Bundesregierung will Glyphosat mit Einschränkungen erlauben


Berlin gibt für eine Neuzulassung des Unkrautvernichtungsmittels nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ grünes Licht.

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Die Bundesregierung enttäuscht Umweltschützer im Ringen um ein Verbot des umstrittenen Pestizids Glyphosat. Berlin gibt für eine Neuzulassung des Unkrautvernichtungsmittels nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe) grünes Licht. So geht es aus einem Schreiben des Agrarministeriums im Namen Deutschlands an die EU-Kommission von Ende März hervor.

„Mit seiner Zustimmung möchte Deutschland dazu beitragen, das Verfahren zur Wiedergenehmigung des Wirkstoffs Glyphosat … erfolgreich abzuschließen“, heißt es in dem Brief an die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission in Brüssel.

Bislang wird in der Wissenschaft und in Behörden kontrovers diskutiert, ob von dem Pflanzengift eine Gefahr für Menschen ausgeht. Für Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Verbreitung des Pestizids ein ernstes Problem, sie stuften das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ ein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa hingegen fällte ein ganz anderes Urteil: „wahrscheinlich nicht krebserregend“.

Mit der deutschen Position wird eine Neuzulassung des umstrittenen Pflanzengifts immer wahrscheinlicher. Allerdings sieht das Papier aus dem Ministerium von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) auf Druck von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wichtige Einschränkungen vor. Deutschland stimme der Verordnung mit einer Ergänzung zu. So sei Deutschland „sehr offen für das Anliegen einiger Mitgliedsstaaten“, Glyphosat zur „Steuerung des Erntetermins“ auszuschließen, heißt es in dem Schreiben.

Zudem will die Bundesregierung versuchen, eine Textpassage zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Genehmigungsverordnung zu verankern. Aus Regierungskreisen hieß es am Montag, die beteiligten Staatssekretäre hätten sich in dem Punkt auf die Gründung einer Arbeitsgruppe geeinigt, die Möglichkeiten für den Schutz der biologischen Vielfalt in der Zulassungspraxis herausarbeiten soll.

In der europäischen Bevölkerung ist der Widerstand gegen das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel derweil ungebrochen. 64 Prozent der Menschen in den fünf größten EU-Mitgliedsländer fordern ein Verbot von Glyphosat, wie eine repräsentative Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt, die am Dienstag veröffentlicht werden soll. In Italien ist die Ablehnung mit einer Quote von 76 Prozent am höchsten. In Deutschland fordern 70 Prozent der Befragten ein Verbot, nur elf Prozent der Bundesbürger sind dafür, Glyphosat wieder zuzulassen.

(dts Nachrichtenagentur)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bundesregierung-will-glyphosat-mit-einschraenkungen-erlauben-a1321202.html

Gruß an die denkenden Deutschen

TA KI

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10 Kommentare zu “Bundesregierung will Glyphosat mit Einschränkungen erlauben

    • Du bist ja auch nicht Deutschland sondern Deutsch. warum also sollte man dich/uns oder wen auch immer Fragen?
      Du bist hier um Umsatz zu bringen und deine Arbeitskraft für wenig zur Verfügung zu stellen. Mehr nicht.
      Warum also sollte da einer Fragen?
      Es geht hier auf Erden nicht um Gesundheit, Wohlergehen etc. Zumindest nicht für uns. Es geht darum das „die“ noch reicher werden und „die“ noch mehr Macht ausüben können.
      Unterstützt von Polizei, Armee, Behören, Beamte und und und.

      Werd mal wach…

  1. Pingback: Neuer Simpelsprech | inge09

  2. „Wenn das Volk sich nicht wehrt, machen die Herrschenden was sie wollen“ … so läuft das Spiel eben, und das schon sehr lange. Einfach einmal den ganzen Mist boykottieren und bspw. keine Produkte mehr von Unternehmen kaufen, die Monsanto hofieren und deren Produkte verwenden … das hat ganz schnell, wenn die Masse das tut, enorme Auswirkungen und tut den Großen mächtig weh. Nicht „die da oben“, wir haben die Macht zu entscheiden und zu verändern … denn sie brauchen uns, wir sie aber nicht.

