund 350 kg senken.
  • Tipp 4: Augen auf beim Kauf von Elektrogeräten: Achten Sie auf die Energieeffizienz – es sind Energie-Einsparungen bis zu 50 Prozent möglich.
  • Tipp 5: Schalten Sie alle elektrischen Geräte aus, die Sie gerade nicht benutzen: Der Standby-Zustand mag praktisch sein, frisst aber unnötig Energie. Pro Haushalt sind damit Einsparungen von 300 kg CO2 möglich.
  • Tipp 6: Waschen Sie mit Köpfchen: Wenn Sie auf die Vorwäsche verzichten, höchstens mit 60 Grad waschen und die Wäsche auf der Leine trocknen lassen, liegt bei einem 2-Personen-Haushalt das Einsparpotenzial bei bis zu 650 Kilogramm CO2 pro Jahr.
  • Tipp 7: Kaufen Sie saisonale und regionale Bio-Lebensmittel aus Ihrer Region: Die biologische Landwirtschaft verbraucht im Vergleich zum konventionellen Anbau nur etwa die Hälfte an Energie. Zudem sorgen lange Transportwege für überflüssige Emissionen. Während 100 g Gemüse aus der eigenen Region einen CO2-Ausstoss von etwa 60 g verursachen, liegt dieser bei derselben Menge Gemüse aus Südamerika bei rund 2 kg.
  • Tipp 8: Essen Sie weniger Fleisch: Wenn Sie den Fleischkonsum reduzieren, können Sie dem Klima rund 400 kg CO2 pro Jahr ersparen.
  • Tipp 9: Kochen Sie mit Deckel: Wenn Sie nur fünf Mal pro Woche den Topfdeckel benutzen, können Sie pro Jahr etwa 100 kg CO2 vermeiden.
  • Tipp 10: Wechseln Sie zu einem unabhängigen Ökostrom-Anbieter: Ein 4-Personen-Haushalt kann dadurch jährlich bis zu 2 Tonnen CO2 einsparen.

Noch besser wäre es natürlich, falls die Möglichkeit besteht, sich von Energie-Anbietern frei zu machen und sich selbst mit sauberer Energie zu versorgen.

Energie-Autarkie liegt im Trend

Immer mehr Privathaushalte und kleine Unternehmen nehmen ihre Energieversorgung in die eigenen Hände. Dabei haben sich schon viele helle Köpfchen mit der Frage auseinandergesetzt, wie Haushalte zumindest einen Teil der benötigten Energie selbst produzieren können.

So stellt beispielsweise die Münchner Turbina AG Mini-Windanlagen für den Hausgebrauch her. Wenn der Wind mit 6 Metern pro Sekunde weht, erzeugt das kleine Kraftpaket zwischen 420 und 6.800 Kilowattstunden pro Jahr. Da ein Vier-Personen-Haushalt durchschnittlich 3.000 bis 4.000 Kilowattstunden jährlich verbraucht, kann der Energieverbrauch durch eine Mini-Windanlage gedeckt werden.

In Gegenden, in denen der Wind rar ist, stellt die Sonne eine interessante Alternative dar. Es gibt nun bereits eine ganze Reihe von Solarfachhändlern, die Photovoltaik-Kleinstanlagen mit einer Spitzenleistung von rund 200 Watt für die Eigenversorgung anbieten. Die sogenannten Plug&Play-Anlagen sind ideal für den Haushalt, da sie die gewonnene Energie sogar vom Balkon aus direkt ins eigene Netz einspeisen.

Es gibt also viel, was der Einzelne dazu beitragen kann, damit die Erde irgendwann vielleicht wieder zurück zu einer gesunden Wetter- und Klimaharmonie findet – und zwar trotz der Menschheit, die sie ertragen muss.

(…)

Quellen:

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/geo-engineering-ia.html

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Gruß an die Geheimdienste
TA KI

Baltische Staaten planen Zaun zu Russland


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Die baltischen Staaten Estland und Lettland erwägen einen Zaun an der Grenze zu Russland zu bauen. Die Pläne sind eine Folge des angespannten Verhältnisses zwischen Moskau und der Nato – aber auch der Flüchtlingsproblematik.

n Estland, dem kleinsten baltischen Staat, würden Pläne für den rund zweieinhalb Meter hohen Zaun bereits seit vergangenem Jahr ausgearbeitet. Ziel sei es, die Landgrenze „zu 100 Prozent und rund um die Uhr“ technisch überwachen zu können, um „die Sicherheit Estlands und des Schengen-Raums zu gewährleisten“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Tallinn.

Estland und seine Nachbarn Lettland und Litauen fürchten angesichts Russlands Aggressionen im Ukraine-Konflikt um ihre Sicherheit. Die Staaten standen nahezu fünf Jahrzehnte unter sowjetischer Besatzung. Anfang der 90er-Jahre wurden die Länder unabhängig, 2004 traten sie der Europäische Union und der Nato bei. Das Verteidigungsbündnis baut derzeit wegen der Ukraine-Krise seine Präsenz in Osteuropa aus.

