Heidenau – Linksradikale Gewalt medial verschwiegen? Bürgermeister Opitz spricht von „angereisten Krawall-Touristen“


Jürgen Opitz (CDU), der Bürgermeister von Heidenau: Nicht die Rechten, sondern „extern angereiste, linksradikale Demo-Touristen“ sind für die Eskalation der Gewalt verantwortlich. Er sagt: „dass sich die Gewalt schon in der Nacht 2 und 3 weder gegen die Asylbewerber noch gegen die Einrichtung gerichtet hat, sondern ausschließlich gegen die Polizei.“

Linke Asyl-Sympathisanten in Heidenau am 29. August. In der Nacht wurde die Situation unübersichtlicher.

Linke Asyl-Sympathisanten in Heidenau am 29. August. In der Nacht wurde die Situation unübersichtlicher.

Foto: ROBERT MICHAEL/AFP/Getty Images)

Angefangen hatte alles mit einer NPD-Demo. Nach allgemeiner Berichterstattung der Lage gingen diverse Gewaltaktionen von rechten Demonstranten in mehreren Gewaltnächten aus. Als direkte Folge der Krawalle wurde ein polizeilicher Kontrollbereich um die Asylunterkunft gezogen und Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel besuchten Heidenau und sagten damit, dass es in Deutschland keinen Platz für rechte Randalierer gebe.

Aufhebung des Versammlungsverbots durch Karlsruhe

Als weitere Folge der Krawalle wurde vom Bautzener Oberverwaltungsgericht ein allgemeines Versammlungsverbot ausgesprochen. Hierbei wurde eine Ausnahme für das geplante Willkommensfest für die Flüchtlinge gemacht.

Am Freitag wurden daraufhin 180 Platzverweise gegen rechts eingestufte Demonstranten erteilt, zu Straftaten sei es nicht gekommen, so ein Polizeisprecher.

Auch das Willkommensfest verlief friedlich, bis auf den Umstand, dass Sachsens Innenminister beim Besuch desselben mit „Hau ab“-Rufen vertrieben wurde. Dann kippte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe per einstweiliger Verfügung dieses Versammlungsverbot und öffnete damit den Weg für Demos aller Art an diesem Wochenende.

Was sagt offiziell die Polizei?

Der offizielle Medien-Bericht der Polizei Sachsen zu den Vorkommnissen am vergangenen Wochenende liest sich zusammenfassend wie folgt:

– Beim Polizeieinsatz in Nacht 1 verblieben über 30 Personen nach der NPD-Demo, welche die Straße blockierten, auf der die Flüchtlinge ankommen sollten. Die Blockade wurde aufgelöst.

– Im Folgenden kamen bis zu 600 Menschen vor die geplante Erstaufnahmeeinrichtung. Aus der Menge ist mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern geworfen worden. Es waren 136 Beamte im Einsatz [Einsatz 21.08.2015, 17.30 Uhr].

– Über Nacht 2 heißt es, dass sich 250 Asylbefürworter zwischen 22 Uhr und 0.30 Uhr versammelten. Ihnen gegenüber, durch die Polizei getrennt, befanden sich 250 Asylkritiker, die gegen 22.45 Uhr einen organisierten Angriff auf die Polizei mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern versuchten.

– Ein Durchbrechen der Trennung zu den Asylbefürworter wurde verhindert, so der Bericht. 170 Beamte waren im Einsatz, es gab 23 Festnahmen und 65 Platzverweise [Einsatz 22.08.2015, 18.00 Uhr].

– Über die 3. Nacht heißt es, dass sich 200 Personen des linken Spektrums in einem angemeldeten Aufzug vom Asylheim zu Bahnhof begaben. Unterwegs griffen Teilnehmer drei Personen an, die sie den Asylgegnern zuordneten. Die Polizei konnte Schlimmeres verhindern.

– In dieser Nacht seien die Angriffe aus Richtung des „linken Spektrums“ gekommen, während die „rechte Szene“ in dieser Nacht keine Rolle spielte [Einsatz 23.08.2015].

Und was hat der Bürgermeister von Heidenau gesehen?

Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) hat zu den Vorgängen seine eigene persönliche Sichtweise in einem Interview mit N24 eröffnet.

Seine Darstellung der Vorkommnisse will so gar nicht in das vorgezeichnete Bild des rechtsradikalen Mobs vor Ort hineinpassen. Stattdessen redet er über „überwiegend auswärtige Krawall-Touristen.“

Opitz spricht im Interview nach der Wiedergabe allgemein bekannter Informationen ab 2:15 min über eben dieselbe Nacht 2, wie der BR-Bericht, nur kommt er zu einem anderen Schluss.

Er sagt: „dass sich die Gewalt schon in der Nacht 2 und 3 weder gegen die Asylbewerber noch gegen die Einrichtung gerichtet haben, sondern ausschließlich gegen die Polizei.“

Und plötzlich kommt eine weitere agierende „Partei“ ins Spiel, von der in den Presseberichten der letzten Tage nur sehr schemenhaft gesprochen wurde: „Und gerade in der vergangenen Nacht war es so, dass sich die Autonomen nur mit der Polizei beschäftigt haben und versucht haben, noch einige Rechte aufzutreiben, mit denen sie sich gewalttätig auseinandersetzten und die Polizei ist dann dazwischengegangen.“

Dies deckt sich im Großen und Ganzen durchaus mit dem Polizeibericht, nur eben nicht mit dem in der Presse vermittelten Gesamtbild, welches einen allein randalierenden rechten Mob aufzeichnet, der mit friedliebenden Asylbefürwortern aneinandergerät.

Interview von Bürgermeister Jürgen Opitz auf N24. 

https://video-vie1-1.xx.fbcdn.net/hvideo-xft1/v/t43.1792-2/11842415_960403084006152_1521959507_n.mp4?efg=eyJybHIiOjE5OTYsInJsYSI6NDA5Nn0%3D&rl=1996&vabr=1331&oh=38a94f0df954c1701f46d872be9707e5&oe=55E30E70

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Bayerischer Rundfunk, stellvertretend für viele Medienberichte

Der Bayerische Rundfunk berichtet in einer Video-Nachricht über Nacht 2 der Krawalle lediglich von den sogenannten rechten Demonstranten:

„Um zu verhindern, dass die Rechtsextremen auf die Asylbewerber und eine Gruppe Gegendemonstranten losgehen, stellt sich den Rechtsextremen ein großes Polizeiaufgebot in den Weg. Dann eskaliert die Situation. Die Polizei berichtet später von etwa 100 Randalierern, die eine offensichtlich organisierte massive Attacke gegen Polizisten geführt hätten. Der Bundesinnenminister kündigt die gesamte Härte des Rechtsstaats an.“ (sm)

Quelle: http://www.epochtimes.de/deutschland/einseitige-berichterstattung-im-zusammenhang-mit-heidenau-krawallen-a1265273.html

Gruß nach Wiesbaden

TA KI

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Schröder will „Einwanderung in unser Sozialsystem“


Gerhard Schröder fordert eine „Agenda 2020“ für eine moderne Zuwanderungspolitik. „Wir müssen diese Migration nach Europa steuern“, schreibt der ehemalige Bundeskanzler in der „Welt am Sonntag“.

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Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fordert eine „Agenda 2020“ für eine „moderne Zuwanderungspolitik“. „Wenn wir auch in Zukunft ein sozial und wirtschaftlich starkes Land sein wollen, dann brauchen wir Zuwanderung“.

In Deutschland werde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter stark schrumpfen. „Was wir also brauchen, ist eine Einwanderung in unser Sozialsystem. Denn ohne diese können wir Renten in der Zukunft gar nicht mehr finanzieren“, so Schröder.

Das Asylverfahren biete vielen keine Perspektive auf einen Verbleib in Deutschland. „Wenn wir versuchen, die Tür zum Asylverfahren zu schließen, dann müssen wir daher eine legale Tür zur Zuwanderung öffnen. Nur in der Legalisierung der Zuwanderung besteht die Chance, diese kontrolliert zu halten“, schreibt Schröder.

