Darum sind Zwiebeln gesund – Inhaltsstoffe und Wirkung


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Zwiebeln gelten seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel gegen zahlreiche gesundheitliche Beschwerden. Viele Dinge sagt man dieser Power-Knolle nach.

Besonders einprägsam ist die Zwiebel durch ihr oftmals als beißend wahrgenommenes Aroma, das schon so manchem die Tränen in die Augen getrieben hat.

Gegen Ende des Beitrags haben wir zwei Videos für Sie eingebunden: wie Sie „Zwiebeln schneiden ohne Tränen“ und zum anderen „Wie Sie selbst Zwiebeln anbauen können“! 

Zunächst möchten wir Sie jedoch über die vielen gesundheitlichen Aspekte der Zwiebel informieren, die dieser Knolle neben dem leckeren Geschmack auch so viel Power geben.

Die Zwiebel – ein gesundes und aromatisches Gemüse

Die Zwiebel wird seit mehr als 3000 Jahren wegen ihrer heilenden Wirkung geschätzt.

Waren es damals die Ägypter, die die Zwiebel oft als Stärkungsmittel für die Arbeiter einsetzten, oder später die Mönche, die mit der Zwiebel Skorbut, Pest und Cholera zu lindern versuchten – die Zwiebel genoss seit jeher den Respekt derer, die sich mit Heilmedizin befassten.

Auch der bis heute bekannte Arzt und Alchemist Paracelsus verwendete die Zwiebel schon im 16. Jahrhundert als wirksames Mittel gegen allerlei Leiden.

Die Zwiebel dient als Appetitanreger und blutdrucksenkendes Mittel.

Sie beugt Gefäßerkrankungen vor und hemmt die Blutgerinnung.

Außerdem regt sie den Speichelfluss und die Produktion von Magensaft-Sekreten an und fördert die Darmtätigkeit.

Etliche Studien weisen zudem darauf hin, dass das vielseitige Gemüse auch über eine krebsvorbeugende Wirkung verfügt.

Wunderwaffe Zwiebel?

Zwiebeln zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten der Welt. Mit ihren vielen Vorzügen avanciert sie zu einem vielseitigen und schmackhaften Lebensmittel. Hinzu kommen ihre einfache Kultivierung und die Möglichkeit, sie lange lagern zu können.

Insbesondere die rote Zwiebel hebt sich in ihrer gesundheitlichen Wirkung durch ihren Reichtum an Antioxidantien von den anderen Sorten ab. Zwiebeln beugen Herz-Kreislaufproblemen vor, unterstützen bei der Krebsprophylaxe, helfen bei Entzündungen und eignen sich sehr gut zur Gewichtsreduktion.

Um in den Genuss all dieser positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper zu gelangen, müssen Sie nun nicht Unmengen von Zwiebeln vertilgen. Es genügt völlig, ca. drei bis vier Zwiebeln in der Woche zu essen.

Besonders die rote Zwiebel ist zu empfehlen. Rohe Zwiebeln versprechen einen höheren Wirkungsgrad als gekochte oder auf andere Art erhitzte Zwiebeln.

Rote Zwiebeln und Co. und ihre gesundheitsfördernde Wirkung

Die in Zwiebeln enthaltenen Sulfide sind für den Geruch und die Schärfe des Gemüses verantwortlich. Gleichzeitig haben diese Schwefelverbindungen hohe antikanzerogene Effekte, das bedeutet, dass sie krebsvorsorgend wirken können.

Die in der Zwiebel enthaltene Schwefelverbindung Isoallin reagiert beim Zerschneiden mit dem ebenfalls enthaltenen Enzym Allinase. Aus dieser Verbindung entsteht Propanthial-S-Oxid, der Stoff, der uns mit seiner Schärfe und tränenreizenden Wirkung zum Weinen bringt.

Der gesteigerte Gehalt an Antioxidantien in der Zwiebel bewirkt, dass die vom menschlichen Körper durch den Stoffwechselprozess gebildeten Freien Radikale neutralisiert werden. Die Oxidation von Fettsäuren wird verhindert, wodurch die Freien Radikale blockiert werden. Außerdem hemmen die Sulfide der Zwiebel das Wachstum von Bakterien, was sie zu einem wirksamen Mittel bei Entzündungen macht.

Die rote Zwiebel ist durch ihren gesteigerten Gehalt an Antioxidantien, wie Flavonoid Quercetin und Polyphenol Anthocyanin, zu favorisieren. Wie alle Zwiebeln enthält auch sie Calcium, Phosphor, Kalium und das Vitamin B6 und C.

