Umwege verhindern: Österreich fordert harte Kontrollen an Italien-Mittelmeer-Route


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Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat in einem Interview mit Bild am Sonntag die Schließung der Balkanroute für illegale Migranten unterstützt und sich für stärkere Grenzkontrollen ausgesprochen, die neue verhindern Routen sollen.

„Schlepperei lässt sich nicht ganz verhindern. Wir werden daher alles, was wir jetzt an der Westbalkanroute tun, auch entlang der Italien-Mittelmeer-Route tun müssen, damit klar ist, die Zeit des Durchwinkens der Flüchtlinge nach Mitteleuropa ist vorbei — egal auf welcher Route“, so der österreichische Außenminister.

Die Grenzen müssten Kurz zufolge unbedingt geschlossen bleiben. Sie könnten erst wieder geöffnet werden, „wenn der Flüchtlingszustrom nach Europa abgeebbt ist“.

Die bisher verfolgte Willkommens-Politik der deutschen Kanzerin kritisierte der ÖVP-Politiker scharf und verteidigte gleichzeitig die Schließung der Balkanroute:

„Wir mussten aufhören, jeden Flüchtling, der in Griechenland ankommt, staatlich organisiert nach Mitteleuropa zu transportieren. Damit haben wir zwar den Wünschen der Flüchtlinge entsprochen, was menschlich nachvollziehbar war. Wir haben aber auch dafür gesorgt, dass sich immer mehr Flüchtlinge auf den Weg gemacht haben. Es war richtig, das mit dem Schließen der Balkanroute zu beenden.“

Am Dienstag hatte die Regierung Sloweniens die Grenzschließung für Transitflüchtlinge ohne gültige Pässe und Visa angeordnet. Serbien erklärte daraufhin, die Balkanroute für Flüchtlinge sei damit praktisch geschlossen und führte ähnliche Maßnahme an seinen Grenzen zu Mazedonien und Bulgarien ein. Später schloss sich auch Kroatien der Grenzschließung an.

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20160313/308384113/oesterreich-will-route-italien-mittelmeer-schliessen.html

Gruß an die Konsequenten

TA KI

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Warum hasst der Westen Nordkorea?


André Vltchek hat vollkommen Recht in seiner Argumentation. Allerdings werde ich hierzu noch einige Ergänzungen liefern. Eins steht fest: Nordkorea, oft als „letzte stalinistische Diktatur“ beschimpft, hätte allen Grund, auf Stalin eine Wut zu haben, denn das Problem Korea geht genau wie Griechenland auf sein Konto. Er hätte sich nie auf diesen Handel einlassen dürfen. Doch es geht zu gleichen Teilen auf das Konto des Westens. Dazu liefere ich etwas nach.



Warum hasst der Westen Nordkorea?
André Vltchek
8. März 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Neue Sanktionen und wieder einmal neue Militärübungen der USA und ROK (Südkorea) direkt vor Haustür des Nordens, neue Einschüchterungen und neue Beleidigungen. Aus keinem anderen Grund als dem, dass das Land niemals jemanden angegriffen hat, aber fest entschlossen ist, sich gegen schreckliche militärische, ökonomische und Propaganda-Provokationen zu verteidigen.

Wieviel mehr kann ein Land ertragen?

Vor mehr als 60 Jahren starben Millionen Menschen nördlich des 38. Breitengrades, wurden buchstäblich abgeschlachtet von der US-geführten Koalition.

Danach, nach seinem Sieg wurde Nordkorea nie mehr in Frieden gelassen. Der Westen hat es provoziert, es bedroht, ihm brutale Sanktionen auferlegt und natürlich die globale öffentlichte Meinung manipuliert.

Warum? Es gibt mehrere Antworten. Die einfachste ist: weil es kommunistisch ist und weil es seinem eigenen Kurs folgen will! Genau wie Kuba es seit Jahrzehnten tut. Wie es mehrere lateinamerikanische Länder neuerdings tun.

Aber es gibt noch eine und viel komplexere Antwort: weil die DPRK (Demokratische Volksrepublik Korea) für ihre Prinzipien zuhause und gegen den westlichen Imperialismu im Ausland kämpfte. Es half, kolonisierte und unterdrückte Länder zu befreien. Und wie Kuba, tat es das selbstlos, als ein wahrer internationalistischer Staat.

Der afrikanische Kontinent wurde am meisten begünstigt, vor allem Namibia und Angola, als sie unter den entsetzlichen Apartheid-Regimen ächzten, die ihnen Südafrika aufzwang. Es versteht sich von selbst, dass diese Regime voll vom Westen gesponsort wurden wie der rassistische Wahnsinn aus Pretoria (lasst uns nicht vergessen, dass das faschistische Apartheid-Südafrika auf der Seite des Westens im Korea-Krieg kämpfte).

Der Westen vergaß nie noch ‚vergab‘ er der DPRK die internationalistische Hilfe für viele afrikanische Länder. Nordkoreanische Piloten flogen ägyptische Kampfjets im  im Arabisch-Israelischen Krieg 1973. Die DPRK nahm am Befreiungskrieg in Angola teil (an Kampfoperationen mit der Volksbefreiungsarmee von Angola – PAPLA), es kämpfte in Rhodesien, Lesotho, Namibia (entschieden die SWAPO unterstützend) und in den Seychellen. Es half dem ANC (Mandelas) im Kampf gegen die Apartheid. Zuvor hatte es progressiven afrikanischen Ländern wie Guinea, Äthiopien, Simbabwe, Mali und Tansania geholfen.

Die Tatsache, dass die DPRK ihr Blut für die Freiheit des verheertesten (durch den westlichen Imperialismus) Kontinents auf Erden – Afrika – vergoss, ist einer der Hauptgründe, warum der Westen bereit ist, alles zu tun, es zu „bestrafen“, systematisch zu diskreditieren, und sogar diese stolze Nation zu liquidieren. Der Westen ist besessen, Nordkorea zu schaden wie er seit Jahrzehnten besessen war, Kuba zu zerstören.

Der Westen plünderte Afrika, einen enormen Kontinent reich an Ressourcen über Jahrhunderte hinweg. Er wurde reich an diesem Raubgut. Und jeder, der versuchte, das zu stoppen, musste liquidiert werden.

Die DPRK wurde in die Ecke gedrängt, gequält und provoziert. Als Pyongyang reagierte, entschlossen, sich selbst zu schützen, erklärte der Westen, dass Verteidigung „illegal“ sei und dass das eine „Gefahr für die Welt“ sei.

Die DPRK weigerte sich, seine Unabhängigkeit und seinen Pfad aufzugeben – und es fuhr fort, sein Atomprogramm zu entwickeln. Die westliche Propaganda legte den höchsten Gang ein, verbreitete giftige Phantasien und verseuchte damit einen ganzen Planeten. Als Ergebnis ist die ganze Welt überzeugt, dass „Nordkorea böse ist“, hat aber absolut keine Ahnung warum. Die ganze Charade ist allein auf Klichés aufgebaut, die niemand in Frage stellt.

Christopher Black, ein prominenter internationaler Anwalt in Toronto, Kanada, betrachtet die neuen Sanktionen gegen die DPRK als wahrhafte Gefahr für den Weltfrieden:

„Kapitel VII der UN-Charta erklärt, dass der Sicherheitsrat Maßnahmen ergreifen kann gegen ein Land, wenn es dort eine Gefahr für den Frieden gibt, und das benutzen sie als Rechtfertigung zur Auferlegung von Sanktionen. Doch ist es nicht die DPRK, die eine Bedrohung für den Frieden darstellt, sondern die USA, die militärisch die DPRK mit der Vernichtung bedroht. Die DPRK hat klar erklärt, dass seine Atomwaffen allein einen US-Angriff abschrecken sollen.

Die Tatsache, dass die USA als Teil des Sicherheitsrates Sanktionen gegen ein Land durchsetzt, ist bedrohlich, heuchlerisch und ungerecht. Dass die Russen und die Chinesen sich den USA angeschlossen haben, anstatt Sankionen gegen die USA zu fordern wegen seiner Drohungen gegen die DPRK und ihren neuen Militärübungen, was eine klare und akute Gefahr für die DPRK ist, ist schändlich. Wären die Russen und Chinesen ehrlich, warum bestehen sie nicht darauf, dass die USA ihre Truppen vermindert, damit sich die DPRK weniger bedroht fühlt, und unternehmen keine Schritte, die Sicherheit der DPRK zu garantieren? Sie erklären nicht ihre Aktionen, aber ihre Aktionen machen sie zu Kollaborateuren der USA gegen die DPRK.“

 

US/NATO bedroht die DPRK, CHINA und RUSSLAND

Die US/NATO Militärbasen in Asien (und anderen Teilen der Welt) sind gegenwärtig die Hauptgefahr für die DPRK, für China und Russland im „Fernen Osten“.

Die enormen Luftwaffenbasen auf Okinawa (Kadena und Futenma) und die Militärbasen auf dem Territorium der ROK bedrohen Nordorea direkt, das jedes Recht hat, sich und seine Bürger zu verteidigen.

Es ist auch völlig unlogisch, dem Opfer Sanktionen aufzuzwingen und nicht dem Imperium, das verantwortlich ist für den Verlust hunderter Millionen Menschenleben in allen Ecken der Welt.

 

Quelle: http://einarschlereth.blogspot.de/2016/03/warum-hasst-der-westen-nordkorea.html

Gruß an die Wahrheit

TA KI

Eine fundamentale Parabel von Jiddu Krishnamurti – Der Teufel und sein Freund


Die organisierte Wahrheit

Der Teufel und sein Freund

Liebe Freunde,

vor etwa zwei Jahren erhielt ich mit der Post einen Umschlag mit einem der ersten Bücher von Jiddu Krishnamurti1. Es war ein Geschenk von einer mir unbekannten Fee, die offenbar von meiner besonderen Vorliebe für diesen weisen Menschen wusste. Zu meiner großen Überraschung war in dieser gut erhaltenen Erstausgabe ein alter Zeitungsartikel aus dem Jahre 1929 eingeklebt. Was ich hier zu lesen bekam erregte meine Aufmerksamkeit auf ganz besondere Weise. Im Wesentlichen handelt dieser Artikel von der ersten und damit auch letzten Amtshandlung als Oberhaupt des „Order of the Star in the East“ 3 4, dessen Vorsitzender er war. Um die Bedeutung und Tragweite dieser außergewöhnlichen Amtshandlung zu verstehen, sollte man zunächst wissen, was diesem besonderen Ereignis vorausging.

