Selen reduziert Krebsrisiko der Leber


Das Risiko, einen Leberkrebs zu entwickeln hängt von vielen Faktoren ab. Die Höhe des Selenspiegels ist einer davon. Wer nämlich sehr niedrige Selenspiegel besitzt, hat ein signifikant höheres Risiko, Leberkrebs zu bekommen – so eine deutsche Studie vom September 2016, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde. Der Selenspiegel kann problemlos überprüft und über die Ernährung oder eine Nahrungsergänzung optimiert werden.

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Selen schützt vor Krebs

Selen ist ein essentielles Spurenelement mit vielen gesundheitlichen Auswirkungen.

  • Selen erhöht die Fruchtbarkeit und Spermienqualität
  • Selen beugt Diabetes vor.
  • Selen schützt Immunsystem und Schilddrüse bei Hashimoto thyreoiditis – der chronisch entzündlichen Schilddrüsenentzündung.
  • Selen trägt massgeblich zur Entgiftung bei. In Gegenwart von Selen ist z. B. Quecksilber deutlich weniger gefährlich. Wir hatten hier berichtet: Selenhefe entgiftet Quecksilber
  • Selen stärkt und entlastet das Immunsystem.
  • Selen wirkt antioxidativ und reduziert oxidativen Stress.

Schon allein die drei letztgenannten Eigenschaften weisen auf die krebsschützende Wirkung des Selens hin. Denn wenn Selen Gifte eliminiert, die andernfalls krebserregend wären, wenn Selen das Immunsystem so stärkt, dass es besser Krebszellen angreifen und vernichten kann und wenn Selen den eindeutig krebsfördernden oxidativen Stress mindert, dann ist klar:

Selen reduziert das Krebsrisiko.

Kein Wunder lassen immer mehr Studien vermuten, dass ein Selenmangel das Krebsrisiko erhöht.

Prof. Lutz Schomburg vom Institut für Experimentelle Endokrinologie in Berlin untersuchte nun, wie es sich mit dem Einfluss des Selens auf das Leberkrebsrisiko verhält.

Niedrige Selenspiegel erhöhen Risiko für Leberkrebs um das Zehnfache

Prof. Schomburg und sein Team analysierten für ihre Studie die Daten von rund 477.000 Erwachsenen, allesamt Teilnehmer der sog. EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition).

Sie fanden 121 Patienten mit Leberkrebs, 100 Patienten mit Krebs der Gallenblase und Gallenwege sowie 40 Patienten mit Krebs der intrahepatischen Gallengänge. Man untersuchte nun die Selenspiegel der Leber- und Gallenkrebspatienten und verglich sie mit jenen von gesunden Personen.

Es zeigte sich, dass die Leberkrebsbetroffenen einen signifikant niedrigeren Selenstatus aufwiesen als die gesunden Kontrollpersonen.

Verglichen mit den Personen, die den höchsten Selenspiegel ihr eigen nannten, hatten jene mit den niedrigsten Selenwerten ein fünf- bis zehnfach erhöhtes Risiko einen Leberkrebs zu entwickeln.

Wir konnten mit unserer Studie zeigen, dass Selenmangel ein wichtiger Risikofaktor für Leberkrebs darstellt“, erklärt Professor Schomburg.

Mit den übrigen untersuchten Krebsarten aber (Gallenwegskrebs und Krebs der intrahepatischen Gallengänge) konnte man keinen Zusammenhang mit dem Selenspiegel nachweisen.

Leberkrebs: Oft vermeidbar

Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich in Deutschland etwa 9000 Menschen neu an Leberkrebs, in der Schweiz sind es um die 700, davon doppelt so viele Männer wie Frauen. In den USA geht man von fast 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus, wobei die Hälfte am Leberkrebs sterben wird.

Tückisch am Leberkrebs ist, dass er sich langsam und unbemerkt entwickelt. Wird er entdeckt, ist es oft schon zu spät. Meist denkt man bei Lebererkrankungen umgehend an Alkohol. Dieser ist zwar ebenfalls häufig an der Krebsentstehung in der Leber beteiligt. Die heutzutage steigenden Leberkrebszahlen gehen jedoch nicht auf das Konto des Alkohols, sondern sind auf die sog. nichtalkoholische Fettleber zurückzuführen – eine Erkrankung, die noch immer stark unterschätzt wird und sich im Laufe der Jahre zu einem Leberkrebs entwickeln kann.

Die nichtalkoholische Fettleber ist das Ergebnis von Übergewicht, Blutzuckersproblemen und hohen Blutfettspiegeln – kurz, das Ergebnis einer ungesunden Ernährungs- und Lebensweise.

Würde man das Problem ernst nehmen, dann könnte die nichtalkoholische Fettleber mit einem entsprechenden Heilprogramm binnen weniger Wochen zurückgebildet werden und die Gefahr eines Leberkrebses wäre so gut wie gebannt. Ein grosser Teil der nichtalkoholischen Leberkrebsfälle wäre folglich vermeidbar. Und wenn man dazu noch seinen Selenspiegel im Auge behält, reduziert sich das Krebsrisiko gleich noch einmal.

Leber schützen – Selen einnehmen

Natürlich muss Prof. Schomburg darauf hinweisen, dass man noch nicht wisse, ob eine Nahrungsergänzung mit Selen das Risiko für Leberkrebs senken könne.

Dennoch“, so Schomburg, „möchten wir betonen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist, die u. a. auch ausreichend Selen enthält.“

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/selen-krebs.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

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