Der Samstagsfilm


THX 1138

Der Film zeigt eine Gesellschaft, in der die Menschen in einer hochautomatisierten und -effizienten, unterirdischen Anlage leben. Die Namen der Menschen bestehen aus einem dreistelligen Präfix gefolgt von einer Nummer. Durch Zwangsmedikation von Psychopharmaka wird das Verhalten der Menschen reguliert und ihre Leistungsfähigkeit gesteigert. Medikamentenverweigerung und Geschlechtsverkehr, der als verderbliche sexuelle Perversion gesehen wird, sind schwere Verbrechen. Eine vollständige Überwachung stellt sicher, dass das nicht passiert.

LUH 3417 arbeitet in einer Überwachungsstelle. Sie überwacht die Stadt im Allgemeinen und die Einnahme von Medikamenten im Speziellen und beantwortet Fragen der Bürger mit vorgefertigten Bandansagen. Sie wird von ihrem Vorgesetzten, SEN 5241, dabei beobachtet, wie sie ihren Mitbewohner, THX 1138, an seiner Arbeitsstelle, einer Roboterfabrik, beobachtet. Während sie ihn beobachtet kommt es in einer anderen Abteilung der Fabrik zu einem Unfall und einer kleinen nuklearen Explosion. Auf dem Heimweg sucht THX eine Unikapelle auf und bittet die virtuelle Gottheit Omm um Rat. Dessen Antwort besteht aus einer automatisierten und wenig sachbezogenen Bandansage.

Zuhause angekommen ignoriert THX LUHs emotional geprägte Fragen, und beginnt sich Hologrammsendungen anzusehen. Er sieht einer Nackttänzerin zu und lässt sich dabei von einem automatisierten Masturbator befriedigen. Währenddessen tauscht LUH, die bereits unter dem Verdacht steht Drogenvermeidung zu betreiben, Medikamente in THX‘ Ration aus. Nachdem sich THX befriedigen hat lassen, wechselt er das Programm zu einem Sender auf dem ununterbrochen ein Mensch von Roboterpolizisten verprügelt wird. Entnervt wechselt LUH das Programm und THX nimmt seine Abendration mit der präparierten Medikation zu sich.

Bis zu diesem Zeitpunkt macht THX – im Gegensatz zu LUH – in jeder Situation einen emotional unbewegten, gleichgültigen Eindruck. Kurz darauf macht sich die geänderte Medikation bemerkbar, und er versucht seiner Unruhe mit mehr Psychopharmaka entgegenzusteuern, bricht dabei aber vor dem Medikamentenschrank zusammen. Dadurch wird SEN auf die Geschehnisse in ihrer Wohneinheit aufmerksam. LUH und THX schlafen miteinander und stellen fest, dass sie ineinander verliebt sind und sich weiterhin dem System entziehen wollen, indem sie zur Oberfläche fliehen.

SEN ändert LUHs Einsatzplan, und erklärt THX, von diesem zur Rede gestellt, dass er seine Privilegien und Computerkenntnisse benutzt hat, um das System zu manipulieren, damit THX SENs Wohneinheit zugeteilt wird. Da das illegal ist, wird SEN von THX denunziert.

THX tritt seine letzte Schicht an, steht jedoch durch die fehlenden, leistungssteigernden Medikamente unter starkem Stress. Durch die ungewöhnlichen biometrischen Signale alarmiert, ordnen die Kontrolleure eine „Denksperre“ bei ihm an. Diese Prozedur führt zu einer vollkommenen Starre von THX, der allerdings gerade bei einem besonders heiklen Arbeitsschritt mit radioaktivem Material ist. Dadurch kommt es fast zu einer weiteren nuklearen Explosion. Bei der Untersuchung des Vorfalls wird aufgedeckt, dass THX sich der Medikamentenverweigerung und der sexuellen Perversion mit LUH schuldig gemacht hat und er wird festgenommen.