In der jüngeren Vergangenheit hatten sich beide Seiten gegenseitig immer wieder mit Militärmanövern und -paraden provoziert.

Ein Drittel der Grenze

Mit dem Bau in Estland soll laut dem schwedischen Fernsehsender SVT im Jahr 2018 begonnen werden, ein Jahr später solle der Zaun stehen. Nach Angaben der Grenzschutzbehörden erhält der geplante und knapp 110 Kilometer lange Zaun auch Stacheldraht. Rund ein Drittel der Grenze will das Land so schützen – Marschlandgebiete sollen frei bleiben.

Auch Lettland will die EU-Außengrenze zu Russland besser sichern – allerdings auch angesichts einer steigenden Zahl illegaler Grenzgänger. Dabei werde auch die Möglichkeit diskutiert, einen Zaun entlang bestimmter Abschnitte der Ostgrenze des baltischen Landes zu errichten, sagte Innenminister Rihards Kozlovskis im lettischen Radio. Um die Reaktionsgeschwindigkeit des lettischen Grenzschutzes zu erhöhen, solle zunächst aber ein zwölf Meter breiter Grenzstreifen mit modernen Sicherheitssystemen geschaffen werden. In Lettland waren zuletzt vermehrt vietnamesische Flüchtlinge aufgegriffen worden.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_75213168/estland-und-lettland-baltische-staaten-planen-zaun-zu-russland.html

Gruß an die  Russen

TA KI

Neue Sturmgewehre für Spezialkräfte- Bundeswehr beschafft G36-Ersatz


RTR3YL63Der Streit um die Treffgenauigkeit der Bundeswehr-Standardwaffe kommt den Steuerzahler teuer zu stehen: Für den dringenden Bedarf in der Truppe gibt das Verteidigungsministerium grünes Licht zum Kauf von 1200 neue Waffen.

Soldaten der Bundeswehr bekommen einem Zeitungsbericht zufolge einen vorläufigen Ersatz für das umstrittene Sturmgewehr G36. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, werden zunächst 600 Sturmgewehre auf der Basis des in der Bundeswehr bereits genutzten Gewehrs G27P beschafft sowie als Ergänzung 600 leichte Maschinengewehre vom Typ MG4. Bei dem Großeinkauf soll es sich um eine „Interimslösung für eine kleine Gruppe von Soldaten im Einsatz“ handeln, heißt es in dem Bericht weiter.

Das Verteidigungsministerium habe die SZ-Informationen auf Anfrage bestätigt, hieß es. Grundlage sei eine Entscheidung von Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder. Damit komme abermals der Hersteller Heckler & Koch zum Zug, mit dem das Ministerium im Zuge der Debatte über das G36 teils heftig aneinandergeraten war.

„Interimslösung“ für den Einsatz

Nachdem im Frühjahr erhebliche Präzisionsprobleme des Gewehrs nachgewiesen worden waren, hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angekündigt, für die Einsätze eine möglichst schnelle Lösung zu finden. „Die Entscheidung darüber, wie es grundsätzlich weitergeht, ob also das G36 in der Bundeswehr ersetzt oder auch modifiziert wird, soll bis Ende des Jahres fallen“, schrieb das Blatt. Von der Leyen hatte sich im April gegen eine weitere Nutzung des G36 ausgesprochen. Das Modell habe so, wie es konstruiert sei, in der Bundeswehr „keine Zukunft„, hieß es.

Die Prüfung durch die Materialexperten des Ministeriums hatte zuvor gravierende Präzisionsprobleme der Waffe in heißgeschossenem Zustand sowie bei hohen Außentemperaturen nachgewiesen. Der Hersteller streitet diese Befunde vehement ab und geht gerichtlich gegen die Vorwürfe vor. Dabei geht einerseits um kostspielige Gewährleistungsforderungen. Andererseits steht für Heckler & Koch sehr viel mehr auf Spiel: Die Zweifel an der Tauglichkeit im Einsatz gefährden längst auch den internationalen Ruf des Herstellers.

Verlässliche Alternative

Nach der Entscheidung im Ministerium standen die Militärs der Bundeswehr dagegen vor einem ganz anderen Problem: Wenn das G36 künftig tatsächlich als Standard-Sturmgewehr ausfallen sollte, benötigen die Soldaten im Auslandseinsatz dringend eine verlässliche Alternative.

Als kurzfristiger Ersatz kämen jedoch nur Waffen infrage, die in der Bundeswehr bereits eingeführt sind, heißt es in dem „SZ“-Bericht. Die nun gewählte Alternative ist in der Truppe längst erprobt und eingeführt. „Das G27P, beruhend auf dem marktverfügbaren HK417, wird bereits von den Spezialkräften der Bundeswehr genutzt“, schreibt die Zeitung.

