Grüne wollen Einwanderung nach Deutschland forcieren


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BERLIN. Die Grünen haben sich für eine Lockerung des Einwanderungsrechts ausgesprochen. Künftig sollen gut qualifizierte Ausländer auch dann dauerhaft in Deutschland leben können, wenn sie hier keinen Arbeitsplatz vorweisen können, forderte der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Bisher mußten Einwanderer nachweisen, daß in der Bundesrepublik eine Stelle antreten.

Konkret solle jährlich eine bestimmte Zahl von Ausländern einreisen dürfen, wenn sie etwa Qualifikation, Berufserfahrung und Deutschkenntnisse nachweisen können. Zur Deckung des angeblichen Fachkräftemangels sei Deutschland künftig immer stärker auf Asylsuchende und EU-Bürger angewiesen. „Deshalb brauchen wir ein Einwanderungsgesetz, das die Regelungen der Arbeitsmigration liberalisiert und nachvollziehbar ausgestaltet“, betonte Beck.

Sollten die Einwanderer Deutschland wieder verlassen, müsse ihnen dennoch ein unbefristetes Aufenthaltsrecht für die Bundesrepublik eingeräumt werden. „Die Perspektive einer Rückkehr nach Deutschland macht den Aufenthalt in anderen Staaten zwecks Studium, Forschung oder Arbeit attraktiver“, sagte Beck. (ho)

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/gruene-wollen-einwanderung-nach-deutschland-forcieren/

Gruß an die Denkenden

TA KI

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Gerichtsurteile bestätigen: Pepsi-Getränke enthalten krebserregenden Inhaltsstoff


Gerichtsurteile in den USA bestätigen nun die Belastung von Pepsi-Getränken mit der als krebserregend eingestuften Verbindung „4-Mel“. Der Getränkehersteller hatte sich dagegen gewehrt einen Krebswarnhinweis auf den Getränken zu platzieren, welche den Inhaltsstoff enthalten; dies umfasst laut Angaben von NaturalNews das Getränk „Pepsi“, „Diet Pepsi“ und „Pepsi One“.

NEW YORK - FEBRUARY 6:  Pepsi soft drink cans are seen February 6, 2003 in New York City. PepsiCo Inc. announced February 6 that fourth-quarter profits rose with fourth-quarter earnings of $805 million, or 46 cents per share, compared with $667 million, or 37 cents per share, last year. (Photo by Mario Tama/Getty Images)

NEW YORK – FEBRUARY 6: Pepsi soft drink cans are seen February 6, 2003 in New York City. PepsiCo Inc. announced February 6 that fourth-quarter profits rose with fourth-quarter earnings of $805 million, or 46 cents per share, compared with $667 million, or 37 cents per share, last year. (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Als das Center-for-Environmental-Health (Zentrum für Umwelt und Gesundheit in den USA) Testergebnisse freigab, die zeigten, dass Pepsi absichtlich das Vorhandensein von hohen Mengen des Stoffes „4-Mel“ in seinen beliebten Erfrischungsgetränken im Jahr 2013 vertuschte, bestritt das Unternehmen beides: Die Präsenz dieser Chemikalie in seinen Getränken und die Tatsache, dass es gefährlich ist. „4-Mel“ ist das Kürzel für 4-Methylimidazol. Es ist eine Verbindung, die bei der Herstellung von Zuckerkulör (Farbstoff für Nahrungsmittel) gebildet wird und ein bekanntes Karzinogen.

 

Seitdem hatte sich der Getränkehersteller dagegen gewehrt, entsprechend den Anforderungen des Staates Kalifornien, einen Krebswarnhinweis auf die Getränke zu platzieren, die den Inhaltsstoff enthalten; dies umfasst nicht nur das Getränk „Pepsi“, sondern auch „Diet Pepsi“ und „Pepsi One“.

Aktuell hat eine Sammelklage gegen Pepsi gewonnen und eine vorläufige Regelung eines Bundesgerichts in Kalifornien erwirkt. Im Rahmen der vorgeschlagenen Regelung hat Pepsi sich bereit erklärt, dass die Mengen an „4-Mel“-Zuckerkulör 100 Anteile pro Milliarde in Produkten nicht überschreiten, die in den US-Verkauf versandt werden. Außerdem ist es erforderlich die Softdrinks nach spezifischen Auflagen zu testen.

Der Softdrink-Riese hat sich in einem anderen Prozess, der in einem kalifornischen Landesgericht im vergangenen Jahr abgewickelt wurde, zu diesen Maßnahmen bereit erklärt. Die neue Regelung erweitert jedoch die Reichweite dieser Maßnahmen von Kalifornien bis über die ganze USA.

Getränke von Pepsi enthalten krebserregenden Stoff – Hersteller versäumt die Verbraucher zu warnen

In der Anklage wird Pepsi beschuldigt, es versäumt zu haben die Menschen zu warnen, dass ihre Getränke „4-Mel“ enthalten. „4-Mel“ wurde in Kalifornien offiziell als krebserregende Chemikalie eingestuft.

Ein Verbraucher-Test von „Consumer Reports“ im Jahr 2014 zeigte auf, dass die Mengen an „4-Mel“ in Pepsi das erlaubte Niveau von 29 Mikrogramm pro Flasche überschritten hatten, was bedeutet, dass die Verbraucherschutzgesetze in Kalifornien verletzt wurden.

Insbesondere verletzt dies ein kalifornisches Gesetz, die Proposition 65, welches seit 1985 in Kraft ist und von den Herstellern fordert den Verbrauchern klare Warnungen zu geben, wenn ihre Produkte toxische oder krebserregende Chemikalien enthalten.

Das staatliche Büro für Umwelt- und Gesundheitsfragen setzte die Grenze für „4-Mel“ bei 29 Mikrogramm, weil dies ein Niveau für ein Krebsrisiko von „einer in 100.000“ Personen ergibt.

Unter Berufung auf einen Nahrungsmittel-Forschungs-Bericht von Mintel und Leatherhead im Jahr 2013, erklärte „Consumer Reports“, dass Zuckerkulör die am häufigsten verwendete Lebensmittelfarbe der Welt ist. Zu der Zeit hatte Pepsi versucht zu konstatieren, dass, weil das „Prop-65-Gesetz“ sich auf eine Aufnahme pro Tag bezieht und nicht als eine Belastung pro Dose, und die durchschnittliche Menge von Diät-Cola, die der Verbraucher täglich konsumiert, weniger als eine Dose ist, sich schlussfolgernd keine Notwendigkeit ergäbe, eine Warnung für krebserregendes „4-Mel“ auf den Dosen zu platzieren. „Consumer Reports“ war damit nicht einverstanden.