Vor Gericht wird THX für unheilbar erklärt. Eine sofortige Vernichtung wird abgelehnt, stattdessen soll er konditioniert und in Gewahrsam gehalten werden. Nach der Konditionierung trifft THX auf LUH, die ebenfalls festgenommen wurde. LUH sagt THX, dass sie schwanger ist, sie lieben sich und werden erneut voneinander getrennt. Anschließend landet THX in einer Verwahrungsanstalt für mental Auffällige und Unangepasste (einem weißen, scheinbar wandlosen Raum ohne sichtbaren Ausgang). SEN, der wegen seiner Systemmanipulation inzwischen gleichfalls festgenommen wurde, befindet sich auch dort. THX entschließt sich zur Flucht und SEN folgt ihm dabei.

Sie laufen durch den scheinbar grenzenlosen leeren Raum. Unterwegs treffen sie auf SRT, einen Darsteller aus den Hologrammsendungen, der von sich behauptet, ein materialisiertes Hologramm zu sein. Er schließt sich ihnen an und führt die Gruppe zum Ausgang. Fortan werden die drei von der Staatsmacht in Form von Roboterpolizisten verfolgt. Die für die Ergreifung von THX verantwortliche Stelle legt eine maximale Summe fest, die für seine Verhaftung aufgewendet werden darf. Sämtliche damit zusammenhängende Tätigkeiten sind automatisch einzustellen, sobald diese Summe überschritten wird.

SEN wird in einem Gedränge von den beiden Anderen getrennt. Er erreicht allein den Rand der Stadt und einen Tunnel, der weiter ins Ungewisse führt. Als SEN jedoch sieht wie dunkel und schmutzig der Tunnel ist, und dass dort auch Ungeziefer lebt, verlässt ihn der Mut weiterzugehen und er kehrt in die Stadt zurück. Dort sucht er die zentrale Unikapelle auf und betet zu Omm. Er beteuert sich ändern zu können und bittet um einen Neuanfang, wird von einem Priester unterbrochen und flüchtet. Kurz darauf setzt er sich auf eine Bank und unterhält sich mit einigen spielenden Kindern. Den wenig später eintreffenden Polizeirobotern stellt er sich widerstandslos.

Auf ihrer Flucht sucht THX nach LUH und erfährt, dass sie vernichtet wurde, da die Suche nach ihrer Nummer nur den Aufenthaltsort eines heranwachsenden Fötus in vitro zutage fördert, dem die Nummer bereits neu zugewiesen wurde. THX und SRT stehlen jeweils ein Auto, doch SRT ist mit der Bedienung seines Wagens überfordert. Er verunglückt kurz nach dem Diebstahl und THX setzt die Flucht alleine fort. Nach einer Kollision mit einer Absperrung flüchtet THX zu Fuß weiter und gelangt zu einem Schacht, der zur Erdoberfläche führt. Er klettert dicht gefolgt von Polizeirobotern an einer Leiter durch den Schacht nach oben.

Da das für die Polizeiaktion bereitgestellte Budget überschritten wird, brechen die Verfolger, nur wenige Meter hinter THX, die Suche ab, rufen ihm aber noch zu, dass er außerhalb der Schale nicht überleben könne. THX gelangt zur Oberfläche und sieht der untergehenden Sonne entgegen; mehrere Vögel überfliegen ihn.

https://de.wikipedia.org/wiki/THX_1138

Gruß an die „Zukunft“

TA KI

2 Kommentare zu “Der Samstagsfilm

  1. „Durch Zwangsmedikation von Psychopharmaka wird das Verhalten der Menschen reguliert und ihre Leistungsfähigkeit gesteigert.“
    Das ist das was man gerade mit uns versucht nur nicht unterirdisch. Vor 2 Jahren habe ich erfahren, wie es ist wenn man meint einen Phsychischen Knacks zu haben und sich freiwillig in „Professionelle“ Hände. Wenn dann die behandelnde Ärztin direkt zu einem sagt, das sei jammern auf hohem Niveau denkt man im falschen Film zu sein. Genauso wie ich mich habe freiwillig in stationäre „Behandlung“ (auch noch mit 10€ Zuzahlung pro Tag) begeben habe, habe ich mich ganz schnell auch wieder selbst entlassen.
    Ich brauche niemanden der mich für blöd hält und nur dumm bequatscht, bequatschen und dummes Zeug einreden kann ich auch selber. Na ja, ich bin trotzdem nicht mehr der selbe fröhliche gern Reisende wie vorher.

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