Zwiebeln helfen bei Erkältungen

Die bereits erwähnten Schwefelverbindungen haben eine antibakterielle Wirkung. Von der Zwiebel als Abwehrmittel gegen Viren und Bakterien entwickelt, leisten sie auch beim Menschen hervorragende Dienste.

Sie helfen sehr gut bei Husten, indem sie den Schleim dünnflüssiger machen und so das Abhusten erleichtern. Sie können ganz leicht selbst einen hochwirksamen Hustensaft aus Zwiebeln herstellen. Versetzen Sie dazu den aus geschnittenen Zwiebeln gewonnen Sirup einfach mit Zucker.

Durch die antibakterielle Wirkung der Zwiebel werden auch die anderen unangenehmen Begleiterscheinungen einer Erkältung deutlich gemildert. Bei einer Bronchitis gilt die Zwiebel als eines der fünf wirksamsten Hausmittel.

Bei einer verstopften Nase, die Sie nachts quält, genügt es, wenn Sie eine aufgeschnittene Zwiebel in einer Schale neben das Bett stellen. Noch effizienter ist die Wirkung, wenn Sie die geschnittene Zwiebel in einen Waschlappen füllen, in der Mikrowelle erwärmen und neben das Kopfkissen legen.

Angewärmte Zwiebeln eignen sich übrigens auch zur Linderung der Schmerzen bei Migräne. Hierzu legen Sie die, in einen Waschlappen gefüllten, zerschnittenen Zwiebeln auf die Stirn und wärmen das Ganze mit einer Wärmflasche.

Bei Ohrenschmerzen verfahren Sie ähnlich, nur dass Sie die Zwiebeln und die Wärmflasche auf das betroffene Ohr legen.

Nie wieder quälende Insektenstiche

Auch als Hausmittel gegen Insektenstiche, gleich welcher Art, eignen sich Zwiebeln hervorragend. Reiben Sie die Wunde einfach mit einer halbierten Zwiebel ein. Achten Sie darauf, dass sich kein Stachel mehr in der Wunde befindet. Bereits kurz nach der Anwendung sollte der Schmerz verschwinden. Selbst eine Schwellung kann durch Zwiebeln verhindert werden.

Die abschwellende und entzündungshemmende Wirkung des vielseitigen Gemüses erfreut sich großer Beliebtheit bei Dermatologen, die gerne zu einer Salbe aus Zwiebel-Extrakten greifen.

Die keimtötenden und regenerationsfördernden Eigenschaften machen Zwiebeln zu einem sehr guten Heilmittel bei wuchernden Narben. Das Wachstum des Bindegewebes kann durch eine Behandlung mit Zwiebel-Extrakten deutlich gemindert werden.

Die Erfolge mit dieser Behandlungsmethode verschafften den Zwiebel-Extrakten die Aufnahme in die offiziellen Leitlinien zur Behandlung von Narben.

Geheimtipp – Rote Zwiebeln

Sie haben Sie ja nun schon kennengelernt, einige der vielen Inhaltsstoffe der Zwiebel. Mit ihren knappen 30 kcal pro 100 g bringt das wohlschmeckende Gemüse eine geballte Masse an gesunden Stoffen mit.

Da wären erst einmal die Vitamine B1, B2, B6, C, K sowie Folsäure, gefolgt von einer Vielzahl von Mineralstoffen und Spurenelementen. Magnesium, Kalzium, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor, Chlorid, Fluorid, Natrium, Kalium, Jolid und Mangan und die vielfältigen Schwefelverbindungen bringen unseren Organismus auf Vordermann. Hinzu kommen noch Aminosäuren und Flavonoide. Die rote Zwiebel enthält darüber hinaus Anthocyane.

Die rote Zwiebel verfügt über ein deutlich gesteigertes Heil-Volumen, ist aber auch in anderen Bereichen zu empfehlen.

Zum Beispiel kann die rote Zwiebel auch bei Ihrem Wunsch, ein paar lästige Pfund loszuwerden, sehr hilfreich sein. Die rote Zwiebel unterstützt den Aufbau der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein, ein wichtiger Baustein, um Taurin zu bilden. Taurin sorgt dafür, dass die Hirnanhangdrüse Hormone ausschüttet, die zum Beispiel für den Fettabbau verantwortlich sind. So kann die rote Zwiebel dazu beitragen, dass die Fettpölsterchen ein wenig schneller dahinschmelzen.

Statt auf Nahrungsergänzungsmittel zuzugreifen, sollten Sie lieber eine rote Zwiebel essen. Dass die rote Zwiebel Quercetin enthält, erspart Ihnen die Einnahme künstlicher Formen aus Extrakten. Die rote Zwiebel ist eine wesentlich bessere Alternative als ein Nahrungsergänzungsmittel.