Das neue Gewehr ist in Sachen Reichweite und Durchschlagskraft leistungsfähiger als das ebenfalls bei der Bundeswehr im Einsatz befindliche HK416. Anders als HK416 oder G36 verschießt das HK417 die etwas stärkere Munition im Nato-Kaliber 7,62 x 51. Zwar stünden offenbar noch letzte Tests der Präzision unter Extrembedingungen aus. Dennoch sollten bis Ende November zunächst 60 der Gewehre „nebst Ergänzungsausstattung“ wie etwa Zielfernrohre beschafft werden.

Erst 60, dann 600

Bis Mitte 2016 will das Verteidigungsministerium dann 600 Gewehre vom Typ G27P beschaffen. Bis dahin bleibt Zeit, weitere Soldaten der Kommandokräfte an der neuen Waffe auszubilden. Im Berliner Ministerium werde erwartet, so die SZ weiter, dass die neuen Gewehre dann in der zweiten Jahreshälfte 2016 auch bei Auslandseinsätzen verwendet werden könnten.

Die 600 als Ergänzung gedachten MG4 sollten der Bundeswehr spätestens bis Ende 2016 zur Verfügung stehen. Auch das leichte Maschinengewehr wird bereits von Bundeswehr-Einheiten genutzt. „Das MG4 ersetzt in infanteristischen Truppenteilen das MG3 im abgesessenen Einsatz“, heißt es dazu beim deutschen Heer. Das heißt: In Fahrzeugen, Stellungen und auf Panzern bleibt weiterhin das MG3 montiert. Sobald die Soldaten zu Fuß unterwegs sind, können sie das schwere Maschinengewehr in ihren Fahrzeugen zurücklassen und stattdessen auf das MG4 zurückgreifen. „Mit rund acht Kilogramm Gewicht ist es rund drei Kilo leichter als sein Vorgänger.“

Die Ausrüstung der Bundeswehr mit den insgesamt 1200 Stück an neuen Schießgerätschaften dürfte den Steuerzahler insgesamt etwa 18 Millionen Euro kosten, hieß es. Unklar ist bislang, ob der Großauftrag für Heckler & Koch als Hinweis gewertet werden kann, dass die Querelen zwischen Waffen-Hersteller und Ministerium beigelegt sind. Sollten jedoch die Zweifel am G36 Bestand haben, ist davon auszugehen, dass die Bundeswehr sehr viel mehr Geld ausgeben muss. Dann nämlich steht die Anschaffung eines neuen Standardsturmgewehrs in sehr viel größeren Stückzahlen an.

(…)

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Bundeswehr-beschafft-G36-Ersatz-article15811426.html

Gruß an die Soldaten

TA KI

Dr. Dean Radin : Forschung über globales Bewusstsein -und Forschung zu Bewusstsein und PSI-Phänomenen (deutsch) [06/2011]


Dean Radin ist Ingenieur für Elektrotechnik hat aber ebenfalls Doktortitel in Bildungspsychologie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Parapsychologie, PSI Effekte und außergewöhnlichen menschlichen Fähigkeiten. In diesem deutsch synchronisierten Interview stellt er das Global Consciousness Project (globales Bewusstseinsprojekt) der Princeton Universität vor und er geht auf die Entstehungsgeschichte des Projekts und seine Hintergründe ein.

Dean’s Webseite : http://www.deanradin.com

Seit seinem Start im Jahr 1998 hat das globale Bewusstseinsprojekt (Global Consciousness Project (GCP)) an der Princeton Universität kontinuierlich die Daten von etwa 70 Zufallszahlengeneratoren aufgezeichnet, die über die ganze Welt verteilt sind. Diese Messdaten sind für jedern auf der Webseite des Projekts abrufbar : http://noosphere.princeton.edu (gerade im Aufbau befindliche neue Webseite : http://gcp.grama.co)

(Um sich das folgende Interview mit Dean Radin in der englischen Originalfassung anzusehen, schalten Sie einfach rechts oben die Sprache der Webseite auf englisch um, dann sehen Sie auch das Interview auf englisch)

Zeitmarken für dieses Interview :

00:15 50 Jahre Forschung zur Auswirkung des menschlichen Geistes auf Materie
02:40 Auswirkung von Aufmerksamkeit und Meditation auf Zufallszahlengeneratoren
04:00 Versuche beim O.J.Simpson-Prozess und der Beerdigung von Prinzessin Diana
06:10 Gründung des globalen Bewusstseinsprojekts, Messungen vom 11.9.2001
08:50 Unklare Kausalitätsbeziehung, gibt es ein kollektives Bewusstsein ?
09:40 Östliche und westliche Weltsicht, unterschiedliche Interessensschwerpunkte
10:30 Meditationserfahrungen, übernatürliche Fähigkeiten, Remote Viewing
11:50 Westliche Forschung zu nicht-lokalem Bewusstsein, mystische Erfahrungen
12:55 Östliche Sichtweise zu Bewusstsein : Bewusstsein ist überall