„Keine neuen Eisernen Vorhänge“

„Wir dürfen diese Migration in und nach Europa nicht durch neue Eiserne Vorhänge zu verhindern versuchen. Stattdessen müssen wir sie steuern, müssen integrieren und müssen Perspektiven in den Herkunftsländern schaffen.“

Hintergrund für Schröders Forderungen sind die zuletzt stark gestiegenen Flüchtlingszahlen in Deutschland einerseits und die hohe Zahl rechtsextremistischer Anschläge andererseits.

Schröders Parteifreund und Vizekanzler Sigmar Gabriel kritisierte jüngst die europäische Politik in der Flüchtlingskrise scharf. Dass Europa zu keiner gemeinsamen Asyl- und Flüchtlingspolitik finde, sei eine Schande, sagte Gabriel am Samstag in Berlin.

Kritik von SPD-Chef Sigmar Gabriel

Europa scheitere nicht an Griechenland oder einer Finanzkrise. „Europa droht zu scheitern an diesem skandalösen Umgang“ mit Flüchtlingen, erklärte er. Der SPD-Chef kritisierte auch andere EU-Staaten.

Es könne nicht sein, dass nur wenige Länder Flüchtlinge aufnähmen oder dass Deutschland als einziges Land bei der Bewältigung der Krise auf der griechischen Insel Kos geholfen habe. Nur wenn die Europäische Union zu einer solidarischen und gemeinsamen Politik finde, könne es gelingen, die Grenzen in der Staatengemeinschaft auf Dauer offenzuhalten, betonte Gabriel.

Gabriel zeigte sich zuversichtlich, dass es beim geplanten Spitzentreffen zwischen Bund und Ländern im September zu weitreichenden Vereinbarungen zur Unterstützung der Kommunen und der Integration von Flüchtlingen kommen wird.

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article145777823/Schroeder-will-Einwanderung-in-unser-Sozialsystem.html

Gruß an die Aufgewachten

TA KI

Regierung im Blindflug


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Jetzt gibt es also wieder „Protokollstrecken“. Anders kann man die Besuche und ihre Abfolge aus der Staats-und Regierungsspitze in Duisburg-Maxloh, Heidenau und Wilmersdorf nicht bezeichnen.

Fein ausgesuchte Volksrepräsentanten, vermutlich vorformulierte Ansichten, gesäuberte Straßen, Bereitschaftspolizei die Menge. So fährt man in ein Aufstandsgebiet. Im Übrigen kennt man diese Protokollstrecken noch von Erich. So weit ist es gekommen.

Wie schlimm es um die Regierung steht, das offenbart sich in der Sprache. Da klingt es nur so auf dem Niveau derjenigen, von denen man sich aus gutem Grund absetzen muss. „Mob“, „Pack“ und so weiter. Um es deutlich zu sagen. So etwas gehört sich für eine Regierung nicht, die zudem weder an unseren Grenzen noch auf unseren Straßen den eigenen staatlichen Gesetzen Geltung verschaffen kann. Der britische Premierminister Cameron, Ministerpräsident Orban in Budapest oder die dänische Regierung geben ein anderes Bild ab. Unser Bundesinnenminister vergnügt sich beim Aachener Reitturnier, während seine Bundespolizisten und andere nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht.

Die Unfähigkeit, eine der Lage entsprechende Vorgehensweise seitens staatlicher Einrichtungen sicherzustellen, zeigt sich in den ermunternden Anrufen durch den amerikanischen Präsidenten Obama. Nichts darüber verlautet, dass man sich die amerikanische Kriegspolitik verbittet, die eine wesentliche – wenn nicht zentrale – Ursache für die derzeitigen Verwerfungen auf dem Globus und bei uns ist. Wo hört man seitens der deutschen Regierung die Forderung nach einem ständigen Gerichtshof gegen die Regierung der Vereinigten Staaten beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen permanenter völkerrechtswidriger Kriegseinsätze und endloser Kriegsverbrechen?