Ihr Körper kann den Nährstoff in seiner natürlichen Gegebenheit wesentlich leichter verarbeiten. In Kombination mit all den anderen Wirkstoffen, die die rote Zwiebel enthält, versorgen Sie Ihren Körper optimal mit allem, was Ihrer Gesundheit förderlich ist.

Die Zwiebel – Ein vielseitiges Gemüse

Die Artenvielfalt des beliebten Gemüses reicht von der Lauchzwiebel, über die Gemüsezwiebel bis hin zu der roten Zwiebel.

Die Speisezwiebel stammt vermutlich aus Asien und belegt mit 8% nach der Tomate Platz zwei der Gemüsebaufläche in Deutschland.

Die Gemüsezwiebel kommt vorwiegend aus Spanien und ist etwas milder im Geschmack als die Speisezwiebel.

Die rote Zwiebel hat eine besonders dünne Schale und hat einen leicht süßlichen Geschmack von milder Schärfe. Sie wird überwiegend in Italien angebaut.

Die weiße Zwiebel mit ihrem milden und feinen Geschmack, ist bei uns kaum bekannt. Sie lässt sich sehr gut über längere Zeit lagern.

Die Schalotte gibt es in verschiedenen Wachstumsformen. Mal rund, mal länglich begeistert sie mit ihrem milden Aroma.

Die Lauchzwiebel, oder auch Frühlingszwiebel, gehört zur Familie der Speisezwiebeln, auch wenn ihr Aussehen eher an Lauch erinnert. Sie ist deutlich milder im Geschmack als die ihr verwandte „Küchenzwiebel“.

Die Silberzwiebel ist eine sehr kleine Zwiebel, die häufig zu Sauerkonserven verarbeitet wird.

Die Perlzwiebel gehört eher zur Familie des Lauchs und ist eigentlich keine richtige Zwiebel, auch wenn es der Name vermuten ließe.

Zwiebel schneiden ohne Tränen?

Probieren Sie doch mal die Tipps in diesem Video, damit das Zwiebel schneiden weniger „weinerlich“ wird.

Viel Spaß beim Nachmachen und Zwiebeln schneiden OHNE Tränen!

Zwiebeln richtig lagern

Bei richtiger Lagerung können Zwiebeln bis zu einem halben Jahr aufbewahrt werden. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, das aromatische Gemüse kühl, trocken und dunkel zu lagern. Werden Zwiebeln zu hell gelagert, bilden sich Triebe, die der Zwiebel die Kraft entziehen.

Lagern Sie die Zwiebeln zu feucht, verfaulen Sie von innen heraus. Lagern Sie Ihre Zwiebeln bevorzugt im Keller oder in einem Vorratsschrank. Kühlschrank und Plastiktüten sollten Sie meiden. In Plastiktüten beginnen die Zwiebeln zu schwitzen und zu faulen, im Kühlschrank verlieren sie das Aroma.

Eine Ausnahme sind bereits angeschnittene Zwiebeln. Diese sollten Sie unbedingt im Kühlschrank aufbewahren. Wenn Sie diese mit der Schnittfläche nach unten in ein verschließbares Gefäß geben, können Sie diese noch einige Tage später verwenden.

Sie wollen selber Zwiebeln anbauen?

In diesem Video bekommen Sie hilfreiche Tipps vom Profi, wie Sie selbst Zwiebeln anbauen können und so Ihre eigene Heilpflanze 2015 genießen können.

Zwiebeln anbauen im Garten, so geht’s:

Jetzt wünschen wir Ihnen einen guten Genuss und eine hervorragende, positive Wirkung auf Ihre Gesundheit.

Quelle: http://www.nasennebenhoehlen.eu/hausmittel/darum-sind-zwiebeln-gesund-inhaltsstoffe-und-wirkung/

Gruß an die Gesunden

TA KI

 

12 thoughts on “Darum sind Zwiebeln gesund – Inhaltsstoffe und Wirkung

  1. Ich habe das Video zwar noch nicht gesehen, aber da gibt es einen uralten Witz: „Tränende Augen kann man vermeiden, wenn man die Zwiebeln unter Wasser schält.“ – „Ich glaube nicht, dass ich so lange tauchen kann!“ 😀
    Scherz beiseite – gegen Husten/Halsschmerzen kenne ich noch ein gutes Mittel aus meiner Kindheit: klein gehackte Zwiebeln in Honig auf dem Herd erwärmen und am besten noch warm verzehren. Hört sich vielleicht merkwürdig an, aber es schmeckt und hilft.
    LG – Dirk

  2. Pingback: Wie viele deutsche Familienväter müssen dafür ackern? | inge09

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