Bereits 18 Jahre zuvor (1911) gründeten George Arundale, Dr. Annie Besant (die Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft) zusammen mit C.W. Leadbeater den Orden „Stern des Ostens“. Dieser Orden sollte dem Zwecke dienen, den damals noch jungen Jiddu Krishnamurti unter dem Namen Alcyone als den wiedergeborenen Matreya (Weltenlehrer) zu propagieren. Hierzu musste Jiddu Krishnamurti allerdings erst das 33. Lebensjahr erreichen. So lag also Krishnamurtis einzige Amtshandlung in der Zurückweisung dieses höchst verlockenden Geschenkes. Das wirklich besondere hieran war jedoch sein außergewöhnlicher Beweggrund für seinen radikalen Beschluss. Diesen Beweggrund erklärte Jiddu Krishnamurti mit der Parabel „Der Teufel und sein Freund“. In diesem Zeitungsartikel ist zu lesen:

„Krischnamurtis Abschied“ (Offensichtlich wurde Krishnamurti hier etwas anders geschrieben)

Zeitungsartikel-Order_of_the_Star-1929_Jiddu-Krishnamurti-dieter-borers-de

Original Zeitungsartikel Order of the Star 1929 – Jiddu Krishnamurti
„Wie wir schon kurz berichtet haben, hat Krischnamurti den theosophischen Orden „Der Stern des Ostens“, von dem er als Prophet verehrt wird, in dem Lager von Ommen in der holländischen Provinz Overijssel aufgelöst. Interessanter als die Tatsache erscheint, so meint die „Boss. Zeitung“, die Begründung, die Krischnamurti in einer Rede in einem Zelt vor fast 3000 seiner Anhänger gab. Er begann mit der Parabel:

Der Teufel spazierte mit einem Freund. Vor ihnen ging ein Mann mit einem symphatischen Aussehen. Er suchte etwas. Immer wieder bückte er sich und steckte etwas in seine Tasche. Was tut der Mann? fragte der Freund den Teufel, Mephisto antwortete: „Er sucht die Wahrheit, und er findet viele Gründe von ihr. Er hebt sie auf und steckt sie sorgsam in seine Tasche.“

„Das sieht dann schlimm für dich aus“, sagte der Freund. Mephisto grinste und antwortete: „Absolut nicht, lieber Freund. Da drüben laufen noch mehr Wahrheitssucher. Ich habe einen guten Gedanken. Wir organisieren sie!“

„Glaubt mir,“ fuhr Krischnamurti fort, „die Wahrheit ist nicht zu organisieren5. Jede Organisation ist ein beklemmendes Band. Sie unterdrückt die Wahrheit, sie zerreißt sie. Nur die materiellen Dinge, wie die Post, den Verkehr und dergleichen darf man organisieren. Wer die Wahrheit sucht, muss frei sein. Organisation vernichtet die Wahrheit und bringt einen Ersatz. Jeder Mensch muss selbst die Wahrheit suchen. Man kann den Gipfel eines Berges nicht heruntertragen, sondern man muss selbst emporsteigen wenn man den Ausblick des Gipfels genießen will. Auch die beste Organisation würde den Gipfel nicht herunterbringen können, aber der menschliche Geist ist faul, er will den Gipfel zu sich gebracht haben. Organisation macht aus den Individuen eine Herde, die einen Führer braucht. Jedes Individuum soll sich jedoch selbst führen. Organisierte Wahrheit ist ein Spielzeug für die Schwachen. Ich will keine Organisation. Ich will Freiheit für mich, ich will Freiheit für jeden. Ich will keine neue Sekte, ich bringe keine neue Religion, keinen neuen Glauben, keine Anhänger. Achtzehn Jahre habt ihr euch auf die Ankunft des Weltlehrers vorbereitet; jetzt bin ich da, und ich sage: nur wenige haben mich verstanden. Diese Wenigen brauchen keine Organisation.“

Ende des Zitates.

Wer war dieser außergewöhnliche Mensch? Jiddu Krishnamurti wurde am 11. Mai 1895 in Madanapalle, einer kleinen Stadt in Südindien geboren. Er und sein Bruder wurden in jungen Jahren von Dr. Annie Besant adoptiert, damals Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft. Dr. Besant und andere verkündeten, dass Krishnamurti der Weltlehrer sein würde, dessen Erscheinen die Theosophen prophezeit hatten. Um die Öffentlichkeit für sein Erscheinen vorzubereiten, wurde eine weltweite Organisation mit dem Namen „Stern des Ostens“ gegründet, und der noch junge Krishnamurti wurde ihr Oberhaupt.

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Die Theosophin Annie Besant im hellen Mantel, rechts neben ihr Krishnamurti, links neben ihr Krishnamurtis jüngerer Bruder Nitya und hinter diesem George Arundale im Jahr 1911 in England6

Im Jahr 1929 aber legte Krishnamurti diese Rolle, die ihm auferlegt worden war, nieder, löste den Stern des Ostens mit seiner riesigen Anhängerschaft auf und gab alle Spenden in Form von Geldern und Besitztümern zurück. Krishnamurti gehörte keiner religiösen Organisation an und keiner Sekte, noch hat er sich jemals einer politischen Richtung oder Ideologie verschrieben. Vielmehr behauptete er, dass jene Dinge die Faktoren sind, die Menschen untereinander spalten und Konflikt und Krieg verursachen. Er erinnerte seine Zuhörer immer wieder daran, dass wir alle zuerst Menschen sind und nicht Hindus, Muslims oder Christen, dass wir wie die übrige Menschheit sind und nicht von einander getrennt.

Ein zentraler Punkt in der Lehre Krishnamurtis ist die Frage nach dem Ich. Während die Aufgabe der Psychologie bei Sigmund Freud darin liegt, unbewusste Ich-Anteile in das Ich zu integrieren, um auf diese Weise (bereits aufgetretene) Konflikte aufzulösen, erkennt Krishnamurti bereits in der Annahme der Existenz eines Ichs das eigentliche Problem: Nicht eine Ich-Stabilisierung wird bei Krishnamurti angestrebt, sondern dessen Auflösung. Das Ich, oder auch Ego ist für Krishnamurti hingegen die Ursache aller Konflikte. Die Wurzeln der Probleme (Jiddu Krishnamurti nennt sie Konflikte) liegen in der fehlenden Selbsterkenntnis!

Ich möchte Euch hierzu an eine Passage aus meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ 7erinnern. Im Kapitel „Vom Werden zum Sein – vom Sein zum Werden“ ist zu lesen:

„Im ersten Kapitel des Buches ›Vom Werden zum Sein‹8 gingen Jiddu Krishnamurti und ›einer der führenden Physiker des Westens‹, David Bohm, den Ursachen unseres geistigen Konfliktes nach. Als Erstes stellte Krishnamurti die Frage, »ob die Menschheit in die Irre gegangen ist?« Beide kamen zur Ansicht, dass der Anfang dieses Irrweges ›vor langer Zeit‹ begann. David Bohm fügte hinzu »…, dass der Mensch vor ungefähr fünf- oder sechstausend Jahren in die Irre ging, als er zu plündern und Sklaven zu nehmen begann. Danach besteht der Hauptzweck seines Daseins darin, Beute zu machen und zu plündern.«

In ihrer Erforschung für die Ursachen des irrigen Verhaltens der Menschen ermittelten David Bohm und Jiddu Krishnamurti eine ganz besondere Eigenart, nämlich ›innerlich etwas werden zu wollen‹. Sie kamen darin überein, dass dieses Werden-Wollen die Wurzel des Konfliktes sei.“

Liebe Freunde,

wenn Jiddu Kristhnamurti dem „Werden wollen“ als die „Wurzel des Konfliktes“ zuspricht, bezieht er sich auf das künstliche Selbst, also unser Ego. Sehr oberflächlich könnte man sagen, dass das „Werden wollen“ eine Motivation eines Egos ist. Das „Werden wollen“ ist vom „Ich will (haben, sein usw.)“ zu unterscheiden. Das „Werden wollen“ Krishnamurtis scheint sich auf die Motivation zu beziehen, etwas anderes zu sein oder werden zu wollen. Mit diesem Willen (wollen) versucht das Ego den „Gipfel des Berges“ herunterzutragen. Ohne jedoch zu wissen, was ihn auf diesem Gipfel erwartet. Ich meine jedoch, dass dieses „Werden wollen“ nicht die „Wurzel des Konfliktes“ ist. Eine solche „Wurzel“ (Ursache) sehe ich eher in seiner übersteigerten Version, dem sogenannten Egoismus9. Ein übersteigertes Ego (griechisch ego „ich“) sieht sich getrennt vom „wir“, getrennt vom Ganzen, getrennt von der Quelle.

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Und nun zur Parabel „Der Teufel und sein Freund“ und seinem Sinngehalt über die Wahrheit.

Im Johannes-Evangelium (Joh 18,38) stellte Pontius Pilatus Jesu die Frage: „Was ist die Wahrheit?“ Jesus antwortete, dass er in die Welt gekommen sei, um „Zeugnis für die Wahrheit“ abzulegen. Pilatus, der diese Frage stellte ging fort, ohne die Antwort abzuwarten. Er war sicher: Es gibt keine wahre und richtige Antwort! Heute ließe sich sagen, dass Wahrheitsfindung ein Prozess ist, bei dem die Menschen der Wirklichkeit immer näher kommen, jedoch ohne sie ganz erreichen und begreifen zu können.