(Dieses Interview wurde von Produzent Emmanuel Vaughan-Lee – dem Gründer des Global Oneness Projekts – geführt. Weitere Interviews von Emmanuel findet man auf der Webseite des Global Oneness Projekts)

Im Lauf der Jahre haben die beteiligten Forscher ein besseres Verständnis bezüglich der Interpretation der GCP Messdaten erlangt, was sie zu der Einsicht gebracht hat, dass einige Effekte, welche während globaler Ereignisse in den Zufallsdaten auftauchen, weniger signifikant sind, als ursprünglich angenommen. Trotz dieser Einsicht bleibt das Projekt und seine Ergebnisse ein interessantes Phänomen.

Besonders interessant sind die im Interview erwähnten Messdaten, die während 9/11 aufgezeichnet wurden. Eine Analyse dieser Daten kann man sich unter folgendem Link auf englisch durchlesen :
http://noosphere.princeton.edu/extended.analysis.html


Skeptiko Interview mit Dr. Roger Nelson vom Mai 2009

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In diesem Interview geht Dr. Roger Nelson von der Princeton Universität auf Kritikpunkte ein, die von Skeptikern bezüglich des globalen Bewusstseinsprojekts vorgebracht wurden. Es ist ein interessantes Interview speziell für Menschen, die etwas mehr über die Kritik bezüglich der Auswertung der Messdaten sowie der Anschuldigung des Hintricksens bei der Auswahl des Messzeitfensters erfahren möchten.

 

Zeitmarken für dieses Interview :

01:00 Dean Radin’s Antwort auf Kritiker des globalen Bewusstseinsprojekts
05:55 Reaktionen von Skeptikern – Sind sie ehrlich und aufgeschlossen ?
10:45 Eine Antwort auf die Kritik von Scargle (XOR und Datenauswertung)
14:10 Prospektive Ereignisse versus retrospektive Ereignisse, fehlende Theorie
18:20 Zufallszahlengeneratoren, frühere Forschung zur Auswirkung von Absicht
22:05 9/11 – ein ungewöhnlicher Tag in den GCP Daten, Antwort an Kritiker (interessant)
27:55 Voraussehen von Ereignissen, GCP Daten sind öffentlich verfügbar
31:40 Fehlen einer alternativen Erklärung, Auswertung von Statistiken
34:55 Positive Aspekte von Skeptikern, einige haben das Projekt verbessert
36:20 Wie verändert die Auseinandersetzung mit den GCP Daten unsere Weltsicht ?
43:00 Ende des Interviews / Emailaustausch zwischen Alex und Skeptiker Brian Dunning

Download : http://www.skeptiko.com/podcast/sekptiko-74-dr-roger-nelson.mp3

Dieses Podcast-Interview wurde von Alex Tsakiris für den Skeptiko-Podcast geführt.

In einem Vortrag beim Rhine Research Center vom November 2012 geht Dr. Roger Nelson deutlich ausführlicher auf spezifische Aspekte der Messdaten ein. Zum Beispiel zeigen die GCP Daten, dass die physische Distanz des Zufallszahlengenerators vom jeweiligen Ereignis eher nicht so wichtig zu sein scheint. Wichtiger scheint die emotionale/mentale Reaktion der Bevölkerung im Umfeld des jeweiligen Zufallszahlengenerators sein. Die stärkste Abweichung an 9/11 zeigte sich zum Beispiel in Brasilien. Den gesamten englische Vortrag findet man hier : http://vimeo.com/52787369


Weiterführende Informationen :

Ein 6-minütiges englisches Interview zum globalen Bewusstseinsprojekt mit Projektleiter Dr. Roger Nelson:

 

Ein weiteres deutsch synchronisiertes Interview mit Dean Radin zu seiner Forschung bezüglich PSI-Phänomenen und Bewusstsein findet man im Quellen-Bereich. In dem verlinkten Artikel findet man auch eine Reihe weiterer Links zu englischen Vorträgen sowie deutschen Interviews mit Dean Radin.