„Egal, wie viel die Verbraucher trinken, sie erwarten, dass ihre Getränke nicht ein potenzielles Karzinogen enthalten. Und wir denken nicht, dass „4-Mel“ überhaupt in Lebensmitteln enthalten sein sollte. Unsere Tests von Coke-Proben zeigten, dass es möglich ist, auf ein deutlich niedrigeres Niveau zu kommen“, sagte der Toxikologe Dr. Urvashi Rangan.

Ist das Trinken von Softdrinks es wirklich wert Krebs und Fettleibigkeit zu riskieren?

Es ist bedenklich, sich selbst einem krebserregenden Inhaltsstoff auszusetzen, der nur zur Färbung der Nahrung dient, und die Verbraucher haben das Recht, sich bewusst zu sein, was sie in ihren Körper geben wollen.

Das krebserregende Zuckerkulör in Pepsi ist nicht der einzige Grund, warum die Verbraucher die Finger davon lassen sollten. Softdrinks sind auch eine der Hauptursachen der Adipositas-Epidemie in den Industrieländern. Eine Studie der UCLA-University ergab, dass Erwachsene, die jeden Tag ein zuckerhaltiges Getränk, wie ein Softdrink, verbrauchten, eine 27 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit hatten, als übergewichtig eingestuft zu werden, als jene, die solche Getränke nicht konsumierten. Darüber hinaus summiert sich nur einen gezuckerten Softdrink jeden Tag zu trinken auf eine aufgenommene Gesamtmenge von insgesamt 39 Pfund Zucker im Jahr auf! Das bedeutet, dass regelmäßige Konsumenten von Softdrinks ihr Risiko für Fettleibigkeit und Krebs auf einen Schlag erheblich mindern könnten, indem sie einfach diese schlechte Gewohnheit aufgeben.

(NaturalNews/mh)

Quelle: http://www.epochtimes.de/gesundheit/gerichtsurteile-bestaetigen-pepsi-getraenke-enthalten-krebserregenden-inhaltsstoff-a1935411.html

Gruß an die Erwachenden

TA KI

2400 Pflanzen! Riesige Cannabis-Plantage in Amtsgericht entdeckt


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Die Ermittler trauten ihren Augen nicht. Im Keller des Amtsgericht hatten zwei Drogenhändler eine riesige Plantage angelegt.

Magdeburg – Im ehemaligen Magdeburger Amtsgericht hat die Polizei eine Cannabis-Plantage entdeckt.

Im Keller fanden die Beamten am Dienstag etwa 2400 Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sowie technisches Zubehör, wie die Polizei am Mittwoch in Magdeburg mitteilte.

Zwei Männer im Alter von 29 und 55 Jahren aus Schönebeck wurden festgenommen. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen fanden die Beamten eine Feinwaage, Bargeld sowie Schreckschusswaffen, Elektroschocker und Springmesser.

Die Beschuldigten kamen in Untersuchungshaft. Sicherheitsbehörden nutzen das ehemalige Gerichtsgebäude immer wieder für Übungen. 

Zuletzt war die Bereitschaftspolizei zur Ausbildung in dem Objekt – und entdeckte die Cannabis-Pflanzen.

Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/magdeburg-amtsgericht-cannabis-plantage-entdeckt-keller-drogen-162389

Gruß an die, die sich über nichts mehr wundern

TA KI

Merkmale des Staatszerfalls


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Auch Rom war durch Zuwanderung überfordert. Institutionelle Ordnungen wurden durch personelle verdrängt, staatliche durch private Schutzverhältnisse.

 Der Zusammenbruch des Römischen Reichs im 5. Jahrhundert n. Chr. und der dadurch eingeleitete Untergang der antiken Kultur ist auch ca. 1500 Jahre danach ein Thema, über das intensiv geforscht und diskutiert wird. Geradezu unfassbar stellt sich für den geschichtlichen Betrachter in der Rückschau die Implosion einer antiken Weltmacht dar, der Niedergang zu einem failed state – zumindest in ihrem westlichen Teil – in nicht einmal 100 Jahren.

Als Schlaglichter in diesem Zerfall der westlichen Reichshälfte sollen zwei Ereignisse kurz angesprochen werden: der Zug der Visigoten unter ihrem König Alarich nach Italien bis zur Einnahme der Stadt 410 n. Chr. und die Zustände in den Noricum-Provinzen ca. 60 Jahre später. Am Ende der Entwicklung stand die völlige Auflösung der römischen Staatsgewalt im Westen. Das Reich wurde nun in verschiedene germanische Königreiche aufgegliedert bzw. in der Levante, in Nordafrika und Spanien ab dem 7. Jahrundert von den Arabern überrannt.

Ein Staat im Staate

Dass in der Folge der sehr bekannte Begriff „Westgoten“ vermieden wird, hat seinen Grund darin, dass er nicht historisch ist, denn auch nach der Etablierung des „westgotischen“ Königreichs in Gallien ab dem Jahre 418 haben die dortigen Goten sich nicht so genannt. Im Ursprung gab es einen hauptsächlich aus gotischen Terwingen bestehenden und vor den Hunnen fliehenden Wanderverband aus Kriegern und ihren ganzen Familien, dem 376 der Übertritt ins Römische Reich erlaubt wurde.

Aus ihm hat sich dann nach vielen Absplitterungen, aber auch weiteren umfangreichen Zuläufen ein Volk herausgebildet, was sich selbst wohl als „Visigoten“ bezeichnete, vielleicht „die edlen Goten“. In diesem Verband gab es ursprünglich neben den genannten Terwingen auch gotische Greuthungen („Ostgoten“ aus der Schwarzmeergegend) sowie andere Germanengruppen, ebenso nicht-germanische Alanen und sogar Hunnen. Ob es sich bei den Terwingen/Visigoten im Kern um eine Kriegergruppe mit umfangreichem Tross oder tatsächlich um einen ganzen Teilstamm auf Wanderung handelte, wird man wohl nie mehr klären können.

Da 376 allerdings die Versorgung dieser Menschen, römische Quellen sprechen von 200 000 Personen, durch die Verantwortlichen vor Ort nur schleppend voran kam und zudem korrupte Beamte von den hungernden Goten Sklaven erpressten, eskalierte die Situation bis 378 zur Schlacht bei Adrianopel, in der die römische Ostarmee unter Kaiser Valens unterging. Der Gegner war eben keine umherschweifende Plündererbande, sondern ein bis an die Zähne bewaffneter Militärverband.