Unter diesen Umständen muss man schon jetzt einen Schrecken bekommen, wenn durch das Bundespräsidialamt der Besuch des Herrn Bundespräsidenten in Washington im Oktober dieses Jahres verkündet wird. Er hat doch schon in Berlin gezeigt, wo er sich wohlfühlt, wenn er neben einem amerikanischen Präsidenten stehen darf? Soll der Herr Bundespräsident in Kenntnis einer gegen den Weltfrieden gerichteten amerikanischen Politik seit gut 20 Jahren hier in Europa und unseren Nachbarregionen eine Form von „immerwährender Kapitulation“ verkünden, um deutsches Schweigen zu amerikanischer Weltherrschaftspolitik und entsprechenden Völkerrechtsbrüchen und Kriegsverbrechen deutlich zu machen? Ist unser schönes Land wieder so „dunkel“?

Welches Bild wird mit diesem Besuch vermittelt, so wenige Tage nach dem 25. Jahrestag der Wiedervereinigung, zu der die heutige Russische Föderation so unglaublich viel beigetragen hat? Wohin uns diese Bundesregierung geführt hat, wird an diesem Bild besonders deutlich. Wenn ihr daran gelegen gewesen sein sollte, den Geist und die Absichten der deutschen Wiedervereinigung und der Charta von Paris aus dem Jahr 1990 hochzuhalten, dann müssten wir in Deutschland zwischen Usedom und Immenstaad uns  freuen. Freuen darauf, alle diejenigen zum 3. Oktober 2015 in Berlin willkommen heißen zu können, denen wir einen grandiosen Beitrag zum heutigen Deutschland verdanken können.

Stattdessen sind wir durch die deutsche und westliche Politik von einem gemeinsamen Haus Europa weiter entfernt denn je. Wenn am 1. September und damit in wenigen Tagen in Deutschland an den Tag erinnert wird, an dem der Zweite Weltkrieg 1939 ausbrach, müssen wir doch eines sehen. Wegen der westlichen Politik, die sich beispielhaft auf dem Maidan-Platz in Kiew gegen Russland manifestiert hat, wissen wir nicht, ob wir im nächsten Jahr diesen Tag noch in Frieden begehen können.

Und die Nato-Presse, die bei der Schilderung der Migrationsbewegung das Maß an Mitmenschlichkeit glaubt wiedergefunden zu haben, die man vergeblich gesucht hat, als afghanische Hochzeitsgesellschaften durch Nato-Kollateraleinätze auseinander gebombt worden, serbische Kinder an einer Brücke in Valjevo beim Spaziergang durch Nato-Flugzeuge massakriert worden sind oder vor laufender Kamera ein Staatschef umgebracht wurde, von dem man sich zuvor noch Wahlkämpfe finanzieren ließ?

Die Meinung des Autors muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Quelle: http://de.sputniknews.com/meinungen/20150827/304030594.html

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Gruß an die Klardenker
TA KI

Charles Honorton, Diane C. Ferrari (1989) : Vorhersagen über die Zukunft – Eine Meta-Analyse


Vorhersagen über die Zukunft : Eine Meta-Analyse von selektiven Vorahnungsexperimenten, 1935-1987

Charles Honorton, Diane C. Ferrari

(publiziert im Journal of Parapsychology, Ausgabe 53, Dezember 1989)

 

Autoren:

Charles Honorton, Geschäftsführer Psychophysical Research Laboratories, Princeton
Diane C. Ferrari, Fachbereich Psychologie, Princeton Universität

Zusammenfassung:

Wir berichten über eine Meta-Analyse von selektiven Vorahnungsexperimenten aus der englischsprachigen parapsychologischen Literatur von 1935 bis 1987 (selektiv bedeutet, dass es stets eine abzählbare Menge an möglichen Resultaten gab – z.B. bei einem Würfel die Zahlen 1 bis 6). Diese Studien beinhalten Versuche bei denen Probanden versucht haben den Ausgang eines Zufallsexperiments vorherzusagen. Die Zeit zwischen Vorhersage und Durchführung des Experiments variierte zwischen einigen hundert Millisekunden und einem Jahr. Wir haben 309 Studien untersucht, welche von 62 Forschern durchgeführt wurden. Nahezu 2 Millionen individuelle Versuche wurden von mehr als 50.000 Probanden durchgeführt. Die Studien wurden sowohl auf Signifikanz der Ergebnisse als auch auf die Effektgröße hin untersucht. Es gibt einen kleinen aber zuverlässigen Effekt (x=11.41, p=6.3*10^-25).

