Der Hund bei den Germanen


Einleitung:

Dieser Artikel befasst sich mit dem besten Freund des Menschen und zwar mit dem Hund. Er gibt Einsicht in die wissenschaftliche Erkenntnisse und in seine Bedeutung im Bereich der Mythologie.

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Der Hund hinterließ schon in alten Zeiten seinen Pfotenabdruck in den Geschichtsbüchern

Tübinger Forscher haben in der Schweiz den ältesten bekannten Hundeknochen der Welt ermittelt. Er beweist, dass Menschen schon vor mehr als 14.000 Jahren Hunde gehalten haben.
Wann der Mensch jedoch anfing Wölfe zu zähmen, ist bis heute unklar. Auch bei diesem Fund stellte man fest, dass er schon seit vielen Ahnenreihen vom Wolf abweicht.
Die Zähmung muss also weit vor 14. 000 Jahren geschehen sein.

Der Hund im Bereich der germanischen Mythologie:

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Der erste erwähnte Hund ist Garm. Er bewacht das Tor zur Unterwelt (Hellheim). Er besitzt vier Augen und stürzt sich auf jeden der ohne Erlaubnis eintreten will. In der Edda im Wafthrudnirlied, 42 wird er auch als  „erste der Hunde”  genannt.
Der Hund kann aber auch von Odins Wölfen Geri und Freki abstammen. Sie waren schließlich die ersten gezähmten Wölfe. Hier ist der Hunde Ursprung deswegen auch vorstellbar. Möglich, dass man in den ersten Ur-Hunden damit, dass man Geri und Freki Odin Zusprach ein Denkmal setzen wollte.

Hier eine Aufzählung verschiedener Mythen rund um den Hund:

  • Die Gestalt eines schwarzen Pudels sollten gern Hausgeister der Heilerinnen annehmen.
  • Bei der Gewinnung der Alraun lässt der Sammler die Wurzel durch einen schwarzen Hund (bevorzugt Pudel) aus der Erde ziehen.
  • Es soll niemals Feuer ausbrechen, wenn in einem Haus Hahn, Katze und Hund von schwarzer Farbe sind (GRIMM, Dt. Mythol., A. 1056).
  • Verspürt er die Präsenz von Geistern, so drängt sich der Hund angstvoll an sein Herrchen, jault er klagend, steht ein Todesfall bevor.
  • In Moorausmoor hieß es: „In den Zwölften jagt der Helljäger auf der Erde, zu anderer Zeit zieht er durch die Luft; darum muss man dann Abends frühzeitig die Türen schließen, sonst laufen drei Hunde in das Haus, die bis zu den nächsten Zwölften liegen bleiben.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 253)
  • Die Richtung in die der Hund heult, daher wird die nächste Leiche getragen (GRIMM, A. 1112). Auch als Hochzeitsorakel dient der Hund: „Auf Andreasabend achten die Mägde, woher die Hunde bellen: Aus dieser Richtung kommt ihr Bräutigam.” (GRIMM, A. 964)
  • Ehefrauen und Freunde sollten sich hüten, dass ihnen kein Hund durch die Beine oder zwischen ihnen durch läuft:
    „Läuft der Frau ein Hund durch die Beine, schlägt sie der Mann.” (GRIMM, A. 206)
    „Läuft ein Hund zwischen ein paar Freunden hindurch, so wird die Freundschaft getrennt” (ebd., A. 213)
  • Wenn ein neugeborenes Kind im Hause ist, dürfen nicht zugleich junge Hunde oder Katzen aufgezogen werden, sonst stirbt entweder das Kind oder eins der Tiere ,warnte man in Stendal. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 274)
  • „Wer ein Messer kauft, gebe den ersten damit geschnittenen Bissen dem Hunde zu fressen, so verliert er das Messer nie.” (GRIMM, A. 799)

Die Hundehaltung bei den Germanen:

Von Knochenfunden wissen wir, dass der Hund für unsere Ahnen schon ein treuer Begleiter war. Er war sehr geschätzt und hatte eine hohe Stellung in der Familie. In Gräber findet man auch immer wieder Hunde, die ihren Herrn auch nach seinem Tod noch schützen sollen.