Der Brockhaus definiert Wahrheit wie folgt:

„Wahrheit ist die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstand. Da dieser stets ein bestimmter ist, kann die Übereinstimmung nur durch Vergleichung mit ihm, nicht aber nach allgemeinen Regeln erkannt werden. Daraus folgt, dass es kein allgemeines Kriterium der Wahrheit geben kann, das für alle Erkenntnisse ohne Unterschied ihrer Gegenstände gültig wäre. – Von der inhaltlichen Wahrheit (materiale Wahrheit) zu unterscheiden ist die logische Wahrheit (formale Wahrheit), die in der Übereinstimmung der Erkenntnis mit den allgemeinen Regeln des Denkens besteht und mithin die logische Richtigkeit der Aussage betrifft; für sie ist mit den Gesetzen der formalen Logik ein allgemeines Kriterium gegeben, das aber nur die Form, nicht jedoch den Inhalt der Erkenntnis umfasst. So kann z. B. ein Schlusssatz (Conclusio) logisch falsch, inhaltlich aber wahr sein und umgekehrt.“

Gibt es denn überhaupt eine Wahrheit? Wahrheit basiert auf unserer persönlichen Wahrnehmungen und auf unseren Auffassungen. Wie lässt sich das Wahre als das benennen was es ist? Einer zutreffende Wahrnehmung ist nur im unmittelbaren Gewahrsein möglich. Also eine Wahrnehmung, die nicht von den Vorurteilen und Erwartungen des Egos geprägt ist, also außerhalb des Verstandes erfolgt. Das Verstandes-Ego sieht die Dinge (Ereignisse usw.) gerne so, wie sie in seiner Vorstellung sein sollten. Es vergleicht und bewertet. Ein Resümee Krishnamurtis Parabel wäre: „Wer die Wahrheit sucht, muss frei sein“, frei von der vergleichenden Logik des Verstandes.

Doch ist dieses „frei sein“ überhaupt möglich? Eine solche Freiheit würde einer ganzheitlichen Wahrnehmung von ›Allem, was Ist‹ entsprechen. Diesen Zustande erreichen wir im Gewahrsein, also wenn sich der Verstand in die ›2. Reihe‹ zurückgezogen hat. Diese Wahrnehmung erfolgt aus dem Selbst. Ich bemühe mich immer meinen Verstand nur als freundschaftlichen Berater zu sehen und meiner stets nach zutreffender Wahrheit strebenden Intuition den Vortritt zu lassen; das Gefühl ist der Wahrheit oft näher als der Verstand.

Me Agape

Euer Dieter Broers

Quelle: http://dieter-broers.de/eine-fundamentale-parabel-von-jiddu-krishnamurti-der-teufel-und-sein-freund/

Gruß

TA KI

Muslime in der Bundeswehr Sohnes Land


Die Zahl der Migranten in der Bundeswehr steigt kontinuierlich. Drei junge Kameraden in der Bad Cannstatter Theodor-Heuss-Kaserne erklären, was sie bewegt.

Im Dienst für die Bundesrepublik Deutschland: Junior Monowarson, Emre Delier und  Yasin Chowdury (von links) Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Im Dienst für die Bundesrepublik Deutschland: Junior Monowarson, Emre Delier und Yasin Chowdury (von links)Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart – Das schwarz-rot-goldene Abzeichen macht den Mann wütend. Yasin Chowdury steht in Prenzlau im brandenburgischen Landkreis Uckermark im Supermarkt in seinem Feldanzug, und der Mann findet, dass das nicht sein darf. Weil der Name auf dem Namensschild nicht Müller oder Schmidt ist. Weil Chowdury dunkelhäutig ist. Der Mann schnauzt dem Bundeswehrsoldaten seine Weltsicht ins Gesicht. Yasin Chowdury nimmt, was er kaufen will, zahlt an der Kasse und macht sich auf in seine Bundeswehrkaserne. Dort wird sein Dienst geschätzt.

Am ersten Tag war aber auch dort der Empfang wie ein Eimer kaltes Wasser. Ein paar Kameraden hätten rassistisches Zeug gesagt, erzählt er zwei Jahre später in der Bad Cannstatter Theodeor-Heuss-Kaserne. Was genau, verrät er nicht. Vielleicht war es arg hässlich. Vielleicht denkt er inzwischen auch: Schwamm drüber. Denn schon am zweiten Tag in Prenzlau ist Chowdury nicht mehr derjenige, mit dem sie es machen können. Er schaut zu, wie die feindseligen Kameraden ihre Sachen aus dem Spind räumen. Sie werden von diesem Tag an keine Kameraden mehr sein. Die Bundeswehr hat sich entschieden – für Yasin Chowdury und gegen diejenigen, die für sich beanspruchen, die wahren Deutschen zu sein.

Ob er sich damals gefreut hat, als die Rassisten aus der Kaserne geflogen sind, darüber verliert der heute 23-Jährige kein Wort. In der Bad Cannstatter Kaserne scheinen für ihn die Prenzlauer Zeiten weit weg zu sein. Wenn der Soldat von damals erzählt, wirkt es erstaunlich, dass er den Mut hatte, sich seinen Vorgesetzten zu offenbaren. Er beschreibt sich als jemand, der kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein besessen hat. Heute sagt er: „Das hat mir die Bundeswehr beigebracht.“

24 Prozent der Landeskommando-Soldaten sind Muslime

Chowdury sitzt mit seinem Cousin Junior Monowarson und mit Emre Delier in einem Büro in der Theodor-Heuss-Kaserne. Die beiden Vettern sind Obergefreite, Emre Delier ist Oberstabsgefreiter. Andreas Steffan, der Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg, begleitet die jungen Soldaten zum Interview. Scherzhaft bemerkt er, dass er noch viele Gesprächspartner hätte einladen können. „Mich hat es selbst überrascht. 24 Prozent unserer Soldaten im Landeskommando Baden-Württemberg sind Muslime.“ Bisher habe niemand nach der Zahl gefragt, deshalb sei sie ihm unbekannt gewesen, sagt der Armeesprecher. Wie viele der 14 000 Soldaten im Land Muslime sind, ist nicht erfasst. „Wahrscheinlich interessiert sich niemand dafür, weil es ohnehin keine Auswirkungen hat.“ Steffan meint damit, dass die Muslime so unauffällig ihren Dienst verrichten, dass nicht einmal in den Zeiten von Pegida jemand darauf aufmerksam wird.

Junior Monowarson ist der Zweite aus der aus Bangladesch stammenden Familie, der sich bei der Bundeswehr verpflichtet hat. Natürlich habe es eine Rolle gespielt, dass sein Cousin Yasin von der Truppe nur Positives berichtet habe, sagt der Jüngere. Außerdem gebe es da eine Familientradition. „Yasins Vater war bei der Armee und mein Vater auch“, sagt der 22-Jährige. Das waren damals die Streitkräfte Bangladeschs. Als Yasin Chowdury seinem Vater erzählt, dass er seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr ableisten möchte, nimmt ihn dieser fest in die Arme. „Ich bin stolz darauf, dass du deinem Vaterland dienen willst.“

Muslime in der Bundeswehr „Wer kein Bier mag, trinkt halt keins.“

Emre Delier hätte auch zur türkischen Armee gehen könne. Er hat einen deutschen und einen türkischen Pass. Lange habe er aber nicht nachdenken müssen, wo er Wehrdienst leisten wollte, sagt er. „Ich bin hier geboren. In der Türkei mache ich Urlaub, mehr auch nicht.“ Emre Delier ist mit 17 Jahren zur Bundeswehr gegangen. Vier Jahre später ist das Ende seines Diensts in Sicht. Er will Logistikmanagement studieren. Da er zuletzt in der Theodor-Heuss-Kaserne in der Waffenkammer gearbeitet habe, fühle er sich darauf bestens vorbereitet, sagt er. Dennoch, die Bundeswehr verlasse er nicht gerne. Anders als Yasin Chowdury und Junior Monowarson hat Delier in der Kaserne gelebt. Er erzählt von Fußballturnieren und gemeinsamen Abenden auf der Stube mit den Kameraden. Bei jungen Männern, die auf einem Fleck versammelt sind, liegt der Gedanke an alkoholische Rituale der Verbrüderung nahe. Wird ein Muslim, den die Religion zur Abstinenz mahnt, da nicht schnell zum Außenseiter? Emre Delier lächelt: „Wer kein Bier mag, der trinkt halt keins.“

Für Delier reduziert sich der von vielen als himmelweit postulierte Unterschied der Kulturen hinter den Kasernenmauern auf Dinge, die leicht zu regeln sind. Wer Alkohol meiden will, greift eben zur Saftschorle. Wer halal essen will, ist in der Kantine gut bedient. Denn zumindest das vegetarische Gericht ist garantiert schweinefleischfrei. Und freitags endet der Dienst so früh, dass genug Zeit für diejenigen bleibt, die zur Moschee gehen wollen. Kein Grund zur Aufregung also. Der Sprecher des Landeskommandos findet, dass die Muslime in der Theodor-Heuss-Kaserne bescheiden sind. Zum Beispiel habe sich noch niemand einen Gebetsraum in der Kaserne gewünscht. „Die Bundeswehr überlegt sich selbst, was sie an islamischer Seelsorge anbieten kann“, sagt er. Sie muss es aus eigenem Antrieb tun, weil die muslimischen Soldaten noch nie eingefordert haben, was für Katholiken oder Protestanten selbstverständlich ist.

„US-Soldaten bekämpfen den Terror wie wir“

Was würden die drei muslimischen Bundeswehrsoldaten einem Anhänger von Pegida sagen, der ihnen unterstellt, wegen ihres Glaubens nicht loyal gegenüber Deutschland sein zu können? Vielleicht blieben sie so ruhig wie Emre Delier. Angesprochen auf die verbündeten USA, deren Flagge in den Hauptstädten islamischer Länder immer wieder brennt, sagt er nüchtern: „Amerikanische Soldaten sind Kameraden, die wie wir gegen Terroristen kämpfen.“ Yasin Chowdury und Junior Monowarson lassen sich auf ein Gedankenspiel ein. Würden sie für die Bundeswehr im Fall der Fälle auch gegen Dschihadisten in Bangladesch kämpfen? Beide bejahen es und fügen zu. „Damit würden wir auch der Bevölkerung helfen.“

In der heilen Kasernenwelt der drei Soldaten scheint kein Raum zu sein für solche Vorbehalte und Zweifel. Für flapsige Anspielungen über ihre Herkunft schon. Da dürfe man nicht so empfindlich sein, findet Emre Delier. Yasin Chowdury und Junior Monowarson stimmen zu. „In der Schule waren wir doch auch die Bengalen, und andere waren eben die Italiener oder die Kurden. Wir waren trotzdem alle immer zusammen unterwegs“, erzählt Monowarson. Jetzt in der Kaserne ist es für sie genauso wie damals auf dem Schulhof. Nur ist die Clique eben um einiges größer.