Dreißig Prozent der Studien (durchgeführt von 40 unterschiedlichen Forschern) weisen signifikante Ergebnisse (über einem 5 Prozent-Schwellwert) auf. Eine Untersuchung möglicher Vorselektion der publizierten Ergebnisse ergab, dass für jede vorliegende Studie mindestens 46 weitere Studien mit einem Null-Effekt existieren müssten, um das Gesamtergebnis dieser Auswertung auf einen nicht-signifikanten Wert zu reduzieren.

Es konnte keine Beziehung zwischen den Ergebnissen der Studien und 8 Indexwerten zur Qualitätssicherung festgestellt werden. Die Effektgröße blieb grundsätzlich konstant über den gesamten Verlauf der Auswertung, während die Qualität der Untersuchung im Verlauf signifikant verbessert werden konnte.

Vier Variablen konnten identifiziert werden, die in direktem Bezug zum Ergebnis der Studien stehen:

  • Studien welche Probanden verwenden, die basierend auf früheren Eignungstests vorselektiert wurden, zeigen signifikant höhere Effekte als Studien mit zufällig ausgewählten Probanden
  • Probanden, die alleine durch einen Experimentator getestet werden, zeigen signifikant höhere Ergebnisse als Probanden, die in Gruppen getestet werden
  • Studien in denen Probanden nach jedem Teilversuch eine Rückmeldung über ihr Ergebnis erhalten haben, weisen eine signifikant höhere Effektgröße auf, als Studien bei denen das Feedback verzögert oder dem Probanden gar nicht mitgeteilt wurde.
  • Studien mit kurzen Intervallen zwischen der Vorhersage des Probanden und der Durchführung des Experiments zeigen signifikant höhere Effekte als Studien mit langen Intervallen.

Der kombinierte Einfluss dieser vier Variablen scheint extrem hoch zu sein. 7 von 8 Studien, die alle 4 Variablen berücksichtigen, weisen eine besonders hohe Effektgröße auf, wobei vorselektierte Probanden in kurzen Intervallen Vorhersagen machten und jeweils nach jedem Versuchsteil ein Feedback erhielten.

Download: http://www.deanradin.com/evidence/Honorton1989precogMA.pdf (englisch)

Quelle: https://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1327:honorton-ferrari-meta-analyse&catid=342&Itemid=363&lang=de

Gruß an die Ungläubigen

TA KI

„Die Liebe zur Natur schafft wahren Reichtum“


Ein Bauer erzählt aus seinem Leben und seiner Arbeit, wo Engel ebenso ihren Platz haben wie Magerwiesen und Wildvögel.

Von: Gottfried Halter

Gottfried HalterIch glaube fest daran, daß Reichtum und Natur zusammengehören. Eine gesunde Natur ist gleichbedeutend mit Überfluß. Wir legen beispielsweise eine Kartoffel in die Erde und können zwanzig ernten. Trotzdem ist Bauer zu sein längst kein begeisternder Beruf mehr. Du mußt jeden Tag von früh bis spät schuften und hast kaum einen Tag frei, geschweige denn ein oder zwei Wochen Ferien im Jahr. Du bist den Launen des Wetters hilflos aufgeliefert und kämpfst ständig gegen die Natur an, die mit Schädlingen, Viren und allen möglichen Arten von Krankheiten deine Ernte bedroht. Sorgen drücken dich nieder, weil dein Bauernhof eigentlich zu klein ist, um rentabel bewirtschaftet werden zu können. Den Nachbarbetrieb kriegst du auch nicht, obwohl es keinen Hofnachfolger gibt – zehn andere Bauern, die ebenfalls ums Überleben kämpfen, wetteifern bereits um dessen Land und Vieh. Die Preise für Milch, Fleisch, Getreide etc. sind so gering, daß du kaum davon leben kannst. Neue Gesetze und Vorschriften im Tier-, Gewässer- und Landschaftsschutz schränken dein unternehmerisches Denken und Handeln noch zusätzlich ein. Und zu guter Letzt mußt du als Mann noch großes Glück haben, wenn du überhaupt eine Frau findest, welche dieses mühselige Leben mit dir teilen will.

