Hämorrhoiden richtig behandeln


Hämorrhoiden betreffen viele Millionen Menschen. Oft werden sie durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang, also durch chronische Verstopfung ausgelöst. Auch Übergewicht und eine Schwangerschaft gehören zu den Ursachen von Hämorrhoiden. Hämorrhoiden gehen mit Unwohlsein und Schmerzen beim Sitzen oder während des Stuhlgangs einher. Hämorrhoiden können überdies jucken und bluten. Kurzum: Auf Hämorrhoiden kann man gut und gerne verzichten. Wie sich Hämorrhoiden in kurzer Zeit heilen lassen und man sie – aus ganzheitlicher Sicht – richtig behandelt, beschreiben wir nachfolgend.

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Wie Sie Hämorrhoiden richtig behandeln und in kurzer Zeit heilen

Je älter man wird, umso grösser die Gefahr, dass sich Hämorrhoiden bilden. Selbst im Teenageralter kommen Hämorrhoiden vor und in der Altersgruppe über 40 sind sie nichts Besonderes mehr. Wie man Hämorrhoiden mit ganzheitlichen Massnahmen richtig behandeln kann, wissen nur wenige, weshalb wir weiter unten die passenden Tipps geben.

Hämorrhoiden treten auf, wenn der Darm blockiert ist, wenn die Verdauung nicht mehr richtig funktioniert, eine Verstopfung vorliegt und/oder nicht ausreichend Verdauungsenzyme vorhanden sind.

Die Blutgefässe rund um den Anus treten nun geschwollen und entzündet hervor. Je mehr beim Stuhlgang gepresst wird, umso mehr verlieren die Blutgefässe an Spannung und Elastizität. Die Hämorrhoiden treten immer stärker zum Vorschein.

Gleichzeitig ist – aus naturheilkundlicher Sicht – häufig die Leber überfordert, was sich bei vielen Menschen darin bemerkbar macht, dass sie nachts zwischen ein und drei Uhr aufwachen und durstig sind. Oft ist ihnen auch heiss. Zu dieser Uhrzeit ist die Leber am aktivsten. Sie verarbeitet jetzt Gifte, Stoffwechselabfallprodukte, kurz alles, was für den Körper schädlich wäre.

Die Leber kann aufgrund von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder einer ungesunden Ernährungsweise überlastet sein, was sich dann in Schlaflosigkeit um die genannte Uhrzeit äussert, in chronischer Müdigkeit, schleppender Verdauung oder auch in Hämorrhoiden.

Hämorrhoiden richtig behandeln: In sieben Schritte zur Heilung

Hämorrhoiden sind somit nicht nur ein Zeichen einer massiven Störung im Verdauungssystem. Hämorrhoiden zeigen ausserdem ein Gefässproblem an sowie ein Problem der Lebergesundheit bzw. eine Stockung der Giftausleitung. Gleichzeitig liegt eine chronische Entzündung vor.

Die richtige Behandlung von Hämorrhoiden sollte daher – aus ganzheitlicher Sicht – auch auf allen diesen Ebenen stattfinden:

  1. Verdauung regulieren, Verstopfung beheben
  2. Ernährung optimieren
  3. Leber entlasten, Entgiftung fördern
  4. Blutgefässe stärken
  5. Entzündung hemmen
  6. Äusserliche Hämorrhoidenpflege
  7. Die Hocksitzhaltung

Hämorrhoiden schnell und ganzheitlich heilen

Zunächst einmal ist dafür zu sorgen, dass die Verdauungstätigkeit wieder reguliert wird und ein Pressen beim Stuhlgang nicht mehr erforderlich ist.