Dem Bundeswehrsprecher Andreas Steffan würde das Bild von der großen Clique Bundeswehr gefallen. Er stellt eine im Lichte mancher rechtsextremer Vorfälle zunächst steil klingende These auf: Rassismus könne bei der Truppe weniger gedeihen als anderswo, sagt er. „Natürlich gibt es schwarze Schafe. Aber die können sich bei uns nicht halten. Wer das Vertrauen unter den Kameraden kaputt macht, fliegt.“ Ist die Bundeswehr also ein deutscher Schmelztiegel für eine Gesellschaft, die immer noch mit ihrem Status als Einwanderungsland ringt? Eine Art Durchlauferhitzer für Migranten raus aus der Marginalisierung, rein in die Mitte der Gesellschaft? Steffan sieht es so. „Wir fördern die Leute und zeigen ihnen, dass sie in unserer Gesellschaft etwas zählen. Deshalb kommen Migranten gerne zu uns.“

Die Verantwortung hat sie verändert


Vielleicht gibt es eine besondere Anziehung zwischen der Institution, die Deutschland verteidigen soll, und denjenigen, die in den Augen mancher gar nicht zu diesem Land gehören. Vielleicht ist es auch so, dass die Bundeswehr Chancen bietet, die sich für manche Migranten außerhalb der Kasernentore nicht auftun würden. Delier, Chowdury und Monowarson reden von höheren Bildungsabschlüssen, aber auch von der Verantwortung, die sie verändert habe. Was damit gemeint ist, zeigt sich bei einem Besuch im Lagezentrum der Theodor-Heuss-Kaserne. Da sitzt Junior Monowarson an seinem Rechner, und sein noch kindliches Gesicht wirkt ernst und konzentriert. Die Bundeswehr leistet den von der Flüchtlingskrise beanspruchten zivilen Behörden Amtshilfe. Soldaten müssen Zelte aufbauen oder Essen verteilen. Wo die Truppe wann in Baden Württemberg hilft, hängt auch von den Daten ab, die Junior Monowarson erfasst. Dass seine Arbeit mitentscheidet, ob es anderen Menschen gut geht, scheint er zu spüren.

Sein Cousin Yasin Chowdury erzählt von einem Erlebnis mit Flüchtlingen, das ihn bewegt hat. In Heidelberg habe er mit anderen Soldaten in einer Unterkunft ausgeholfen, da seien zwei Afghanen auf ihn zugekommen: „Die konnten es nicht fassen, dass es jemanden wie mich in der deutschen Armee gibt. Die haben gesagt, wenn sowas in Deutschland möglich ist, dann schaffen sie es hier auch.“

Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.muslime-in-der-bundeswehr-sohnes-land.1d6d2b23-f22b-4d15-be4d-c5167f27e921.html

Gruß an die Klardenker!!!

TA KI

Das All-Sehende Auge: Heiliger Ursprung eines geraubten Symbols


gefunden auf theeventchronicale, geschrieben von David Percival, übersetzt von Aoween

Ist das All-Sehende Auge ein Symbol von göttlicher Allwissenheit oder von bösem Einfluss? Heute symbolisiert es Kontrolle und Domination einer verdeckten Elite, aber der ursprüngliche Sinn war völlig anders. Dieser Artikel verfolgt seine Verwendung und seinen Sinn zurück in alte Zeiten, als es ein Symbol von göttlicher Fürsorge, machtvoll dargebrachter spiritueller Wahrheit und Erweckung war.

Die Menschheit verliert ihre kostbare Symbolik

Das All-Sehende Auge ist ein machtvolles esoterisches Symbol, welches heutzutage weithin missverstanden und missbraucht wird; wenige wissen wofür es ursprünglich gestanden hat. Es war ursprünglich die Symbolik für die spirituelle Kraft Gottes, eine aufmerksame pflegende Instanz der Menschheit oder ein erwachter spiritueller Teil innerhalb. Doch heute haben wir völlig andere Assoziationen.

Heute wird das All-Sehende Auge mehr als ein „Illuminati“-Symbol der Kontrolle und der Überwachung durch die Eliten gesehen, die zum grossen Teil zu diesem Zeitpunkt die Show leiten. Das liegt daran, dass im Laufe der Zeit dunkle, finstere Kräfte diese esoterischen Symbole übernommen haben, die Tausende von Jahren dazu verwendet wurden, um positive, hilfreiche und erhebende spirituelle Botschaften und Prinzipien zu vermitteln. Das All-Sehende Auge ist ein gutes Beispiel dafür, wie spirituelle Symbole entwendet und umgekehrt wurden. Es erfordert keine grosse Anstrengung, die ursprüngliche Bedeutung des Symbols zu verstehen oder dessen spirituelle Bedeutung zu vermitteln, die es zuerst hatte.

Dies ist der erste von einer Serie von Artikeln, die ich präsentieren werde, welche eine genauere Sicht auf individuellen Symbole richten und die deren Ursprung und Geschichte erforschen und deren tiefere esoterische Bedeutung enthüllen.

Universelle Natur des Symbolismus

Symbolik wurde von der Menschheit schon lange benutzt, um Ideen in kompakter Form zu kommunizieren. Analog zur bekannten Aussage – ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Esoterische Symbole sind heutzutage noch so lebendig wie in früheren Zeiten, aber es gibt eine grosse Verwirrung um sie, ihre Verwendung, ihre Geschichte, ihren Inhalt und ihre Bedeutung.

Im alltäglichen Leben benutzen wir Symbole, um auf einen Blick wichtige Informationen zu erhalten, wie z.B. Ampeln und Verkehrszeichen neben vielen anderen Symbolen, die im normalen Leben weitverbreitet sind. Einige andere Beispiele sind Firmenlogos und Statussymbole.
Symbolik wird auch besonders in der Kommunikation von nicht-physischen, spirituellen Ideen, Phänomenen und Prozessen benutzt.

Das All-Sehende Auge ist eines der machtvollsten und am weitreichendsten benutzten – und missbrauchten – Symbole von allen. In diesem Artikel verfolge ich die Nutzung von den Anfängen bis ins 18. Jahrhundert und zeige auf, wofür das Symbol ursprünglich gestanden hat. Mein nächster Artikel wird den Gebrauch des Symbols durch das Freimaurertum im 18. Jahrhundert untersuchen und aufzeigen, wie es seither missbraucht und entwendet wurde.

Die Anwendung des All-Sehenden Auges in alten Kulturen

Indien

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Shivas drittes Auge

Vielleicht finden wir den Vorläufer dessen, was dann in der Folge als das All-Sehende Auge bekannt wurde, in der Rig Veda, einen Sanskrittext, von dem angenommen wird, dass er vor über 3000 Jahren verfasst wurde und einer der ältesten Texte ist, die wir kennen. In diesem sind viele Hinweise auf die Sonne und auf andere göttliche Wesen, als ein Auge im Himmel, als ein Auge, welches die Schöpfung enthüllt, oder ein Auge, welches sich niemals schliesst.

Man kann dies gerne als Symbol einer höheren Ebene eines erwachten Bewusstseins betrachten, welches entwickelte spirituelle Wesen haben und welches einfache Menschen eventuell erlangen können.

Der Hindugott Shiva hat drei Augen. Das dritte Auge oder das Stirnchakra-Auge ist bekannt als das Auge des Shiva – der Inhaber allen Wissens – welches, wenn es sich öffnet, alles was es sieht, zerstören wird. Auf diese Weise ist es ein Symbol des Wissens, welches Übel und Ignoranz vernichtet.

Dies kann wiederum mit einem erwachten höheren spirituellen Teil einer Person verglichen werden, der die Wahrheit der Dinge sieht und im Anschluss das eliminiert, was gegensätzlich zur Seele der Person ist und diese darin blockiert, mehr des göttlichen Bewusstseins zu manifestieren. Auf diese Weise ist es eine „Kreative Zerstörung“ des Bösen und eine Transformation in ein höheres Bewusstsein.
Auch heutzutage wird das Auge des Shiva als Schmuck verwendet, um seinen Träger Schutz gegen das Böse zu geben und um Weisheit und Verständnis zu erlangen – von der Welt, aus Lebensereignissen und durch sich selbst, zur positiven Transformation.

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Buddahs All-Sehendes Auge

Nepal

Im Buddhismus wird Buddha das Auge der Welt genannt. Es ist typisch für nepalesische Tempel, dass sie graphische Darstellungen des „Auges von Buddha“ tragen, wie in der Darstellung rechts. Beachtet, dass die Graphik auch ein Zeichen für „das dritte Auge“ enthält. Die Augen sind auch bekannt als die Augen von Weisheit und Mitgefühl.

Statuen Buddhas tragen typischerweise einen Punkt in der Mitte der Brauen, um das dritte Auge zu repräsentieren.

Altes Ägypten

Das Auge des Osiris

Es ist interessant, dass die ägyptische Hieroglyphe für deren Gott Osiris ein Auge wie unten abgebildet beinhaltet. So wie im Hinduismus und Buddhismus finden wir ein spirituelles göttliches Wesen aus alten Zeiten durch ein Auge repräsentiert.

Osiris

Die Hieroglyphe für “Osiris” enthält eine Auge

Das Auge des Horus

Im alten Ägypten war das All-Sehende Auge als das Auge des Horus oder das Auge von Ra, sowie ebenso als ein Teil der Symbolik von Wadjet (eine altägyptische Schlangengöttin), bekannt. Durch verschiedene Mythen waren sie Symbole von Schutz, Heilung und Regeneration. Das linke Auge des Horus wurde dem Mond zugeordnet und das recht Auge der Sonne.

Horus war ein falkenköpfiger Sonnengott und man könnte sagen, dass das Auge des Horus ähnlich gestaltet war wie das Auge eines Lannerfalken mit seiner typischen Zeichnung unterhalb des Auges.

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Das All-Sehende Auge ist in der Ägyptischen Spiritualität ein wichtiger Teil

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Könnte das Auge des Horus Teile des Gehirn repräsentieren, die genutzt werden, um Bewusstsein zu manifestieren?