Der ewige Kampf des Bauern

Solche Gedanken trieben mich um, als ich in den achtziger Jahren die landwirtschaftliche Schule als ausgebildeter Landwirt verließ, mit einem Diplom in der Hand. Damals war ich top motiviert, nicht in die Landwirtschaft einzusteigen und ging erst mal für ein paar Jahre einer anderen Beschäftigung nach. Ich sah für mich und den Bauernhof, den ich irgendwann von meinem Vater übernehmen sollte, keine Zukunft. In der landwirtschaftlichen Schule hatte man mir zwar ein fundiertes Fachwissen über das Bauern beigebracht. Ich kannte all die wichtigen Krankheiten unserer Nutztiere und wie man dagegen vorgehen mußte. Die Absetzfristen bei Antibiotika waren mir ebenso geläufig wie das Futter, welches die Leistung der Tiere steigert. Im Pflanzenbau lernte ich viele Schädlinge, Viren, Pilze und Unkräuter kennen, deren Namen ich vorher noch nie gehört hatte; man brachte mir bei, wie sie bekämpft werden und welche chemischen Mittel hierfür notwendig sind. Außerdem besaß ich exakte Düngungspläne, um maximale Erträge aus den Pflanzen herauszuholen.

Aber was nur wenig oder gar nicht gelehrt wurde, war das Warum. Warum haben wir Krankheiten und Schädlinge? Wo liegen die Ursachen für ihr Auftreten? Weshalb wird heute eine Milchkuh kaum noch zehn Jahre alt, wenn sie doch gut und gerne zwanzig Jahre alt werden könnte? Warum haben wir Kartoffelsorten, die ohne chemischen Kupfereinsatz gar nicht überlebensfähig sind? Warum bekommen immer mehr Menschen von unseren landwirtschaftlichen Produkten Allergien (Milch- und Weizenallergie)?
Fragen, die unbeantwortet bleiben, solange wir unsere Aufmerksamkeit nur auf die Symptome – die Krankheiten – richten und nicht nach deren Ursache suchen. Man betrachtet die Natur von einem rein wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus als wäre sie eine Maschine, die zu leisten hat, was wir von ihr erwarten. Aber die Natur ist alles andere als eine Maschine. Sie ist viel mehr, doch dies wurde mir erst später bewußt.

1989 übernahm ich dann doch den Hof von meinem Vater, weil er altershalber etwas kürzer treten wollte. Anfangs versuchte ich den Hof so zu führen, wie ich es in der Schule gelernt hatte. Doch nach drei Jahren wollte ich etwas Neues ausprobieren und stellte auf biologischen Landbau um. Ich gehörte zu den ersten Biobauern in unserer Gemeinde und erntete von meinen Berufskollegen nicht nur begeisterte Zustimmung.

Die ersten zwei Jahre wirtschaftete ich streng nach den Richtlinien des biologischen Landbaus. Wie der konventionelle Landwirt kämpft auch der Biobauer gegen Krankheiten und Schädlinge. Statt der chemischen Keule kommen einfach natürliche Mittel zum Einsatz. Doch dahinter steht das gleiche Denken und Handeln gegen die Natur. Mit Symptombekämpfung kann man die Probleme in der Natur nicht lösen, man verlagert sie nur von einem Jahr zum nächsten.

Nach zwei Jahren gab ich diesen aussichtslosen Kampf auf und entschloß mich, gänzlich neue Wege der Zusammenarbeit mit der Natur auszuprobieren. Damit begann für mich ein großes Abenteuer, welches bis zum heutigen Tag andauert.

Vom Wert des ‚Nutzlosen‘

Die ersten Jahre ohne Bekämpfung waren wirklich hart. Wir ernteten auf unserem Hof praktisch keine Kirschen mehr, weil die Bäume durch Läuse derart geschädigt waren, daß die Früchte gar nicht mehr ausreifen konnten. Die Natur zeigte schonungslos, wie sehr sie aus dem Gleichgewicht geraten war. Ich suchte nach den Ursachen für dieses Ungleichgewicht, insbesondere bei den Kirschbäumen.

