Peter Schiff: »Brexit ist der Funke, der das Pulverfass entzündet«


Am 28.06.2016 veröffentlichte Greg Hunter von USAWatchdog.com ein höchst aufschlussreiches Interview mit dem langjährigen Finanzmarkt-Veteran und Inhaber von Euro Pacific Capital, Peter Schiff. Dieser findet in dem Gespräch klare Worte zum Goldmarkt und der Situation im internationale Finanzsystem nach der Brexit-Entscheidung in Großbritannien:

»Wenn das globale Finanzsystem und die Märkte gesund wären, dann wäre der Brexit keine große Sache. Ich meine, welchen Unterschied macht es wirklich in der Gesamtheit, ob das Vereinigte Königreich Teil der Europäischen Union ist? Es macht keinen wirklichen Unterschied und eine gesunde Wirtschaft würde das einfach mit einem Achselzucken zur Kenntnis nehmen.«

Schiff ist allerdings der Meinung, dass das Finanzsystem alles andere als gesund ist. »Alles ist eine gigantische Blase, es ist ein Kartenhaus, so fragil ist es«, sagt er. Alles werte mit billigem Geld, Negativzinsen und quantitativer Lockerung am Leben gehalten.

»Alle sind zuversichtlich, dass die Zentralbanker und die Politiker diese ganzen Blasen in der Luft halten können. Und jetzt geht plötzlich etwas schief, was sie nicht erwartet haben. Das zeigt, dass die Regierung die Kontrolle verliert und dies ist der Weckruf! Dies ist es, was alle so beunruhigt. Es ist der Funke, der das Pulverfass entzündet.«

Das Pulverfass sei jedoch die ganze Zeit da gewesen, niemand habe jedoch zur Kenntnis nehmen wollen, dass es existiert. Der Brexit könne durchaus von der FED als Ausrede für das Wiederaufleben der massiven Geldschöpfung der vergangenen Jahre hergenommen werden. Schiff meint, sie würden aber ohnehin ein neues QE in die Wege leiten.

»Die Märkte preisen jetzt eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung ein. Ich habe bereits im Dezember gesagt, als die FED die Zinsen anhob, dass der nächste Schritt sehr wahrscheinlich eine Senkung der Zinsen sein wird und nicht eine weitere Anhebung. Zu dem Zeitpunkt dachten alle, dass die FED die Zinsen im Jahr 2016 drei oder vier Mal anheben wird. Und ich habe gesagt, nein, es ist wahrscheinlicher, dass sie die Zinsen auf Null senken, als dass sie sie noch einmal anheben.«

Jetzt seien die Märkte bei Schiffs Denkweise angekommen, wofür der Brexit als Auslöser notwendig gewesen sei. Die FED habe seinerzeit nur versucht, ihr Gesicht zu wahren. Die künstlich aufgeblasene Wirtschaft kann nach Schiffs Interpretation nicht einmal die kleinste Zinserhöhung überleben.

»Es sind die fundamentalen Probleme, die der FED Sorgen bereiten. Sie will dies aber nicht zugeben und damit ihre eigene Glaubwürdigkeit unterlaufen. Sie will auch Barack Obama und Hillary Clinton nicht unterlaufen, denn die beiden tun so, als hätten wir eine ernsthafte Erholung. Also hat die FED jetzt eine gesichtswahrende Ausrede für das, was sie ohnehin gemacht hätten.«

Schiff ist überzeugt, dass jetzt die vierte Runde quantitativer Lockerung gestartet und die Zinsen gesenkt werden. Der Buhmann werde dann die Weltwirtschaft sein, nicht die zweifellos angeschlagene US-Wirtschaft. Weiter werde die FED argumentieren, dass quantitative Lockerung in der Vergangenheit funktioniert habe – was laut Schiff nicht der Fall war – und die nächste Rund einläuten.

Die Folgen des Brexit sind für Schiff erheblich bullischer, als allgemein angenommen. Der US-Dollar werde als stark wahrgenommen, doch der Hauptgrund für diese Stärke seien die Auflösung von Carry-Trades und Risikoanlagen und der Kauf von Dollars und Yen. Viele große Währungen seien gegen den Dollar gefallen.

 

»Die wirklich großen Bewegungen bei Gold laufen nicht im Dollar ab, sondern in anderen Währungen. Schauen Sie sich das Britische Pfund an. Es erlebte einen Sprung beim Goldpreis um 20 % innerhalb von nur zwei Tagen. Das ist im Vereinigten Königreich beispiellos und ein enormer Verlust an Kaufkraft des Pfund im Verhältnis zu Gold.«

Derartige Verluste erwartet Schiff überall, wenn auch womöglich nicht in diesem Ausmaß, so doch in allen Fiat-Währungen. Diese ganze Entwicklung sei sehr schädlich für den Dollar. »Sobald sich der Staub legt, wird der Dollar fallen«, ist Schiff überzeugt und weist darauf hin, dass dies die letzte Chance sein mag, aus dem Dollar auszusteigen.