Es ist ebenso sehr interessant zu bemerken, dass die Zeichnung des Auges von Horus sehr ähnlich dem Mittelteil unseres Gehirns ist, wo sich der Thalamus, die Zirbeldrüse und die Hypophyse befinden. Die Zirbeldrüse wird oft als das „Dritte Auge“ bezeichnet und als Zentrum unserer Spiritualität und spiritueller Einsicht gesehen, welches in einer Person erweckt werden kann.

Es scheint, als wäre das Auge des Horus eine Darstellung des Thalamus als der Augapfel mit dem Corpus Callosum als der Augenbraue darüber und die Medulla Oblongata (Hirnstamm) und der Hypothalamus die beiden Markierungen darunter. Wenn es das ist, was sie gezeichnet und das Auge des Horus genannt haben, impliziert dies, dass sie der Auffassung waren, dass das Mittelhirn der Sitz des Bewusstseins oder sogar des göttlichen Bewusstseins oder des „Horus Bewusstseins“ wäre? Horus ist ein Sonnengott und ein Symbol für den universellen Christus, eine spirituelle Kraft, mit der eine entsprechend vorbereitete Person verschmelzen kann.

Mittlerer Osten/Asien – Hamsa

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Jüdische Hamsa

Im mittleren Osten ist das All-Sehende Auge in der Form eines Hand-Auge Symbols, welches Hamsa, Khamsa oder Hamesh genannt wird, bekannt. Wieder ist es ein Symbol des Schutzes gegen das Böse Auge (Pech durch Eifersucht von anderen) und Gefahr generell, und es kann in einer Weise als Glücksbringer gesehen werden.

Es ist ebenso als die Hand der Fatima im Islam bekannt und als die Hand der Miriam im Judentum. In Indien ist es als die Humsa Hand bekannt. Die Jainisten haben ebenso eine Form des Hamsa in deren Symbolik mit dem Wort Ahimsa (bedeutet Gewaltlosigkeit), mit einem Rad anstelle des Auges. Die Hamsa wird seit Jahrtausenden verwendet und ist bis heute als Amulett, Anhänger oder Wandbehang im Gebrauch. Es scheint seinen Ursprung im alten Mesopotamien mit der Hand von Ishtar als Symbol göttlichen Schutzes zu haben, obwohl es das Auge auf der Handfläche nicht enthielt.

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Detail aus “Die göttliche Welt” von Kahlil Gibran

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Nazar / Image credit: Alborz Fallah

Eine mehr christlich-thematische Darstellung der Hamsa ist ein Kunstwerk, das „Die göttliche Welt“ genannt wird, geschaffen von Khalil Gibran, einem libanesisch, maronitisch, katholischen, bekannten Dichter, Maler, Schriftsteller, Philosophen und Theologen des frühen 20. Jahrhunderts.

In Griechenland und der Türkei gibt es etwas Ähnliches wie die Hamsa, das dort „Nazar“ genannt wird. Es ist nur das Auge ohne die Hand, aber es wird in derselben Art verwendet und hat dieselbe Bedeutung wie die Hamsa, nämlich das Böse abzuwehren. Es wird in Form von Amuletten oder hängenden Ornamenten aus blauem Glas verwendet.

Ähnlich wie im Buddhismus, wo das „Auge des Buddha“-Amulett das Auge des Bösen abwehrt.

Das Symbol eines Auges in der Hand taucht ebenso bei den Azteken und Mayas und in den ursprünglichen Kulturen Amerikas in Kunstwerken auf, obwohl Archäologen sich der Bedeutung der Artefakte für diese Kulturen nicht sicher sind.

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Die Klapperschlangen-Scheibe, Image credit: Dennis Vesper

Rechts ist ein Beispiel aus der Kultur der Ureinwohner Amerikas, welches „Die Klapperschlangenscheibe“ genannt wird, welche von einem Bauern in Moundville, Alabama im 19. Jahrhundert ausgegraben wurde. Manche Archäologen glauben, dass es eine Symbolik für ein Tor in spirituelle Dimensionen darstellt. Es ist das sehr aufwändig verzierte Kunstwerk der Scheibe, das zu der Annahme geführt hat, dass der Erschaffer der Scheibe dem sehr viel Bedeutung beigemessen hat. Weitere Kunstwerke, die dort auch gefunden wurden, zeigen ebenso das Hand-Augen-Symbol.

Altes Ecuador

Es gibt auch eine erstaunliche Entdeckung im Jahr 1984 in La Mana, Zentralecuador, wo ein altes Artefakt, welches als die Schwarze Pyramide bezeichnet wird, unter 300 Artefakten unbekannter Herkunft, gefunden wurde.

Es ist nicht bekannt aus welcher Kultur sie stammen. Die vielen gefundenen Objekte sind rätselhaft und scheinbar fehl am Platz in diesem Teil der Welt. Zum Beispiel ein Artefakt, das eine Königskobra mit Kapuze aus Südostasien zeigt. Kobras existieren nicht in Südamerika.

Die sogenannte Schwarze Pyramide ist aus schwarzem Stein mit einem Auge an der Spitze gemacht. Der Stein hat Goldeinlagen, die 13 Ebenen von „Ziegeln“ bilden mit einem Auge an der Spitze. Diese Einlagen leuchten, wenn sie schwarzem Licht ausgesetzt sind. Insgesamt sieht es wie eine Darstellung der grossen Pyramide von Gizeh (7470 Meilen entfernt) aus und auch erstaunlich genau wie das Auge-Pyramide-Symbol, welches als das Grosse Siegel von Amerika verwendet wird und auf dem 1-Dollar Schein abgebildet ist.

Es ist ebenso interessant zu bemerken, dass das Kobraartefakt eine andere Gemeinsamkeit mit dem alten Ägypten aufweist, wo die aufgerichtete Kobra mit dem Auge des Horus/Ra und Wadjet mit deren beschützenden Aspekten im Tragen auf der Stirn von Pharaonen in der Mitte deren Augenbrauen assoziiert wird, genau dort, wo das Dritte Auge angelegt ist. Das symbolisiert die Anhebung der Energie einer Person auf eine höhere Schwingung, welche innerlich zu einer Erweckung von psychischen Fähigkeiten führt, wie sie latent im Dritten Auge angelegt sind.

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Images via YouTube / Wellington Marin – Illuminati Pyramid aus Ekuador

Es ist nicht bekannt, wie alt diese Objekte sind, ebenso diese zu datieren war nicht möglich, aber es wird angenommen, dass sie vor den alten Kulturen dieser Zeit entstanden sind. Es gibt auch eine Prä-Sanskrit ähnliche Sprache (was darauf schliessen lässt, dass diese sehr alt sind) auf einigen Objekten eingraviert, auch auf der Unterseite der Schwarzen Pyramide, wo es auch Markierungen gibt, die die Sterne der Orion-Konstellation zeigen, welche in den Pyramiden von Gizeh ebenso zu finden sind. Die Bedeutung der 4 Prä-Sanskrit Markierungen wird mit „der Sohn des Schöpfers kommt“ als Übersetzung angenommen.

In Anbetracht der Sorgfalt, mit der dieses Objekt erschaffen wurde, scheint es ein wichtiges Symbol für den Erschaffer gewesen zu sein, obwohl es für uns nicht klar ist, welche Bedeutung es hat.

 

 

Altes Griechenland

In den „Hymnen von Orpheus“, beschreibt die Hymne „An die Sonne“ eine weitere Varietät auf diese Weise;

Als ein „ewiges Auge mit weitem Überblick“;

Und vergleicht es mit „der Vater aller Zeitalter“ zu sein;

Und als „unsterbliche Liebe, alles suchend, ein Hort des Lichts“;

Dann später als das „grosse Auge der Natur und des Sternenhimmels“;

Gefolgt von „getreuer Beschützer, und das Auge der Gerechtigkeit“

So sehen wir hier in einem alten Text der westlichen Welt eine ähnliche Darstellung der Sonne wie in den alten Texten des Ostens, der Rig Veda, die ein immerwährendes Auge des Schöpfers und ein All-Sehendes niemals sich schliessendes Auge beschreibt, das über uns wacht und uns im Guten beschützt.

Christentum

„Das Licht des Körpers ist das Auge: wenn dein Auge klar ist, so ist dein ganzer Körper voll mit Licht.“ (Jesus in Matthäus 6:22)

„Die Augen Gottes sind auf den Gerechten gerichtet und seine Ohren sind offen für ihre Rufe.“ (Psalm 34:15)

„Die Augen des Herrn sind überall, sehend, das Böse und das Gute.“ (Sprüche 15:3)

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Talpiot Grab mit All-Sehendem Auge

Der möglicherweise erstmals bekannte Gebrauch des All-Sehenden-Auge-Symbols in der jüdisch-christlichen Geschichte ist das sogenannte „Jesusgrab“ aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, welches 1980 entdeckt wurde und wo ein ähnliches Symbol über dem Eingang des Grabes benutzt wurde. Ungeachtet dessen, wessen Grab dies ist, könnte das eine der ersten bekannten oder frühen Verwendungen des Auge-Pyramiden Symbols in der jüdisch-christlichen Tradition sein?

Im Christentum wurde das „All-Sehende Auge“ oder „Auge der Vorsehung“ oder „Auge Gottes“ zumindest ab dem 16.Jahrhundert verwendet, wie in dem folgenden Gemälde (entstanden 1525) darunter zu sehen ist, welches eine Szene aus Lukas 24: 13-32 zeigt, das Jesus nach der Auferstehung beim Abendessen mit zwei Jüngern zeigt.

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16th Jahrhundert, Christus-Gemälde – datiert 1525 durch den ital. Künstler Pontormo (Schüler von Da Vinci)

Das Auge ist in einem Dreieck, welches von Lichtstrahlen umgeben ist, wobei das Dreieck die heilige Trinität repräsentiert und das ganze Symbol die Omnipräsenz Gottes und das All-Sehende Auge darstellt, welches über die Schöpfung wacht.

Einige behaupten, dass das Auge im Dreieck-Symbol von der Malerei bald nach dem Konzil von Trient 1545 – 1563 übernommen wurde, um den Verordnungen und Kirchengesetzen zu entsprechen, aber selbst wenn dies der Fall ist, würde seine Verwendung noch davor im 16. Jahrhundert stattgefunden haben.