Vier Jahre lang gab es in den Balkanprovinzen keine nennenswerte römische Staatsmacht mehr, bis Kaiser Theodosius 382 aus der Not eine Tugend machte und den Goten in einem Vertrag (Foedus) die Ansiedlung als geschlossener, nicht unterworfener und weiterhin autonom lebender Volksverband auf römischen Boden in der Diözese Thrakien gestattete (die Forschung ist sich über die Bewertung des Goten-Foedus von 382 immer noch uneins, hier wird der Darstellung aus Demandt, Geschichte der Spätantike, München 2008 gefolgt). Sie erhielten steuerfreien Grundbesitz und Jahrgelder sowie das Recht, unter ihren eigenen Fürsten nach eigenen Gesetzen zu leben.

Die Goten waren dem Kaiser (allerdings nur gegen weitere Bezahlung) zu Kriegsdienst verpflichtet, sie durften in eigenen Verbänden unter eigenen Anführern kämpfen. In der Folge versuchten die Römer, wo es ihre militärische Stärke zuließ, andere Barbarengruppen wieder nur als unterworfene Wehrbauern und geographisch verstreut ins Reich zu integrieren, ohne die Sonderrechte, die sich die Goten ausgehandelt hatten. In der Diözese Thrakien war aber nun ein Staat im Staate entstanden, der in der weiteren Krise des Reichs, die durch den fortdauernden Wanderungsdruck aus dem Barbaricum und den immer wieder aufflammenden römischen Bürgerkriegen angefeuert wurde, eine fatale Rolle spielen sollte.

Vergleich mit heutigen Terroristen

Es ist anzunehmen, die Quellenlage ist allerdings eher schlecht, dass Theodosius, der wie alle römischen Kaiser der Spätantike immer Bedarf an Soldaten hatte, vor allem auch um innerrömische Konflikte zu bewältigen, auf die Soldaten der gotischen Foederaten an der unteren Donau zurückgegriffen hat. Das war wohl 388 der Fall, als der Usurpator Magnus Maximus niedergekämpft werden musste, und auch 394, als in der Schlacht am Frigidus gegen den Usurpator Eugenius 20.000 Goten das wichtigste Kontingent im Heer des rechtgläubigen Kaisers ausmachte. Einer der Führer des gotischen Kontingents war Alarich, der hier zum ersten Mal geschichtlich greifbar wird.

Ob Alarich, der wohl um 370 n. Chr. geboren wurde, mit seiner Familie schon 376 über die Donau gekommen ist oder erst später in das neue Siedlungsgebiet der Goten zuwanderte, das nominell Teil des römischen Reichs war, lässt sich nicht sagen. Fakt ist aber, dass er ab 395 als Anführer der gotischen Föderaten in Erscheinung tritt, die 394 am Frigidus sehr große Verluste erlitten hatten und sich nach dem Tod des Kaisers Theodosius nicht entsprechend entschädigt fühlten.

Sehr meinungsfreudig hat der Journalist Berthold Seewald in einem Artikel von 2010 zum 1600. Jahrestags der Eroberung Roms durch die Goten ihren Anführer Alarich mit den islamistischen Dschihadisten der Neuzeit verglichen, die den Anschlag vom 11. September 2001 durchgeführt haben.[1] Alarich hätte wie die Dschihadisten am Rande der Gesellschaft gelebt, von seinem eigenen Volk entfremdet und in einer Identitätskrise steckend. Seine Handlungen seien vor dem Hintergrund zu sehen, dass er beständig um eine Stellung innerhalb der römischen Gesellschaft gerungen habe:

„Vor 1600 Jahren ging die Welt unter. Ein Heer, bestehend aus Goten, Hunnen und Alanen unter der Führung eines gewissen Alarich, eroberte Rom und plünderte es, drei ganze Tage lang. Der Tempelschatz aus Jerusalem und noch viel mehr sollen damals zur Beute gehört haben. Noch viele Jahre später konnte ein Gotenkönig es sich leisten, seiner Frau Körbe voller Edelsteine zu schenken.
Doch was sind die materiellen Verluste gegen die ideelle und emotionale Wirkung, die vom 24. August 410 ausging? Es ist nicht zuviel gesagt, den Vergleich mit dem 11. September 2001 zu ziehen – und am Ende können wir nur jenen zustimmen, die den Gotensturm welthistorisch gar für wirkungsmächtiger halten als den islamistischen Anschlag. Dafür sprechen schon die historischen Größenordnungen.
(…).
Die Goten, die sich damals Siedlungsgebiete innerhalb der Reichsgrenzen erzwangen, waren längst in der militärischen Hierarchie Ostroms integriert worden. Alarich aber führte einen zusammengewürfelten Haufen, dem eben jenes Privileg einer ordentlichen Teilhabe am römischen Staat verwehrt worden war. Ihre späte Geburt war ihr Unglück. In der Heimat ihrer Ahnen in den Steppen jenseits des Schwarzen Meeres wetterleuchtete der Hunnensturm. Und die Pfründe, die die römische Zivilisation bot, waren vergeben – an ihre Stammesgenossen.
Denn das hatten Alarichs Goten mit den Islamisten der Gegenwart gemein: Sie lebten nicht jenseits der Zivilisation, die sie bekämpften, sondern an ihrem Rand, waren von ihr geprägt, rangen um ein Verhältnis mit ihr. Auch die Terroristen von New York und Washington hatten im Westen gelebt. Aber sie suchten ihn zu zerstören, weil sie ihn für ihre Identitätskrise verantwortlich machten. Alarich dagegen griff ihn an, weil Rom ihm nicht erlaubte, die westliche Identität voll und ganz anzunehmen.“

Ein „Warlord“ der Antike

Auf GEOLITICO sind Rom-Vergleiche durchaus statthaft, aber ob Berthold Seewald nach der Ausrufung der Willkommenskultur am 4. September 2015 durch Kanzlerin Merkel noch gern an seinen Vergleich erinnert wird, lassen wir einmal dahingestellt. Es gibt indes andere gute Gründe, dem Vergleich so nicht zuzustimmen. Einen Mann, der als einer der Truppenführer in einer der großen Entscheidungsschlachten im römischen Bürgerkrieg gedient hat, kann man schwerlich als am Rande der Gesellschaft lebend kennzeichnen. Auch wurde Alarich später immer wieder zum Heermeister ernannt, einer der höchsten militärischen Ränge im spätantiken Römerreich.