Quelle: https://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1305:dean-radin-on-global-consciousness-project&catid=65&Itemid=75&lang=de

Dr. Dean Radin : Forschung zu Bewusstsein und PSI-Phänomenen (deutsch) [06/2011]

00224vDean Radin (…)

 

(Um sich das Interview auf englisch anzusehen, schalten Sie einfach die Sprache der Webseite rechts oben auf englisch um)

Zeitmarken für dieses Interview :

0:00:00 Wieso untersuchen Sie Anomalien im Bereich Bewusstsein ?
0:01:05 Wieso sind die Ergebnisse von Versuchen mit Zufallszahlengeneratoren signifikant ?
0:02:55 Worum geht es bei „Anstarr-Experimenten“ und wie wurden sie entwickelt ?
0:04:30 Wieso werden PSI Effekte von der Mainstream-Wissenschaft ignoriert ? (interessant)
0:10:30 Wieso ist die Erforschung von erweitertem Bewusstsein ein Tabuthema ?
0:12:45 Was hat es mit Experimenten zu Vorahnung / Wissen über die Zukunft auf sich ?
0:21:40 Nehmen Probanden die „tatsächliche“ oder die „wahrscheinlichste“ Zukunft wahr ?
0:24:10 Wie wird sich die PSI-Forschung in Zukunft weiterentwickeln ? (interessant)
0:27:15 Was sind die philosophischen Implikationen der Bewusstseinsforschung ?
0:28:20 Gibt es einen bewusstseinsbasierten Aspekt bei der Erschaffung der physischen Realität ?
0:30:00 Ende des Interviews

 


Weiterführende Informationen :

Kürzlich habe ich ein weiteres Interview mit Dean Radin deutsch synchronisiert in dem er über das Global Consciousness Project (globales Bewusstseinsprojekt) spricht. Dieses deutsche Interview findet man im Quellen-Bereich.

Im Januar 2013 hat Dean einen Vortrag zu seinen neusten Forschungsergebnissen gehalten. Diesen englischen Vortrag findet man im Quellen-Bereich.

Im Sommer 2012 wurde Dean Radin gemeinsam mit Thomas Campbell interviewt. Das gesamte Interview wurde deutsch synchronisiert und ist im Quellen-Bereich verfügbar.

Dean Radin hat beim IONS-Institut für ganzheitliche Wissenschaft ein Online-Experiment aufgebaut, an dem man kostenlos die eigenen PSI-Fähigkeiten über das Internet ausprobieren kann. Hier eine genauere Erklärung zu dem Experiment.

Im Jahr 2008 hat Dean Radin einen Vortrag bei Google Talks zum Thema „Wissenschaft und Tabu des Paranormalen“ gehalten. Der Vortrag ist im Quellen-Bereich verfügbar und wirklich sehenswert.

Der Produzent dieses Interviews – Adrian D Nelson – hat im Oktober 2011 den englischen Dokumentarfilm „Reailtät und der erweiterte Verstand“ produziert, in dem es um das menschliche Bewusstsein geht, der Dokumentarfilm ist im Quellen-Bereich verfügbar.


Im Februar 2009 wurde Dean Radin vom ehemaligen Psychologie-Professor und Podcaster Dr. David Van Nuys (Dr. Dave) interviewt. Dieses Interview behandelt einige Themen, die in den anderen verfügbaren Interviews nicht zur Sprache kommen :

Download : http://www.shrinkrapradio.com/podpress_trac/web/299/0/197-Scientific-Parapsychology-with-Dean-Radin.mp3

Quelle: https://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=541:dr-dean-radin-research-on-consciousness&catid=65:meta-theorien&Itemid=75&lang=de

Gruß an die ungeahnten Fähigkeiten

TA KI

 

Vom Lieben in schwieriger Zeit


Wenn die Welt scheinbar aus den Fugen gerät, gibt es nur eine Zuflucht, die uns vor allen Unbilden schützt: Die Liebe. Begeben wir uns in den inneren Raum der Liebe, wird Schmerz zur Freude, Angst zur Zuversicht und Unsicherheit zur Seelenruhe. Leider haben viele vergessen, daß das Lieben kein Konsumgut ist, sondern die erhabenste Tätigkeit des Geistes, die sich durch das Herz ergießt. Diese Ausgabe berichtet vom Suchen und Finden der Liebe – und davon, wie sie wiederbelebt werden kann, wenn sie bereits scheintot ist. Denn, wie es Pestalozzi sagte, „Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.“

Von: Ursula Seiler

Etwas schien schwer auf dem 12jährigen Jungen zu lasten. Nach langem Bohren gab er irgendwann seine tiefe Sorge preis, die so gar nicht in die Welt eines Zwölfjährigen zu passen schien: „Mama, wie finde ich einmal die richtige Frau für mich? Und woran erkenne ich dann, daß diese jetzt die Richtige ist? Und was, wenn ich der Richtigen einfach niemals begegne?“ Lieben in schwierigen Zeiten