»Haben Sie keine Angst Gold zu kaufen. Glauben Sie bloß nicht, dass Sie irgendwas verpasst haben – es geht gerade erst los! Sicher, Gold ist um einiges gestiegen – 80 oder 100 Dollar seit dem Brexit -. Gold ist vor ein paar Jahren auf über $ 1.900 gestiegen und glauben Sie mir, die Weltwirtschaft ist heute in erheblich größerem Schlamassel, als zu der Zeit.«

Seitdem seien jede Menge Dollars, Euros, Yen und andere Währungen gedruckt worden und Schiff geht davon aus, dass in der nächsten Zukunft noch viel mehr gedruckt werden wird. »Dies wird eine riesengroße Krise«, sagt Schiff und weist darauf hin, dass selbst der ehemalige FED-Chef Alan Greenspan jüngst sagte, dass er so etwas in seiner ganzen Karriere noch nicht erlebt hat. Greenspan müsse es wissen, so Schiff, denn er sei derjenige gewesen, der dabei geholfen habe, die Wirtschaft in diese Situation zu bringen. »Er weiß, wie seine Geldpolitik gescheitert ist und auch, dass Bernankes und Yellens Politik in sogar noch größerem Rahmen gescheitert sind.«, so Schiff.

»Eines Tages werden wir Gold routinemäßig in Hunderterschritten steigen sehen. Wenn die Menschen die Gefahren in der Fiat-Welt erst einmal wirklich spüren, dann werden sie auch begreifen, wie viel Geld diese Zentralbanken tatsächlich drucken. Denn keine von ihnen hat die Integrität aufrichtig in die Insolvenz zu gehen. Also werden sie den Weg des Feiglings wählen und drucken.«

»Der innere Wert von Fiat-Geld ist Null«, sagt Schiff. Folglich erwartet er enorme Bewegungen raus aus Fiat-Geld und hinein in Goldwerte. »Das hat bisher noch nicht einmal angefangen. Warten Sie nur auf den Massenansturm! Deswegen sage ich Ihnen: Sie wollen sich positionieren, bevor dies passiert.«

Gold-Aktien haben im laufenden Jahr eine unglaubliche Performance hingelegt, betont Schiff und sagt:

»Diese Aktien sind immer noch billig. Es ist noch nicht zu spät einzusteigen.«

»Jeder sollte 5 bis 10 % seines Portfolios in physischem Gold halten. Sie sollten es im Besitz haben, Gold und auch Silber.«

»Die Leute, die überhaupt kein Gold besitzen, werden die Leute sein, die Pleite sind.«

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

***

Transkription und Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/peter-schiff-brexit-ist-der-funke-der-das-pulverfass-entzuendet/

Gruß an die Silbereinkäufer

TA KI

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3 Kommentare zu “Peter Schiff: »Brexit ist der Funke, der das Pulverfass entzündet«

  1. Hohles Geschwafel, Wichtigtuerei!
    Vermutlich Desinfoirmaiton des Systems zur Volksberuhigung.

    In dieser Dimension geschehen keine Unwägbarkeiten, das System hat alles unter Kontrolle.

    Der Brexit war das Zugeständnis Finanzjudas andie Briten, die ihnen in der CoL eine Hiemstatt geben. sie ersparen ihnen damit, mit dem EU-Schiff zusammenunterzugehen.

    Mehr is dat nich!

    Alles abgekartet, alles geplant.
    Wenn Unwägbarkeiten sich anzubahnen driohen, löst das System das wie bei Mölelmann, Jört Haider oder Kirsten Heisig.

    Wer so dümmlich herumschwadroniert wie dieser Herr Schiff (ulkiger Name – haben wir seine Nase schon gesehen???!) ist entweder uninformiert – oder er dient der Desinformation, soll Hoffnung wecken, soll das Murren im Volk kleinhalten. Das gleiche Konzept wie die Christlinge: man weckt Hoffnungen, deren Erfüllung nie erlebt wird, weil sie im Jenseits liegt … unsere Erlösung wird jede Woche weiter rausgeschoben – und auch nie erreicht. In der Zwischenzeit zapft uns Fianzjuda das Blut ab. Je länger das dauert, desto mehr können sie zapfen – wir sind Zombies, die von denen regelmäßig ausgesogen werden und nur soviel nachtrrinken drfen, daß wir geradenoch am Leben bleiben – um neues Blut für sie zu bilden …

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