Der Hund als Schutzhund
Von den Germanen wissen wir, dass große, doggenartige Hunde sie auf ihren Kriegszügen begleiteten und sich besonders bei der Verteidigung der Lager hervortaten. Als z. B. die Kimbern (Stamm in Nordwest-Jütland) im Jahre 108 v. Chr. von den Römern geschlagen wurden, mussten die Römer noch einen harten Kampf mit den kimbrischen Kriegshunden bestehen. Diese verteidigten das Lager auch noch, als es von den Besiegten längst im Stich gelassen war. Sie zeichneten sich dadurch aus, dass sie alles für ihre Besitzer gaben. Treue bis in den Tod. Schädelfunde großer Hunde lassen vermuten, dass es zur gleichen Zeit auch doggenartige Hunde in Mitteldeutschland gab. Die Auswertung von 23 Skelettfunden solcher Hunde in Reitergräbern des Mittelelbe–Saale-Gebietes ergab, dass es sich um 2 bis 3 Jahre alte Rüden mit einer Widerristhöhe zwischen 62 und 68 cm handelte. Die Vermutung liegt nahe, dass zum Kriegsdienst vor allem kräftige Rüden im guten, leistungsfähigen Alter ausgewählt wurden.
Der Hund als Schäferhund
Der Reichtum und der Stand eines Kelten und Germanen wurden in der Anzahl seiner Rinder gemessen. Daneben wurden Schafe (Wolle) und Schweine gehalten. Um seinen kostbarsten Besitz zu schützen, setzte man Hunde ein. Man vertraute ihnen also schon so sehr, dass man ihnen sein ganzes Vermögen anvertraute.
Für den Zusammenhalt und das Treiben der Herde dürften deutlich kleinere Hunde zuständig gewesen sein. Die ersten Gebrauchshunde der Germanen waren sicher Hof- und Hirtenhunde. Hier fing dann auch das gezielte Kreuzen verschiedener Hundetypen an, um z.B. einen neuen Wesenszug zu gewinnen.
Jagdhunde
Die Germanen räumten ihren Jagdhunden stets eine bevorzugte Stellung ein. Der Diebstahl wurde streng bestraft (meist sogar mit dem Tod).
In den alemannischen Gesetzen des 7. Jahrhunderts n. Chr. stoßen wir bereits auf eine Anzahl Hundetypen, die zur Jagd eingesetzt wurden.

Deutsche Hunderassen oder Rassen die zur gleichen Zeit in mehren Ländern entstanden.

Altdeutscher Tiger
Dackel
Deutsch Drahthaar
Deutsche Dogge
Deutscher Boxer
Deutscher Pinscher
Deutscher Schäferhund
Dobermann
Eurasier
Harzer Fuchs
Hovawart
Jagdterrier
Landseer
Leonberger
Pudelpointer
Pudel
Riesenschnauzer
Rottweiler
Weimaraner
Wolfsspitz bzw. Keeshond
Zwergschnauzer

Quelle: https://midgardnachrichten.wordpress.com/2016/03/21/der-hund-bei-den-germanen/

Gruß an die treusten Begleiter

TA KI

6 Kommentare zu “Der Hund bei den Germanen

  1. Daß der Hund vom Wolf abstamme, ist ein weit verbreiteter Irrtum!
    Vor rund dreißig Jahren las ich in einer Fachzeitschrift beim Tierarzt eine überaus interessante Ausarbeitung, die die anatomischen Unterschiede zwischen Wolf und Hund genauestens erläuterte, Unterschiede, die durch welche Art Züchtung auch immer NIEMALS hätten entstehen können.
    Ergänzt wurden diese Merkmale durch die tiefgreifenden Unterschiede im Wesen und im Gemeinschaftsverhalten.
    Leider sind mir diese wissenschaftlichen Dinge nicht so im Gedächtnis geblieben.
    Klares Ergebnis der Ausarbeitung:
    Der Haushund stammt nicht vom Wolf ab, sondern vom WILDHUNDE !
    Wildhunde sind Arten für sich und waren früher rund um die Welt verbreitet. Die bekanntesten sind heute der Afrikanische Löffelhund und der Asiatische Rothund.

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