1. Verdauung regulieren, Verstopfung beheben

  • Ernähren Sie sich gesund (siehe 2.)
  • Essen Sie mehr Ballaststoffe, da diese das Stuhlvolumen erhöhen, den Stuhl geschmeidig machen, die Darmperistaltik anregen und auf diese Weise Verstopfung beheben. Besonders empfehlenswert ist das Flohsamenschalenpulver. Davon nehmen Sie eine halbe Stunde vor dem Frühstück einen kleinen Teelöffel mit mindestens 300 ml Wasser ein. Vor dem Zubettgehen können Sie einen weiteren Teelöffel des Pulvers nehmen. Trinken Sie auch jetzt mindestens 300 ml Wasser dazu. Die hohe Flüssigkeitsaufnahme ist zum Flohsamenschalenpulver ausserordentlich wichtig, da es andernfalls zu einer massiven Verstopfung käme. Flohsamenschalenpulver braucht das Wasser um aufquellen und seine Schleimstoffe abgeben zu können.
  • Trinken Sie reichlich – 30 ml stilles Wasser pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Wenn Sie hingegen das Trinken vergessen, trocknet auch der Darminhalt ein und Verstopfung wird wahrscheinlicher.
  • Nehmen Sie Verdauungsenzyme ein, damit die Nahrung optimal verdaut werden kann. Auf diese Weise bilden sich Gär- und Entzündungsprozesse zurück, die Darmschleimhaut kann sich regenerieren und die Stuhlausscheidung vollzieht sich problemlos.
  • Bauen Sie Ihre Darmflora auf. Denn nur mit gesunder Darmflora ist eine gesunde und reibungslose Verdauung möglich. Eine gesunde Darmflora wirkt überdies entzündungshemmend, entgiftend und somit heilend auf schmerzende und vergrösserte Hämorrhoiden. Setzen Sie für den Aufbau Ihrer Darmflora Probiotika ein, wie z. B. Combi Flora und Hulup. Eine Beschreibung zum Aufbau der Darmflora finden Sie im vorangegangenen Link.

 

2. Ernährung optimieren

Wenn Sie sich an die folgenden Regeln halten, wird dies ebenfalls die Verdauung verbessern, den Stuhlgang erleichtern und Ihr Wohlbefinden stark verbessern:

  • Trinken Sie am Morgen direkt nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser mit 1 TL naturtrübem Apfelessig, ½ TL Honig und 1 TL frisch gepressten Zitronensaft. Zitronensaft und Apfelessig fördern die Bildung der Verdauungssäfte, reinigen den Darm, helfen der Leber bei der Entgiftung und beschleunigen die Stuhlausscheidung. (15 Minuten vor der Einnahme des oben erklärten Flohsamenschalenpulvers)
  • Essen Sie lieber fünf kleine Mahlzeiten pro Tag als zwei oder drei üppige Mahlzeiten.
  • Essen Sie sehr langsam und kauen Sie sorgfältig!
  • Essen Sie bitterstoffhaltige Gemüse und Salate, denn Bitterstoffe fördern die Verdauung und helfen Ihrer Leber bei der Entgiftung, wie z. B. Radicchio, Rucola und Endiviensalat.
  • Verwenden Sie gesunde Öle und Fette, da diese Ihren Stuhl gleitfähiger machen können. Essen Sie immer wieder Avocados. Verwenden Sie zum Kochen und für Salate natives Olivenöl und nehmen Sie täglich einen TL natives Leinöl ein. Letzteres kann auch morgens nüchtern eingenommen werden und hat eine sehr gute stuhllösende Wirkung.
  • Erhöhen Sie Ihren Ballaststoffverzehr, wählen Sie also stets Vollkornprodukte statt Weissmehlprodukte.
  • Trinken Sie nicht direkt vor und auch nicht unmittelbar nach dem Essen. Zum Essen natürlich auch nicht. Dies würde die Verdauungssäfte verdünnen und die womöglich sowieso spärlich vorhandenen Verdauungsenzyme in ihrer Wirkung weiter schwächen. Trinken Sie daher bis eine Stunde vor dem Essen und erst wieder ab ein bis zwei Stunden nach dem Essen.
  • Meiden Sie Zucker, Schwarztee, Kaffee, Alkohol und Softdrinks und reduzieren Sie Ihren Salzverzehr.
  • Reduzieren Sie ausserdem Ihren Verzehr an Getreideprodukten (besonders Weizen und anderen glutenhaltigen Getreiden) und Milchprodukten. Bei entsprechend empfindlichen Menschen führen glutenhaltige Getreide zu Entzündungen und Milchprodukte zu einer Verschleimung und Reizung des Verdauungssystems. Bei manchen Personen führt eine glutenfreie Ernährung ohne jede weitere Massnahme zum Rückgang der Hämorrhoiden.
  • Essen Sie besser nicht scharf, da scharfe Gewürze die Schleimhäute stark reizen.