Gute Fragen, nicht wahr? Ist es nicht reinste Magie, daß Mensch irgendwann der oder dem Auserwählten begegnet – von dem er/sie spürt, daß er/sie nun der/die lang herbeigesehnte „Richtige“ ist? Kürzlich besuchte uns ein reizendes Paar, das in Melbourne lebt. Beide frisch in Griechenland verheiratet und nach ihren Flittermonaten in Europa noch immer schwer verliebt. Beide im nordaustralischen Darwin geboren, dem einzigen städtischen Außenposten zwischen Meer und Tausenden Kilometern „Outback“. Beide Kinder griechischstämmiger Eltern. Und wie es aussieht, beide füreinander bestimmt. Da wanderte der junge Mann eines Tages in den Süden des Kontinents aus, nach Melbourne, das übrigens die größte griechische Stadt außerhalb Griechenlands ist. Jahre später zog es auch seine jetzige Frau dorthin, wo sie sich irgendwann über den Weg liefen und staunend feststellten, daß ihre Eltern in Darwin gute Bekannte waren. Die Nähe ihrer Geburt und die Bekanntschaft ihrer Eltern hatten vorgesorgt, daß sie einander zu gegebener Zeit begegnen würden. Doch dann büxte der junge Mann aus in eine weit entfernte Stadt. Und so mußte das Schicksal dafür sorgen, daß auch die junge Frau aus ganz anderen Gründen dorthin zog. Damit sie ihren „göttlichen Plan“ in diesem Leben nicht verpaßten und womöglich den falschen Partner heirateten.

Der Zwölfjährige konnte getröstet werden: Wenn es ihm beschieden sein sollte, in diesem Leben zu heiraten – und sein Wunsch danach war so präsent, daß dies höchstwahrscheinlich zu seinem Schicksal gehört – dann war ihm schon längst eine Frau bestimmt. Und die waltenden Mächte des Schicksals würden alles daran setzen, daß er ihr auch zum geeigneten Zeitpunkt begegnen würde.

Wenn dieses Wunder geschieht – daß zwei Lebensfäden unausweichlich aufeinander zustreben, um sich miteinander zu verbinden für ein langes Leben – dann weiß es das Herz einfach. Manchmal schon im ersten Augenblick, manchmal erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren. Und wenn das Herz dem Verstand dieses „Wissen“ – „das ist die/der Richtige“ nicht eines Tages gefühlstrunken funkt, dann ist es eben nicht die/der Richtige. Und dann soll man die Finger vom Ehering lassen. Weil man sonst eine Ehe eingehen würde, die nicht „im Himmel geschlossen“ wurde und damit seinen eigenen Lebensplan verpatzt, wie auch denjenigen des „falschen“ Partners sowie dessen richtigen Partners und des eigenen richtigen. Und so weiter. Das Wassermann-Evangelium zitiert Jesus bei der Hochzeit zu Kanaan (70,3) mit folgenden, sehr klaren Worten: „Keine Bindung ist so heilig wie die Ehe. Jene Kette, die zwei Seelen in getreuer Liebe bindet, ist im Himmelreich geschmiedet und kein Mensch kann sie zerreißen. Haben sich die zwei jedoch in Leidenschaft gefunden, kann ein Bund entstehen, als vermischte Wasser sich mit Öl. Wenn nun ein Priester diese Bindung segnet – ist es keine echte Ehe, sondern eine Fälschung. Beide machen sich des Ehebruchs schuldig und der Priester ist an diesem Unrecht mitbeteiligt.“

Eine Ehe ist also dann „im Himmel geschlossen“, wenn sie zum Plan unseres Lebens gehört, der festgelegt wird, bevor wir uns in eine erneute Verkörperung begeben – nicht aber, wenn sie nur aus Leidenschaft oder des Geldes wegen eingegangen wird. Zu diesem Plan für unser Leben haben wir übrigens immer „ja“ gesagt – auch wenn er oft nicht leicht sein mag. Schließlich sind wir hier, um zu lernen und innerlich zu wachsen, und nicht, um einfach ein bißchen Spaß zu haben.

Freundschaft ist die beste Frucht der Liebe

Noch nie wurden so viele Beziehungen und Ehen wieder getrennt und aufgelöst wie heute: Die Scheidungsraten liegen inzwischen alle zwischen 45 und 50 Prozent in den deutschsprachigen Ländern, während 1970 höchstens jede siebte Ehe geschieden wurde. Woran liegt das? Vielleicht daran, daß heutige Menschen auch die Ehe als ein Konsumgut begreifen, das ihnen knisternde Erotik, romantische Abende und Höhenflüge des Gefühls vermitteln soll? „Wir sind zwar noch ein Paar, aber kein Ehepaar mehr“, ließ eine prominente deutsche Schauspielerin im November 2008 bekanntgeben. Sie trennte sich im siebten Ehejahr von ihrem Mann; für die gemeinsame Tochter wollen beide weiterhin da sein. Was ist der Unterschied zwischen einem Paar und einem Ehepaar? Vielleicht derselbe, den mittlerweile so viele Paare als Trennungsgrund angeben – nämlich, daß aus der Verliebtheit irgendwann Freundschaft geworden ist?