Alarichs Aufstand war in seinen Anfängen eher das Ergebnis eines Zusammenpralls unterschiedlicher kultureller Prägungen. Fakt ist, dass die Goten in der Schlacht am Frigidus 394 wohl außerordentlich hohe Verluste erlitten hatten; diese Verluste sind nach Ansicht Alarichs nicht entsprechend honoriert worden. Was genau geschehen ist, lässt sich nicht mehr ermitteln.

Waren die Goten nach dem Tod Theodosius in ihre Siedlungsgebiete zurückgeschickt worden, wo sie dann unter Alarichs Führung in Gesamtheit als Wanderverband aufbrachen und die Donaugebiete vollständig verließen, um eine bessere und damit ehrenvollere Bezahlung für ihre Kriegsdienste zu erzwingen? Das kann sein, denn es wuchs inzwischen auch die Gefahr hunnischer Angriffe, denen man ausweichen wollte.

Vielleicht ist aber auch ein Konflikt innerhalb der gotischen Föderaten zum Tragen gekommen. Alarich müsste es dann als eine Art „Warlord“ der Antike gelungen sein, einen Teil der visigotischen Krieger und ihren Anhang unter sein Kommando zu bekommen, wobei die aus Sicht der Goten unehrenhafte Behandlung der Föderatentruppen durch die neue weströmische Führung dann ausschlaggebend gewesen sein könnte.

Da die Goten unter eigenem Recht und mit eigenen Waffen quasi als Geduldete, wenn auch nicht als römische Bürger lebten, entstand dem römischen Staat mit Alarichs Aufstand eine neue Bürgerkriegssituation. Eindeutig bleibt festzuhalten: Die Meuterei des autonomen gotischen Kriegerverbands unter Alarich führte mit zum Siechtum und schließlich zum Zerfall des Römischen Reichs.

Zunächst plünderten Alarichs Truppen ungehindert Griechenland, das zum oströmischen Bereich gehörte. Da auch Ostrom ihm nicht Herr wurde, macht man ihn durch die Ernennung zum illyrischen Heermeister kurzerhand vom Reichsfeind zum Reichsgeneral. Alarich bekam wohl den Auftrag, die illyrischen Provinzen gegen das Westreich zu verteidigen. Für die Bevölkerung der Balkanprovinzen, die den neuen Heermeister ernähren und ertragen musste, wird das allerdings kein Trost gewesen sein.

Demütigung der Römer

Immer wieder wurden Alarichs Goten nun auch innerhalb der zunehmenden Spannungen zwischen den west- und oströmischen Kaiserhöfen zu einem Spielball im Machtspiel, in dem allerdings der Westen die schlechteren Karten hatte. Da am Frigidus der größte Teil der weströmischen Armee vernichtet wurde, fehlten dem neuen Kaiser Honorius und seinem Heermeister Stilicho schlicht die militärischen Mittel. Die Situation wurde immer verworrener.

Ab 401 versuchte Alarich in Italien selbst Fuß zu fassen, konnte aber noch vom Heermeister Stilicho mit Hilfe anderer foederierter Truppen abgewehrt werden, wobei schon in der Antike unterstellt wurde, dass Stilicho die gotischen Meuterer gar nicht vernichtend schlagen wollte, weil er sie als Verbündete brauchte. Denn um Alarich gegen Ostrom zu lenken wurde er 405 – diesmal vom Westkaiser Honorius – zum Heermeister für das Illyricum ernannt, um wohl die ganze Präfektur Illyricum für den Westen zu sichern. Diesmal versuchte also die westliche Elite des Römerreichs, den „Warlord“ irgendwie in die römische Rechtsordnung einzubinden, um zumindest vorgeblich eine Kontrolle über die Goten auszuüben und mittels der Goten eigene Ziele zu erreichen.

Die weitere Unterstützung durch Westrom blieb aber aus, denn man hatte inzwischen ganz andere Probleme: 406/407 waren die Alanen, Vandalen und Sueben über den Rhein in Gallien eingebrochen. Nun verlangte aber Alarich einen Kostenausgleich von 4000 Pfund Gold für seinen militärischen Einsatz. Etwas gemäßigtere Forderungen stellte er nach der Ermordung seines eigentlichen Ansprechpartners Stilicho, doch der Westkaiser Honorius blieb in seiner Verweigerung stur.

Nach den Quellen begann Alarich nun seinen endgültigen Marsch auf Rom, und offenbar gab es kein nennenswertes weströmisches Heer mehr, das ihn aufhalten konnte, denn nach Stilichos Hinrichtung sollen 30.000 foederierte Germanen des römischen Heeres zu Alarich übergelaufen sein. Außerdem sollen später noch Tausende von germanischen Sklaven sich Alarichs visigotischem Kriegerheer samt Tross angeschlossen haben, was seine Bekämpfung zusätzlich erschwert haben dürfte.

Man muss es sich vorstellen: Rom, die Stadt, die einst das römische Weltreich begründet hat, das Sinnbild des Imperiums, wird Ziel eines Angriffs der gotischen Foederaten, aber niemand kann sie aufhalten.

408 erfolgte die erste Belagerung Roms, die nur durch immense Geldzahlungen beendet werden konnte: 5.000 Pfund Gold, 30.000 Pfund Silber, 4.000 Seidengewänder, 3.000 Pfund Pfeffer und 3.000 purpurgefärbte Pergamente. Über diese erste Demütigung der Römer gibt es einen Bericht des spätantiken Historikers Zosimus (Goetz/Patzold/Welwei, Die Germanen in der Völkerwanderung, Darmstadt 2007, S. 297 f.), in dem eindringlich geschildert wird, wie Alarichs Truppe die Stadt von jeder Nahrungslieferung abschloss, die Bewohner aber verzweifelt und hungernd auszuhalten versuchten, weil sie der irrigen Meinung waren, dass ihr Kaiser Honorius vielleicht Hilfstruppen für die Hauptstadt entsenden würde. Der blieb aber lieber in der sicheren Residenz Ravenna und nennenswerte Truppen hatte er nicht mehr zur Verfügung. Schließlich blieb den Stadtrömern nichts anderes übrig, als mit dem Barbaren zu verhandeln:

„Auf dem Höhepunkt der Not, als schon die Gefahr des Kannibalismus bestand und man bereits alles versuchte hatte, was den Menschen sonst als Frevel erscheint, beschloss man, eine Gesandtschaft zum Feind zu schicken, die melden sollte, daß die Römer bereit seien, einen maßvollen Frieden zu schließen, aber noch größere Bereitschaft zum Krieg zeigten, denn das römische Volk habe Waffen angelegt und zögere infolge dauernder Waffenübung nicht mehr, Krieg zu führen. (…).
Als Alarich sie [die Gesandten] anhörte, vor allem die Mitteilung, daß das Volk gerüstet sei, um Krieg zu führen, da sagte er: „Dichteres Gras läßt sich leichter mähen als dünneres“. Und nach diesen Worten lachte er den Gesandten laut ins Gesicht. Als sie dann begannen, über den Frieden zu verhandeln, gebrauchte er Worte, die alle barbarische Prahlerei übertrafen; er sagte nämlich, er werde nur unter der Bedingung die Belagerung aufheben, daß ihm alles Gold, das die Stadt besitze, ebenso das Silber und alle bewegliche Habe in der Stadt sowie die barbarischen Sklaven übergeben werde. Einer der Gesandten sagte: „Wenn du all dies erhalten solltest, was wirst du dann den Einwohnern der Stadt noch übrig lassen?“ Alarich antwortete: „Das Leben“.“

Immer neue Kaiser aufs Schild gehoben

Im 5. Jahrhundert mussten die Römer sich langsam daran gewöhnen, dass die Staatsmacht auf dem Rückzug bzw. auf andere übergangen war. Alarichs Forderungen waren nun die Erneuerung der Heermeisterstelle im Illyricum und Landzuweisungen für sein Heer in Venetien, Noricum und Dalmatien. Nach gescheiterten Verhandlungen mit dem im uneinnehmbaren Ravenna residierenden Kaiser war Alarich Ende 409 erneut vor Rom und unterband jede Nahrungslieferung. In seiner Not ernannte der römische Senat auf sein Geheiß den Stadtpräfekten Priscus Attalus zum westlichen Gegenkaiser, der dann Alarich umgehend zum Heermeister ernannte.

Die Ernennung weströmischer Kaiser durch tatsächliche oder potentielle römische Heermeister sollte tatsächlich ein Konzept werden, das bis zum Untergang Westroms Schule machen sollte. Da Alarich inzwischen für sich und seine Goten die Provinz Africa forderte, was ihm Attalus aus guten Gründen verweigerte, wurde der Gegenkaiser im Juli 410 von Alarich aber wieder abgesetzt. Es kam zu neuen Verhandlungen mit Honorius, die zu nichts führten, so dass Alarich am 24. August 410 Rom einnehmen und plündern ließ. Alarich zog mit reicher Beute ab, darunter war – als besondere Demütigung – die Halbschwester des Kaisers Galla Placidia sowie weitere vornehme Gefangene.

Von der verheerenden Niederlage von Adrianopel 378 führt noch kein direkter Weg zum Untergang Roms, aber die Unfähigkeit der weströmischen Politik, einem Aufstand der gotischen Foederaten ein Ende zu bereiten, ist ein deutliches Zeichen eines immer schneller werdenden Zerfalls. Der Schock dieser ersten Eroberung Roms nach ca. 800 Jahren saß tief. Das Ereignis wurde auch entsprechend von römischen Autoren kommentiert, einiges ist noch erhalten. Aber eine Änderung in der Politik oder im Verhalten der römischen Eliten war danach nicht zu erkennen.

Die Zentrale versankt im Chaos

Circa 60 Jahre später, um die Jahre 460 bis 470 n. Chr., waren die Würfel gefallen. Inzwischen hatten die Vandalen die reichste Provinz des Westens Africa erobert und damit Rom von Getreidelieferungen und den Kaiser von immer noch üppigen Steuereinnahmen abgeschnitten. Damit wurden aber die Möglichkeiten, im Westen neue und vor allem loyale Armeen aufzustellen immer eingeschränkter.

In Rom bzw. Ravenna werden in schneller Folge neue Kaiser aufs Schild gehoben und relativ schnell wieder beseitigt. In dieser Zeit regierte seit 467 gerade Flavius Procopius Anthemius, der vom oströmischen Kaiser Leo eingesetzt wurde. Unter Anthemius wurde versucht, die Provinz Africa von den Vandalen zurück zu erobern. Das Scheitern dieser Operation wird von vielen Forschern als Point of no Return für den Zerfall des weströmischen Reichs bezeichnet. Nach dem Zerwürfnis mit seinem obersten Heermeister Ricimer wurde Anthemius von diesem 472 hingerichtet.

Das alles aber war für die Bewohner der Provinzen Noricum Ripense und Noricum Mediterraneum in dieser Zeit nicht mehr von besonderer Bedeutung, denn hier war die römische Staatsmacht inzwischen quasi inexistent.

Es gibt über diese Zeit und dieses Gebiet nur bruchstückhafte Darstellungen spätantiker Historiker. Als Ganzes überliefert ist nur eine Heiligenlegende aus dem Jahr 511, die Vita Sancti Severini (Eugippius, Das Leben des Heiligen Severin, Essen/Stuttgart 1986), sie gibt einen Einblick in die Endphase des Reichszerfalls. Viele andere dem Namen nach bekannte Geschichtswerke, die sicher eine weniger heilsorientierte und damit objektivere Sicht der Dinge geliefert haben, sind leider in der Zeit der „Transformation“ ins Mittelalter verbrannt, verschimmelt oder als Packpapier für die Versorgungsrationen der vielen Armeen verwendet worden, die nun den größten Teil Europas durchstreiften.

Die Vita Sancti Severini will vor allem das christliche Wirken Severins (ca. 410 – 482 n. Chr.) schildern, die weltlichen Dinge sind nur Beiwerk. In den norischen Provinzen wurde laut Legende viel gebetet in diesen Tagen, denn immer wieder muss Severin die Provinzbewohner mit Prophezeiungen und Mahnungen konfrontieren, damit sie angesichts der chaotischen Umstände nicht ungläubig, verstockt und verzagt werden. (Vita, S. 31):

„Als dies die Bewohner der genannten Stadt hörten, flehten sie um Verzeihung wegen ihres Unglaubens und kamen den Ermahnungen des Mannes Gottes durch heilige Werke nach; sie legten sich ein Fasten auf, versammelten sich drei Tage lang in der Kirche und taten Buße für ihre früheren Irrtümer mit Seufzen und Wehklagen.“