    • Natürlich haben „die“ da oben die Macht. Wer denn sonst?
      Boykottieren? Woher nimmst du die Personen (nicht Menschen)? Die pennen alle und hoffen das es sie nicht erwischt.
      DeutschBlöd bleibt Deutschblöd.
      „Die“ brauchen uns nicht mehr. „Wir“ brauchen die. So sieht es aus…

    • [Zitat]“Wenn das Volk sich nicht wehrt, machen die Herrschenden was sie wollen”[Zitat-Ende]
      Wie viele Leute noch immer hinter den Gardinen auf ihren bequemen Sofas hocken, an Stelle auf die Straße zu gehen sieht man jeden Tag in Deutschland (jeden Montag in DD), nach dem Motto mein Daimler oder BMW steht noch vor oder in der Garage und ich kann sogar noch damit fahren. Es ist schlimm wenn man sieht was auf der anderen die in Deutschland lebenden Türken und Kurden so auf die Straße bringen und Kravalle stiften, dabei die Beamten verletzten. Täglich schäme ich mich mehr für diese Bananenrepublik!

  3. Warum wird eigentlich ständig den Politikern der Schwarze Peter zugeschoben?
    Wir wissen doch alle, daß die Politiker das tun, was ihnen von Beratern, Experten und Vertretern der Lobby-Verbände empfohlen oder zugetragen wird.

    Die Statistiken zeigen, daß die Bauern Glyphosat und andere Gifte massenhaft einsetzen.
    Glyphosat ist mittlerweile im Grundwasser zu finden. Wir trinken das Zeug also bereits direkt durch die Aufnahme des Trinkwassers.

    Die Bauern-Lobby WILL die Erlaubnis von Glyphosat durch die Politik.
    Das heißt doch, die eigentlichen Verbrecher, die unser Wasser und unsere Lebensmittel vergiften sind die Bauern und Agrar-Konzerne, die diese chemischen Kampfstoffe über unserer Heimaterde aussprühen. Was wissen wir eigentlich über die Agrar-Konzerne? Gar nichts. Nichts wird darüber berichtet – null.

    Wie schrieb mir ein sogenannter Biobauer als Antwort auf einen meiner Kommentare im Honigmannblog? Er und seine Familie bauen für sich selbst höchste Qualität von Bio-Nahrungspflanzen an. Für den Markt erzeugt er jedoch nur Qualität 2. Wahl. Er fühle sich zu überhaupt nichts verpflichtet oder angeregt, sich damit zu beschäftigen, wie man immer bessere Bio-Produkte für die Käufer in den Läden produzieren könnte. Der Bio-Bauer hat sich selbst blosgestellt und seine ganze Branche nackt ausgezogen.

    Ein Grüner Lehrer auf der Berufsschule hat ganz erfreut vor der ganzen Klasse posaunt, daß er die grüne Bewegung sehr positiv sieht, da man damit sehr viel Geld verdienen kann. Dieses Erlebnis ist nun schon Jahrzehnte her, aber mich hat diese Aussage anscheinend so tief berührt, daß ich diese Aussage bis heute nicht vergessen habe. Sogar das Bild im Freien habe ich dazu noch im Kopf.

    Man gibt stets den Politikern oder den Konzernen die Schuld. Doch das ist zu einfach.

    Im Zusammenhang dieses Artikels müssen wir die Bauern zur Sprache bringen, warum sie hochgiftige chemische Kampfstoffe über die Nahrungsmittel sprühen. Und das sogar kurz vor der Ernte, damit die Frucht schneller austrocknet um von industriellen Maschinen besser verarbeitet werden zu können. Man wird viele Ausflüchte und Ausreden zu hören bekommen. In letzter Konsequenz wird man die Schuld dem Konsumenten in die Schuhe schieben.

    Wir kennen diese Debatten und ihre Ergebnisse doch schon lange.

    Genauso ist es mit den Ärzten. Hey, diese Leute protzen damit, daß sie eine Doktorarbeit geschrieben haben und aus diesem Grund führen sie einen wissenschaftlichen Titel vor ihrem Familiennamen und wollen damit sogar in aller Öffentlichkeit bitteschön angesprochen werden. Sie tragen meistens ein weißes Ordensgewand und verdienen sehr viel Geld. Aber genau diese Ärzte leisten in ihrer Praxis überhaupt keine wissenschaftliche Arbeit. Sie betrügen sogar offensichtlich, wenn sie auf den Krankenschein eine andere Diagnose draufschreiben als was der Patient gerade hat.

    Der Sumpf stinkt.
    Der Politiker schwimmt nur auf dem ganzen Dreck und erzeugt oft neuen dazu.

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