Es war entstanden, weil man die Natur ausschließlich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet: Alles, was von offensichtlichem Nutzen ist, wird gefördert. Was scheinbar keinen Nutzen hat, wird jedoch entfernt. Zum Beispiel Hecken, Feuchtstandorte, alte Hochstammbäume etc.

In der Natur gibt es aber nichts ‚Nutzloses‘, weil sie solches schon längst eliminiert hätte. Also begann ich Hecken anzupflanzen, die Lebensraum für viele Vogelarten, Igel und andere Kleintiere sind. Dank extensiver Bewirtschaftung wandelten sich gewisse Flächen in Magerwiesen um, die viele seltene Pflanzen beherbergen. In unmittelbarer Nähe der Hecken und Magerwiesen setzte ich Hochstamm-Obstbäume, um die verschiedenen Elemente miteinander zu verbinden. Es ist erstaunlich, wie schnell die Natur auf diese Veränderungen reagierte. Innerhalb von wenigen Jahren ging der Läusebefall an meinen Kirschbäumen auf ein Maß zurück, das für die Bäume kein Problem mehr darstellt. Heute können wir schöne Kirschen ernten, ohne irgendwelche Bekämpfungsmaßnahmen durchführen zu müssen.

Diese Erfahrung gab mir Mut und ich dachte: „Wenn es bei den Kirschen funktioniert, dann klappt es auch bei den Kartoffeln, beim Gemüse oder bei den Tieren!“ Langsam erkannte ich, daß es in meinem Beruf als Bauer nicht um die Bekämpfung der Natur geht, sondern vielmehr um die Zusammenarbeit mit allem, was in der Natur lebt und gedeiht. So sind die Vögel zu meinen wichtigsten Mitarbeitern geworden. Weil Insekten ihre Nahrungsquelle sind, halten sie deren Zahl im Gleichgewicht, damit sie nicht plötzlich zu Kulturschädlingen werden.

Und die Vögel sind längst nicht die einzigen Mitarbeiter, die dazu beitragen, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten. Es ist faszinierend, welche Auswirkungen diese Zusammenarbeit auf meinem Hof zeigt: Vogelarten, die man nur noch selten gesehen hatte, werden plötzlich wieder heimisch, Rehe weiden in unmittelbarer Nähe des Hauses und in den Magerwiesen steht und summt eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Insekten. Diese Vielfalt ist natürlich und birgt die Schönheit und den wahren Reichtum dieser Erde. Unser Planet wurde nicht erschaffen, damit das Leben ums nackte Überleben kämpfen muß, sondern damit es sich entwickeln kann. Dies gilt für den Menschen ebenso wie für die Natur. Der Überlebenskampf der Natur wurde ihr durch das ausbeuterische Verhalten von uns Menschen aufgezwungen – und deshalb sind auch wir in einen Kampf ums Überleben geraten.

Hahn im Korb

Ich habe dreißig legefreudige Hühner, und seit längerer Zeit trug ich mich mit dem Gedanken, meiner Hühnerschar einen Gockel zu schenken. Ich dachte, sie würden sich sicher darüber freuen, wenn sich ein Mann in ihre Reihen gesellt. Als sich mir die Gelegenheit bot, von guten Freunden aus der Toskana einen wunderschönen Hahn namens ‚Rossini‘ zu erwerben, sagte ich sofort zu.

Zuhause angekommen, war ich gespannt, wie meine Hühner auf den hübschen Italiener reagieren würden. Am ersten Tag passierte noch nicht allzuviel. Da und dort gab es zwar einige Kämpfe mit ranghöheren Hühnern, aber ansonsten schien es, als ob Rossini noch keinen allzu starken Eindruck auf das Weibervolk gemacht hatte. Am zweiten Tag bemerkte ich jedoch, daß Rossini Mühe hatte, aufrecht zu gehen. Seine Beine waren ganz blutig und ich sah, wie einzelne Hühner ihn ständig an den Beinen pickten. Schließlich verkroch er sich in eine Ecke des Hühnerauslaufs und begrub die Beine unter sich, um sie vor weiteren Angriffen zu schützen.