3. Leber entlasten, Entgiftung fördern

Je gesünder der Darm, umso besser geht es Ihrer Leber – und je besser es Ihrer Leber geht, umso besser verläuft die Verdauung, umso gesünder werden Darmschleimhaut und Blutgefässe und umso geringer das Risiko für Hämorrhoiden. Darm und Leber stehen also in enger Wechselbeziehung. Wenn Sie beide gut pflegen, wird es kaum mehr Grund für Krankheit und Unwohlsein geben – ob es sich nun um Hämorrhoiden oder ganz andere Beschwerden handelt.

Über die unter 1. und 2. erklärten Massnahmen (gesunde Ernährung, gesunde Verdauung) tun Sie Ihrer Leber also bereits einen riesigen Gefallen.

Zusätzlich können Sie die Entgiftungs- und Verdauungsarbeit Ihrer Leber mit speziellen Nahrungsergänzungen fördern und unterstützen, z. B. mit Bitterstoffen (z. B. Bitter-Basenpulver oder alkoholfreies Bitter-Kräuterelixier), Curcumin, Mariendistelextrakt oder auch Artischockenextrakt. Wählen Sie davon eines oder höchstens zwei aus und nehmen Sie dieses kurweise mindestens drei Monate lang.

 

3. Blutgefässe stärken

Kiefernrindenextrakt hilft bei Gefässproblemen jeder Art und so auch bei Hämorrhoiden. Der Extrakt stärkt die Gefässe und gibt ihnen ihre Elastizität und Spannkraft wieder, wie wir schon hier erklärt haben: Kiefernrindenextrakt bei Hämorrhoiden und wie eine italienische Studie aus dem Jahr 2014 zeigen konnte:

Eine Gruppe Frauen, die teilweise unter schweren Hämorrhoiden litt, nahm über sechs Monate hinweg täglich 150 Milligramm Kiefernrindenextrakt zu sich, eine zweite Gruppe erhielt eine konventionelle medizinische Behandlung.

Bei der üblichen schulmedizinischen Therapie besserte sich die Problematik nur bei der Hälfte der Frauen. Nach der Therapie mit Kiefernrindenextrakt jedoch waren 75 Prozent der Frauen beschwerdefrei.

Insbesondere die Frauen, die unter sehr starken Beschwerden litten, konnten von der naturheilkundlichen Massnahme profitieren: Die Erfolgsquote lag bei diesen Frauen bei siebzig Prozent, während die konventionelle Therapie nur bei einem Drittel der Frauen einen Erfolg erzielen konnte!

5. Entzündung hemmen

Fast alle der oben aufgeführten Massnahmen wirken automatisch auch entzündungshemmend. Besonders starke Entzündungshemmer sind das Curcumin sowie die angegebenen darmreinigenden Massnahmen (Flohsamenschalenpulver und Probiotika).

6. Äusserliche Hilfe bei Hämorrhoiden

Auch äusserlich kann man die Rückbildung der Hämorrhoiden fördern sowie Schmerz und Juckreiz lindern, z. B. mit diesem schnellen Rezept:

Verrühren Sie je fünf Tropfen ätherisches Lavendel- und Teebaumöl mit 3 Esslöffeln flüssigem (leicht erwärmtem) nativen Kokosöl. Füllen Sie die Mischung in ein kleines Glasgefäss.

Tauchen Sie dann ein kleines Wattepad in warmes Wasser, drücken Sie das Wasser aus, damit das Pad nur noch leicht feucht ist, dippen Sie es in Ihre Ölmischung und bestreichen Sie damit Ihre Hämorrhoiden nach jedem Toilettenbesuch. Duschen Sie Ihren Unterleib samt Darmausgang jedoch vor der Anwendung der Ölmischung zuvor warm ab. Nach dem Abtrocknen tragen Sie die Ölmischung auf.

Innerhalb weniger Stunden werden Sie eine deutliche Erleichterung spüren.

 

7. Bei Hämorrhoiden wichtig: Die richtige Haltung auf der Toilette

Auch eine bestimmte Sitzhaltung auf der Toilette kann die Enddarmgesundheit enorm beeinflussen, zu einer Rückbildung von Hämorrhoiden führen und gehört daher unbedingt dazu, wenn man Hämorrhoiden richtig behandeln möchte.