Im Elsass, Frankreich, ist das Fresko über dem Altar der Abteilkirche von Saint-Jean-Baptiste (gemalt 1763), ein gutes Beispiel für das Auge-in-der-Pyramide-Symbol, mit den Strahlen der Herrlichkeit, die durch die Wolken brechen.

Ein anderes Beispiel findet man in der Kathedrale von Aachen in Deutschland. Sie wurde ursprünglich im 8. Jahrhundert unter dem Kaiser Karl dem Grossen erbaut und dann im Mittelalter verschiedentlich erweitert und vergrössert. Es scheint, dass das All-Sehende-Auge-Symbol im Jahre 1766 auf dem Dom nach Beendigung der Renovierungsarbeiten angebracht wurde.

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Ein All-Sehendes Auge in der St. Jean-Baptiste Kloster-Kirche / Image credit: Ralph Hammann

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Aachen Kathedrale / Image credit: Trexer

Beachtet, dass diese ersten beiden Beispiele schon vor der Gründung der bayrischen Illuminaten (1776) datieren, obwohl die Freimaurerei bereits in England und Europa zu dieser Zeit existierte. Vielleicht war es ein Einfluss der Freimaurer, dass diese Symbole an diesen Kathedralen verwendet worden sind. Das Auge-in-der-Pyramide-Symbol wurde jedoch erst ab ungefähr 1797 von den Freimaurern benutzt.

Das Auge-in-der-Pyramide-Symbol ziert auch deutlich sichtbar die vordere Fassade der Hartegbrugkerk-Kirche in Leiden, Niederlande, erbaut 1835-1836. Die lateinischen Worte „Hic Domus Die est et Porta Coeli“ bedeuten übersetzt „Das ist das Haus Gottes und das Tor zum Himmel.“

 

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Hartegbrugkerk Kirche Niederlande / Image credit: Robbiedoes

Zusammenfassung

Wie wir durch die gesamte Geschichte gesehen haben, gibt es eine starke Tradition durch die Zeit, die Kontinente und Kulturen bezüglich des Gebrauches der Auge-Symbolik, welche generell eine wohlwollende Schöpferkraft repräsentiert, die über uns wacht, der Menschheit hilft und sie beschützt und einen spirituellen Teil innerhalb derer repräsentiert.

In meinem nächsten Artikel werde ich fortfahren, die Verwendung des All-Sehenden-Auge Symbols während der letzten 240 Jahre zu verfolgen und zu zeigen, wie es zunehmend für finstere Ziele bis in die heutige Zeit missbraucht wurde.

Quelle: http://transinformation.net/das-all-sehende-auge-heiliger-ursprung-eines-geraubten-symbols/

Gruß an die Aufklärer

TA KI

Intelligente Tiere: Eine Betrachtung der gegenwärtigen Forschung


Über die Intelligenz der Hunde wird viel gesprochen. Es gibt aber viele weitere Tierarten, die sich durch geistige Fähigkeiten von anderen abheben. Interessante Fakten über intelligente Tiere und die verschiedenen Arten der Intelligenz hat unser Mitarbeiter Mario Jessat hier zusammengetragen.

Der Border-Collie zählt zu den klügsten Hunderassen. (Foto: KatrinKerou, <a href="http://pixabay.com/de/border-collie-rennender-hund-672633/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Der Border-Collie zählt zu den klügsten Hunderassen. (Foto: KatrinKerou, pixabay, Public Domain)

Was ist Intelligenz?

Definition

Bei der genauen Definition von Intelligenz (lat. intellegere – verstehen) sind sich die Forscher nicht immer einig. Oftmals wird sie vereinfacht als Fähigkeit des Geistes beschrieben. Eine einheitliche Präzisierung konnte bisher jedoch noch nicht gefunden werden. Erkennbar ist die Divergenz besonders bei den Studien der Forscher Robert Sternberg und Douglas Detterman, die bei zwölf Experten nach einer Definition fragten und zwölf unterschiedliche Ergebnisse erhielten. Dazu kommt erschwerend, dass die Intelligenz kulturell unterschiedlich ist. An dieser Stelle muss auch der Jurist Alfred Binet erwähnt werden, der im Jahre 1905 gemeinsam mit Théodore Simon den Binet-Simon-Intelligenztest, ein Vorläufer des IQ-Tests, erfand. Obgleich die Auswahl der Definitionen von Intelligenz vielfältig ist, wird an dieser Stelle mit einer allgemeinen Beschreibung des Gabler Wirtschaftslexikons gearbeitet:

Intelligenz ist „in der Psychologie ein hypothetisches Konstrukt (d.h. eine Erklärung für ein nicht direkt beobachtbares Phänomen), das die erworbenen kognitiven Fähigkeiten und Wissensbestände einer Person bezeichnet, die ihr zu einem gegebenen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.“

Fragestellung

Sind die Menschen den Tieren tatsächlich geistig überlegen oder sind es Entwicklungen wie beispielsweise die Sprache, die den Menschen so dominant machen?

Verschiedene Formen der Intelligenz

Heutzutage gehen die meisten Forscher von multipler Intelligenz aus, die mehrere Dimensionen miteinander verbindet. Erkennbar ist dies daran, dass es durchaus möglich ist, durch irreparable Schäden gewisse Bereiche des Gehirns nicht mehr nutzen zu können. Im Gegenzug sind andere Bereiche jedoch weiterhin aktiv. Um eine Form der Intelligenz jedoch als solche anzuerkennen, muss diese in einem bestimmten Hirnareal lokalisiert werden. Erkennbar ist das unter anderem daran, dass diese Funktionen bei einer Schädigung eben dieses Areals ausfallen und nicht mehr zur Verfügung stehen. Es gibt noch weitere Modelle, die auch den sozio-kulturellen Aspekt berücksichtigen, weswegen in diesem Zusammenhang einige Ausschnitte der verschiedenen Formen berücksichtigt werden.

Sprachliche Intelligenz

Zur sprachlichen Intelligenz gehören die Beherrschung der Sprache und die Fähigkeit, diese Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Das Lernen neuer Sprachen ist ebenfalls zu dieser Begabung zu zählen. Es gibt durchaus Tiere, die darüber verfügen. In den späteren Fallbeispielen werden einige Arten vorgestellt.

Logisch-mathematische Intelligenz

Diese Form behandelt die Kenntnisse über Zahlen und Logik. Bei den Menschen verfügen besonders Naturwissenschaftler oder Programmierer über diese Form. Es geht darüber hinaus um die Fähigkeit des logischen Denkens. Das Beispiel der Krähe verdeutlicht die logische Intelligenz im Tierreich.

Räumliche Intelligenz

Hier geht es um die Wahrnehmung der sichtbaren Umwelt sowie um die Veränderung dieser. Darüber hinaus stehen Orientierung, Wiedererkennung von Objekten und dreidimensionale Betrachtungsweisen im Vordergrund. Tiere verfügen über diese Art der Intelligenz, erkennbar am Bienentanz, der Richtung und Entfernung von Blüten genau wiedergibt. Diese besondere Form der räumlichen Intelligenz ist beachtenswert, zumal sie auch zur sprachlichen Intelligenz gezählt werden kann, denn der Tanz dient ebenso der Kommunikation zwischen den Insekten.

Musikalische Intelligenz

Takt-, Melodie- und Rhythmusgefühl sind Fähigkeiten, die bei der musikalischen Intelligenz von Bedeutung sind. Hier geht es darum, mehrere unterschiedliche Instrumente zeitgleich zu betätigen. Darüber hinaus ist das Erkennen von Melodien sowie von Disharmonien in einem musikalischen Stück von Bedeutung. Im Tierreich sind es Delfine, die durch Töne kommunizieren und über eine ausgeprägte musikalische Intelligenz verfügen.

Soziale Intelligenz

Zur sozialen Intelligenz gehören mehrere Aspekte. So beispielsweise das Erkennen und die Einsicht in soziale Situationen oder auch Empathie. Die friedliche Bewältigung von Konflikten kann ebenfalls zur sozialen Intelligenz gezählt werden. Die Diskussion, ob die Gesamtintelligenz diesen Bereich beinhaltet, wird gegenwärtig rege geführt, aber wie in der Einleitung bereits angedeutet wurde, ist die Frage nach einer einheitlichen Definition ohnehin noch nicht abschließend geregelt.

Handlungsintelligenz

Das Konzept der Handlungsintelligenz bezeichnet diese als zweckvolle Handlung. Hier ist die Interpretation dieser zu beachten, schließlich kann diese von Mensch zu Mensch vollkommen anders ausfallen. Während für eine Person beispielsweise der frühe Eintritt in eine Partei als zweckmäßig erscheint, sehen andere gänzlich unterschiedliche Aspekte als sinnvoll an. Darüber hinaus ist auch hier eine kulturelle Differenz zu beachten, denn es hängt stark von der Gesellschaft ab, in der der Betroffene lebt

Schwarmintelligenz

Die Weisheit der Masse ist die Umschreibung der sogenannten Schwarmintelligenz. Im Grunde geht es darum, dass Menschenmassen klügere Entscheidungen treffen als einzelne Personen. Allerdings ist nicht pauschal anzunehmen, dass die Schwarmintelligenz immer die richtige Entscheidung trifft. Als Beispiel dient die Finanzkrise, die aus Sicht eines Forscherteams aus der Schweiz auf die Schwarmintelligenz untersucht wurde. Diese kann, so Ergebnis, schnell in „Schwarmdummheit“ umschlagen, denn Menschen lassen sich von den Meinungen anderer beeinflussen, auch wenn sie falsch ist. Im Tierreich sieht es anders aus, denn hier ist die Schwarmintelligenz eine Methode zu überleben. So beispielsweise in der Unterwasserwelt bei Fischschwärmen.

Intelligenz der Tiere

Die Forschung über die Intelligenz im Tierreich ist noch nicht alt. Lange Zeit wurde dies schlicht ignoriert, denn aus Sicht der Menschen war es nicht möglich, den Tieren eine menschliche Eigenschaft zuzusprechen. Schließlich vertiefte die Harvard-Absolventin Irene Pepperberg 1977 diesen Forschungszweig erstmals.