Meine Frau rief daraufhin eine bekannte Hühner-Fachfrau an und schilderte ihr den Vorfall. Diese sagte: „Oh, das ist schwierig. Die ranghöheren Hühner akzeptieren den Gockel nicht und wollen ihn aus der Herde vertreiben. Solange er an den Beinen blutet, werden sie immer weiter picken. Das würde wahrscheinlich über kurz oder lang seinen Tod bedeuten. Am besten nehmt ihr ihn aus der Schar heraus, bis seine Beine wieder verheilt sind. Vielleicht kann man es später nochmals versuchen, aber es wird nicht einfach sein.“ Das darf doch nicht wahr sein! Jetzt hatte ich endlich einen Gockel für meine fleißigen Hühner – und nun wollten die ihn nicht einmal in ihre Schar aufnehmen! – Ich mußte etwas unternehmen.

Also wartete ich, bis es Abend war und die Hühner es sich auf den Sitzstangen für die Nachtruhe gemütlich gemacht hatten. Schön hierarchisch geordnet saßen sie da, die ranghöchsten auf der obersten Sitzstange. Rossini kauerte immer noch in der Ecke und rührte sich nicht vom Fleck. Ich packte ihn vorsichtig und setzte ihn zu den Hühnern in die zweite Reihe. Eigentlich wollte ich nun eine Stunde lang mit den Hühnern darüber meditieren, was wir an dieser unerfreulichen Situation ändern könnten, um dann zu einem für alle Beteiligten tragbaren Kompromiß zu gelangen. Doch meine Geduld reichte nicht aus und ich entschied mich zu einer verbalen Standpauke, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Ich gab dem Federvieh zu verstehen, daß ich diesen tollen, jungen Italiener nicht in die Schweiz geholt hätte, damit ihm von ein paar intoleranten Hühnern das Leben schwer gemacht würde. Mit diesen Angriffen auf Rossini sei jetzt Schluß, sonst würde ich einige Uneinsichtige vorzeitig ins Jenseits befördern – was ich mit einer unmißverständlichen Handbewegung unterstrich. Das hatte gesessen!

Von diesem Tag an hatte Rossini nie wieder blutige Beine und kann sich nun frei in der Herde bewegen. Er hat zwar noch nicht seinen rechtmäßigen Platz auf der obersten Sitzstange erobert, doch er macht seinem Amt als ‚Hahn im Korb‘ alle Ehre und wird inzwischen von allen Hühnern heiß geliebt – von fast allen.

Bauer Gottfried Halter erzählt auf erfrischende Weise von seinen zwei- und vierbeinigen Hofbewohnern und ihren Macken. Er beschreibt, wie er die Engel aktiv in seine Arbeit mit einbezieht und weshalb er mit seinen Tieren redet als wären es Menschen. Der Leser erfährt, weshalb Kühe Hörner tragen sollten und worauf man als Viehzüchter achten muß, um die bestmögliche Fleischqualität zu garantieren. Einmal mehr zeigt sich auch hier, daß es eben nicht ausreicht, nur die materiellen Aspekte wie Haltung und Futter zu berücksichtigen. Halters Worte machen nicht nur anderen Bauern Mut, weil sie eine erfolgreiche Alternative zu EU-Normen und Dumpingpreisen aufzeigen, sondern sie bestärken uns alle darin, Hand in Hand mit der Natur zu leben.

Gottfried Halter und seine Frau Edith bewirtschaften Ihren Hof in der Innerschweiz nach biologischen Richtlinien. Sie bauen Gemüse, Beeren, Obst an, welche sie im eigenen Hofladen anbieten. Daneben betreiben sie eine extensive Weidemast mit Rindern und Ochsen. Gottfried Halter hält Vorträge und veranstaltet Führungen auf seinem Hof.
Kontaktadresse:
Edith & Gottfried Halter
Chripfelihof
CH-6313 Edlibach
Tel: +41 (0) 41 756 09 16
Fax: +41 (0) 41 756 09 17
chripfelihof@bluewin.ch
www.chripfelihof.ch

 

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