Römische Verwaltung und Heeresorganisation waren im Westen in dieser Zeit allgemein im freien Fall, auch in den beiden Noricum-Provinzen war die Verteidigung der Provinzbewohner vor Germaneneinfällen zusammengebrochen. Die Kassen des Westkaisers waren leer, Besoldung und Nachschub aus Italien fielen aus. Im Süden von Noricum Mediterraneum wird es noch reguläre Einheiten gegeben haben, die noch die Aufrechterhaltung rudimentärer Verwaltungsstrukturen ermöglichten, aber da die Zentrale im Chaos versank, waren ihre Tage gezählt. Lapidar berichtet die Vita Sancti Severini (S. 57):

„Während der Zeit, da noch die römische Herrschaft bestand, wurden in vielen Städten Soldaten zur Bewachung des Grenzwalles auf öffentliche Kosten unterhalten; als das aufhörte, lösten sich die Besatzungen auf, und der Grenzwall zerfiel.“

Zerfall von Verwaltung und Militär

Mit dem Abtritt der Verwaltung und des Militärs wird in dieser Zeit des Zusammenbruchs „private“, man kann auch sagen „ehrenamtliche“ Initiative äußerst wichtig. Der eigentlich bisher mönchisch lebende Severinus wird durch die schiere Not zum Organisator, Helfer und Seelenbeistand und vor allem zum Vermittler zwischen den verbliebenen römischen Bewohnern, die sich in gut zu befestigende Siedlungen zurückgezogen hatten, und den neuen germanischen Schutzherren. Hier hat er, wenn man einmal die penetrante Beschreibung der angeblichen und so zahlreichen durch den Heiligen bewirkten Wunder und Prophezeiungen beiseitelässt, eine wichtig Funktion als Verhandlungsführer ausgefüllt.

Immer wieder wurden die Bewohner durch Plünderungszüge „räuberischer Barbaren“ getroffen, die alles, was sie außerhalb der befestigten Siedlungen an Menschen, Vieh und Nahrung fanden als Beute mit sich nahmen. Severin hat offenbar durch eine gute Beziehung zum regionalen Schutzherren und Machthaber, dem Rugierkönig Flaccitheus, das Los der Provinzialen etwas erleichtern können.

Aber auch zum damals wohl in der Nachbarprovinz Rätien herrschenden Alemannenkönig Gibuldus, dessen Leute Batavis (Passau) bedrängten, scheint er Zugang gehabt zu haben (Vita, S. 55):

„Batavis heißt die Stadt, welche zwischen den beiden Flüssen Inn und Donau liegt. Hier hatte der heilige Severin nach seiner Gewohnheit eine kleine Zelle für wenige Mönche gegründet, weil er selbst auf Einladung der Bürger oftmals dorthin kam, hauptsächlich aber wegen der unaufhörlichen Einfälle der Alemannen, deren König Gibuld ihn sehr verehrte und liebte.“

Es folgt eine eher irreale Beschreibung der Wirkmächtigkeit eines römischen Mönchs auf den Heerkönig einer alemannischen Gefolgschaft, zumal man hinzufügen muss, dass die Alemannen zu dieser Zeit durchaus noch Heiden und mit Bibelworten kaum zu beeindrucken waren. Was auch immer zwischen Mönch und Alemannenkönig besprochen wurde, Severin erreichte, dass ca. 70 römische Gefangene der Alemannen wieder freigelassen und an einen Beauftragten des Mönchs übergeben wurden (Vita, S. 56):

„Er nahm ungefähr siebzig Gefangene mit und überdies das erfreuliche Versprechen des Königs, er würde, wenn er in der Provinz genau nachgeforscht hätte, alle Gefangenen zurücksenden, die sich dort fänden.“

An anderer Stelle ist von einem Überfall der Heruler auf den norischen Ort Joviacum die Rede, dessen Bewohner trotz der eindringlichen Warnungen des heiligen Severin dort verblieben sind und dann alle als Gefangene verschleppt wurden. Wenn man einfach einmal annimmt, dass Severinus viele Informationskanäle nutzen konnte, ist es auch nicht völlig aus der Luft gegriffen, dass er realistische Warnungen ausgegeben hat. Auch mit dem Sohn des Rugierkönigs Flaccitheus, in der Vita Feletheus oder Feva genannt, der seinem Vater nachfolgte, musste Severin immer wieder neu verhandeln, an seine Milde appellieren, um Gefangene auszulösen oder die Verschleppung der Bewohner ganzer Orte abzuwenden. Solche Vorgänge dürften zur neuen Normalität im zerfallenden Westen des Römischen Reiches gehört haben. Letztendlich war die Provinz nicht zu halten, Odoaker, der 476 den letzten Westkaiser absetzte, ließ 488 die Provinzialen des Noricums, die dort nicht mehr verbleiben wollten, nach Italien umsiedeln.

Der schutzlose Staat

Wenn man die Vorgänge der damaligen Zeit betrachtet, dann kommt doch die Frage auf, welche Kräfteverhältnisse von den Bevölkerungszahlen her eigentlich bestanden haben müssen. Eine einstmals blühende Provinz musste aufgegeben werden, weil Massen von Barbaren sich in ihr breit machten? Weil die römische Bevölkerung so zurückgegangen ist, dass keine Soldaten mehr aufgestellt werden konnten? Die Germanen hatten, obwohl sie gegenüber früher aufgeholt hatten, auch in der Spätantike zu keinem Zeitpunkt eine Produktivität in der Landwirtschaft erreicht, die zu vergleichbaren Zahlen, wie sie das Römische Reich vorweisen konnte, geführt hatte. Entsprechend war ja dann auch der Absturz der Bevölkerungszahlen im Europa des Mittelalters.