Der Graupapagei „Alex“ als Vorreiter in der Forschung

Der Papagei Alex war das erste Exemplar, das darlegen sollte, dass Tiere nicht nur auf Automatismen und Reflexe angewiesen sind, sondern durchaus kalkuliert handeln können. Hierfür versuchte Pepperberg, dem Vogel die englische Sprache beizubringen, um ihn im Umkehrschluss über seine Gefühle und seine Gedanken auszufragen. Auf diese Weise wollte sie beweisen, dass die Handlungen nicht nur aus starren und vorprogrammierten Aktionen bestehen. Diese Begabungen, die bisher nur den Menschen nachgesagt wurden, sind inzwischen charakteristisch für viele Tiere. Der Vogel verfügte schließlich über außergewöhnliche Fähigkeiten in Sprache und Rechenleistung. So konnte er Farben benennen, ganze Sätze bilden und sich sogar über bestimmte Aspekte bei den Forschern beschweren. Das faszinierende an diesem Experiment war also nicht, dass der Vogel in der Lage war, unterschiedliche Laute zu imitieren, sondern vielmehr, dass er komplexe Zusammenhänge erschließen und diese auch zum Ausdruck bringen konnte. Darüber hinaus war er in der Lage zu zählen. Wurden ihm beispielsweise mehrere Symbole gezeigt von denen eines häufiger vorkam, so konnte er benennen, welches der Symbole öfter vertreten war.

Ein weiteres Beispiel für die Intelligenz von Tieren ist der Border Collie Rico, der bei „Wetten, dass..?“ verschiedene Wörter unterschiedlichen Spielzeugen zuordnen und diese auch gezielt aus einem Nebenraum holen konnte. Nachdem die Show ausgestrahlt wurde, meldete sich eine Biologin, die den Hund genaueren Tests unterzog und die Forschung mit Tieren weiter vertiefte.

Die Förderung der kognitiven Leistung

Im Allgemeinen wird Intelligenz als Handlung bezeichnet, durch die ein Problem gelöst werden kann. Allerdings muss bei Tieren bedacht werden, dass es trotz der Forschungsergebnisse häufig die Reflexe sind, die die Tiere intelligent wirken lassen. Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten, die Tiere zu trainieren, ohne die Reflexe anzusprechen.

Rechentraining

Hunden und Katzen kann das Zählen antrainiert werden. So können Herrchen ihrem Haustier immer regelmäßig lediglich drei Hundekuchen geben. Nach einer Weile fällt auf, dass das Tier nach dem dritten Teil bereits abdreht und kein viertes Stück mehr erwartet, da es mitgezählt hat.

Logisches Denken

Wie bereits beschrieben, sind Papageien besonders intelligent. So können sie durch logisches Denken verschiedene Formen zuordnen. Beobachtet der Vogel oft genug, wie und wo bestimmte Bausteine wieder eingeordnet werden, ist er sogar in der Lage, den Gegenstand selbstständig wegzuräumen.

Beispiele intelligenter Tiere

Studienergebnis: Hunde sind so intelligent wie Kleinkinder

Anhand der Beobachtung der Border-Collie-Dame Chaser haben Forscher herausgefunden, dass die Tiere ähnlich intelligent sind wie Kleinkinder. Sie sind durchaus in der Lage, zwischen unterschiedlichen Spielzeugen, Begriffen und Kommandos zu differenzieren. Darauf geht auch Hundeexperte Stanley Cohen ein, der bekräftigt, dass die Tiere über die geistigen Fähigkeiten eines zwei- bis zweieinhalb-jährigen Kindes verfügen. Diese These stützt zusätzlich der Mathematiker Dr. Norbert Herrmann, der in diesem Artikel bekräftigt, dass Hunde ebenfalls in der Lage sind, zu rechnen. Die Konsequenz, sie können den kürzesten Weg errechnen, wenn es darum geht, einen Stock aus dem Wasser zu holen. Hierfür gibt es eine Formel, deren Ergebnisse deckungsgleich mit den Wegen der Hunde sind. Folglich laufen die Hunde anfangs am Ufer entlang, bis sie schließlich die passende Stelle gefunden haben, um hineinzuspringen. „Es gibt einen optimalen Punkt und den kann ich ausrechnen. Da gibt es auch eine Formel und die Hunde halten die ein“, bekräftigt der Mathematiker und untermauert dadurch die These der Forscher um Stanley Cohen.

Der Bienentanz – Eine besondere Sprache zur Orientierung

Ein Pionier bei der Forschung mit Bienen ist Karl von Frisch, der feststellte, dass die Insekten in der Lage sind, Farben zu sehen, zwischen Düften zu unterscheiden, ein Zeitgefühl haben und die Flugrichtung sowie Entfernung in Form von Tänzen mitzuteilen. Die Koordination erfolgt durch einen Sonnenkompass, sodass sie befähigt sind, durch Erinnerungen zuverlässig zu navigieren. Darüber hinaus ist es ihnen möglich, das Gelernte über einen langen Zeitraum im Gedächtnis zu halten. Planet-Wissen.de beschreibt die zwei verschiedenen Tanzarten, die bisher erforscht wurden.

Rundtanz

Angenommen das Futter ist in einem Umkreis von 100 Metern, so reicht dieser Tanz, um über die Existenz des Futterplatzes zu informieren. Der genaue Standort wird jedoch nicht mitgeteilt.

Schwänzeltanz

Bei größeren Entfernungen kommt der Schwänzeltanz zum Einsatz. Die Biene teilt sich darüber mit. Sie gibt die genaue Richtung, Entfernung und sogar die Qualität der Quelle an.

Dabei bewegt sich die Biene auf einer Wabe und durchläuft dabei mehrere Zyklen, die die Form einer Acht darstellen. Wichtig ist die Gerade, auf welcher das Insekt schwänzelt, denn hier teilt es die grundlegenden Informationen mit. Auch der Winkel im Zusammenhang mit der Sonne ist wichtig, denn dieser verdeutlicht die Richtung.

Elefanten – Intelligenz als Schutz vor Feinden

Eine Studie ergab, dass auch Elefanten über eine besondere Intelligenz verfügen. So sind sie in der Lage, zu differenzieren, ob es sich bei nähernden Menschen um Feinde oder Freunde handelt. Dies erkennen die Dickhäuter mit Hilfe ihres Gehörs. Durch eine Stimmenanalyse stellen sie fest, welches Alter, Geschlecht oder Ethnie die nahenden Menschen haben. Die Forscherin Karen McComb hat dies gemeinsam mit ihrem Team in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die Tiere reagieren bei Stimmen von Jägern eingeschüchtert und rückten enger zusammen. Bei anderen Stimmen, beispielsweise der von Landwirten, war dies nicht zu beobachten. Völlig entspannt blieben sie schließlich bei Frauen- oder Kinderstimmen. Auch zwischen den Stämmen wurde differenziert. So leben in der Region sowohl das Kriegervolk der Massai, das die Elefanten öfter jagt, als auch das Volk der Kamba, das sich durch die Landwirtschaft ernährt. Die Tiere unterschieden und blieben bei den Kambamännern entspannt, während sie bei den Massai nervöser reagierten. Darüber hinaus verfügen die Tiere über ein langfristiges Gedächtnis, denn je älter die Tiere waren, desto besser konnten sie zwischen den Gefahren differenzieren.

Raben und Krähenvögel – Meister der Improvisation

National Geographic erläutert die Intelligenz der Raben, die bereits als eine Vorstufe der komplexen Kommunikation anzusehen ist. Im Jahre 2011 fanden Forscher diesen Umstand heraus. Zuvor war es lediglich den Menschen und den Menschenaffen vorenthalten, sich auf diese Art und Weise mitzuteilen. Besonders die Zeigegesten sind in dem Zusammenhang von Belang. Allerdings wird diese erst dann ausgeführt, wenn der Partner den Blickkontakt erwidert. Wissenschaftler haben die Fähigkeiten der Raben im Magazin „Nature Communications“ verdeutlicht. Die Vögel nutzten dabei ihre Schnäbel wie Menschen ihre Hände und hoben Gegenstände hoch, die sie schließlich dem „Gesprächspartner“ zeigten.

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich ebenfalls mit der Kommunikation zwischen Raben befasst und kam zusätzlich zu dem Schluss, dass die Gesten, also das gegenseitige Zeigen von Gegenständen dazu dient, das Interesse möglicher Partner zu erkunden.

Hintergrund dieser Studie von 2012 ist jedoch nicht nur die Erforschung der Vögel, sondern vielmehr ein vergleichender Ansatz, um die Kommunikation und die Komplexität der Vorfahren des Menschen zu erkunden. Eine Betrachtung der Raben ergab, dass deren Gestik durchaus mit der der Primaten vergleichbar ist. Darüber hinaus improvisieren Raben bezüglich des Täuschens und des Tricksens. So berichten Forscher, dass sich die Tiere neben einem essbaren Kadaver tot stellen, um den Eindruck zu erwecken, dass das Tier vergiftet wurde.

Grundsätzlich sind die Tiere extrem anpassungsfähig und einfallsreich, um an Nahrung zu gelangen oder sich und ihre Artgenossen zu schützen. In Idaho leben die Tiere inzwischen vorzugsweise auf Strommasten, um sich einerseits besser vor natürlichen Feinden zu schützen und andererseits eine höhere Geschwindigkeit bei der Jagd zu erzielen. Denn beim Hinunterstürzen von den Strommasten erreichen die Tiere eine höhere Geschwindigkeit als normal.

Der Affe – soziale Intelligenz und Empathie

Forscher der Universität Georgia fanden heraus, dass Affen über große soziale Intelligenz verfügen. So haben sie beispielsweise einen großen Sinn für Gerechtigkeit und sind sich über die Vorteile der Arbeit im Team bewusst. Entsprechend zeigte eine Studie, dass Menschen und Affen gemeinsam Rätsel lösten, um an die Belohnung zu gelangen. Den großen Unterschied, den die Studie aufzeigte, war der Einsatz der Sprache. Denn sobald die menschlichen Teilnehmer miteinander sprechen konnten, erzielten sie noch größere Erfolge.

Empathie ist bei Affen ebenfalls zu beobachten und wird als Fähigkeit bezeichnet, zu erkennen, dass ein anderes Lebewesen leidet. Schimpansen sind beispielsweise in der Lage, die Empfindungen der Artgenossen zu erkennen. Dies ist anhand unterschiedlichster Tests nachvollziehbar.

