Immer mehr Bauern begreifen Bio als Chance


Nach fünf Jahren schwachen Wachstums haben 2015 wieder mehr Bauern die Chance ergriffen auf ökologischen Landbau umzustellen. Gute Marktbedingungen und höhere Förderprämien in vielen Bundesländern waren im vergangenen Jahr Gründe für die Trendwende. Politik muss Trend nutzen und weiterführen.

biobauern

Heimisches Bio ist auf dem Vormarsch. Nach fünf Jahren schwachen Wachstums haben 2015 wieder mehr Bauern die Chance ergriffen auf ökologischen Landbau umzustellen. Gute Marktbedingungen und höhere Förderprämien in vielen Bundesländern waren im vergangenen Jahr Gründe für die Trendwende. „Diese Dynamik müssen wir 2016 verstärken und das hohe Umstellungsinteresse von konventionell wirtschaftenden Landwirten nutzen“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland e.V., im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche.

Die erhöhte Bereitschaft zur Umstellung belegen die Zuwachsraten bei Bioland, Deutschlands bedeutendstem Anbauverband für ökologischen Landbau. 2015 stieg die Mitgliederzahl des Verbands um 288 Betriebe, das ist der höchste Anstieg seit 2010. Damit sind nun 6.200 Betriebe Mitglied im Bioland-Verband (plus 4,9 Prozent). Flächenmäßig legte Bioland um 15.068 Hektar zu. Damit werden inzwischen 300.830 Hektar nach den strengen Bioland-Richtlinien bewirtschaftet, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland braucht eine Politik für mehr Biolandwirtschaft

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt und steigt. Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für mehr heimisches Bio zu verbessern, um den Verbraucherwunsch zu erfüllen. Die zentralen Forderungen an Bund und Länder sind:

1. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt muss in seiner Zukunftsstrategie zum Biolandbau den Ausbau der Forschung und Bildung verankern: 20 Prozent der Agrarforschungsmittel müssen schrittweise für die Entwicklung und den Ausbau des ökologischen Landbaus eingesetzt werden, derzeit sind es nur 1,5 Prozent.

2. Die Länder müssen eine verlässliche Öko-Förderung dauerhaft sowohl für Altbetriebe als auch für Umsteller sicherstellen und die Leistungen im Umwelt- und Tierschutz ausreichend honorieren.

3. Für die Agrarinvestitionsförderung im Stallbau müssen die Standards im Tierschutz erhöht werden. Maßstab müssen die tierfreundlichen Kriterien des Biolandbaus sein.

4. Eine Umschichtung der vollen möglichen 15 Prozent der Finanzmittel von der ersten in die zweite Säule der EU-Agrarförderung ist nötig.

5. Gleiche Wettbewerbsbedingungen bei der Nutzung natürlicher Ressourcen: Bioland fordert die Einführung einer Abgabe auf mineralische Stickstoffdünger und synthetische Pestizide.

6. Die Düngeverordnung muss unsere Gewässer vor Überdüngung mit Nitrat und Phosphat schützen, darf aber gleichzeitig eine flächengebundene, bäuerliche, artgerechte Tierhaltung in Mittelgebirgen nicht gefährden.

7. Es bedarf eines konsequenten Stopps der Agro-Gentechnik und eines Gentechnikgesetzes, welches ein Anbauverbot von GVO auf nationaler Ebene rechtssicher garantiert.

8. Die Bundesländer müssen wirksame Ökoaktionspläne umsetzen.

„Wir brauchen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen und klare Signale an konventionelle Landwirte, dass der ökologische Landbau das Landwirtschaftsmodell der Zukunft ist“, appelliert Jan Plagge an die Agrarminister.

Quelle: http://www.epochtimes.de/umwelt/mehr-umstellungen-auf-bio-a1300621.html

Gruß an die Großagrarier und Landwirtschaftsmeister die hier diesbezüglich drindend umdenken müssen und lernen, daß sie im Einklang mit der Natur arbeiten- statt ausschließlich im Sinne ihres Geldbeutels.

