Odenwald-Gemeinde verteilt Benimmregeln an Flüchtlinge


„Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es bleiben!“: Die Gemeinde Hardheim im Odenwald hat ein Regelwerk für Flüchtlinge aufgestellt. Das Dokument bedient sich vieler Vorurteile.

.Hardheim

Hardheim im fränkischen Odenwald ist ein beschauliches Örtchen. 4636 Einwohner, zu 95 Prozent Christen. „Die Stadt selbst hat dem, der sich für die Vergangenheit der deutschen Heimat interessiert, Schönes und Sehenswertes zu bieten“, heißt es im Gemeindeporträt. Doch derzeit macht die Gemeinde mit etwas anderem als ihrer Geschichte oder ihrer Schönheit Schlagzeilen.

Die Gemeindeverwaltung von Hardheim hat Benimmregeln für die seit Kurzem dort stationierten 1000 Flüchtlinge aufgestellt und im Internet veröffentlicht. „Liebe fremde Frau! Lieber fremder Mann!“, beginnt das Schreiben, das Bürgermeister Volker Rohm „in vereinfachter Form in den verschiedenen Landessprachen durch Bedienstete des Betreibers den Flüchtlingen vor Ort“ verteilen lässt.

Müll in Mülltonnen, Ware erst bezahlen

Dabei ist durchaus fraglich, ob der Häuptling der Gemeinde mit seiner „Hilfestellung und Leitfaden für Flüchtlinge“ nicht möglicherweise etwas über das Ziel hinausgeschossen ist. „Lernen sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache“, bittet er zunächst die Neuankömmlinge.

Doch dann folgen Anweisungen, die an Vorgaben für Schüler während einer Klassenfahrt erinnern. „In Deutschland respektiert man das Eigentum der anderen. Man betritt kein Privatgrundstück, keine Gärten, Scheunen und andere Gebäude und erntet auch kein Obst und Gemüse, das einem nicht gehört.“

Nach welchen Kriterien die Gemeinde die Regeln aufgestellt hat, dazu will sich laut „Bild“-Zeitung niemand äußern. „Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es auch bleiben! Den Müll oder Abfall entsorgt man in dafür vorgesehenen Mülltonnen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Und: „In Deutschland bezahlt man erst die Ware im Supermarkt, bevor man sie öffnet.“

Angst vor IS-Kämpfern

Der Brief ist nicht der erste Beleg der Skepsis Hardheims gegenüber Migranten. Erst gestern warnte die „Rhein-Neckar-Zeitung“ davor, kursierenden Gerüchten zu viel Glauben zu schenken: „Sind unter den in Hardheim untergebrachten Flüchtlingen auch Islamisten oder sogar IS-Kämpfer?“, hätten sich laut dem Blatt besorgte Bürger gefragt.

Ängste und Vorurteile scheinen die Gemeinde im Odenwald derzeit zu beherrschen. „Unsere Notdurft verrichten wir ausschließlich auf Toiletten, nicht in Gärten und Parks, auch nicht an Hecken und hinter Büschen“, heißt es weiter im „Leitfaden für Flüchtlinge“. Schließlich wolle man die Migranten noch daran erinnern, dass man sie „bedingungslos aufgenommen“ habe.

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article147362583/Odenwald-Gemeinde-verteilt-Benimmregeln-an-Fluechtlinge.html

Gruß an die Klardenker!!

TA KI

2 Kommentare zu “Odenwald-Gemeinde verteilt Benimmregeln an Flüchtlinge

  1. [Zitat] „… dann folgen Anweisungen, die an Vorgaben für Schüler während einer Klassenfahrt erinnern …“ [Zitat Ende]
    Was bitte ist so schlimm an dieser Feststellung, auch wenn man die fremde Frau (eher weniger) oder die fremden Männer (ehe mehr) vom Alter her als „Erwachsene“ bezeichnen kann, vom Verhalten her – welches durchaus darauf beruht, ass man es so bisher nicht gekannt hat, verhalten sie sich größtenteils schlimmer als Schüler während einer Klassenfahrt!

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