Resveratrol reguliert Hormonhaushalt bei PCOS


PCOS steht für polyzystisches Ovarialsyndrom. Bei betroffenen Frauen ist der Hormonhaushalt gestört und es kommt nicht mehr oder nur noch selten zum Eisprung. Symptome sind Haarausfall, Körperhaarwuchs, Übergewicht, Akne, Diabetes und Unfruchtbarkeit. Meist werden jetzt Hormonpräparate verordnet, die das hormonelle Ungleichgewicht wieder regulieren sollen. Bei manchen Frauen gelingt dies, bei anderen kommt es zu Nebenwirkungen. Resveratrol – ein pflanzlicher Stoff – soll nun einer Studie zufolge PCOS auf ganz natürliche Weise bessern können.

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PCOS – Natürliche Massnahmen

Das polyzystische Ovarialsyndrom – die häufigste hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter – kann der Grund für eine jahrelange Kinderlosigkeit sein. Denn nicht alle der oben genannten Symptome müssen eintreten, so dass das PCOS auch nicht immer leicht erkennbar ist und somit häufig unbehandelt bleibt. Dann aber kann es die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, denn der Spiegel der männlichen Hormone ist beim PCOS zu hoch und verhindert einen regelmässigen Eisprung.

Werden Hormonpräparate eingenommen, so können diese zum Erfolg führen und den Hormonhaushalt wieder in die richtigen Bahnen lenken. Sie können aber auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Oder aber es kann sein, dass die Hormonpräparate nur so lange wirken wie man sie einnimmt. Setzt man sie wieder ab, ist die hormonelle Störung gleich wieder da.

Wir haben daher hier einige interessante ganzheitliche Ansatzpunkte besprochen, wie man mögliche Ursachen eines PCOS aufspüren kann und wie man ein PCOS dann auch tatsächlich heilen kann:

  • PCOS – 12 ganzheitliche Massnahmen

Resveratrol bei PCOS

Eine weitere Möglichkeit bzw. eine zusätzliche Massnahme stellten Forscher der University of California und der Poznan University of Medical Sciences (Polen) im Oktober in einer Fachzeitschrift für Endokrinologie vor.

Sie setzten Resveratrol ein – ein pflanzliches entzündungshemmendes Antioxidans aus der Gruppe der Polyphenole. Resveratrol kommt in besonders hohen Mengen in dunklen Trauben und im Rotwein vor und ist schon lange dafür bekannt, Krebs vorzubeugen, vor Herzproblemen zu schützen und die Gehirnfunktionen zu verbessern.

Seit 2013 gilt es auch als bewiesen, dass Resveratrol ein Enzym namens SIRT1 aktivieren kann, was einen gewissen Anti-Aging-Prozess nach sich zieht, da aktives SIRT1 u. a. das Altern von Zellen hinauszögern kann. Resveratrol wird daher gerne als Jungbrunnen vermarktet.

Da beim PCOS auch chronische Entzündungsprozesse festgestellt werden konnten und Resveratrol u. a. Entzündungen bekämpfen kann, testete das Team um Dr. Antoni Duleba und Dr. Beata Banaszewska die Wirkung von Resveratrol bei Frauen mit PCOS in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie.

Resveratrol senkt Testosteronspiegel bei Frauen mit PCOS

Unsere Untersuchung ist die erste klinische Studie, die sich mit der Wirkung des Resveratrols beim PCOS beschäftigt. Wir stellten dabei fest, dass Resveratrol bei PCOS-Patientinnen ganz signifikant den Testosteronspiegel senken kann. Auch die Spiegel des DHEAS sanken unter Resveratrol-Einnahme. DHEAS (Dehydroepiandrosteronsulfat) ist ein Hormon, das der Körper zu Testosteron umwandeln kann. Sinkende DHEAS-Werte führen daher auch zu sinkenden Testosteronwerten“, so die Forscher.

Die Nahrungsergänzung mit Resveratrol kann somit dabei helfen, die hormonelle Störung beim PCOS wieder in eine Balance zu bringen.“

An der Studie beteiligten sich 30 Frauen mit PCOS. Sie erhielten entweder eine Nahrungsergänzung mit Resveratrol (1500 mg) oder ein Placebo – und zwar täglich über einen Zeitraum von 3 Monaten. Sowohl zu Beginn als auch am Ende der Studie nahm man Blutproben, um die Hormonwerte zu untersuchen. Auch führte man den oralen Glucosetoleranztest durch, um das Diabetesrisiko der Patientinnen einschätzen zu können. Denn Diabetes bzw. Diabetes-Vorstufen kommen sehr häufig bei PCOS vor.

Diabetesrisiko sinkt dank Resveratrol

Bei jenen Frauen, die das Resveratrol eingenommen hatten, fielen die Testosteronspiegel um 23 Prozent, die DHEAS-Spiegel um 22 Prozent. In der Placebogruppe nahmen die Testosteronwerte um fast 3 Prozent zu und die DHEAS-Werte um über 10 Prozent.

Die Resveratrolgruppe erlebte ausserdem, dass ihr Nüchterninsulinspiegel um über 30 Prozent sank, ihre bereits bestehende Insulinresistenz (Diabetes-Vorstufe) sich ganz erheblich besserte (um 66 Prozent) und damit ab sofort ein geringeres Diabetesrisiko bestand.

Nimmt man Resveratrol, so wird in der Leber meist sofort ein Grossteil davon abgebaut. Das bedeutet: Will man eine therapeutische Wirkung mit Resveratrol erzielen, dann muss man hohe Dosen in Form einer Nahrungsergänzung einnehmen. Würde man stattdessen eine adäquate Menge Rotwein trinken wollen, würde man vermutlich vorher zum Alkoholiker werden, bevor sich eine hilfreiche Wirkung einstellen könnte, falls diese nicht sowieso gänzlich vom Alkohol kompensiert werden würde.

3 thoughts on “Resveratrol reguliert Hormonhaushalt bei PCOS

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