Stalking – So könnt ihr euch wehren


Die Liebe zerbricht und jetzt beginnt der Terror: Anrufe im Sekundentakt, unerwünschte Besuche zuhause, fiese Posts auf Social Media und jede Menge Drohungen und Beschimpfungen prasseln auf euch ein. Müsst ihr euch das gefallen lassen? Nein! Stalking ist eine Straftat, Verurteilungen keine Seltenheit…

Martina (Name ist der Redaktion bekannt) ist kein Einzelfall: Tausende werden Jahr für Jahr in Wien Opfer von Stalking. „Tendenz steigen“, so ein Polizeisprecher.

Stalking ist strafbar

Seit 1. Juli 2006 ist das sogenannte „Anti- Stalkinggesetz“ (§ 107a Strafgesetzbuch, Tatbestand der „beharrlichen Verfolgung“) in Kraft getreten, das Opfer von Belästigungen besser schützt.

Von „Stalking“ wird gesprochen, wenn zumindest eine der folgende Vorgehensweisen einer Täterin/eines Täters das Opfer unzumutbar beeinträchtigen und das Verhalten über längere Zeit hindurch fortgesetzt wird:

Die Stalkerin/der Stalker:

  • Sucht die räumliche Nähe des Opfers
  • Stellt mithilfe von Telekommunikation (Handy, WhatsApp, Facebook etc…)  oder durch sonstige Kommunikationsmittel oder durch Dritte den Kontakt zum Opfer her
  • Bestellt unter Verwendung der persönlichen Daten des Opfers Waren oder Dienstleistungen in dessen Namen
  • Bewegt unter Verwendung der persönlichen Daten des Opfers Dritte dazu, mit dem Opfer Kontakt aufzunehmen

Es handelt sich somit um ein psychologisches Konstrukt, das durch Handlungen gekennzeichnet ist, die eine Schädigung der betroffenen Person zur Folge haben und die dementsprechend als unerwünscht wahrgenommen werden; sie bewirken bei dem Opfer in der Regel Angst, Sorge oder Panik…

Stalking ist keine Seltenheit

Stalking ist mit Sicherheit ein weit verbreitetes Phänomen mit einer hohen Dunkelziffer. Eine Meta- Analyse von insgesamt 103 Studien ergab, dass 24% aller Frauen und 10% aller Männer mindestens einmal in ihrem Leben Erfahrungen mit Verfolgung und Belästigung gemacht haben

Die Auswertung eine Stalking Studie zeigt, dass die Geschädigten am häufigsten von unerwünschten und wiederholten Telefonanrufen berichten. Weitere häufige Verhaltensweisen  sind Herumtreiben in der Nähe, Kontaktaufnahme über Dritte, im Umfeld nach Betroffenen fragen, vor der Haustüre stehen, Schreiben von Briefen, SMS, Zusenden oder Hinterlassen von Geschenken, Nachlaufen, Auflauern, Verfolgen mit dem Auto etc…

Harmlos? Von wegen…

Stalking ist strafbar und wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestraft. Die möglichen Maßnahmen gegen Stalkerinnen/Stalker reichen von Wegweisung über Betretungsverbote bis hin zur Festnahme.

Cyberstalking boomt

Besonders fies ist das Stalking im Netz: „Cyber- Stalking“ ist eine Form von Stalking, bei der das Internet oder andere Kommunikationstechnologien benutzt werden: Herabwürdigende, beleidigende und für das Oper peinliche Posts auf Twitter, Facebook oder Co werden bewusst in Umlauf gesetzt um derjenigen Person Schaden anzurichten, gegen die sich der ganze Hass des Stalker wendet.

Stalking was nun? 10 Tipps

#1 Macht dem Stalker sofort und unmissverständlich klar, dass ihr keinerlei Kontakt mehr wünschen. Bleibt konsequent!

#2 Öffentlichkeit kann euch schützen: Informiert euer gesamtes Umfeld (z. B. Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn), wenn ihr Opfer eines Stalkers geworden seid.

#3 Bei einer akuten Bedrohung (z. B. wenn der Stalker euch verfolgt, in eure Wohnung eindringt, ein Angriff bevorsteht) alarmiert die Polizei über den Notruf 133.

#4 Verfolgt euch ein Stalker im Auto, fahrt zur nächsten Polizeidienststelle.

#5 Dokumentiert alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder unternimmt in einem Kalender, damit ihr, falls erforderlich, Fakten und Beweismittel haben.

#6 Persönliche Daten gehören nicht in den Hausmüll! Geht sorgsam mit Unterlagen um, auf denen sich eure persönlichen Daten befinden (z. B. Briefpost, Katalogsendungen, Werbebroschüren, Zeitschriften- Abonnements).

#7 Lasst euch bei Telefonterror und anderen Stalking- Handlungen, z. B. via PC (sog. Cyber- Stalking), über technische Schutzmöglichkeiten (geheime Rufnummern, Fangschaltung, Anrufbeantworter, Handy, Zweitanschlüsse, E- Mail- Adresse etc.) beraten.

#8 Wendet euch an eine Opferhilfeeinrichtung.

#9 Teilt Personen eures Vertrauens eure Sorgen und Ängste mit. Scheut euch nicht, bei Gesundheitsproblemen ärztliche und/oder psychotherapeutische Hilfseinrichtungen aufzusuchen.

#10 Es hilft, Anzeige bei der Polizei zu erstatten! Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat sich gezeigt, dass vor allem schnelles und konsequentes Einschreiten der Polizei gegen den Stalker Wirkung zeigt und die Belästigungen nach einer Anzeige häufig aufhören.

Quelle:http://www.city4u.at/Stalking_-_So_koennt_ihr_euch_wehren-10_Tipps-Story-496971

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Gruß an die Mutigen

TA KI

 

Ein Kommentar zu “Stalking – So könnt ihr euch wehren

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