Es handelt sich um die sog. Hocksitzhaltung, die man insbesondere beim Stuhlgang einnehmen sollte. Die Hocksitzhaltung imitiert jene Haltung, die man automatisch einnimmt, wenn man in freier Wildbahn den Darm entleeren müsste.

Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel verläuft hier viel spitzer als in der üblichen Stuhlhaltung. Dadurch ist der Beckenboden in der Hocke viel entspannter. Da der Darm in dieser Position gerade ist, wird die Entleerung erleichtert und das oft übliche Pressen und damit ein grosser Risikofaktor für Hämorrhoiden fallen weg.

In der Sitzstellung hingegen wird der Beckenbodenmuskel abgeknickt, was die Entleerung des Darms erschwert und Hämorrhoiden begünstigt.

Dies könnte auch erklären, warum Hämorrhoiden gerade in den westlichen Ländern, in denen ja fast ausschliesslich Sitztoiletten anzutreffen sind, schon zur Volkskrankheit mutiert sind. In den meisten anderen Regionen der Welt gibt es hingegen noch die sog. Plumps- oder Stehtoiletten, bei denen die Hocksitzhaltung erforderlich ist.

Es liegen auch längst wissenschaftliche Studien vor, die beweisen, dass die Hocksitzhaltung eine umfassende Wirkung auf den Körper hat. Bereits im Jahr 1987 führte der israelische Arzt Dr. Berko Sikirov eine Untersuchung mit 20 Hämorrhoiden-Patienten durch. Bei ihnen waren alle konventionellen Behandlungsmethoden erfolglos verlaufen.

Nachdem die Patienten ihre Toilettenhaltung von der üblichen Sitzposition in die Hocksitzhaltung geändert hatten, konnten schon nach wenigen Tagen Besserungen ihrer Hämorrhoidenproblematik beobachtet werden. Nach einigen Monaten waren die meisten Patienten beschwerdefrei. Und als sie nach 30 Monaten erneut untersucht wurden, zeigte sich, dass sie noch immer ohne Symptome waren, die Hämorrhoiden waren also nicht wieder zurückgekehrt.

Auf der Toilette können Sie die Hocksitzhaltung mit Hilfe eines Schemels oder einem Stapel Bücher einnehmen, den Sie einfach unter Ihre Füsse stellen. Zum Lesen kommen Sie jetzt sowieso nicht mehr, da Ihre Stuhlentleerung leicht und schnell vonstatten gehen wird.

 

Hämorrhoiden richtig behandeln – Ein Beispielprogramm

Wenn Sie nun Ihre Hämorrhoiden mit den vorgestellten ganzheitlichen Massnahmen selbst behandeln möchten, könnte Ihr Hämorrhoiden-Heil-Programm so aussehen:

Natürlich kümmern Sie sich um eine gesunde Ernährung, nehmen die Hocksitzhaltung auf der Toilette ein und tragen regelmässig die beschriebene Ölmischung auf. Die genannten Nahrungsergänzungen könnten nun folgendermassen in Ihren Tagesablauf integriert werden:

Direkt nach dem Aufstehen: ein Glas warmes Wasser mit 1 TL naturtrübem Apfelessig, ½ TL Honig und 1 TL frisch gepressten Zitronensaft.
15 Minuten später: 1 TL Flohsamenschalenpulver mit 300 ml Wasser
30 – 60 Minuten später: Frühstück
15 Minuten vor dem Mittagessen: Bitterstoffe
Zum Mittagessen: Curcumin
Nach dem Mittagessen: Kiefernrindenextrakt
15 Minuten vor dem Abendessen: Bitterstoffe
Zum Abendessen: Curcumin, Verdauungsenzyme und Probiotika

Beachten Sie, dass dies nur ein Vorschlag zur Anregung ist. Gerne können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker das für Sie passende und verträgliche Vorgehen zur richtigen Behandlung Ihrer Hämorrhoiden ganz individuell zusammenstellen.

(…)

Quelle:https://www.zentrum-der-gesundheit.de/haemorrhoiden-richtig-behandeln.html

Gruß an die Gesunden

TA KI

 

4 thoughts on “Hämorrhoiden richtig behandeln

  1. Pingback: Hämorrhoiden richtig behandeln — das Erwachen der Valkyrjar – Lichterschein.com

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