Tragisch daran ist, daß dies der bestmögliche Verlauf ist, den eine Ehe nehmen kann: Vom anfänglichen Trunkensein voneinander hin zu einer tiefen Freundschaft, wo der eine dem anderen Heimat und Zuflucht ist, wo die gemütliche Wärme eines Kamins das Feuerwerksflimmern der ersten Monate oder Jahre ersetzt hat und liebevolles Verstehen den Rausch, den die Widerspiegelung im anderen einst hervorrief. Das, meine Lieben, ist des Lebens Lauf. Und es gibt nur sehr unangenehme Umstände, die einer Liebe nach längerer Zeit noch dieselbe Sturm-und-Drang-Romantik und -Dramatik verleihen können: Beispielsweise, wenn der eine in den Krieg muß und der andere nicht weiß, ob er auf den eigenen Beinen nach Hause kommt oder im Rollstuhl oder gar im Sarg. Oder, wenn der eine verheiratet und der andere das „Verhältnis“ ist, das nie weiß, woran es ist und ob das nächste Wochenende einem selbst oder der Familie gehört. Nicht wirklich erstrebenswert, oder?

Irgend etwas scheint die Menschen von heute jedoch glauben zu machen, sobald die Liebe Zimmertemperatur erreicht habe, müsse sie auch schon am Verlöschen sein. Vielleicht ist es eine Form der Sucht, der unsere Gefühls-, Gedanken- oder Ätherkörper erlegen sind? Gefühlssucht, wenn wir schon viele Ex-und-Hopp-Beziehungen der romantisch-dramatischen Art hatten, so daß uns alles andere bald fad erscheint? Sind wir zu vielen Groschenromanen und Liebesfilmen auf den Leim gegangen und meinen nun, so müsse auch das wahre Leben sein? Oder bringen wir in unseren Ätherkörpern aufregende Erinnerungen mit, aus Leben, wo der Liebste in die Schlacht zog oder auf den Kreuzzug, und unser Leben beherrscht wurde vom Auf und Ab eines wütenden Schicksals, so daß uns nun eine ruhige See wie ein Friedhof der Seele vorkommt?

„Wenn Menschen heiraten, nur weil sie glauben, so würde ihnen Glück geschenkt, dann beginnen sie ihr gemeinsames Leben mit dem größten Verhinderer romantischer Liebe. Wir sollten niemals jemanden heiraten mit dem Gedanken, daß irgend jemand uns glücklich macht, sondern mit dem Gedanken, was wir geben können, um denjenigen glücklich zu machen“, sagte die weise Amerikanerin Lao Russell. So muß aus dem Samen der persönlichen die Rose der überpersönlichen Liebe wachsen. Was dem Menschen einfach gemacht wird, denn die ersten Früchte der Liebe sind eigene Kinder, die zu lieben nicht allzu schwer sein sollte – jedenfalls im Babyalter! Doch nun sollten die beiden Eltern, statt darüber entsetzt zu sein, daß die Romantik zwischen Windeleimer und Breileinkochen einen schweren Stand hat, vom Haben- ins freudige Gebenwollen hineinwachsen. Tun sie dies, dann hat ihre Ehe gute Überlebenschancen. Denn jemand der gibt, erfährt durch dieses freudige Geben soviel inneres Glück, daß er keinen romantischen Gefühlen nachweinen muß. Er wird zum autarken Partner, der Liebe ausstrahlt, statt sie wie ein Vampir aus seinen Nächsten auszusaugen. Es scheint, als ob eine zunehmende Zahl von Menschen dies verpaßt. Vielleicht, weil sie vor der Ehe ein ungebundenes, egozentrisches Leben führten, welches in ihnen den Keim eines hedonistischen Lebensstils legte, der dann später seinen ungeduldigen Tribut fordert, indem dieser Mensch immer nur haben will – und zwar sofort.

Erweist sich dann die Romantik- und Erotiktankstelle als kaputt oder leer, halten sie bald nach einer neuen Ausschau. Meist ohne dauerhaften Erfolg, wie die Statistik belegt. Zweitehen werden nämlich noch zu zehn Prozent häufiger geschieden als Erstehen, was beweist, daß man zwar vor einer Situation, nicht aber vor sich selber fliehen kann. Dabei wäre es um so vieles gesünder, eine glückliche Ehe zu führen! Denn eine unglückliche Ehe erhöht die Gefahr zu erkranken um ca. 35 Prozent und verkürzt das Leben um etwa vier Jahre. Glücklich verheiratete Menschen haben ein stärkeres Immunsystem als unglücklich verheiratete. Und Kinder aus unglücklichen oder geschiedenen Verbindungen zeigen weit häufiger ein auffälliges Verhalten oder verschlechterte Schulleistungen, als Kinder aus glücklichen Familien.