Der Delfin – Erkennen positiver und negativer Empfindungen

Eine Studie der schottischen Universität St. Andrews ergab, dass sich Delfine anhand ihrer Laute gegenseitig identifizieren können. Durch einen bestimmten Pfeifton erkannten sich die Tiere untereinander. Zunächst klang der Ton immer gleich, dennoch waren minimale Unterschiede zu hören, die bei jedem untersuchten Tier variierten. Die Studie ergab, dass die Tiere zwar nicht auf fremde Pfeiftöne reagierten, aber auf ihre eigenen. Die Forscher schlossen daraus, dass die Meeressäuger die Signale nutzen, um Artgenossen „anzusprechen“.Deren erhöhte Intelligenz wurde jedoch kürzlich von einer Studie widerlegt. Sicherlich sind die Tiere weiterhin intelligenter als viele ihrer Artgenossen, jedoch nicht so schlau wie verbreitet angenommen wurde.

Erstaunliche Geistesleistung: Drei Beispiele

Krake – Futter in verschlossenen Glasbehältern

In diesem Video wird das Verhalten der Tintenfische näher beleuchtet. Deren Intelligenz ist mit den höheren Wirbeltieren vergleichbar. Dies verdeutlicht sich anhand einer Kokosnussschale, die ein Tintenfisch vorausschauend mit sich führt, um sich auf offenem Terrain verstecken zu können. Wissenschaftler sind erstaunt über die Intelligenz der Tiere. Besonders die Lernfähigkeit ist bemerkenswert. Problemlösungskompetenz, Gedächtnis und Neugier sind Indikatoren, die für die Biologen von übergeordneter Bedeutung sind. Besonders die Lernfähigkeit und das Gedächtnis erstaunt. So haben Forscher dem Tier zunächst gezeigt, wie es einen Deckel von einem Behältnis entfernen kann. Wochen später wird das Experiment erneut gemacht mit einem Shrimp im Behältnis als Motivation. Das Tier war in der Lage, den Behälter zu öffnen, konnte sich also an das Gelernte erinnern, obwohl bereits einige Zeit vergangen ist.

Ritualisiertes Verhalten von Elefanten

Häufig wird von mysteriösen Elefantenfriedhöfen gesprochen. Deren Existenz ist jedoch nur ein Gerücht. Dennoch üben die Tiere beim Umgang mit dem Tod ein ritualisiertes Verhalten aus und verfügen über Empathie sowie Trauer. Stirbt ein Elefant, so trauern die anderen Artgenossen um den Verstorbenen. Es findet eine Art Totenwache statt, die Tiere kehrten über einen gewissen Zeitraum täglich zu dem Verstorbenen zurück und betrauerten dessen Tod. Dies beobachtete das Forscherteam des Biologen Ian Redmond, der die Tiere in der afrikanischen Steppe und deren Verhalten erforschte.

Logisches Denken von Krähen

Wie die amerikanische Fachzeitschrift „Current Biology“ berichtete, sind Krähen in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu durchschauen. So können sie Spielkarten in einer bestimmten Reihenfolge ordnen, eine Leistung für die sich auch Menschen anstrengen müssen. Die Krähen hatten eine Erfolgsquote von 78 Prozent. Ein deutlicher Beleg für die Fähigkeit, die komplexen kognitiven Herausforderungen zu meistern. Auf ähnlich positive Ergebnisse kamen bei dem Test lediglich die Primaten oder Menschen. Dabei ist dies nicht das erste Experiment, das das logische Denken der Krähen hervorhebt. In diesem Interview erläutert der Ornithologe Josef H. Reichholf, dass die Vögel vorneweg denken können. Ähnlich wie der Mensch spielen sie die Ereignisse im Geiste durch, überlegen sich einen Plan und setzen diesen dann in die Tat um.

Fazit

Fakt ist, das abstrakte Denken ist keinesfalls eine menschliche Domäne, sondern findet sich auch in vielen Bereichen des Tierreiches wider. Grundsätzlich sind viele Tiere intelligenter als auf den ersten Blick angenommen. Die überlegene Intelligenz des Menschen wird seit Jahrtausenden so weitergegeben, obgleich es durchaus Bereiche gibt, in denen die Tiere den Menschen in nichts nachstehen. Besonders in den Bereichen der Vernunft wurde, ausgehend von Aristoteles, eine Überlegenheit des Menschen verbreitet, obgleich auch Tiere vernünftig handeln.

Ein vermeintlich großer Vorteil des Menschen ist die Sprache. Denn wie einige Experimente zeigen, ist es besonders durch eine ausführliche Kommunikation möglich, das Potential voll auszuschöpfen. Aber auch die Tiere sind in der Lage, zu kommunizieren. Der Mensch hat bisher schlicht nicht das Wissen, diese Form der Unterhaltung adäquat zu interpretieren.

Diese scheinbare Überlegenheit des Menschen und die Mängel in der bisherigen Forschung thematisiert der Evolutionsbiologe und Professor für Psychologie Dr. Gordon Burghardt gegenüber der Huffingtonpost:

„Es heißt oft, dass wir durch unsere Sprache und die Möglichkeit, alles aufzuzeichnen, eine Gemeinschaftskultur haben. Dass wir Dinge erreichen können, die für andere Tiere nicht möglich sind. Das bedeutet aber nicht, dass der Mensch als Einzelperson anderen Gattungen in allen Bereichen überlegen ist.“

weitere Bilder:

Der Graupapagei zeigte Gefühle und konnte kontrolliert und kalkuliert handeln. (Foto: Hans, <a href="http://pixabay.com/de/papagei-vogel-grau-graupapagei-406880/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Der Graupapagei zeigte Gefühle und konnte kontrolliert und kalkuliert handeln. (Foto: Hans, pixabay, Public Domain)
Die Schwergewichte unter den intelligenten Tieren: Elefanten halten Totenwache und laufen eine Zeit lang jeden Tag zu den Leichen anderer Elefanten. (Foto: RoDobby, <a href="http://pixabay.com/de/afrika-afrikanischer-elefant-285403/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Die Schwergewichte unter den intelligenten Tieren: Elefanten halten Totenwache und laufen eine Zeit lang jeden Tag zu den Leichen anderer Elefanten. (Foto: RoDobby, pixabay, Public Domain)
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Gruß an die, die das Wesen der Tiere erkennen und schä-/(ü)tzen
TA KI

 

 

6 erstaunliche Fakten über den menschlichen Körper


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Der menschliche Körper ist schwer bei der Arbeit, während wir in unserem Alltag leben- Wir mögen es vielleicht nicht bemerken, aber jede Sekunde, Tag und Nacht, verwenden unsere Körper Kraft und Heilung.

Hier sind 6 erstaunliche Fakten über den menschlichen Körper!

1. Du verwendest 100% deines Gehirns.

Der Mythos, dass Menschen nur 10 Prozent ihres Gehirns nutzen wurde so oft wiederholt, aber Studien zeigen dass 100 Prozent der Fläche des Gehirns aktiv ist, während jedem gegebenen Tag! Dein Gehirn erzeugt so viel Energie wie eine kleine Glühbirne, sogar wenn du schläfst.

2. Dein Körper baut sich wieder auf in weniger als einem Jahr!

Rund 50’000 Zellen in deinem Körper werden sterben und durch Neue ersetzt werden während der Zeit, in der du diesen Satz liest. 98% des Körpers ist in weniger als einem Jahr wieder aufgebaut- Es braucht deine Haut 1 Monat, die Leber braucht etwa 6 Wochen und deine Magenschleimhaut nur 5 Tage! Dein Körper kann ein ganzes Skelett in 3 Monaten wieder aufbauen, und dein Gehirn baut sich wieder auf in 1 Jahr!

3. Nervenimpulse an und aus dem Gehirn reisen so schnell wie 400 Kilometer pro Stunde.

Die Geschwindigkeit der Nervenimpulse sind sehr unterschiedlich, aber die schnellsten reisen bei etwa 400 km/h! Zum Beispiel, wenn du dir die Finger verbrennst ist es wichtig, dass das Gehirn die Mitteilung schnell erreicht, die Hand sehr schnell zurück zu ziehen.

4. Es gibt mehr Zellen in deinem Körper als Sterne in der Galaxie.

Dein ganzer Körper besteht aus ca. 74 Billionen Zellen. Wenn du dies mit den 400 Milliarden Sternen in unserer Galaxie vergleichst – du bestehst aus 75,000,000,000,000 Zellen!

5. Die Zellen in deinem Körper reagieren auf deine Gedanken.

Dein Kopf ist eine kraftvolle Maschine und steuert alle Funktionen des Körpers. Unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen und Wünsche transformieren sofort in ein Molekül. Ein Weg, um unsere Gedanken und Gefühle zu unserer Realität zu projizieren, ist durch die Visualisierung von ihnen. Glauben bedeutet Erschaffung. Wir sind Schöpfer unserer eigenen Realität. Alles was wir in unserem Leben haben ist das Produkt dessen, was wir in unseren Köpfen haben. Wenn du es nicht glaubst, versuche deine Denkmuster zu ändern und sieh, was passiert.

6. Du bist aus Sternenstaub gemacht.

Fast jedes Material und alle Ressourcen die wir kennen, sind erstellt aus Elementen, geboren in Sternen, auch diese, die in Lebewesen gefunden wurden- was bedeutet DU.

Die Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff-Atome in unserem Körper, sowie Atome aller anderen schweren Elemente wurden in früheren Generationen von Sternen vor 4.5 Milliarden Jahren erstellt!

 

Quellen:

http://www.social-consciousness.com/2013/09/7-mind-blowing-facts-about-your-body.html

http://www.blogcatalog.com/discuss/entry/new-scientific-study-cells-respond-to-our-thoughts-can-our-dreams-come-true

http://dartofphysics.ie/physics-darts/we-are-all-made-stardust

http://naturalcuresnotmedicine.blogspot.com/2013/02/how-your-body-rebuilds-itself-in-under-a-year.html

http://www.marthastewart.com/267590/20-amazing-things-about-the-human-body

http://www.listosaur.com/science-a-technology/5-surprising-facts-about-the-human-brain/

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Quelle: http://www.erhoehtesbewusstsein.de/6-erstaunliche-fakten-uber-den-menschlichen-korper/

Gruß an die Sternensaaten

TA KI