In seinem Standardwerk über den „Fall Roms“ (München 2014) diskutiert Alexander Demandt auch die Theorie, wonach das Römische Reich an einem beständigen Bevölkerungsrückgang zugrunde gegangen sei, der dazu geführt haben soll, dass das Reich nicht mehr genug römische Bürger zur Aufstellung eigener Heere gefunden habe. Letztendlich fehlen allerdings belastbare Zahlen, um wirkliche Aussagen über die demographische Entwicklung in der damaligen Zeit zu machen. Demandt führt allerdings folgende Überlegungen gegen diese These ins Feld;

„Die Irrelevanz der Entvölkerungsthese ergibt sich aber (…) aus den Zahlenverhältnissen zwischen ansässigen Römern und den eindringenden Germanen (…). In den Westprovinzen schwankt der Anteil der Barbaren an der Gesamtbevölkerung zwischen 2% (Vandalen) und 10% (Westgoten). Berücksichtigen wir die Relationen zwischen Römern und Germanen innerhalb des gesamten Reiches, so wird es für die Eingedrungenen noch ungünstiger. Einer Million Germanen stehen 35 (…) bis 100 Millionen Provinzialen gegenüber (…). Was soll also das Insistieren auf dem angeblichen Bevölkerungsmangel Roms? Entscheidend sind nicht die Quantitäten, sondern die Qualitäten.“ (Fall Roms, S. 578)

Nach Demandt war das Problem der Römer, dass niemand aus der Bevölkerung noch Kriegsdienst für das Reich leisten wollte, während in den germanischen Gesellschaften „jeder erwachsene Mann das Schwert zu führen verstand“. Das verschob die Zahlenverhältnisse so weit, dass die Germanen den römischen Heeren auch quantitativ überlegen waren. Das römische Reich, so Demandt, habe eben seine Massen nicht mobilisieren können. Und eine Staat, für den dessen Bürger nicht kämpfen wollten, sei dem Zerfall geweiht: „Das ist keine Frage: die Frage ist, ob es schade um ihn ist“. Die fehlende Massenmobilisierung im spätantiken Römerreich könnte neben schwergewichtigen Faktoren wie der ständigen militärischen Überforderung, die durch die Völkerwanderung ab 375 noch weiter verschärft wurde, sowie den immer wieder aufflammenden Bürgerkriegen im Imperium durchaus eine Erklärung für den Zerfall eines Reichs mit Millionen Einwohnern binnen hundert Jahren sein.

Eine andere Frage ist aber, ob die römische Geld- und Machtelite die Massen überhaupt mobilisieren wollte? Diese Frage wird man eindeutig mit Nein beantworten müssen, denn dann hätte man auf die Praktiken der Republik zurückgreifen und eine allgemeine Wehrpflicht einführen müssen. Wer aber als Wehrpflichtiger zum Dienst mit der Waffe herangezogen wird, beansprucht in der Regel auch Mitbestimmungsrechte.

Auch wenn man während der Alarich-Belagerung zumindest mit einer Volksbewaffnung gedroht hatte, so hatte letztendlich ein wehrpflichtiges „Volk“ als Träger von Waffen in der Vorstellung der spätantiken Politiker keinen Platz mehr, zu groß war die Angst der um das Kaisertum und Machtpositionen konkurrierenden Geschlechter vor einem Kippen des Status quo, vor einem Übergewicht der jeweiligen Konkurrenten, die im „Volk“ eventuell populärer waren und das dann innenpolitisch ausspielen konnten.

Lieber versuchte man durch immer waghalsigere Integrationsversuche, die eben nur noch Versuche waren, an auswärtige Soldaten zu kommen. Und die brauchte man vor allem in den internen Auseinandersetzungen. Seine größten und blutigsten Schlachten hat z. B. Kaiser Theodosius I. gegen römische Heere seiner Konkurrenten um die Macht gewonnen, nicht etwa gegen die Invasoren aus dem Norden und Nordosten.

Der völlige Kontrollverlust

Und so ging es ständig bergab. An Realitätsverweigerung leidend, unfähig, andere Lösungen und Strategien als die bisher angewandten zu entwickeln, und unfähig, sich innerhalb des Gesamtreiches auf einen gemeinschaftliches Vorgehen zum Wohl des Ganzen zu einigen, trieb die römische Macht- und Politikelite zumindest den westlichen Teil in den Untergang. Geschichte wiederholt sich nicht, aber beim Zusammenbruch eines Gemeinwesens gibt es über die Zeiten hinweg übereinstimmende Merkmale.

Man kann durchaus konstatieren, dass die Gebiete des weströmischen Reichs in der Zeit des Zerfalls alle Merkmale eines gescheiterten Staats haben. Die weströmische Staatsgewalt kann die grundlegenden Funktionen Sicherheit, Wohlfahrt und Rechtsstaatlichkeit (natürlich nur in ihrer antiken Form) erst immer schlechter und dann überhaupt nicht mehr erfüllen. Die organisatorischen Strukturen der Staatsgewalt (kaiserliche Regierung, Heer, Polizeikräfte und Verwaltung) versinken im Chaos.

Die fast hundert Jahre zwischen der Schlacht von Adrianopel und der Absetzung des letzten Westkaisers sind gekennzeichnet von einer wachsenden Unregierbarkeit und dem Verlust des Gewaltmonopols im weströmischen Gebiet. Das Ergebnis waren schließlich der völlige Kontrollverlust sowie Not und Elend für die Bevölkerung, wie es auch heute in gescheiterten Staaten zu beobachten ist.

Und es entstehen wieder einfachere Verhältnisse, wie sie dann im frühen und hohen Mittelalter kennzeichnend sind. Die Gebiete Westroms feudalisieren sich, die Staatshoheit wird mediatisiert. Im Heer dominiert immer mehr das germanische Gefolgschaftswesen, Bauern müssen sich unter den Schutz mächtiger römischer Grundherren stellen oder die Barbarenherrschaft anerkennen, um zu überleben.

Institutionelle Ordnungen werden durch personelle verdrängt, staatliche durch private Schutzverhältnisse (siehe Demandt, Geschichte der Spätantike, S. XIX). Es entstehen in der Folge Gemeinwesen, die man in der Forschung euphemistisch Personenverbandsstaaten genannt hat, in denen das Fehderecht und das Recht des Stärkeren heimisch sind. Es sind „Staaten“, die auf der persönlichen Anbindung von Gefolgschaftsgruppen und Familienverbänden an eine charismatische und erfolgreiche Person beruhen, die aber genauso schnell wieder zerfallen können, wenn der starke Mann einer konkurrierenden Adelssippe mehr Erfolg hat.

Am Ende Westroms steht die Zergliederung des Staates in germanische Königreiche mit eigenem Recht und in Reichsteile, in denen Überreste der römischen Armee und der Verwaltung versuchten, irgendwie die Ordnung aufrecht zu erhalten. Der Kaiser und seine Regierung in Ravenna spielten in keinem dieser Gebiete konkret noch eine große Rolle. Bar jeglicher Machtmittel und jeglicher Möglichkeit zur Durchsetzung seiner Anordnungen und Befehle wurde der letzte Westkaiser Romulus Augustulus von seinem germanischen Heermeister Odoaker dann einfach in den Ruhestand geschickt.