Ob die eigene Ehe glücklich werden wird, hängt also erstens davon ab, ob wir den richtigen Partner heiraten oder den falschen, und dann, ob wir die Ehe als Beglückungsinstitut betrachten oder als eine von Liebe getragene Lebensschule. Auch wenn uns das die Fernsehabende leicht glauben lassen: Das Leben ist kein bequemes Sofa, auf dem man sich nur zurücklehnen und hinzuschauen braucht. Das Leben fordert uns auf, nicht Zuschauer, sondern Mitspieler zu sein.

Keine Liebe ohne Tugend!

„Sozialwissenschaftler bemessen die durchschnittliche Dauer des Phänomens Verliebtheit auf zwei Jahre. Dann kommt man vom emotionalen Hochgefühl herunter, die ganze Euphorie verfliegt, und dazu kommt die Entdeckung, eigentlich kein Liebespaar zu sein. Übrig bleiben zwei selbstbezogene Menschen, die einander Versprechen gegeben haben, welche sie unmöglich halten können. Die Euphorie wird von Verletzungen, Ärger, Enttäuschung und Angst abgelöst“, schreibt der bekannte amerikanische Paartherapeut und Buchautor Gary Chapman[1] in seinem neuesten Werk Liebe als Weg – Wie die 7 Qualitäten der Liebe unser Leben verändern.[2]

Er fährt fort: „Ein paar Tatsachen über die Liebe zu begreifen ist das Einzige, das einer lebenslangen liebevollen Beziehung die Tür zu öffnen vermag. Liebe ist die Einstellung, die bewirkt, daß man sein Verhalten ändert. Liebe will, daß es dem anderen gut geht, und drückt dies sinnvoll aus. Solche Liebesäußerungen lösen beim Gegenüber ein warmes Gefühl aus, und werden sie von Mann oder Frau erwidert, wird einem ebenfalls warm ums Herz. Diese Gefühle sind das Ergebnis der Liebe, nicht die Liebe selbst.“

Gary Chapman – der selbst seit 45 Jahren glücklich verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat – ging während Jahrzehnten der Frage nach, was der Unterschied zwischen liebevollen Menschen ist und solchen, die sich selten um andere kümmern oder sorgen. Er fand heraus, daß eine Liebe, die sich nicht in tugendhaftem, selbstlosem Verhalten äußert, diesen Namen nicht verdient. Auch hier wieder: Liebe ist nicht, in einem Gefühl zu baden, das die bloße Anwesenheit eines anderen Menschen in einem hervorruft – dies ist allenfalls die Droge der Verliebtheit, die Menschen zusammenbringt, sie aber, wenn keine wirkliche Liebe folgt, auch wieder trennt, sobald ihre Wirkung abgeklungen ist. Für die Liebe muß man sich entscheiden, und man muß dieses wunderbare Gefühl dazu verwenden, sich zu einem besseren Menschen veredeln zu wollen. So fand Chapman dann sieben Qualitäten, die für einen wahrlich liebevollen Menschen charakteristisch sind. Nämlich: Güte, Geduld, Vergebung, Höflichkeit, Bescheidenheit, Großzügigkeit und Ehrlichkeit.

„Diese sieben Züge sind nicht vage Gefühle oder gute Absichten. Es sind Gewohnheiten, die man sich aneignen kann, wenn man beschließt, wirklich ein liebevoller Mensch zu werden. Es sind grundlegende, praktische Charakterzüge, die sich im Alltag umsetzen lassen. Macht man sich diese Züge zur Gewohnheit, winkt ein verblüffendes Ergebnis“, verheißt Chapman. Nämlich: „Befriedigende Beziehungen“. Man verhindert damit, daß eine Verbindung diesen allzu bekannten Weg geht: Am Anfang redet er und sie hört zu. Nach der Hochzeit redet sie und er hört zu. Nach einigen Jahren reden beide – und die Nachbarn hören zu…

Chapman fügt an: „Die Liebe hat viele Seiten. Sie ist wie ein Diamant mit vielen Facetten, die eine einzige Schönheit ergeben. Ganz ähnlich machen die sieben Kernqualitäten der Liebe zusammen den liebevollen Menschen aus. Jeder Charakterzug ist wesentlich. Fehlt einer davon in Beziehungen, so fehlt etwas Wichtiges. Ich glaube, diese Qualitäten sind nicht nur der Schlüssel zu erfolgreichen Beziehungen, sondern zu einem erfolgreichen Leben überhaupt. Das liegt daran, daß man nur wahre Befriedigung im Leben findet, wenn man seine Mitmenschen liebt.“

Man beachte: Er benützt ein Tätigkeitswort, und kein Passivum. Wenn man liebt. Nicht, wenn man geliebt wird!

— Ende des Artikelauszugs —