TA KI

9 Kommentare zu “Immer mehr Bauern begreifen Bio als Chance

  1. … ich frag mich schon lange, warum die kleinen Bauern sich nicht, wenn ihnen die Großkonzeren das große Wasser abgraben, auf Bio werfen, wo gerade kleine Höfe mit Selbstvermarktung eine schöne Schangse haben … es ist eben wir überall in der Evolution: wer zu doof ist, muß untergehen. Überelben tut nur der Schlauere – bzw. der, der den Verhältnissen am besten angepaßt ist. Bei Darwin heißt es ja survival of the fitest – den üblichen deutschen Übersetzungsfehler für „fit“ rausgerechnet heißt das nämlich: Es überlebt der, der den Verhältnissen am besten angepaßt ist – to fit im Sinne von passen, so wie ein Handschuh paßt – oder eben nicht.

  2. Es ist super wenn viele Landwirte sich für Biolandbau interessieren. Aktuell ist das Interesse an der Umstellung so gestiegen, weil die Preise für die konventionell erzeugten Produkte sehr stark gefallen sind. Die Gründe für die Umsteller sind also mehr ökonomisch und aus der Not heraus, als aus Überzeugung. Was nicht bedeuten soll, dass das allgemein falsch ist. Aber ein grundsätzlich ökologisches Grundverständis wäre sehr wünschenswert.

  3. Pingback: Immer mehr Bauern begreifen Bio als Chance | reichsdeutschelade

  4. Wir brauchen keine Landwirte, sondern BAUERN !
    Wir brauchen keine industrielle Landwirtschaft, sondern naturgemäßen Landbau, nämlich NATURBAU, wobei die Wälder selbstverständlich einbezogen sind!
    Wir brauchen keine industrielle Fleisch-, Milch- und Eierproduktion, sondern eine naturgemäße bäuerliche Viehhaltung mit genügend Auslauf und Wechselweiden, damit das Vieh so lange, wie möglich, draußen bleiben kann und für den bäuerlichen Handel alle Wege kurz sind!
    Wir brauchen Hausschlachtungen, um den Tieren unnötige Aufregungen sowie selische und körperliche Qualen zu ersparen!
    Wir brauchen keine Städte, in denen sich alles konzentriert, sondern DÖRFER, in denen es VOR ORT ALLES Wesentliche gibt!
    Wir brauchen kein profitorientiertes Management, sondern die vollkommene Abkehr vom Wirtschaftsterror der Industriegesellschaft und die Hinwendung zu einer naturbewußten und damit naturnahen, allgemeinen Lebensführung und zwar VOLKSWEIT !

    Gunnar

    • Träum weiter.

      Die welt wird beherrscht von internationalen Agarkonzernen, die auch die Politik lenken. Da kann dem Einzhelnen nur helfen, sich persönlich nicht im Supermarkt, sondern beim Bauern seines Vertrauens zu versorgen – aber für die Massen wird dies nicht die Lösung sein. Also wird es – wie bisher – eine blöde Masse geben, die TTIP-verseuchten Monsantofraß fressen wird – und einige wenige, die sich bewußt ernähren – die Volksgesundheit ist dahin. Aber das Ziel ist ja auch, 90% der Menschen abzuschaffen, siehe Georgia Guidestones – so verdient man noch an ihrer Ausrottung!

      • Wie die Welt gegenwärtig aussieht, weiß jeder, der noch in der Lage ist zu erkennen!
        Ich habe beschrieben, wo wir hinmüssen – MÜSSEN !!!
        Ich träume nicht nur, sondern ich habe konkrete Vorstellungen von einer Zukunft OHNE $Y$T€M !!!
        Und wir WERDEN dahin kommen, sobald das $y$t€m beseitigt worden ist!
        Daran arbeitet es gerade selbst!

        Gunnar

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