 

Anmerkung

[1] http://www.welt.de/kultur/article8861421/Auch-Rom-erlebte-seinen-11-September.html

Quelle: http://www.geolitico.de/2016/09/16/merkmale-des-staatszerfalls/

Gruß an alle, die sich bewußt sind, daß die Geschichte, die wir zu lesen bekommen immer und nur von den Siegern geschrieben wurde.

TA KI

Krebs und Artemisia annua – Krebszellenaktivität kann in vielen Fällen gestoppt werden


Die etwa 20 Wirkstoffe* von „Artemisia annua var. anamed“, aus dem das Malariamittel Artemisinin gewonnen wird, haben laut zahlreicher Studien diese Ergebnisse gezeigt:

  • Sie sind besonders unter Eisen-II Gabe hochselektiv und wirken auf Krebszellen sehr toxisch
  • In vitro Apoptose von Krebszellen innerhalb 16 Stunden bis zu 97%
  • auf normale Zellen haben sie fast keinen negativen Effekt
  • Auch Krebszellen, die gegenüber chemischen Zytostatika resistent sind, reagieren bzw. werden abgetötet.
  • Störung der Angiogenese
  • Verringerung der Tumorgröße
  • Die meisten Krebsarten und Zelllinien reagieren und sind empfindlich!
  • Die Wirkstoffe erhöhen oder stellen die Sensitivität gegenüber radiologischer Behandlung wieder her.
  • Das Phytozytostatikum „Artemisia annua“ verträgt sich mit den meisten Chemozytostatika und unterstützt deren Wirkung, aber nicht mit allen; bitte vorher klären!
  • Langzeitwirkung lag bei 60%, in vitro 100% Henry Lai, Narendra Singh, Washington University, 2002

In Artemisia annua enthaltene Stoffe*:

Sesquiterpenlacton Artemisinin (Qinghaosu)
Sesquiterpenderivate wie z. B. die Arteannuinsäure kommen in
Arteannuin B vor, bei denen es sich evtl. um Vorstufen in der Biogenese des Artemisinins handelt
Dihydroartemisinin
Artesunat (12a-Succinat von Artemisinin)
Artemether
Arteether
Sesquiterpenlactone (Dihydro-epideoxyarteannuin B und Deoxyartemisinin)

Sonstige Verbindungen:
methoxylierte Flavonoide = Artemetin, Chrysosplenetin oder Eupatorin
Cumarin, Menthol, Thymol, Beta-Sitosterol

Wirkungsmechanismus von Artemisia

Der Wirkungsmechanismus ist äußerst bemerkenswert. Artemisia annua enthält ein chemisch stabiles Peroxid, was es nach den chemischen Grundregeln gar nicht geben kann. Plasmodien und auch Krebszellen enthalten 10-1000 mal mehr Eisenionen im Vergleich zu normalen Zellen. Dieses Eisen „zerbricht“ das Peroxid, welches sich sofort in zwei sehr aggressive freie Radikale verwandelt und die betroffene Zelle rasch abtötet. Einfach ausgedrückt: die Krebszelle wird von innen her massiv oxidiert und stirbt. Grundsätzlich kann jede Krebsart mit Artemisia annua behandelt werden, sehr langsam wachsende Krebszellen mit geringem Eisengehalt werden ev. nur mäßig oder kaum angegriffen.

Quelle : http://ganzheit-natur-gesundheit.blogspot.de/search?updated-min=2015-01-01T00:00:00-08:00&updated-max=2016-01-01T00:00:00-08:00&max-results=1

Gefunden bei: https://kraeutermume.wordpress.com/2016/09/15/krebs-und-artemisia-annua-krebszellenaktivitaet-kann-in-vielen-faellen-gestoppt-werden/

Gruß an die Kräutermume

TA KI

Dieses Hausmittel hilft gegen Besenreiser.


Die sogenannten Besenreiser sind winzige, erweiterte Venen unter der Hautoberfläche. Sie sind blau, violett oder rötlich und zeichnen sich deutlich auf der Haut ab, was von vielen als Schönheitsmakel empfunden wird. Auch wenn es sich bei den Besenreisern um eine Form von Krampfadern handelt, sind sie jedoch harmlos. Diese zwei effektiven Anwendungen helfen dir, die unschönen Äderchen endlich loszuwerden. Was du brauchst, hat jeder im Haus: Kartoffeln! Oder etwas anderes.

Wikipedia/Besenreiser

Anwendung 1

Imgur/ekke85

Kaufe grüne Tomaten, schneide sie in Scheiben und lege sie dort auf die Haut, wo sich die Besenreiser befinden. Meistens sind die Äderchen an den Oberschenkeln oder den Waden zu finden. Dabei ist es sehr wichtig, dass es sich bei den Tomaten um unreife Früchte handelt, denn es gibt auch welche im Handel, die nur grün gezüchtet wurden. Die unreifen Tomaten tragen jedoch einen Stoff in sich, welcher für die Behandlung von Besenreisern sehr wichtig ist und mit dem Reifen der Tomate, immer mehr abgebaut wird – das Solanin.

Das Solanin ist ein sogenanntes Alkaloid, also ein natürlicher Giftstoff, der sowohl in unreifen Tomaten, als auch in keimenden Kartoffeln vorkommt, weshalb vom Verzehr strengstens abgeraten wird. In der Volksheilkunde hat dieses Alkaloid jedoch seit langer Zeit einen festen Platz bei der äußeren Behandlung von Hautkrankheiten und ihm wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Die Kartoffel- oder Tomatenscheiben einfach 2 bis 3 Minuten auf der Haut einwirken lassen. Nach dem Entfernen des Gemüses solltest du eine feuchtigkeitsspendende Lotion auf die Hautstelle auftragen, denn das Solanin trocknet die Haut stark aus. Diese Anwendung solltest du 10 Tage lang täglich wiederholen. Anschließend sollten die Besenreiser verschwunden sein.

Anwendung 2

Imgur/scissorsinacup

Gib etwas Apfelessig auf ein Wattebällchen und betupfe damit die Stelle deines Körpers, an welcher du die Besenreiser loswerden möchtest. Diese Anwendung solltest du 3 Mal täglich für 4 Wochen wiederholen. Nach diesen 4 Wochen (oder auch früher) solltest du das Ergebnis sehen können.

Achtung: Wenn du Besenreiser im Gesicht oder an anderen empfindlichen Hautstellen hast, solltest du lieber keinen Apfelessig benutzen, denn wie alle Essig-Sorten reizt auch dieser die Haut und kann zu Irritationen führen.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/beine-die-bezaubern/

Gruß an die Wissenden

TA KI